Fallon D√ľsterwind

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Dimicus
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Die Freien V√∂lker Die flei√üige Feder in Bronze Schl√ľsselloch Quasselstrippe

Fallon D√ľsterwind

#1

Beitragvon Dimicus » Mo 22. Mai 2017, 12:22

Kurzinfo

Name: Fallon D√ľsterwind
Volk: Gestaltwandler/Naridischer Almane
Fraktion: Die freien Völker
Alter: 22
Größe: 1,84m
Statur: athletisch, aber schmal
Beruf: Söldner
Herkunft: Heimatlos
Derzeitiger Wohnort: kein fester Wohnort, wandernd
Familienstand: ledig
Sprachen: Rakshanisch


Aussehen

Blickte man Fallon von Weitem an, erkannte man einen recht gro√üen Mann, der an sich sogar √§lter wirkte, als er tats√§chlich war. Einige silberne Streifen zierten sein w√ľstes Haupthaar, was nie wirklich gek√§mmt oder geordnet wirkte. Nur die Spitzen seiner Ohren ragten durch die Haare hindurch. Sie wirkten wie die eines Alben, weswegen er auch h√§ufig mit meinem verwechselt wurde. Bei genauerem Hinsehen waren seine Ohren jedoch breiter, hatten etwas w√∂lfisches an sich.

Das Ganze umrahmte ein kantiges Gesicht, in dem zwei braune Augen ruhten. Um die Pupillen herum breitete sich in Adern ein goldenes Schimmern aus, dass seinen sonst schon warmen Augen eine Eleganz und Freundlichkeit gab. Dazu besa√ü Fallon eine breitere Nase als jeder Mensch, die Nasenfl√ľgel schienen stets leicht aufgebl√§ht und die Spitze nach oben gerichtet. Lachfalten erstreckten sich von dort und zogen sich zu seinem Mundwinkeln.

Diese konnten sich schnell einmal zu einem wölfischen Grinsen verziehen, einem warmherzigen Lachen oder aber zu einem bedrohlichen Knurren. Eins war jedoch sicher: sobald Fallon seine Zähne zeigte, waren deutlich ausgesprägte Reißzähne zu sehen.

Neben den animalischen Eigenschaften seines Gesichtes, welche schnell Neugierde und Verwunderung zu erwecken vermochten, zeichnete sich eine feine Narbe an seinem linken Auge ab. Sie reichte knapp √ľber die Wange, wurde vom Auge unterbrochen und setzte sich √ľber die Augenbraue schlie√ülich bis zur Stirn fort.

Wenn Fallon nicht seine vertraute Lederr√ľstung trug, welche aus braunem Leder gefertigt und mit zahlreichen Taschen geziert wurde, so erkannte man die ganz normale Kleidung eines Mannes √§rmlichen Standes. Leinenhemd, eine entsprechende Hose. Nur die Stiefel stellten das normale Schuhwerk des S√∂ldners dar. Als Besonderheit trug er stets ein ledernes Halsband, welches er fast nie ablegte und auch nur zu sehen war, wenn der hohe Kragen seiner R√ľstung wegfiel. Was jedoch schnell von diesem Anblick ablenkte, war der Rest seiner eigentlichen Anatomie.

Seine unteren Arme waren mit schwarzem Fell bedeckt, die Hände mit eingeschlossen. An diesen prankten scharfe, schwarze Krallen. Nur seine Armschienen und Handschuhe verwehrten meistens diesen Anblick. Seine Beine unter dem Knie sahen nicht anders aus, wobei die Beine allgemein wesentlich kräftiger wirkten. An jedem Zeh prankte eine schwarze Kralle. Ansonsten war sein Teint leicht gebräunt.

Weiter aufw√§rts, sofern nicht gro√üartig abgebunden bzw. ans Beins angebunden, wedelte auch gern einmal eine Rute, welche vom selben pechschwarzen Fell √ľberzogen war. An jeder Stelle die mit Fell bedeckt war, erkannte man silbrige Streifen. Sein Alter als Gestaltwandler war ihm also durchaus gut anzusehen. Seine restliche K√∂rperbehaarung war am Rest des K√∂rpers dichter als bei anderen M√§nnern. Aber auch dies war seinem animalischen Wesen geschuldet, welches in ihm wohnte.

