Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Archibald von Dornburg [Naridier]

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Archibald von Dornburg

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Archibald von Dornburg [Naridier]

#1

Beitrag von Archibald von Dornburg » Do 9. Nov 2017, 21:17

Kurzinformation Archibald von Dornburg

Name: Junker Archibald von Dornburg
Volk: naridischer Almane/Naridier
Fraktion: Handelsallianz
Alter: 62 Jahre
Größe: 170 cm
Haarfarbe: schwarz-grau
Augenfarbe: blau
Statur: schlank, drahtig, trainiert
Beruf: Schwertmeister
Herkunft: Shohiro
Derzeitiger Wohnort: Shohiro
Sprachen: Asameisch, Rakshanisch
Familienstand: ledig

Archibald von Dornburg war der beste Freund sowie die rechte Hand von Dunwin von Hohenfelde zu dessen Lebzeiten. Er genoss Dunwins uneingeschränktes Vertrauen und dessen Loyalität, die sich sogar gegen Dunwins eigene Kinder richtete. Archibald war Dunwin treu ergeben und genoss den offen ausgelebten Sadismus seines Freundes. Archibald hielt es ganz ähnlich, bevorzugte aber junge Beute.

Entsprechend seines Hobbys sammelt er für jedes seiner Opfer ein Stofftier. Meist stammen die Stofftiere sogar von seinen Opfern selbst. Ferner sammelt Archibald mechanisches Spielzeug, dies aber aus Liebhaberei.


Link:
https://i.pinimg.com/564x/ce/45/ec/ce45 ... d-hunt.jpg

https://witcher.gamepedia.com/media/wit ... ttlaff.png

https://pre00.deviantart.net/f15b/th/pr ... aaq300.png

https://i.pinimg.com/originals/44/90/b4 ... 801c9f.png

https://cdna.artstation.com/p/assets/im ... 1472413785

https://78.media.tumblr.com/1df0e0ce920 ... 5_1280.jpg

***
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#2

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 3. Dez 2017, 23:17

Charbogen-Ergänzung:


Waffen:

Archibald trägt meist zwei Schwerter (Jian und normales Schwert) bei sich.

Jian-Schwert
https://ae01.alicdn.com/kf/HTB1QQC5JFXX ... graved.jpg

Das Jian wurde als Waffe als Prunk- und Seitenwaffe von Offizieren, sowie als Selbstverteidigungswaffe wohlhabender Zivilpersonen benutzt. Das Jian wird vor allem schneidend und stechend eingesetzt. Angriffspunkte sind empfindliche Stellen des Körpers, wie z.B. die Sehnen der Handgelenke, der Knie und der Fußgelenke, oder der Hals. Daher spielt bei der Schwerttechnik auch eher die Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Genauigkeit eine Rolle als Körperkraft. Eine effektive Anwendung des Jian erfordert jahrelanges Training. Das Jian diente eher als Prestigewaffe oder als Waffe für gut trainierte Kämpfer.

**

Katana
https://ae01.alicdn.com/kf/HTB18vVFOpXX ... r-Gift.jpg

**

Schwert
https://i.imgur.com/y0uwRi9.jpg
https://i.imgur.com/MuloBJU.jpg
https://i.imgur.com/OB6yb9k.jpg


**

Dolch
Armbrust
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#3

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 3. Dez 2017, 23:18

Charbogen-Ergänzung:


Fähigkeiten

Stärken
Ausbildung eines Adligen
Exzellenter Schwertmeister, offensiver Kampfstil
Beherrscht verschiedenste Schnitt-, Hieb- und Stichwaffen
Exzellenter Nahkämpfer, offensiver Kampfstil
Hat weitreichende Folterkenntnisse
Findet sich ausgezeichnet in der Dunkelheit zurecht, liebt es still und dunkel
Kann seine scharfen Zähne als Waffe einsetzen
Kann seine scharfen Nägel als Waffe einsetzen
Hat großes Verständnis für technische Gerätschaften
Sammelt mechanisches Spielzeug
Loyal zu Freunden
Charmant

**

Schwächen
Überempfindlich gegen Licht, Tageslicht, Sonnenschein, grelle Beleuchtung
Überempfindlich gegen Lärm
Tiere, vor allem Hunde fürchten und/oder hassen ihn

Retinale Migräne
-kann bei einer Migräne-Attacke schlecht bis gar nichts mehr sehen
-hat bei einer Migräne-Attacke kaum zu ertragende Kopfschmerzen
-kann bei einer Attacke Lärm noch weniger ertragen
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#4

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:22

Charbogen-Ergänzung:


Vampir

Vampirwerdung/Segnung durch Kasimir La Vaney (Datum):
13.12.202 n.d.A.


Vampir-Fähigkeiten:

Stärken
Unsterblich und ewig jung, solange er ausreichend Blut trinkt (Vampirvorteil)
Kann sich in eine Fledermaus verhandeln

Schwächen
Sonnenlicht – tödlich (Vampirnachteil)
Werwolfblut – tödlich
Knoblauch – stark empfindlich (Vampirnachteil)
Gedämpfte Gefühle, Gefühle werden in deutlich abgeschwächter Form empfunden als bei Lebenden

***

Vampir-Spezialfähigkeiten

Regeneration:
Bei ausreichendem Nahrungsangebot heilen Wunden sehr schnell und gut. Nach wenigen Tagen sind auch schwere Verletzungen auskuriert.

Sprinter:
Der Vampir kann sehr schnell und ausdauernd rennen und so auch große Distanzen in recht kurzer Zeit überbrücken, vergleichbar mit jemandem, der ein Pferd im Galopp reitet.

***
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#5

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:28

Charbogen-Ergänzung:

Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=64&t=1174


Der Letzte von Dornburg

"Dein Frevel wurde von Volkward aufgedeckt. Du wirst für Deine Gräueltaten bezahlen Archibald. So jemanden wie Dich dulde ich weder als meinen Sohn noch in meiner Familie. Dein Bruder wird das Urteil vollstrecken. Und Dein Freund wird bei Deiner Hinrichtung zusehen und wünschen, an Volkwards Stelle zu sein. Weiß er von Deiner Spielzeugsammlung? Weiß er davon dass Du wahnsinnig bist und Puppen sammelst?", fragte Undorich mit Grabesstimme.

Der alte Mann tippte seinem Sohn mit dessen Schwert unters Kinn. Eine lange gerade Klinge, versteckt in einer braunen Schwertscheide die mit floralem Muster verziert war. Woher Archibald auch immer dieses Schwert hatte, es war schärfer als eine Rasierklinge und er liebte diese Waffe. Vermutlich hatte er sie von eine seiner Reisen mitgebracht. Dunwin kochte vor Wut, diese Waffe in den Händen eines anderen Mannes zu sehen. Das stand niemandem zu.

Aber anstatt vor Wut zu platzen oder in Angst zu verfallen lachte Archibald über die Worte seines Vaters. Eine leise, dunkel und bedrohliche Lache - so wie seine ganze Erscheinung.

"Da kennst Du Dunwin schlecht", antwortete er ruhig.
Archibald hob den Kopf und grinste seinen Vater an.

