Kapitel 4 - Hochzeitsfeier Tekuro und Max

  • Tour durch Carnac



    Der Tag neigte sich dem Ende und die Nacht zog auf. In Trutznest wie in ganz Carnac bemerkte man das nicht am Helligkeitswechsel, sondern die Vampire spürten eine innere Unruhe - Jagdzeit. Jeder Vampir, auch jene, die gar auf Jagd gingen.


    Bellamy streckte sich und warf einen Blick auf seinen schlafenden Mann und Maximilien. Max schaute müde zurück und rollte sich auf die Seite. Bellamy strich ihm die Haare aus dem Gesicht und deutete auf die Tür. Maximilien nickte zustimmend, stand auf und verließ die Spielwiese. Bell folgte ihm einen Augenblick später als er Tekuro fest zugedeckt hatte.

    Bellamy schaute sich um und schenkte Max ein freundliches Grinsen.


    "Ich dachte wir unternehmen eine Spritztour durch Carnac, um uns ein bisschen anzufreunden. Immerhin sind wir nun Ehegeschwister", sagte Bell und führte Max in das Bad von Tekuro und ihm.


    "Wir waren schon immer befreundet Bellamy, aber die Tour unternehmen wir. Ich bin dabei", gab Max gut gelaunt zurück.


    Nachdem sie sich beide fertig gemacht hatten, brachen sie umgehend auf. Bellamy führte Maximilien hinaus aus der Festung und lief die kleinen Gassen entlang, so dass er einen Eindruck von Trutznest Straßen und Gassen bekam.


    Es herrschte keine permanente, schwarze Finsternis in Carnac, sondern die Orte waren schwach und anheimelnd beleuchtet. Viele der Häuser waren mittlerweile alt, aber nichts wurde dem Verfall preisgegeben. Bellamy und Maximilien schlenderten vorbei an Wohnhäusern, Geschäften, Alleen, Springbrunnen und sogar einigen kleinen Parkanlagen. Seltsamen Bäume wuchsen dort, denen das Sonnenlicht nicht zu fehlen schien.


    Der Baustil der meisten Häuser erinnerte an die alten Bauweisen der Tamjid, sie hatten etwas vom Wüstenflair. Die Stadt Trutznest bestand aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen. Deren Lehmmauern ruhten auf natürlichem Fels und hatten eine Sockelzone aus verschieden großen Findlingen oder Stalakmiten.

    Die Bauten mit ihren Ecktürmen und Zinnen verliehen sogar den Wohnblöcken ein wehrhaftes Aussehen, was Maximilien ausgesprochen gut gefiel. Besonders an einigen Hanglagen wurde der Eindruck noch verstärkt.


    Die meisten Häuser, Türme, Ecktürme und Geschäfte waren mit Farbe und Motiven dekoriert, wobei die immer wiederkehrenden Motive vermutlich die Wahrzeichen von Trustnest oder Carnac waren. Die Zugehörigkeit stand damit an die Wände geschrieben. Bellamy freute sich, Maximilien ihre gemeinsame Heimat näher zu bringen.


    "Viele der Häuser haben keine oder nur winzige Fenster. Die größeren sind um Innenhöfe herum gebaut, durch welche Luft in die Stallungen und Lagerräume im Erdgeschoss sowie in die Wohnräume und Schlafzimmer in die oberen Geschossen gelangt. Nicht immer ist die Luft in Bewegung und in einer Höhle kann es erstaunlich warm werden. Deshalb diese Bauweise, wehrhaft und klimatisch angenehm", erklärte Bellamy, während er Maximilien weiterführte.

    "Gut durchdacht, eine passende Bauweise. Was sich in der Wüste bewährt hat, wird sie hier ebenso bewähren. Die Laternen verbreiten ein angenehmes Licht, ein Gefühl von einer lauen Sommernacht", antwortete Max.


    "Ja das stimmt und in Souvagne wie auch hier in Trutznest, kann man ungehindert zu jeder Tageszeit seinen Spaziergang unternehmen. Selbst die vermeintlich dunklen Gassen, sind hier keine Gassen langer Messer. Du wirst Dich hier wie Zuhause fühlen, denn Tekuro und ich wissen, wie man für Sicherheit sorgt. Und wir sind sozusagen Importware aus Souvagne, genau wie Du", grinste Bellamy.


    "Was führen die Geschäfte hier an Waren? Wir benötigen noch einige Dinge, um unser Gemach wohnlicher zu gestalten. Du weißt was ich gerne habe, Du warst oft genug in meinem alten Quartier. Wir benötigen einige Decken, ein kleiner Kamin wäre nicht schlecht, passende Möbel und Wohlfühlzeug", schmunzelte Max.


