Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Blutrote See - Kapitel 26 - Verhandlungspause

Der Vernichtungsfeldzug der Choucas gegen die Farisin. Die Kriegsbrigg Choucas fährt unter dem Kommando von Kapitän Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den persönlichen Rachegelüsten seines Kapitäns fährt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
Der Vernichtungsfeldzug der Choucas gegen die Farisin. Die Kriegsbrigg Choucas fährt unter dem Kommando von Kapitän Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den persönlichen Rachegelüsten seines Kapitäns fährt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
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James de Dusolier
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Blutrote See - Kapitel 26 - Verhandlungspause

#1

Beitrag von James de Dusolier » Mo 7. Jan 2019, 14:58

Skallische See - Verhandlungspause


James de Dusolier
Das Treffen mit den Freibeutern in Spee hatte in der Skallischen See stattgefunden. Für die Seite Souvagnes waren Prince Ciel in Begleitung von Grandadmiral Carolos de Dusolier mit der Vautour, Rene mit der Mouette, er selbst mit der Cygnus und Davet la Caille mit der Aquila vor Ort. Davet diente als Vermittler zwischen den Piraten und der Marine Souvagnes. Auf Piratenseite waren die Silberbärte zwei alte Haudegen die scheinbar stets einer Meinung waren, die fette Betty die gar nicht sooo fett war, Einauge Arnold und die Blonde Kai mit ihren Schiffen angerückt. Verhandelt wurde auf der Aquila, die Bewaffnung der Marine ging die Fremdlinge nichts an. Zur Zeit herrschte Verhandlungspause und jeder hatte sich zurückgezogen um über das Gesagte mit seinen Kollegen und Vertrauten zu sprechen. James hatte sich nicht zu seinem Vater und seinen Kollegen gesellt, sondern er hatte sich eine Flasche Rum geschnappt und es sich ganz in der Nähe von der Blonden Kai gemütlich gemacht. Ohne jede Scheu musterte er die hochgewachsene blonde Frau und nahm ab und an einen Schluck aus der Buddel. Er taxierte sie von oben bis unten. Auf die Entfernung konnte man nicht erkennen was er dachte, aber hätte jemand nahe genug gestanden, hätte er die kurz zuckenden Mundwinkel gesehen.

Kai Alballo
Die Verhandlungen fanden auf der Aquila statt. Da ihr Kapitän beiden Seiten angehörte und das Treffen arrangiert hatte, bildete sie neutralen Boden. Die anderen Schiffe lagen nebeneinander im Hafen, in der windgeschützten Schattenseite des riesigen Eisberges, der die eisige Inselstadt bildete. Der Eisberg war im Inneren durchlöchert wie ein Käse, doch von außen hatte er nur einen Zugang, irgendwo vielleicht einen versteckten Zweiten, damit die wenige Wärme im Inneren gehalten wurde. Kai kannte Skille von Innen, so wie alle Piraten. Es war ein hervorragender Warenumschlagplatz, ohne sich mit irgendwelchen Ordnungshütern auseinandersetzen zu müssen, das Obenza der See, nur ohne die Kontrolle durch Bandenbosse. Hier herrschte eine wilde und kalte Form der Gesetzlosigkeit und Freiheit. Kai stand mit Djamal, ihrem ersten Offizier, auf dem Mitteldeck der Aquila und unterhielt sich mit ihm. Er hatte keine Lippen mehr, doch seine Befähigung zu Geistmagie ermöglichte eine schweigende Kommunikation. Kai hatte kein schlechtes Gewissen, einen Geistmagier angeschleppt zu haben. Sie war sicher, dass jeder einzelne andere Vertreter das genau so handhabte und entweder selbst Geistmagier war oder einen dabei hatte.
›Blicke, die auf dich zielen‹, teilte ihr rakshanischer Offizier in der den meisten Rakshanern eigenen umständlichen Sprechweise mit. ›auf vier Uhr liegend.‹
Kai drehte sich um und erblickte James, der sie beobachtete. Man konnte nun lange rätseln, was seine Blicke bedeuten mochten - Spionage, Verachtung, Provokation, Neugier - doch Kai war niemand, der Zeit damit vergeudete, sich Gedanken zu machen, wenn sie die Antwort so viel leichter herausfinden konnte. Sie ließ Djamal stehen und marschierte auf James zu, stützte sich lässig auf die Reling und musterte ihn nun ihrerseits. »Was gibt`s zu glotzen?«, fragte sie.

James de Dusolier
James nahm in aller Ruhe noch einen Schluck aus der Buddel. Er zuckte nicht mit der Wimper als ihn die Blonde dermaßen harsch ansprach. Wieso sollte sie auch einen anderen Ton anschlagen? Immerhin war sie ein Seemann oder besser gesagt eine Seefrau. Seefrau klang irgendwie verrückt in seinen Ohren, auf den seltsamen Gedanken nahm er noch einen Schluck. Sein Blick zuckte für einen Sekundenbruchteil zu dem Lippenlosen Offizier, der dadurch permanent zu grinsen schien. James tat es ihm gleich und verzog die Lippen zu einem Grinsen. "Ich genieße die Aussicht, eisige Berge... schön", grinste er eine Spur breiter. Die Entfernung hatte ihn nicht getrogen, die Frau sah gut aus. Nun er war Kapitän, er hatte gute Augen, sonst hätte er einen anderen Beruf. Die Blonde Kai sprach etwas in ihm an, was so direkt gar nicht benennen konnte. Vermutlich weil sie so ganz anders war, als alle Frauen die James in Souvagne kennengelernt hatte. Er war gespannt auf ihre Antwort.

Kai Alballo
»Die Aussicht«, wiederholte Kai und ließ ihren Blick den Eisberg hinauf schweifen. Sie lagen in seinem Schatten vor Anker, doch von hinten schien die Sonne gegen den weißen Giganten und zauberte ihm eine leuchtende Krone. Ein schwimmender Eispalast. »Schon mal drin gewesen?«, fragte Kai und streckte die Hand mit dem Handschuh auffordernd in Richtung der Flasche auf.

James de Dusolier
James reichte ihr die Flasche und folgte dem Blick von Kai. "Nein noch nie", antwortete er ehrlich. "Wir sind heute das erste mal außer Landes. Die Azursee werte ich als Heimat. Und selbst? Schon drin gewesen in dem gigantischen Eisklotz?", hakte er nach und musterte dabei allerdings Kai und nicht mehr den Eisberg.

Kai Alballo
Kai nahm die Flasche entgegen und nahm einen kräftigen Schluck. Dass der Speichel eines Wildfremden daran klebte, störte sie nicht im Mindesten. James hatte nichts Abstoßendes an sich, außer, dass er vielleicht ein Stück zu klein und schmächtig war für ihren Geschmack. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er die Leistung selbst erbracht hatte, die für seinen Rang als Kapitän notwendig war, sie tippte vielmehr darauf, dass dies seiner Abstammung zu verdanken war, wie bei den anderen Souvagnern. Aber dass er den Rum mit ihr teilte, machte ihn schon mal ein Stück sympathischer. »Lust auf einen Ausflug ins Innere von Skille?«, fragte sie. »Setzt freilich voraus, dass du mir keinen Hinterhalt zutraust.«

James de Dusolier
James beobachtete Kai wie sie trank. Wieviel sie trank war nebensächlich, er schaute sich die Tätowierung auf ihrer rechten Wange an. Ein Adler, nun souvagnisch war er nicht, aber er deutete es als gutes Zeichen. In einer Welt voller Aberglauben, war so manches für ihn, seine Familie und seine Mannschaft ein Zeichen, dem andere keinen Wert beimessen würden. Kai schien über einen schrägen Humor zu verfügen. Der ganze Eisberg war vermutlich ein Schlachthaus, wenn man nicht auf seinen Rücken aufpasste. Und jeder wusste, hatte man die Augen nicht überall, gab es den Dolch von vorne. James schmunzelte amüsiert, zur Not würde er die schräge Madame schon verteidigen. "Ich traue Dir weit mehr zu als ausgerechnet jetzt einen Hinterhalt zu legen. Gehen wir", sagte er belustigt und gab seinem ersten Offizier ein Zeichen.

Kai Alballo
Kai grinste breit und zeigte ihre schlechten Zähne, vor denen das Piercing ihrer Unterlippe glitzerte, das sie genau in eine tiefe Schnittnarbe hatte hineinstechen lassen. »Dann folge mir.« Sie nickte Djamal zu, um ihm das Kommando zu übergeben und er nickte zurück. Nachdem Kai den Eisberg betreten hatte, setzte sie sich erstmal auf den Fußboden und wickelte sich um jeden Stiefel eine dünne Kette. So rutschte man nicht aus. An Bord hatte sie die Schneeketten nicht getragen, da sie das Holz verletzten. Nachdem sie wieder stand, marschierte sie in den kreisrunden Gang hinein, der wie ein Maul im Eisberg klaffte. Darin war es jedoch nicht finster, sondern das Licht brach sich blau an den Wänden. »Hier runter. Halt deinen Mantel fest, er sieht wertvoll aus. Was zahlt man dafür in Souvange?«

James de Dusolier
"Taler", antwortete James, schaute sich erstaunt um, während eine Hand auf dem Griff seiner Waffe ruhte als er Kai in den Eisberg folgte. Er hatte eine finsterte Räuberhöhle erwartet, russgeschwärztes Innere, kaum von Fackeln erhellt wo zwielichtige Gestalten ihr Unwesen trieben. Letzteres war der Fall, aber bei erstem hatte er sich völlig geirrt. Das Eis war so dick, dass es eine eigene Farbe zu haben schien, es schimmerte blau wie die See an einem Sonnentag. Der Ort hatte eine eigene Schönheit, wie sie nur die See sprich Wasser haben konnte. Seine Bewohner warem dem Eisberg vermutlich gleichgültig, er war vor ihnen hier, er würde nach ihnen sein, davon sprach die Farbe und die Schönheit dieses kalten Giganten. James erfreute sich einen Augenblick daran, ehe er Kai aufmerksam folgte und dabei Augen und Ohren offenhielt. "Der Mantel gehört zur Uniform, die bekommen wir gestellt. Wo genau gehen wir hin? Einmal alles durchstöbern?", fragte er und ging leicht versetzt neben ihr, so dass sie auf seiner linken Seite lief. Das hatte den Grund, dass James rechtshänder war, so konnte er sie zur Not verteidigen und abschirmen. Gleich wie sie auftrat und wie frech ihr entzückender Schnabel gewachsen war, letztendlich war sie doch eine Frau.

Kai Alballo
Kai grinste, als er ihr keinen Preis nannte. Als James sich gedankenverloren umsah, trat Kai ihm plötzlich von der Seite in den Knöchel, so dass James beide Beine weggefegt wurden und er auf das Eis stürzte. Sofort sauste er den abschüssigen Weg entlang abwärts, den Gang entlang wie eine Rutsche. Die rasante Fahrt ging hierhin und dahin, er überholte jemanden, der wie Kai Ketten an den Schuhen trug, so dass er nicht ausrutschte und riss jemanden um, der sich gerade langsam nach oben kämpfte und nun mit James gemeinsam wieder fluchend abwärts sauste. James raste an mehreren Abzweigen vorbei, doch nirgendwo gab es eine Möglichkeit, sich festzuhalten. Seine Schlitterfahrt endete in einem Haufen Schnee, dessen Form und Platzierung erahnen ließ, dass er eigens zum Zwecke der Polsterung an dieser Stelle stand. James stellte fest, dass er mitten auf dem Schwarzmarkt gelandet war. Er musste tief unten im Eis liegen, denn es war hier sehr viel finsterer, aber auch wärmer als oben. Von allen Seiten drehten sich Gesichter in seine Richtung.

James de Dusolier
Knurrend kämpfte sich James wieder auf die Beine, brauchte dafür aber einige Anläufe um sicheren Halt zu finden. Den Kerl den er unfreiwillig mitgenommen hatte, zerrte er ebenfalls hoch. Das gebot die Höflichkeit. Den Drang sich zu schütteln, kämpfte er sofort nieder, da er sonst vermutlich zum zweiten Mal aufs Eis geschickt worden wäre und zwar von sich selbst. Das hatte diese blonde Giftspritze nicht umsonst getan. Sie wollte es auf die harte Tour, dann sollte sie die harte Tour bekommen, sobald er wieder sicher auf den Beinen war. Die Blicke der anderen interessierten ihn nicht. "Auf den Schreck auch einen Schnaps? Du bist ja auch gerade erst angekommen wie ich", sagte er zu dem Kerl, der die Abgrundfahrt durch den Eisberg zwangsweise mitmachen musste. Er ging zu einem Fuselstand und bestellte zwei Becher.

Kai Alballo
Kurz darauf erreichte Kai den Markt. Sie ließ sich ebenfalls abwärts rutschen, indem sie aufwärts auf den Fersen stand und die Fahrt bei Bedarf bremste, indem sie ihr Gewicht verlagerte und fest mit den Ketten auftrat. Was diese Kunst anbelangte, war sie geübt und unüblich für eine Ledvigiana konnte sie sogar Ski fahren und das sehr rasant. Das kam ihr nun entgegen. Als sie den Schneehaufen gegenüber des Eingangs erreichte, war dort ein eindeutiger Abdruck zu sehen. Sie lachte laut und bellend auf. Doch wo war James? Amüsiert schaute sie sich um. Hinter dem Schneeberg eröffnete sich eine große Halle, die sogar einen Feuerplatz enthielt. Jeder konnte ihn benutzen, aber das Brennholz musste man dafür selbst mitbringen. Eine dicke steinerne Platte verhinderte, dass das Feuer sich nach unten schmolz. Ein paar Norkara grillten sich fisch. »Wohin ist der Souvagner?«, fragte sie und die Norkara zeigten zur Fuselbude, wo er zusammen mit einem Fremden heißen Grog trank. Kai schob den Fremden kurzerhand weg, stellt sich an seine Stelle und trank seinen Becher leer. Sie knallte ihn auf den roh gezimmerten Tresen und grinste James an. »Na, hatten dich die Kräfte verlassen?«, höhnte sie und amüsierte sich köstlich über den Schnee, der überall in seinem nun verstrubbelten Backenbart hing.

James de Dusolier
"Wie kommst Du darauf Blondie? Immerhin war ich ehr unten als Du. Ich hatte Durst, drum hatte ich es eilig. Und wo warst Du so lange? Marktstände stöbern, Klamotten kaufen, Du weißt schon, was Frauen halt so machen, während Männer arbeiten", antwortete James und bestellte nochmal zwei heiße Grog um sich aufzuwärmen. Eigentlich schuldete Kai ihm den Fusel, aber darüber sah er großzügig hinweg. Sie würde ihn anders wärmen, dass stand fest. Sie hatte den Fehdehandschuh geworfen, gut eigentlich ehr ihn und zwar komplett, aber auch darüber sah er großzügig hinweg. Sein Ego dankte es ihm. "Dir ist schon klar, dass wir auch wieder nach oben müssen?", fragte er zwischen zwei Schlucken von dem heißen Gesöff und strich sich den Schnee aus dem Bart.

Kai Alballo
»Wir?« Kai zog amüsiert die Brauen nach oben. »Weißt du denn nicht, welchen Preis hier manch einer für einen guten Sklaven zu zahlen bereit ist?« Sie nahm den nun wieder gefüllten Becher und prostete ihm zu, ehe sie trank. Das Zeug war gut und wärmte hervorragend. Sie leckte sich zufrieden die Lippen.

James de Dusolier
"So nachtragend bin ich nicht, dass ich Dich gleich dafür verschachere Kai. Drum klaro wir", antwortete er grinsend und stieß mit ihr an. Natürlich gerade dann, als sie trank. Sie vertrug dass und wenn nicht, konnte sie ja einen Schluck Grog auf den Schreck nehmen. Er musterte sie eine Sekunde zu lang, als sie sich über die Lippen leckte und fragte sich, wann er das letzte Mal einen weggesteckt hatte. Vor gut drei Wochen im Hafen, gut lange her. Zu lange für seinen Geschmack, aber hier ging es um was anderes. Bevor er diesen Hai harpunierte, musste er ihn erstmal zähmen und das Biest hatte ganz schön Biss. Vermutlich hatte sie mehr Haare auf den Zähnen, also so mancher auf dem Kopf. Bei dem Gedanken musste er kichern und nahm noch einen Schluck. "Erzähl mal was über Dich, wo wir uns doch bald unsere Leben anvertrauen müssen, Du... und ich.... Hand in Hand arbeiten. Also wer ist Kai? Und wie heißt ihr Schiff? Und was macht sie so den ganzen Tag? Wenn sie nicht gerade Rum säuft, Kehlen aufschlitzt und unschuldige Souvagner piesakt? Erzähl", forderte er sie auf und bestellte noch eine Runde.