Innerhalb eines Sekundenbruchteils hatte Archibald die beiden Wachen von sich gestoßen und ein Schwert einer der Wachen an sich gebracht. So schnell konnte Undorich nicht reagieren, wie Archibald seine Soldaten tötete. Ein Kopf wurde von den Schultern geschlagen und ein Brustkorb aufgebrochen. Sie fielen um als wären sie das besagte Spielzeug.

Undorich starrte mit offenem Mund seinen Sohn an und sah dabei zu, wie Archibald das Schwert aus dem Brustkorb der letzten Wache riss. Eine fast tänzerische Halbdrehung und Archibald stand vor seinem Vater. Mit einer fließenden Bewegung riss er seine eigene Waffe an sich. Die eingravierten Runen flammten auf, als er das Schwert blankzog. Ganz ähnliche Runen die seinen gesamten Körper schmückten in Form von Tätowierungen.

Undorich keuchte laut und verzweifelt auf. Es war das Letzte was Undorich in seinem Leben tat. Archibald schlug ihm mit einem einzigen äußerst brutalen Hieb den Schädel von den Schultern. Ohne eine Sekunde zu zögern, ohne das geringste Anzeichen von Reue oder überhaupt dabei die Miene zu verziehen.

Undorichs Rest brach in sich zusammen, sein Schädel rollte über den Fußboden in Dunwins
Richtung und blieb dann genau vor dessen Füße liegen. Die schreckgeweiteten, toten Augen starrten Dun an. Dunwin hatte die Luft angehalten und stieß sie nun vor Erleichterung wieder aus. Es war vorbei. Undorich war tot. Dun hob den Schädel an den Haaren hoch und grinste seinen Kumpel an. Archibald stand zwischen den Toten, wie die Ausgeburt der personifizierten Rache.

"Archi...
Dein Vater wollte Deinen Tod...
...weil Du Spielzeug sammelst?", hakte Dunwin nach.
"Scheinbar...", erklärte Archi.

Dunwin nickte knapp und betroffen. Vermutlich war Archis Vater genauso ein Scheusal wie sein eigener.

"Tut mir leid für Dich Archi...
Nun ist es vorbei...
Undorich ist tot... und Du bist frei...", antwortete Dunwin mit belegter Stimme und wollte Archibald eine Hand auf die Schulter legen.

"Frei?", antwortete Archi mit steinerner Miene.
"Volkward lebt noch! Er durfte spielen, sich seine Huren halten, dazu sagte Vater nichts. Was ist mit mir? Volkward darf seinen Begierden freien Lauf lassen. Und ich soll mich verstecken? Vielleicht habe ich keine Lust mehr mir diese Diskriminierung anzusehen. Erzähl mir nichts von Freiheit Dunwin. Ich muss es beenden, dann bin ich frei - erst wenn der Letzte von Dornburg gefallen ist", flüsterte Archibald mehr zu sich als zu Dunwin.

Archibalds Gesicht verhärtete sich, er ergriff sein seltsames Schwert fester. Dann schlug er die Tür krachend auf und rannte nach draußen.
"Archibald, warte! Ich bin doch auf Deiner Seite! Verdammter...", setzte Dunwin an, aber da hörte er schon wie der Kampf in die Burg seines Freundes getragen wurde. Archi suchte seinen Bruder und er würde ihn finden. Dunwin zückte die eigene Klinge und rannte ihm hinterher.

Das blanke Entsetzen stand den meisten Diener ins Gesicht geschrieben, jene die auf den kalten Mamorfliesen lagen und jenen die Archibalds Klinge entkommen konnten.

Die Flure zwischen den einzelnen Zimmern waren mit Leichen übersät. Überall Blut, abgetrennte Gliedmaßen und Köpfe. Eine Spur der Zerstörung zog sich durch das Herrenhaus von Dornburg. Dunwin folgte der Spur und den Geräuschen des Kampfes.

Im großen Saal hatte er fast seinen besten Freund eingeholt. Er kämpfte wie ein Wahnsinniger gegen die Hauswachen, und sah dabei aus als würde er einen bizarren Tanz aufführen, pflügten sie durch die Reihen all derer, die Undorich gedient hatten und mähte sie nieder.

Sie hatten ihm nichts entgegen zu setzten. Es war ihr Beruf, aber es war von Archibald die Berufung. Er tat fast nichts anderes den ganzen Tag als mit der Klinge zu üben. Dunwin verstand ihn auf einer ganz anderen Ebene. Und dennoch kämpften die Wachen für einen Mann der tot war, gleichgültig wie aussichtslos ihre Lage war.

Mit der seltsamen, verzierten Klinge schien er alles Leben in diesem Haus auslöschen zu wollen. Selbst die Hunde seines Vaters erschlug er mit dem Schwert.

Dunwin starrte aus dem Fenster hinunter in den Hof. Dort sammelten sich die restlichen verbliebenen Wachen des Hauses Dornburg zum Gegenschlag. Sie alle sahen mutlos und verzweifelt aus. Sie wussten wer ihr Gegner war. Dunwin folgte dem Leichenpfad in Richtung Archibald. Nicht weit entfernt gab es einen kleinen Platz, auf dem die Wachen früher Kämpfen übten.

Nun war es ein Totenacker. Dunwin stieg über die Toten. Er fühlte kein Mitleid mit ihnen. Sie
hatten sich alle gegen Archibald verbündet, folglich waren sie der Feind. Ein Vater der seinen Sohn verurteilte weil er Spielzeug sammelte, war genauso wahnsinnig, wie ein Vater der seinen Sohn hasste da er nicht über Magie gebot. Alte Männer und deren Launen!

Volkward kam aus einem Versteck gerannt und wäre fast in Dunwin hineingerannt. In seinen Augen stand das blanke Entsetzten.

"Baron von Hohenfelde Ihr müsst mit meinem Bruder reden. Er ist wahnsinnig geworden! Ihr habt seinen Keller nicht gesehen! Bringt ihn zur Vernunft. Er muss sein Schwert niederlegen, er... er hat nicht verdient zu leben. Tötet ihn", flehte Volkward.

"Sehe ich so aus...
Meint Ihr... ich würde Archibald töten...
Weil... er Spielzeug sammelt?
Ihr seid so lächerlich... Volkward...", zischte Dunwin.

Dunwins Hand schloss sich um das Schwertheft. Im gleichen Moment spritzte ihm das Blut von Volkward ins Gesicht. Volkward war geköpft. Archibald wurde sichtbar als die Reste seines Bruder mit einem groben Hieb zur Seite räumte.

"Sie sind tot, die Verwandten, die Wachen, alle", sagte Archi leise.

"Alle tot... mhm...
Was ein Massaker...
Herzlichen Glückwunsch Archi...", grinste Dunwin.

Archibald stand schwer atmend da und musterte Dunwin. Das Katana war mit Blut überzogen. Ebenso Archibalds gesamter Körper, er sah aus als hätte er in Blut gebadet. Ein Bild des Grauens, aber in seinen Augen stand der Glanz absoluter Glücksseligkeit.

"Ich möchte sie sehen Archi...", erklärte Dunwin und schmunzelte seinen Freund an.
"Wen sie?", hakte Archibald nach. Er schüttelte das Katana, so dass das Blut von ihm abtropfte.
"Die Sammlung...", half Dunwin nach.

