Miles von Wittelspitz

  • Miles von Wittelspitz


    Name: Miles von Wittelspitz

    Volk: Naridier

    Geburtsort: Alessa, Naridien

    Alter: 46 Jahre

    Größe: 185 cm

    Gewicht: 95 kg

    Haarfarbe: dunkelbraun

    Augenfarbe - Implantate: blau

    Augenfarbe - Natur: blau

    Statur: trainiert

    Beruf: Assistent von Valerian Vasco von Hohenfelde

    Sprachen: Rakshanisch

    Glaube: Dunwolf - Der Älteste

    Familienstand: ledig



    Familie:

    Partner:
    Valerian Vasco von Hohenfelde



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    Aussehen:

    Link:

    https://10images.cgames.de/ima…yberpunk-2077_6077189.jpg



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    Kybernetische -Aufwertung:


    Schädel-Aufwertungen

    Infolink

    ermöglicht drahtlose Kommunikation die komplett abhörsicher ist

    Sozialoptimierer

    Analysiert Personen, die man dann entsprechend "überzeugen" kann

    Suchsystem Pfadfinder

    ermöglicht Ortung von Gegnern- organisch, robotisch, syntethisch, Überwachungskameras, Geschützen

    Hacken

    ermöglicht das Hacken von Sicherheitsterminals, Geschütztürme und Robotern und vielem mehr

    Hackanalyse-Erweiterung

    zeigt das Risiko an um beim Hacken erwischt zu werden und welche Inhalte auf Datenspeichern vorhanden sind


    Augen-Aufwertung

    Netzhaut-Prothese

    Anzeige des HUDs, Schutz vor Blendgranaten

    Smart Vision

    Ermöglicht es durch Wände zu blicken um Gefahren zu erkennen

    Thermo Vision

    Ermöglicht es durch Wände, Türen und andere feste Gegenstände lebende Organismen oder Personen zu erkennen


    Rumpf-Augmentierungen

    Dermalpanzerung

    Panzerung - abnehmbar. Beim Tragen verhindert sie die Deaktivieren von Aufwertungen und Energieverlust durch EMPs und Elektrizität, Schuss und Stichsicher

    Gesundheitssystem

    Regeneriert Gesundheit über Andrenalinumwandler

    Energieumwandler

    erhöht die Energieregeneration

    Implantierte Atmungsaugmentierung

    gewährt Immunität gegen Giftgas, Gasgranaten und andere Gifte


    Arm-Aufwertungen

    Kybernetische Armprothese

    Heben und Tragen von schweren Lasten im Verbund mit der Gesamtaufwertung. Ich könnte zum Beispiel ohne Probleme einen Getränkeautomaten werfen

    Zielstabilisator

    Ans HUD gekoppelte Zielstabilisierung, verringert die bewegungsbedingte Fadenkreuzvergrößerung


    Hand-Aufwertungen

    V5-Hochspannungshände

    Kybernetische Hände/Hochspannungswaffen. Tensen/Elektrischer Schlag zwecks Betäubung oder bei Bedarf Tötung von Gegnern


    Rücken-Aufwertung in Kopplung mit Infolink

    Reflexverstärker

    Der Name ist Programm, meine Reflexe sind fünfmal schneller als die eines normalen, nicht aufgewerteten Menschen


    Bein-Aufwertungen

    Kybernetische Beinprothese

    ermöglicht höhere Sprünge, schnelleres Laufen oder Sprinten, sich aus einem höheren Fall besser abzufangen und natürlich härteres Zutreten



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  • Charbogen-Ergänzung:


    23.07.1079 - Miles erzählt Dorian wie es zu seinen Aufwertungen kam


    Ein Richter der Zehn lebt gefährlich Dorian.

    Valerian war in seinem Büro und es stand ein Karton auf dem Tisch, weshalb er reinschauen musste keine Ahnung, aber er tat es. Ich weiß noch wie ich ihn anschrie und zur Seite stieß und den Detonator sah. Ein Blitz jagte durch meine Gedanken, ...verdammte Schei… Ich warf mich über Val und im selben Moment geht der Detonator hoch.


    Ich wachte auf. Alles war stockfinster. Minuten später begriffen, ich kann nichts mehr sehen. Ich fühle mich fremd an, hatte mein Körpergefühl verloren. Drum blieb ich reglos liegen um bewusst zu fühlen. Was ich spürte war ein Verband über den Augen. Der Rest von mir war betäubt. Um mich zu beruhigen hörte ich auf meinen Atem. Und stellte fest, dass ich gar nicht atmete. Ich atmete weder langsam noch flach, sondern ich atmete überhaupt nicht. Und trotzdem existierte ich noch.

    Ich beschloss mich abzutasten um zu erfahren was los ist. Mein erster vermeintlicher Griff ging zu meiner Waffe. Sollten alle Stricke gerissen sein, würde ich die Reißleine selbst ziehen. Es gab keine Waffe.


    Nun dann wollte ich wenigstens mein Gesicht abtasten. Fehlanzeige, es ging nicht. Wohlgemerkt ein Stück ging es schon, dann hielten die Fixatoren. Ich lag wer weiß wo, war blind, waffenlos, orientierungslos und war auf irgendetwas festgeschnallt, dass die kleinste Bewegung kaum noch möglich war. In dem Moment bekam ich Panik.

    Ich dachte mir nur, Du musst hier weg und kämpfte mit aller Kraft gegen die Fesselungen an. Frag mich nicht wie ich es geschafft habe, denn normaler weise halten die Dinger. Ich bekam einen Arm frei. Mein Plan zuerst Augenbinde abreißen und dann Rest befreien. Gedacht, getan und meine eigene Hand krachte mir durch die ungelenke Bewegung knallhart ins Gesicht, dass ich fast ohnmächtig wurde. Schmerzvolle Erkenntnis, meine Hand war aus Stahl oder etwas ähnlichem.


    Zeitgleich höre ich jemanden ins Zimmer stürmen und drehe mich nach dem Geräusch um, bereit ihn gebührend zu empfangen wer immer das war. Sie würden mich nicht erneut anketten. In dem Moment war die Person bei mir. Ein Kerl der ohrenbetäubend auf mich einschrie.


    Er packte mich knallhart am Oberarm, die andere Hand drückte er mir auf die Stirn und presst mich mit Gewalt zurück in die liegende Position. Ich hatte Angst er würde mich erneut fixieren und wehrte mich. Schien gut zu klappen. Denn er musste seine Taktik ändern. Er packte mir mit einer Hand um die Kehle und drückte mir seine Finger hinter die Ohren. Nicht fest, aber fest genug dass ich kapierte, hier war jeder Widerstand zwecklos. Er schüttelte mich kurz und brüllte weiter. Bis ich mal schnallte was er die ganze Zeit sagte.


    „Hör auf Dich zu wehren! Du bringst Dich um! Ich bin es - Val!“, schnauzte er mich an und strich mir mit einer Hand über den Schädel. Als ich verstand, gehorchte ich ihm umgehend.

    Was ich dann fühlte, kann ich Dir gar nicht richtig beschreiben. Hätte ich vor Erleichterung heulen können, ich hätte es getan. Glaub mir, in dem Moment war er irgendwie alles was ich noch hatte in meiner kaputten Welt. Er hat die ganze Zeit während ich im Krankenhaus lag Wache an meinem Bett geschoben. Er war immer da. Nach jeder OP, egal wann ich wach wurde, egal welche Uhrzeit es war. Valerian wich nicht von meiner Seite.


    Er hat mir das Leben gerettet, wobei er stets behauptet ich hätte das für ihn getan. Ich denke wir beide haben Recht.


    Ich bin ein Wittelspitz, vielleicht sagt Dir der Name etwas. Es ist nicht immer leicht im Schatten der Macht zu leben, wir waren nie besonders viele, aber nun bin ich der Letzte.



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  • Charbogen-Ergänzung:


    23.07.1079 - Miles erzählt wer Valerian aus dem Weg räumen wollte, Richter Nr.: fünf, Souu Midaei

    - Souu Midaei wurde von Miles beseitigt

    - Miles erzählt Dorian vom Verlust seiner Eltern und der Aufnahme durch Servatio (Valerians Vater) in die Familie/Sippe


    Naridien 1077, Kapitel 03, Die zwei Bluthexer


    "Richter Nummer fünf Souu Midaei hat versucht Valerian aus dem Weg zu räumen. Wie es ausgegangen ist, habe ich Dir bereits erzählt. Midaei trat einen Wochenendausflug an und kehrte nicht wieder zurück. Kurzum er hat seinen Urlaub unendlich verlängert. Midaei überquerte gerade das Gebirge Dals Rücken, als die Technik an Bord seines Schiffes verrückt spielte und die Maschine an einem der Berge zerschellte. Ich habe das Schiff in die Autonomie geschaltet und dann die Steuerung übernommen. Gleich was Midaei auch versucht hat, das Endziel seines Ausflugs stand fest. Route - Fahr zum Abgrund, ich habe die Route genau berechnet. Nichts was ich persönlicher genommen habe als diesen Angriff Dorian.


    Meine Familie starb bei den Dock-Sklavenaufständen. Meine Kindheit verlief glücklich bis zu einem schicksalshaften Tag, an dem ich meine Eltern verlor. Wir kamen aus der Stadt und hatten eingekauft, als wir in eine Gruppe Dock-Sklaven liefen. Wir wussten nichts über die Aufstände die damals in Nebreszko tobten. Die Gruppe war groß über 20 Kerle und sie griffen uns an. Ob aus Verzweiflung oder aus Rache, mir war es gleich. Wir standen einer Übermacht gegenüber und mein Vater kämpfte wie besessen. Wir kämpften Seite an Seite. Doch es nützte nichts. Ich selbst war zu klein und meine Mutter war keine ausgebildete Kriegerin oder Magierin.