Kai Alballo
Kai zog den Handschuh aus und legte ihn auf den Tresen. Mit der bloßen Hand wischte sie ihre besudelte Kehle trocken, lutschte sich die Finger ab und zog den Handschuh wieder über. Er ließ sich nicht leicht erschrecken, stellte sie zufrieden fest, behielt diesen Gedanken jedoch für sich. »Mein Schiff ist die Tricheco, das Walross. Sie ist die zeimastige Lady mit den roten Segeln, sie ist dir sicher aufgefallen.«
https://seavento.de/ships/0118/info/sea ... ind_07.jpg
»Eine Brigantine, die schon meinem Vater Glück brachte. Sie ist nicht mehr ganz neu, aber bestens gepflegt. Sie wird noch so lange ihren Dienst verrichten, bis die Naridier sich etwas haben einfallen lassen, um sie aufzuhalten. Erst dann wird sie gegen einem neueren moderneren Schiff weichen. Hand in Hand arbeiten ... du meinst also, aus dem Handel wird was? Wäre es nicht vielmehr eine bequeme Möglichkeit, alle Piraten des Dhunik auf einmal auszurotten?« Sie schubste der Abart von Wirt mit dem Finger ihren Becher hinüber, so dass dieser erneut befüllt wurde. »Dann erzähl mal was über dich, Kleiner.« Sie drehte den Kopf zur Seite und rotzte ins Eis. »Was kannst du noch, außer auf dem Arsch schlittern?«

James de Dusolier
"Schönes Schiff, seltsamer Name, sie gefällt mir. Was ich kann, oh eine Menge aber das beweise ich Dir später gerne. Wir haben nicht vor die Piraten aus dem Dhunischen Ozean zu vertreiben, denn bis vor kurzem hatten wir nichts mit dem Dhunischen Ozean zu tun. Wir verfahren meist nach der Devise lass uns in Ruhe, dann lassen wir Euch auch in Ruhe. Meist wohlgemerkt, man sollte unseren Duc nicht verärgern oder seinen Sohn. Bei den Naridiern sieht das selbstverständlich anders aus. Aber der Feind meines Feindes ist mein Freund. Unser gemeinsamer Feind ist Naridien. Nebenbei ich denke das wird was. Würden wir alle dran zweifeln, dass so ein Abkommen nicht nötig ist, wären wir nicht hier Kai. Mein Schiff ist die Cygnus, sie hat auch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, aber auf alten Weibern lernt man Segeln... oder geht unter. Wir haben uns bis dato mit Kriminellen in der Azursee herumgeärgert. Und die schlimmsten davon, waren unsere einstigen Verbündeten. Ehrliche Hochadelshäuser und ein Königreich, Drecksvolk hinter hohen Titel, alle samt unwürdig", antwortete James und rotzte zur Bekräftigung aus, nach gutem, altem Souvagnischen Brauch. "Mal eine private Frage, Du als Frau, wie kamst Du zur See und zum Kommando? Bei uns ist das milde gesagt unüblich. Woher hast Du das Wissen und wieso folgen Dir Deine Leute? Hast Du einen Kerl? Ist Grinse-Katze der wahre Kapitän und Du der Blonde köstliche Köder?", grinste James.

Kai Alballo
»Du erzählst viel, doch nichts über dich. Willst aber erstaunlich viel wissen. Und hast ziemlich das große Maul.« Sie musterte ihn misstrauisch. »Wir machen das anders. Ich gebe dir exakt eine Antwort für eine, die ich von dir erhalte. Ich habe das Segeln von dem Mann gelernt, den du Grinsekatze nennst. Er war der Kapitän, doch das Schiff gehört nicht ihm. Es gehörte meinem Vater. Und er war bekannt unter dem Namen Tricheco. Ich habe die Lady nach ihm benannt, als ich das Kommando übernahm. Das waren sogar zwei Antworten. Du bist an der Reihe. Also. Was kannst du, außer auf dem Arsch rumzurutschen?«

James de Dusolier
"Ich habe immer große Fresse, das können Dir meine Brüder bestätigen. Was ich persönlich kann? Nun ich fahre 12 Jahre zur See ohne Verluste, ich behaupte mit Fug und Recht ich bin ein guter Kapitän. Mit meiner alten Madame habe ich schon 13 Knoten geschossen, dass soll mir einer nachmachen. Ich behaupte ich bin ein ebenso guter Stratege und wenn es sein muss ein Kämpfer. Mit oder ohne Schiff, such es Dir aus. Ich vertrag einiges an Gesöff, ich singe gerne, ich kann kochen auch wenn man es nicht glaubt, mein Hobby ist meine Seekarten sinnlos zu verzieren oder Buddelschiffe bauen oder mich mit meinen Brüdern fetzen wenn Zuhause nichts los ist. Sprich Ringkampf aus Spaß. Wir sind ebenso eine Seefahrerfamilie, nur haben wir keine privaten, sprich eigenen Schiffe. Unsere Schiffe gehören der Marine. Oh und man sagt ich hätte Unterhaltungswert, in der Koje. Wo wir doch beim Thema Hintern waren", schmunzelte er. "Das waren einige Antworten, Du bist dran. Was kannst Du privat", fragte er gut gelaunt.

Kai Alballo
Kai schnaubte verächtlich, als er Qualitäten in der Koje versprach. »So was wie dich verspeis ich zum Frühstück«, entgegnete sie und trat ihm erneut die Beine weg. Sie wartete, bis er wieder stabil stand. »Ich kann Skifahren, Eislaufen und Klöppeln. Nächste Frage. Wer gewinnt, wenn du dich mit deinen Brüdern fetzt?«

James de Dusolier
"Dann mach mir doch morgen das Frühstück Kai, ich lass mich gerne überraschen. Kommt auf den Bruder und meine Form an. Ich bin nunja das Nesthäkchen, von daher haben die alle etwas mehr Erfahrung, was Schlägereien und sowas angeht. Aber Zuhause gehts meist um den Spaß und darum was zu lernen. Aber ich halte mich gut. Was beim Abgrund ist Klöppeln? Eislaufen im Winter auf zugefrorenen Seen?", fragte er freundlich und verpasste ihr einen Knuff in die Rippen, der sie selbst zur Seite taumeln ließ und grinste sie herausfordernd an.

Kai Alballo
Kai krallte sich am Tresen fest. Da sie Schneeketten trug, rutschte sie nicht aus. »Du hast es wohl nötig, was?« Sie lachte heiser und lümmelte sich wieder bequem hin. »Ich bin keine deiner Hafenhuren. Ich hab ein ganzes Schiff voller Männer unter meinem Kommando. Ich kann ficken, wann ich will und so oft ich will. Was sollte dich besser machen als jeden von ihnen? Ob du es wert bist, auch nur meine Schuhsohlen zu küssen, hast du bisher durch nichts bewiesen, außer einer legendär großen Klappe.« Sie winkte den Wirt heran. »Gib dem Würstchen hier eine Portion Walpenis, er hat`s nötig.« Der Norkara holte eine Portion gewürfeltes Penisfleisch aus einem Topf und füllte es in eine Eisenschüssel. Ein Kumpel von ihm ging es am Feuer erhitzen und brachte James dann die dampfende Portion. »Lass es dir schmecken«, sagte Kai grinsend, nahm ihr Messer zur Hand und pikste sich einen Würfel auf, um ihn genüsslich zu verzehren. Dabei kaute sie mit offenem Mund, so dass James das zermatschte Penisfleisch sehen musste. »Hast du mal in die Kajüte von den Silberbart-Zwillingen geschaut? Schau dir die Deckchen da an. Eislaufen kann man auf Seen oder auf Flüssen oder am Meeresufer. Ich habe es in Thogrim gelernt.« Sie wartete gespannt darauf, ob James den Walpenis essen würde. Sie begann, den kleinen Aufschneider witzig zu finden, zweifelte aber an, dass er je etwas anderes erlebt hatte als schüchternen Blümchensex. So war das meistens mit den Großmäulern.

James de Dusolier
"Das Du eine Hure wärst, habe ich nie behauptet Kai. Aber manche Menschen gönnen sich auch so etwas Spaß. Ohne dass der Taler rollt, oder Köpfe. Was mich auszeichnet? Ich bin Souvagner, uns sagt man eine unheimlich spitze Zunge nach, nicht nur was Gespräche angeht. Eigentlich hatte ich nicht vor Deine Schuhsohlen zu lecken, nicht mein Geschmack. Ich wollte Deinen herausfinden, Deinen ganz persönlichen Blondie", antwortete James und fühlte die Auswirkung seiner Worte im Schritt. Er schnappte sich einen Würfel von dem Fleisch und aß es. "Keine Herausforderung Schätzchen, ich habe auch schon Hammelhoden und anderes gegessen, Du hast keine Ahnung was Souvagner alles essen. Ich verrate es Dir - alles", antwortete James und aß genauso genüsslich wie die Piratenbraut neben ihm. "Die Silberbärte habe ich heute erst kennengelernt, wann soll ich bei denen an Bord gewesen sein? Erzähl, was ist bei denen so besondern? Deckchen? Du verarscht mich Weib", lachte er. Die kleine Kratzbürste machte ihn gerade heißer als er gedacht hätte.

Kai Alballo
»Geklöppelte Spitzendeckchen.« Sie grinste mit ihren von Essen schmutzigen Zähnen. »Und einige davon sind von mir, selbstgemacht. Die Silberbärte sind zum Beispiel ganz nach meinem Geschmack, ich zähle sie zu meinen Freunden.« Sie beobachtete, wie er das Fleisch verzehrte. »Aber du willst vermutlich meinen Bettgeschmack wissen.« Sie spielte mit ihrem Becher und schubste ihn mit dem Finger hin und her. Sie überlegte, wie viel sie preisgeben sollte. »Du meinst also, du bist flink mit der Zunge. Das kann jeder Behaupten. Beweise es.« Sie spießte ein Stück Penisfleisch auf und hielt ihm das Messer vor den Mund. Ihr Grinsen war unverhohlen Lüstern. James war noch weit davon entfernt, dass sie ernsthaft in Erwägung zog, ihn sich nackt anzuschauen, aber den versprochenen Unterhaltungswert hatte er allemal.

James de Dusolier
"Arsen und Spitzenhäubchen... was? Ein Piratenschiff voller Kuscheldecken?", fragte James und angelte das Fleischstück lassiv mit der Zunge vom Messer, ohne sich zu schneiden. "Du kannst mir Deinen Bettgeschmack auch gerne ins Ohr stöhnen, ich bin was solche Dinge anbelangt, sehr flexibel", grinste er keine Spur weniger interessiert. Er musterte sie von oben bis unten, während sein Blick eindeutig an einigen Stellen viel länger haften blieb, als es nötig gewesen wäre. Sein Blick wanderte den gleichen Weg wieder hoch und bohrte sich in ihre Augen. Er versuchte abzuschätzen, ob sie nur mit ihm spielte, ihn regelrecht verarschte oder ob sie zu mehr bereit war. In einer blitzartigen Bewegung entwandt er ihr das Messer, hämmerte ihre Hand auf den Tresen und grub die Klinge genau zwischen ihren Ring- und Mittelfinger. Das Ganze ohne ihr auch nur einen Kratzer zuzufügen. "Gepfählte Pflaume zum Beispiel?", hakte er nach.

Kai Alballo
Kai starrte auf ihre Hand hinab, zwischen deren Fingern ihr Dolch steckte. Sie drehte den Kopf hinter sich. »Du bist so schlecht«, grollte sie und sprach damit genau das Gegenteil dessen aus, was James gerade gezeigt hatte. Er war schnell und verstand es, einen Überraschungsmoment auszunutzen. Aber das würde sie ihm nicht auf die Nase binden. Sie setzte ihm den Fuß auf den Bauch und schob ihn auf Abstand. »Wen du diese einmalige Schlängelbewegung bei einer Frau machst, schläft die ein. Du hast noch nie eine Fotze geleckt, nicht war?« Sie lachte ihn aus, zog ihren Dolch aus dem Tresen und spießte ein weiteres Stück auf. Sie umspielte das Fleisch gekonnt mit der Zungenspitze, ehe sie es aß und das Messer herausfordernd wieder in den Tresen bohrte.

James de Dusolier
James grinste über beide Ohren ehe er sich ein Stück Fleisch mit seinem eigenen Dolch aus der Schale fischte. "Das kannst Du ja nach einer Kostprobe nochmal beurteilen. Vielleicht ändert dass ja Deine Meinung. Und hattest Du schon mal einen richtigen Schwanz im Maul, oder immer nur die Notlösung in Form von kleingeschnibbeltem Walpenis? Ich biete Dir gerne Ersatz. Dann kannst Du mal einen richtigen Prügel lutschen, am Stück Honigköpchen", antwortete er und bestellte noch eine Runde Schnaps.

Kai Alballo
Kais Mundwinkel zuckten zu einem Grinsen auseinander. James hatte das Spiel verstanden und war darauf eingestiegen. Und er war nicht gewillt, ihr einen leichten Sieg zu schenken. Sie verkniff es sich, ihm zwischen die Beine zu schauen. Die Winterkleidung würde ohnehin keinen vernünftigen Eindruck erlauben. Sie nahm ihr Messer wieder und bediente sich an seiner Portion. »Du hast mich gefragt, warum meine Männer mir folgen. Sie tun es, weil ich von klein auf dazu bestimmt war, die Tricheco zu führen. Ich bin auf ihr großgeworden, ich kenne jeden Nagel, jede Planke, jeden Bohrwurm beim Namen. Mein Vater hat ihnen eingebläut, für mich zu sorgen und mir von Kindesbeinen an Respekt entgegenzubringen. Als ich alt genug war, segelte ich zunächst als Matrose, dann als Offizier unter seinem Kommando. Mein Vater war kein Seemann, aber er liebte die See und Djamal - der Grinsekater - war ihm treu ergeben. Heute folgt er mir.«

James de Dusolier
James schenkte Kai ein Blinzeln, er mochte wie sie grinste. Es stand ihr und er fragte sich wie sich ihre Lippen beim Küssen anfühlen würden, oder besser noch sobald sie sich um sein bestes Stück schlossen. Vor allem der Ring, den sie sich durch die Lippe gebohrt hatte. Trotzdem schenkte er ihr seine volle Aufmerksamkeit, was allerdings den Themen geschuldet war - Sex und Schiffe, es gab kaum Themen mit denen man ihn mehr aus der Reserve locken konnte. Oder bei der Stange halten, das eigene Wortspiel gefiel ihm und er gönnte sich noch einen großen Schluck vom Schnaps. "Das klingt schön, eine Kindheit auf einem Schiff ist herrlich", sagte er ernst, ganz ohne jeden flapsigen Kommentar, denn so empfand er. "Du hast das Schiff mit Haut und Haar, wie auch mit der Mannschaft geerbt. Hoffentlich ohne Bohrwürmer. Direkt auf dem Schiff aufgewachsen bin ich nicht, aber mit Schiffen. Sie gehören bei uns mit zur Familie, könnte man fast sagen. Also ich war nicht dauerhaft auf einem, aber so oft, dass ich es nicht zählen kann. Ich kann es nicht mal schätzen Kai. Mein Vater ist der Seewolf der Ciel begleitet, was war Dein Vater vorher? Du sagt er war kein Seemann. Das wichtigste ist die Liebe zur See, fehlt sie, darf man sie nicht bereisen. Unsere Familie hat Salzwasser in den Adern anstatt Blut, dass sagt man jedenfalls. Ob das auch für den großen Teich gilt, dass wird sich zeigen. Aber Lust hätte ich drauf und auf einiges andere".

Kai Alballo
»Tricheco war Soldat. Und er hat alles dafür getan, dass ich nach seinem Tod in Sicherheit bin. So sicher, wie man nur sein kann, wenn man auf und vom Meer lebt. Wenn deine Familie Salzwasser in den Adern hat, dann müsst ihr Ledvigiani unter den Vorfahren haben. Alle Ledvigiani lieben das Meer. Von Souvagnern habe ich das noch nie gehört. Andererseits befahrt ihr auch ein anderes Meer als wir und es mag sein, das heute der erste Tag ist, an dem ein souvagnisches und ein ledwicker Schiff sich überhaupt begegnet sind. Dein Vater ist also Weißauge-Silberhaar, wie Djamal ihn getauft hat. Ich bin gespannt, welchen Namen er sich für dich hat einfallen lassen. Ich hatte dich vorhin mit einem anderen Mann verwechselt, der dir sehr ähnlich sieht. Dein Bruder? Wie viele davon sind heute hier?«

James de Dusolier
"Das ist gut möglich, dass wir Ledwicker in unserer Linie haben, dagegen spricht nichts. Bis zum Bruch des Kaisho Abkommens waren wir Verbündete und letztendlich sind wir alles Almanen. Unser Lehen liegt direkt an der Azursee, von daher waren wir schon immer diesem Binnenmeer nahe. Du meinst Vachon, er dient auf der Mouette. Nur mein Vater und Vachon sind hier, die anderen sind daheim bei ihren Frauen oder auf ihren Schiffen. Ein Soldat? Das sind wir auch. Du sprichst nur von Deinem Vater, was ist mit Deiner Mutter? Meine Mutter ist Hausfrau, aber das sagt man bei uns eigentlich nicht. Weil eine Frau immer im Haus ist. Bald wird der erste Tag sein, wo sich Ledwicker und Souvagner Schiffe auf dem Dhunischen begegnen. Und vielleicht die Walross dem Schwan. Ich würde Dich auf mein Schiff einladen, aber noch ist es nicht erlaubt, drum kann ich Dir das Angebot noch nicht unterbreiten", sagte er gut gelaunt.

