Ledvigiani

  • Ledvigiani

    Die Einwohner Ledwicks nennen sich selbst Ledvigiano (Pl. Ledvigiani).


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    An den weißen Stränden des Dhunischen Ozeans liegt Ledwick. Seine Glanzzeit als Asamuras gefährlichste Seemacht ist seit der Niederlage vor Sturmfels vorüber. Wegen ihres florierenden Seehandels sind sie weltoffener als andere Almanen. Regent ist der sehr junge und vaterlose Duca Tazio Ferdinando di Ledvico. Das Leben in Ledwick ist seit Jahrhunderten eng mit dem Wasser verbunden. Man erledigt seine täglichen Wege mit Gondeln und Schiffen. Jede Familie besitzt zumindest ein kleines Boot. Die Ledvigiani sind oft tief gläubig und dem alten Sonnenkult verbunden. Das Übernatürliche ist fester Bestandteil ihres Lebens. Aufgrund der geografischen Lage, die Invasionen sehr erschwert, hatte Ledwick noch nie Krieg im eigenen Reich, trug ihn in der Vergangenheit aber oft genug mit der Flotte in fremde Lande. Die zwielichtigen Oltremarini steckten jedes Mal tief darin. Ob sie der Piraterie tatsächlich abgeschworen haben, wird von manchen Stellen bezweifelt.


    Das Land


    Ledwick ist eines der drei almanischen Länder. Es blickt auf eine jahrhundertalte Verbundenheit zum Ozean zurück. Es ist das am dünnsten besiedelte almanische Land mit schwacher Eigenproduktion, aber ausgeprägten überseeischen Handelsbeziehungen. Ebenso weiß dieses von Mooren und Sümpfen geprägte Großherzogtum, diese Landschaften zu lieben, zu pflegen und zu bewirtschaften. Die Hauptstadt Monleone wurde mittels Stelzen auf einer Sandbank im Dhunischen Ozean errichtet und ist nur per Schiff erreichbar. Die Angewohnheit des ledwicker Adels, als Zeichen seines Standes Masken und bunte Stoffgewandungen zu tragen ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt.



    Aussehen


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    Ethnisch betrachtet sind Ledvigiani keine Almanen, sondern ein Mischvolk aus Tamjid und Khilani, die sich nach Jahrhunderten der Wanderung an den weißen Stränden niederließen, wo sie sich mit den damals noch barbarisch lebenden almanischen Schilfleuten vermischten. Das exotische Flair ist auch heute noch Bestandteil ihrer Kultur:


    Man trägt im Alltag Pluderhosen und gewickelte Kopftücher mit über der Schulter herabhängenden Enden, die entfernt an einen dünnen Turban erinnern. Diese Kopftücher sind jedoch ein Erbe der Seefahrt, denn an Deck gibt es keinen Schatten und das Haar muss vor Teer geschützt werden. Sie lieben weite, bunte Stoffe, der ohne den Einsatz harter Stücken, wie Knöpfen oder Fiebeln, weich um den Körper getragen werden. Anstelle von Gürtel trägt man Stoffschärpen, welche das Obergewand um die Hüfte zusammenhalten.


    Auch wenn Ledvigiani äußerlich im Grunde almanisch aussehen, sind sie im Durchschnitt dunkelhäutiger und dunkelhaariger als andere Almanen, haben aber zumeist helle Augen, die in den braungebrannten Gesichtern leuchten. Gerade bei Seeleuten ist die Haut häufig stark sonnengebräunt. Als Erbe der Khilani kommen manchmal erstaunlich hellbraune Augen vor, die beinahe golden wirken oder wie Bernstein schimmern.


    Frauen bevorzugen kurze Kleider, unter denen sie, wie die Männer, Pluderhosen tragen, wobei sie insgesamt nur wenig Haut zeigen. Das unbequeme Korsett anderer almanischer Kulturen lehnen die Ledvigiani ab. Als Schmuck dienen den Männern oft Haifischzähne, während die Frauen Korallen bevorzugen.


