Ankunft zum Weltkongress 1080

  • Ankunft zum Weltkongress 1080

    An einem schwimmenden Hafen gingen die Schiffe der Gäste vor Anker. Wer mit dem Luftschiff reiste, landete einen Hafen weiter. Schwarze Schiffe mit weißen und türkisen Kennzeichnungen waren allgegenwärtig. Augenscheinlich legte man großen Wert auf Sicherheit - oder auf Kontrolle. Je nachdem, wie man es nahm. Höflich, aber bestimmt legte man fest, wer wo entlangfahren durfte und wen man gegebenenfalls abwies. Bewaffnete Mächte unter ausländischem Kommando wurden in Ledwick nicht geduldet nach der leidvollen Erfahrung von 824 nach der Asche.


    Die Uniformen der Soldaten, welche die Gäste empfingen, waren in den gleichen Farben gehalten wie die Schiffe. Das vermeintliche Flecktarn in schwarz-türkis-weiß offenbarte sich jedoch als ein besonders Tarnmuster, das nicht nur dem menschlichen Auge galt: Die Muster reflektierten das Licht im Wasser auf besondere Weise, so dass der Anzugträger mit den Hintergrundfarben verschmolz. So konnte ein Hai seine Beute kaum noch erkennen oder fokussieren. Auf den Schiffen hingegen erschwerte sie eine Ortung mit dem Radar und eine visuelle Einschätzung der Größe, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung.


    Von den Häfen aus fuhr man die Gäste mit kleinen Motorschiffen nach Monleone. Die Anzahl der Oltremarini war bemerkenswert und überstieg die offiziellen Zahlen bei weitem. Es schien, als sei jeder waffenfähige Mann des Landes ein Oltremarino.


    Die Stadt Monleone selbst erinnerte an eine karg besiedelte Geisterstadt. Die einst schöne Architektur war verfallen, Kunst der Pragmatik gewichen. Ein Gewirr aus Fahrstühlen führte hinab in die Tiefe. Durch die transparenten Wände sah man das Meer dunkler werden. Es wurde kalt. In der Ferne leuchteten die Lichter anderer unterseeischer Bereiche, ein paar kleine Tauchschiffe glitten vorbei. Durch mehrere Schleusen gelangte man schließlich in den unter Wasser liegenden Palast, den scheinbar einzigen Ort, der noch nicht militärisch anmutete.


    Man zeigte ihnen die Gästequartiere, wo sie sich eine Stunde erholen und bei Bedarf etwas essen und trinken konnten, ehe der Kongress beginnen würde. Im Gegensatz zu anderen Bereichen war es hier wunderbar warm.

  • Pekka Peltomaa, der Präsident Daijans war mit einem Luftschiff angereist. Begleitet wurde er ausschießlich von seinem Assistenten Isto Aravirtari. Die hohen Sicherheitsvorkehrungen sorgten für ein beruhigendes Gefühl, sollte man sich darauf einlassen. Eines stand fest, Ledwick war es ernst damit, diesen Kongress in Frieden abzuhalten. Die Streitmacht vor Ort stellte sicher, dass alle Staatsgäste wohlbehütet sich den Verhandlungen widmen konnten. Ebenso sorgten sie dafür, dass es untereinander friedlich blieb.


    Peltomaa betrachtete fasziniert die Unterwasserwelt die sich ihnen während der Reise in die Tiefen zum Palast offenbarte. Er hoffte dass viele Staatsoberhäupter seinem Beispiel gefolgt und angereist waren. Jedes Land konnte zur Bedrohung eines anderen werden, oder gar eine Gefahr für die gesamte Welt. Die Mächte mit denen sie sich umgaben waren in den falschen Händen ein Mittel um [definition='6','0']Asamura[/definition] selbst zu zerstören.


    Bei diesem Kongress ging es um so viel mehr, dass ein Wort ausreichte um es zu beschreiben. Es ging um - alles.


    Es hatte viele Zeiten der Asche gegeben und war man ehrlich hatte es auch nie eine Zeit ohne Asche gegeben. Es war die Aufgabe von ihnen allen ein Zeitalter der Asche für ganz [definition='6','0']Asamura[/definition] zu verhindern. Ihre Rettung konnten sie nur gemeinsam meistern, auch wenn es einigen Ländern noch wesentlich besser ging als anderen. Sie alle teilten eine Welt und entweder überlebten sie alle, oder am Ende keiner.


    Peltomaa betrat nach seinem Assistenten Isto das Quartier und schaute sich neugierig um. Aravirtari schloss die Tür und legte seine Mappe samt Com auf dem Schreibtisch im Gästezimmer ab. Isto half dem Präsidenten Daijans aus der Jacke und reichte ihm eines der Getränke aus dem Gästekühlschrank, dabei vergewisserte er sich dass die Flasche vorher tatsächlich verschlossen gewesen war.


    "Bitte", sagte er freundlich.