Kai Alballo
»Meine Mutter war eine Ledvigiana, eine Cousine meines Vaters. Ich war ein Unfall und darum nahm er mich bereits als Säugling mit sich und brachte mich fort, in Sicherheit. Ich kenne nicht einmal ihren Namen, zu meinem eigenen Schutz. Ich habe noch nie den Boden von Ledvicco betreten. Noch nie den Boden von Almanien. Denn dort lauert auf mich der Tod.« Sie trank ein weiteres Glas und blinzelte. Sie musste langsamer trinken. Sie vertrug einiges, aber das Zeug war stark. »Deine arme Mutter ist nur im Haus eingesperrt? Verstehe ich das richtig? Warum tut ihr das, ist sie eine Sklavin oder so was?«

James de Dusolier
Kai erzählte von ihrer Mutter, die sie niemals zu Gesicht bekommen hatte, ebenso wenig wie ihre Heimat. Ein Schiff ohne Hafen, ein Heim benötigte jeder. Aber vielleicht war ihre Heimat die offene See, dass gab es auch. Manche freuten sich auf die Abreise und auch auf die Ankunft daheim, andere wiederum waren nur auf der See selbst glücklich. Er gehörte zu jenen die beides genossen und beides als Heimat empfanden, Land und See. Wie sein Vater erklärt hatte, Seelöwen passte gut. Sie sonnen sich an Land und waren jederzeit bereit im Meer zu schwimmen, zu jagen. Ihm entging nicht ihr Blinzeln, aber er verlor kein Wort darüber. Er wollte sie nicht bloßstellen, aber er behielt sie im Auge. Gleich was er manchmal für ein Drecksack sein konnte, trotzdem war er ein Ehrenmann bis zu einem gewissen Grad und sie war eine Frau. Die Frau in seiner Begleitung und Obhut. In Souvagne bedeutete das Verantwortung für ihr Leben und ihre Unversehrtheit. Bei der Frage ob seine Mutter eine Sklavin war, prustete James den Schnaps quer über den Tisch, den er gerade im Mund hatte. "Meine Mutter ist doch keine Sklavin! Sie ist Ehefrau und deshalb ist sie natürlich Zuhause Kai. Bei uns ist das so üblich. Entweder lebt die Frau bei ihrem Vater, später beim Ehemann oder bei ihrem Bruder. Hat sie nichts von dem, lebt sie in einem Orden. Eine Frau die alleine durch die Welt streift, gibt es nicht bei uns. Jedenfalls kaum, und all jene die es tun, haben ein schweres Los oder sind andere Frauen. So wie in Naridien wo jeder herumrennt, keine Familie hat und von niemanden geschützt oder aufgefangen wird, sowas gibt es bei uns nur in Ausnahmefällen. Ein alten Sprichwort bei uns sagt, ohne Familie bist Du verloren. Eure Sitten scheinen härter zu sein als unsere. Warum wärst Du des Todes?", fragte er und bestellte zwei Kaffee. "Ich hab Dir einen mitbestellt, dass brauche ich jetzt nach dem Fettfraß", grinste er, obwohl er keinen Kaffee nötig hatte. Sie schon.

Kai Alballo
Kai brüllte auf, als eine Fontäne von Schnaps in ihre Richtung schoss. »Bwah, du Drecksau«, lachte sie. Der Wirt hatte zu ihrer Überraschung tatsächlich Kaffee. Das musste sie Djamal sagen. Sie führten zwar immer reichlich an Bord - anders ging das nicht, wenn Rakshaner auf dem Schiff lebten - aber wenn man ihn hier in Skille trinken konnte, war das so etwas wie eine Sehenswürdigkeit, die sie ihm unbedingt mitteilen wollte. »Hab dank«, sagte sie, denn der Kaffee würde sehr teuer sein. Das war etwas anderes, als sich gegenseitig billigen Fusel auszugeben. »Ich kann nur von den Sitten meiner Mannschaft sprechen, ich gehöre keinem Land an. Warum mich der Tod erwarten würde, weiß ich nicht. Djamal weiß es, doch er schweigt, denn auch Tricheco hat dazu geschwiegen. Ich vermute ja, er hätte es mir irgendwann gesagt, aber Djamal sieht das anders und verrät nichts. Meine Familie ist die Mannschaft. Ich brauche keinen Ehemann oder Bruder, um in Sicherheit zu sein. Wir geben aufeinander acht. Du hast deine Frau also zu Hause gelassen und nimmst sie nie mit auf große Fahrt? Weiß sie von deinen Huren?« Sie grinste ihn trotz des ernsten Themas breit an.

James de Dusolier
"Ist gut für die Haare, genau wie Bier", lachte James und prostete ihr mit dem Kaffee zu. "Wenn er schweigt, bohre nicht nach. Unwissenheit ist manchmal ein Segen Kai. Denn was Du nicht weißt, kannst Du auch nicht versehentlich ausplappern. Ein altes Motto, dem viele Kapitäne und auch Offiziere folgen. Manchmal schützt Du jemanden damit, wenn Du ihn unwissend lässt. Du könntest Dich um Kopf und Kragen reden. Frei nach dem Motto, sicher können drei Leute ohne Probleme ein Geheimnis hüten... wenn zwei davon tot sind", grinste James diabolisch. "Wie gesagt, der Mann sieht nicht aus, als wäre mit ihm zu spaßen. Und wenn er eine derart treue Seele ist, dass er Dein erster Offizier ist, dann nimm es hin. Manche sind es auch tiefster Überzeugung, wie mein Bruder Jaques oder Fred, der Begleiter von Rene. Er wird Dich informieren, sobald Dir die Information nützt. Schweigt er, akzepiere das. Auf Deinem Schiff benötigst Du keinen Mann um in Sicherheit zu sein. Dein Schiff ist Deine kleine Welt im großen Kosmos des Weltgeschehens auf Asamura Kai. Aber an Land ohne Deine Mannschaft, bist auch Du nur eine Frau. Du wirst garantiert mit einem Kerl fertig, vielleicht schaffst Du es sogar in der Not drei bis vier auf die Bretter zu schicken. Aber auch der härteste Kerl geht allein bei einer Gruppe unter. Allerdings werden Frauen die allein unterwegs sind bevorzugt angegriffen. Ausgeraubt und es gibt sogar noch was obendrauf für den Schwanz. Machen wir uns da nichts vor. Jeder hier im Dunstkreis weiß von Deiner Mannschaft. Wärst Du völlig allein nach Obenza gereist? Wenn Du ja sagst Süße, lügst Du, hast sie nicht mehr alle, oder hast die dicksten Eier die ich je sah und Du bist ein Kerl und keine Frau. Hieße dann wohl ich müsste Dir die Rosette lecken was?", kicherte James. "Ich kann es mir nicht durch die Rippen schwitzen, ich habe allerdings auch keine Frau außer mein Schiff. Sie ist nicht sonderlich eifersüchtig, was das angeht".

Kai Alballo
»Obenza, was sollte ich in diesem Drecksloch wollen? Was will überhaupt jemand dort, wenn er nicht gerade Drogen zu verticken hat? Nein, ich war nie in Obenza und ich spüre auch nicht den Wunsch, mich dorthin zu begeben. Wenn es ist, wie du sagst, dass ich als Frau Freiwild bin auf dem Festland, dann haben Tricheco und Djamal recht. Und es ist besser, dass ich auf dem Schiff und den Inseln lebe. Es gibt schon Orte, die ich gern mal sehen würde, aber nicht, wenn ich dafür auf Schritt und Tritt um mein Leben kämpfen muss. Alles, was ich brauche, habe ich. Nur die Neugier wäre es, die mich dazu triebe, den Kontinent zu betreten. Aber das ist es nicht wert, eingesperrt zu Enden und bewacht von Männern, wenn ich einen Spoaziergang unternehmen oder baden will. Wenn du keine Frau hast, will ich zu den Huren nichts gesagt haben. Wie lässt du es dir von ihnen am liebsten besorgen?«

James de Dusolier
"Kommt drauf an wieviel Zeit ich habe und was sie zu bieten hat. Hat man keine Zeit lässt man sich einen lutschen. Ansonsten steckt man gepflegt einen weg und wenn sie ein richtig schönes Euter hat, verbindet man wegstecken mit einem geblasen bekommen. Wie ist es eigentlich bei Euch Frauen? Ich meine Betty fährt ja auch zur See. Beordert Ihr einen Eurer Offiziere aufs besondere Achterdeck oder ordert Ihr Euch einen Mietschwanz an Land, wie wenns mal von hinten zieht?", hakte James neugierig nach. "Du musst nicht auf Schritt und Tritt begleitet werden. Wärst Du meine Frau kannst Du hingehen wohin Du willst. Macht Dich einer an, sagst Du Deinen Namen. Glaub mir, dann lässt man Dich so schnell in Ruhe, als hättest Du den Kerl nie gesehen und das war einer vom Butterland - wie eine Fata Morgana und weg ist er. Keiner möchte Besuch von Deinen Schwagern", erklärte James und trank seinen Kaffee aus. "So ist es generell bei uns und ich denke in Ehveros und Ledwick auch. Kommt Dir jemand krumm, sagst Du ich bin Kai was weiß ich de la Cantillion, die Zweitfrau des Palaisin des Duc, des Läuterers und schon hast Du kein Problem mehr. Weil jeder der seine Kopfschmerzen nicht damit kurrieren will, den Kopf los zu sein, wird nicht mal mehr frech in Deine Richtung gucken. Aber ich verstehe was Du meinst, Du willst für Dich was gelten. Nicht durch Deinen Mann. Deine eigenen Leistungen sollen für sich sprechen, wie meine für mich. Ansonsten könnte ich ja behaupten, Qualifikation - Papas Sohn".

Kai Alballo
»Dass ich Papas Tochter bin, würde eher mein Todesurteil sein. Darum kenne ich seinen richtigen Namen nicht. Ich kenne ihn nur als Tricheco, das Walross. Ist es nicht natürlich, für sich gelten zu wollen? Warum sollte ich das nicht wollen? Dir würde es auch nicht gefallen, den Namen deiner Frau nennen zu müssen, damit man dich nicht ausraubt und vergewaltigt. Du lässt es dir ziemlich langweilig besorgen, dafür, dass du auch noch dafür bezahlst.« Sie grinste dreckig und das im wörtlichen Sinne, da ihre Zähne noch immer voller Fleischresten waren. »Warum denkst du eigentlich, dass ich meine Offizieren zum Vögeln benutze? Würdest du die Leute, denen du dein Leben anvertraust und die dich großgezogen haben, so behandeln? Hast du je einen deiner Offiziere zu dir gerufen, damit er dir einen lutscht?« Sie stellte diese Frage ohne einen Vorwurf in der Stimme und blickte ihn neugierig an.

James de Dusolier
"Weil eine Hure eine Notlösung ist und sie mich zu bedienen hat. Ich hab das Geld auf den Tisch gelegt Kai, ergo hat sie dafür zu ackern, nicht umgekehrt. Oder soll ich für sie vorher noch nackt tanzen? Das ist was anderes, wenn man mit einer Frau so anbändelt, weil man sich gegenseitig scharf findet, oder sogar mehr. Kann man mit Essen vergleichen, bei Hunger schaufelt man alles rein. Aber in guter Gesellschaft isst man ganz anders. Nur durch den Namen nicht, aber mit dem Namen schon. Meine Leistungen sprechen für sich, aber geballt mit den Leistungen meiner Familie sprechen sie eine ganz andere Sprache. Auch wenn ich keine Frau habe, bin ich ein Familienmensch. Meine Leistung bezieht sich nicht nur auf mich, leiste ich nichts, schadet das dem Ansehen meiner Familie. Und so wie sich meine Brüder auf mich verlassen, verlasse ich mich auf sie. Auf jeden aus meiner Familie Kai", erklärte James ernst und musste bei der Vorstellung schmunzeln einen seiner Offiziere so einen Befehl zu erteilen. "Also so einen Befehl habe ich noch nicht ausgesprochen. Eine Möglichkeit Taler zu sparen was?", gibbelte er und machte eine wegwerfende Handbewegung, dass er nur scherzte. James rutschte ein Stück näher. "Du hast die Frage nicht beantwortet, sondern nur eine Gegenfrage gestellt... also ja?", raunte er ihr zu und rutschte so nah auf, dass sie seine Körperwärme spüren konnte. James verkniff es sich nach Kai zu schnuppern, sondern musterte sie erneut so genau, als wollte er in ihrem Gesicht lesen. Mit dem Dolch rührte er in der Schale die letzten Stücke Fleisch um. "Wirklich nur Interesse am Walpenis?"

Kai Alballo
Sie musterte ihn abschätzend. »Natürlich nicht.« Er stand nah bei ihr und gab sein Bestes, um ihr deutlich zu machen, was er wollte. Er war ganz hübsch, auch wenn er eine Spur größer und breiter sein könnte und ein witziger Kerl. In einer gewissen Weise schien er auch so etwas wie Moral zu kennen, etwas, das Kai durchaus kein Fremdwort war, obwohl sie als Pirat lebte. Das erste Mal in ihrem Gespräch machte sie eine längere Pause, bevor sie erneut das Wort ergriff. »Hör zu, Kleiner. Reden wir Klartext. Ich bin nicht dazu da, dein Geld bei den Huren zu sparen.«

James de Dusolier
"Klartext, der Kaffee wird mich mehr kosten als eine Nummer bei einer Hafenhure. Du weißt was ich will, es geht nicht nur um eine Nummer. Dafür reden wir zu privat und zu intim Kai. Du willst es derb? Du kannst es derb haben. Du braucht einen Beweis? Dann wirst Du Deine Beweise bekommen und dann Kai, wirst Du Deinen Hafen zur Passage für mein Schiff schon freigeben, dass schwöre ich Dir", knurrte er ihr ins Ohr. Allerdings lag darin keine Drohung, sondern es war eine Herausforderung.

Kai Alballo
»Ach ja?«, knurrte sie zurück. Sie griff ihm an den Hintern und versenkte alle fünf Finger so weit es ihre Kraft erlaubte in seiner Hinterbacke. Ihr Zeigefinger drückte dabei gegen seinen Schließmuskel. »Wenn du verlierst, dann endest du als meine neue Galeonsfigur, mit einem Paddel im Arsch.«

James de Dusolier
James griff ihr beherzt mit ziemlicher Kraft in beide Hupen und lächelte sie liebevoll an, während er sie knetete. "Wir haben einen Pakt Kai, bei uns sind Galionsfiguren grundsätzlich weiblich, allerdings würde ich Dich nie auf ein Paddel spießen. Mir steht der Sinn eher nach meinem Prügel".

Kai Alballo
Kai schob ihre Hände von unten zwischen seine Arme und schlug sie dann auseinander. Sie schnaubte wie ein Stier, doch es war ein wollüstiges Schnauben. »So frech. Ich nehme die Herausforderung an. Aber nicht jetzt. Man wartet auf uns.« Ein Teil von ihr bereute, seine Hände weggeschlagen zu haben. Aber wenn er sie wirklich wollte, dann würde er nicht aufgeben, sondern hartnäckig bleiben, auch wenn er dafür warten musste. Sie nahm ihren Kaffee und trank den Rest in einem Zug aus.

James de Dusolier
"Du hast da was", sagte James und wischte ihr mit dem Daumen über den Mund, ergriff sie felsenfest im Nacken und küsste sie hart, verlangend und voller Gier. Er drückte sich kurz an sie, dass sie seine Beule spüren konnte, ehe er sie losließ. "Wann ich Dich freigebe entscheidest nicht Du Kai", antwortete er und bezahlte ihre Getränke und Speisen, ehe er eine einladende Geste machte. "Geh vor, ich folge Dir. Irgendwas, was wir uns dringend angucken sollten, wie wir uns nackt?", hakte er nach.

Kai Alballo
Sie fletschte die schmutzigen Zähne, als er in ihren Nacken griff. »Für das Nesthäkchen bist du ein hinterhältiger Giftzwerg«, fauchte sie erregt und spürte das Verlangen, ihn hier und jetzt auf das Eis zu schmeißen und ihn zuzureiten, bis ihm der Dödel glühte. »Mami und Papi haben dich nicht sehr gut erzogen.« Mit einer Drehung wollte sie sich befreien, als er sie auch schon losließ. Sie guckte nicht schlecht, dass er die gesamte Rechnung bezahlte. Sie legte noch was obendrauf für den Wirt. »Oh hier gibt es einiges zu sehen. Aber nicht jetzt. Man wartet auf uns. Wenn wir zu lange fort bleiben, kommt noch wer nach uns sehen. Am Ende glaubt man noch, wir würden uns mögen.« Sie nickte mit dem Kopf in Richtung des Tunnels, durch den sie hinabgeschlittert waren. Wir können entweder die Schlitterpartie hochkraxeln - oder wir nehmen die Treppe. Direkt neben dem Rutschtunnel verlief ein zweiter, kleinerer Tunnel, in den hölzerne Stufen eingebaut waren.