Archibald nickte und griff im gleichen Augenblick an. Er sprang auf Dunwin zu, die Klinge vor seinen Körper gezogen und kam einen Schritt vor Dunwin auf. Dun hechtete im letzten Moment zur Seite und stürzte in den Leichenberg.

Archibald warf sich zu Dunwin herum und drehte hastig den Kopf in dessen Richtung, da Dunwin ihm in Sachen Schwertkunst in nichts nachstand. Dun war mit einem Sprung wieder auf den Beinen und funkelte Archibald an. Dun ging zum Gegenangriff über um sich Zeit und Platz zu verschaffen schlug er blindlings in einem weiten Bogen zu. Er erkannte, dass er Archibald verfehlt hatte.

Archibald stürzte sich auf Dunwin. Dun wich ihm wie einem wütenden Stier aus. Als Archi an ihm vorbei sprang, stürzte sich seinerseits Dunwin von hinten auf Archi. Er umklammerte seinen Kumpel so fest er konnte und presste ihm die Arme an den Körper.

Dun gab Archi noch einen Augenblick. Archibald strampelte, knurrte und hob die Klinge an, um Duwin abzuwehren.

"Reg Dich ab Arch...", befahl Dunwin ruhig, obwohl er Mühe hatte seinen besten Freund festzuhalten.

Archibald ließ das Katana fallen und sackte zusammen. Seine Hände samt den scharfen Nägeln krallten sich in Dunwins. Dun umarmte ihn ganz fest von hinten und legte seinen Kopf auf die Schulter von Archi. Er versuchte immer noch sich zu befreien, allerdings sehr halbherzig.

"Es ist leichter, ohne Gegenwehr Arch...", flüsterte Dunwin.
"Du hast keine Ahnung", gab Archibald zurück.

"Habe ich nicht? Was haben wir schon alles geteilt mhm...
Und nun kommst Du mir so?", hakte Dunwin nach und Archi spürte mehr das Schmunzeln seines besten Freundes als dass er es sah.

Dunwin hielt Archibald gepackt, gleichgültig ob er sich wehrte oder ihm die Nägel in die Hände bohrte. Dun machte es nichts aus, er hatte bereits andere Dinge ertragen. Er hielt Archibald einfach fest. Er war bei ihm und hielt er ihn fest. Er war für Archibald da, er musste ihm nahe sein, denn sein Wahlbruder brauchte ihn.

Gleichgültig was Archibald gelernt hatte, er war kein Hohenfelde - für ihn war es kein Fest seine gesamte Verwandtschaft an einem einzigen Tag aus dem Weg geräumt zu haben. Dunwins eigene Ahnen wären vor Stolz geplatzt. Aus dem Grund benötigte Archibald seinen Beistand nötiger als jemals zu vor.

"Ich hätte Dich fast getötet...", entschuldigte sich Archibald.
"Du überschätzt Deine Fähigkeiten maßlos Archi...", schmunzelte Dunwin.

Zwischen das erschöpfte Seufzen mischte sich so etwas wie ein schnaubendes Lachen.

"Für die anderen bin ich ein Monster", erklärte Archi.

"Wer solche Kunst verkennt ist ein Idiot...
Liebe bekommst Du geschenkt, Angst musst Du Dir verdienen...
Und schau nur was Du geleistet hast...
Du bist der einzige Bruder Archi dem ich Zuneigung schenke...
Du bist neben Canan und Jesper mein Vertrauter...
Denk nach bevor Du handelst...
Was nun? Zeigst Du mir die Sammlung?", fragte Dunwin.

Der Junker führte seinen besten Freund in sein Haus und offenbarte ihm seine Sammlung. Was Dunwin sah war kein Spielzeug...

Dunwin sah allerdings auch kein Monster...
Er sah eine Waffe... eine der grausamsten Waffen die er je erblickt hatte...
Er sah einen Seelenverwandten...
Anders... verdreht und dennoch auf gewissen Art gleich...

Ab dato verstand Dunwin...
Und Archibald folgte ihm absolut treu und loyal.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#6

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:29

Charbogen-Ergänzung:

Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=64&t=1205


Die Nacht des Blutes


Brandur war, als würde er etwas spüren. Als wäre da ein Unwetter, das heraufzog, dabei hatten die Priester nichts Entsprechendes vorausgesagt. Entweder, sie waren unfähig oder sie hatten ihre Herren belogen. Brandur spürte schließlich genau, dass da etwas war, seine Träume kündeten davon. Er fühlte sich unwohl und wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, als er mitten in der Nacht noch einmal von seinem Schlafgemach aufstand. Ohne noch einmal einen Blick auf seine schlafende Frau zu werfen, zog er seine feinen Stoffpantoffeln über die Füße und trat auf den dunklen Flur des Herrenhauses. Es war still, niemand sonst war unterwegs, weder von den Mitgliedern seiner Familie noch von der Dienerschaft.
Nathaniel, sein Leibdiener, bemerkte, dass er aufgestanden war und kam aus der Kammer, die gleich an das Schlafzimmer der Herrschaften grenzte. Ohne ihn anzusprechen half er Brandur in den Morgenmantel und folgte ihm schweigend mit der Öllampe auf seiner Wanderung. Wenn Brandur nachts durch die Gänge streifte, wollte er keine menschlichen Worte vernehmen und auch niemanden sehen, so dass sein Diener sich nach Möglichkeit außerhalb seines Blickfeldes hielt. Jeder der von Hohenfeldes hatte endlos viele Marotten und des Nachts herumzuirren war eine von Brandurs.
Die Gänge des Herrenhauses waren ein endloses Labyrinth aus Dunkelheit, mit leeren Rüstungen aus verschiedenen Zeitepochen an den Wänden und nur sehr vereinzelt brennenden Lampen. Zwischen jeder Lichtinsel lag ein Fluss von Schwärze.
Brandur folgte dem schmalen, blutroten Teppich, ohne das Ziel zu kennen, die Augen starr geradeaus gerichtet, ohne wirklich etwas zu sehen. Die Realität wurde überlagert von einer Traumwelt. Die Gänge wurden zu Waldwegen, die sich bald als schmale, himmelshohe Brücken durch die Wolken schwangen. Niemand außer ihm war hier, der Blick in alle Richtungen endlos und die warme Luft duftete nach Sommer.
Das Haus veränderte sich um ihn herum, ohne dass er es bewusst wahrnahm, denn diese Erscheinungen waren ihm vertraut. Es verschob dumpf grollend wie ein im Schlaf knurrendes Untier seine Wände und man sagte, dass es lebte.
Brandur ließ sich von ihm führen, von einem Gang zum nächsten, ließ es seine Schritte lenken, dieses sein zu Hause, sein Gefängnis und von dem uralten Geheimnis leiten, das niemand verstand.
Wie ein Schlafwandler ließ er sich treiben, bis er auf einem der Balkone stand. Hier erwachte er. Er zwinkerte einige Male, um sich zu sammeln und zurück in die Realität zu gelangen. Etwas verwirrt schaute er sich um. Statt Sommer war Winter, statt Mittag war es Mitternacht. Er konnte sich an den Weg hier hier nicht mehr erinnern. Die zahllosen dünnen Narben auf seinem Kreuz brannten, zwiebelten und stachen. Er fasste in seinen Morgenmantel und unter das Nachthemd und betrachtete seine Fingerspitzen, um sich zu vergewissern, dass er kein Blut auf dem Rücken hatte, sondern dies nur die üblichen Erinnerungsschmerzen waren, die ihn in Nächten wie diesen heimsuchten und vor denen sein Verstand in andere Sphären floh.
Der Vollmond schien viel zu hell, er blendete ihn regelrecht. Wie eine riesige leuchtende Scheibe hing er über dem verschneiten Anwesen. Unter ihm an der Mauer rauschte der Fluss, der Eisschollen führte. Die Kälte drang durch seine dünne Kleidung.
Als Brandur sich vom Licht abwandte, um wieder in das Haus zu gehen, bewegte sich im Dunkel ein Schatten hinter der offenen Balkontür. Die Augen Nathaniels, der noch immer die Öllampe hielt, weiteten sich ungläubig, ehe sie starr wurden. Ein schlanker Degen schoss aus seiner Brust und verschwand ebenso rasch wieder darin. Der treue Diener fiel, doch noch bevor er auf dem Boden aufschlug, schleuderte Brandur seine Öllampe nach dem Angreifer.
Augenblicklich war alle Müdigkeit und Verträumtheit fort, seine Sinne geschärft und sein Wille fokussiert. Der Angreifer wich dem Wurfgeschoss mit dem Oberkörper aus. Ddie Lampe zerschellte neben ihm an der Wand und das brennende Öl ergoss sich über seinen Kopf. Kreischend und um sich schlagend ließ er den Degen fallen, den Brandur sogleich an sich nahm. Mit zwei kurzen Tritten in die Luft befreite Brandur sich von seinen feinen Stoffpantoffeln, die wirbelnd davonflogen. Die Gefahr, dass er in ihnen stolperte, war zu groß. Inzwischen ahnte er, was gerade vonstattenging. Aus der Ferne hörte er Schreie. Er verzichtete darauf, dem brennenden Mann den Todesstoß zu versetzen, denn das würde ihn wertvolle Augenblicke kosten, und rannte in den finsteren Gang.
Einer seiner Brüder hatte den Krieg um die Erbfolge eröffnet, nur eine Nacht, bevor er es selbst getan hätte. Brandur rannte mit wehendem Morgenmantel durch das Labyrinth. Vor der nächsten Abbiegung schob eine Wand sich langsam von der Seite in den Gang. Er beschleunigte sein Rennen, um den schmaler werdenden Spalt noch zu erreichen, doch kurz bevor er ankam, schloss sich Stein auf Stein. Er prallte dagegen, stieß sich wieder ab und rannte den Weg zurück, den er gerade gekommen war, um eine andere Abzweigung zu finden. Nun fuhr am Ende des Ganges, dort, wo die nächste Kreuzung war, von unten eine Wand hinauf, ganz so, als ob die Bosheit ihres Vaters, vom Blut geweckt, zusammen mit dem Herrenhaus erwachte, um seine Söhne darin einzusperren, bis sie sich gegenseitig abgeschlachtet hätten.
Mit einem Hechtsprung flog Brandur durch den schmalen Spalt, machte eine Rolle und kam wieder auf die Füße. Den Degen hielt er noch immer fest in der Hand. Die an der Wand stehenden Ritterrüstungen klapperten, das gesamte Haus erzitterte, Stein knirschte. Alles schien sich irgendwie zu bewegen und von oben rieselte es aus den Fugen. Die Schreie um Hilfe waren durch die zahllosen Wände gedämpft, doch Brandur erkannte sie. Es war das Kindermädchen seines ältesten Sohnes und das seiner Leibwachen, die sie zu schützen versuchten. Brandur hastete weiter, um zu ihnen zu gelangen, doch immer, wenn er einen Gang nehmen wollte, der ihn näher an seine Familie brachte, fuhr eine Wand heraus und versperrte ihm den Weg. Da war der nächste Abzweig, doch er war nicht leer. Darin polterten die Schritte einer rennenden Personengruppe.
Brandur hielt an und presste sich mit dem Rücken flach neben einer Ritterrüstung an die Wand. Die Truppe bewaffneter Männer rannte an ihm vorbei, dem letzten stach Brandur von hinten den Degen ins Kreuz. Er kannte ihn, der Kerl gehörte zu Dunwin. Offenbar suchten sie in kleinen Gruppen das Labyrinth nach ihm ab und nach anderen, die womöglich dem Anschlag entkommen waren. Die Männer rannten weiter, im Lärm ihrer eigenen Schritte hatten sie das Aufschlagen des Körpers ihres Kameraden nicht gehört. Brandur sprang über ihn hinweg. Er war 48 Jahre alt und nicht mehr so schnell und wendig wie früher, doch er war gut trainiert und wusste mit einem Degen durchaus umzugehen.
Er holte auf und mit wenigen Stichen hatte er drei weitere Männer erledigt. Nur noch einer blieb übrig. Der fuhr mit gezogenem Degen herum. Als Brandur nach ihm stach, parierte er, lenkte die Klinge um und der Stich traf ins Leere. Mehr als das, sein Gegner lenkte die Bewegung fließend in einen Gegenangriff um und Brandur konnte nurmit Mühe verhindern, selbst erstochen zu werden. Sein Gegner trieb ihn mit mehreren Hieben rückwärts und Brandur erkannte im matten Licht ein vertrautes Bewegungsmuster.
»Archibald«, zischte er wütend.
»Oh, guten Abend«, erwiderte sein Gegner und parierte eine weitere Attacke mit lockeren Bewegungen. Brandur holte zu stark aus. Kreischend fuhr sein Degen über die steinerne Wand, Funken stoben und erhellten für einen Augenblick das Gesicht seines Gegenübers, der seine spitz gefeilten Zähne in einem verzerrten Grinsen zeigte. Dann erloschen die Funken und das Lächeln. Archibald hieb mit doppelter Geschwindigkeit auf ihn ein. Brandur parierte mehrmals und erkannte dabei, dass er auf Dauer keine Chance hatte. Wenn er hierblieb, würde dieser Kampf in wenigen Augenblicken sein Ende besiegeln.
Nach der letzten Parade sprintete er davon. Im Finsteren hatte er gegen diesen Gegner keine Chance. Doch hatte Brandur bemerkt, dass Archibald eine kurze Pause eingelegt hatte, als die Funken gestoben waren und sein Grinsen schien eher dazu gedacht gewesen zu sein, die schmerzverzerrte Grimasse zu verbergen, zu der sein Gesicht geworden war.
Brandur musste irgendwie ins Licht kommen!
Im Rennen strich er mit den Fingerspitzen an der Wand entlang, um sich in den dunklen Abschnitten zu orientieren. Er stieß mit der Hand an eine Rüstung, packte zu und warf sie hinter sich um.
Das Poltern und Fluchen verriet ihm, dass Archibald darüber stürzte.
»Ich krieg dich, Hexer«, brüllte der Schwertmeister.
Anhand seines Gegners und der Betonung, dass er ein Hexenmeister war, erkannte Brandur nun eindeutig, wer hinter dem Angriff auf seine Familie steckte. Archibald war ebenso ein Purie wie Dunwin.
Da war die Tür zum Balkon! Brandur beschleunigte sienen Sprint und rettete sich nach draußen. Schwer atmend stand er da, den grell leuchtenden Vollmond im Rücken. Sein Atem verursachte weiße Kondenswolken. Er starrte mit kampfbereit erhobenem Degen auf die Tür. Er war nicht mehr allein. Das Mondlicht spiegelte sich einen Moment lang in Archibalds Augen, dann trat der Schwertmeister zurück in den Schatten, die seit jeher sein Metier waren.
»Ich kann warten«, knurrte er. »Ich habe Zeit. Und du? Wie viel Zeit bleibt dir?«