Denn der Wolf war ein wahrlich gro√ües Tier. Seine Schulterh√∂he erreichte 1,10m, w√§hrend der K√∂rper stromlinienf√∂rmig blieb. Man durfte seine schlanke Art jedoch nicht untersch√§tzen, so verbargen sich unter dem schwarzen Fell feste Muskeln, die ohne Probleme einen kr√§ftigen Menschen umwerfen konnte. F√ľr seine gro√üen Rei√üz√§hne und das kr√§ftige Gebiss stellten weder Kehlen noch Knochen ein gro√ües Hindernis dar. Sofern man ihn provozierte, baute sich der Wolf sehr gro√ü auf und konnte sehr bedrohlich wirken.

Kam man jedoch nah genug an ihn heran, erkannte man noch immer das lederne Halsband, welches sich dank seines kräftigen Nackens eng um seinen Hals schmiegte. Sofern er aber friedlich war, blickten seine aufmerksamen Augen jeden und alles an. In diesen konnte man die Cleverness des Menschen erkennen, aber auch die Treue und animalische Seite des Wolfes.

Charakter und Mentalität

Wie sich Fallon gegen√ľber jemanden verhielt, kam stets sehr darauf an, wie er zu der Person stand. Fremden Gegen√ľber ist er stets aufgeschlossen und freundlich. Nat√ľrlich sind ihm dennoch die Vorurteile und die √Ąngste der anderen V√∂lker gegen√ľber Gestaltwandlern durchaus bewusst. Aus diesem Grunde versuchte er auch stets sein w√∂lfisches Dasein zu verstecken und zog nie seine R√ľstung aus, au√üer er war in gr√∂√üer Sicherheit. Jedes Mal wenn er gerfragt wurde, welches Volk er angeh√∂re, antwortete er, dass ein ein Alb sei. Besser als Gestaltwandler, wie er hatte schmerzhaft herausfinden m√ľssen.

Dennoch besa√ü er ein gewisses Temparament, welches ihn teilweise unbercehenbar werden lie√ü. In den meisten F√§llen drang sein innere Wolf schnell in den Vordergrund, wenn Gefahr bestand. Dann begann er gern zu knurren, aggressiv zu werden und auch gern anzugreifen. In diesen Moment konnten Verb√ľndete und allgemein Personen die f√ľr ihn keine Gefahr darstellten beruhigt sein, jedoch Feinde lehrte er damit schnell das F√ľrchten. Sein unb√§ndiger Jagdtrieb und Durst nach Blut kam in Kampfsituationen durch, machte ihn zu einem gef√§hrlichen K√§mpfer.

So brauchten Freunde nie Angst vor ihm haben, denn diese verteidigte er wie sein Rudel: mit seinem Leben. Gegen√ľber Verb√ľndeten war er stets loyal, niemand konnte ihm etwas einreden oder ausreden, wenn er andere verteidigte, die seine Freunde waren. Dennoch suchte er sich diese sorgsam aus und vergewisserte sich, dass sie auch wirlich freundlich waren und nicht b√∂sartige Absichten gegen√ľber ihm hegten.

Seine gleichberechtigte Haltung ver√§nderte sich jedoch schnell, wenn er einen Partner hatte. So wurde er schnell zu einem devoten und unterw√ľrfigen Wolf, ein Beta wenn man es so wollte, der seinen Alpha stets gehorsam war und √ľber alles liebte. In Beziehungen dieses romantischen Interesses stand das Leben seines Alphas √ľber seinem eigenen und er widmete seine Lebensernergie dem Partner. Er lernte von ihnen, lie√ü sich von ihnen sagen was er zu tun oder zu lassen hatte. In diesem Fall verhielt er sich wie ein folgsamer Hund. Unabh√§ngig davon, ob er in seiner menschlichen Form oder in Wolfsform unterwegs war. So war auch das Halsband um seinen Hals ein von ihm gesch√ľtzter Gegenstand, den er als Zeichen des Besitzes nur Personen anbot, bei denen er auch absolut sicher war. Dabei spielen weder Geschlecht noch Herkunft f√ľr ihn eine Rolle, Fallon ist bisexuell.

Ansonsten ist der junge Mann intelligent und trotz seines niedrigen Bildungstandes findig und kreativ. F√ľr ihn war es wichtig, m√∂glichst viel zu lernen, ob er nun in der Wildnis unterwegs war, sich in St√§dten aufhielt oder einen seiner Auftr√§ge erledigte. Es gab nie genug zum lernen, was sich in seiner Neugierde wiederspiegelte. Gern steckte er die Nase in Sachen, die vielleicht gar nicht so gut f√ľr ihn waren und er geriet auch gern einmal in Schwierigkeiten.