    "Danke. Würde man uns schaden wollen, hätten sie bereits zig Möglichkeiten gehabt. Trotzdem Danke, richte Deine Aufmerksamkeit auf die Verhandlungen. Aber das muss ich Dir nicht sagen. Irgendwelche Anmerkungen bis jetzt?", fragte Peltomaa und trank in Ruhe die kalte Limonade. Er merkte erst jetzt wie durstig er war, selbst auf solche Dinge achtete Isto.


    Isto hang die Jacke von Peltomaa ordentlich auf, ehe er sich selbst auf die Couch setzte und einen Moment lang nachdachte.

    "Alte Gewohnheiten legt man nicht ab Pekka. Meine Handlung war keinem Misstrauen geschuldet. Eine erste Bestandsaufnahme? Ledwick hat extrem viel Militär aufgefahren. Es geht um die Eigensicherung, wie auch die Sicherung aller eingeladener Staatsoberhäupter. Ledwick hat mehr als einen Ruf zu verlieren, sollte es einem Attentäter gelingen fast die gesamte Führungsriege der Welt auszulöschen. Nein, dass was sie aufgefahren haben und wir sehen ist nur ein Bruchteil dessen, was wirklich aufgefahren wurde. Ein Drittel vermute ich. Gleich nach der Bemessung, benötigst Du einen Mann, stelle drei ein. Einer vor Ort, einer im Urlaub, einer krank.


    Das was wir sehen, zu sehen bekommen ist die Versicherung, dass wir sicher sind. Das wir in guten Händen sind. Die meisten Staatsgäste sind Menschen. Das mächtigste Gefühl, das Menschen antreibt ist Angst. Folglich ist es ist wichtigste Aufgabe des Gastgebers den Gästen die Angst zu nehmen. Zweite wichtige Aufgabe Zuversicht zu vermitteln. Beides erreicht Ledwick damit, dass es seine militärische Macht zur Schau stellt.


    Jeder Gast weiß zudem, wie die eigenen Sicherheitsdienste im eigenen Land arbeiten. Ergo, jene Männer die wir nicht sehen, sind noch wichtiger als jene die man uns zeigt. Meine Einschätzung ist, dass man zur Zeit wohl an keinem sicheren Ort sein kann als hier. Jede Waffe wird in Bereitschaft sein, alle Leitungen werden überwacht.


    Welche Nation weiß besser als diese, welche Gefahren selbst dann drohen können, wenn aus Unachtsamkeit gehandelt wird? Und die naridischen Gäste wissen ebenso, dass es fünf nach Zwölf ist.


    Wir müssen zur Not Gräben überwinden und Brücken bauen Pekka, Du musst vermitteln wo andere Mauern hochziehen wollen. Wir alle haben nur diese eine Chance. Ledwick reicht der Welt die Hand.


    Hier wird Weltgeschichte geschrieben. Hoffen wir am Ende mit schwarzer Tinte unter einem ratifizierten Vertrag Pekka", antwortete Aravirtari hoffnungsvoll.


    "Wahre und weise Worte Isto. Wir werden unser Bestes geben, dass Ledwicks Wunsch kein Traum bleibt, sondern unsere Realität wird. Es benötigte einen Mann wie den Duca, der uns alle an einen Tisch ruft. Hier in der Abgeschiedenheit des Ozeans werden vielleicht einige von ihnen ihre Masken aus Stolz fallen lassen und bereit sein zuzuhören. Ich gehe mich frisch machen und danach schauen wir uns etwas den Palast an. Bis gleich", gab Peltomaa erleichtert zurück.


    "Dritte Türe links", sagte Itso und nahm sein Datapad zur Hand, um einige Termine durchzugehen, "das Bad".

    "Wie stets zuvorkommend", antwortete Pekka schmunzelnd.


    Itso nickte knapp als Antwort und schwieg. Das letzte Wort gebührte stets seinem Herrn.

  • Haytham Suliji der Sprecher der Stämme der Quaran reiste mit seinem Begleiter Khasib Tehaiwani gemeinsam wie bescheiden in einem Wassertaxi an. Ihr Volk war mit dem Gebirge und der Wüste vertraut, dass Wasser war für sie ein unbekanntes Element. Es faszinierte sie, aber es erzeugte in ihren Herzen auch eine gehörige Portion Respekt. Die Fahrt mit dem Wassertaxi war erfrischend und schnell und zwar derart, dass sie ihre Mützen festhalten mussten.


    Haytham fragte sich, weshalb er kein geschlossenes Taxi gebucht hatte. Auf der anderen Seite konnte er nicht ahnen, dass es so kalt werden würde und dass der Fahrer derart über das Wasser flitzte. Mit wackligen Beinen standen Haytham und Khasib Stunden später auf ledwicker Boden und versuchten den Seegang aus ihren Knochen zu vertreiben.