James de Dusolier
"Überhäufe mich nicht dermaßen mit Komplimenten Kai, sonst gewöhne ich mich noch dran". James grinste erneut über beide Ohren. "Wir beide und uns mögen? Bloß nicht, denk an unseren Ruf. Stell Dir vor jemand würde behaupten ich nehme eine Frau die Kapitän spielt für voll. Ich könnte mich nie wieder in Souvagne sehen lassen, oder irgendwo, wo man noch Sitte und Kultur hat. Es ist ein Kampf, eine Herausforderung, der Bessere gewinnt und wird dem anderen die Flötentöne beibringen. Quasi die Route der Fahrt bestimmen, die der Sieger segeln will. Gleich wir hart der Sturm bläst Blondie. Lass und die Treppe nehmen, Du kennst Dich hier aus, Du gehst vor", sagte er und starrte ihr beim Aufstieg ungeniert auf den Hintern.

Kai Alballo
»Du weißt doch gar nicht, was hart ist«, höhnte Kai, ließ sich zurückfallen und stapfte neben ihm. »Du kennst doch nur das langweilige Standardprogramm. Ich weiß, dass du noch nie eine Muschi geleckt hast und wenn doch, dann hat dir niemand beigebracht, es richtig zu tun, so erbärmlich wie du vorhin mit dem Penisfleisch hantiert hast.« Sie feixte und rempelte ihn an, während sie mit ihm die Treppe hinauf stapfte.

James de Dusolier
"Wer weiß, vielleicht bin ich auch ein heimlicher Spanner der bis jetzt nur zugeguckt hat, in der Hoffnung er findet mal eine stramme Möse, die sich für seine Zunge lohnt. Die meisten des Gewerbes sind ja gebaut wie offene Zugbrücken, wo man seine Salami reinwirft. Wie stramm steht es denn um Dich? Ich lass mich gerne von Dir anlernen Käptn, wenn Du Dir den Titel verdient hast. Dann kannst Du mir auch gerne Deine prächtigen Euter um die Ohren schlagen Blondie, vorher nicht. Das Fechten wir aus, wer hier das Maul bis zum Anschlag aufreißen muss, aber nicht um eine gute Nachtgeschichte zu erzählen, sondern zum Lutschen. Du versaust einem jeden Spaß was", gibbelte er und gab ihr einen Klaps auf ihren Po. "Die Stufen tun Dir gut, der wabbelt ja immer noch", lachte er.

Kai Alballo
»Warum sollte ich mir einen strammen Arsch antrainieren? Hierauf kommt es an.« Sie protzte mit ihrem Bizeps und klatschte mit der flachen Hand darauf. »Dass du nur zugeschaut hast, glaub ich dir gern, so nötig wie du es hast. Aber vom Zusehen lernt man das Segeln nicht. Wenn ich dich erst besiegt habe, wird sich das ändern.« Kai merkte, dass ihre Unterhose ziemlich feucht war, die würde sie wechseln müssen, bevor sie sich wieder zu den anderen Kapitänen gesellte, sonst würden die von dem Geruch dämlich werden. Sie waren oben angelangt, man sah bereits das blaue Licht. »Das Licht am Ende des Tunnels«, stellte sie fest.

James de Dusolier
"Weil man den zum Klettern braucht, aber Du lässt ja klettern. Trotzdem sollte man all das können, was man befiehlt Blondie. Du kannst mir beim Zugucken, ja mal zugucken. Ich hab es ziemlich nötig...", raunte er ihr zu und schnupperte geräuschvoll an ihr. "Aber das hat nichts mir Dir zu tun, oder damit dass ich Dich harpunieren werde großer Weißer. Das ist eine andere Nummer", flüsterte er erregt und ging einen Schritt auf Abstand. Er musterte sie aus brennenden Augen, ehe er seine Stirn für einen Augenblick gegen die eiskalte, blaue Wand drückte. Er konnte schlecht mit dickem Rohr zu den anderen zurückkehren. James musste sich abkühlen, er war in viel zu aufgeheizter Stimmung um der Verhandlung zu folgen. Jedenfalls der Verhandlung, um die es hier eigentlich ging. Er löste sich langsam von der Wand und starrte zu dem blauen Loch empor, dass im Licht endete. Warum ihn das Loch ausgerechnet an etwas sehr frauliches erinnerte, fragte er sich gerade. Die Ähnlichkeit konnte aber auch rein zufällig sein.
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Kai Alballo
»Pft, und wem willst du zugucken, bei dem ich dir zugucken soll? Wenn das irgendwelche Würstchen oder billigen Hafenhuren sind, herrscht bei mir Wüste Sundhi zwischen den Beinen. Mich interessiert niemand, der mir nicht beweist, dass er mein Interesse wert ist.« Erregt registrierte sie, wie er seine Hitze herunterkämpfen musste. Wenn das so weiterging, musste sie nicht nur die Unterhose wechseln, sondern die Hose noch gleich mit. Sie fasste sich vorn in ihre Hose und zog die feuchte Unterhose zwischen ihren Schamlippen hervor, wo sie einen Keil aus nassem Stoff bildete und unangenehm rieb. »Wird echt Zeit, dass wir an Bord kommen.«

James de Dusolier
James schaute Kai bei ihrem Treiben zu und musterte sie schräg von der Seite. "Das ist echt nicht hilfreich, dass ist Dir bewusst?", fragte er mit vor Geilheit belegter Stimme. "Zieh den Lappen aus, ich entsorge ihn", bot er großzügig an.

Kai Alballo
»Ach scheiße«, fluchte sie. »Solche Buxen sind für Idioten oder Krüppel!« Sie riss ihre Unterhose auseinander und zog die Fetzen aus der Hose, um sie James zu reichen. Der Schritt war verschleimt und ein paar Schamhaare klebten darin. Nun sah James auch, warum die Hose so unangenehm zwickte, es war eine Herrenunterhose und hatte zu viel Stoff, der ungünstige Falten schlagen konnte.«

James de Dusolier
"Meine Güte was trägt Du für Liebestöter? Hast Du schon mal eine Damenunterhose gesehen? Beim nächsten Mal bring ich Dir eine mit. Sowas, was Deine Formen in Form bringt Kai", lachte er und steckte die Unterhose als wäre es das Selbstverständlichste der Welt in seine Manteltasche. "Meine kann ich Dir als Notbefehl nicht geben, die ist Dir zu klein, zudem bekomme ich sie nicht so einfach ausgezogen", grinste er und rempelte sie gut gelaunt an. "Danke für die edle Spende, ich werde auf Dich einen hobeln".

Kai Alballo
»Lass dich nicht erwischen, wie du sie verhökerst«, drohte sie und rempelte zurück, während sie die letzten Stufen hinaufstiegen. »Wusste nicht, dass es auf dem Festland unterschiedliche Unterwäsche gibt für Männer und Frauen. Ich nehme immer einfach das, was gerade da ist und sauber ist.« Sie hielten auf die Schiffe zu. An Bord der Aquila hielt man schon nach ihnen Ausschau. Als gerade alle in ihre Richtung schauten, hackte sie James beiläufig in die Knöchel, so dass es ihn ein drittes Mal an diesem Tag hinlegte, währens sie bestens gelaunt auf ihren Schneeketten weiterstiefelte.

James de Dusolier
James blieb liegen wo er war, kratzte Schnee zusammen und pfefferte Kai einen Schneeball von hinten an den Schädel, als Dankeschön. Ein Treffer der saß, der nächste wäre auch weiß, aber in flüssiger Form.

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Kazrar
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Re: Blutrote See - Kapitel 26 - Verhandlungspause

#2

Beitrag von Kazrar » Fr 11. Jan 2019, 12:22

Die Beißer unter Piraten


Robere Tekuro Chud-Moreau
Die Kälte machte dem Vampir zu schaffen. Da er kaum noch Eigenwärme besaß, musste er sich regelmäßig in der Kombüse aufwärmen oder in Fledermausgestalt in die Kleidung von irgendwem kriechen. Meist kroch er abwechselnd zu Kazrar, Patrice und Arbogast. Boldiszàr wollte ihn nicht im Ärmel haben, er hatte ihn kurzerhand herausgeschüttelt. Er hatte vor der Abreise Unmengen getrunken, doch das war inzwischen schon wieder eine Woche her und der Blutdurst meldete sich. Er kroch in Fledermausgestalt umher, auf seiner Suche nach Beute. Der eisige Wind fuhr in sein schwarzes Fell und ließ es zu weißen Stacheln gefrieren. Leider unterschätzte er, wie empfindlich er als Fledermaus dem eisigen Nordwind ausgesetzt war. Auf seiner gierigen Suche nach Beute fror er auf der Reling fest. „Hi-hilfe“, piepste er, während er merkte, dass sein Körper von außen nach innen zu gefrieren begann. Seine Flügelspitzen waren schon steif gefroren und die Fledermaus verschwand immer tiefer im Schnee.

Kazrar
Kazrar stand an der Reeling und blickte verträumt auf die schneebedeckte, eisige Landschaft Skilles. Einem blauen Kristall gleich thronte der Eisberg in der skallischen See umgeben von Schiffen, die ihn scheinbar anbeten. Wer konnte es ihnen verdenken bei dieser Schönheit? Der Wind frischte auf und brachte neue Schneeverwirbelungen mit sich, den die Arashi genüsslich einatmen ließen. Ja, klar und rein, fast wie ein Morgen auf Arashima. Und während die Schneeflocken getrieben von einem eisigen Nordwind durch die Lüfte tanzten, trug der Wind noch etwas heran und zwar den Hilferuf seines Sohnes! Kazrar schreckt auf und trotz der eisigen Kälte fühlte er sich brennend heiß, fiebrig vor Angst, da es um das Leben seines Sohnes ging. Die Stimme klang klein, hauchdünn, mehr ein Wispern im Wind als denn die Stimme eines Mannes. Er musste also nach einer Fledermaus Ausschau halten und bald würde die Sonne aufgehen. Kaz verfluchte Arch für seinen unbedachten Biss zum tausendsten Male und verfolgte so gut er konnte die Stimme. Dort war sie, festgefroren auf der Reling. Kaz wurde übel. Er wusste wie man eine Anfrierung löste, aber sich selbst auf seinem Sohn zu erleichtern, das kam für ihn nicht in Frage. Jemanden anzuurinieren war die schlimmste Schmach die einem ein Arashi antun konnte. Er eilte flinken Fußes davon und kehrte mit heißem Salzwasser zurück dass er umgehend über seinen Sohn schüttete. Kaum dass sich Tekuro gelöst hatte, pflückte ihn sein Vater wie einen reifen Pfirsich von der Reling und eilte mit ihm in die schützende Dunkelheit. "Beim Ältesten Tekuro", keuchte er erleichtert, während die Schneekristalle in seinen Haaren zu glitzernden Wasserperlen schmolzen und auf die kleine Fledermaus tropften.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Die Fledermaus war zwar von der Reling gepflückt, aber immer noch knochenhart. „Danke, Papa. Ein Bad wäre gut oder ein Ofen“, piepste Tekuro heiser. „Mein Arsch ist gefroren. Ich hab Hunger. Wir müssen wen jagen und das dringend! Du das Fleisch, ich das Blut?“, schlug er vor und guckte seinen Vater aus schwarzen Augen an, die hart waren wie Murmeln.

Kazrar
Kazrar steckte Tekuro behutsam in sein Hemd und drückte ihn an seine Brust. "Sobald die langen Schatten der Nacht aufziehen und mit ihren dunklen Fingern in jede noch so kleine Ecke greifen mein Sohn, dann werden wir eins mit der Dunkelheit, dann gehen wir auf Jagd. Vorher werde ich die beiden Silberbärte bitten, Dir einen Platz an ihrem Heimfeuer zu gewähren. Stelle Dir nur vor, sie haben Heimfeuer in ihren kleinen Kajüten. Auch wenn ich diese Männer nicht immer verstehe, weiß ich dass sie ebenso Jäger sind, nur jagen sie kein Fleisch. Sie werdne uns Zuflucht an ihrem Feuer gewähren. Und dann werden wir heute Nacht in das Herz des blauen Eiskristalls vordringen und dort Beute und uns die Bäuche vollschlagen. Es ist ein Ort, an dem Jäger und Gejagte ihren ganz eigenen Tanz tanzen Tekuro und heute ist unsere Nacht", erklärte Kazrar und sah zu, dass er an Bord der Bellavistal kam. Kaz erläuterte Fynn sein Problem und bat ihn um einen Platz am Heimfeuer. Der Pirat musterte ihn aus zusammengekniffenen Augen, sein Schnauzer wanderte von links nach rechts, ehe ihm scheinbar klar wurde, was der Arashi ihm dort erläuterte. Gut gelaunt öffnete er sein Quartier und deutete auf den Ofen. "Keiner plündert meinen Plunder, gut merken", grinste Fynn und war mit diesen Worten auch schon wieder verschwunden. Kaz setzte noch zu einem Dank an, aber der Mann war schneller weg, als er für möglich gehalten hatte. Vorsichtig legte er Tekuro auf eine der Herdplatten in der Hoffnung er taute richtig auf.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro schmolz zwar noch nicht körperlich, aber er schmolz innerlich vor Wohlbehagen, als er seinen Vater so schwärmerisch von der Umgebung reden hörte, in der sie lebten. Als Kazrar ihn auf den Ofen legen wollte, krallte Tekuro sich an seinem Brusthaar fest, so dass es ziepte, bis Kazrar ihn von sich gelöst hatte. Der Ofen war sehr warm, aber zum Glück nicht so heiß, dass Tekuros Unterseite verbrannte. Es dauerte nicht lange, da konnte er sich wieder bewegen und nach einem Weilchen war er vollends aufgetaut. Neugierig schaute die Fledermaus sich um. „Haufen Klimbim. Lass mich raten. Es gefällt dir?“ Tekuro flog auf das Kopfkissen, hockte sich dort hin und untersuchte die Rüschen an den Kanten. „Sieht aus wie ein Unterrock“, fand er.

Kazrar
Kazrar nahm auf dem Bett Platz und streichelte mit einem Finger liebevoll seinen Fledermaus-Sohn. "Vielleicht war es einst ein Unterrock. Der seiner werten Mama oder seiner ersten Flamme. Wobei dann müsste der andere Silberzopf eine Frau gewesen sein und das glaube ich kaum. Er ist eine Spur breiter als unser Gastgeber. Möglich das es sein eigener Rock ist, wer weiß?", grinste Kaz breit und war froh, dass Tekuro schon wieder scherzen konnte. "Oh ja, es hat seinen ganz eigenen Charm mein Sohn, in der Enge liegt Behaglichkeit, genau wie in dem Häuschen auf unserem Hof. Andere mögen sich in einem Palast wohlfühlen, ich habe gerne alles von Bedeutung um mich herum. Das heißt dieses Quartier wäre schon vollständig allein mit Dir", sagte Kaz und küsste die Fledermaus, "denn Du bist das Wichtigste in meinem Leben. Reden wir von Dekoration, dann hätte ich es gerne einmal heimatlich. Die Kunst der Arashi ist es mein Sohn, selbst die kleinsten, banalsten Alltagsgegenstände in Kunstobjekte zu verwandeln und zwar so, dass ihr Gebrauch dabei nicht eingeschränkt wird. Der wahre Meister schafft es sogar, ihre Handlichkeit zu erhöhen, wie man manche Steine auch als Handschmeichler bezeichnet. Ebenso muss sich eine Trinkschale förmlich an Deine Lippen schmiegen, der Henkel einer Tasse Deinem Finger schmeicheln und alles muss in einem großen ganzen Harmonischen übergehen. Das ist die wahre Kunst der Verzierung. Und es kann auch vorkommen, dass ein Gegenstand nicht verziert werden darf, wie manche Speise kein Gewürz verträgt. Das Gericht trägt sich durch seinen Geschmack selbst, wie der Gegenstand durch seine ureigene Schönheit. Ein Beispiel ist der Kamm den ich Dir schenkte, oder mein kleines Holzkästchen", erläuterte Kazrar behaglich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Kazrar spürte, die die Fledermaus sich in seine Hand schmiegte. „Die Kälte ist zu heftig hier oben. Ich bin innerhalb von Sekunden ganz steif geworden. Und dann festgefroren“, erinnerte er sich schaudernd. „Hättest du mich nicht gefunden ... wäre von mir morgen früh nur ein Häuflein Asche. Auf der Reling geblieben. Du magst funktionale Schönheit. Ich mag blanke Funktionalität. Wir sind uns trotz der Unterschiede ähnlich. Weil du mein Papa bist.“ Kazrar merkte ein winziges Zünglein über seinen Finger reiben. „Die Silberbärte sehen witzig aus. Ich dachte erst, das ist nur einer. Als ich sie abwechselnd sah. Scheinen ein Paar zu sein. Aber warum getrennte Betten?“