Der sonst so beherrschte Brandur blickte panisch in Richtung der kleinen, schießschartenartigen Fenster, die entlang des großen Kastenbaus verliefen. Die Schreie, die daraus drangen, veränderten sich. Dies waren nicht mehr die Stimmen von Erwachsenen.
»Ich war gerade auf dem Weg zu deinen Kindern«, sprach Archibalds Stimme aus den Schatten. »Ich hoffe, sie lassen mir noch etwas von ihnen übrig. Dunwin hatte es mir eigentlich versprochen.«
»Du krankes Schwein«, brüllte Brandur mit überschlagender Stimme. »Lass meine Kinder da raus! Es geht nur um uns drei, um Dunwin, Kunwolf und mich!«
»Du weißt so gut wie ich, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Es geht um die Erbfolge. Zwei von drei Linien werden heute Nacht ihr Ende finden. Und eine von ihnen ist die deine. Hör nur, wie sie schreien. Ist das jetzt dein Sohn oder deine Tochter? Sie klingen so gleich.«
Nur mühsam konnte Brandur den Impuls, seinen Degen in die Schatten zu schleudern, unterdrücken. Der Schwertmeister würde ihn abwehren und die Waffe an sich nehmen. Brandur blickte hektisch in alle Richtungen, auch abwärts, an der mauerartigen Balkonbrüstung hinab. Steil und tief, von hier aus gab es keinen Weg hinab. Keine Möglichkeit, seine Familie über eine andere Tür zu erreichen und das Schlimmste vielleicht noch einmal abzuwenden.
»Er versteckt sich auf dem Balkon«, sprach Archibald zu jemand anderem. Eine zweite Person trat nun aus dem Dunkel an ihm vorbei ins Vollmondlicht. Dunwins Schwert war bis zum Heft getränkt von Blut und er war in voller Kampfmontur. Er machte eine kleine, zuckende Bewegung aus dem Handgelenk und das Blut spritzte als langer Streifen auf den Stein. Der dünne Eisfilm auf dem Boden schmolz. Es war noch warm.
»Du bist der Letzte, Brand. Deine Familie ist tot. Ein würdiger Abschluss, ein Schmankerl zum Schluss. Komm her und tritt deinem Ende entgegen. Tut mir leid, Archi. Ich konnte nicht auf deine Ankunft warten. Ich musste sie alle so schnell wie möglich tot vor mir sehen, sicher ist sicher. Es darf keinen Erben außerhalb von meiner Linie geben. Niemand darf heute entkommen.«
Ein enttäuschtes Schnauben drang aus dem Dunkel. Brandur spürte, wie aller Lebenswille ihn bei diesen Worten verließ. Seine Degenspitze sank ein Stück hinab. Dunwin sprach noch immer mit Archibald, der offenbar beleidigt war.
»Wenn wir hier fertig sind, statte doch zum Ausgleich einfach meinen Söhnen einen Besuch ab und erteile ihnen eine Lehrstunde«, schlug er vor, ohne dabei Brandur aus den Augen zu lassen. »Vielleicht gelingt es dir ja diesmal, ihnen Respekt vor purer Körperkraft beizubringen. Es braucht keinen Magier, um diese ganze Brut kaltzumachen. Bring ihnen das bei. Sie sind genau so wertlos wie Brandurs und Kunwolfs Brut!«
Dunwin griff an. Ihre Klingen trafen sich vor dem Vollmond, wirbelten gemeinsam herum, trennten sich wieder, schlugen erneut aufeinander. Brandur parierte, ripostierte, attackierte, so gut er noch konnte. Dunwin musste ihm nach hinten ausweichen, hüpfte auf die Mauer des Balkons und tänzelte rückwärts. Brandur setzte nach und hieb nach seinen Füßen. Dunwin machte einen eleganten Satz darüber hinweg, sprang und landete auf dem Flachdac. Dann rannte er fort.
Dieser Feigling!
Brandur sprang folgte ihm über die Mauer auf den Kastenbau. Dunwin schien zu straucheln und er holte ihn bald ein. Den Sippenmörder, die schlimmste Brut, die Alastair je hervorgebracht hatte. Brandur würde ihm ein Ende bereiten, jetzt und hier.
»Wo ist Kunwof?« Brandurs Stimme war ganz ruhig. Er war gekommen, um zu töten und er würde es zu Ende bringen. Er kannte die Antwort, doch er wollte sie aus dem Mund dieses Scheusals hören. »Wo ist unser Bruder?«
Dunwin lachte und stand auf einmal wieder sicher auf beiden Füßen. Das Straucheln, die Flucht - nichts als eine weitere Finte. Er stellte sich vor ihn und sah ihm furchtlos und ohne die Spur von Reue in die Augen.
»Tot, so wie du auch gleich!«, brüllte Dunwin und trat Brandur noch bevor er den Satz beendet hatte in den ungeschützten Bauch. Brandur war zu langsam, er bekam den Tritt ab, bevor er seine Bauchmuskulatur anspannen konnte. Der Fuß quetschte seine Eingeweide bis fast zur Wirbelsäule. Ein Schwall von Mageninhalt wurde in Brandurs Mund und Nase gedrückt, er erbrach sich, hustete und sah die Klinge auf seine Brust zurase. Im letzten Augenblick drehte er sich zur Seite und riss den Arm nach oben. Der Degen fuhr unter seiner Achselhöhle hindurch, schnitt durch Morgenmantel und Nachthemd und zerteilte seine Muskeln bis auf die Knochen. Er spürte, wie die Klinge über seine Rippen fuhr.
Sein Schwertarm war damit unbrauchbar. Rasch wechselte er die Waffe in die andere Hand, während er den Schwertarm angewinkelt gegen seine blutende Flanke presste.
Dunwin brüllte vor Zorn. Wütend darüber, nicht Brandurs Herz durchbohrt zu haben, stach er nun nach seiner Kehle. Brandur versuchte, sich zu verteidigen. Doch mit dem linken Arm war er nicht halb so gut wie mit dem rechten und selbst mit seinem Schwertarm war er den Fechtkünsten seines Bruders nicht gewachsen. Dunwin hatte nie auf Magie zurückgreifen können, sondern sich stets auf seinen Körper verlassen müssen. Er war mehr als gut, er war ein hervorragender Krieger. Je länger der Kampf dauerte, umso mehr bekam Brandur das Gefühl, dass sein Tod unausweichlich war. Die schwere Verletzung und die Anstrengung forderten ihren Tribut.
Doch er hatte noch einen letzten Trumpf. Wenn sein älterer Bruder tot war, konnte er ihn beschwören.
›Kunwolf‹, rief er gedanklich und tastete im Nexus nach dessen vertrauter Präsenz. Er spürte ihn, völlig verstört. Ja, er war tot. Kunwolfs Geist hatte noch nicht einmal richtig begriffen, was geschehen war und wurde schon wieder zurück in die Welt der Lebenden gezerrt. ›hilf mir, Bruder!‹, sprach Brandur eindringlich. ›Dunwin ist uns zuvor gekommen, er hat die Nacht des Blutes selbst eingeläutet. Unsere Familien sind tot, nur noch ich bin übrig und ich bin verletzt! Hilf mir, dieses Schwein noch mit mir in den Tod zu reißen! Schinde mir noch ein paar Minuten heraus, bis er erschöpft genug ist, dass ich ihm den finalen Stoß versetzen kann!‹
›Ich bin kein guter Schwertkämpfer‹, erwiderte Kunwulfs Geist zögerlich.
›So wenig wie ich, Bruder. Lass es uns gemeinsam versuchen, es ist unsere letzte Chance, diesen Wahnsinnigen in den Abgrund zu befördern! Lass uns unsere Familien rächen und dann gehen wir gemeinsam in die Große Dunkelheit ein.‹
Brandur spürte, wie die vertraute Kälte des Geistes sich um ihn legte wie ein Mantel aus Eis. Dann sank Kunwolf in ihn hinein und es war, als würde das Gehirn des Hexenmeisters gefrieren.
Dunwin wich ein paar Schritte zurück, als er das blaue Leuchten sah, das von Brandur ausging, der konzentriert da stand. Das erste Mal in dieser Nacht spiegelte sich Angst in dem Gesicht des jüngsten und skrupellosesten der drei Brüder.
»Es ist Kunwolf«, keuchte Dunwin. »Du hast Kunwolf gerufen!«
Brandur schlug die Augen auf. Sie leuchteten grellblau in der Nacht.
»Wir bringen dich um«, sprach der Hexer nun mit doppelter Stimme. Dann preschte er vorwärts.
Ihre aufeinanderprallenden Degen klangen wie die Schläge eines Schmiedehammers. Der Kampf verlief so schnell, dass man ihm kaum mit bloßem Auge hätte zu folgen vermocht. Funken sprühten. Brandur spürte, dass sie nun in der selben Liga kämpften. Zwei mittelmäßige Fechter in einem Körper standen gegen einen inzelnen sehr guten Mann. Es war wie ein Tanz des Todes, bei dem die Führung sich abwechselte. Mal jagte der Hexer seinen Gegner über das Dach, dann war es umgekehrt. Sie drehten sich, ihre Klingen blitzen im Mondlicht und ein Funkenregen ergoss sich über Brandurs Gesicht. Dunwins Gesicht war vor Anstrengung verzerrt. Brandur konnte mehrere Treffer landen, doch verhinderte Dunwins Rüstung, dass die Treffer tödlich verliefen. Sie verursachten bestenfalls einige oberflächliche Schnitte. Und irgendwann spürte Brandur, dass er endgültig ermüdete. Körper und Geist hatten sich bis zum Äußersten verausgabt.
›Kunwolf.‹
›Ja?‹
›Ich kann nicht mehr. Du musst diesen Kampf allein übernehmen.‹
›Was?! Allein habe ich keine Chance! Halt noch ein wenig durch! Auch er muss irgendwann müde werden. Ich helfe dir!‹
›Es ist vorbei. Ich bin am Ende, Bruder.‹
›Nein! Reiß dich zusammen, komm schon! Noch ein bisschen!‹
Brandur spürte, wie Kunwolf all sein Können zusammennahm, um seinen erschöpften Körper zu führen. Brandur taumelte herum, wurde durch die Gegend gezogen wie eine Marionette. Einige Hiebe lang vermochte Kunwolf noch, Dunwin standzuhalten. Dann trat er mit Brandurs Körper fehl.
Brandur knickte mit dem Fuß um und stolperte. Dunwin nutzte die Gelegenheit sofort, verpasste ihm einen weiteren Tritt in den Bauch und Brandur stürzte. Doch er prallte nicht auf dem Dach auf.
Er fiel weiter.
Brandur riss den Mund auf zu einem stummen Schrei, als ihm bewusst wurde, dass er gerade rücklings vom Dach stürzte. Er sah seine Hände vor sich, die ins Nichts griffen, den wirbelnden Degen, den er losgelassen hatte, seine nackten, strampelnden Füße und seinen wehenden Morgenmantel, unter dem weiß das Nachthemd hervor flatterte. Und darüber, auf der Dachkante stehend, die dunkle Silhouette Dunwins.
Es war vorbei.
Brandur spürte von unten einen heftigen Schlag gegen seinen Rücken, eiskalt umschloss ihn das Wasser des Flusses. Der Hexenmeister verschwand in einem Wirbel von Luftblasen und ging darin unter. Der Fluss riss den Hexer mit sich, wirbelte ihn endlos oft herum, schlug ihn gegen Steine udn Baumstämme und zerrte ihn über das kiesige Bett, ehe Brandur das Bewusstsein verlor.