    Bevor sie sich jedoch richtig gefasst hatten, wurden sie schon zu ihrem Gastquartier geführt. So viel Wasser um sie herum, hatte sie schon beeindruckt. Nun ging es sogar unter Wasser. Beide Quaraner musterten sich mit etwas mulmigem Gefühl als es abwärts in die Tiefen ging. Während der Aufzugfahrt sahen sie den Ozean von einer anderen Seite. In der Ferne sahene sie schemenhaft andere Unterwasserstädte. Zwischen ihnen pendelten Schiffe und vermittelten den Eindruck einer völlig anderen Welt.


    Beide drückten die Nasen an der Aufzugscheibe platt, um jede noch so kleine Besonderheit in sich aufzunehmen. Sie waren die Augen und Ohren der Stämme vor Ort und sie würden einiges zu berichten haben. Gar wunderliche Bauwerke in den Tiefen des Meeres konnten sie hier bestaunen. Der Aufzug hielt gefühlt viel zu früh, aber die beiden Quaraner stiegen trotzdem aus und folgten der Führung zu ihrem Gästezimmer.


    Mit dankbarem Nicken und einem Grinsen das seines gleichen suchte, betraten sie das Quartier. Haytham blieb stehen und ließ den Raum auf sich wirken. Platz war hier keine Mangelware. Die Ledwicker bauten was sie benötigten, sie mussten es nicht aus hartem Gestein meißeln. Doch vielleicht lag ihre harte Arbeit bei etwas anderem, etwas das Haytham gar nicht kannte.


    Er zog die Schuhe aus und Khasib folgte sofort seinem Beispiel. Es war unhöflich den Raum oder das Zelt eines Bruders mit Schuhen zu betreten. Sie beide stellten die schweren Beutel mit den Gastgeschenken auf dem Couchtisch ab und untersuchten das Zimmer. Die Leitungen sahen und und brauchbar aus, auch die Lampen schienen von besonderer Technik zu sein. Die ledwicker Wasserbrüder würden sicher nichts dagegen haben, wenn sie sich für Zuhause einige Technik ausborgen würden. Dafür wurden sie ebenso reich mit Kaffee versorgt. Wer so viele Lichtquellen besaß, teilte sicher gerne, freute sich Haytham.


    "Lass uns die Mütze absetzen und einen Kaffee trinken", bat Khasib, die rituelle Einladung zu einem gemütlichen Dösen aussprechend.

    "Wundervoll nicht wahr? Wir werden das erste Mal Gehör vor der Welt erhalten und wir wurden als Gäste gleich so reich beschenkt. Der Duca ist ein wahrhaft großer Mann. Lass uns Mocca aufsetzen und den Duft der Freiheit und Hoffnung verströmen", stimmte Haytham zu und entledigte sich der Alltagskleidung, genau wie Khasib.

  • Ein gewaltiges, schwarzes Panzerschiff durchbrach die Wolkendecke über dem Meer und landete auf dem ihm zugewiesenen Platz in Ledwick. Der Koloss war den meisten Bürgern Asamuras bekannt. Hoch-Tech die abweisender nicht aussehen konnte, ein fliegendes Bollwerk. Ein Schiff das man mit einer "Mauer-Haut" ausgestattet hatte. Die donnernden Triebwerke gingen in den Leerlauf und schalteten ab, ehe sich mit hydraulischem Zischen die Luke öffnete.


    Eine Vorhut aus einer Fünfergruppe Tuteurs stieg aus, sicherte den Platz ehe ihnen Ryan folgte. Dicht auf betrat der Duc de Souvagne in Begleitung von Comte Romano de la Cantillion Ledwick. Das alte Himmelsauge und der Duc schauten sich um, ehe sie zu dritt den Gastgebern folgten.


    Obwohl freiwillig in Ledwick sträubte sich etwas für einen winzigen Moment in Pierre den Bereich seines Schiffes zu verlassen. Ein Souvagner außerhalb seines Landes konnte nicht glücklich werden. Dies stand fest, auch wenn Ledwick von außergewöhnlicher Schönheit war was die Macht des Militärs betraf. Der Duc de Souvagne liebte Technik, dass war kein Geheimnis. Es kostete ihn oft einiges an Anstrengung seine Sucht was Kybernetik anging in Zaum zu halten. Die Rechnung die ihm das Leben dahin gehend serviert hatte, war fast sein Ableben gewesen.


    Seine Vorfahren hatten dafür gesorgt, dass jeder Souvagner so kompatibel wie möglich mit ihrer Technik war. Der Preis dafür war ein Immunsystem, dass den Namen kaum noch verdiente. Sie waren krank um sich Krankheiten stellen zu können, die sie sich ohne ihren Tech-Wahn niemals zugezogen hätten.