Kazrar
"Sohn wenn einer schnarcht können getrennte Betten Ehen und Leben retten", lachte Kazrar sich kringelig, ehe er ihn auf seinen Schoß setzte und sich lang ausstreckte. "Warum sie getrennte Quartiere haben, kann ich Dir nicht sagen mein Kleiner, aber vielleicht braucht jeder von ihnen einmal fünf Minuten für sich oder sie konnten sich bei der Einrichtung nicht einigen? Wobei beide einen großen Hang zum liebevollen Kitsch haben. Oh die zwei sind ganz eindeutig ein Paar. Es gibt doch diesen Spruch - sie sind eindeutig zu lange verheiratet. Das ist positiv gemeint. Sie beenden gegenseitig ihre Sätze, sie haben die gleiche Gestik und Mimik, sie spiegeln sich da sie komplett auf einer Wellenlänge sind Tekuro. So wächst man immer weiter zusammen und so soll es sein. Würde der eine es nicht mehr tun, wäre schlagartig der andere beunruhigt. Ich wusste wie Arkan schaut und schaute er nicht so, war doch was falsch. Aber die beiden scheinen sehr locker zu sein, wir könnten sie einfach fragen, weshalb jeder von ihnen ein eigenes Quartier bezog und ob sie auch über ein gemeinsames verfügen. Möglicherweise sind auch alle Räume an Bord dieses uralten Schiffes so klein, dass es nicht anders möglich war. Aber dann hätte ich einen Wohnraum eingerichtet und ein Schlafzimmer für Arkan und mich. Sohn, auf Eis hält sich ein Körper lange frisch, hier ist überall Eis! Wir müssen Arkan einen Körper beschaffen und ihn gut im ewigen Eis vergraben, bis wir ihn mit dem Ältesten abholen, dank Davet. Was sagst Du zu meinem Plan?", fragte Kaz grinsend.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Es ist dein Plan, natürlich ist er gut“, piepste Tekuro, der sich - völlig untypisch für eine Fledermaus - auf den Rücken legte, so dass sein Bauch nach oben zeigte. Daraus kam ein vernehmliches Knurren. „Darf ich den Körper vorher aussaugen oder braucht Mama ihn lebend? Beim Rausgehen fragen wir die Silberbärte, ich will das wissen. Sie müssen ja einen Grund haben. Soll ich gleich so bleiben?“

Kazrar
"Von mir aus fragen wir sie, wenn es Dir auf der Seele brennt mein Kleiner. Wozu sollst Du so bleiben? Kannst Du nicht als Vampir trinken? Stimmt irgendetwas nicht?", fragte Kazrar besorgt. "Ich denke er kann völlig blutleer sein, war ich blutleer als Du diesen Körper für mich geborgen hast, so dass ich Dank Dir und der Gnade des Ältesten wieder unter den Lebenden wandele mein Sohn? Wir benötigen so viele neue Körper, wenn wir ehrlich sind. So viele. Der Älteste muss mir Arkan zurückgeben, notfalls werde ich ihm Opfer darbringen bis ich ihn überzeugt habe. Er hat nichts dazu gesagt, dass wir Ciel dienen, oder hat er sich Dir offenbar? Er hatte doch mit Dir und Patrice einmal vertraulich gesprochen Tekuro. Offenbarte er Dir, was er für Arkan verlangt?", fragte Kaz hoffnungsvoll.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Es ist alles in Ordnung. Aber ich will nicht wieder gefrieren. Wobei, wenn ich groß bin, dann kühle ich nicht so schnell aus. Da brauche ich nur meine Klamotten zurück. Ja, ich würd das von den Silberbärten gern wissen.“ Er rieb beschämt sein Fledermausgesicht und rollte sich ganz klein ein zu einem schwarzen Ball. „Der Älteste wünschte ein Opfer und er wünschte Nahrung. In Form von Schmerz, wir sollten beten. Und ihn ehren durch Pein. Beweisen, dass wir Jäger sind. Besser. Und die anderen Beute.“ Er strengte sein Gedächtnis an, ob es wirklich das war, was der Älteste verlangt hatte. „So irgendwie. Der Älteste mochte Patti! Patti! Wieso mochte er Patti?“, fragte Tekuro völlig verstört.

Kazrar
"Wir werden bei jedem Opfer beten und dem Ältesten huldigen. Und wir werden ihm ebenfalls etwas darreichen. Er sah letztens sehr hungrig aus, er ist ein Beißer wie wir, was sage ich, er ist DER Beißer Tekuro. Er brachte die Jagd in dieses Land, er brachte das alte Wissen aus dem grauen Land in dem es unaufhörlich Asche und Feuer regnete mit in unsere Welt um uns an seiner Weisheit, Stärke und an seinem inneren Feuer teilhaben zu lassen. Einst war er drei so wie es mir Archibald verkündete und nun ist er nur noch eins. Vielleicht sucht er auch andere seiner Art? Aber wo könnten wir einen seiner Art finden? Einen mit dem er sich verbünden mag, eine Einheit eingehen? Auch Götter mein Sohn sterben, so sagte es einst Berengar mein Vater. Weißt Du wann ein Gott stirbt? Wenn ihn niemand mehr anbetet. Solange wir leben, solange wir jagen, solange auch nur einer von uns existiert, wird es immer unseren Ältesten geben. Aber ich bin in Sorge um ihn und in Sorge um uns. Das Untote scheute ihn nie, er hat gewaltige Macht, er ist ein Gott. Aber ich verstehe nicht, wie er sagen konnte er ist ein Hohenfelde und Brandur nicht? Ist es nicht umgekehrt? Oder hat Brandur und seine Brut sich nur als etwas ausgegeben was sie gar nicht sind? Nahmen sie in Blasphemie den Namen unseres Ältesten an? Das wäre Frevel. Ich war sehr verwirrt. Warum der Älteste Patrice so mochte, dass kann ich Dir nicht verraten. Wie kann ein menschlicher Verstand wie der meine das göttliche Wesen des Ältesten ergründen Tekuro? Ich kann nur beten, ihm huldigen und hoffen, dass er sich mir offenbart, mir die Schleier von den Augen nimmt so dass auch ich etwas dahinter erblicke. Ob ich es dann verstehe? Ich weiß es nicht mein Sohn. Aber wenn man so denkt ist man schon am zweifeln, der erste Schritt zur Blasphemie. Glauben heißt nicht Wissen. Wohl wahr Tekuro, aber Glaube heißt auch unerschütterliches Vertrauen, Hingabe zum Ältesten und Selbstaufopferung für ihn, unsere Gemeinschaft und unsere Sache. Und deshalb muss ich wissen, was er von Dir forderte. Er darf sich nicht von uns abwenden Tekuro. Was er an Patti fand, mag er uns selbst sagen oder Patrice. So wie er uns das Nest schenkte, indem er uns mit Davet zusammenführte, so wird er mir hoffentlich auch Arkan wiedergeben. Arkan der Dich stets von Herzen liebte", sagte Kaz traurig.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Der Älteste ...“ Die Fledermaus setzte ein sehr schuldbewusstes Gesicht auf. „Ist er ...“ Tekuro räusperte sich. „Noch im Kohlenkeller?“

Kazrar
Kazrar wickelte sich gedankenverloren eine seiner prächtigen Haarsträhnen um den Finger, so wie er es auch schon in seinem ersten Leben stets getan hatte. Auf seine Haare war er immer stolz und er pflegte sie mit besonderer Liebe. Haare zeigten nicht nur Gesundheit, sondern auch Status. War er noch so klein, so sollte man doch immer einen gewissen Wert auf seine Optik legen. Kein Arashi der etwas auf sich hielt ließ sich gehen. Denn der Körper war ein Tempel, indem die Seele wohnte. Würde man einen Tempel verlottern lassen? Kaz dachte darüber nach wo er zuletzt den Ältesten gesehen hatte, draußen vor ihrem Haus. Aber wohin war er gegangen? Er war in der Nacht verschwunden, unsichtbar für sterbliche Augen. Niemand konnte es wissen, nicht einmal seine treusten Anhänger. "Ich weiß es nicht Tekuro mein Kleiner. Wir sahen ihn zuletzt draußen im Hof vor unserem Haus und dann verschwand er in der Dunkelheit. Wurde eins mit ihr. Aber wenn sich eine Ettinität verteidigen kann, dann er. Lass uns aufbrechen, es wird Zeit. Meine Zähne verlangen Frischfleisch und Blut", grinste Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Und mein Stachel“, klagte Tekuro. „Patti hatte sich auf der Feier versteckt. Und Boldi hat seinen Sklaven nicht geteilt, der Geizhals. Wobei, er hätte. Davet war der Geizhals.“ Tekuro kletterte an seinem Vater hoch und kroch von oben in dessen Kleidung. Nur sein Kopf mit den Fledermausohren und dem kleinen Mäulchen, aus dem in Vorfreude ein Zünglein huschte, schauten hinaus.

Kazrar
Kaz küsste die Fledermaus auf das flauschige Köpfchen. "Ich glaube er hätte geteilt, wenn Du auch ihn und Boldi vorher bedacht hättest. Du hättest die Ehemänner von Deinem Opfer der Begierde friedlich stimmen sollen. Ein bisschen nett zu allen zu sein. Boldi und Davet sahen nicht so aus, als wollten sie Dir Böses, sie hätten nicht alles zugelassen, den damals an den Bug, aber schauen und streicheln doch sicher. Du bist manchmal zu schnell, zu unwisch und auch zu grob. Denk da nur an Deinen Sohn. Ich hoffe findet zu uns zurück, ich habe ihm gesagt, dass er jederzeit zu uns zurückkehren kann Tekuro und das meine ich auch so. Ich gab ihm sogar einen Faustpfand. Was wolltest Du mit Boldis Mann und was denkst Du über Deinen Sohn? Was wirst Du tun, wenn er zurückkehrt? Wirst Du Dich an unsere Abmachung halten? Ich muss ihn notfalls beschützen, sogar gegen Dich. Er ist ein Teil von Dir, es ist so als beißt Du in Deine eigene Hand. Ich verstehe Deine Angst, ich gab Dich aus der gleichen Angst fort. Aber ich habe Angst um Euch beide, wie soll ich Euch beschützen, wenn Ihr nicht an meiner Seite seid?", fragte Kaz und linste nach draußen ob es schon dunkel war.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Mako war auf der Feier“, sagte Tekuro leise. „Mit dem anderen Jäger. Conni. Sie waren sich nahe, glaub ich. Mochten einander. Vielleicht mehr. Und nun ... ist Mako auf der Choucas. Ist die Choucas hier in der Flotte? Dann ist auch Mako bei uns, mein Sohn, dein Enkel. Ich wollte letztens lieb zu ihm sein. Er verstand es nicht. Du verstandest es nicht. Ich kann einfach nicht lieb sein, fürchte ich.“ Er drehte sich zu seinem Vater und kuschelte sich in dessen Halsbeuge ein, so dass Kazrar das winzige Herz flattern spürte, das auf unnatürliche Weise am Leben erhalten wurde. Und Tekuro spürte den viel langsameren, tiefen Herzschlag seines Vaters wie das Schlagen einer Pauke. Er genoss das leichte Vibrieren. „Zu Davet und Boldi ... nett sein? Papa, das erlaubt Boldi sicher nicht. Ich darf ja nicht mal in seinem Ärmel sitzen. Und Davet ... das müsste ich testen. Ich werde es testen. Ja, das mache ich“, überlegte er laut. „Was ich wollte, weiß ich nicht so genau. Ich denke, spüren, was sie spüren. Vom verbotenen Kuchen naschen. Komm, lass uns gehen. Mamas Körper wartet auf uns!“

Kazrar
"Du kannst nett sein Tekuro, dort hast Du den ersten Schritt getan. Vielleicht hat Boldi Angst vor Dir in dieser Form oder zumindest ein ungutes Gefühl? In dieser Form erkennt er nicht den Bruder, der ihn beschützte, sondern das was Du angeschleppt hast - ein Tier. Verstehe ihn doch, lerne auch mit den Augen der anderen zu sehen. Er liebt Dich aufrichtig und von ganzem Herzen. Er steht für Dich ein und riskierte sogar Familienstreit für Dich. Wie kannst denn da denken, er weist Dich ab? Vielleicht hätte er nein Danke gesagt, aber auch damit musst Du leben, denn er ist Dein Bruder und er sagt es Dir ehrlichen Herzens. Aber Du hättest ihn über den Rücken streicheln können in menschlicher Gestalt und ebenso Davet. Ich bin hier, ich habe Euch lieb, ich freue mich für Euch mit, darf ich ihn auch einmal so streicheln? Meinst Du sie hätten es Dir verwehrt? Nein ich denke nicht. Selbst Arbogast hat geschaut und war traurig? Vielleicht ergriffen? Dein Boldi ist vieles doch eines ist er garantiert, geradlinig und geradeheraus. Du hättest gewusst wo Du dran bist. Hat er Dich je hängen lassen? Hat er Dich je belogen? Er war niemals Dein Feind und er weiß, dass er Dir sein Leben verdankt. Aber er weiß nun auch, dass Bellamy sein Bruder ist. Ihn musst Du genauso annehmen wie Vano und Davet mein Sohn. Vano gehörte schon immer zu Boldi oder gehörte ihm, wie man es nimmt. Davet und Boldi sind eine verschworene Gemeinschaft. Schau uns wurde Beistand gewährt, weil Du Boldis Bruder bist von Vano. Davet schenkte uns das Nest, den Rübenhof. Wieso sollte Dich einer dieser Männer schlecht behandeln? Sie alle achten Dich dafür, was Du für Boldi getan hast. Sonst ständen wir heute noch am Pier Tekuro. Sei nicht so ungerecht zu den anderen und vor allem nicht zu Dir selbst. Sie - alle Drei - wollen uns sogar mit auf große Fahrt nehmen und ermöglichen es uns, in die Heimat zu reisen Tekuro. Jetzt sag mir, dass Du ihnen nichts wert bist. Vielleicht fängst Du einmal an, auch andere zu dulden, die es wert sind. Sicher musst Du zweimal hinschauen, dass ist richtig so. Aber diese Männer standen Dir immer bei! Immer. Und Sacha Dein Sohn? Er spricht Deine Sprache nicht Tekuro. Du wolltest lieb sein. Du warst sogar lieb auf Deine Art. Aber Du warst auch sehr verbohrt. Der andere Offizier hat mehrfach versucht Dir eine Brücke zu bauen. Gehe rüber, reiche Deinem Sohn die Hand und fackele sie nicht ab, wenn Du auf ihr stehst. Ich nehme Dich gerne an die Hand und wir überschreiten sie gemeinsam auf Sacha zu. Aber dann erwarte nicht, dass er sofort versteht, dass er sofort sieht, sofort begreift. Er hat sein eigenes Päckchen zu tragen Tekuro. Du bist sein Vater, Du bist sein Schutz, sein Schirm, sein Halt. Das bist Du, verhalte Dich bitte auch so. Wärst Du denn gerne von mir mit einem Schlag empfangen worden, gleich wie tief ich Dich liebe und gleich was ich sonst für Dich tun würde? Ein Schlag zerstört so vieles Tekuro und das hat Sacha nicht verdient. Schau Dir doch an wie sehr er leidet und dennoch ist er ein tapferer Mann. Er ist allein, er suchte sich einen anderen Beißer und dieser beschützte ihn. Und dennoch trug er die Zähne vor uns! Willst Du seinen Wert abstreiten? Ich bin stolz auf meinen Enkel und Du bist gefälligst stolz auf Deinen Sohn!", befahl Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Ich hatte 36 Jahre lang keinen Vater. Ich weiß nicht, wie ein Vater sich benehmen muss, das lerne ich doch erst. Seit wenigen Wochen.“ Die Fledermaus leckte Kazrars Hals an, erschauerte und ihr Fell sträubte sich vor Gier. „Das muss ich lassen, wenn ich Hunger habe.“ Er drehte sich wieder mit dem Rücken zu Kazrar und schaute aus dessen Kragen. „Ich versuche es, ja? Versprochen. Ich hab ihn doch ganz lieb angeleckt. Ihm die Hand auf die Schultern gelegt. Aber ich kann ihn nicht knuddeln wie dich. Du weißt, warum. Und Boldi ... den Rücken streicheln?“ Tekuro verzog zweifelnd sein Fledermausgesicht. „Wenn er dafür Vano teilt, kann ich es ja mal versuchen.“

Kazrar
"So ist es richtig, Du musst es lernen. Du musst lernen beides miteinander zu verbinden. Sei wachsam gegenüber Dich selbst, dass Du Deinem Sohn nichts antust. Unterlasse was Dich in Gier versetzt. Finde andere Wege ihm zu zeigen, dass Du ihn magst. Wege die er verstehen wird. Wir werden gemeinsam suchen. Und ja auch Dein Boldi ist kein Hellseher Tekuro, Du musst ihn schon fragen. Und vorher zeigen, dass Du es lieb meinst. Zeig ihm dass doch indem mit ihm, seinen Leuten und auch jenen die er sonst mag, gut umgehst. Schau wer alles dazu gehört. Dein Bruder hat ein eigenes Rudel. Mehrere Rudel im Pack sind eine gewaltige Macht, gleich welche Beute das einzelne Rudel jagt. Wir Blut, Gebeine und Fleisch, sie Schätze und Fische", lachte Kaz und stapfte nach draußen auf den Gang. "Gut schauen wir mal nach einem Silberbart", sagte er und lief den Gang der Quartiere ab. Die meisten Türen waren nur angelehnt, so das er kurz hineinschaute, die Hand zum Gruß hob, wenn dort nicht der Erwartete saß und weiter trottete. Dafür waren die Türen schließlich auf. Als er Lynn fand gesellte er sich dazu und legte Tekuro auf den Tisch. "Mein Sohn hat einige Fragen an Dich oder besser gesagt Euch. Das ist mein Sohn", erklärte Kaz stolz. Lynn kniff ein Auge zusammen legte die Pfeife beiseite und nahm sein Monokel zur Hand. Er betrachtete Tekuro genau, ehe er Kaz musterte. "Wer war die Mutter?", fragte er baff.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Mich gebar keine Mutter“, schnauzte Tekuro und baute sich als Fledermaus vor dem Silberbart auf. „Mich gebar eine Schlampe. Treulos, undankbar, bösartig, bar jeder Liebe. Hat Papa belogen, sein Geld eingestrichen und mich in ein Heim gesteckt. Mit Boldi!“ Tekuro schnaubte und klang in dieser Gestalt dabei wie ein Teekessel. „Meine wahre Mutter aber, meine liebe Mama, war ein Mann und ein wundervoller Mensch! Aber er hat mich nicht geboren. Darum spielt sein Aussehen keine Rolle. So. Nachdem das geklärt ist, will ich was fragen.“ Die Fledermaus spürte den Drang, zu rauchen. „Darf ich mal?“ Sie ging zu der riesenhaften Pfeife, steckte die Schnauze in das Mundloch und inhalierte einige Züge. „Ich wollte fragen“, antwortete Tekuro, während er aus Maul und Nasenlöchern qualmte, „warum ihr zwei getrennte Schlafzimmer habt. Der andere Silberbart und du. Ihr seid doch verheiratet oder so was?“