    Sie fiel als erstes. Mein Vater kämpfte wie eine Bestie und tötete einige der Dock-Sklaven, aber auch der mächtigste Mann geht unter, wenn der Feind über einen herfällt wie ein Schwarm Heuschrecken. Das Einzige was ihm blieb war mich zu beschützen, indem er mich ins Hafenbecken stieß. Denn eines können Dock-Sklaven nicht - schwimmen. Sie sollen schließlich arbeiten und sie malochen so hart um nicht ins Wasser zu müssen. Der gleiche Grund warum viele Seemänner nicht schwimmen können, so verteidigen sie härter das Schiff. Servatio der Vater von Valerian hat mich in die Sippe aufgenommen, in Gedenken an Leopoldius von Hohenfelde. So war das damals Dorian", erzählte Miles aus seinem Leben.




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  • Charbogen-Ergänzung:



    - Valerians Elternteile - Servatio von Hohenfelde, Osmund von Wigberg, Leticia von Wigberg - Schwester von Licinius

    - Vascos Eltern - Servatio von Hohenfelde, Leticia von Wigberg - Schwester von Licinius

    - Tod von Freiherr Servatio von Hohenfelde, Servatio starb vor 8 Jahren

    - Miles wurde mit 11 Jahren adoptiert



    Valerians Elternteile - Servatio von Hohenfelde, Osmund von Wigberg, Leticia von Wigberg - Schwester von Licinius

    Vascos Eltern - Servatio von Hohenfelde, Leticia von Wigberg - Schwester von Licinius

    Doch eine weitere Frage bleibt offen. Wenn Valerian eine annähernde Kopie seines verstorbenen Bruders war - und nichts anderes war er - aufgewertet mit Osmunds Genom - wer war dann die Mutter seines Bruders?"

    Kabir kannst Du mal nachsehen wer als Vascos Eltern eingetragen sind?", bat Ziggi.

    `Ja Sekunde dauert etwas´, antwortete Kab und hockte sich an ihren Rechner.

    `Ist nicht mal verschlüsselt er ist offen im Netz zu finden. Der Mann heißt offiziell Freiherr Vasco von Hohenfelde, Rufname Valerian. Richter des naridischen Rates, Richter Nummer drei. Unverheiratet, kinderlos, mehrere Doktortitel, Jurist, Genetiker und und und. Seine Eltern: Vater - Freiherr Servatio von Hohenfelde, Mutter - Leticia von Wigberg. Und Moment, Verwandte der Mutter - ein Bruder namens Licinius von Wigberg. Wohnhaft in Alessa. Vasco ist also der Neffe von Licinius´, antwortete Kabir.

    Link:

    Kapitel 08 - Von Wigberg zu Sentir

    Kapitel 08 - Von Wigberg zu Sentir




    Tod von Freiherr Servatio von Hohenfelde, Servatio starb vor 8 Jahren

    `Servatio von Hohenfelde starb vor 8 Jahren, genau zu dem Zeitpunkt als ich damals gegen Timion ins Feld geschickt wurde mit den Grasschlangen. Der Mann arbeitete beim naridischen Militär und hat sich wohl auch privat mit solchen Dingen befasst. Jedenfalls hatte er... Ihr werdet es kaum glauben einen tragischen Unfall im Labor. Laut dem alten Pressebericht wollte Freiherr von Hohenfelde gerade die Sicherheitsschleuse aus dem Labor passieren und somit das Labor verlassen, als die Ausbrennkammer durch einen Elektronikfehler ausgelöst wurde. Der Mann wurde bei lebendigem Leib eingeäschert...

    Seine Söhne befanden sich zum Zeitpunkt des "bedauerlichen Unfalls" auf der Arbeit.  Freiherr Vasco von Hohenfelde war vor Gericht als Richter tätig. Gibt es ein schöneres Alibi, als das Recht und Gesetz selbst? Junker Miles von Wittelspitz (Adoptivsohn) war ebenfalls im Gerichtsgebäude anwesend und zwar im Büro von Vasco von Hohenfelde.
    Servatio hat sich also vor 8 Jahren in Rauch aufgelöst und Sohnemann Valerian übernahm ein Firmenimperium, dass Papa nebenbei aufgebaut hatte. Ob und was Miles der Adoptivsohn erhielt, ist nicht im Artikel spezfiziert ´.
    Link:
    https://asamura.de/forum/thread/2866-kapitel-08-von-wigberg-zu-sentir/?postID=21621#post21621

    Miles wurde mit 11 Jahren adoptiert

    `Ja der Bruder existiert noch, er wurde mit 11 Jahren adoptiert. Vasco und Miles sind gleich alt. Miles Eltern starben bei den Dock-Sklaven-Aufständen in Nebreszko. Miles hatte ebenfalls vor einigen Jahren einen schweren Unfall. Sein Bruder Vasco hatte in der Zeit laut Information fast ein Jahr einen Vertreter im Amt. Vasco scheint sich in der Zeit um seinen Bruder gekümmert zu haben. Warum sonst sollte er eine derart lange Zeit fehlen? Die zwei sind also schon seit 35 Jahren ein Duo´

    Link:

    Kapitel 08 - Von Wigberg zu Sentir




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  • Charbogen-Ergänzung:


    17.08.1079:- Miles schließt sich Dorian von Wigberg an um ihm bezüglich seiner Familie und den Sentir beizustehen. Zeitgleich um seinem Mann Valerian zu helfen.


    - Dorian gibt vor, Miles entführt zu haben und verlangt von Valerian die Abschaltung der Alessa Sonne, die Rettung der 12 Sentir aus der Sonne und die Rettung der Sentir-Embryonen. 


    - Valerian geht auf die Forderung ein um Miles zu schützen.

    - Miles offenbart den Schöpfercode von Valerian zum Schutz der Gruppe. Schöpfercode: Valerian VascoRaZarS8



    Notfallplan Naridien, Kapitel 15, Das Telefonat Wigberg vs Hohenfelde
    Link:

    https://asamura.de/forum/thread/2876-kapitel-15-das-telefonat-wiggi-vs-hohenfelde/?postID=21717#post21717



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  • Charbogen-Ergänzung:


    21.08.1079 - Miles berichtet Patrice/Moritz von seinen Gefühlen für Valerian


    Notfallplan Naridien, Kapitel 17, Geheimer Anruf

    Link:

    Kapitel 17 - Geheimer Anruf



    ...Privat ist Val, eben Val. Er ist wirklich ein guter Kerl. 


    Die erste Zeit nach meiner Aufwertung war gleichermaßen schwer für Val und mich. Persönlich betroffen war ich, indirekt er. Wir waren uns immer sehr nahe, aber ab dem Tag konnte ich ihn nicht mehr spüren. Weder konnte ich seine Haut, noch seine Haare unter den Fingerspitzen spüren. Ich fühlte mich zurückgesetzt, obwohl ich das nicht gewesen bin. Jede noch so kleine Berührung konnte ich nur anhand seiner Reaktion genießen, ich selbst spürte sie nicht mehr.


    Hätte ich es gekonnt, hätte ich mehrfach am Tag mit ihm Sex haben wollen. Einfach um ihn zufühlen und mich selbst zu spüren. Ich denke nicht, dass er immer Lust hatte wenn er es zuließ. Er hat andere Wege gefunden. Er hat mich öfter gedrückt, mir über den Rücken gestreichelt, mich geküsst, massiert oder mich eng umschlungen geliebt.


    Genauso hat er meine seltsamen Launen klaglos ertragen. Mal war ich grundlos wütend, einen Augenblick später muss ich losheulen. Er sagte ich soll es ihm ins Gesicht brüllen, es rauslassen. Schrei mir ins Gesicht, dass es meine Schuld und Dummheit war. Das forderte er. Es war nicht seine Schuld, so habe ich das nie gesehen. Er ist mein Mann und ich habe ihn beschützt. So wie immer und so wie er mich jederzeit beschützt hatte.


    Er mag in vielen Dingen Unrecht haben und falsche Ziele verfolgen, aber er ist kein Monster, sondern er diente einem. Er dient ihm heute noch.


    Er ist ein absolut guter, liebevoller und großzügiger Ehemann. Auch wenn wir nicht verheiratet sind, betrachte ich ihn als meinen Mann. Er hat mich zweimal gefragt, ob ich ihn heiraten und mit ihm ein Kind haben möchte. Ich habe abgelehnt. So wie wir leben, sprich auf Messersschneide wäre das unverantwortlich. Ein drittes Mal hat er nie gefragt. Man sagt nach dem dritten Nein würde die Trennung erfolgen, also fragte er nie wieder, obwohl er sich das sehnlichst wünscht.

    Wir sind 31 Jahre zusammen, verheiratet hätten wir vor 6 Jahren silberne Hochzeit gefeiert. Wo sich andere mit der Zeit auseinanderleben wurde es bei uns immer inniger und vertrauter. Dieser Mann bedeutet mir alles und ich lasse nicht zu, dass Servatio ihn mir wegnimmt. Das hier tue ich genauso für ihn wie für Dorian, Dich, die Familie und mich...



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  • Charbogen-Ergänzung:


    - Im Jahr 1071 sollte Valerian einer OP genannt Intellekt-Konsolidisierung unterzogen werden von Servatio

    - Miles tötete Servatio als er von dem Plan erfuhr



    Notfallplan Naridien, Kapitel 13, Intellekt Konsolidisierung

    Link:

    Kapitel 13 - Intellekt-Konsolidierung - 1071 n.d.A.



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    Intellekt-Konsolidierung - 1071 n.d.A.