So kommt es aber auch, dass er viel hinterfragt und zum Biepsiel √ľber seine Auftr√§ge als S√∂ldner nachdenkt. Nie nimmt er einen Auftrag an, der f√ľr ihn moralisch verwerflich erscheint. Trotz seiner wilden Natur und dem Blutdurst, den der innere Wolf in ihm zu erwecken vermochte, hatte er ein ausgepr√§gtes Bewusstsein f√ľr Gerechtigkeit. Er hatte sich vorgenommen, nie einer Seele etwas anzutun, die es nicht verdient hatte. Es machte es zwar schwerer, Auftr√§ge zu finden, doch wenn es hart auf hart kam, ging er als Wolf in die Wildnis jagen und sich ern√§hren.

Der Gestaltwandler verehrte wie viele andere Gestaltwandler die Göttin Ardemia, lebt diesen Glauben jedoch nicht streng aus.

Fähigkeiten

Schon allein dank seines inneren Wolfes wies Fallon eine höhere Zähigkeit und Ausdauer auf, als es die anderen Männer in seinem Alter hatten. Seine körperlichen Fähigkeiten liehen sich die Vorteile des Wolfes, sodass er trotz seines athletischen Auftretens einen starken Schlag hatte, mit er ohne Probleme jemanden den Kiefer brechen konnte.

Dazu waren seine Sinne weit geschärft. Er roch und hörte mehr, als ein durchschnittlicher Mensch es konnte und war so in der Lage, Gefahren schneller zu erkennen. Zudem ermöglichten ihm seine Instinkte aufgrundessen, besser zu jagen und Fährten zu lesen, auch wenn er selbst kein Jäger im herkömmlichen Sinne war.

Neben seinen nat√ľrlichen F√§higkeiten, hatte er in seinem Werdegang sich verschiedene Fertigkeiten aneignen k√∂nnen:

Schwertkampf: Einer seiner besten Diszplinen, die f√ľr ihn √ľberlebenswichtig in seinem Beruf waren. Man konnte nicht sagen, dass er ein Meister war, aber durchaus ein sehr ernstzunehmender Gegner im Zweikampf.
F√§hrtensucher: Hier kommen ihn seine nat√ľrlichen Vorteile zu Gute, dennoch hat er von erfahrenen J√§gern und anderen S√∂ldner Tricks gelernt, wie er effizienter Spuren verfolgen und Hinweise deuten kann.
Lesen und Schreiben: Seine Eltern brachten es ihm fr√ľhstm√∂glich bei, auch wenn er sich h√§ufig stur stellte. Er war dankbar, dass sie hartn√§ckig geblieben waren.
Umgang mit Pfeil und Bogen: Auch wenn er diese Fähigkeiten nicht aktiv nutzt, so zog er es vor mit seinen Reißzähnen zu jagen, war ihm der Umgang mit Bögen dennoch nicht fremd. Jäger seiner Karawane lehrten ihm das.
Verst√§ndnis von Heilkr√§utern und dessen Anwendung: Eine nicht zu untersch√§tzende Fertigkeit, die es ihm erlaubt, Kr√§uter zu erkennen und f√ľr sich zu nutzen. Aus ihnen Salben zu gewinnen, Bandagen zu fertigen oder sie zur Erstbehanldung von Wunden einzusetzen.

Seine Intelligenz erm√∂glichte es Fallon, dass er schnell Dinge begreifen und erfassen konnte. Sein Erinnerungsverm√∂gen und die Schnelligkeit mit der er neue Dinge erlernen konnte, waren sehr gro√ü. F√ľr ihn stellten Denkaufgaben, mentale Probleme oder allgemeines logisches Denken keinerlei H√ľrde dar. F√ľr manche war es zu viel, weil er neues Wissen wie ein Schwamm in sich aufzusauge vermochte und dann nach mehr fragte.


