Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Kolbakur [Raktaure]

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Kolbakur
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Registriert: Fr 11. Dez 2015, 19:18
Volk: Raktaure
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Kolbakur [Raktaure]

#1

Beitrag von Kolbakur » Fr 11. Dez 2015, 19:29

Kolbakur

Kurzinfo

Name: Kolbakur
Alter: 31 Jahre
Volk: Raktaure (Centaure)
Geschlecht: mÀnnlich
Familienstand: Eltern sind verstorben. Lebt als Sklave.

Beruf und Glaube

Kolbakur ist in seinem Leben weit herumgekommen. Jedoch weniger aus freiem Entscheid, sondern als Sklave, der mehrmals versteigert wurde.
Er beherrscht die wichtigsten Sprachen und kennt die Sitten und das Verhalten unterschiedlichster Völker.
Mit der Zeit lernte er verschiedene TĂ€tigkeiten kennen, hat jedoch keinen richtigen Beruf erlernt.
Meistens wurde er als „Lastgaul“ benutzt. Er sollte fĂŒr seine Besitzer schwerbeladene Karren ziehen oder andere körperliche Arbeiten verrichten.
Viele Jahre und traurige Erfahrungen spÀter wurde er vom naridisch-almanischen Heer ersteigert. Zu dieser Zeit war sein Wille bereits gebrochen und er liess sich wie ein Schlachtpferd reiten oder zog die schweren KriegsgerÀte.
Kolbakur glaubte frĂŒher an Rakshor, wie seine Eltern es ihm vermittelt hatten. Doch mit der Zeit in der Gefangenschaft verlor er jeglichen Glauben sowohl an die Götter als auch an sich selbst. Er hat sich untergeordnet und befolgt die Befehle seiner Herren.


Erscheinung und AusrĂŒstung

GutmĂŒtiger Riese – dies ist wohl die beste Beschreibung fĂŒr den mĂ€chtigen Centauren, der mit einer Grösse von etwa 2,60 Metern (am Kopf gemessen, Widerristhöhe ca. 1,70 Metern) so ziemlich jeden ĂŒberragt. Er hat einen sehr muskulösen Körper, obwohl er nicht mehr der JĂŒngste ist und wiegt beinahe eine Tonne. Sein glattes Fell ist kohlrabenschwarz, was ihm auch seinen Namen eingetragen hat, der so viel wie „schwarzer RĂŒcken“ bedeutet. Nur am Kopf, sowie in seiner MĂ€hne und dem Schweif haben sich bereits silbrig weisse Haare eingeschlichen, die auf sein fortschreitendes Alter hindeuten. An den Fesselgelenken besitzt er einen dichten Fesselbehang, der ihn noch robuster wirken lĂ€sst.
Auch sein menschlicher Rumpf ist von einem dunklen, beinahe schwarzen Hautton gekennzeichnet.
In seinem Gesicht zeigen sich Falten, die auf ein hartes Leben hindeuten. Nur selten ist seit seiner Gefangenschaft ein LĂ€cheln darin zu erkennen. Wer ihn jedoch gut kennt, kann an seiner Haltung feine Regungen herauslesen.
Seine Arme sind lÀnger als die von den Menschen und seine HÀnde von einer dicken Hornhaut bedeckt, wie bei allen Centauren. Er kann sich vegetarisch ernÀhren.
Kolbakur hatte einst eine wallende MĂ€hne, die sein ganzer Stolz war. Doch in der Sklaverei wurde sie ihm irgendwann aus praktischen GrĂŒnden und als DemĂŒtigung abgeschnitten. Die kurze StehmĂ€hne deutet auf seine Versklavung hin. Sein Oberkörper wie auch der Pferdeleib werden von Narben verunstaltet, die durch Peitschenhiebe und andere Foltermethoden entstanden sind, um ihn unter den Willen seines Besitzers zu zwingen. Auf seiner linken Hinterhand ist ein Brandzeichen zu erkennen.
Bei der Arbeit ist sein Oberkörper meist unbedeckt, doch mancher Besitzer sieht dies als unschicklich an und so trÀgt der Raktaure auch schon ein schmutziges Hemd, das ihm oft zu klein geraten ist.
Ansonsten gibt es Nichts, was Kolbakur seinen Besitz nennen könnte. Als Sklave hat er kein Hab und Gut und nicht einmal ĂŒber seinen eigenen Körper darf er selbst verfĂŒgen.

Auf den ersten Blick wirkt Kolbakur furchteinflössend. Doch wenn man ihn etwas eingehender betrachtet, erkennt man seine niedergeschlagene Haltung. Seine Schultern hĂ€ngen eher mutlos und kraftlos herab. In seinen Augen spiegelt sich jene Trauer wieder, welche er auch in seinem Inneren verspĂŒrt. Und obwohl sein Äusseres sein Alter nicht preisgibt, wirkt er auf Grund seines Verhaltens oft wie ein Greis.
Wenn er viel Gewicht ziehen muss, hat er oft Schmerzen in den Gelenken, beklagt sich jedoch niemals darĂŒber.


Charakter und besondere FĂ€higkeiten

Kolbakur hatte eine schöne Kindheit. Er liebte die Freiheit und genoss es, mit seiner Familie und den Nomaden zu reisen. Er war schon immer ein ruhiger Kerl gewesen, doch trotzdem lebensfroh und neugierig. Er war ausserdem Ă€ussert grosszĂŒgig und gutmĂŒtig.
Mit der Versklavung Ă€nderte sich sein ganzes Leben. Anfangs hatte er Widerstand geleistet, hatte versucht, den Besitzern zu entfliehen. Er war mit der Gesinnung zu Rakshor aufgewachsen und verachtete die Wesen, welche anderen solch ein Leid zufĂŒgen und sie ihrer Freiheit und WĂŒrde berauben konnten.