    "In ganz Carnac gibt es dass, was es draußen in der Welt ohne Höhlendecke über dem Kopf auch gibt Max. Von Furz bis Feuerstein kannst Du hier alles kaufen. Jede Stadt, sprich jeder Clan hat sich auf ein bestimmtes Geschäft spezialisiert. Unser Clan, die Beißer, hat sich auf Sklavenzucht und Handel spezialisiert. Andere Clans auf andere Dinge.


    In den kleinen Geschäften hier findest Du aber auch alltäglichen Bedarf, für Vampire, Ghule und auch für Lebende. In Carnac leben nicht nur Vampire oder andere Untote, es leben hier auch Lebende. Menschen und andere Humanoide, meist Nekromanten oder Personen die einen Grund haben die Oberfläche zu meiden. Sie alle gehören zu Carnac, zum Reich der Schatten und sind Kinder der Nacht. Mit Ausnahme der Sklaven natürlich. Sklaven sind Gegenstände, Eigentum und Handelsware. Das heißt, sie werden nicht nur als Arbeitssklaven gehalten, oder zur Belustigung, sondern auch als Blutspende-Vieh.


    Ein Clan der sich der Nächstenliebe und der Hilfe der Bedürftigen verschrieben hat, ist der Clan von Kasimir LaVaney, ein ehemaliger Lichtalb. Der Clan der Scherbensonne ist ein Clan für Vampire, die zum Jagen zu schwach sind und jene, welche die Jagd verabscheuen und dennoch leben wollen. Einen Clan, welcher ausschließlich von Blutspenden lebt, ein Clan von Bettlern, welcher sich der Wohltätigkeit verschrieben hat. Dort kann man sehr schöne Handwerkskunst kaufen.


    Die Hauptstadt Carnacs ist Schattenschimmer, der Herr von Schattenschimmer und über das ganze Reich der Schatten ist der Urvampir Milothir Auloren Daelwon. Als Vampir ist es bedeutungslos, welchem Volk Du vorher angehört hast, nun bist Du ein Vampir. Bedenke das, wenn Du einem von ihnen gegenüber stehst, allen voran Daelwon.


    Schattenschimmer ist kreisförmig angelegt und in der Mitte der Stadt befindet sich ein Lavasee, eine Sehenswürdigkeit, die gut und gerne besucht wird. In Schattenschimmer gibt es im Grunde alles zu kaufen, auch solche Dinge, Du man hier vielleicht vermisst.


    Schattenschimmer ist sozusagen das Beaufort von Carnac", erklärte Bellamy gut gelaunt.

    "Dann lass uns zuerst nach Schattenschimmer fliegen und dann nach Scherbensonne. Die Hauptstadt würde ich mir gerne ansehen. Und nebenbei bemerkt, ich bin nun an erster Stelle Beißer Belly, aber ich bin trotz allem noch Souvagner. Etwas dass ich nicht ablegen werde, keines von beidem. Deinen Hinweis bezogen auf die Alben werde ich beherzigen, keine Sorge", antwortete Max freundlich.


    "Wir fliegen nicht, wir nehmen das Aero Max, sonst könnten wir nichts mitnehmen. Gut wir könnten uns die Waren liefern lassen, aber sie gleich mitzunehmen ist doch wesentlich praktischer", schlug Bellamy vor und sie gingen einen Bogen zurück zur Feste, um das Aero zu holen.


    "Gute Idee und wir haben unsere Einkäufe direkt und müssen nicht warten. Du hast die Ehre unsere Sachen zum Aero zu tragen", lachte Max leise.


    "Du bist zu gütig Max", gibbelte Belly.

    "Du kennst mich", gab Max zurück.


    "Natürlich kenne ich Dich, aber bis dato kannte ich Dich nur als unseren Duc, als unser aller Oberhaupt und Monarch. Jenen Monarchen der mir sein Leben anvertraute und ich es Dank Nathan versaute. Hätte ich den kleinen Mistbock danach in der Kanalisation versenkt, wäre nichts geschehen. Aber so wie das rüberkam war es nicht gedacht. Und gleich was damals von Nathan erzählt wurde, er kam zu Tekuro, er bettelte, er wollte es und er bekam was er wollte. Nur bekam er es nicht, wie er es gerne gewollt hat. Drum hat uns die kleine Natter angeschissen. Kurzum der Barde des Terrors hat nachgetreten. Eine sehr unschöne und unsaubere Angelegenheit. Das wollte ich Dir damals schon gesagt haben, aber wann und vor allem wie? Heute kann ich es Dir sagen und Du kannst meine Aussage gerne auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen. Oder mir einfach glauben, denn ich bin so einiges, aber ein Lügner war ich nie Max", sagte Bellamy während sie ins Aero stiegen.