    Der schlimmste Knackpunkt war der Marker 52 gewesen. Sie hatten ihre Lebensspanne über das normale Maß hinaus verlängern wollen, sie hatten die kleine Unsterblichkeit angestrebt. Der Preis dafür war der wuchernde Tod aus dem Labor gewesen. Und auch ein Titel wie der des Duc de Souvagne schützte nicht davor, dass sein Vater elendig an Wucherungen verstorben war.


    Die Rettung hatte ihm ein Ledwicker gebracht, Umberto.

    Nun war es erneut Ledwick, das die Rettung ausrief und zwar jene der gesamten Welt.


    Pierre versuchte das Heimweh und Unbehagen der Fremde abzuschütteln und folgte seinen Gastgebern. Die Reise unter die See war interessant, wobei er sich eher dafür interessierte wie diese fernen Städte so geschützt unter Wasser gebaut werden konnten. Möglicherweise war eine ähnliche Bauweise an anderen Orten für souvagnische Außenposten möglich? Kleine gepanzerte Schildkröten auf dem Buckel der Welt? Pierre verwarf den Gedanken, er war nicht hier um eine neue Mauer hochzuziehen. Er war der Einladung gefolgt, da er offen mit dem Duca sprechen wollte. Und er hatte mehr zu sagen, als dass wofür dieser Kongress einberufen worden war.


    Er musste sich in aller Form und im Namen seines Landes bei dem Duca und dem Ledwicker Volk entschuldigen. Nichts was er leichtfertig tun würde. Die Worte mussten weise gewählt werden, denn auch die tiefste und ehrlichste Beteuerung von Reue nützte nichts, wenn der Empfänger sie nicht glaubte.


    Der Raum der ihnen als Gästequartier diente war groß, so wie es sich für ein Staatsoberhaupt gehörte. Ryan betrat vor dem Duca und dem Comte den Raum und gab nach kurzer Inspektion seine Zustimmung. Pierre streckte sich und machte es sich auf dem Sofa gemütlich, Romano tat es ihm gleich und beide schmunzelten sich kurz an.


    "Eure Majestät wer glaubt Ihr hat neben Euch die Einladung des Duca angenommen? Von bereits erteilten Zusagen wurde nichts veröffentlicht", sagte Romano während er es sich gemütlich machte.


    "Wir gehen davon aus, dass dies aus trifftigem Grund nicht erfolgt ist. So manch ein Gast würde seine Zusage wohlmöglich zurückziehen Comte, sollte er von der Zusage eines anderen wissen. Falls diese Rücksichtnahme unserer Person gilt, war diese nicht von Nöten. Hätten wir eine Aversion einigen Personen zu begegnen, hätten wir die Einladung mit aller gebotenen Höflichkeit ignoriert. Möglicherweise auch mit der gleichen Höflichkeit abgelehnt. Jedoch nehmen wir aus guten Grund an diesem Kongress teil. Zudem sind wir neugierig zu erfahren wer der Einladung folgte und wer welchen Standpunkt vertreten wird.


    Wir sind unter uns, duzt uns Romano. Hier in diesem Räumlichkeiten herrschen keine Staatsgeschäfte. Was sagst Du zu dem aufgefahren Militär? Interessante Schiffe und eine hohe Anzahl an Mannstärke, entweder möchte uns Ledwick schmeicheln, uns Sicherheit vermitteln, oder uns sagen wir sollen auf seiner Scholle die Finger still halten", sagte Pierre und streckte sich auf der Couch lang aus. Ryan bezog neben Pierre Stellung und setzte sich wie ein lebendes Schutzschild vor ihn.


    "Vielen Dank, sehr gerne. Es wäre ebenso möglich, dass Ledwick uns jene drei Botschaften mitteilen möchte", warf Romano ein und betrachtete Ryan irritiert.


    Pierre tippte Ryan an und deutete auf die Couch.

    "Setze Dich dazu, so kann ich meinen Gesprächspartner nicht sehen", wies Pierre Ryan an. Der Tuteur gehorchte umgehend und setzte sich mit auf das Sofa. Für Ryan war es zwar unlogisch Romano beim Sprechen anschauen zu müssen, was gab es da schon groß zu sehen, aber was der Duc wünschte war Befehl für ihn.


    "Möglich Romano aber ich gehe von der Ehrlichkeit des Duca aus. Mach es Dir gemütlich, ich werde etwas schlafen", sagte Pierre und rollte sich auf dem Sofa zusammen. Ryan nahm bereit liegende Decke und breitete sie über Pierre aus. Romano schloss ebenfalls die Augen. Etwas Entspannung würde ihnen allen gut tun.


    Ryan hingegen blieb wach, so wie es sich für einen Tuteur gehörte.

  • Das was Soleil fehlte war eine Staatskarosse. Jene mit der Timion gemeinsam mit Zaccaria anreiste, war sicher das außergewöhnlichste Gefährt, was ein Staatsoberhaupt je genutzt hatte. Das Schiff hatte den Charme eines fliegenden Schuhkartons. Nun etwas anderes von einem alten, ausgedienten Truppentransporter zu erwarten, wäre auch utopisch gewesen. Das Schiff wirkte schwerfällig, doch es war zuverlässig.