    Es war einer dieser ganz besonderen Tage, der schon chaotischer als jeder rakschanische Alltag begann. Valerian hatte vergessen den Wecker zu stellen und döste noch nichts ahnend im Bett. Ich ahnte genauso wenig, denn er ging auf Tuchfühlung und ich ging drauf ein.


    Mittendrin fiel sein Blick auf den Wecker und er befreite sich von mir. Mein Blick folgte seinem und sagte mir, er hatte noch genau 20 Minuten bis zur Verhandlung. Scheiße! Bei einer Verhandlung konnte sich so mancher verspäten, der Richter hingegen nicht. Vor allem wenn neun Kollegen auf ihn warteten.


    Es blieb also keine Zeit für heiße Spiele oder eine Dusche. Valerian zog sich in einer Geschwindigkeit an, die mich breit grinsen ließ. Ob das umgekehrt auch genauso schnell funktionierte, fragte ich lachend. Für die Frage erntete ich einen flüchtigen Kuss und schon war er aus unserer Wohnung verschwunden.


    Ich streckte mich noch einmal lang aus und genoss die Wärme des Bettes und den Duft von meinem Kerl, der noch nicht verflogen war.


    Einen Atemzug später erschien eine Nachricht auf dem HUD meines Interkoms.
    `Milli ich habe die Akte S12155/1071 für die zweite Großverhandlung am Mittag im Labor liegen lassen! Schaffst Du mir die Akte bis 11:30 Uhr ran? Kuss Val´, las ich in roten Lettern. Natürlich würde ich die Akte ranschaffen. Was tut man nicht alles für seinen Mann?


    Der morgendliche Nebel hatte sich gerade verzogen, das Verkehrschaos leider nicht wie mir die Verkehrsstatusanzeige mitteilte. Ich machte mich fertig, schnappte mir meinen Kaffee und das Schiff um auf schnellstem Weg zum Labor zu fliegen. Denn Val hatte gestern mit seinem Vater in Obenza gearbeitet. Eine halbe Stunde später erreichte ich das Labor, steckte die gewünschte Akte ein die Val tatsächlich auf seinem Schreibtisch hatte liegen lassen, als mich die Neugier im Computersystem herumschnüffeln ließ. Ein verschlüsselter Bericht zog meine Aufmerksamkeit auf sich, so dass ich mir Zugang zu den Daten verschaffte.



    ****



    Man sah zuerst nur einen schwarzen Bildschirm, dann sah ich in ein bekanntes Gesicht – Servatio von Hohenfelde, mein Adoptivvater. In aller Seelenruhe zündete er sich eine Rauchstange an, streichelte seinen Hund und ging ein Schreiben durch, ehe er sich dem eigentlichen Holobericht widmete.


    „Forschungsziel: Intellekt-Konsolidierung Sub8.


    Einleitung:

    GMO8/Sub8 wurde von mir in Zusammenarbeit mit Osmund geschaffen. Zielsetzung, der perfekte neu-menschliche Organismus zum waffentauglichen Einsatz und Ablösung der alten Regierung Naridiens.

    Status:
    Im Gegensatz zu den ersten 7 genetisch aufgewerteten Nachfolgern, geschaffen für den Überlebenseinsatz aus wenigen rein menschlichen Spendern, wurde bei Sub8 auf komplette Komposition aus bestmöglichem Genmaterial geachtet. Ein Vergleich mit den versagenden Vorläufermodellen ist dahingehend irrelevant, soll nur auf den Schöpfungsprozesses unseres GMOs verweisen.


    Schon für die Ausgangsbasis meines Modells habe ich somit die perfekte Grundsicherung geleistet. Sub8 wird überleben.


    Überschneidung zu Forschung Sentir:
    Intellekt-Konsolidierung


    Die Intellekt-Konsolidierung ist ein chirurgisches Verfahren zum mentalen Schutz des Behandelten vor psionischen Angriffen. Dabei werden in einem operativen Eingriff spezielle Nervenbahnen im Gehirn durchtrennt. Andere Nervenbahnen werden umgeleitet und neu verknüpft.


    Selbstredend ist die neurologische Operation mit immensem Risiko verbunden und befindet sich noch in der Testphase. Ein möglicher Kunstfehler meinerseits könnte zu schweren neurologischen Schäden führen. Die Erholungszeit nach der Operation betrug bei den Versuchsobjekten 1 - 15 im Idealfall 14 Tage.


    Ziel der Intellekt-Konsolidierung:
    Sub8 ist in der Folge gegen praktisch alle bekannten Ausleseversuche und Beeinflussungsmöglichkeiten immun. Telepathie, Hypnose, Suggestion bleiben wirkungslos, ebenso wie bewusstseinserweiternde BTM (Betäubungsmittel). Gedankenimpluse nach der Intellekt-Konsolidierung können von Sentir nicht mehr aufgespürt werden. Der Intellekt-Konsolidierte ist damit von Sentir nicht aufzuspüren.


    Vorgehensweise:

    Die Operation erfordert die Teilnahme von mindestens zwei Personen. Eines Neurologen und eines Neurochirurgen. Es wird bilateral ein etwa zwei Zentimeter großes Loch in den Schädel gebohrt. Orientierungspunkt ist die vordere Schädelnaht. Die Löcher befinden sich ca. drei Zentimeter vor und fünf Zentimeter oberhalb des Ohres. Bereich präfrontalen Kortex. Hier führt der Chirurg auf horizontaler Ebene ein längliches Messer in den Schädel ein. Ihm gegenüber auf der anderen Schädelseite befindet sich der Neurologe, welcher die Vordringungsrichtung dirigiert.


    Zunächst wird dieses vom Chirurgen unter Anpeilen der gegenüberliegenden Schädelbohrung bis kurz vor die Mitte des Schädels bzw. Gehirns geschoben. Die Orientierung erfolgt dabei an weiteren, innenliegenden Schädelpunkten.


    An diesem Punkt führte der Chirurg die eigentliche Intellekt-Konsolidierung durch, bei welcher weite Teile der Faserbahnen in der weißen Substanz sowie einige Bereiche der grauen Substanz im Gebiet des präfrontalen Kortex durchtrennt werden.


    Dazu schwenkt der Operierende das eingeführte Messer in vorgeschriebenen Winkeln in der koronaren Ebene nach oben und unten. Somit werden die Teile des Gehirns zerschnitten. Anschließend wird die gleiche Prozedur in der anderen Hirnhemisphäre durchgeführt.


    Das Messer wird nun vorsichtig entfernt und eine Sonde wird eingeführt, die genetisch-modifizierte Nervenleiter einfügt um eine Reparatur der Hirnareale vorzunehmen. Die Heilung lässt neue Nervenleiter wachsen, welche die alten durchtrennten umgehen. Sie sind mit Umgehungsstraßen vergleichbar.


    Mögliche Nebenwirkungen:

    Tod
    Wahnsinn

    Schwachsinn

    Ausfall von Körperfunktionen
    Zerstörung der Fantasie
    Abstumpfung der Gefühle
    Völlige Antriebslosigkeit

    Vernichtung des abstrakten Denkens
    Vernichtung des logischen Denkens
    Persönlichkeitsverlust

    Verlust der magischen Befähigung


    Den möglichen Nebenwirkungen steht der immense Vorteil gegenüber, dass Sub8 weder von den Sentir beeinflusst noch aufgespürt werden kann“, sagte Servatio in die Kamera immer noch mit der gleichen gelassenen Stimme als hätte er einen Einkaufszettel vorgelesen.


    Man sah noch kurz wie er seine Zettel ordnete und die Rauchstange ausdrückte, dann wurde der Bildschirm schwarz.



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    Mir wurde schwarz vor Augen und mein Kiefer schmerzte grauenvoll, so fest hatte ich die Zähne zusammengebissen. Das Unendlichkeitszeichen auf Vals Unterarm war eine Acht!


    Sub8.

    Subjekt8.
    Sub8 hatte überlebt.

    Sieben Vorgänger-GMOs waren nicht dauerhaft lebensfähig gewesen.


    Mein Mann Valerian hatte überlebt. Und das würde er auch weiterhin, wenn ich da ein Wort mitzureden hatte. Ein hydraulisches Zischen riss mich aus meinen Gedanken. Servatio hatte soeben die Sicherheitsschleuse betreten. Während die bunten Gensequenzen wie Schmetterlinge auf den Bildschirmen von Valerian tanzten, schoss mir eine Idee durch den Kopf.


    Der Schmetterlingseffekt - Ursache und Wirkung.


    Mit einigen zügigen Schritten war ich an Bedieneinheit der Schleuse. Servatio starrte mich irritiert durch das Panzerglas an. Ich schaute eisig zurück und hielt einen Zettel hoch, zeitgleich hämmerte auf den roten Knopf. Notfallausbrennung. Das Innere der Kammer wurde zu einem gleißenden Flammenabgrund der Servatio schlang.


    Was auf dem Zettel stand? Das gleiche wie in Servatios Bericht.
    Sub8 überlebt!




    ****

  • Charbogen-Ergänzung:


    - Die Alessa-Sonne steht in der Himmelslanze (dem Büroturm) von Valerian von Hohenfelde

    - Ebenso befinden sich dort seine 7 GMO-Brüder verwahrt, die nicht lebensfähig waren

    - Die gesamte Wissenssammlung von Osmund befindet sich ebenfalls dort, in Form von flüssigem Wissen. Die Codes zur Wissenssammlung haben nur zwei Männer - Valerian und Miles


    Notfallplan Naridien, Kapitel Alessas Sonne

    Link:

    Kapitel 16 - Alessas Sonne



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    Alessas Sonne


    Valerian lag zusammengerollt im Bett und haderte mit seinem Schicksal. Der Griff in die Packung Crick-Cracks ging ins Leere, Val stierte kurz hinein. Tatsächlich leer.