    Während man in manchen Großherzogtümern Almaniens mit Schminke dem bleichen Ideal nacheifert, hat sich der Adel in Ledwick etwas anderes ausgedacht: Eine Besonderheit in der Mode bilden die Masken, die man aus Walbein schnitz. Sie sind oft kunstvoll verziert und gewährleisten alterslose Schönheit. Neben Vollmasken gibt es auch die leichtere Variante der Halbmaske.


    Ledwicker Soldat

    mit leichter Rüstung

    Mentalität


    Wegen seiner exponierten Lage stand Ledwick seit jeher im Austausch mit anderen Völkern, im Guten, wie im Schlechten. Ledwicks Bewohner sind neugierig und handeln gern. Ledwicker sind zäh, tragen die Sonne ihres Landes im Herzen und sind vielleicht das Flexibelste der Almanenvölker. Ein eigenes Schiff ist ihnen wichtiger als ein eigenes Stück Land, denn Ackerbau lohnt sich hier kaum. Ein Schiff aber ernährt die Familie und garantiert im Notfall Flucht. Andere bezeichnen sie als wankelmütig wie die See. Ledwicker sind bereit, mit Gewohnheiten zu brechen oder sich von anderen Kulturen inspirieren zu lassen. Ihre tiefe Religiosität garantiert trotz allem eine kulturelle Kontinuität, denn der Sonnenkult bestimmt ihren Alltag und ihre Ideale.


    Im Notfall sind sie schneller als andere bereit, ihre Heimat zu verlassen und unterzutauchen, bis das Übel vorbei ist und dann zurückzukehren, so wie der Wels, der am Grunde des Gewässers besserer Zeiten harrt. Es ist nicht ungewöhnlich, in einem anderen Land plötzlich auf eine ledwicker Familie im Exil zu treffen. Manch angelandetes Norkaraschiff musste gedemütigt wieder umkehren, weil es nur ein leeres Dorf vorfand, in dem es nichts zu holen gab und auch die Herrscherfamilie ist bereits mehrfach untergetaucht, so dass das Land oft schon Jahre scheinbar herrenlos sich selbst überlassen lag, während der übrige Adel sich um alles kümmerte. Geschadet hat dies Ledwick kaum. Es ist wie das Kommen und Gehen der Gezeiten. Die Flut zieht sich zurück und hinterlässt fruchtbaren Schlamm. Wenn der Boden zu verdorren beginnt, kehrt die Flut zurück. Ledvico aber ist ewig.



    Politik und Gesellschaft


    Ledwick wird feudal regiert, seine Ländereien also von adligen Lehnsherren verwaltet. Schutz und Schirm gegen Treue und Loyalität, so lautet der Schwur, der alle Stände miteinander verbindet, vom Höchsten zum Niedersten. Staatsoberhaupt ist der Duca, denn man nach seinem Wappen auch Leone Marino (Seelöwe) nennt. Seine Ländereien sind in fünf große Lehen unterteilt, welche von den Marchesi verwaltet werden, nach ihm die mächtigsten Adligen. Deren Lehen sind wiederum in kleinere Lehen unterteilt, bis hinab zu den Rittertümern der Cavalieri. Man wird in seinen Stand hineingeboren und nur wenige steigen durch Hochzeit oder Nobilitierung in einen höheren Stand auf. Der Abstieg ist durch eine Heirat nach unten möglich oder durch Entadelung.



    Ehe und Liebe


    Eine Frau kann sich ihren Ehemann nur selten aussuchen, in der Regel wird sie von ihrem Vater oder Bruder verheiratet. Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Ledwick seit jeher vollwertig anerkannt und unterlagen nie einer Ächtung. Oft bildet eine gleichgeschlechtliche Liebschaft den gesellschaftlich anerkannten Ausgleich zur ohne Rücksicht auf die eigenen Wünsche arrangierten Ehe. Die in anderen almanischen Ländern übliche Vielehe ist möglich, wird aber nur von wenigen wohlhabenden Ledvigiani praktiziert und in bodenständigen Kreisen als dekadent betrachtet.