Stärken und Schwächen

+ guter Schwertkämpfer
+ besserer Hör- und Geruchssinn
+ Neugierde, die ihn gern neue Abenteuer erleben ließ
+ Intelligenz, trotz des niedrigen Bildungsstandes
+ kann sich schnell verwandeln

- Neugierde, die ihn auch schnell in Schwierigkeiten bringt
- animalische Instinkte, die ihn einen Blutrausch oder gar zuer Verwandlung zwingen können
- bereits stark gezeichneter Gestaltwandler, muss in der √Ėffentlichkeit seine Tierz√ľge verstecken
- sozial unbeholfen, er kennt nur die einfachen Gebärden, aber nicht den Adel
- strenge Moral, er konnte nichts tun, was er als bösartig empfand und wandte sich meist dagegen


Reiserucksack

Das wohl offensichtlichste in der Ausr√ľstung des jungen Mannes war die braune Lederr√ľstung, die seinen kompletten K√∂rper umschmiegte und eine Sonderanfertigung von Gerbern seiner Karawane war. Sie lie√ü sich, trotz ihres guten Schutzes und den zahlreichen daran angebrachten Taschen, dank einfach zu l√∂senden Gurten sehr schnell ablegen.

In seinen Taschen an seiner R√ľstung finden sich meist folgende Dinge:

- Kräuter und Bandagen
- ein Notizbuch und ein Kohlestift
- ein Waffenpflegeset bestehen aus Schleifstein und √Ėl
- Geld
- Verpflegung in Form von Trockenfleisch, Brot etc.
- eine Wasserflasche

Eines seiner beiden "heiligen" Besitzt√ľmer stellten sein Schwert und das Halsband dar.

Das Halsband bestand aus braunem Leder, recht einfach gehalten und dennoch bedeutend schwer um seinen Hals. Es hatte keinerlei Auff√§lligkeiten, einen normalen Verschluss im Nacken, neben dem ein √Ėse war, an der man etwas anbringen konnte.
Sein Schwert wiederum war ein aus meisterlicher Hand gefertigtes Stahlschwert. Es war ein Geschenk seines ehemaligen Meister und Liebhabers Eorurs. Der Stahl wurde sehr solide gefertigt und das Heft ist mit Leder umwickelt. Auf der Klinge, knapp √ľber der Parierstange, waren Worte eingraviert. "Des W√∂lfchens Fangzahn" So nannte Fallon seine Klinge auch: Fangzahn.

Lebenslauf

Als Kind einer Karawanenfamilie geboren, war das Erste was Fallon lernte, das Zusammenhalt in einer Gruppe und das Vertrauen in solch einer die h√∂chste Priorit√§t hatte. Sein Vater, Frederick, ein Almane und fahrender H√§ndler, hatte seine Mutter, Isolde, bei einem seiner Stadtbesuche kennengelernt und nachdem sie sich ineinander verliebten, war Fallon der erste Spross der Beiden. Die Karawane bestand aus Familienmitgliedern, die zwei Generationen zur√ľckreichte und wahrlich gro√ü war. Urgro√üeltern die Geschichten erz√§hlten und ihre Weisehiet teilten, die Gro√üeltern welche sich vorsorglich um die meisten Dinge im Lager und der Karawane selbst k√ľmmern und dann waren dort Fallons Eltern oder die Geschwister seines Vaters, welche f√ľr die Versorgung des Gespanns verantwortlich waren.

In diesem Konstrukt wuchs er auf, wobei jedoch schnell klar wurde, dass Fallon kein gew√∂hnliches Kind war. Schon mit zwei Jahren war er zu einem Kind im menschlichen Alter von acht jahren herangewachsen. Viele in der Karawane waren sich sofort bewusst, dass etwas nicht stimmen konnte. Auch sein Vater, wenn auch liebend und f√ľr seine Familie einstehend, schaute seine Mutter an, die genau so ratlos war, wie sie selbst.

Aufgrund dieser seltsamen Begebenheiten wurde Fallon gemieden, Jahre vergingen und er wurde immer gr√∂√üer, bis er schlie√ülich ein Alter von f√ľnf Jahren erreichte, er schon ein junger Mann war, dessen mentalen und k√∂rperlichen F√§higkeiten auch diesem Entwicklungsstand angemessen. Doch umso mehr sah er sich der Isolation von den meisten der Familienmitgliedern ausgesetzt, denn nur er wuchs auf diese wunderliche Weise heran. Weder seine beiden Br√ľder noch seine Schwester wiesen diese Merkmale auf.