Als er erwachte, lag er auf einem steinigen Ufer. Es roch nach verfaultem Schlamm und nach Frost. Die Morgensonne war schon aufgegangen, doch sie hatte seine gefrorenen Ärmel nicht aufgetaut. Brandur stützte sich auf die Unterarme, seine eisüberzogenen Kleider knisterten. Vor Kälte waren seine Gliedmaßen steif und gefühllos wie Holz. Es dauerte lange, ehe er auf allen vieren stand und noch länger, ehe er, kreideweiß, aufrecht stand.
Das Herrenhaus war von hier aus nicht zu sehen. Er musste weit fortgespült worden sein. Kunwolf war fort und Brandur zu schwach, um ihn erneut zu beschwören. Er war vollständig allein. Ihm wurde bewusst, dass alle, die ihm je etwas bedeutet hatten, seit letzter Nacht tot waren. Seine Frau, seine Geliebte, seine Kinder, seine Dienerschaft, sein Bruder.
Brandur begann am ganzen Körper zu schlottern. In seinem Zustand war das ein gutes Zeichen. Sein Körper nahm den Kampf auf, obwohl seine Seele sich so starr und tot anfühlte wie seine tauben Füße.
Er blickte flussaufwärts, wo hinter den Bäumen, weit entfernt, irgendwo das Herrenhaus lag, in dem er geboren worden war und in dem er das Martyrium seiner Kindheit verbracht hatte. Den Ort, von dem er und seine Brüder so oft versucht hatten, zu fliehen, damals, als sie noch Freunde waren, bis sie zu alt dafür waren und ihren Platz in der blutigen Geschichte der Familie von Hohenfelde einnahmen.
Steifbeinig, jeden Schritt einzeln setzend und unter extremen Schmerzen, stapfte Brandur barfuß durch das gefrorene Gras. In seinem Rücken war irgendetwas kaputt. Er konnte nur winzige Schritte machen und jede Erschütterung fuhr wie ein Blitz seine Wirbelsäule hinauf. Doch für Brandur hatte dies keine Bedeutung.
Seine Augen waren glasig. Erneut war es ihm, als würde er über eine Brücke gehen, als würde er das alles nur träumen, als wäre er ein Schlafwandler, der durch einen Alptraum wandeln muss, ohne doch je erwachen zu können. Nie zuvor hatte er sich so tot gefühlt, so wenig Leben in sich verspürt. Da war nichts mehr.
Den Blick entrückt, die Wahrnehmung in weiter Ferne, bewegte er sich mechanisch fort von dem Ort, an dem Brandur von Hohenfelde gestorben war.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#7

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:30

Charbogen-Ergänzung:

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http://asamura.de/viewtopic.php?f=64&t=1227


Hunger -- 165 n.d.A.