    Eunuchen


    Eine eigenwillige Tradition sind die als Ruspanti bekannten Eunuchen, die als singende Bettelmönche durch das Land ziehen. Ihnen Nahrung oder Geld zu spenden oder ihnen eine Unterkunft zu gewähren, gilt als Dienst an Alvashek, weshalb viele Ortschaften eigene Gebäude für herumziehende Ruspanti bereithalten. Sie leben nicht zwingend keusch. Eine Liebschaft mit einem Ruspante gilt als ein besonderer Segen. Unvergleichlich ist, wer das Herz eines von ihnen erobert. Nur selten heiraten sie, meist ziehen sie nach einer Zeit trotz allem weiter. Die Eunuchen unterstehen einen besonderen Schutz. Jedes Verbrechen gegen einen Ruspante wird mit besonderer Härte verfolgt.



    Adelstitel und asameische Entsprechung


    • Duca / Duchessa - Regent / Regentin

    • Principe / Principessa - Prinz / Prinzessin

    • Marchese / Marchesa - Marquis / Marquise

    • Visconte / Viscontessa - (Burg-)Graf

    • Cavaliere / Cavaliera - Ritter


    Als Volk bezeichnet man alle, die nicht dem Adelsstand angehören. Während Adlige zum Tragen von Waffen berechtigt sind, dürfen Bürger dies nur bei besonderer Berechtigung, wie dies zum Beispiel beim Militär der Fall ist.



    Wappen


    Türkis und weiß sind die Landesfarben. Man sagt, die Farben symbolisieren das Meer und die Lichtreflexe der Sonne, die sich auf den Wellen spiegelt. Ledwicks Wappen zeigt einen weißen heraldischen Seelöwen unter einer weißen Sonne auf türkisfarbenem Grund. Man nennt das Wappentier auch Leone di Marino. Sein Name findet sich auch in der Hauptstadt Monleone wieder. Der Begriff Seelöwe wurde für das Wappen wörtlich interpretiert: Das Tier besitzt einen Löwenkopf und Löwenpranken mit Schwimmhäuten, während sein Leib in einem Fischschwanz mündet. Der türkisfarbene Grund symbolisiert den Ozean, aus dem das Tier sich erhebt.


    Architektur


    Ledwick ist ein Land, welches eng mit dem Wasser verbunden ist. Die Hauptstadt Monleone liegt in Küstennähe im Wasser des Dhunischen Ozeans, wo sie auf einer Sandbank mittels Stelzen errichtet wurde. Diese Stelzen bestehen aus massiven Baumstämmen und sind witterungsbeständig und stabil, so dass auch Steinhäuser darauf errichtet werden konnten. Die Stadt unterscheidet sich nur dahingehend von anderen Städten, dass sie statt Straßen aus Stein Wasserstraßen besitzt. Ein Meerarm trennt die Stadt vom Ufer. Diese Lage hat den Vorteil, dass die Stadt von Land aus nicht zu erobern ist und vor allem, dass sie über einen riesigen, allseitigen Handelshafen verfügt, der nur noch vom Hafen Obenzas übertroffen wird.


    Im Außenring ankern die großen Schiffe, während Gondeln anstelle von Fuhrwerken durch die Kanäle gelenkt werden. Nahezu jede Familie besitzt mindestens ein kleines Boot zum Fischen oder um zum Festland zu fahren, die vornehmen Gondeln jedoch sind dem Wohlhabenden vorbehalten wie an Land die Kutschen. Darunter fallen beispielsweise Adlige und Händler. Aus Platzgründen dürfen nur Gondeln innerhalb der Stadt verkehren, da diese gestakt werden, keine Segelschiffe oder Ruderboote. Entlang der Hauswände verlaufen Fußwege, einige aus Holz, in den Prunkvierteln sind sie jedoch sogar gepflastert.