    Er wischte die leergefutterten Tüten von Bett und drückte sein Gesicht ins Kissen. Er wünschte sich Miles zurück. Er wollte.... nein er musste ihn wiederhaben!


    Dieser dreifach verfluchte Dorian! Keine fünf Minuten trug er den Namen Hohenfelde und schon musste er das Spiel spielen.


    Soweit so gut, aber wieso ausgerechnet mit ihm?


    Vermutlich weil er viel zu umgänglich und freundlich zu dem Kerl gewesen war. Freundlichkeit wurde stets als Schwäche ausgelegt. Und prompt bekam er die Quittung.


    Valerian rollte sich aus dem Bett und hatte sich beinahe langgelegt, da er auf den Crick-Cracks-Tüten ausrutschte. Er konnte sich gerade noch abfangen und verfluchte Dorian erneut.


    Effektiver wäre es gewesen die Tüten aufzuheben, aber dafür hatte er jetzt keine Zeit.


    Val sprintete ins Wohnzimmer und schob das Bild mit einem alten Revolver zur Seite. Den dahinter liegenden Tresor öffnete er mit der 23 stelligen Kombination und zog zwei Waffen heraus. Ein langes Überschallscharfschützengewehr und einen Einäscherer. Beides hocheffektive Kriegswaffen der naridischen Armee und er befand sich im Krieg!


    Das Gewehr würde er im Schiff lassen, den Disruptor steckte er hinten in den Gürtel.


    Das Schiff! Beim Abgrund, Miles war mit dem Schiff unterwegs. Es hatte Navi, es hatte einen Autopiloten, er musste nur die letzte Route aufrufen!


    Val stürzte zurück ins Schlafzimmer und fast erneut wegen den verdammten Tüten, so dass er sie doch aufhob und sich vor seinen Rechner klemmte.


    Aus.

    Das Schiff war komplett aus!


    Die Sentir waren ausgebildete Einzelkämpfer. Natürlich hatten sie daran gedacht.


    Valerian brüllte seine Wut ohrenbetäubend Richtung Decke heraus.


    Da Miles mit dem Schiff geflogen war, hatte er nun selbst keines. Ein Jet oder den Dienstwagen konnten ihm nicht weiterhelfen.


    Geschenkt, Geld war sein geringstes Problem!


    Valerian schnappte sich sein Com und rief bei SRIC Inc. Schiffe und Shuttle an.


    "Guten Tag Sie sind verbunden mit dem Kundenservice...", setzte die Dame an, wurde aber prompt unterbrochen.


    "Das ist mir klar, ich wählte die Nummer! Kundennummer VV582-223-8857P, Platinkunde. Ich benötige sofort ein Schiff der V Klasse", blaffte Valerian.


    "Ah ja Freiherr von Hohenfelde, gerne wir haben zur Zeit folgende Angebote, je nach Ausstattung gibt es bis zu 10% Rabatt für Plati...", versuchte die Frau zu erläutern, ehe Val ihr wieder ins Wort fiel.


    "Irrelevant. Welche Schiff mit höchster Leistung ist sofort verfügbar?", fauchte Val.


    "Lassen Sie mich schauen", bat die Dame und tippte.


    "Es eilt, wie lange eiern Sie da noch rum?!?", knurrte Val.


    "Ich bin schon wieder für Sie da. Wir haben eine Vanguard auf dem Hof stehen für 25.000.000 Taler, größtmögliche Motorisierung und topp Ausstattung mit...", versuchte die Frau zu erklären.


    "Bla Bla Bla... Lieferung in 15 Minuten, Himmelslanze, Flugdeck, Schifflandeplatz. Abbuchung wie immer. Zügig!", bestellte Val, legte auf und schaute auf die Uhr.


    24 Stunden hatte er Zeit 12 Sentir abzustöpseln, samt der dazugehörigen Operationen, damit sie wieder selbstständig leben konnten.


    Er hatte 4 Stunden mit flennen und fressen verschwendet.


    Nun die meiste Zeit fraß eh die Narkose, die würde er einfach weglassen.Der Schmerz war das erste, was die 12 Sentir im Leben begrüssen würde.


    Valerian schulterte das Gewehr, steckte sein Com ein und verliess seine Wohnung. Zig Aufzugfahrten später öffnete sich die letzte Aufzugtür in die unterste Etage der Himmelslanze.


    Val Schritt vorbei an der Kryobox von Vasco und blieb für einen Augenblick stehen.


    Offen?


    Er starrte in das eisige Gesicht seines Ebenbildes... seines Originals, strich ihm über die Wange und verschloss die Box wieder, so dass sie vollständig abriegelte.


    Valerian trat an die hinteren Wand des Raumes. Genau auf der Linie zum Fusse der Kryobox stand er vor einer scheinbaren, grauen Betonmauer.


    Val legte beide Hände auf die Wand und magisch, uralte Symbole flammten auf. Die Geheimtür entriegelte und Val betrat die Sicherheitskammer. Er Schritt vorbei an einer Tür von eineinhalb Meter dicken Stahlbeton.


    Hinter sich schloss er die Tür, passierte seine 7 in Formaldehyd eingelegten Brüder die ihn aus Tanks mit bleichen Augen

    entgegenstarrten.


    Jung, biologisch gereift kaum älter als Vasco der eisig vor der Tür wachte. Jedoch mit schrecklichsten Verwachsungen und Entstellungen.


    Osmund hatte sie gesichert und hierher geschafft.


    Valerian ging gemessenen Schrittes weiter, vorbei an der kompletten Wissendatenbank von Osmund. Tausende Phiole mit flüssigem Wissen, verwahrt in Panzerschränken für die nur zwei Männer die Kombination kannten.


    Er hatte keine Zeit zu verlieren und Dorians blutige Pflicht zu erfüllen. 12 Sentir sollte er retten und operieren.


    Val ging wie betäubt weiter. Dann stand er vor ihr.


    Alessas Sonne.



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  • Charbogen-Ergänzung:


    - Miles hat rote Haare, Info von Valerian an Tekuro


    Notfallplan Naridien, Kapitel 20 - Böse Überraschung

    Link:



    ...Ja auf den ersten Blick sieht man nicht, dass Miles ein Rotfuchs ist. Aber würde er einen Bart tragen oder sich nicht den Körper wachsen, sähe man das schon. Dein Ausbilder war auch ein Rotfuchs? Dann einige Informationen über Rotfüchse für Dich.



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  • Charbogen-Ergänzung:


    23.08.1079

    - Patrice warnte Valerian per Com und teilte mit wo sich die Entführer von Miles und ihm aufhalten und zwar in Vilik. Abreise im Morgengrauen nach Cara Cor geplant

    - Patrice verlangt dass Valerian Kontakt zu Tekuro aufnimmt

    - Valerian nimmt Kontakt zu Tekuro auf und verbündet sich mit ihm

    - Gemeinsam reisen Valerian und Tekuro nach Vilik um ihre entführten Ehemänner zu retten


    Notfallplan Naridien, Kapitel 19 - Val bei den Vampiren

    Link:

    Kapitel 19 - Val bei den Vampiren



    24.08.1079

    - Valerian und Tekuro greifen Dorian und seine Gruppe an

    - Dorian nutzt den Schöpfercode von Valerian um diesen ausser Gefecht zu setzen

    - Tekuro rettet Valerian, als dieser hilflos im Wüstensand liegt

    - Tekuro und Val schmieden neue Pläne und versuchen Dorian anzurufen, aber Dorian und seine Gruppe sind während dessen geflohen


    Notfallplan Naridien, Kapitel 20 - Böse Überraschung

    Link:

    Kapitel 20 - Böse Überraschung




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  • Charbogen-Ergänzung:


    08.09.1079

    - Theodor berichtet Tekuro von dem Anschlag auf Valerian, wobei Miles schwer verwundet wurde


    Notfallplan Naridien, Kapitel 29, Die Fledermaus im Bett

    Link:

    Kapitel 29 - Die Fledermaus im Bett



    ...."Jetzt habe auch ich den Witz kapiert, morgens bin ich nicht der Schnellste und ohne Kaffee geht gar nichts. Ein Schlaf-Wandler", grinste Theo und schüttelte gut gelaunt den Kopf.


    Seine Miene wurde schlagartig ernst, als Tekuro berichtete, dass Patti und Miles entführt worden waren.

    "Scheiße. In Ordnung, langsam und eines nach dem anderen. Dorian ist doch einer der Männer, die hier zu Besuch waren. Sie hatten Freigabe für die öffentlichen Stockwerke, die 110. Etage dort wohnen besondere Gäste oder Personen die sich den Status verdient haben. Ich unter anderem. Das Patti darauf bestanden hat, Dich anzurufen war richtig. Du und Val Ihr steht Euch in der schweren Situation bei. Und für mich ist auch was dabei herausgesprungen.


    Gut zum Sachverhalt, Miles zu entführen ist nicht leicht. Aber ich weiß wie er zu Dorian stand, er sah ihn als Freund. Das muss Dorian ausgenutzt haben, sonst hätte er ihn bei einem Angriff gegrillt. Miles hat fast eine deckungsgleiche Aufwertung wie die Schock-Konstabler, die Armaufwertungen sind mit V5-Hochspannungswaffen ausgerüstet. Das heißt, er kann seine Hände unter Hochspannung setzen und jemanden damit tensen also einen Stromschlag verpassen wie mit einem Taser. Oder er kann damit auch töten.


