Farrinur Hraunar [Farisin]

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Farrinur Hraunar
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Volk: Farisin
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Farrinur Hraunar [Farisin]

#1

Beitragvon Farrinur Hraunar » Sa 30. Jan 2016, 16:25

Farrinur Hraunar

Kurzinfo
Name: Farrinur Hraunar
Alter: 31 Jahre jung
Volk: Farisin
Geschlecht: m├Ąnnlich


Familienstand:

Hador Hraunar und Elfie Hraunar sind die Eltern von Farrinur. Sein Vater ist in der Baukunst ausgebildet und vermag es mit Hilfe seiner Magie, die Lava zu geb├Ąudeartigen Gebilden zu formen. Die Mutter Elfie ist eine sehr ruhige, doch fr├Âhliche Pers├Ânlichkeit. Nach dem tragischen Tod ihrer einzigen Tochter Jakaba Hraunar, versank sie jedoch in einer Depression.
Jakaba Hraunar ist die j├╝ngere Schwester von Farrinur, welche bei einem Ungl├╝ck zu Tode kam.
Ihr Tod nahm starken Einfluss auf die ganze Familie.
Auch die Grosseltern von Farrinur leben in Farisani, doch auch sie wandten sich nach dem Tod von der Enkelin von ihrem Enkel ab, da sie ihn f├╝r das Ungl├╝ck verantwortlich machen.


Beruf und Glaube:

Nach Abschluss der ersten schulischen Ausbildung, wo Farrinur sich haupts├Ąchlich f├╝r die Biologie interessierte, machte er berufliche Erfahrungen auf einem Hof. Er k├╝mmerte sich im Stall um das Vieh. Zudem wurde er schnell als Verantwortlicher f├╝r den Kr├Ąutergarten bestimmt, als sein Wissen ├╝ber die Botanik zutage trat.
Bei den Waldalben lernte er weitere Aspekte der Natur kennen und wurde im Glauben zu Ardemia unterwiesen. Die Gottheit inspirierte ihn dazu, nach ihrem Glauben zu leben. Durch Segira entdeckte er seine Affinit├Ąt im Umgang mit dem Schwert, da er diese Art zu k├Ąmpfen als ehrenvoller betrachtete, als durch Magie.
Als durch einen Rakshanerangriff viele befreundete Centauren ums Leben kamen, best├Ąrkte ihn dies in seinem Denken.
Rakshor bringt er mit Zerst├Ârung, Tod und Chaos in Verbindung.
Auch zu Kalmos empfindet er im Gegensatz zu seinem Volk keine ehrfurchtsvollen Gef├╝hle, sondern eine tiefe Abneigung schwielt in seinem Innern, was mit dem Tod seiner Schwester und seiner Unf├Ąhigkeit zur Kontrolle ├╝ber das Feuer zusammenh├Ąngt.


Erscheinung und Ausr├╝stung

Mit seinen 1,86 ist Farrinur ein hochgewachsener junger Mann. Er besitzt einen muskul├Âsen K├Ârper durch das Leben in der Wildnis. Seine Arme sind kr├Ąftig vom Bogenschiessen und auch seine Beine sind vom ausdauernden Laufen gest├Ąhlt.
Als Farisin besitzt er einen dunkelroten, beinahe bordeauxfarbenen Hautton, der stellenweise von einem roten Liniennetz durchzogen wird. An manchen Orten sind rauere Stellen zu erkennen, welche an getrocknete Lava zu erinnern scheinen.
Farrinurs Haare sind rabenschwarz und relativ kurz und zerzaust. Oft sind sie auch an gekokelt, wenn er seine Gef├╝hle nicht im Zaum zu halten versteht.
Der 31 Jahre z├Ąhlende Farisin hat dunkle Augen, welche jedoch bei seinen Ausbr├╝chen oftmals rot zu gl├╝hen scheinen. Sein Gesicht ist markant und von Entbehrungen so wie immer an w├Ąhrenden Sorgen gekennzeichnet. Der Ausdruck ist oft ernst.
Jedoch ist Farrinur wie viele Farisin temperamentvoll, was sich dann auch in seinen Z├╝gen zeigt, welche er nicht zu verbergen vermag.