    In dieser oder ähnlicher Manier sind die meisten Orte auch im sumpfigen Festlandbereich von Ledwick erbaut worden. Diese Stelzenhäuser besitzen in den unteren Etagen ihre Lager und so weiter, während der Wohnraum oben ist, so dass die Bewohner bei Überschwemmungen sicher sind. Es gibt aber in den höher gelegenen Gebieten im Landesinneren auch feste Ortschaften und massive Burgen.



    Nahrung


    Es verwundert nicht, dass in Ledwick Fisch und Meeresfrüchte die Hauptnahrungsmittel darstellen. Weitere einheimische Grundnahrungsmittel sind die Wurzeln von Schilf, welche wie Kartoffeln zubereitet werden, Heidelbeeren aus dem Moor, Pilze und Wildvogeleier. Eine beliebte Beilage sind große Algenblätter. Auch blaue Moorfrösche werden gern gejagt, eine Aufgabe, die meist den Kindern zufällt. Darüber hinaus besitzen fast alle Familien ein kleines Fischerboot oder züchten unter ihrem Haus in Reusen Muscheln und Krebse sowie Algen für den täglichen Bedarf. Es ist das Äquivalent zum Kräutergarten und dem Kaninchenstall im Hinterhof. Ackerbau ist in Ledwick kaum lohnenswert, so dass Getreideprodukte Luxusgüter sind, aber es gibt einige Wasserbüffelherden, die mit der Nässe gut zurechtkommen, so dass man Milch und Fleisch zur Verfügung hat. Die Ernährung in Ledwick ist nicht sehr vielseitig, aber dennoch ausgewogen und ausreichend.



    Dschunken


    Dschunken sind Segelschiffe, die einen breiten, kastenartigen Rumpf aufweisen, dessen Enden bananenförmig nach oben gebogen sind. Innerhalb des Kastens finden sich Kojen, Kajüten und Lagerräume. Aufgrund ihrer Form haben sie sehr geringen Tiefgang und können auch durch Flüsse und Sümpfe gesteuert werden. Einen Kiel besitzen sie nicht. Anstatt durch das Wasser zu schneiden, gleiten sie darüber hinweg. Sie sind schnell, wendig und je nach Bauweise auch voll hochseetauglich.



    Welse


    Der Siluro, wie man den großen Waller hier nennt, ist in Ledwick heilig und darf nicht getötet werden. Alle Welse gehören dem Duca. Wenn der Duca gedenkt, jemandem einen lebenden Wels zu schenken, ist dies eine große Ehre. Der Wels steht, da er sehr alt werden kann, für Weisheit und wegen seiner Fähigkeit, auch im schlechten Wasser zu überleben, für Beständigkeit. Man sagt, so lange es in Ledwick Welse gäbe, so lange wird es dem Land gut gehen. Aufgrund dieser Legende werden die Welse in guten Zeiten gefüttert und nahezu jedes Dorf hat seinen eigenen Welstümpel. Angefütterte Welse werden zahm und können gestreichelt werden, sind aber für Kleinkinder und kleine Tiere gefährlich.


    Haileder


    Besonders zu erwähnen sind Produkte aus Haileder. Hochwertige Schuhe oder Taschen werden daraus ebenso gefertigt wie die Ummantelung von Schwertgriffen, die wegen der rauen Oberfläche rutschfest werden.



    Mode


    Einen geschminkten Ledwicker wird man bei beiden Geschlechtern vergebens suchen. Wer sich standesgemäß schön machen will, hüllt sich in bunte Stoffe, legt seinen Schmuck an und setzt eine Maske auf. Halbmasken ohne Stoff, bei welcher Mund und Kinn sichtbar sind, ermöglichen freies Atmen und Sprechen. Diese werden bei weniger formellen Anlässen getragen. Hierbei ist auch das Haar sichtbar, welches meist lang als Pferdeschwanz von einer Schleife zusammengehalten getragen wird.