    "Ich glaube Euch beiden Bellamy, Tekuro hat mir das Gleiche erzählt. Nathan war zwar infantil, aber er hat auch genau gewusst was er wollte und wie er es sich holte. Weshalb er sich dann beschwerte und Euch angeschissen hat, wissen die Götter. Ich weiß es nicht, allerdings musste ich eine gemeldete und tatsächlich begangene Schändung ahnden. Wie so etwas üblicherweise geahndet wurde, weißt Du", antwortete Max und machte es sich im Fahrzeug bequem.

    "Also wohin fahren wir zuerst?", fragte Max.


    "Vor Schattenschimmer, direkt davor liegt der Ort von Zeph, dem Partner von Milothir Auloren Daelwon. Zeph führt mit eine der größeren Streitmachten von Carnac.

    Zur Erläuterung, jede Höhle im Reich Carnac beherbergt einen Clan samt seiner Stadt. Der Statthalter ist der Clanführer und somit so etwas wie ein Furisto unter dem Carnac-Duc Daelwon. Tekuro ist Statthalter und Clanführer des Beißer-Clans.

    Zeph ist Statthalter und Clanführer "Der schweigenden Kathedrale". So heißt sein Clan und das gleichnamige, gewaltige Gebäude, das seinen Ort dominiert. Bei dem Ort handelt es sich um das industrielle Kernland Carnacs.


    Auch in seinem Ort gibt es kleine Lavaseen, viele Basaltblöcke und Lavaflüsse prägen das grundlegende Erscheinungsbild der bekannten Bereiche des Ortes, genau wie die turmhohen Schornsteine die in dem Deckengewölbe verschwinden und die Abluft irgendwie nach draußen leiten. Und wie schon erwähnt, die schweigende Kathedrale, als ein monumentales Bauwerk.


    Eine weiterer wichtiger Ort Scherbensonne. Eine bergige Siedlung die bei Carnacs Aufstieg zur Macht von strategischer Bedeutung war, aber langsam von Vampiren aufgegeben wird. Dafür es im Gegenzug Menschen und anderen Humaoiden der Schatten ermöglichte, in Scherbensonne einzurichten und die Stadt etwas besser ihren Bedürfnissen anzupassen. In Scherbensonne findet man die besten Heiler für Untote und Lebende.


    Sterndüne ist stark verteidigte Festungssiedlung. Sterndüne wird Dich an Souvagne erinnern, die Zitadelle ist mit einer mächtigen Mauer umgeben. Sterndüne hat sogar eine Anbindung zur Azursee wie unser Clan. Innerhalb von Sterndüne erinnert alles an eine Gebirgsregion Das Gebiet ist mit diesen seltsamen Unterweltbäumen bewachsen. Man behauptet, dass diesen Bäumen ein besonderes Leben innewohnt und das sie zur Verteidigungszwecken sogar Leben von Angreifern absaugen können. Ob das den Tatsachen entspricht oder ein Mythos ist, kann ich Dir nicht sagen. Aber möglicherweise trägt ihr Aussehen zu der Sage bei, sie sind völlig schwarz.


    Sobald Daelwon oder Zeph von Dir erfahren, wird einer von ihnen sicher mit Dir reden wollen. Also kurz zum merken.


    Schattenschimmer - Hauptstadt Carnacs, Oberhaupt Urvampir Daelwon.

    Die Beißer - Sklavenzucht- und Handelshochburg Carnacs, Statthalter Tekuro.

    Die schweigende Kathedrale - Industrie- und Rüstungshochburg Carnacs, Statthalter Zeph.

    Scherbensonne - Heil- und Wohltätigkeitsort Carnacs, Statthalter Kasimir LaVaney.

    Sterndüne - Statthalter Varod", erläuterte Bellamy.

    Bellamy fuhr zu den genannten Orten und spendierte Maximilien eine kleine Stadtrundfahrt, um Carnac etwas besser kennenzulernen. Nicht nur ihr Clan, auch die der anderen, sollte sein Ehebruder kennenlernen.

    Dabei bestaunten sie gemeinsam die Zitaldelle von Varod, die Kathedrale von Zeph wie die seltsamen Wächter, die trotz Humanoider Gestalt Flügel trugen. Die kleinen Lavaseen waren ebenso besondere Hingucker wie die gewaltigen Schornsteine, die sich in der Dunkelheit der Höhlendecke verloren.

    In Scherbensonne betrachteten sie die großen Hospitale, Krankenhäuser und Heilerstätten. Auch Tempel waren zu finden und sie zündeten für ihre Lieben die sie verloren hatten und vermissten Kerzen an.