    Erstaunlich sanft setzte es auf das Schiff auf und die Triebwerke schalteten ab. Timion Harruck und Zaccaria Belac verließen den alten Schiffsveteranen und betraten Ledwicker Boden. Voller Hoffnung schaute sich Timion auf dem Landeplatz um. Ledwick hatte ein enormes Maß an Sicherheit aufgefahren. Soleil war eine junge Nation, hervorgegangen aus Hoffnungslosen denen Timion Heimat und Hoffnung schenken wollte. Der Weg war weit und schwer gewesen. Ihr Land Soleil trug nicht nur auf der Fahne die Sonne, sondern sie brannte auch unbarmherzig auf ihr Land herab.


    Derart viel Wasser zu sehen, ließ das Herz von Timion vor Freude schneller schlagen. Zaccaria und er waren Wüstenkinder, die es auf einen Ozean verschlagen hatte. Gut gelaunt warf er Zac einen Blick zu und folgte dann gemeinsam mit seinem Ziehsohn ihren Gastgebern. Das was sie bis dato von Ledwick sahen, schürte zusätzlich die Hoffnung von Timion. Er selbst war ein pragmatischer Optimist, wie er es nannte.


    Oder anders ausgedrückt, man musste selbst etwas bewirken, wenn sich etwas zum Guten ändern sollte. Seinen Traum von einer Heimat für die verlorenen Kinder Neu Souvagnes oder heute Soleils, hatte Zaccaria zu Ende gebracht. Zac war es gewesen, der nicht nur seinen Traum, sondern auch ihn selbst gerettet hatte. Er hatte das Land und ihn zurück ins Leben geholt. Nichts und niemand hatte Zac aufhalten können.


    Sie beide waren beständig, wie die warmen Wüstensande die nun ihre Heimat geworden waren. Ein Land auf das sie stolz waren. Ein Land in dem Ruinen wieder aufgebaut wurden und in denen man sogar die Wüste zum erblühen brachte. War es schwer? Oh ja, das war es. Aber nichts von Wert erreichte man leicht.


    Auch der Duca von Ledwick war sich der Schwere der Aufgabe die vor ihm lag bewusst. Gemeinsam würden sie diese Herausforderung meistern. Weshalb? Weil sie es mussten. Timion hatte den Mann noch nicht persönlich kennengelernt, aber gleich wer er war, allein die Einladung zeigte von enormer Größer und Timion war bereit mit Soleil ihren Beitrag dazu zu leisten.


    Wo ein Land in der Wüste neu entstehen konnte, durfte [definition='6','1']die Welt[/definition] nicht untergehen.


    Hinab ging es in die Tiefen des Ozeans, wo der Palast am Grunde des Meeres auf sie wartete. Etwas Schöneres hatte Timion noch nie gesehen. Er deutete auf einige der Schiffe die vorbeifuhren und in der Ferne auf Unterwasserstädte zuhielten. Gefühlt urplötzlich standen sie in ihrem Gästequartier und die Anspannung der Anreise fiel von ihnen ab.


    "Ohne Dich wäre ich nicht hier Zac, es gäbe weder mich noch Soleil. Sei bereit, dass Deine Stimme auch hier die der Vernunft ist. Vielleicht kannst Du eines Tages sagen, dass es ohne Dich den alten Tim, Soleil und [definition='6','1']die Welt[/definition] nicht mehr gegeben hätte. Ich wusste was in Dir steckt. Du hättest mich nicht stolzer machen können Zac. Mehr noch, Du machst mich fast verlegen. Lass uns gemeinsam [definition='6','1']die Welt[/definition] retten Sohn", sagte Tim und drückte Zaccaria fest an sich.

  • Die "Kraken Eins" war jedem Naridier ein Begriff. Mit diesem Namen wurde jenes Schiff bezeichnet, dass speziell für die Beförderung des Rates der Zehn und ihrem Stab vorgesehen war. Allein für diesen Zweck war dieses Flugschiff einst gebaut worden. Die Kraken Eins stammte aus dem Werk der Firma SRIC Inc. Schiffe und Shuttle und zeichnete sich durch ihr besonders Platzangebot und ihre hohe Reichweite aus.


    Im Innenraum befinden sich kleine Privatquartiere für die Richter des Rates der Zehn. Zudem verfügt das Schiff über Aufenthalts-, wie auch Arbeitsbereiche für die Begleiter des Rates. Hierzu zählen u.a. die Assistenten, das Sicherheitspersonal und weitere Angestellte. Ebenso an Bord befinden sich drei kleine Küchen, sowie eine Ausstattung für medizinische Notfälle inklusive sogar einem Operationstisch. Neben 20 Besatzungsmitgliedern fasst die Kraken Eins bis zu 60 Passagiere.