    Zudem ist er hochgradig ausgebildet in zig Kampfsportarten, schon seit Kindertagen. Das hat er mir mal im Training erzählt. Valerians Vater ließ Val und ihn gemeinsam ausbilden. Wo man üblicherweise das Training abbricht und sagt, es geht morgen weiter, bestand Servatio darauf, dass sie weiter trainieren. Quasi so lange der Gegner noch atmet, kannst Du nicht auf Deinem Arsch sitzen bleiben. Ansonsten macht er Dir Beine. Sie wurden auch im Umgang mit allen Waffen-, Fahrzeug- und Fluggerätgattungen ausgebildet. Soweit ich weiß war Servatio ein Militaria härtester Sorte. Gib den beiden eine Waffe in die Hand und sie wissen damit umzugehen. Er hat seine Kinder bis ins Extreme gedrillt.


    Unter der Hand war der Vater wohl ein extremer Spinner, vor allem was seine Ansichten anging. Val wurde als Kind mal angeschossen und seit dem hatte sein Alter derart eine Schraube locker, dass er ihn und Miles wie seine Elitesoldaten ausbildete. Vermutlich war er zu den Soldaten geschmeidiger. Er hat sie mal in die unteren Gefilde von Obenza abgekippt. Ihr wisst wie man überlebt, findet den Weg zurück nach oben. Das haben die beiden, aber die Frage ist wie.


    Miles hat mir das erzählt, wie er fast alles erzählt. Rauchend und mit einem freundlichen Lächeln, aber in seinen Augen habe ich gesehen, dass er vor Wut am liebsten gekotzt hätte. Er war nur Milimeter davon entfernt zu explodieren, aber die Wut galt nicht mir und so kratzte er zwar am Rand lang, behielt aber die Beherrschung. Was immer dort unten geschehen ist, dass hat ihm gewaltig mitgenommen.


    Und auch so hat er einiges eingesteckt. Also in der Zeit wo ich hier arbeite, nicht nur den Unfall wo er fast umkam. Falls Du ihn je nackt siehst, er hat zig Schussverletzungen und eine Narbe über dem Bauch, wo er für Val ein Messer abgefangen hat. Der Kerl ist echt die Härte. Bei dem Detonatoranschlag auf Val, hat er Val geschützt und sich über ihn geworfen.


    Val... wir alle dachten er wäre tot.

    Aber war nicht tot.

    Nicht ganz.


    Das Bild werde ich nie vergessen Teku. Valerian lag rücklings auf dem Boden, Miles auf ihm, um ihn abzuschirmen. Mit dem Oberkörper über dessen Gesicht, so dass Val nichts abbekommt. Die Detonation hat ihm die Arme und Beine zerfetzt. Sein Rücken war... offen, Du hast seine Rippen von oben gesehen. Seine Augen waren weg, nur noch blutige leere Höhlen, sein restliches Gesicht rot-schwarz. Er war nur noch ein blutender, zerfetzter Torso und ihm lief hellrotes Blut aus dem Mund und der Nase, dass Du wusstest seine inneren Organe waren schwer verletzt.


    Valerian kroch unter ihm hervor, durchnässt von dem Blut seines Mannes und leistete Erste Hilfe. Ich dachte er ist verrückt geworden. Guck Dir Miles an, da ist nichts mehr zu machen, wollte ich ihn anschreien. Aber ich hielt den Mund, der Blick von Val war eindeutig. Ein Wort... ein einziges falsches Wort...


    Und mitten in dem zerstörten Büro in dem die Bombe eingeschlagen hatte und wir anderen alle den Atem anhielten, versuchte Miles mit einer offenen Kehle aus der blutige Blasen austraten nach Luft zu schnappen. Ich weiß das Val schlagartig ein Com in der Hand hatte, Miles schulterte und den Sanis entgegenrannte.


    Miles kam in die Spezialsklinik in der die Schock-Konstabler aufgewertet und medizinisch betreut werden. Das ist eine Spezialeinheit Naridiens. Also Du kommst so nicht an deren Aufwertungen oder an die Mediziner. Val kam dran, frag nicht was er dafür bezahlt haben muss. Ich dachte nicht, dass ich Miles je wieder sehen würde. Aber er kämpfte, beim Ältesten, wie er kämpfte.


    Und diesen Mann hat Dorian entführt.


    Ich glaube er hat keine Vorstellung davon, wen er da gefangen hält. Falls Miles die Möglichkeit hat, wird er Patti und sich befreien und die anderen umlegen. Ob er die Möglichkeit bekommt, wissen wir nicht. Wir sollten uns auch nicht darauf verlassen, sondern zusehen das wir die beiden da rausholen.


    Hast Du einen Anhaltspunkt, wo Dorian seine Geiseln versteckt hält? Was will er von Valerian, warum hat er Miles überhaupt entführt? Da muss ein privater Grund hinter stecken, oder hat Val die Sicherheit eingeschaltet? Wieso hat er nicht seine Sicherheit eingeschaltet? Ich hätte geholfen, jeder seiner Männer hätte das", flüsterte Theodor.


    ~ Theodor von Laurenloff




    ****


  • Charbogen-Ergänzung:


    - Miles berichtet von seinem Aufenthalt in der Schock-Konstabler-Klinik, einem Tag der Schwäche


    Schwäche

    Link:

    Schwäche



    Schwäche


    "Seit gut einer Stunde lief ich im Trainingsgestänge um das Laufen mit meinen kybernetischen Beinen zu trainieren. Im Grunde ist diese Plattform nichts weiter als ein Laufband mit Haltestangen. Zur Sicherung ist man mit einem Gurtsystem an der Decke befestigt, so dass man nicht stürzen kann.


    Mittendrin blieb ich stehen, das Laufband stoppte und ich konnte mich nicht mehr rühren. Es ging weder vor noch zurück, es ging gar nichts mehr. Mein Körper und mein Geist waren am Ende ihrer Kräfte. Ich stand einfach da, starrte vor mich hin und atmete wie nach einem Dauerlauf.


    Valerian war wie immer bei jeder Trainingseinheit anwesend und hatte mir zugeschaut. Er stand auf und kam zu mir rüber. Ohne Worte trat er auf die Plattform, umschlang mich mit einem Arm und löste das Gurtsystem. Ich sackte in seine Arme, er fing mich auf und hielt mich fest.


    "Die Trainingsstunde ist beendet", entschied er liebevoll.


    Bevor ich etwas erwidern konnte, nahm er mich auf den Arm und trug mich auf mein Zimmer. Auch dabei verlor ich kein Wort, ich lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter und war ihm unendlich dankbar dafür, dass er mich wortlos verstand. Im Zimmer angekommen legte er mich seitlich ins Bett, deckte mich zu und stopfte mir das Kissen zu Recht. Er dachte an all die Kleinigkeiten die es mir besonders gemütlich machten. Und wie üblich, wenn man gerade richtig liegt, musste ich pissen.


    "Val", rief ich nach ihm obwohl er ganz in der Nähe stand und mir einen Tee einschüttete.
    "Was denn Milli?", fragte er innig und stellte mir den Tee auf den Nachtschrank.


    "Ich muss pinkeln Schatz", sagte ich ziemlich kleinlaut.


    Als Antwort küsste er mich auf den Kopf, hob mich aus dem Bett und trug mich zur Toilette. Er klappte den Deckel hoch, hielt mich um den Bauch fest und wartete ab. Meine Arme hingen wie Fremdkörper an mir herab und ich fühlte mich wie ein nutzloses Stück Fleisch, da ich nicht mal alleine pinkeln konnte. Ich beugte mich ein Stück vor und suchte noch nach den richtigen Worten, da öffnete Val meine Hose, angelte meinen Schwanz heraus und zerrte mich ein Stück zurück.


    "Lehne Dich nach hinten, mach die Augen zu und entspann Dich. Du kannst Dich nicht nach vorne lehnen, wenn Du keinen Halt hast. Na los jetzt", feuerte er mich an.
    "Danke", gab ich fast kaum hörbar zurück.


    "Wofür denn Milli? Ganz ruhig, es ist alles in bester Ordnung. Wie oft hatte ich Deinen Schwanz schon in der Hand, im Mund oder im Hintern? Also entspann Dich jetzt und pinkel, sonst stehen wir morgen früh noch hier. Dann verpasst Du... Kristen Mint - Ermittler oder Mörder", raunte mir Valerian ins Ohr und küsste mich auf den Hals.


    Nach einigen Minuten gelang es mir endlich mich zu entspannen und zu erleichtern. Als alles erledigt war, trug mich Val zurück ins Bett, legte mich auf den Rücken und schaltete den Holo ein.


    "Sag mal was habe ich in den Schultern, dass sich alles so schwer anfühlt?", fragte ich meinen Schatz grübelnd.
    "Zement", gab Valerian zurück und wühlte in seiner Sporttasche.


    "Wie Zement Val?", fragte ich baff.
    "Ein künstliches Schultergelenk kann auf zwei Arten im Knochen befestigt werden. Man unterscheidet eine zementierte von einer zementfreien Fixierung. Ist die Knochenstruktur nicht mehr stabil genug, wird der Schultergelenkersatz mit Hilfe von Knochenzement befestigt. Sofort nach der Operation besteht dadurch eine feste Verbindung zwischen der Schulterendoprothese und dem Knochen. Das ist bei Dir der Fall Milli. Bei guter Knochenqualität kann eine zementfreie Verankerung des künstlichen Schultergelenkes angewandt werden.


    Dabei wächst der Knochen langsam in die Schulterendoprothese ein und bildet erst nach einiger Zeit eine feste Verbindung. Die Wahl der Befestigung ist von der Beschaffenheit des Knochens abhängig. Daher trifft der Chirurg diese Entscheidung normalerweise in Absprache mit dem Patienten im Rahmen des Aufklärungsgespräches. Das kam bei Dir nicht in Betracht, da Du als akuter Notfall operiert worden bist", erläuterte mir mein Schatz die Befestigung meiner neuen Arme.