    In der Hauptstadt bewunderten sie den gewaltigen Lavasee, der einst die Bewohner des Ortes verschlungen hatte, ganz so als wäre er ebenfalls ein Vampir.

    Die Tour dauerte fast den ganzen Tag, dafür kamen sie bestens gelaunt und mit reichlichen Einkäufen zurück. Einem kleinen Ofen, mehreren warmen Decken, passendem Trinkgeschirr und einigen Delikatessen wie vollgesogene Blutegel die man als Snack knabbern konnte. Belly und Max richteten zusammen das gemeinsame Wohnzimmer ein und machten es sich gemütlich.

    Der Abend und Tekuro konnten kommen. Gemeinsam legten sie glücklich und erschöpft die Füße hoch und wärmten sie vor dem neuen Ofen.

    ♛ Duc de Souvagne ♛


    "Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
    "Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

  • Daheim in Dokutsu-jo



    So sehr Tekuro die Anwesenheit von Maximilien schätzte, er musste dennoch bald wieder arbeiten gehen. Die Sklaven verkauften sich nicht von allein und er liebte seine Arbeit. Seine Sklaven zu präsentieren, erfüllte ihn mit stolz und bisweilen auch mit Erregung. Da machte er überhaupt keinen Hehl daraus. Da Pascal sich Ezio gekrallt hatte, begleitete Johnny ihn als Vorzeigesklave, der seinen Herrn und Meister im besten Licht erstrahlen ließ. Doch als der Feierabend nahte, sehnte auch Tekuro sich nach Hause, wo seine Liebsten im warmen Nest auf ihn warteten. Müde, aber zufrieden kehrte er in seine Wohnung in Dokutsu-jo zurück. Dort entdeckte er, dass Bellamy und Maximilien ihm eine Überraschung vorbereitet hatten. Seine Mundwinkel zogen sich zu einem glücklichen Grinsen auseinander, bei dem man die silbernen Spitzen seiner künstlichen Zähne sah. »Wie ich sehe, seid ihr lieb«, grüßte er sie.


    Bellamy:

    "Wir waren mehr als nur lieb Tekulino, wir waren in Carnac unterwegs. Ich habe Max eine kleine Rundreise spendiert und einige Mitbringsel für unsere Frostbeule. Die meisten Mitbringsel sind für uns alle. Wir machen es uns Abends gemeinsam schön gemütlich, kuscheln oder mehr. Dazu einge außergewöhnliche Vampirsnacks die wir mitgebracht haben. Extra für einen schönen Abend. Hock Dich mit uns vor den Ofen. Decken haben wir gekauft, ach so einiges, schau Dich einfach um. Und schau mal ins Glas was da schwimmt", grinste Bellamy, so dass man seine scharfen Zähne sah.


    Maximilien:

    Max wackelte mit den Zehen und machte eine einladende Geste. "Belly war heute in Spendierlaune. Wie er gerade schon sagte, haben wir eine Tour durch Carnac gemacht und ich habe mehrere Clans und die dazugehörigen Städte kennengelernt. Die schweigende Cathedrale hat mir sehr gut gefallen, alles in der Stadt ist irgendwie maschinell angehaucht. Unsere Heimat hat sie allerdings übertroffen, die meisten Straßen und Gassen hier haben etwas Wüstenflair. Bell erklärte mir auch warum, dennoch die Stadt wirkt einfach durch das warme, schummrige Licht gemütlich und die Bauwerke tun ihr übriges dazu bei. Wir waren auch in einigen Geschäften stöbern, haben uns die Heilertempel und Krankenhäuser angesehen. Ich wollte unsere Scholle und die Nachbarn kennenlernen. Kennst Du die Lehnsherrn oder Statthalter wie man sie hier nennt alle persönlich? Vielleicht sollten wir unsere direkten Nachbar einmal persönlich einladen und sie ebenfalls besuchen. Ach und der Snack, dass sind vollgetrunkene Blutegel, die man so naschen kann. Es gibt sie auch als getrocknete Chips. Aber die haben mir nicht so gut geschmeckt. Setz Dich doch endlich mal zu uns", bat Max.