So kam es, dass sich Fallon anfangs nur auf seine Eltern konzentrierte. Vieles lernte er von ihnen, wenn er auch manchmal trotzte. Wieso sollte er so unn√∂tiges Zeug wie Lesen und Schreiben lernen, etwas was er in der Familie so gut wie selten gebrauchte? Seine Eltern jedoch blieben hart, erkl√§rten ihm, dass es wichtig sei, sich anzupassen. Letztendlich war er so oder ein Sonderfall. F√ľr ihn war es normal, so schnell heranzuwachsen, umso mulmiger wurden seine Gef√ľhle gegen√ľber der Karawane.

Nur wenige trauten sich in seine N√§he und wurden wirklich seine Freunde. Torben, ein J√§ger in der Karawane, fand seine Entwicklung interessant. Dies gab er auch offen zu, war aber einer der wenigen die ihn nicht f√ľrchteten und gar akzeptierten. So konnte er sich zumindest einem anvertrauen.

H√§ufig ging Fallon mit Torben jagen, dieser zeigte ihm wie man mit dem Bogen umging und obendrein noch F√§hrten lesen konnte. Wirklich gefallen hatte es Torben nicht, dennoch verstand er schnell die Notwendigkeit, f√ľr das √úberleben der Karawane. Zumindest dachte er, er h√§tte Mitleid mit den geschossenen Tieren. Dem war allerdings nicht so, denn ein unterschwelliger Drang versuchte sich in den Mittelgrund seines Lebens zu stellen. Etwas, was wilderer Natur war.

Bei einer Jagd waren sie einem gewaltigen Hirsch auf den Spuren. Seine Hufabdr√ľcke zeugten von einem enormen Gewicht und Gr√∂√üe. Sie hatten den gesamten Nachmittag damit verbracht, diesem Tier nachzustellen und es zu verfolgen. Viel M√ľhe und Hoffnung lag in dieser Verfolgung und kaum standen sie vor ihm, ergriffen sie ihre Chance. Beide jagten einen Pfeil in ihn hinein, doch er dachte gar nicht daran, eine Reaktion zu zeigen. Dieses Tier war ein Biest! Zwei weitere Pefile folgten, trafen, doch das Tier kam nur ins Straucheln.

Dennoch rannte es mit einem uns√§glichem Tempo weg, die beiden hatten keinerlei Chance ihm zu folgen! Doch der mittlerweile zw√∂lfj√§hrige Mann sp√ľrte etwas Unbekanntes, animalisches in sich aufkeimen. Seine Sinne sch√§rften sich, doch im selben Zuge verkrampfte sein kompletter K√∂rper. Unter Schmerzen beobachtete Fallon, wie auf seiner Haut wildes schwarzs Haar ‚Äď nein ‚Äď Fell zu sprie√üen begann. Unter lautem Knacken verschoben sich die Knochen, seine Kleidung wurde in St√ľcke gerissen, als sich auch sein Fleisch verformte. Keine zwei Minuten sp√§ter stand an der Stelle ein gro√üer schwarzer Wolf, der dem Blutgeruch folgte und zu jagen begann.

Sein menschlicher Verstand war f√ľr diesen Moment kaum vorhanden, sein K√∂rper voller Adrenalin und der Wille das Tier endg√ľltig zu erlegen eisern. Auf seinen neuen Pfoten lief er wie ein Pfeil dem Hirsch hinterher, seine Instinkte √ľbernahmen die Kontrolle. So brauchte es gar kein Zutun seines Bewusstseins, als er nach einer kurzen Hetzjagd seine Z√§hne in den Hals des Hirsches versank. Ein befriedigendes Gef√ľhl, das Blut im Maul zu sp√ľren und den schweren Geschmack des Eisens auf der flachen Zunge zu schmecken. Es war das erste Mal, dass sich Fallon verwandelte.

Torben hatte von dem nat√ľrlich mitbekommen, war ihm gefolgt und hatte schlie√ülich einen Wolf gefunden, der neben der Leiche des Hirsches wachte. Vorsichtig hatte Torben sich Fallon gen√§hert, doch er war bei vollem Bewusstsein. Ein griff ihn nicht an, sondern hechelte freudig. Seine Triebe waren unter Kontrolle, wenn auch die Gedanken seiner menschlichen Form vollkommen in den Hintergrund ger√ľckt war. Nach einiger Zeit l√∂ste er sich jedoch, verwandelte soch zur√ľck und begann zu begreifen, was passiert war. F√ľr Torben, aber auch Fallon war es ein Schock. Sein Freund war kreidebleich, als er den nackten Mann sich vom Boden erheben sah.