Jesper strich sich seine struppigen, langen, roten Haare aus dem Gesicht. Arch hatte scheinbar mitten in der Nacht das Bett verlassen. Jesper tapste gähnend nach unten in den Keller um sich noch einen Snack zu holen und dort nach Arch Ausschau zu halten. Arch liebt es dunkel und bevorzugte Kellerräume als Wohnort, aufgrund seiner Migräne.

Als Jesper vor der Kellertür stand hörte er ein seltsames Wimmern, dass in einem Gurgeln unterging. Seine Hand verharrte über der Türklinke. Jesper schluckte und drückte lautlos die Klinke herunter. Ganz behutsam schob er die Tür auf, um keinen Laut zu verursachen.

Jesper erblickte eine Person mit einer kräftigen, drahtigen und dennoch muskulösen Figur, die von Narbengewebe, sonderbaren Tätowierungen und Jahrzehnten intensiver körperlicher Konditionierung gezeichnet war. Der Mann hielt den Kopf gesenkt. Archibald.

Er starrte auf Archibalds Rücken, der nackt auf seinen Fersen hockte und angespannt etwas in seinen Klauen hielt. Die seltsamen Tätowierungen auf seinem Rücken schienen im Zwielicht des Kellers zu einem Eigenleben erwacht zu sein. Sobald man sie nur aus den Augenwinkel sah, schienen sie sich wie Schlangen zu winden, starrte man sie genau an verharrten sie, als wollten sie einen verhöhnen.

Jesper sah die Anspannung in Archs Körper, er sah die Schulter- und Nackenmuskulatur unter Anstrengung arbeiten. Schlagartig dämmerte es Jesper, was Archibald dort gerade tat. Er fraß etwas mit animalischer Gier.
Die Szene wirkte surreal, das schummrige Licht, die Tätowierungen, die dämonische Körperhaltung von Arch und dies alles untermalt von leisen, reißenden, knackenden Geräuschen die Jesper einen Schauer über den Rücken jagten.

"Archi?", flüsterte Jesper.

Archibald wirbelte mit krank machender Geschwindigkeit herum und fixierte Jesper mit dunklen Augen. Seine Zähne, Lippen und sein ganzer Hals waren blutverschmiert. Blut- und gewebeverschmierter Geifer rann Arch träge in zähflüssigen Fäden die Lippen herab. In Archibalds Blick lag kein Wiedererkennen. Auf seinen Zügen spiegelte sich eine Mischung aus Gier, Trieb und Wahnsinn.

Sein Kopf fuhr für eine Sekunde herum, um einen Mundvoll Fleisch und Knorpel aus seinem Opfer heraus zu reißen. Archibalds Wangen sanken ein als er den großen Klumpen seine Kehle herab zwang und ihn herunter schluckte. Archibald richtete sich ruckartig halb auf, sein Blick brannte sich in den von Jesper und seine Lippen zogen sich zu einem Zähnefletschen zurück.

"Ruhig Arch, ganz ruhig", flüsterte Jesper beschwichtigend und ging ganz vorsichtig einen Schritt zurück.

Arch legte den Kopf schief, blinzelte und setzte sich wieder auf seine Fersen. Archibald wandte sich von Jesper ab. Erneut hörte Jesper wie sich die messerscharfen Zähne von Archibald in Fleisch und Knorpel gruben. Es folgte eine ruckartige Seitwärtsbewegung seines Schädels und das reißende Nachgeben von Fleisch. Gefolgt von schmatzenden Schluckgeräuschen und einen wollüstigen Stöhnen.

Ein Wimmern von etwas das gerade noch lebte. Eine nicht klar auszumachende Handbewegung von Arch. Ein Blutschwall samt Darmstränge klatschte zwischen seine nackten Füße auf den Boden. Arch hockte sich in Zeitlupe auf die Knie und umschlag das was er in den Armen hielt felsenfest. Die anschließenden Bewegungen waren sehr eindeutig und ließen keine Frage offen, was Arch dort tat.

Jesper presste sich die Hand auf den Mund. Er atmete tief durch, aber der Blutgestank raubte ihm fast den Atem und er hatte Mühe auf den Füßen zu bleiben. Er verließ rückwärts so schnell er konnte den Raum und schloss hinter sich die Tür.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#8

Beitrag von Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 22:23

Charbogen-Ergänzung:

Wappen von Dornburg

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Urheber:
Burg: Urheber - Chatsam
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Dornenschnitt: Urheber - Madboy74
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#9

Beitrag von Archibald von Dornburg » Fr 22. Dez 2017, 23:12

Charbogenergänzung - Info-Ergänzung

Preisgegebene Informationen
von Archibald



Info - 05.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
-Retinale Migräne

...Ich wünsche mir Dein Geschenk, ich bitte Dich um Deinen Biss...

Oril... Oril ist Licht Kasimir und das Licht war seit jeher mein Feind.
Grelles Licht ertrage ich nicht, Aufgrund meiner Augen. Ich leide unter Migräne - Retinale Migräne. Das ist eine Erbkrankheit in unserer Familie. Oder besser gesagt, es war eine familiäre Erbkrankheit der von Dornburgs, nun sind sie ausgestorben.

Kennzeichnend für eine retinale Migräne sind einseitige auraähnliche visuelle Phänomene wie Skotome, Flimmern oder Blindheit, die sich auf die Zeit der Migräneattacke beschränken.

Während dieser Sehstörungen oder bis zu einer Stunde danach setzt die Migränekopfschmerzphase ein.

Kurzum es ist eine Migräne die so gesteigert ist, dass ich kaum noch etwas sehe oder schlimmstenfalls gar nichts mehr sehe, für die Zeit der Attacke.

Ebenso schlägt mir unabgebauter Stress auf die Augen. Stress muss von mir bewusst bekämpft werden. Ein Übungskampf, selbst ein Schattenkampf bei dem ich mich völlig verausgabe verhindert dann eine Migräneattacke, wenn ich Glück habe.

Brutalität ist somit von mir nicht immer ein gewollter, sadistischer Akt auch wenn ich sie größtenteils durchaus genieße. Brutalität ist oft bei mir Mittel zum Zweck. Der Zweck heißt Selbsterhaltung. Ein Selbstläufer mit enormen Nebenwirkungen.