    Die Kraken Eins besitzt eine erstaunliche Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigungsfähigkeit für ein Schiff ihrer Größe. Ebenso ist ihre Panzerung ihrer Aufgabe gewachsen. Sie diente der Beförderung und dem Schutz des Rates der Zehn. Und dennoch ist dieses Schiff kein grober, fliegender Klotz, sondern überzeugt durch eine klare, schnittige Linienführung.


    Das Schiff verfügt über modernste Kommunikationseinrichtungen, die vom Oberdeck aus bedient werden. Zudem kann das Schiff als vollständige militärische Operationsbasis dienen, die dem Rat vollen Zugriff auf das gesamte naridische Militär bietet. Es heißt von diesem Schiff aus, wäre sogar die Aktivierung der Massenvernichtungswaffen Naridiens möglich. Um die Kraken Eins ranken sich viele Mythen und Legenden.


    Eine Erzählung die nicht zu den Legenden gehörte war jedoch, dass die Kraken Eins noch nie vom kompletten Rat der Zehn genutzt wurde. Der heutige Tag war somit eine Premiere für das Schiff.


    Der Oberste Richter des Rates der Zehn, Gabin Korpuuk, hatte eine gemeinschaftliche Reise des Rates nach Ledwick angeordnet. Der Gedanke der sich dahinter verbarg war so einfach wie einleuchtend. Wie sollten sie sich mit anderen Nationen einigen und [definition='6','1']die Welt[/definition] vor einer Zeit der Asche beschützen, wenn sie selbst derart uneins waren, dass sie nicht einmal im gleichen Schiff anreisten?


    Sie hatten Geschlossenheit zu demonstrieren und sie hatten geschlossen zu agieren. Sie waren eine Einheit, die Naridien regiert und die Rettung ihrer wunderbaren Nation anstrebte.


    Üblicherweise reisten die Richter des Rates der Zehn getrennt. Jeder hatte seine bevorzugte Reisemethode, ob Schiff, Aero Moto oder Moto, sie reisten getrennt und nicht paar- oder gruppenweise. Der Hindergrund war einfach, sie gewährleisteten damit ihre Sicherheit. Sollte es eine Person auf mehrere Richter abgesehen haben, so musste sie jeden einzeln stellen.


    Doch jeder der Richter wusste, saßen sie alle in einem Schiff drohte ihnen im Grunde keine Gefahr. Denn die höchste Gefahr für einen Richter des Rates der Zehn, ging von einem anderen Richter des Rates aus. Hier und heute saßen sie alle einträchtig zusammen in der Kraken Eins, während diese Richtung Ledwick flog.


    Luxeriös, schnell und schnittig war die Kraken Eins nach Ledwick unterwegs.


    Jeder Richter hatte seinen Assistenten dabei und einige seiner Sicherheitsleute. Letztere würden an Bord bleiben, da Ledwick die Sicherheit vor Ort garantierte. Gabin warf einen Blick auf die Gruppe, die gefühlt das erste Mal ruhig und friedlich beieinander saß. Es war ein wohltuendes Bild. Vermutlich war jedem Einzelnen von ihnen bewusst, was auf dem Spiel stand.


    Rasin trank in aller Seelenruhe einen Kaffee und unterhielt sich leise mit Ruggiero. Kreso und Andre saßen nebeneinander und lösten gemeinsam ein Kreuzworträtsel, während Valerian mit dem Kopf an der Schulter von Milan lehnte und vor sich hin döste. Miyauchi warf ab und an Kuno und Yanko seltsame Blicke zu, sobald er meinte sie schauten nicht hin. Zur Tarnung las er dann in seinem Com. Es würde sich noch herausstellen, was es mit Miyauchi auf sich hatte.


    Roman bereitete Yanko eine heiße Schokolade zu, reichte sie seinem Richter und gönnte sich dann selbst auch einen Becher von dem Getränk. Gabin lehnte sich zurück und bekam von Mischal einen Kaffee gereicht. Kuno betrachtete für einen Moment Gabin, sagte aber dann doch nichts. Korpuuk reichte seinen Kaffee an Kuno weiter und ließ sich einen neuen von Mischal aushändigen. Etwas verwundert nahm Kuno den Kaffee entgegen und ließ ihn sich schmecken. Milan deckte Valerian mit seiner Jacke zu, da dieser an seiner Schulter eingeschlafen war. Die Situation hatte etwas Ruhiges, Gemütliches, was Gabin gefiel.


    Korpuuk musste selbst auch eingenickt sein, denn Mischal weckte ihn mit einem freundlichen Rütteln an seiner Schulter. Der Rat der Zehn hatte Ledwick erreicht. Die Kraken Eins war gelandet und man hörte bereits das geschäftige Treiben der Mannschaft. Gabin streckte sich und machte sich zu Recht, während Mischal seine Sachen an sich nahm.