Kazrar
Erstaunt verfolgten Lynn wie auch Kazrar die Rauchversuche der Fledermaus. Der Silberbart lehnte sich nach hinten und hörte dem kleinen Wesen zu. "Manche Männer sind mehr Mütter, als eine Frau sein kann. Es kommt nur auf das Herz an, nicht die Gestalt, nicht die Haut oder Haarfarbe, nicht auf das Geschlecht und nicht auf die Meinung oder Einstellung. Alles was zählt ist die Liebe zum Kind. Fynn ist mein Ehemann, dass ist korrekt, wir sind schon eine Ewigkeit verheiratet. Unsere Kapitänskajüte ist unser Wohnzimmer wenn Du so möchtest, dass hier ist unser Herrenzimmer. Dort wo jeder am Tag mal sein Buch liest, seinen Tee oder Kaffee trinkt, der eine seine Pfeife raucht, während der andere lieber einen Schluck Rum genießt oder ein Mittagsschläfchen hält. Ein Hobbyzimmer könnte man auch sagen, wobei das ganze Schiff Hobbyzimmer und Lebensraum in einem ist. Zudem hat die Bellavistal viele kleine Quartiere, dass sogar einige der Matrosen, wenn sie es sich redlich verdient haben nicht auf Planke oder Hängematte, sondern in der Koje schlafen können", sagte Lynn stolz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Ach soooo“, sprach Tekuro gedehnt und pustete dabei Rauch aus. „Das sind nur kleine Höhlen. Zum zurückziehen. Aber ihr wohnt zusammen. Das ist gut. Doch, die Gestalt spielt eine Rolle. Ein guter Jäger muss stark sein und gesund. Ein Schluff kann kein Jäger sein. Wobei“, er überlegte, „doch. Aber dann muss er schlau sein. Wie ein alter Fuchs. Ein hässlicher, schwacher Dummkopf, das wird nichts. Wo ist Fynn? Und warum zieht ihr euch manchmal voneinander zurück? Man kann gleichzeitig lesen und trinken.“

Lynn:
"Ganz junge Schlangen und ganz alte sind die giftigsten wusstest Du das? Du musst also nur einen Ausgleich schaffen. Dieses Schiff, diese alte Oma hat schon so manchen jungen Ding tödlich in den Arsch getreten. Was sagt Alter oder Form schon aus? Wähle die passende Waffe, für den passenden Geist und den passenden Körper. Selbst dann kann ein zahnloser Greis ein tödlicher Gegner sein. Niemand würde damit rechnen. Fynn mag nicht wenn ich rauche, wenn er ein Nickerchen hält. Wenn es nur dass ist. Wir sitzen wesentlich öfter zusammen als das wir getrennt Zeit verbringen. Allerdings sind wir jeweils in unserer eigenen Kajüte, wenn der andere allein Kommando hat. Dann in der gemeinsamen Kajüte zu warten, hat was Kaltes. Wer liegt schon gerne in einem kalten großen Bett? Also setzt man sich ans Öfchen, braut sich einen guten Kaffee, schnappt sich ein Buch oder widmet sich den Karten. Und kurz vor Schichtende setzt man seinem Schatz was warmes auf und legt eine Wärmflasche ins Bett. So funktioniert das", sagte der Silberbart.

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„Unterschiedliche Schichten ... das ist unangenehm. Ihr braucht einen weiteren Kapitän oder einen zuverlässigen Ersten. Damit ihr zeitgleich arbeiten könnt. Einer allein in der Kajüte ... das ist nicht gut, Fynn. Das ist nicht gut“, sagte Tekuro und klang aufrichtig besorgt. „Aber das mit der Jagd, da ist was dran. Auch der Älteste ist gerade nicht sehr respekteinflößend. Äußerlich natürlich. Aber das ist ... Tarnung.“ Er dachte scharf nach. Und Zweifel huschten über sein Gesicht.
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Lynn:
"Unsere Leute sind vertrauensvoll und alt gedient, aber manchmal ist eine unterschiedliche Schicht unablässig. Wem würdest Du mehr trauen, als Deiner besseren Hälfte? Deinem anderen ich? Ich hatte nur erwartet, dass Davet uns mal seinen lange verschollenen Mann vorstellt. Aber scheinbar ist er da was eigen. Dafür sieht sein zweiter Mann sehr gut aus, lässt sich sicher nicht die Butter vom Brot nehmen. Ihr gehört zur Mannschaft der Aquila oder zum Princen? Es gibt keine Marine-Fledermäuse oder?", lachte Lynn, "aber als Spionageeinheit wärt Ihr unschlagbar".

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„Boldi ist mein Bruder“, erklärte Tekuro stolz. „Er war vor Davet da. Silvano ist seiner. Aber er hat sich auch Davet zu Eigen gemacht. Wir gehören zu Prince Ciel, wir sind seine Schutztruppe, zusammen mit Unitè B. Der Prince verlässt sich auf uns, weil er weiß, mit uns spielt man nicht. Ich traue niemandem mehr, als meinem Vater. Darum wache ich über ihn, wenn er schläft. Dann kann ich nicht arbeiten.“

Lynn:
"Gut also ist Boldi mit Vano und Davet zusammen. Sagen wir einfach sie sind ein Ehe-Trio, wieso auch nicht? Wieviele Leute sind ein Ehe-Quartett oder mehr? Tja so einen Sohn oder Vater hätte so mancher gerne gehabt. Der Prince kann sich glücklich schätzen. Ich bin gespannt welche Angebote er uns unterbreitet und was dafür die Bedingungen sind. Bis jetzt verläuft alles ziemlich gemütlich und das gefällt mir. Immerhin streben wir eine Partnerschaft an. Da sollte man sich offen in die Augen schauen können. Und mit Davet kann man gemeinsam segeln, dass steht fest. Was ihm nicht passt, sagt er. Und was ihm wirklich nicht passt, macht er unmissverständlich klar. Wir ebenso, keinen Eiertanz auf den Wellen. Die Schiffe sind unser Leben, ohne Schiff bist Du tot. Das heißt, man vertraut nur dem in Begleitung, wo man kein Loch in den Rumpf gebohrt bekommt. Jeden anderen lässt man nicht auf Feuerweite heran, oder nur mit ganz seichten Katzenfüßen. Aber sowas von seichten mein pelziger Freund", grinste Lynn. "Du bist also ein Blutsauger? Trinkst Du Menschenblut oder was für Blut? Was könnt Ihr so trinken?", fragte er neugierig.

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„Menschenblut“, stöhnte Tekuro vor Hunger und sein Bäuchlein knurrte für alle vernehmlich. „Tierblut ist zum Kotzen, das ist echt nur für Notfälle. Ist so was wie den Fensterkitt aus den Fugen kratzen, um nicht zu verhungern. Mir ist danach schlecht, ich bin nicht gut drauf, krank. Menschenblut muss es sein. Heiß und frisch aus den Adern.“ Er bekam eine winzige Erektion und leckte sich das Mäulchen. „Wasser geht auch, doch es stillt keinen Hunger, Lynn. Du scheinst ein erfahrener Jäger zu sein. Ich würd dich gern im Einsatz sehen und Fynn. Was Ciel angeht ... Kazrar hält viel von ihm. Und mein Vater muss es wissen. Auch ich diene ihm seit langem. Er ist ein Ehrenmann und steht zu seinem Wort. Meist. Aber die Ausnahmen brauchen nur seine Eheleute zu stören. Nicht uns. Mir gegenüber brach er nie sein Wort.“

Lynn:
"Nur Menschen? Schade, wir haben einige nutzlose Waldalben an Bord. Schuldner, Himfala-Süchtige, die es mit dem Glückseis zu sehr übertrieben haben. Mal anschreiben in Ordnung. Einmal ist kein mal. Zweimal ist ist einmal und damit eigentlich keinmal. Aber dreimal ist dann doch einmal zuviel. Sie sitzen unten in der Zelle und wir wollten sie auf dem Sklavenmarkt verhökern. Es sind vier Waldalben und ein Goblin, ich hätte sie Dir überlassen. Aber wenn das nicht geht. In der Not wenn selbst der Zwieback rar wird, muss man zusammenrücken, Aye", sagte Lynn.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Doch das geht", rief Tekuro keuchend, krümmte sich zusammen, wuchs und nahm seine Menschengestalt an. "Wo sind sie?", fragte er mit bebender Stimme, während der kleine Tisch, auf dem er kauerte, sich unter ihm gefährlich bog.

Lynn:
"Sagenhaft wird alles so groß an Dir? Spaß, Du kennst den Witz? Hab mir gestern aus Walpenisleder einen Geldbeutel gekauft. Was ist daran so besonders? Drüber rubbeln und es wird ein Koffer draus", lachte Lynn über seinen Witz. "Folgt mir, unterstes Deck, dort wo die Zellen immer sind. Aber Ihr seid keine Salzbuckel noch Teerjacken. Drum mir nach", sagte Lynn und gab umgehend die Führung. Lynn führte sie genau vier Decks tiefer, hinein in den Bauch der Bellavistal wo man eine kleine Zelle sah, in der mehrere Personen auf engsten Raum zusammengepfercht waren. https://www.imagebanana.com/s/1298/1BR5vFV3.html Wie Lynn versprochen hatte handelte es sich um vier Waldalben und einen Goblin. "Schuldner allesamt aber die Jammergestalten geben keinen müden Taler mehr ab!", knurrte er und rotzte auf den Boden. "Schick sie zu Davy! Meinen Segen hast Du!", grinste der Silberbart und auf einmal war er nicht mehr der gemütliche Opa von eben, sondern Tekuro bekam eine Ahnung davon, wer die beiden waren oder sein konnten. "Ich schaue zu! Darauf bestehe ich", sagte er grimmig. Der Grimm galt allerdings den Schuldnern.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Scheiße“, keuchte Tekuro und schlich wie ein Panther um den Käfig herum, um die verängstigten, aber gezeichneten und schwachen Gestalten zu begutachten. Sie bildeten ein undefinierbares Knäuel. Bei Tekuro wuchs tatsächlich einiges. „Hier schau, alles wächst. Gut, nicht war? Wie viele Kerle? Ich will kein Menstruationsblut saufen, sondern richtiges“, sprach er so sehr sabbernd, wie es sonst nur Boldi konnte, legte die Finger an das Gitter und schaute hindurch. „Wer von euch will?“, fragte er und grinste, so dass sie seine Zähne sahen. „Papa, komm schnell her! Abendbrot“

Kazrar
Kazrar trat näher an die Zelle heran und schaute kurz rückversichernd zu Lynn. Der Silberbart schaute gerade auf, als er sich eine fingerdicke Zigarre ansteckte und genüsslich anfing zu rauchen. Unter die Zigarre hielt er ein Spitzentaschentuch, so dass keine Asche oder Glut auf den Boden fallen konnte. "Jungs nun macht schon ich werd nicht frischer", sagte er gut gelaunt und blies dabei den Rauch aus, der wie Kazrar fand, ziemlich gut roch. Kein billiger Tabak aus irgend einer Absteige oder Klitsche. Kaz nickte einmal knapp und deutete auf den Goblin. "Ich habe noch nie Goblinfleisch gegessen Tekuro. Du musst zuerst den Goblin für Deinen Vater leeren, danach labe Dich an den anderen. Kaz schaute in den Käfig, er benötigte eine Weile um etwas erkennen zu können, so sehr klammerten sich die dürren Gestalten aneinander. Drei Männer, zwei Frauen und ein Goblin", sagte Kaz. Die Frau hielt die Hände hoch, als würde sie mit einer Waffe bedroht. "Wir bezahlen für das Würzeis, versprochen. Wir bezahlen oder arbeiten unsere Schulden ab", flehte sie. "Weitermachen!", wies Lynn die beiden ruhig an. "Alle gehören Euch, abarbeiten ist nicht. Die faulen Hunde halten nicht einen Glasen durch! Nicht einmal vier Stunden Dienst am Stück. Das dumme Weibsstück taug weder in der Küche noch für die Männer. Ballast", erklärte Lynn eisiger als die Temperaturen draußen auf dem Schiffsdeck. Kazrar grinste zähnefletschend und die Frau wich mit einem leisen Aufschrei zurück in die Mitte der Zelle. Lynn warf Tekuro den Schlüssel zu.

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Tekuro fing den Schlüssel mit einer Hand, fast ohne hinzusehen. Seine Reflexe funktionierten in diesem Zustand hervorragend. Er warf ihn weiter zu Kazrar, schrumpfte, spazierte als Fledermaus durch die Gitter und wuchs erneut. Die Frau packte er am Arm und zog sie achtlos beiseite, das selbe machte er mit dem Goblin. „Erst du, Papa. Ich weiß nicht, ob ich Goblinblut trinken kann. Sie sind anders. Aber Alb ... du. Komm her“, sagte er freundlich zu dem letzten Alben, der ganz hinten stand. Tekuro ergriff die Gitterstäbe rechts und links neben ihm, so dass der Mann in seinen Armen gefangen war. Er schloss die Augen, weitete die Nasenlöcher und nahm ein dreidimensionales Geruchsbild auf. „Es wird schön, wenn du mitspielst“, versprach er.

Kazrar
Kazrar packte den Goblin an den Ohren und zerrte, bis ihm auffiel, dass er vergessen hatte die Tür zu öffnen. Also schloss er auf, als wäre nichts geschehen, zerrte den Goblin ins Freie und schloss sofort wieder ab. Der kleine Kerl wehrte sich mit Händen und Füßen, schlug um sich um sein Leben zu verteidigen, aber dann biss Kazrar zu, biss dem kleinen Kerl in den Hals. Ein gellender Schrei zerriss die Stille des Rumpfes, Blut spritzte ateriell aus dem Hals des Goblins, als Kazrar erneut die Zähne in ihm versenkte, Stücke aus dem Hals, der Kehle und der Halsbeuge wie ihm Wahn aus ihm herausriss und mit unmenschlicher Gier hinunterschlang. Der Goblin hing dabei schon längst leblos wie eine kleine grüne Puppe in seinen Armen während der Arashi ihn fraß. Der Alb hingegen drückte sich so tief er konnte an die Gitterstäbe aber dann war es vorbei. Der Schrei zerriss nicht nur die Stille, er zerriss auf die Nerven der Alben. Unlogischerweise versuchten sie in ihrer Panik zu fliehen, während Kazrars Opfer wie ein verängstigtes Kaninchen vor der Schlange in eine Art Starre verfiel.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro stellte sich so, als würde er seinen Alben abschirmen von dem Gemetzel, dessen Geräusche ihn unsagbar erregten. Aber noch blieb er ruhig. Er streckte die Hand aus und patschte sie dem verängstigt zusammenzuckenden Alben auf den Kopf. Dann begann er unbeholfen, ihn zu streicheln. Der Alb begann zu heulen und um Gnade zu flehen. „Vielleicht gewähre ich sie dir“, log Tekuro. „Kein Winseln, kein Schreien, kein Kratzen. Lieb sein“, sagte er streng. „Lieb sein“, wiederholte er noch einmal in tiefstem Verlangen, zog den Alb an sich heran und küsste ihn brutal, so dass das Blut aus ihren Mündern lief. Der Alb wollte schreien, Tekuro biss ihn in beide Lippen und versenkte seine Zähne. Ein Zucken ging durch seine Beute und sie wurde weich und anschmiegsam. Tekuro zog den Alb an sich, hob ihn an und drang in ihn ein, ohne damit aufzuhören, brutal an dessen Lippen zu saugen wie ein hungriges Baby an einer Mutterbrust.