    Geschichte


    Vorzeit


    Details: Die Chroniken der Vorzeit



    300 vor der Asche - erste Zeugnisse


    Die ältesten almanischen Burgen sind mehr als 500 Jahre alt. Es ist nicht bekannt, ob dies auch die Geburtsstunde der Bewohner des heutigen Almaniens ist, oder ob dies lediglich die ersten erhaltenen Zeugnisse darstellt. Man nimmt jedoch diese Zeit als den Anbeginn des Almanenvolkes an.



    Jahr 0


    Gründung des Nachbarstaates Naridien. Anfangs gab es ein friedliches Nebeneinander mit den Naridiern, von denen viele auch almanische Wurzeln besaßen.



    Jahr 119 - Gründung des Kaisho-Abkommens


    Sowohl Goblins als auch die naridischen Almanen behaupten, die Architektur ihrer Vorväter in den alten Ruinenstädten Evalons wiederzuerkennen und erheben Anspruch. Doch die vier Großherzöge der Almanen waren der Meinung, dass demjenigen, dem das Land gehört, der rechtmäßige Anspruch auf diese Ruinenstädte gebürt und unterstützen das Vorhaben der Goblins. Almanen und Goblins gründeten daher das Kaisho-Abkommen, welches gegenseitige Unterstützung und gemeinsamen Handel vertraglich festlegte.



    Jahr 121 - Krieg zwischen Naridien und Almanien beginnt


    Die Naridier reagierten auf die Proklamation mit einer Seeblockade, die bewirkte, dass sich der Konflikt im Jahr 121 zu einem offenen Krieg zwischen Goblins und Naridiern entwickelte. Auch die vier Großherzogtümer traten als Bündnispartner der Goblins dem Krieg bei.



    Jahr 202 - Kampf gegen das Chaos und Niederlage vor Dunkelbruch


    Obgleich ihre Ressourcen bereits im Krieg gegen die Naridier gebunden waren, traten die Goblins auch dem Krieg gegen das Chaos bei. Unter der Führung des Großherzogs Roderich von der Hohen Mark wurden Goblins und Almanen in einen Krieg geführt, der in einer Niederlage endete. Lediglich Souvagne hielt sich aus dem Krieg heraus. Infolge der Verwüstung der Hohen Mark und dem Verschwinden ihres Staatsoberhauptes Roderich im Krieg fällt dieses Großherzogtum unter die Herrschaft von Souvagne und wird Teil von diesem. Auch Ledwicks Großherzog, der Duca Ernesto Sirio di Ledvicco, verschwand während des Krieges und das Land wurde provisorisch von den fünf Marchesi regiert. Im Gegensatz zu Roderich hinterließ er einen Sohn, der allerdings in rakshanische Kriegsgefangenschaft geriet.


    Eine verheerende Überschwemmung legte große Teile der Wirtschaft auf dem Festlandsbereich von Ledwick lahm. Die wenigen Handelswege wurden überschwemmt und es gab eine Choleraepedemie. Die zurückgebliebene Familie des Duca verließ fluchtartig das Land, so dass Ledwick fast ein Jahr lang mit unklaren Machtverhältnissen hinterlassen wurde. Je länger das Fortwähren des Duca weilte, umso weniger glaubte man an seine Wiederkehr. Die Marchesi machten es sich bequem.



    Jahr 203 - Heimkehr des Thronerben


    Im Jahre 203 kehrte der rechtmäßige Thronerbe, der Sohn des gefallenen Duca, Tazio Ferdinando di Ledvicco, aus der Kriegsgefangenschaft heim, um die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Er musste jedoch feststellen, dass seine Familie noch immer im Exil weilte und er sich der Aufgabe völlig allein stellen musste. Hinzu kam, dass von den fünf Marchesi vier ihr Land im Stich ließen, so dass zusammen mit der großherzoglichen Familie fast der gesamte Hochadel auf einmal wegbrach. Dies ist der gegenwärtige Zustand, mit dem sich die Ledwicker ebenso wie ihr Duca Tazio di Ledvicco nun auseinandersetzen müssen.