Ab diesem Punkt wurde alles anders. Eigentlich hatte sich Fallon auf seinen freund verlassen, doch das was passiert war, sprach sich schnell herum. Die Mitglieder der Karawane waren vollkommen hysterisch, verlangten dass er verschwand bevor er noch jemanden angreifen w√ľrde. Immer wieder beteuerte er seine Unschuld, er wusste ja selbst nicht was mit ihm los war. Sie zeigten keine Einsicht, selbst sein Vater und seine Mutter wussten nicht, was sie tun sollten. Sie liebten ihn, doch hatten sie auch Angst vor ihm. Obwohl seine Mutter augenscheinlich entspannter mit der Sache umging.

So kam es aber, dass er mit seiner wenigen Habe aus der Karawane verbannt wurde. Er hatte weder etwas um zu √ľberleben, noch wirkliche Habe. Seine Eltern gaben ihn nur Brot und Kleidung, keiner von ihnen wagte es aber, f√ľr ihn einzustehen. Man drohte Fallon mit dem Tod, w√ľrde er je zur√ľckkehren. So hatte er keinerlei Wahl, als von dannen zu ziehen. Ein schwerer Einschnitt in sein Leben, zu seinem Gl√ľck wusste er aber wie er √ľberleben konnte.

Er begann mit seinen F√§higkeiten zu experimentieren, begann sich immer h√§ufiger zu verwandeln und gew√∂hnte sich an den Schmerz. Zuerst verweilte er nur kurz in seiner Wolfsform. Doch desto l√§nger er in den W√§ldern unterwegs war, umso mehr Zeit verbrachte er in seiner gewandelten Form. Fallon √ľbte sich immer mehr in ihr. Wo er sich zun√§chst noch uneins mit seinem inneren Tier f√ľhlte, verschmolzen der Wolf und Fallon zu einem. Er lernte es zu sch√§tzen, jagte, genoss die Luft welche durch sein Fell beim Lauf fegte.

Im Alter von vierzehn Jahren schlie√ülich, hatte er durch sein herumstreunen auch St√§dte gefunden. Kleine D√∂rfer, mit Menschen jeder Art bev√∂lkert die in ruhigen Lagen lebten. Er konnte sich nie wirklich orientieren, wo er genau war. Ziellos wanderte er einfach durch die Wildnis und seiner Nase nach. Er begann, erlegte Tiere von seinen Jagden an D√∂rfer zu verkaufen. Verdiente sich somit Geld f√ľr neue Kleidung und eine Unterkunft. Es war nur marginal, doch lohnte es sich davon zu leben. Von Nichts baute er sich wieder auf, verdiente sich seinen Unterhalt.

Zwei Jahre vergingen so, in denen er sich der Jagd widmete und gut zu ern√§hren wusste. In einem Dorf kam er einst an einer Anschlagtafel vorbei, welche die verschiedenste Gersch√§fte, bezahlte Arbeit und Ger√ľchte beinhaltete. Auf einer der Anzeige wurde er jedoch aufmerksam. Es gab ganz in der N√§he des Dorfes, welches im n√∂rdlichen Teil der Handelsallianz befand, eine S√∂ldnergruppe. Diese suchten neue Mitglieder, versprachen gro√üe Abenteuer, Unterkunft und Entlohnung. Schon allein seine instinktive Neugierde brachte den jungen Mann, sich diesem Trupp zu n√§hern.

Die Musterung f√ľr seine Eignung war schnell beendet, auch wenn er kaum eine Ausbildung besa√ü. Zwar war der Hauptmann der Truppe streng, gab Fallon aber eine faire Chance, wies ihm einen Lehrmeister zu und forderte ihn dazu auf, sich zu beweisen. Nat√ľrlich akzeptierte Fallon und kam zum ersten Mal mit Eorlund in Kontakt, ein Mann Ende drei√üig, im Gesicht eine gro√üe Narbe. Bissig und fordernd, aber eine gute Seele, wie sich zeigte. Zwar zwang Eorlund Fallon zu Disziplin, was dem freiheitsliebenden Wolf nur knurren lie√ü, im Gegenzug bekam er Training. Er lernte den Umgang mit Schwertern, trainierte seinen K√∂rper und lernte wie man richtig k√§mpfte.