    "Komm ins Bett Lalli", bat ich ihn herzlich.
    "Gleich", antwortete er und kramte in seiner Tasche herum.


    "Vaaal", gurrte ich, "komm doch die Sendung fängt gleich an".
    "Hier!", grinste mein Mann über beide Ohren und hielt mein Pad wie eine Trophäe hoch.


    Valerian schwang sich hinter mir ins Bett und setzte so, dass er als meine Rückenstütze diente. Dabei stellte er die Beine seitlich von mir auf als Armstützen. Val legte mir mein Pad in den Schoss und strich mir durch die Haare.


    "Du liest doch jeden Abend Deine Zeitungen Milli, ich habe Dir zig neue Abos auf Dein Pad gepackt und auch einige für mich. Bisschen etwas Neues für Dich zum Stöbern und Du musst nicht auf Deine Abendlektüre verzichten. Für mich ist ebenfalls einiges drauf, so habe ich was zu lesen wenn Du schläfst", sagte er gut gelaunt und ließ sich ein Stück tiefer sinken.


    Sanft kuschelte ich mich an Val und genoss seine Wärme und das Gefühl meiner Haut auf seiner. Er schaltete das Licht per Fernbedienung aus und kraulte mir sanft den Schädel, während wir die Sendung schauten.



    ****

  • 21.09.1079 - Charbogenergänzung:


    - Enttarnung Armschusswaffe der Kybernetik


    Notfallplan Naridien, Kapitel 37 - Felsblut

    Link:

    Kapitel 37 - Felsblut



    ...Als Dorian aufkreischte, kreischte zeitgleich das Sicherheitwarnsystem von Miles Kybernetik auf und fuhr schlagartig den Kampfmodus hoch. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit die man keinem menschlichen Körper zutrauen würde wirbelte Wittelspitz auf der Stelle herum und feuerte mit maschineller Präzision in die steinernen Schädel. Einige schafften es in die Wand, aber die meisten zersplitterten und fielen von den Wänden. Da wo die Gesichter gehangen hatten, floss träge etwas aus dem Felsen.


    Miles zog sich langsam bis zur Gruppe zurück.


    "Blut", sagte er schlicht.


    Sein linker kybernetischer Arm klappte sich in einer komplizierten Bewegungsabfolge wieder zusammen als er die Schusswaffe im Unterarm verstaute. Ziggi starrte von der Kybernetik zu Miles Gesicht zu zurück, ehe er die Wand beunruhigt musterte.


    "Ich spüre kein Leben, hier lebt nichts", sagte Ziggi besorgt.

    "Keine Lebenszeichen auf sämtlichen Sichtmodi", bestätigte Miles tonlos.

    "Magie", warnte Timion.


    Das Hämmern in der Tiefe wurde lauter, dröhnender und es kam näher.



    ****


  • 02.10.1079 - Charbogenergänzung:


    - Theodor erklärt Tekuro, Bellamy, Maximilien und Kazrar den Hintergrund der Feindschaft von Dorian von Wigberg und Valerian von Hohenfelde

    - Theodor erklärt ferner, weshalb Miles Osmund von Wigberg hasste, er vermutet dass Osmund 

    und die Baronin seine Eltern auf dem Gewissen haben


    Notfallplan Naridien, Kapitel 39 - Rat von Maximilien

    Link:

    Kapitel 39 - Rat von Maximilien



    ...."Nun zuerst hatte ich davon nichts gewusst, da mich mein Herr - also Valerian nicht darüber informiert hatte. Zur Hintergrundinformation, Valerian ist der dritte Richter Naridiens, damit Teil des Rates der Zehn. Er ist sozusagen ein Teil-Duc. Er hat einige Projekte laufen, die dafür sorgen sollen, dass Naridien vor anderen Ländern geschützt ist. Nun da ist er nicht der Einzige der Zehn. 


    Eines der Projekte war allerdings die Aschgraue Sonne in Kooperation mit Osmund von Wigberg. Osmund von Wigberg schuf vor gut 300 Jahren den Orden und die Spezies der Sentir, der Laborsentir. Dazu schuf er ebenfalls die Aschgraue Sonne. Beides wurde stets optimiert bis zur heutigen Zeit. Vorher arbeitete Osmund mit zig anderen Personen aus der Sippe zusammen. In unserer Zeit arbeitete er zuletzt mit Licinius von Wigberg zusammen und Servatio von Hohenfelde. Servatio ist der Vater von Valerian. Als Servatio verstarb übernahm Valerian dessen Part. Heißt Valerian sorgte dafür, dass aus den Sentir das Optimum heraus geholt wird.

    Die Aschgraue Sonne ist eine Gedankenschlagwaffe. Gleichzeitig stellt sie flüssiges Wissen her. Man kann es subkutan zu sich nehmen und hat auf einmal Wissen, über das man vorher nicht verfügte. Flüssiges Wissen eben. Damit die Sonne flüssiges Wissen herstellen kann benötigt sie einen Zwischenspeicher, dass sind die 12 Sentir, die auch gebündet der Waffe den Gedankenschlag ermöglichen. Und man benötigt eine Trägerbasis, zudem einen Speicher. Die Trägerbasis sind unter anderen die Zirbeldrüsen von Sentir.


    Heißt die 12 Sentir bekommen Wissen eingeimpft, eingeblendet über die Sonne. Sie merken sich das und eben es an die Sentir in der Bodenplatte weiter. Diese Sentir haben nun das Wissen im Kopf, sind aber nicht so mächtig wie die aktiven Sentir in der Sonne. Kurzum sie sind entbehrlich. Sie werden aus der Sonne mit frischem Wissen im Kopf geholt und ihnen wird das Wissen entnommen. Kurzum das Hirn entfernt, zerkleinert und irgendwie mit der Trägerbasis vermischt. Wie genau kann ich nicht beschreiben, es ist ein hochkomplexer Vorgang und selbst Genetiker bekommen dabei Migräne. Mein Boss allerdings nicht. Er denkt so quer zum Frühstück. Die Trägerbasis sind geschredderte Sentirembryonen die nehmen dann das Wissen auf und werden wieder gereinigt, bis ein klare Flüssigkeit übrig bleibt. Fast wie bei einer Genprobe, nur ist das keine Genprobe sondern flüssiges Wissen.

    Als Osmund von Wigberg in Souvagne bei seiner Sonne starb, wurden alle Wigbergs dafür hingerichtet. Osmund arbeitete mit Servatio, Licinius und Valerian zusammen. Dorian sieht die Sentir da sie Wigberg Genom in sich tragen als seine Famiie an. Sie sind alles was er noch hat. Folglich waren Osmund, Servatio, Lincinius und Valerian seine Feinde. Sie töteten Wigbergs, sie töteten die Sentir die Wigbergs und Hohenfelde zugleich sind.

    Aber eines übersah Dorian, er übersah dass Valerian genauso ein Rädchen im Spiel war, wie alle anderen Komponenten. Er sieht ebenfalls nur was er sehen will. Sentir sind nicht nur Wigbergs, sie sind Hohenfelde. Und mein Boss ist... nun wir sind unter Beißern, er ist kein Mensch. Er ist ein GMO. Eine hochaufgewertete Kopie seines verstorbenen Bruders. Seine Schöpfer waren Servatio von Hohenfelde und Osmund von Wigberg. Das Genom das in seinen Adern fließt gehört Servatio von Hohenfelde, Osmund von Wigberg und Leticia von Wigberg - Schwester von Licinius. Seine "Mutter" ist somit sogar Zeitgleich seine Tante. Er ist also mehr Wigberg den Genen nach als ein Hohenfelde.

    Meist ist er aber nur eines wie Tekuro bestätigen kann, einsam in einer Welt die ihn nicht versteht. Sein Mann bedeutet ihm alles und deshalb wurde Miles entführt. Das einzige womit man Valerian erpressen kann ist Miles. Er gehört wie ich ebenfalls zu den alten Häusern, er ist ein Wittelsspitz.

    Miles kam mit 11 Jahren zu Valerian, seine Eltern wurden bei einem Sklavenaufstand ermordet. Servatio adoptierte ihn, so dass Valerian einen Bruder hatte. Sie verstanden sich von Anfang an. Die Frage die sich Miles manchmal stellte ist, weshalb er dann niemals den Namen Hohenfelde trug oder im Erbrecht vorkommt. Hat Servatio ihn wirklich aus Mitgefühl adoptiert? Oder weil er einen Prügelknaben für Valerian suchte? Sprich tat Servatio bereits das, was nun Dorian wiederholt? Sprich erpresste er Valerian mit Gefühl?

    Gab er ihm jemanden bewusst an die Seite, den er lieben würde, wo er sonst an der kurzen Leine gehalten wurde? Und warum ähnelt sich ihr Schicksal derart? Zwei Verlorene die zusammengeführt werden. Aber wer bestimmte darüber, dass Miles seine Eltern verlor und Vals Eltern keine sein wollten?

    Das Schicksal? Wer es glauben mag, Miles tut es nicht. Er ist der festen Überzeugung, dass Osmund es für passend hielt gemeinsam mit der Baronin, dass seine Eltern aus dem Weg geräumt werden. So geschah es einst vor langer Zeit... und sehr oft. Bekannt ist unter der Hand bei Hohepriestern, dass zum Beispiel ein Arashi von seiner störenden Mutter getrennt wurde. Sie beide wurden überfallen, die Mutter starb scheinbar für einen Mantel, der Sohn überlebte. Sie war nur angeheiratet, aber in den Adern von ihrem Sohn floss durch ihren Mann Wigbergblut.