    Geschlossen verließ der Rat der Zehn die Kraken eins und betrat Ledwick.


    Das Wort des Duca galt, für ihre Sicherheit hatte er in ausreichendem Maße gesorgt. Diesem Mann war es ernst damit, was er ihnen versprochen hatte. Ihm würde es genauso ernst mit dem Thema sein, weshalb er den Kongress einberufen hatte. Sie alle mussten diesen Kongress als eine Chance sehen. Gabin gab die Führung und folgte ihren Gastgebern, welche sie in die Tiefe des Ozeans und damit in den Palast des Duca führten.


    Die Reise dorthin war fast genauso wunderlich, wie die Einladung die sie erhalten hatten. Einst hatte Ledwick sie gewarnt, heute war es Ledwick, das sie eingeladen hatte um [definition='6','1']die Welt[/definition] zu retten. Naridien wusste was es diesem Land zu verdanken hatte und dies wollte Gabin auch zum Ausdruck bringen. Die Richter betraten jeweils ihre Gastquartiere.


    Gabin zog sich in seinem Quartier direkt ins Bad zurück, machte sich etwas frisch und es sich dann auf dem Gästebett gemütlich. Er freute sich auf das, was vor ihnen lag. Aber dennoch merkte er in solchen Situationen sein Alter. Das Bett war weich und gemütlich und er gönnte sich noch einige Stunden Schlaf, bevor es ans Eingemachte ging, wie man so schön sagte. Mischal würde über seinen Schlaf wachen, so wie er über Naridien wachte.

  • Ein kleines schnittiges Flugschiff landete und war passend zum Anlass wie zur Jahreszeit in eine passende Festtagsbemalung gehüllt. Die Triebwerke es Schiffes waren erstaunlich leise und schalteten ab. Einen Moment später öffnete sich die Luke und es stieg ein Mann aus, der auf den ersten Blick entweder Staatsmann, Anwalt oder reicher Unternehmer war. Möglicherweise auch alles in einer Person.


    Vom teuren Anzug, über die Schuhe, die manikürten Hände bis hin zur Frisur, dieser Mann schien sich seiner Erscheinung gewiss zu sein. Doch wer war er? So als hätte Ledwick ausschließlich ihn erwartet schritt er würdevoll auf den nächsten Posten zu und schenkte ihm ein berufsmäßiges Lächeln.


    "Guten Tag die Herren. Mein Name ist Amir Faranasani, Abgesandter des Rakshanischen Großreichs. Uns hat auf Umwege Ihre Einladung erst vor wenigen Stunden ereilt. Unsere Weltmacht wird an Ihrem Verhandlungstisch erwartet. Wir werden selbstverständlich dem Duca unsere Aufwartung machen", erklärte Faranasani selbstbewusst, setzte die Brille ab und schaute freundlich in die Runde.

  • Oliver war wenig begeistert, dass sein Trupp schwer bewaffneter Kampfhexer an der Grenze abgewiesen wurde. Er war es nicht gewohnt, dass man ihm Grenzen aufzeigte, dass irgendwer anders als er selbst die Linie definierte. Am liebsten wäre er umgekehrt, doch er konnte die Zukunft Souvagnes nicht allein den Händen ihres Ducs überlassen. Zu sehr waren dessen Körper und Geist verunreinigt, um ein sauberes Ergebnis bewirken zu können.


    Entsprechend mürrisch bezog er sein Quartier. Es war luxuriös, sauber und warm, trotzdem vermochte der [definition='7','0']Bluthexer[/definition] dem ledwicker Verständnis von Gastfreundschaft nichts Gutes abzugewinnen.


    Audric hatte er daheim gelassen. Sollte es sich um eine Falle handeln, was er den Ledvigani zutraute, und er selbst als religiöses Oberhaupt und Pierre als politisches Oberhaupt nicht mehr zurück nach Souvagne kehren, so musste Audric sich darum kümmern, dass Prince Ciel ohne Reibereien auf den Thron gelangte. Es durfte nicht geschehen, dass Sovuagne noch länger als die aktuelle Generation währte, von Suss und Faklach regiert wurde.

  • Bleib weg von mir


    Valerian und Milan hatten es sich auf dem Sofa mit dem Käsekuchen bequem gemacht und ließen sich ihren Kuchen schmecken.


    "Erzähle mir etwas über Deine Kindheit", bat Milan liebevoll.

    "Es war erst Tage her, dass ich aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Man hatte mich angeschossen und ich musste behandelt werden. Miles lebte noch nicht bei uns und ich dachte, alles wäre wie immer. So wie es sein sollte. Dem war aber nicht so Lany.


    Ich durchstreifte unsere Wohnung und entdeckte meine Mutter in der Küche. Liebevolle Erinnerungen tauchten in meinen Gedanken auf. Wie sie mich früher in den Arm genommen hatte, hier genau in dieser Küche. Wie sie mir Kakao gemacht hatte und wie ich mir einen Keks nehmen durfte. Also trat ich in die Küche und lächelte sie an. Vielleicht würden wir gemeinsam lachen, scherzen, einen Keks essen und wir hätten schlicht Spaß.