    Tekuro Chud

    »Euer Wunsch soll erfüllt werden«, sagte Tekuro. »Aber erstmal muss ich aus der Arbeitskleidung raus. Johnny.« Er ging mit seinem momentanen Lieblingssklaven ins Bad. Johnny zog sie beide aus, ging mit ihm unter die Dusche und wusch ihn von Kopf bis Fuß gründlich sauber. Danach durfte er auch sich selbst waschen. »Du hast Freizeit, Johnny«, schnurrte Tekuro. Das hieß so viel wie dass Johnny sich verpissen sollte, damit er mit Maximilien und Bellamy seine Ruhe hatte. Der Bursche mit den weiß gebleichten Haaren rümpfte die Nase und zog sich in seine eigene kleine Wohnung zurück. Tekuro aber kehrte nackt und frisch geduscht zu seinen zwei Lieblingen zurück. Zuerst wurde Bellamy begrüßt. Tekuro schob ihn schnurrend auf den Rücken und leckte ihm erst das Gesicht und dann die Eier, ehe er das gleiche bei Maximilien wiederholte. »Klar kenne ich die Nachbarn alle persönlich. Jeden Einzelnen. Dann wart ihr also beim kleinen Zeph zu Gast. Milothirs persönlicher Patti. Bekommt von seinem Mann eine ganze Burg geschenkt - und verschmäht sie. Weil er sie nicht mag.« Er machte es sich zwischen den beiden gemütlich. »Habt ihr euch schon beschnuppert?« Er griff nach einem Blutegel, sog ihn ein wie eine fette Nudel und kaute ihn voller Genuss.


    Bellamy:

    Bell empfing seinen Mann mit der gleichen Leidenschaft wie er begrüßt wurde. Er streichelte Teku durch die dunklen Haare, kraulte ihm den Schritt und ließ sich zur Begrüßung von ihm lecken. Dass Beißen fehlte, aber dafür war später immer noch Zeit. "Nein wir beschnuppern uns nur, wenn Du dabei bist. Ansonsten statte ich Max keinen Besuch zwischen den Schenkeln ab und er würde mich auch nicht ranlassen. Wir waren unterwegs als Ehegeschwister, als Brüder und Kumpel. Von daher musst Du Dir keine Gedanken machen. Der kleine Zeph, ja das klingt als wäre er harmlos. Der Bursche ist alles, nur nicht harmlos. Der ist so harmlos wie Du Teku", lachte Bellamy und zog Tekuro fest in seine Arme, nachdem er auch Maximilien ausgiebig begrüßt hatte. Max kuschelte sich von der anderen Seite an Teku, so dass er schön eingeklemmt und gewärmt in der Mitte lag. "Wir haben uns überlegt, was wir sonst noch so an Einrichtung kaufen könnten um uns eine kleine Wohlfühloase zu schaffen. Wir sollten Blutegel züchten, was meinst Du? Das wäre ein toller Geschäftszweig, mit den kleinen leckeren Biestern. Wie lief Dein Geschäft heute?", fragte Bell, während er Tekuro den Schritt knetete. Er selbst gönnte sich auch einen Blutegel und kaute ihn geräuschvoll durch. "Habe ich Euch schon mal die Geschichte von der Möse in der Fritöse erzählt?", fragte Bell.


    Maximilien:

    Max verpasste Bell einen gespielten Tritt und schüttelte kaum merklich den Kopf. "Spar Dir die Geschichte, ich möchte sie nicht hören. Ich kenne sie, ich kannte sie vor Dir, es war mein Befehl. Zudem in dieser Konstellation haben Mösen nichts verloren", antwortete Max und massierte Tekuro den Rücken, während er sich die Socken abstreifte. "Was genau machst Du eigentlich, wenn Du Deine Sklaven vorführst? Ist das sowas wie eine Pferdeausstellung, wo die besten Sklaven premiert werden und dann teuer an neue Besitzer gehen?", fragte Max und küsste Tekuro fest mit Zunge um ihn ebenfalls willkommen zu heißen. "Wir haben Dich vermisst Teku, wir haben etxa Kuschelkram gekauft um es uns gemütlich zu machen. Eine Frage, was ist mit Mitch und Bollek?", fragte Max und widmete sich nun seinerseits Tekuros Zepter. Teku war hier Familienoberhaupt und dass sollte er spüren, sanft streichelte er ihm den Stachel und führte Tekus Hand an seinen Ring. "Alles noch da", schmunzelte er. an seinen Ring. "Alles noch da", schmunzelte er.