    Das Blut der alten Häuser fließt auch durch Miles Adern, seine Eltern waren nutzlos für das Vorhaben. Die Baron und Osmund benötigten ein Kind, einen Gleichaltrigen. Also was war da logischer, als einen Waisen zu schaffen? Alles was Miles gefühlt hat, ist Valerian. Die beiden hatten nur sich und sie bildeten eine Einheit wie Pech und Schwefel. Mehr noch sie lernten sich lieben, die zwei sind ein Paar seitdem sie 14 Jahre alt sind, also 31 Jahre. Dorian weiß nicht einmal ansatzweise was er Val oder Miles antut.

    Oder Tekuro oder jemand anderen. Er sieht nur sein eigenes Leid. Aber darauf können wir keine Rücksicht nehmen. Wir müssen ohne Info in die SouvSec rein Maximilien, bitte", bat Theodor.




    ****

  • 07.10.1079 - Charbogen-Ergänzung:

    - Theodor berichtet Tekuro und Bellamy von Miles Abneigung gegen Frauen


    Notfallplan Naridien, Kapitel 41, Der Tempel der Sieben Essenzen

    Link:

    Kapitel 41 - Der Tempel der Sieben Essenzen



    ...Doch wir haben einen Sklavenpfuhl, aber wir haben nur ein winziges Kontingent an Frauen. Knapp eine Handvoll Sklaven ist weiblich und unter Verschluss, lediglich Miles und Valerian haben darauf Zugriff.

    Der Grund ist Miles, er stellt weder Frauen ein, noch arbeitet er mit ihnen zusammen oder hält sie als Sklaven. Er lebt gedanklich in einer rein männlichen Welt, er hätte wohl auch als Bluthexer geboren werden können. Rein vom Weltverständnis her. Er liebt seinen Mann und er bringt lediglich Männern Respekt entgegen. Heißt beruflich redet er schon mit ihnen, wenn er das muss oder unvermeidlich ist. Größtenteils merkt man ihm seine Gedanken nicht an. Aber privat oder in seinem direkten beruflichen Umfeld ist alles männlich.

    Sogar unsere Empfangs- und Vorzimmerdame ist ein Kerl. Ich meine ich habe nichts dagegen, Miles sucht Kerle aus die durch Können und Optik bestechen. Aber falls man eine Frau benötigt, müsste ich wohl in der Büroetage nachschauen, dort arbeiten auch weibliche Angestellte.

    Kurzum nein ich habe keine weibliche Sklavin zur Verfügung, um es auf die alte Weise zu versuchen. Allerdings könnte ich mir eine kaufen, nur nicht bei mir unterbringen - da vermutlich mein Boss dann den Aufstand probt. Im Moment ist er ja unterwegs, also entführt. Aber wenn ich das ausnutze kann ich meine Zähne gleich in den Sand spucken...




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  • 27.10.-28.10.1079 - Charbogen-Ergänzung:


    - Dorian und Valerian finden vorsichtig als Familie zusammen, Dank Dorians Angriff auf Souvagne mit dem Stern

    - Dorian reist mit seiner Gruppe zur Himmelslanze, um sich auszusprechen und die Rettung der Sentir zu besprechen

    - Val begrüßt Tivoli in seinen Gedanken mit seiner Artbezeichnung: S01RaZar GMO Subjekt8 von 8 Valerian Vasco



    Notfallplan Naridien -


    Kapitel 46, Die Erntemaschine des Abgrund

    Kapitel 48, Die Heimkehr

    Links:

    Kapitel 46 - Die Erntemaschine des Abgrunds

    Kapitel 48 - Die Heimkehr

    Kapitel 48 - Die Heimkehr



    ....`Du fühlst Dich fast so an wie ein Magier, nur ohn Magie. In meinem Kopf schwirren immer tausende Sachen herum, rastlos, immer in Bewegung, den körperlichen Bewegungsmangel ausgleichend, immer neue Dinge erschaffen, oder laufen ohne zu laufen. Hallo in meinem Kopf GMO Onze Tivoli - ich bin ein S01RaZar GMO Subjekt8 von 8 Valerian Vasco, wenn wir uns schon mit unserer Natur begrüßen. Ah freut mich dass unsere Gäste kommen. Ich hoffe wir bekommen einen Neuanfang hin. Ich werde mich nach besten Wissen und Gewissen bemühen und das sagt ein Richter´, antwortete Val gut gelaunt. Tivoli spürte, dass Valerian sich mit ihm in seinen Gedanken wohl fühlte....



    ****

  • Charbogen-Ergänzung:


    Link:

    Kragen - 1049 n.d.A.



    Kragen - 1049 n.d.A.


    Servatio stand im Flur vor Valerian und schmiss ihm einen Kragen vor die Füße. Das Ding war nichts anderes als ein Sklavenjoch mit irgendwelchen Zusatzfunktionen die den Träger schwächten. Wie? Ich weiß es nicht. Das Ding diente meist dazu, eine Stange daran zu befestigen, so dass man den Gesicherten auf Abstand abführen konnte. Gegenwehr zwecklos, genauso wie die Aussicht, an den Peiniger zu gelangen. Das Ding krachte gerade auf den Boden, als ich dazu trat.


    "Aufheben, umlegen", befahl Servatio Valerian.


    Dieser schaute seinen Vater an, leckte sich ängstlich über die Lippen und musterte den Kragen. Als er einen Schritt nach vorne machte, packte ich ihn an der Schulter.


    "Vergessen wie Du ihn umlegst?", fragte Servatio in seinem seltsam lauernden Ton.

    "Nicht. Dass ist ein Trick", sagte ich leise und Val verharrte neben mir.

    "Halt Dich da raus, sonst fliegst Du raus. Dann kannst Du denn Rest Deiner Kindheit oder das was Du dafür hältst im Heim verbringen Du undankbarer Trottel", warnte mich Servatio.


    "Wäre vielleicht besser", gab ich schnippisch zurück.

    "Verzieh Dich, letzte Warnung Wittelspitz", schnauzte Vals Vater und stieß mich hart zur Seite.


    Im gleichen Moment packte er Valerian im Nacken und zerrte ihn zur Kammer. Servatio riss die Tür auf und schmiss Valerian regelrecht hinein. Meine Welt versank im Rot der Wut und ich sprang dem Kerl ins Kreuz, um ihn von Val wegzukommen. Servatio reagierte schnell, er schleuderte mich über die Schulter hinterher in die Kammer und knallte die Tür zu.


    Ich knallte zu Boden und die Luft wurde mir aus der Lunge gepresst, obwohl ich spürte das Val versucht hatte mich aufzufangen. Wie ein Käfer lag ich auf dem Rücken und es war schlagartig alles schwarz. Stöhnend richtete ich mich auf, als Val mich behutsam auf die Beine zog.


    "Bist Du in Ordnung Milli?", fragte er besorgt und tastete mich ab.

    "Ich glaube ja", antwortete ich ihm und tastete nach seinem Gesicht.

    "Du siehst nichts oder?", fragte Valerian nervös.

    "Du siehst hier drin?", hakte ich nun genauso nervös nach.

    "Umrisse...", sagte er leise und zog mich in seine Arme.


    "Lalli, ging die Tür nach innen oder außen auf?", fragte ich ihn und legte ihm einen Arm um die Hüfte.

    "Nach außen, Servatio hat sie zu sich gezogen und von außen zugeknallt", beantwortete er meine Frage.


    "Dann könnten wir die Tür von innen eintreten. Ansonsten hätten wir nur versuchen können sie über die Angeln auszuhebeln. Oder wir zerschießen das Schloss", schlug ich vor.

    "Hast Du eine Waffe dabei? Du bist bewaffnet? Woher hast Du die Waffe?", fragte er neugierig. Ich hörte das Grinsen in seiner Stimme.


    "Servatio geklaut, er hat überall Waffen im Haus versteckt wie ein Eichhörnchen Nüsse. Der wird nicht mal merken, dass sie weg ist", erklärte ich Val.

    "Solange wir hier drin sind, haben wir vor ihm Ruhe", flüsterte er mir ins Ohr und küsste mich.


    Gemeinsam setzten wir uns ganz hinten in der Kammer auf den Boden. Meine Finger strichen über Valerians Rücken, um ihn zu beruhigen.


    "Würdest Du wirklich gehen wollen?", fragte er nach einer Weile. Ich spürte wie er bei der Frage zitterte.

    "Ohne Dich gehe ich nirgendwo hin Lalli. Weglaufen wäre keine schlechte Idee. Heißt doch in den alten Legenden, wenn ein Fuchs auftaucht, folge ihm. Die meisten denken, er führt einen wohin. Das macht er aber nicht. Er führt einen von einer Gefahr fort. Also lauf ihm hinterher. Was an der Sage dran ist, weiß ich nicht", versuchte ich ihn aufzumuntern.


    "Wir können nicht weglaufen, draußen ist es noch beschissener als hier. Hast Du Obenza vergessen? Ohne Dich hätte ich das nicht gepackt Milli. Vielleicht wird es eines Tages wieder besser, das könnte doch sein oder?", fragte Valerian mit einer Hoffnung, die mich kurz die Augen schließen ließ.

    "Es ist nicht überall Obenza Lalli, glaub mir das. Meinst Du der hat mir den Schädel angehauen, weil alles schwarz ist?", fragte ich Val und drückte mich an ihn.


    "Nein. Du kannst nachts doch eh nicht gut sehen und hier ist zu wenig Restlicht für Deine Augen. Daran wird es liegen. Du bist nicht mit dem Schädel aufgeschlagen... keine Angst. Was an Legenden wahr ist, weiß ich nicht. Keine Ahnung was gerade wieder los war. War sicher wegen Leticia", grübelte Valerian und gähnte leise.

    "Was war mit der alte Fot.. der Alten?", hakte ich nach.


    "Hör auf damit Milli. Sie hatte sich aufgeregt, sie stand in der Küche und ich kam rein. Da ging es wieder los", sagte er tonlos.