Doch die Jahre vergingen und Kolbakur verÀnderte sich.
Aus dem ruhigen, aber doch frohen und mutigen Raktauren entwickelte sich ein Greis. Seine Bewegungen wurden trĂ€ge, sein Blick trĂŒb. Sein Gesicht ward ernst und auf seiner Stirn zeigen sich viele Falten. Seine Gedanken verbirgt er hinter einer achtlosen Miene.
Anfangs wollte die Wut auf die Ungerechtigkeit des Schicksals ihn innerlich zerreissen. Doch irgendwann lernte er, damit umzugehen.

Er begann seine Besitzer mit anderen Augen zu sehen. FĂŒr ihn waren sie bemitleidenswert, denn sie brauchten ihn, um ihre Arbeit zu erledigen und sie im Krieg zu unterstĂŒtzen. Sie hatten nicht die StĂ€rke, selber etwas zu schaffen und waren auf die FĂ€higkeiten anderer angewiesen.
Seine Sanftmut und GutmĂŒtigkeit brachten ihn sogar dazu, im Kampf loyal gegenĂŒber seinem Reiter zu sein. Sie alle kĂ€mpften doch auch nur ums Überleben. Ausserdem versorgten sie ihn mit Nahrung und er lebte im Schutz einer Menge. Er brauchte nur ihre Befehle auszufĂŒhren.
Kolbakur wurde zu einem unkomplizierten Sklaven. Bald wĂŒsste er gar nicht mehr, wie es wĂ€re, ĂŒber die Steppen zu Galoppieren, frei zu sein.

Er ist es nicht gewohnt, sich in geschlossenen RĂ€umen aufzuhalten, was auf Grund seiner Grösse aber auch kaum möglich ist. Kolbakur hat Platzangst und wenn er sich zu sehr eingeengt fĂŒhlt, kann er auch aus der Haut fahren und dabei alles ĂŒber den Haufen rennen, was sich ihm in den Weg stellt.

Was Kolbakur auf Grund seiner Natur jedoch nicht vermag, ist töten. Er schafft es nicht, einem Wesen das Leben zu nehmen, eher wĂŒrde er selbst den Tod finden. Im Kampf wird er gezwungen, sich zu verteidigen, aber niemals wĂŒrde er absichtlich den tödlichen Streich ausfĂŒhren. Oft plagen ihn des Nachts AlbtrĂ€ume.
Mit dem Alter kommt das Vergessen und das nahm Kolbakur bisweilen mit grosser Freude entgegen, denn die Erinnerungen schmerzten ihn bloss. Er weiss nicht mehr wie es ist, fĂŒr sich sorgen zu mĂŒssen, unabhĂ€ngig zu sein. Er ist bloss Eigentum, eine Ware, die man beliebig verschachern kann.

Kolbakur beherrscht die Sprachen Rakshanisch und Asameisch.


Magie

Kolbakur besitzt keine Begabung zur Magie oder zum Schamanismus, und ist auch noch nicht viel damit in Kontakt gekommen.


Lebenslauf

Kolbakur war noch sehr jung, als er versklavt wurde. Damals besass er noch viel Lebensmut und war ein aufgestellter, junger Mann, dem noch die ganze Welt zu Hufen lag.
Seine Eltern waren Raktauren, welche sich Nomaden angeschlossen hatten. Sie waren glĂŒcklich, wenn sie zusammen sein konnten und genossen die Freiheit herumzureisen.
Dann jedoch geschah es, dass eine Gruppe DĂŒsterlinge ĂŒber die friedlichen Reisenden herein brachen. Es gab viele Verluste, doch die SklavenhĂ€ndler konnten guten Gewinn aus dem Überfall schlagen.
Kolbakur wurde von seinen Eltern getrennt.
Lange Zeit versuchte er zu entfliehen, wehrte sich gegen die Hiebe und den Zwang.
Mehrere Male wurde er verkauft, lebte bei den DĂŒsterlingen, den Menschen, kam mit Goblins in Kontakt und bereiste so unterschiedliche Gebiete und lernte neue Völker kennen.
Nicht immer hatte er es schlecht in seinem Leben, es gab auch einen Besitzer, der ihm bestimmt, aber dennoch freundlich gegenĂŒbertrat. Dessen Tochter, Dauphine Josephine, hatte einen Narren an dem dunklen Riesen gefressen, weswegen ihn FĂŒrst Marquis Lucien de Chasseaux schliesslich als Geschenk gekauft hatte. In dieser Zeit machte sich seine Sanftmut bezahlt und er wurde gut behandelt. Als die FĂŒrstentochter seiner ĂŒberdrĂŒssig wurde und sich mehr fĂŒr hĂŒbsche Kleider zu interessieren begann, wurde der krĂ€ftige Centaure auf einen der Höfe in der NĂ€he der Burg umgesiedelt, um bei der schweren Feldarbeit mitzuhelfen. Dort lernte er den jungen Gargoyle Dario kennen.
Zuletzt geÀndert von Kolbakur am Do 3. MÀr 2016, 14:29, insgesamt 9-mal geÀndert.
Eine schwere Zeit ist wie ein dunkles Tor.
Trittst du hindurch, trittst du gestÀrkt hervor.

(Hugo von Hofmannsthal)

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