Kazrar
Kaz legte den Goblin beiseite, er war satt und glücklich. Stolz erfüllte ihn, als er seinem Sohn dabei zuschaute wie dieser seine Beute sich auf zwei Arten einverleibte. Für die anderen Alben gab es kein Enktommen, gleich wie sehr sie zappelten und heulten. Sie hatten ihre Chance und sie hatten sie vertan. Gut so, denn genau dass war ihre gewesen. Lynn hatte es sich auf einer Kiste gemütlich gemacht, lehnte sich mit dem Rücken an die Bordwand und gönnte sich mehr als nur die Zigarre, nämlich eine ausgiebige Streichelstunde während er Tekuro fasziniert zuschaute.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Mit wachsender Erregung wurde Tekuros Stoßen zu einem rücksichtslosen Rammeln. Er hatte Zuschauer, es ging hier nicht nur um Spaß, er hatte einen Ruf zu verteidigen. Entgegen dem, was er versprochen hatte, dachte er nicht an eine Begnadigung. Er löste seine Zähne und verbiss sich laut knurrend in den Hals des Mannes. Er spürte, wie seine Zähne zu ejakulieren schienen, als sie das Vampirgift absonderten wie die Zähne einer Giftschlange. Das Gift betäubte sein Opfer und bescherte ihm ein unnatürlich intensives Lustgefühl. Das Ganze wurde für den Alben zu einer Kakophonie aus Schmerz und Lust, als sein Hals bis tief in die Muskeln und Sehnen hinweg zerfleischt wurde und Tekuro kam. Tekuro schreckte auf wie aus einem Traum. Der Alb hing schlaff und blutleer in seinen Armen. Auch Tekuros Stachel schlief wieder. Verwirrt ließ er den einstigen Mann zu Boden rutschen. Nun war er ein regloser Haufen Fleisch. Kalt, uninteressant. Da war nichts mehr von dem, was gerade noch angenehm gewesen war. Etwas ... fehlte? Hilfesuchend wandte er sich nach seinem Vater um.

Kazrar
Kazrar stand auf ging hinüber zu dem Käfig und zog seinen Sohn heraus. Die verstörten und wimmernden Alben interessierten ihn nicht. Sanft nahm er ihn in die Arme und wischte ihm den Mund sauber. Danach drückte er Tekuro fest an sich. "Ein Geschenk, keine Beute", sagte Kaz und küsste ihn auf die Stirn. "Aber Du bist satt, gestärkt und gesund", grinste Kazrar seinen Sohn an. "Ja aber ich war noch nicht fertig", lachte Lynn, "sei es drum, hol Dir die anderen später. Du weißt ja nun wo das Essen wartet. Ich muss hoch, die Schicht", sagte er und verstaute seinen alten Aal wieder ordentlich in der Hose. Er tippte sich mit zwei Fingern an die gewaltige Hutkrempe, grinste breit und ging gemütlich davon. "Demnächst sag bescheid, ich bring meinen Mann mit", rief er ihnen zu während er die knarrenden Stufen hinaufstieg. Wie aus dem Boden geschossen stand plötzlich ein Teerverkrusteter Mann neben ihnen und grinste Tekuro breit mit fauligen Zähnen an. "Kann der weg?", fragte er und der Speichel sprühte in alle Richtungen.

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Tekuro war satt, aber es war ein unangenehmes Sättigungsgefühl. Als hätte er einfach den Magen voller Sägespäne. Er guckte erst Lynn nach, bedauernd, aber ohne den Versuch, ihn aufzuhalten. Dann sah er den schmutzigen Mann, der aus dem Nichts aufgetaucht zu sein schien aus matten Augen an. „Bist du Fynn?“, fragte er.

Matrose:
"Der Käptn? Isch? Nä wa. Wie kommze denn daruf? Isch wollt hier klar Chiff machn, damits kein Ärjer gibt oder wer ausrutscht. Chlimme Sache wa? Musse doch sagen. Die Penner habn nich bezahlt. Lass mich ma meine Maloche machen ja", sagte der Mann und hockte sich hin um die Blutfütze mit Wasser, Bürste und Eimer zu bekämpfen. "Isch der Käptn man, isch. Du bis jut, jut bisse", lachte er vergnügt.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Wer bist du dann", wollte Tekuro wissen und angelte nach der Hand seines Vaters. Irgendwie fühlte er sich komisch.

Matrose:
"Isch arbeite hier, bin der faulige Piet, wegen meine Zähne siehste?", sagte Piet, stellte sich vor Tekuro und zeigte seine letzten fauligen Stümpfe. "Son Heiler kostet ein Schweinjeld sach isch Dir. Geld! Kannste zum Bader gehen, der zieht nen Zahn und vier fallen mit aus. Alles Cheisse. Da hilft nur Rum. Ich bin Matrose wer bissn Du?", fragte Piet.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Ich bin Tekuro. Sohn des Kazrar Chud. Bruder des Boldiszàr Bovier de Mancini-Desnoyer. Zweiter Mann von Unitè B. Persönliche Wachtruppe von seiner Hoheit Prince Ciel Felicien de Souvagne. Bist du immer hier unten? Warum faulen deine Zähne, steckt das an?"

Piet:
Piet richtete sich stöhnend auf und drückte dabei eine Hand in sein dürres Kreuz. "Das passiert einfach so Mann, einfach so. Isch weiß nich wieso, aber es geschieht einfach. Ansteckend is das nich, kein anderer hat faulige Zähne von mir. Der Heiler sagt, dass manche harte und weiche Zähne haben, meine sind wohl aus Butter. Die vertragen nichs. Die Stumpen machen genauso Ärger. Ich hier unten? Ich mache sauber wo der Käptn das sacht. Der sachte Piet - das bin isch - gehste runter und schrubbst das Blut von den Pennern wech. Und da bin isch. Immer auf misch Verlass", grinste er dunkel.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Aber du wohnst nicht nur ... hier?", fragte Tekuro nach. "Was ist mit denen, die noch leben?"

Piet:
"Nee nee ich wohne oben. Hier unten im Rumpf guck Dich mal um, ist der Lagerraum. Hier lagern die Fässer und Kisten. Alles schön sortiert. Und die Zelle ist hier. Die Wasserfässer sind hier, Die Ersatzsegel, die Pumpen wenns Wasser reinzieht, dass ist wichtig man ganz wichtig. Der Salzraum und vieles mehr. Ich wohne bei den anderen Matrosen, wo sie alle wohnen Tekuro. Du hast viele Titel, was biste für einer so ein Adliger?", fragte Piet und reichte ihm ein Stück Priem.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro nahm den Priem, reichte Kazrar die Hälfte, schob sich seinen Anteil zwischen seine rasiermesserscharfen Zähne und kaute langsam. Das tat ihm gut. "Kein Adliger. Nur ein Leibeigener. Aber ein Guter." Er grinste mit seinen nun ebenfalls braunen Zähnen. "Du bist in Ordnung, Piet. Wie alt bist du? Bist du nur Matrose oder kannst du kämpfen. Oder was sonst?"

Piet:
"Jeder hier kann kämpfen und muss kämpfen, wenns zur Sache geht. Du willst doch Deinen Anteil. Wir sind eine Mannschaft, jeder hier. Drum halten wir fest zusammen. Jeder hat seinen Platz, dass muss so sein. Ich bin sonst oben in der Takelage, da bin ich gerne. Kletterte, sorge für die Segel. Das herrlich, der Wind pfeift ist kalt und kein Knochen meldet sich. Ein Leibeigener, wasn das? Ein fremder Körper? Ich bin schon alt, schon viele Sommer, kann nicht sagen wieviel, musse mal den Käptn fragen. Der merkt sich son Shiet", lachte Piet und knuffte Tekuro. "Du isch muss das Blut wechmachen. Isch habs zugesacht und das Wort von Käptn ist Gesetz", sagte der alte Matrose und hockte sich wieder hin um loszuwienern. "Kannst auch so mit mir sprechen, is kein Problem. Hier muss nur alles klar Schiff sein, für die Sicherheit. Sicherheit ist wichtig", sinnierte er Kautabak kauend.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro hielt noch immer die Hand seines Vaters fest. "Leibeigener heißt, ich gehöre Prince Ciel. Mein Leben und mein Leib, auch mein Tod. Alles liegt in seiner Hand. Aber es ist keine Gefangenschaft. Er passt auf. Ja, das macht er. Aufpassen. Und ich auf ihn. Und er zahlt gut, er ist großzügig. Was ist mit den anderen da im Gehege?" Tekuro scheute sich, in Richtung der Gefangenen zu blicken.

Piet:
"Der ist Dein Käptn, verstehe. Meine sind Lynn und Fynn, beide gute Männer. Sehr gute Männer, gerecht, hab in all den Sommern auf der Bellavistal nie das Tau gesehen, nie! Und ich hab schon Scheiße gebaut wo ich besoffen war wie ein krumma Hering. Aber nie das Tau geschmeckt. Großzügig wenn man fleißich ist, aber streng wenn man sie verarscht. Dann siehste nicht das Tau, dass siehste das Heck der Bellavistal von hinten. Machen Dich nicht kaputt, nur bei Mord. Dann ab zu de Haie, weg mit Dir. Maaten-Mörder zu den Haie, jawohl. Sonst große Scheiße und Du musst weg, bekommste eine Flasche Rum, ein Messer und ab auf die Insel. Finden schon eine und da kannste dann bleiben. Haste Dir dann selbst zuzuschreiben. Die Käptns machen das nie leichtfertig. Drum ich bin dann auch ein Leibeigener. Ich eigne mich hervorragend", lachte Piet.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Gute Kapitäne", bestätigte Tekuro. "Niemand braucht Maaten-Mörder. Aber ich weiß immer noch nicht ...was mit ihnen da geschieht." Ernickte erneut in Richtung des Käfigs.

Piet:
Der Matrose starrte in den Käfig. "Die leben noch", stellte er unnötiger Weise fest. "Der Käptn sacht, dass wären Deine und Du sollst die doch zu Davy schicken. Wieso leben die noch? Soll ich Dir helfen?", bot Piet großzügig an.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Zwei Männer noch und zwei Frauen ... Papa ... Arkans Körper! Taugt einer von ihnen? Ich kann grad nicht hingucken. Guck selber, bitte."

Kazrar
Kaz schüttelte vehement den Kopf. "Nein es darf kein Alb sein, ich weiß es sind keine Frostalben, aber kein Alb Tekuro. Du meinst es gut, aber ich kann Arkan dass nicht antun. Ein Alb weckt zuviele schlimme Erinnerungen in mir. Es mag gute wie schlechte Alben geben, aber jene die in mein Dorf einfielen, kamen um zu töten. Nimm Dir wen Du brauchst, aber ich muss einen Menschen beschaffen", sagte Kaz. Piet kratzte sich geräuschvoll am Kopf und schrubbte weiter.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro trat ungewöhnlich zaghaft an die Gefangenen. Der von ihm getötete Alb lag besudelt, zerfleischt und reglos am Boden. Tekuro wiegte nachdenklich den Kopf und schaute sich die noch lebenden Männer an. "Wird Patti ... nicht traurig sein. Wenn ich noch einen mitnehme?", fragte er besorgt.

Piet:
"Die kannste nicht mitnehmen Tekuro. Die müssen drin bleiben. Du kannst sie kalt machen und aufessen, aber rumschleppen nicht. Die sind gefährlich, Schuldner und Drogensüchtige. Die machen was kaputt und Maaten sterben. Die haben Taue angesäbelt. Die müssen weg", sagte Piet und schrubbte weiter. Kaz schaute sich die Alben an und blickte dann seinem Sohn in die Augen. "Milde, Mitleid, oder die Suche nach Wärme? Was ist es mein Kleiner? Sprich offen, ich bin Dein Vater mir kannst Du alles sagen. Möchtest Du die Wärme die Boldi genießt, ebenso genießen? Jemand der anschmiegsam und nur für Dich da ist, der Dich begrüßt wenn Du heimkehrst, vermisst wenn Du weg bist und auf Dich wartet? Dessen Herz Dir gehört? Dann suchen wir Dir so jemanden, aber diese Wärme des Herzens empfängst Du nur, wenn die Person freiwillig bei Dir ist. Der beste Sklave kann das nicht ersetzen Teku. Er hat eine andere Daseinsberechtigung, nicht minder wichtig, aber anders", sagte Kaz liebevoll.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro umarmte seinen Vater und vergrub sein Gesicht in dessen Haar, damit man seine Mimik nicht sah. „...ja“, gab er leise zu. „Das. Was du sagtest.“ Kazrar spürte, wie Tekuro sich an seiner Kleidung festklammerte.

Kazrar
Kazrar streichelte liebevoll seinen Sohn und küsste ihn fest auf die Stirn und den Mund. "Möchtest Du einen Mann oder eine Frau? Denke gut nach, wir halten Ausschau. Wir suchen Dir Deinen Arkan, Deinen Mann oder Deine Frau die Dich so in den Arm nimmt, wie die Drei sich in den Armen halten. Jemand der sich sagt, mein Tekuro und meint es mit voller Liebe und Leidenschaft. Den suchen wir Dir, das schwöre ich Dir. Und wir werden nicht ehr aufhören zu suchen, bis wir den jenigen gefunden haben. Dazu musst Du natürlich etwas mithelfen, ich kann nicht allein suchen. Aber ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, dass Du glücklich wirst mein Sohn. Das weißt Du, aber ich sage es Dir, damit Du es hörst. Du hast sie gesehen und hast ihre Wärme vermisst. Dieses Vermissen ist keine Schande. Sag es Boldi und Davet und zukünftig werden sie verstehen. Ein Streicheln ist während der Suche erlaubt. Und ich glaube, dass ist mehr als wörtliches Kompliment Tekuro. Dein Bruder wird es verstehen. Wir benötigen jemand, der es versteht, der es lebt und das sind Boldi und Davet. Sie werden uns helfen, uns beistehen", sagte Kaz zuversichtlich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro fiel ein Stein vom Herzen. Er hatte einen Anschiss erwartet wegen seiner Schwäche, dass Kazrar keinen so erbärmlichen Sohn wollte. Dass er des Ältesten nicht würdig sei. Dass er fortan wieder sein altes, einsames und bedeutungsloses Un-Leben führen konnte. Das Angebot zu Hilfe hatte er nicht erwartet. „Danke, Papa“, keuchte er unendlich erleichtert. „Ich dachte ... ich hab gefürchtet ... du würdest mich nicht mehr wollen. Meinen Arkan suchen, das klingt schön ... ja, meinen Arkan. Einen Mann brauch ich, sonst wird das nichts. Ich mag Nori, ich mag sie sehr. Aber sie ist eine Katze, die ihre Freiheit braucht. Ich will einen, der immer bei mir sein will. Der kein Alleinsein braucht. Lieb, anschmiegsam und süß. So einen möcht ich gern. Ich möcht es lernen, es zuzulassen. Ich übe schon, aber es geht langsam. Merkt man, dass ich mir Mühe gebe?“

Kazrar
"Mehr als nur Mühe Tekuro, ich weiß welche Überwindung Dich dieses Geständnis gekostet hat. Aber wie sagte mein Papa immer und er hatte immer Recht? Also Dein Opa? Eine Schwäche zugeben können, das ist wahre Stärke. Wieso sollte ich Dich für Deine Stärke verachten? Du bist zu mir gekommen, hast mir gestanden was Du nicht kannst, was Dir fehlt, wonach Du Dich sehnst. Meinst Du ich sehne mich nicht danach? Oh doch. Also helfe ich Dir natürlich, dafür sind wir doch eine Familie. Eine Familie soll ein Band sein, dass durch nichts zu durchtrennen ist. Dieses Band von Liebe und Freundschaft, kann nicht einmal der Tod zerreißen Tekuro. Denn auch Deine Wahlfamilie gehört dazu. Zwar hat Boldi uns mehr geholfen, als ich ihm wohl je helfen könnte, aber gleich was es wäre, ich würde ihm immer beistehen. Und wenn Du Dir einen Mann für Dein Herz wünscht, dann suchen wir ihn genauso wie Deinen nächsten Sklaven. Du benötigst jemand, der keinen Abstand benötigt. Der ein Wir werden möchte, der in der Gemeinschaft aufgeht. So jemanden brauchst Du", sagte Kaz entschieden wie liebevoll.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Meinen nächsten Sklaven?“, wunderte Tekuro sich. „Du meinst, wenn Patti fertig ausgebildet ist? Du redest aber nicht davon, falls er mal stirbt“, keuchte er entsetzt und ihm wurde ganz anders. „Ich weiß nicht, warum ich so geworden bin ... weich? Das war ich früher nicht. Und für dich holen wir Arkan.“

Kazrar
Kaz lachte und schüttelte den Kopf. "Ich rede von nichts anderes als von Deinen Herzenswünschen. Du wünscht Dir einen Gefährten, einen Ehemann und den suchen wir Dir auch Tekuro. Hättest Du Verlangen nach einem zweiten Sklaven, dann würde ich auch den suchen. Das habe ich damit sagen wollen mein Kleiner. Ich wünsche Deinem Patti ein langes, gesundes Leben. Er war so treu, dass er sogar mein Bein verarztete. Sowas ist selten, sehr selten. Manche Sklaven werden nie ganz zahm, und ähnlich eines gedrillten Hundes beißen sie zu, wenn Du am Boden liegst und sie am dringensten brauchst. Aber Patti nicht, er ist ein Musterbeispiel. Das hätte ich nie erwartet, wo er mir einst die Eier prellte. Wie soll Dein Mann aussehen? Eine bestimmte Vorstellung? Oder ist es Dir gleich?", fragte Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Patti kann garsten, wenn er spinnt. Oder wenn er muss, er kann kämpfen, ich hab ihn ausgebildet. Aber meist ist er Zucker, still, stört nicht.“ Tekuro überlegte. „Ich mag es, wenn sie süß aussehen. Weich im Gesicht. Aber es ist nicht so wichtig, wenn sein Wesen stimmt.“

