Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Harbin und Vail - Gefallen

Im Jahre 1077 nach der Asche wird Souvagne von mehreren Mauern geschützt und die Technik ist auf einem hohen Stand. Die Souvagner sind genetisch mit anderen Menschen nicht mehr kompatibel.
Souvagne 1077.
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Audric Bizier
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Harbin und Vail - Gefallen

#1

Beitrag von Audric Bizier » So 11. Aug 2019, 20:41

Harbin und Vail - Gefallen


Harbin setzte Pepe an den Küchentisch und drückte ihm ein Com in die Hand, während Vail damit beschäftigt war, für sie Mittag zu kochen.

"Was gibt es Schönes?", fragte Harb und schaute in den Topf.
"Bunten Reis. Du fängst doch wohl nicht als Com-Mannie an?", schmunzelte Vail und küsste seinen Mann.

"Was? Nein!", lachte Harb, "Pepe hat dort Bilder von seiner weißen Katze drauf".
"Seiner weißen Katze?", hakte Vail erstaunt nach und schmeckte den Reis ab und ließ auch Harb kosten.

"Er hat sich doch eine weiße Katze gewünscht. Loan war dagegen, ich habe mich dann entschieden, dass wir uns eine weiße Katze kaufen, die Pepe gehört. Er möchte sich gerne um eine weiße Katze kümmern. Und heute hat sein Vater Jahrestag. Drum Loan sieht das für mich zu eng. Der Kleine wird sich um die Katze kümmern und falls nicht, wird es für mich kein Problem sein sie mitzuversorgen. Wo ich fünf Kinder hüten kann, wird mich wohl eine Katze nicht an den Rand meiner Leistung bringen", erklärte Harb und grinste seinen Mann von einem Ohr zum anderen an.
"Meinen Segen hast Du Harb", antwortete Vail und strich ihm über die Glatze.

Er stellte den Reis beiseite und setzte heiße Schokolade. Vail stellte Pepe dann den dampfenden Becher vor die Nase und setzte sich dazu.

"Zeig mir mal Dein weißes Kätzchen", bat er liebevoll.
"Hier guck Opa Vail", sagte Pepe stolz und zeigte das Bild einer kleinen weißen Katze.
"Sie ist schon gekauft und heute Nachmittag holen wir sie ab", erklärte Harb, der sich über Vails Schulter hing.

"Die ist total süß, Du hast Dir eine schöne Katze ausgesucht. Weißt Du was ich mache?", fragte Vail und streichelte Pepe.
"Nein, was denn?", fragte Pepe neugierig.

"Wenn Ihr nachher Dein Kätzchen abholt, dann kaufe ich ihr ein Körbchen. Dann bauen wir ihr ein schönes Nest, wo sie drin schlafen kann. Und ein bisschen Spielzeug kaufe ich ihr auch. Jeder freut sich über Spielzeug. Das ist Dein Katzenkind", schmunzelte Vail und Pepe nickte eifrig.

Harbin küsste seinen Mann fest auf die Schläfe.

"Ich muss nochmal los, ich bin in einer Stunde zurück. Verwahr mir eine Portion Reis", bat Harbin.
"Wird gemacht, hau ab", lachte Vail, was Harbin grinsen ließ.

Pepe blätterte fleißig im Com und zeigte Vail alle Bilder von seiner kleinen Katze.

"Opa Vail, warum hilft niemand meinem Papa?", fragte Pepe leise.
"Deinem Papa? Wie meinst Du das?", hakte Vail behutsam nach.

"Opa Harb sagt, der Papa ist gefallen. Darum kommt er nicht zurück, Ferres hat mich angenommen und passt jetzt auf mich auf. Damit ich nicht allein bin. Das ist gut. Aber wenn man Papa gefallen ist und nicht zurück kann, warum hilft ihm niemand wieder hoch? Das ist so gemein", sagte Pepe mit feuchten Augen.

"Oh verstehe", sagte Vail und legte einen Arm um Pepe.
"Gefallen hat eine andere Bedeutung Pepe und zwar eine ganz traurig mein kleiner Schatz. Dein Papa ist nicht hingefallen, sondern er ist tot. Gefallen bedeutet, er hat tapfer gekämpft und er ist dabei gestorben. Dein Papa hat gegen einen mächtigen Vampir gekämpft und dabei sein Leben verloren um uns alle zu beschützen. Er kommt nicht zurück. Aber ein Stück von Deinem Papa ist immer bei Dir, dort", sagte Vail und tippe auf Pepes Herz. Dabei nahm er den kleinen Jungen in die Arme und drückte ihn fest an sich.

Pepe drückte sich an Vail und seine Finger krallten sich in die weiche Robe.

"Heute ist sein Tag Opa Vail", weinte Pepe leise.
"Wir trinken zu seinem Gedenken Schokolade", flüsterte Vail dem Kleinen zu und tupfte die Tränen mit dem Ärmel seiner Robe fort.

Pepe nickte, nahm den Becher mit beiden Händen und nahm einen großen Schluck.

"Auf Papa", sagte er und hielt Vail den Becher hin.
"Auf Deinen Papa", erklärte Vail feierlich und trank ebenfalls einen Schluck.

"Ob Papa das Kätzchen gefallen hätte?", fragte Pepe traurig.
"Natürlich, Du hast das beste Kätzchen ausgesucht. Du bist Bluthexer", antwortete Vail liebevoll und schaute sich mit dem Kleinen im Com weiter die Katzenbilder an.


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