Farrinur tr├Ągt gerne Lederkleidung, welche nicht so schwer ist wie eine R├╝stung, jedoch vor kleineren Angriffen und gegen Wetterwidrigkeiten zu sch├╝tzen vermag. Wenn seine Gew├Ąnder einmal wieder einem seiner Kontrollverluste zum Opfer fallen, nimmt er auch mit einfachen Hemden und Wollhosen vorlieb. Teure Kleider leistet er sich nicht, da sie meist nicht lange halten.
In der Wildnis ist er mit Pfeil und Bogen unterwegs und einem Dolch.
Er weiss jedoch auch mit einem Schwert umzugehen. Meistens borgt er sich Schwerter von toten Feinden aus, um sie dann guten Gewissens zur├╝cklassen zu k├Ânnen, sobald er sich wieder f├╝r l├Ąngere Zeit in der Wildnis aufh├Ąlt, da diese eher unhandlich und schwerer zum Mitf├╝hren sind.
Ansonsten besitzt er nicht viel. Manchmal verdient er sich einige M├╝nzen, indem er den Bauern hilft mit dem Vieh.


Charakter und besondere F├Ąhigkeiten

Sein ausgesprochenes Temperament stellt eine Schwierigkeit dar, mit welcher Farrinur oftmals zu k├Ąmpfen hat. Seine Emotionen l├Âsen ungewollte Feuerausbr├╝che aus, welche in gr├Âsserem oder kleinerem Ausmass Schaden anrichten k├Ânnen.
Farrinur kann seine Gef├╝hle ausserdem nur schwer verbergen und sein Gesicht ist wie ein offenes Buch. Sehr starke Regungen sind ausserdem an seinen gl├╝henden Augen zu erkennen.
Der junge Farisin tr├Ągt viele Sorgen mit sich herum. Dies erkennt man an seinem oftmals abwesenden und strengen Gesichtsausdruck. Er macht sich viele Gedanken ├╝ber sich selbst. Oftmals f├╝rchtet er sich vor seinen eigenen Reaktionen und ist deshalb zur├╝ckhaltend mit neuen Bekanntschaften. Grosse Ansammlungen von Menschen meidet er aus Angst, eine Gefahr f├╝r andere darstellen zu k├Ânnen.
Seit seine Schwester Jakaba im Feuer umgekommen ist, verabscheut Farrinur seine Feuermagie und verbindet sie mit Tod und Zerst├Ârung. Er begann die Flammen in seinem Innern zu unterdr├╝cken.
Dadurch kam auch sein Hass gegen├╝ber Rakshor und Kalmos zustande, welche er mit negativen Eigenschaften wie Chaos und Krieg in Verbindungen bringt.
Seine Liebe gilt stattdessen der G├Âttin Ardemia. Schon immer interessierte er sich f├╝r die Botanik und Zoologie und ist den Waldalben dankbar daf├╝r, ihn in ihren Glauben eingef├╝hrt zu haben.
Farrinur vermag es nicht, Stolz auf sich zu empfinden. Durch seine Kontrollverluste h├Ąlt er sich f├╝r unw├╝rdig und schwach.
Farrinur kann besser mit Tieren als mit Menschen umgehen. Ausserdem besitzt er ein grosses Wissen ├╝ber die Wirkung von Pflanzen.
Als Farisin hat er eine etwas h├Âhere K├Ârpertemperatur und f├╝hlt sich auch bei gr├Âsserer Hitze wohl. Trotzdem ist er nicht gegen das Feuer immun.
Frauen gegen├╝ber bildet Farrinur schnell einen Besch├╝tzerinstinkt heraus. Da er seine Schwester nicht zu beh├╝ten vermochte, versp├╝rt er vermehrt den Drang, ein solches Vers├Ąumnis nicht wieder zuzulassen.
Wie alle Farisin ordnet sich auch Farrinur nicht gerne unter. Er lebt lieber unabh├Ąngig und auf sich selbst gestellt.


St├Ąrken und Schw├Ąchen, Zusammenfassung

St├Ąrken:
    :punkt: Lesen und schreiben
    :punkt: Ausgepr├Ągtes Wissen ├╝ber Botanik und Zoologie
    :punkt: Versteht sich auf den Umgang mit Tieren und die Anwendung von Pflanzen
    :punkt: Heilkunst vor Allem bei Verbrennungen
    :punkt: Tiere f├╝hlen sich zu ihm hingezogen und er kann sich in ihrer Gegenwart entspannen
    :punkt: Empfindet oft Freude ├╝ber die Wunder der Natur
    :punkt: Eann reiten
    :punkt: Kann eine Zeit lang selbst├Ąndig in der Wildnis ├╝berleben
    :punkt: Beherrscht den Umgang mit Bogen, Dolch und Schwert
    :punkt: Ausgepr├Ągter Besch├╝tzerinstinkt gegen├╝ber dem weiblichen Geschlecht
    :punkt: Lernt vermehrt, seine Feuerausbr├╝che in Form von Hitze in seine Umgebung oder Gegenst├Ąnde hinein abzugeben