    Tekuro Chud

    Tekuros Stachel schob sich sofort Maximiliens Hand entgegen. Es dauerte nur Sekunden, bis er hart war. Das ging bei ihm ausgesprochen schnell und leicht. »Zeph ist nicht harmlos«, bestätigte er, »er ist ein gerissenes kleines Biest. Ich würde nicht mit Milothir tauschen wollen. Aber wer will schon tauschen, wenn er zweieinhalb so leckere Männer wie euch sein eigen nennen darf!« Er küsste Bellamy mit der Zunge, dann auch Max. »Ist das geil. Ich brauch nur den Kopf drehen. Egal, wohin ich schaue, ich habe immer gute Aussichten. Blutegel zu züchten, die Idee ist gut! Willst du das machen? Einen vielversprechenden Geschäftszweig gibt man nicht aus der Hand. Ich habe heute eine Gruppe Sklavinnen nach Obenza verkauft. Die Kunden sehnten sich nach guter Naturware und nicht dem puppengesichtigen Milchkuhscheiß aus den Laboren. Das läuft wie folgt ab. Wir haben einen digitalen Katalog mit der Vorauswahl und einigen besonderen Angeboten. Aber wenn jemand wirklich an guter Ware interessiert ist, kommt er persönlich nach Carnac. Und je nach Kunde, bereite ich ihm das eine oder andere Verlies mit einer Auswahl vor oder lasse ihn in den unvorbereiteten Verkaufstrakt. Nie aber zu den Brüterinnen und Besamern. Die sind unverkäuflich. Sie sind nicht umsonst dort. Und ich verkaufe prinzipiell nur sterilisierte Sklaven. Man kann zwar heutzutage leicht in-vitro züchten, aber das ist mit so hohen Kosten verbunden, dass das nur Speziallabore tun und für den Alltagsgebrauch ist das viel zu teuer. Drum kaufen sie bei uns.« Er leckte sich die Lippen bei dem Gedanken an seine Sklaven. »Hinzu kommen die Privatverliese meiner Beißer oder die Freigänger wie Johnny und Jaques.« Seine Finger fanden ihren Weg an Maximiliens Hoden, wo der Ring saß. »Hast du den allein wieder draufgezogen? Oder war das mein Belly?«


    Bellamy:

    Bellamy küsste Tekuro auf den Nacken, als dieser mit Max knutschte. Das Gefühl gefiehl im. Teku hatte Recht, er war gerade eine kleine Made im Speck und Belly gönnte es ihm. Eingebettet in Liebe, wie lange hatte Teku danach gesucht und dafür gekämpft? Eine halbe Ewigkeit, so war es nur fair, dass sie selbst eine Ewigkeit vor sich hatten. Glücklich kuschelte er sich an Tekus Rücken und schmiegte sich an. "Das kann ich gerne übernehmen, ich fand die Idee super und lecker. Ich mache mich schlau. Vielleicht kann man sie auch noch geschmacklich variieren. Ich lass mir was einfallen. Nein ich habe Max nicht den Ring angelegt, dass war Dein Vater. Ich beringe ihn nicht, auch wenn ich es könnte. Wie gesagt, ich habe meine Finger von ihm gelassen, solange ich nicht Deine Erlaubnis habe. Wozu Streit provozieren, wo wir uns alles super verstehen? Patti müssen wir noch zurück in die Familie prügeln", sagte Bellamy und strich Max eine Haarsträhne hinters Ohr. "Dein Part Maxi", grinste er gut gelaunt.


    Maximilien:

    "Frech, aber anders kennt man Dich nicht Belly. Er hat Recht, Kaz hat das Schmuckstück dahin geschoben, wohin es gehört. Er war vorsichtig, so wie beim ersten Mal. Den Verkaufstrakt mit allem drum und dran würde ich mir gerne mal ansehen. Was die Kosten anbelangt, da hast Du Recht. Ein normaler Sklave wird gezeugt, geboren und Du benötigst nichts weiter dazu, als ein gesundes Paar. Bei GMOs sieht die Sache völlig anders aus, Du benötigst Hochleistungslabore. Im Grunde haben die Labore und Tanks die Mütter ersetzt. Allen voran bei den Bluthexern. Manche von ihnen sehen wirklich aus wie Karikaturen, überzeichnet schön. Andere sind wahre Kolosse wie die Tuteurs oder Souvrakasier, mit ihnen ist nicht zu spaßen. Oder den Sentir, Du hast sie schon erlebt, sie sind vermutlich die gefährlichsten humanoiden GMOs neben den Bluthexern. Denn die Gefahr die ein Sentir alleine darstellt, geht bei den Bluthexern von ihrem Orden aus. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, dass ist gut und richtig so. Aber bei uns ist es nicht anders, zudem muss man dafür kein GMO sein. Stachelst Du auch Deine Sklaven oder nur Deine Lieben? Du hast meine Frage wegen Mitch und Bolek nicht beantwortet Teku. Oder möchtest Du sie hier nicht wohnen haben? Ich benötige noch einen Ohrensessel und einige gute Bücher. Du könntest interessante Bücher anschleppen, oder wir schauen auch mal zusammen Holo. Irgendwas was wir gemeinsam machen können in so einer Runde. Also neben einer würdigen Begrüßung versteht sich. Wieso fragst Du ob wir uns beschnuppert haben? Bist Du dafür oder dagegen?", fragte Max sicherheitshalber nach und lutschte Tekuro die Juewelen bis sein Stachel vor Freude weinte.