Mit Bravur meisterte Fallon die ihm gestellten Aufgaben, absolvierte das Training ganz zu der Zufriedenheit seines Lehrmeisters. Auch der Hauptmann war von der Leistung des Wolfes vollkommen √ľberzeugt und lie√ü ihn schlie√ülich Teil des Trupps werden. So erf√ľllte er auch seine ersten Auftr√§ge. Es waren meist Banditen, R√§uber und Diebe, welchen sie nachstellen und fassen sollten. Die Arbeit war gut, gar ehrenhaft. Sie half den Leuten des Landes.

Aus dieser anfangs zweckm√§√üigen Beziehung entwickelte sich eine Freundschaft und einige Zeit sp√§ter sogar etwas wie eine Liebschaft. Die beiden M√§nner kamen sich n√§her, nat√ľrlich im Geheimen. Sie entwickelten Gef√ľhle f√ľreinander. An seinem achtzehnten Geburtstag gestand Fallon seinem Liebhaber sogar, was er wirklich war. Nat√ľrlich war dieser anfangs geschockt, doch fand den Gedanken gar nicht abwegig, sondern sehr spannend. Die erste Person, die es verstehen konnte und sogar als gut befand!

Zwei weitere Jahre sp√§ter f√ľhrte sie ein Auftrag in eine Siedlung. Der Hauptmann hatte ihnen gesagt, dass es von Banditen besetzt sei und es ger√§umt werden m√ľsse. Dem kamen die S√∂ldner auch nach ‚Äď oder besser: sie wollten es. Was sie vorfanden waren nur friedlich lebende B√ľrger, niemand der auch nur ansatzweise etwas B√∂ses wollte. Zuerst verstand Fallon nicht ganz, was sie dort wollten, als jedoch der Hauptmann sein Schwert erhob und zum Angriff rief, war die erste Reaktion Fallons seine Ablehnung. Als der erste Streich gegen die Unschuldigen gef√ľhrt wurde, stellte sich Fallon dagegen. Er forderte seine Kumpanen heraus.

Ein Kampf entbrannte, bei dem Fallon allein gegen den Rest der Kompanie k√§mpfen musste. Es war nat√ľrlich aussichtslos. Ohne Probleme verletzten sie ihn schwer, auch wenn er tapfer k√§mpfte, ihm blieb nichts anderes au√üer die Flucht. Nur knapp kam er mit dem Leben davon, schwer verletzt und eigentlich dem Tode geweiht. Mit letzter Kraft durchwanderte er die W√§lder, verband seine Wunden, er wusste aber, dass er so nicht lang durchhalten w√ľrde.

Als er nach seiner m√ľhsamen Wanderung einen Weiler ausmachte, setzte er alles auf eine Karte. Er legte seine Habe ab, vergrub sie in der Erde unter einem Busch und verwandelte sich. Nur widerwillig lie√ü er das Schwert seines Liebhabers zur√ľck, oder seine Geld oder √ľberhaupt seine Sachen. Doch hatte er auch hier wieder keine Wahl. Eorlund w√ľrde man sicher erz√§hlen, er h√§tte die Gruppe verraten und sei im Kampf gestorben. Trauer machte sich in ihm breit, aber sein Instinkt schaltete auf eines ‚Äď √úberleben.

Mit vorsichtigen Tapsern und Jaulen n√§herte sich der gro√üe Wolf den drei H√§usern. Es war offensichtlich ein Bauernhof, mit seiner verschwommenen Sicht erkannte er in der Entfernung einen Bauern, der auf ihn mit einer Mistgabel zukam. Hinter ihm eine aufgeregte Frau, die sich hinter dem R√ľcken ihres Mannes versteckte. Doch ab da wurde alles schwarz und Fallon erlag seinen Verletzungen, die ihn in die Schw√§rze der Bewusstlosigkeit zogen.

Als es ihm m√∂glich war, die Augen wieder zu √∂ffnen, war er nicht minder √ľberrascht, dass er tats√§chlich lebte. Noch weniger hatte er damit gerechnet, dass er in einem gem√ľtlichen Haus auf einer Decke lag. Fallon war in der Wolfsgestalt verblieben. Alles schmerzte ihm und er f√ľhlte sich, als ob er tagelang ohne Pause durch die W√§lder gerannt war. Als er an sich herunter schaute, erkannte er verbundene Wunden, ein Verband verdeckte auch sein linkes Auge. Mit dem Rechten konnte er neben sich die Frau erkennen, die sich zuvor noch hinter dem Bauern versteckt hatte. Sie legte ein L√§cheln auf und begann ihn zu streicheln. Zu schwach um sich zu widersetzen, lie√ü er es mit sich geschehen und genoss die Ber√ľhrungen, welche sich durch sein Fell gruben.