    Den hatten wir nicht.


    Wenn Du in der Tür gestanden hast, war dort so ein Küchenblock in der Mitte des Raumes an dem wir aßen und dahinter die Küchenzeile. Meine Mutter starrte mich von der anderen Seite der Küche an.


    Ihr Blick.... ich habe kein Wort dafür. Und damals konnte ich ihn mir nicht erklären.


    "Mama darf...", setzte ich an. Mama darf ich einen Keks haben, wollte ich sie fragen.

    "BLEIB WEG VON MIR!", warnte sie mich in einem Ton, der mir den Hals zuschnürte.


    Im Flur hörte ich jemanden in unsere Richtung rennen. Es konnte nur mein Vater sein. Aber wieso? Was war los? Was war mit meiner Mutter los? Ich drehte mich Richtung Flur um, da war Servatio schon bei mir und packte mich an der Schulter.


    "Zurück!", blaffte er mich an und zerrte mich aus dem Türrahmen.


    Meine Mutter drückte sich an uns beiden vorbei und rannte Richtung Wohnzimmer. Servatio ließ mich los, versperrte mir aber den Weg, so dass ich ihr nicht folgen konnte.


    "Was ist mit Mama?", fragte ich verwirrt und schaute zu ihm auf.

    "Du wirst nie wieder den gleichen Raum wie sie betreten, halt Abstand zu ihr Valerian!", antwortete er.


    "Ja aber.... aber warum?", fragte ich und meine Verwirrung war vollständig.

    "Weil ich es Dir sage! Halt Dich von ihr fern!", sagte er in einer Deutlichkeit, die keinen Widerspruch duldete.


    Mit den Worten drehte er sich um und folgte meiner Mutter. Ich stand im Flur und wusste nicht was ich tun sollte. Ich wusste überhaupt nicht.... was ich tun sollte. Mein Kopf war wie leergefegt. War es weil ich im Krankenhaus gewesen war? Dafür konnte ich doch nichts....


    Später als ich wusste wer ich bin.... was ich bin.... da habe ich ihre Reaktion begriffen Lany.


    Stell Dir vor, Du stehst in der Küche trinkst einen Kaffee und in dem Moment würde Deine Mutter die Küche betreten und Dich fragen ob Du ihr auch einen Kaffee kochst. Du weißt, DAS ist nicht Deine Mutter.... das KANN nicht Deine Mutter sein. Und dennoch steht dort eine Person, die so aussieht wie sie....


    Dein Schmerz über den Verlust.... Du würdest Dir verhöhnt vorkommen.... nicht wahr?

    Du würdest Dich vor diesem... Ding fürchten...

    Du weißt nur was es nicht ist, wer es nicht ist, die Person sie darstellt....

    Aber die Person selbst, weiß es nicht... sie versteht Deine Ablehnung nicht....

    Das ist damals in der Küche geschehen....


    Andere Geschichten habe ich keine. Möchtest Du eine schöne hören, kommt Miles drin vor", antwortete Val und biss von seinem Kuchen ab.


    "Dein Vater schadete Deiner Mutter und Dir. Aber gleich was sie empfunden hat, alle Kinder die sie ablehnte, Dich und die anderen sieben, waren auch ihre Kinder Val. Nicht jenen den sie verloren hat, sondern jene die sie bekam. Servatio hätte Euch um Eurer selbst Willen schaffen können. Aber niemand kann jemand anderes sein.


    Wer sonst solltest Du sein können außer Val?

    Dein Vater war ein Sadist, aber Deine Mutter war ein Monster.


    Würde eine Person im Raum stehen die aussähe wie meine Mutter wüsste ich, sie ist es nicht. Aber ich würde herausfinden wollen, wer sie ist. Was sie weiß und wohin sie gehört. Das gebietet die Familie Val. Ich hätte Dich als Vater auch geliebt mit diesen seltsamen Muskeln und dem Greifschwanz. Was zählt schon Optik? Mein Kind ist mein Kind und untersteht meinem Schutz. Gleiches gilt für jedes Familienmitglied und selbstverständlich auch für meinen Mann.


    So ein Verhalten wirst Du nicht von mir erleben Val, gleich wie sehr Du mich provozierst. Von niemanden aus unserer Familie, wirst Du so ein Verhalten erleben.


    Du wirst das niemals vergessen Val, aber Du musst diese Leute abhaken. Sie waren nie Deine Familie, sie wollten es niemals sein. Wir sind Deine Familie", gab Milan innig zurück und küsste Valerian.


    "Du schmeckst nach Liebe und Käsekuchen", grinste Val glücklich.

    "Dito", grinste Milan zurück.



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