    Tekuro Chud

    »Ich habe die Frage wegen Mitch und Bolek vergessen zu beantworten, weil ich gedanklich bei meinen Sklaven war. Da gerate ich immer ein wenig ins Schwärmen. Die beiden Tuteurs sind hier. In Dokutsu-jo. Haben da vorerst eine Gästewohnung bezogen und warten darauf, dass du sie besuchst. Natürlich stachel ich meine Sklaven, dazu sind sie da! Zum Stacheln, zum ärgern, zum spielen, worauf man eben gerade Lust hat, oder man trinkt sie aus, wenn man ihrer Leid ist oder sie als Brüterinnen oder Besamer nicht mehr taugen. Weil dann sind sie auch nicht mehr zum Blutmelken geeignet. Ich wollte dir ja mal zeigen, wie man mit ihnen spielt, Max, aber du hast ja gleich zugebissen. Überzeichnet schön?« Tekuro überlegte. Dann schüttelte er den Kopf. »Ich mag das Wort ›schön‹ nicht in dem Zusammenhang. Du musst Tiago fragen, unseren Künstler, unseren Glücks-Dupont. Er kann dir erklären, warum ein Ideal nicht schön ist. Ich kann dir nur sagen, dass ich den Gemälden, die dich zeigten, nichts abgewinnen konnten. Das warst nicht du. Sie haben dich idealisiert, aber nicht verschönert. Das war nicht schön, das war seelenlos. Oh, meine Fresse«, stöhnte er auf, als Maximilien seine Eier lutschte. Er griff hinüber zu Bellamy, damit seine verkrampfenden Hände etwas zu tun bekamen, und drückte seinen Kopf gegen Bellamys schwarz-grau behaarte Brust. »Ich würde gern mal sehen ... wie ihr spielt. Genau wie mit Patti, der kleinen notgeilen Sau ... er muss zurückkehren.« Tekuro stöhnte tief, als sein Stachel in Vorfreude zuckte.


    Bellamy:

    Belly hob Tekuros Kopf und küsste ihn innig mit Zunge. "Wir holen Patti zurück, dass habe ich Dir versprochen. Wenn Du möchtest, dass ich ihn verwöhne und er möchte auch, dann bekommst Du was zu sehen. Die Hochzeitsnacht war doch schon ein guter Anfang", schnurrte Bell in Tekuros Ohr und schaute lüstern auf Max, der sich mit Tekus herrlichen Bällen vergnügte. Eigentlich waren das ja seine, aber er konnte teilen, vor allem wenn er dafür so eine leckere Einlage zu sehen bekam. "Die beiden Tuteurs sollten vielleicht nicht überall frei herumrennen", mahnte Bellamy und küsste Teku auf den Hals. "Patti braucht es knüppelhart, er muss zur Vernunft gestoßen werden, wie Jaques. Den habe ich ihm noch geschenkt und als Dank? Nichts, lässt sich von Sjiun auf links krempeln", murrte Belly.


    Maximilien:

    Max ließ von Teku ab und schaute zu ihm auf. "Das hast Du sehr schön und treffend formuliert. Als ich damals meinen Vater und Bruder verlor und beide vermisste, habe ich mir ihre Gemälde angeschaut. Das waren die beiden, aber sie waren es dennoch nicht. Versteinerte Mienen, wie von einer Statue. Wie die beiden geschaut, gelächelt oder geschmunzelt haben, dass hat sie aus gemacht. Aber alle Herrscher werden in heroischer Pose abgebildet - ich bin das Land, ich bin jederzeit verteidigungsbereit. Für ein Portrait, dass die Person wieder gibt, muss man ein privates Portrait fertigen lassen. Aber selbst jene werden geschönt, deshalb hat mich der Stein mit Stricksachen so berührt. Eine Erinnerungssäule, ganz ohne Gesicht und dennoch mehr Gefühl als so ein Bild jemals ausdrücken könnte. Das war reine Erinnerung an mich und da fühlte sich wunderbar an. Dankeschön dafür und dafür, dass Du zurückgekommen bist, nach all der Zeit. Du hast mich wirklich nie vergessen, nicht mal 800 Jahre später, als die Welt mich schon längst vergessen hatte bis auf ein paar Ausnahmen, oder die Einträge die man in den Geschichtsbüchern findet. Sicher weiß jeder Souvagner, dass die erste Mauer von mir stammt. Weiß nur einer von ihnen etwas persönliches über mich? Vielleicht. Aber ja sicher, wäre doch eine schöne Antwort. Du weißt es, Du hast es nicht nur gelesen, Du erinnerst Dich sogar. Und Du hast mich erinnert, an so wundervolle Treffen auf so heiße Art und Weise. Ich befürchte Oliver war nur etwas zerknirscht, da er uns vielleicht genauso gehört hat wie Pierre. Vielleicht war er ein wenig neidisch, ansonsten ist er ein guter Kerl. Was möchtest Du Teku? Möchtest Du mich mit Belly sehen?", fragte Max und begrüßte nun sanft den Stachel mit den Lippen.