So kam es, dass er sich dank des Bauernpaares von seinen Verletzungen zu erholen begann. Das verheiratete Paar war eine Bauernfamilie mit einer Schafsherde. Wie er es ihren Gespr√§chen entnommen hatte, dachten sie er wolle sie angreifen. Auch wenn der Mann anfangs dagegen war, ihn aufzunehmen um zu schauen, ob er vielleicht als Sch√§ferhund tauge, hatte sich die Frau am Ende doch durchgesetzt. Fallon bekam den Hundenamen Thor, einen sicheren Schlafplatz und zu Essen. Schon bald schmiegte sich ein ledernes Halsband um seinen Hals. Damit begann f√ľr ihn die Arbeit als ein Sch√§ferhund, welche er mit gro√üen Freuden erf√ľllte, dankbar daf√ľr, dass die Familie ihn nicht get√∂tet hatte.

Es vergingen zwei weitere Jahre, in denen Fallon konsequent in seiner Wolfsgestalt verblieben war. W√§hrend dieser Zeit merkte er, dass seine Gedanken langsamer und einfacher wurden. Sein menschliches Bewusstsein r√ľckte immer mehr in den Hintergrund, w√§hrend er von der Familie nicht nur als Hund gehalten, sondern auch erzogen wurde. Diesem Leben gab er sich v√∂llig hin, verga√ü sogar beinahe seine menschliche Seite und ertappte sich dabei, diese v√∂llig aufgeben zu wollen. Doch zu welchem Preis? Dieser wurde ihm erst bewusst, als er auf einer seiner zahlreichen Sch√§fertouren sein Spiegelbild in einer Pf√ľtze sah, sich wunderte was aus dem einst freiheitsliebenden Wolf geworden war.

Umso leichter und schneller fiel schon die Entscheidung, dass er dies nicht mehr wollte. Es brach ihm das Herz, seine Besitzer zu verlassen, doch sein wölfischer Drang und letztendlich auch seine menschliche Natur zogen Fallon wieder nach draußen. Dorthin, wo er wirklich hingehörte. Eines Nachts schlich er sich wieder davon, unter Jaulen und Geheule verabschiedete er sich schweren Herzens von dem Bauernhof. Einer der schönsten Erfahrungen seines Lebens, doch nicht die Beste FÜR sein Leben.

Er kehrte zu seiner einstigen Habe zur√ľck, welche mittlerweile verwittert und schmutzig von der Erde war. Seine R√ľckcverwandlung war ungew√∂hnlich schmerzhaft, so hatte er diese seit mehr als zwei Jahren nicht merh verzogen. Umso gr√∂√üer war der Schreck, dass vieles seines inneren Wolfes an Ort und Stelle blieb. Rute, Fell, Ohren, die Rei√üz√§hne. Es gab aber kein zur√ľck mehr, als er sich ankleidete und seine Ausr√ľstung anlegte. Mit einem letzten Blick bedachte er den Bauernhof, der voller sch√∂ner Erinnerungen war, machte kehrt und ging. Fallon rief sein altes Leben, welches nach neuen Abenteuern und der Freiheit seiner Gedanken schrie.
Zuletzt geändert von Dimicus am Mo 4. Sep 2017, 14:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Gl√ľck ist der Mangel an Informationen.
- Nico Semsrott

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Re: Fallon D√ľsterwind

#2

Beitragvon Baxeda » Mo 22. Mai 2017, 19:12

Schöner Char, freu mich auf den Lebenslauf! Keine Verbesserungsvorschläge, alles bestens. Jetzt hab ich Bock, einen räudigen Straßenköter-Gestaltwandler zu spielen. ^^

Vermutlich ein Verschreiber, der aber den Inhalt verfälscht, wenn man es nicht genau liest:
Dabei spielen Geschlecht noch Herkunft f√ľr ihn eine Rolle, Fallon ist bisexuell.
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Re: Fallon D√ľsterwind

#3

Beitragvon Baxeda » Fr 26. Mai 2017, 14:50

Hab nun auch den neuen Lebenslauf gelesen, alles bestens, viel Freude mit dem "Hund". ;D
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