Aber setzte ich den Stress nicht in entsprechende körperliche Arbeit um, erleide ich eben auf die mir eigene Art die schmerzliche Konsequenz. Ich kann dann für gewisse Zeit nichts mehr sehen, bis der Anfall vorbei ist und ich habe Kopfschmerzen in einem Ausmaß, dass ich das Gefühl habe mir platzt der Schädel.

Aus dem Grunde meide ich Licht. Folglich ist der Gott des Lichts, wohl die letzte Gottheit die ich verehren oder anbeten würde.

Ich bin ein Geschöpf der Dunkelheit und Stille, wenn Du so möchtest.
Da ich Dich und die Deinen wertschätze, offenbare ich Dir diese Schwäche, als Zeichen meines Vertrauens Kasimir...


****


Info - 07.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
-Hunger

...Hunger...

Oh ich kenne Hunger jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen. Und ich muss meinen Hunger genauso zügeln wie Du Kasimir. Mein Hunger ist ebenso verpönt wie Dein Blutdurst. Wir beide können unseren Hunger nicht in der Öffentlichkeit stillen, er würde die schlimmste Bestrafung nach sich ziehen.

Aber ich habe gelernt mich zu beherrschen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad.
Es ist ein Balanceakt zwischen Vernunft und Trieb, zwischen Selbstbeherrschung und Haltlosigkeit.
Du verstehst nicht warum ich Dich um diese Gabe bitte...


***


Info - 08.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
- Mörder
- Hunger
- Sammler, Jäger, Menschenfresser
- Erste große Liebe
- Sklave/Simon

..."Du kannst mich nicht zu einem Mörder machen Kasimir… da ich bereits einer bin.
Ich bin ein Sammler, andere würden Jäger sagen, wieder andere nennen es Babybeißer, Menschenfresser… es gibt auch weitaus weniger schmeichelhafte Bezeichnungen für Personen wie mich, die jenen Hunger verspüren, der mich quält.

Hunger…
Wie soll ich Dir jenen Hunger beschreiben…

Es war das schönste Geschöpf, dass ich bis dato jemals gesehen habe. Weiße, blasse Haut, Augen blau wie die See und schwarze Haare. Er war starrend vor Dreck und er wühlte im Abfall nach Essen.
Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich verliebt hatte.

Aus diesem Grund wurde er meiner. Ich lockte ihn an, ich fing ihn ein. Ich war 14 und er war 4...
Ich weiß heute noch wo wer liegt... das heißt was...", erläuterte Arch versonnen.

„Sklave hat es nicht gut bei mir. Ich besitze ihn bereits 27 Jahre, ich fing ihn ein, da war er 4 Jahre alt. Meist dient er nur dazu, meine Launen zu ertragen. Er dient mir, er gehorcht aufs Wort und er fürchtet nichts mehr als mich und meine Misshandlungen.

Schau ihn Dir ruhig in aller Ruhe an. Seine Narben, selbst seine angeschärften Zähne sind mein Werk. Nicht persönlicher Natur, aber er war das Versuchsobjekt, bevor ich mir meine anschärfen ließ. Mir ist bewusst, dass ich ihm gegenüber oft sehr unfair bin.

Ich hätte ihn gehen lassen sollen, so wie alle anderen auch, als er seinen Dienst abgeleistet hatte. Sprich als er alt genug war. Aber sogar Personen wie ich vermissen Gesellschaft, auch wenn man uns das gerne abspricht. Aus dem Grund habe ich ihn behalten.

Er ist mein Leibdiener, mein Haustier und meine Mahnung, dass man nicht alles behalten sollte. Das bekommt er nun leider schon seit über einem Jahrzehnt zu spüren. Du kannst dem Tausch zustimmen, oder den Tag abwarten wo ich ihn freilassen werde. Es liegt bei Dir“, erklärte Arch.

Sklave musterte die seltsame Puppe und wich vor ihr zurück. Archibald nahm sie entgegen und drehte sie zwischen seinen Krallenfingern.

„Hübsch. Lumpenpuppe...“, grinste er zähnefletschend.

„Sklave fasst keine Puppen, Teddybären oder Spielzeuge an, weil er weiß was ihm sonst blüht. Ich sammele Spielzeuge, vorwiegend von den… Spendern. Es ist niemandem gestattet etwas aus meiner Sammlung anzufassen oder zu berühren. Schau“, erklärte Archibald und legte die Puppe genau vor Sklave ab, so dass er kaum noch Platz hatte, aus dem Weg zu gehen...


***


Info - 09.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
- Heilung nicht möglich

..."Vertrauen gegen Vertrauen Kasimir. Es ist nicht heilbar. Jedenfalls nicht so, dass ich danach ein normales Leben führen könnte. Vor langer Zeit... sehr langer Zeit, war ich einst mit Jesper in einem Tempel. Das ist ein alter Kumpel von mir. Er sagte sie könnten den Hunger heilen.

Sie können es heilen...
Nur nehmen sie Dir etwas dafür...
Du wirst einem Eingriff unterzogen...

Nun dann könnte ich meine Kopfschmerzen auch heilen, indem ich mir den Kopf abhacke...", erklärte Archibald langsam und rieb sich über das Gesicht...


***


Info - 13.11.202 n.d.A., (Chat-RPG Brandurs Ärger)
- Zweiter Keller
- Befreiung der Kinder

...Kaum im ersten Kellergeschoss angekommen sahen sie altbekanntem Luxus. Seidene Tapete in blutroter Farbe schmückte die Wände. Kerzen erhellten die Räumlichkeiten und überall stand dieses seltsame mechanische Spielzeug das Archibald so liebte. Dazwischen Puppen die mit toten Augen in den Raum starrten oder uralte, abgegriffene Teddybären.

Ein Museum der Kuriositäten für all jene, die niemals die zweite Kellerebene samt ihren Zellen gesehen hatten.

Auf einem Beistelltisch standen rote Kerzen in einem besonderen Muster angeordnet und umrahmten mit Sand gezeichnete Symbole. Ein Totenschädel ruhte mittig auf dem Tisch von dem Dunwin wusste, dass es sich um einen echten Schädel handelte.

Brandur von Hohenfelde
Brandur ging zu den Zellen und blickte hinein. Ihm wurde schwindelig, aber er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. "Diese Kinder, Archibald ... du wirst mit uns kommen. Du brauchst sie nicht mehr. Wir bringen sie zu den Bütteln und diese kümmern sich darum, dass sie wieder nach Hause kommen. Ich habe einmal weggesehen. Ich werde es nicht noch einmal tun."...

...Brandur von Hohenfelde
*holt die Kinder heraus, den kleinsten trägt er auf dem Arm* Wir bringen sie zur nächsten Büttelwache. Was denn sonst. Dunwin, gib auf Archibald Acht, Linahrd, hilf mir mit den Kindern. Kommt, wir bringen euch nach Hause. Dein sogenannter Sklave kommt auch mit.


***
Zuletzt geändert von Archibald von Dornburg am Fr 22. Dez 2017, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#10

Beitrag von Archibald von Dornburg » Fr 22. Dez 2017, 23:19

Charbogen-Ergänzung:

Archibalds Tagebuch
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http://asamura.de/viewtopic.php?f=64&t=1231
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