    "Was ging los?", fragte ich nach.


    "Ich soll die Küche oder andere Räume nicht betreten, wenn sie drin ist. Ich soll warten, damit ich sie nicht einenge. Sie möchte nicht auf engen Raum mit mir zusammen sein. Ich soll so Abstand halten, dass ich sie nicht berühren kann und so weiter und so fort... ", murrte er traurig.

    "Entschulde die hat sie doch nicht mehr alle! Was immer die ist, eine Mutter ist sie nicht. Nicht im selben Raum. Die hat einen Schuss, aber den Knall nicht gehört. Meine Eltern waren ganz anders. Ich wünschte es wäre umgekehrt und Du wärst die beiden los und würdest bei uns leben. Du hättest es gut, glaub es mir", erklärte ich ihm liebevoll und drückte ihm einen Kuss auf, gleich wohin ich ihn traf.


    Val lachte leise wie freudlos und drückte mich fester.


    "Ja das glaube ich. Was ich mich frage ist, wo war der Bruch. Ich erinnere mich, dass sie mich vor dem Unfall geliebt haben. Sie waren ganz anders zu mir. Sie haben gelacht und sind anders mit mir umgegangen. Gut weißt Du? Sie waren gut zu mir, wirklich nett...

    Alles fing an, als ich aus dem Krankenhaus kam. Da waren sie schon ständig wütend auf mich und enttäuscht. Ich glaube es lag daran, dass ich nicht ganz gesund geworden bin. Daran dass ich manche Dinge nicht mehr gekonnt habe, dann sagt er oft so Dinge wie...


    Wie bescheuert muss man sein...

    Das versteht jeder Schwachsinnige, nur Du nicht...

    Das kann jeder Trottel... schade nicht mal das bist Du...


    Seit ich aus dem Krankenhaus zurück nach Hause gekommen bin, mögen sie mich nicht mehr, weil angedetscht bin", sagte er leise und ohne jede Anklage.


    Ich wusste nicht, was mir mehr wehtat, die Info oder der Ton in dem er es erzählte.


    "Du meinst behindert? Und wenn es so wäre, dann sollten sie Dir helfen. Für mich bist Du nicht behindert. Du weißt einiges einfach nicht mehr. Manches weißt Du nicht mehr vollständig. Ja und? Dann sage ich es Dir und gut. Sowas kann doch die Folge von dem Unfall sein, Du hast erzählt ein Scheißkerl hat Dich abgeknallt. Meinst Du Servatio wäre besser dran gewesen nach dem man ihn abgeknallt hätte? Wohl kaum, er sollte froh sein, dass Du wieder soweit gesund geworden bist. Er hätte Dich beschützen müssen, er ist Dein Vater. Es ist seine Schuld", gab ich zurück.


    "Na, so kannst Du das nicht sehen, er hat ja nicht auf mich geschossen", murmelte Valerian.

    "Nein das hat er nicht. Er zerschneidet Dich jeden Tag mit Worten. Jeden Tag ein bisschen weiter - entschuldige Lalli, das ist so! Und wenn er nicht Worte benutzt, dann das Skalpell", antwortete ich mit der Wut der Verzweiflung.


    "Sag mir dass Du mich nicht verlässt", bat er mich und legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab. Der Gedanke und die dazugehörige Bitte ließen mich schlucken.

    "Wie kommst Du denn jetzt auf so eine Idee? Val, Lalli denk sowas erst gar nicht. Ich liebe Dich und ich verlasse Dich niemals Lalli. Nie hörst Du? Ich lasse Dich nie allein", antwortete ich ihm liebevoll.

    "Ich Dich auch", raunte er zurück.




    ****

  • Charbogen-Ergänzung:


    Die Legende vom Fuchs:

    ...Heißt doch in den alten Legenden, wenn ein Fuchs auftaucht, folge ihm. Die meisten denken, er führt einen wohin. Das macht er aber nicht. Er führt einen von einer Gefahr fort. Also lauf ihm hinterher. Was an der Sage dran ist, weiß ich nicht.

    ~ Miles von Wittelspitz



    Die Legende der alten Drei (Bär, Wolf und Fuchs) - Der Fuchs:

    Der Fuchs war schon immer schlau und flink. Er ist der kleinste der Wächter der alten Drei, aber das störte den Fuchs nicht. Gerissen wie er ist, findet er immer einen Fluchtweg oder einen Weg in eine Zuflucht. Erscheint er Euch in größter Not, man sagt er sei sogar auf Schlachtfeldern erschienen, müsst Ihr dem Fuchs sofort folgen. Er wird versuchen Euch schnellstmöglich in Sicherheit zu führen.

    Der kleinste Wächter führt Euch nirgendwohin, er führt Euch fort.



    ****

  • 05.04.1080 - Charbogen-Ergänzung:

    - Miles tritt seinen Entzug in der Entzugsklinik an



    Notallplan Naridien, Kapitel 77 - Entzug

    Link:

    Kapitel 77 - Entzug




    Entzug

    (05.04.1080 n.d.A.)


    Miles gesellte sich zu Valerian ins Wohnzimmer und stellte seine Tasche vor dem Kaminrondel ab. Val hatte es sich auf der Kaminseite der großen Couch gemütlich gemacht und döste vor sich hin. Verschlafen taxierte er Miles einen Moment, bis ihm die Tasche auffiel. Schlagartig hellwach betrachtete er argwöhnisch die Tasche, als wäre sie ein Feind den es zu bekämpfen galt.


    "Was soll das? Wohin willst Du?", fragte Valerian mit einer Stimme wie in Watte gepackter Stahl. Zeitgleich rollte er sich auf die Füße und ging seinem Mann entgegen.

    "In die Klinik Lalli", antwortete Miles ruhig und nahm Val fest in die Arme.


    "Jetzt? Was ist los? In welche Klinik hier? Was hast Du? Wenn ich Dir nicht helfen kann, rufe ich einen Arzt aus der hauseigenen Klinik her. Also was hast Du?", hakte Valerian nach, nun alles andere als misstrauisch, sondern voller Angst und Sorge um Miles. Zeitgleich begann er ihn abzutasten und zu untersuchen. Miles packte Valerians Handgelenke und hielt sie fest. Dabei schaute er ihm fest aber liebevoll in die Augen.


    "Hör auf, Du musst keine Angst haben. Ich muss in die Entzugsklinik Lalli und ich gehe jetzt, weil ich es schon zigfach aufgeschoben habe. Für heute habe ich einen Termin vereinbart. Spät abends, oder besser gesagt extrem früh, damit ich den Tag noch mit Euch verbringen kann. Ich wollte schon im März gehen, aber da kam einiges dazwischen. Vor allem habe ich zig Ausreden gefunden und hatte ich keine Ausrede parat, habe ich Dich morgens im Bett neben mir betrachtet und wollte Dich nicht verlassen. Das will ich immer noch nicht, aber für uns drei muss ich den Arsch zusammenkneifen und den Termin jetzt einhalten. Ich liebe Dich Lalli, deshalb muss ich jetzt gehen.


    Theodor wird während meiner Abwesenheit bei Euch wohnen. Er passt auf Euch auf und er sorgt dafür, dass Du keinen Unfug machst. Tue Dir selbst einen Gefallen und gehe weiter arbeiten. Ich weiß wie Du reagierst, sobald Du mich vermisst. Es kann kein schöneres Kompliment geben Lalli. Aber die Trennung ist für uns drei und sie muss sein. Eigentlich wollte ich Dir die ganze Zeit über den neuen Termin für den Entzug mitteilen, aber ich hatte Schiss. Ich liebe Dich und jetzt verlasse ich Dich. Wir sehen uns wenn alles gut geht in etwa zehn Wochen wieder. Dann folgt die Phase Zuhause, die drei bis neun Monate andauert laut Arzt.


    Beim Katzen-Entzug muss man sich auf einen langwierigen Prozess einstellen. Er macht einiges erforderlich, Willen, Therapie. Vor allem da die Katze einen selbst nach längerer Zeit noch ruft, sprich das Verlangen sie einzuwerfen ist gross. Und die Katze ist nicht mein einziges Problem Lalli, dass weißt Du. Das bedeutet leider ein langanhaltendes wie hohes Rückfallrisiko. Drum muss ich das jetzt in Angriff nehmen", erklärte Miles, zog Valerian an sich und küsste ihn als gäbe es kein Morgen.


    Val schlang die Arme um Miles und küsste ihn ebenso fest und innig mit.

    "Lass uns ins Schlafzimmer gehen Milli, dann verabschieden wir uns in aller Liebe. Ich will Dich noch einmal spüren", bat Valerian und küsste Miles erneut.


    "Mach es mir doch nicht so schwer. Wir begrüßen uns in aller Liebe, sobald ich wieder Zuhause bin. Versprochen Lalli. Besuch ist aus gutem Grund verboten, damit niemand etwas einschleust, was der Patient vielleicht vorher am Com erbettelt hat. Wobei ich sicher die erste Zeit nicht anrufen darf. Sobald ich es darf, rufe ich Dich an Lalli. Gib Jerry einen Kuss von mir, Euch beide kann ich nicht so sehen. Theo fährt mich, Du bleibst hier. Sobald ich in der Klinik aufgenommen wurde, kehrt er zur Dir zurück und erzählt Dir alles", antwortete Miles und knuddelte seinen Kerl.


    Von Wittelsspitz gab Valerian behutsam frei und strich ihm mit einem Finger über die Wange, auch wenn er selbst davon nichts spürte.


    "Ich...", sagte er leise.

    "Ich Dich auch...", erwiderte Val und blinzelte die Tränen weg.


    Erneut küssten sie sich zum Abschied, lange, fest, fast schmerzhaft, aber das war ihr Abschied auch.