    Tekuro Chud

    »Weil ich dich damals schon geliebt hab, Max. Das ist unwiderruflich, auch der Tod ändert nichts daran. Aber ich weiß gar nicht ... warum Patti zu Sijun gerannt ist. Das ist alles Papas Schuld. Zu Max ist er so lieb und kümmert sich und Patti ekelt er weg und sagt mir absichtlich, wie ich ihn so behandeln muss, dass er mir abhaut.« Tekuro genoss Bellamys raue Zungenküsse, die nach Tabak schmeckten und ihm mit kratzigen Bartstoppeln den Mund aufschürften. Dabei zog sich vor Lust sein ganzer Unterleib zusammen. Wie sehr er diesen Mann liebte und begehrte, war nicht in Worte zu fassen. Er liebte an Bellamy einfach alles und sogar, dass dieser sich ab und zu mit Frauen vergnügte, machte einen Teil von ihm aus. Ein schmerzhaftes Steinchen im Kampfstiefel ihrer Liebe ... Tekuro räusperte sich gedanklich. Er sollte nicht dichten. Er musste sich vor Erregung aufsetzen, als Maximilien ihn lutschte und Bellamy an seiner Seite lag. Rasch zerrte er Maximilien an seinem weißblonden Schopf hinauf. »Pause, sonst gibt es Sahne. Zu zeitig! Leg dich hier hin. Belly und ich begrüßen dich.« Ohne die Antwort abzuwarten, drückte er Maximilien auf den Rücken und zerrte Bellamy bäuchlings neben sich. Dort begrüßte er ihn mit einem weiteren Kuss, ehe er sanft über Maximiliens köstlichen Schaft leckte. »Sag hallo zu ihm, Belly«, gurrte er. »Schau ihn dir an! Ist er nicht wundervoll?«


    Bellamy:

    Belly legte sich so wie Teku es vorgegeben hatte und schaute sich Max genau an. "Er ist ein absolut hübscher Kerl, dass war er schon immer. Fast so hübsch wie Du, wobei Ihr beiden nebeneinander hat was, hell und dunkel. Dein Vater behandelt ihn gut, weil er weiß was Max Dir bedeutet. Und weil Max es gewöhnt ist, so behandelt zu werden. Nun vielleicht nicht ganz so, aber Kaz macht das nicht nur für Max, sondern er macht das für Dich. Ich denke er wollte Dir und Patti Glück schenken und es ging leider nach hinten los. Wo wir beim Thema sind", grinste Belly freundlich und leckte Maximilien ebenfalls über den Schwanz. "Du musste keine Angst vor mir haben, ich hatte schon Dein Leben in der Hand und ich habe Dich immer beschützt, genau wie Teku. Und ich war schon mal in Dir und es war sanft nicht wahr? Wir gehören alle zusammen, es gibt kein Grund zur Furcht. Teku weiß das ebenso wie Du", sagte Belly und lutschte abwechselnd den Schwanz von Teku und Max. "Hockt Euch nebeneinander, wie wäre es damit? Dann begrüße ich Euch beide. Oder wir beide begrüßen Max, er hat den ganzen Abend auf Dich gewartet und ich wartete mit ihm", freute sich Bellamy und streichelte zuerst von Teku dann von Max die Pforte.


    Maximilien:

    Max ließ von Teku ab, als dieser um eine Pause bat. Max wollte sich gerade so hinlegen, da wurde er von Teku schon in die richtige Position gezogen. Sie beide verwöhnten ihn, was Max nur zu gerne genoss. Er streichelte synchron Tekuro und Bellamy, zwei schwarze Schöpfe die sich um ihn mit völliger Hingabe kümmerten, so wie er sich um seinen Mann kümmerte. "Dass mit dem Biss hatte ich nicht unter Kontrolle Teku. Ich hätte ehrlich gedacht, dass ich dabei mehr Selbstbeherrschung hätte, aber der Hunger war mächtiger als ich mir eingestehen wollte. Mächtiger als jeder Hunger den ich bis dato verspürt habe. Deine Sahne solltest Du zum Feierabend ruhig loswerden, aber es geht um Dich und Dein Wohlbefinden. Ginge es um mich, hätte ich die Packung Sahne gerne genommen", flüsterte Max Teku liebevoll zu.

    ♛ Duc de Souvagne ♛


    "Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
    "Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."