Kazrar
Kaz nickte verstehend. "Aber es spielt mit hinein und wenn Dir das gefällt, dann brauchen wir Dir keinen kantigen Bellamy Burschen suchen. Wobei Du schuldest dem Mann noch einen Biss und einen Stich. Denke daran. Weich, keine Ecken und Kanten, keine marzialischen Züge, keine markanten Züge, jung, Dein Alter oder jünger, Haarfarbe?", fragte Kaz neugierig.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Doch, Belly find ich auch heiß“, antwortete Tekuro grinsend. „Und seinen Stich wird er kriegen. Aber ich will keinen Partner, mit dem ich Machtkämpfe ausführen muss. Ich will einen, der sich von ganz allein unterordnet. Wie Vano bei Boldi. Oder Nathan bei Archi. Sind sie nicht lieb? Jünger hätt ich ihn gern, das mag ich. Haare mag ich am liebsten wie Patti sie hat, hellbraun. Aber das ist nun wirklich der letzte Punkt auf der Wunschliste.“

Kazrar
Kazrar drückte seinen Sohn an sich. "Sie haben genau so jemanden, wie Du möchtest nicht wahr? Nach außen hin zeigt er den Feinden die Krallen und in der Familie überlässt er seinem Mann die Führung. So jemanden gibt es auch für Dich Tekuro. Dem einen ist es ein Graus die Führung abzugeben. Dem anderen ist es ein Genuss die Führung nicht immer inne zu haben. Vano verlässt sich absolut auf seine Männer, er vertraut ihnen. Und schauen wir uns Boldi an oder auch Davet, er hat Recht. So ein Mann wie Boldi musst Du Deinem Ehemann sein. Ich hege keinen Zweifel, denn das was Du für Boldi getan hast, so hart um sein Leben gekämpft, würdest Du auch für ihn tun. Das wird jeder sehen, der gerne die Führung seinem Mann überlässt. Das sagt nichts über Stärke und Schwäche, denn manchmal ist eine Person im Hintergrund jene die Dir den Halt gibt, wie mir Arkan. Scheinbar war ich der Starke und er die zweite Geige. Aber das stimmt nicht, wir beide waren eine Einheit und nur gemeinsam waren wir so stark, nur so konnte ich diese Stärke nach außen zeigen. Oder mich dumm anstellen und von Archibald verköstigen lassen. So einen Mann wirst auch Du finden. Deinen Arkan, Deinen Vano, Deine wie immer er heißen mag... jemand der Dich so liebt, wie Du bist. Nicht weil Du so bist, sondern trotzdem. Das sagte Arkan immer und ich fand das süß", sagte Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Das ist wirklich süß", antwortete Tekuro und gestattete sich, zu träumen. "Aber er muss sich gut einfügen in die Familie und er muss Patti akzeptieren. Ich bin gern derjenige, der Halt gibt, Papa. Ich fühle mich gut, wenn ich für andere da sein kann. Sie schützen und versorgen und das mach ich. Immer, ich kann das. Ich mach das gern. Für uns. Das kann nicht falsch sein. Aber jemand wie Belly, zum Beispiel, würde das nicht verstehen. Er würde meinen, ich kommandier nur rum zur Schikane. Aber das ist nicht richtig. Ich kommandiere rum, weil ich weiß, was gut ist und möchte, dass es ihm auch gut geht. Ich will ihn nicht seinem Schicksal überlassen, sondern kämpfe für ihn, notfalls auch gegen ihn. Das ist das ganze Geheimnis. Aber ich möchte jemanden, der das zu würdigen weiß. Und mich nicht dafür hasst."

Kazrar
"Bellamy ist kein Mann für Dich, es können nicht alle die Führung inne haben, so ist das nunmal im Leben. Er benötigt die Führung so wie Du. Und ein Mann wie Arkan oder Vano werden gerne geführt oder brauchen die Führung von jemanden um entspannt und ruhiger durchs Leben gehen zu können. Verständlich ist das genauso. Einfach sich jemanden anvertrauen und auch Vertrauen haben können. Du weißt, der andere handelt nur zu Deinem Besten. Das tat ich stets für Arkan, ich gab alles und beschützte ihn. Er hatte alles was er brauchte, ich vermittelte ihm sogar den Job. Und den Job ging es mir gar nicht, ich wollte ihn nur bei mir haben. An meiner Seite und so hatte er zeitgleich auch noch ein Dach über dem Kopf und das bei mir. Was kann es Schöneres geben? Nichts. Drum diese Männer sind zwar seltener, weil es den meisten Männern in der Natur liegt zu kämpfen, aber nicht jedes Männchen ist ein dominates. Du brauchst jemanden der Dir folgt und das wird er. Oft sind es Männer die sonst im Dienst zu sagen haben, mehr als sie gerne möchten oder ihnen auf Dauer gut tut. Wir sind gerade bei der Marine, in der nächsten Pause schau Dich doch mal auf den Schiffen um", bot Kaz an und seine Augen zuckten zu Piet, ehe er ganz langsam den Kopf schüttelte. "Auf einem der Souvagnischen Marineschiffe, da schauen wir. Und wenn nicht, schauen wir mal ob wir einen Büttel, oder Stadtwächter finden, der auch gerne mal die Waffe an den Haken hängt und seinem Schatz die Puschen an den Kamin bringt", schlug Kaz vor.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Aber ich kann nicht balzen“, überlegte Tekuro. „Ich muss mehr üben. Noch härter üben. Aber wenn einen Seemann ... dann einen, der nicht fortfährt. Das verkrafte ich nicht. Das wäre dann, wie wenn Boldi wegfahren würde oder du! Boldi ... dem ordne ich mich gern unter. Es gab nie Streit darüber, wer die Hosen anhat. Und nie eine Diskussion darüber, wer der Skorpion ist. Er hat geführt, ich bin seine Fäuste, sein Schwert und auch sein Stachel. Ihm vertraue ich. Dir vertraue ich. Aber ein Partner wäre erstmal fremd, drum geht das nicht. Der muss mir vertrauen, bevor ich ihm vertraue. Ja, ein Vano ... das wäre nicht schlecht. Aber anhänglicher. Du hilfst mir beim Schauen und Suchen? Du bist in so was klüger.“

Kazrar
"Unsinn Tekuro, wenn Du ihn siehst und es ist der Richtige, dann spürst Du, dass Du ihm vertrauen kannst. Du merkst, da ist mehr. Du möchtest mehr. Boldi und Du ihr habt Euch wie eine Person, ja wie Zwillinge die Führung geteilt. Ein Mann in zwei Körpern, dass wart ihr. Das mit dem Fortfahren auf See habe ich nicht bedacht, aber wenn er ausgebildeter Soldat oder Büttel ist, dann könnte er sich uns anschließen. Oder wir ernähren ihn mit. In Souvagne ist es doch üblich, dass ein Teil Zuhause bleibt, wieso sollte das Deinem Mann nicht gefallen? Ist es einer der Marine soll er bleiben. Ist es ein Büttel, dann bleibt er eh. Also mach Dir vorher keine Sorgen, schaue mit offenen Augen. Und bitte fange nicht alleine an zu Balzen! Sag mir wer Dir gefällt und ich gebe Dir Tipps. Teste ihn nicht irgendwie an, oder fordere ihn heraus, dass verschreckt manche und sie machen für immer dicht. Das darf nicht geschehen. Er muss sich nach Deiner Zuneigung sehnen und nach Dir. Vano ist anhänglich, ich glaube er fehlt aufgrund des Princen. Sie sollten sich aussprechen, Prince Ciel hat ihm mehrfach verziehen und ihn gemeinsam mit Boldi gerettet. Der gute Vano hat da ein Verständnisproblem. Er hat das gleiche Problem wie Du, er kann niemandem vertrauen. Aber wenn er nicht Ciel traut, wem dann? Sein Kopf würde sonst in einem Körbchen ruhen. Also sind wir ehrlich, wem Ciel etwas will, dem geschieht auch etwas. Entweder weil er öffentlich die Rübe verliert oder weil Bellamy in der Nähe auftauchte und verschwand. Die beiden müssen reden, wobei Vano muss eigentlich nur einmal richtig zuhören. Wobei ihm seine Männer helfen sollten. Klare Ansage, sag ich nur. Du siehst doch, allein giftig bis unter die Schädeldecke und gefährlich wie Sau aber auch super nervös. Kaum bei Boldi und Davet, tiefenentspannt und schläft permanent wie ein Fußableger vor unserem Kamin. So jemanden suchen wir, also für Dich, nicht für Boldi. Hast Du einen guten Draht zur Stadtwache und den Bütteln mein Sohn?", fragte Kaz nachdenklich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Ich hab keinen guten Draht zu denen, nein. Nur zur Leibgarde. Jendro mochte ich anfangs, aber dann hat er es sich verschissen. Und Etti, aber der wollte lieber den alten Quacksalber, der einem dauernd Einläufe verpassen will. Ich glaub, da steht der drauf. Ich kenne niemanden, wo ich sagen würde: Das ist er. Ich balz nicht ohne dich, versprochen. Vano gehört Boldi. Und der muss sich manchmal ziemlich ärgern. Ich wollt ihm helfen, ihn zur Vernunft zu bringen, aber darf ich nicht. Und ihn auch nicht mal probieren. Wegen Davet. Aber ich sagte ja schon, dass ich es nochmal anders versuche. Bis mein Herzblatt kommt.“

Kazrar
"Du liebst Boldi und wünscht Dir das gleiche wie er, dann achte auch sein Glück mein Sohn. Versuche es im Guten, wie ich Dir sagte, Boldi und seine Männer, alle achten Dich. Und sie mögen Dich sogar, aber Du machst es ihnen nicht leicht. Also wenn zur Liebe Einläufe gehören, dann würde ich mich auch schnell woanders umschauen. Das wäre mir dann doch unangenehm. Aber wenn es die beiden glücklich macht, sich gegenseitig Einläufe zu verpassen, dann sollen sie das. Nur nicht in unserer Hütte, das Klo ist nämlich draußen", lachte Kaz und knuddelte Tekuro. "In eine Ehe sich einmischen? Ich weiß nicht, Tekuro ich glaube ich hatte das nicht geduldet bei Arkan. Andererseits hat Boldi auch noch Belly und der ist ebenfalls nicht zimperlich. Wo ist überhaupt sein Rakshaner? Der Mann muss ja schon Hornhaut auf den Knien und an der Rosette haben", staunte Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Der Rakshaner ist, wo Belly ist. Aber wo ist Belly? Er muss mit auf dem Schiff sein, es ist seine Arbeit! Boldi und ich haben immer alles geteilt, immer. Selbst als wir nichts hatten, da haben wir eben das Leid geteilt. Warum nicht auch den Sklaven teilen oder den Mann? Patti dürfte lieb sein zu Boldi. Aber Davet versteht so was nicht. Ich geb mir künftig mehr Mühe, ich habe es versprochen."

Kazrar
"Sie halten keine Sklaven, Boldi hat Ehemänner, zwei Arkans so musst Du es sehen lernen. Und wenn Du es so siehst und fühlst, werden sie es ebenfalls spüren. Dann wird er vielleicht teilen und die beiden anderen auch. Es tut mir leid, was Du durchmachen musstest Tekuro. Hätte ich es gewusst, nun ich weiß nicht was ich dann getan hätte. Dich behalten, war für mich unmöglich. Ich hatte zu große Angst um Dich. Weißt Du es klingt lächerlich, aber dem Mann den ich dort am wenigsten vertraute, war mir selbst. Sogar Archibald vertraute ich mehr als mir und Du weißt, wie gefährlich Archibald ist. Ich bat ihn Dich zu retten, sollte es je nötig sein. Und er hielt Wort. Vielleicht war es Schicksal, dass Du über diesen grausamen Umweg Boldi gefunden hast. Boldi den man selbst alles entrissen hatte und der dann niemanden außer Dich hatte. Ihr habt Euch gegenseitig Halt gegeben und das ergänzt, was dem anderen fehlte. Auch wenn ich es ihm nie sagte, er ist für mich wie ein angenommener Sohn, wisse dies Tekuro", sagte Kazrar und drückte ihn an sich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Das ist ... schön!“ Sprach Tekuro gerührt, umarmte und küsste seinen Vater. „Weil er mein Bruder ist. Nun hat er auch einen Papa. Einen geheimen. Berzan würde sicher stolz darauf sein, dass sein Boldi einen Geheimpapa wie dich hat. Ohne ihn hätte ich nicht überlebt. Und er nicht ohne mich. Wir wären verhungert oder einfach an Leere gestorben. Ich versuche, Vano als einen Arkan zu sehen, aber das ist nicht so leicht. Er benimmt sich ... er provoziert mich. Reizt mich. Dass ich ihn ficken will. Weißt du, was du hättest tun können, damals, aus der Ferne ... Arbo. Arbo schicken, um nach mir zu sehen. Weil er nur mit müh ein Beißer sein kann. Ich würde ihm mein Baby anvertrauen. Aber dir ... dir nicht. Nicht allein.“ Er schüttelte den unschönen Gedanken ab und schrumpfte, um als Fledermaus wieder in das Oberteil von Kazrar zu flattern. „Ich will die Alben jetzt nicht trinken, ich will zu Patti. Ich spar sie für später auf“, informierte er Piet.

Kazrar
"Er mag Dich Tekuro, sonst würde er sich nicht so über Dich ärgern oder Dich ängstigen wollen. Du sollst ihn fürchten um ihn in Ruhe zu lassen. Redet, wir sind eine Familie aus zwei Rudeln. Sag ihm was er unterlassen soll. Höre aber auch zu, was Du unterlassen sollst. Denn Dein Arkan wird sicher auch mit ihm gut klar kommen wollen und Vano mit ihm. Er soll sich nicht außerhalb der Familie nach Freunden umschauen. Wir alle haben unseren Platz in der Familie Teku, drum muss man es friedlich regeln. Auch Sacha und das Baby. Ich werde nie mit dem Baby alleine sein, dass schwöre ich Dir. Wenn es älter wird, werde ich für das Kleine da sein. Sonst nur mit jemanden an der Seite. Für Dich, mich und das Baby", sagte Kaz glücklich und küsste Teku auf den Pelz. "Die Blutreserve behalten wir hier und er nimmt sie sich später. Sie waren ja lange genug verwahrt, die paar Stunden mehr", erklärte Kaz dem alten Matrosen, der zustimmend nickte. Kaz machte sich umgehend wieder auf den Weg zur Aquila und suchte ihr Quartier im Bugraum auf. "Du kannst rauskommen", sagte Kaz und ließ sich in die Ersatzsegel sinken.

Robere Tekuro Chud-Moreau
„Er mag mich? Schwer zu glauben. Er will mir Boldi wegnehmen, aber das wird ihm nicht gelingen. Genau so gut könnte er Boldi das Herz rausreißen. Würde auf das selbe hinauskommen. Aber ich mache es, ich rede mit ihm. Wenn wir wieder zurück sind.“
Tekuro kroch heraus, flatterte auf den Boden und wuchs wieder zu einem Mann heran. Natürlich hatte er auch hier bereits begonnen, ein Nest anzulegen, damit sie es alle flauschig hatten. Segeltuch, Jacken und Felle bildeten das Grundmaterial. Patrice kuschelte zusammengerollt mit sich selbst und döste. Als Tekuro sich näherte, schlug er die Augen auf, rollte sich auseinander und hieß ihn erfreulich lieb willkommen. Er hatte alles schon angewärmt und hielt ihm nun die Decken auf. „Komm du auch rein, Papa, es ist eisig.“ Tekuro kroch voran und schmiegte sich der Länge nach an Patrice. Der wischte ihm die Blutreste vom Mund und küsste ihn nur auf die Wange, aber er streichelte ihm die Eier, was so ziemlich alles wieder gut machte. Tekuro war vollgetrunken, hatte gefickt und war wieder im Nest. Und was noch fehlte, würde Papa richten.

Kazrar
"Wollte er dass Tekuro wäre er einfach mit ihm davongesegelt, Du kleiner Sturkopf. Stattdessen nahm er uns an Bord. Er will weder seine Männer verlieren, noch ihnen die Herzen herausreißen, er liebt sie. Sie sind seine wahren Schätze, wie Du meiner bist und Arkan es stets war. Du wirst es machen, vernünftig und in Ruhe oder auf dem Schiff. Und Du wirst sehen, dann wird auch er ruhig bleiben. Du möchtest Deinen Bruder behalten, er seinen Mann. Macht das gemeinsam. Er soll uns auf der Tordalk ein Gemeinschaftsquartier geben Tekuro, wie die Silberbärte werden wir nicht wohnen jeder für sich. Das behagt mir nicht", erklärte Kaz und kroch in das wohlig gewärmte Nest. Er umarmte Tekuro und schmiegte sich an. "Bald haben wir beide einen Schatz, versprochen", flüsterte er ihm liebevoll ins Ohr.

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