Schw├Ąchen:
    :punkt: Kann Gef├╝hle nicht verbergen
    :punkt: Wirkt oft ernst oder abwesend, in Gedanken versunken
    :punkt: Empfindet keinen Stolz auf sich, hat oft Sorgen oder Schuldgef├╝hle
    :punkt: Unterdr├╝ckt seine magische Begabung
    :punkt: Gef├╝hlsschwankungen f├╝hren zum Kontrollverlust ├╝ber seine Magie. Dies zeigt sich in Form von Hitze oder ungewollten Feuerausbr├╝chen
    :punkt: F├╝hlt sich nach den Ausbr├╝chen geschw├Ącht. Macht sich Vorw├╝rfe oder f├╝rchtet sich vor sich selbst
    :punkt: Hat keinen Kleindrachen als Gef├Ąhrten erhalten, was eine grosse Schmach f├╝r ihn darstellte


Magie

Wie die allermeisten Farisin ist Farrinur magiebegabt. Die Feuermagie ist ein Teil von ihm und er wurde bereits fr├╝h darin unterrichtet.
Im Verlauf seines Lebens ├Ąnderte sich jedoch seine Einstellung zu seiner Begabung. Durch den Tod seiner Schwester, f├╝r den er sich verantwortlich macht, brachte er das Feuer mit Zerst├Ârung in Zusammenhang.
Er begann die F├Ąhigkeiten zu unterdr├╝cken, doch die Flammen brodelten in seinem Inneren weiter.
Bei Gef├╝hlsregungen kommt es oft zu einem Kontrollverlust. Je ausgepr├Ągter seine Emotionen ausfallen, desto st├Ąrker ist auch das Ausmass der Entladung seiner magischen Energie in Form von Hitze oder Feuer. Nach diesen Ausbr├╝chen f├╝hlt er sich oft geschw├Ącht, f├╝hlt Scham, Wut und auch Furcht vor sich selbst.
Wie alle Farisin beherrscht er ÔÇ×Flammengriff und DrachenwandlungÔÇť.
Bei seinem Meister lernte er in seiner Jugend ausserdem ÔÇ×kleine RauchwandÔÇť, ÔÇ×kleines Fl├ĄmmchenÔÇť und ÔÇ×heisser GegenstandÔÇť.
Da er seine Magie jedoch nur ├Ąusserst selten bewusst einsetzt, kann es passieren, dass auch diese Zauber misslingen.
Mit der Zeit gelang es Farrinur manchmal, seine Emotionen durch Erhitzung von Gegenst├Ąnden oder der Luft anstatt durch unkontrollierte Feuerausbr├╝che abzusondern. Dies funktioniert aber nur bei schw├Ącheren Gef├╝hlsschwankungen und wenn er sich dessen bewusst ist.
Farrinur besitzt keinen Kleindrachen oder andere Haustiere, obwohl er eine grosse Liebe zu den Lebewesen empfindet.


Lebenslauf

Farrinur Hraunar wuchs in der Stadt Farisani auf, im Schutz des Berges, umgeben von Wasser auf einer Insel, welche zus├Ątzliche Sicherheit bot vor den Blicken neugieriger oder verfeindeter Fremder.
Er war ein gl├╝ckliches Kind, seine Eltern waren Stolz auf ihn und liebten ihn innig. Er zeigte bereits fr├╝h sein Interesse f├╝r die Natur und besonders B├╝cher der Botanik und der Zoologie konnten ihn stundenlang fesseln. Auch die Magie war ein Teil von ihm. Schon fr├╝h bemerkten seine Lehrmeister, dass sie stark ausgepr├Ągt war und versuchten sie nach M├Âglichkeiten zu f├Ârdern.

Umso mehr entt├Ąuschte es den Jungen, als er im Alter von 8 Jahren in der ├╝blichen Zeremonie zu den Eiern gef├╝hrt wurde. Gespannt erwartete er das Wunder, welches ihm einen Kleindrachen zum Gef├Ąhrten machen w├╝rde. Er beobachtete, wie andere Kinder ihre Haustiere streichelten und dabei lachten und er w├╝nschte sich nichts sehnlicher, als dies ebenso zu k├Ânnen. Doch sein Wunsch sollte nicht in Erf├╝llung gehen. Ausgerechnet ihm, der so von der Natur fasziniert war, sollte dieses Erlebnis, diese tiefe Bindung verwehrt bleiben. Sp├Ąter schob er diese Tatsache auf sein Unverm├Âgen, das Feuer kontrollieren zu k├Ânnen und betrachtete sich als unw├╝rdig, als dass ein kleiner D├Ąmon ihm seine Freundschaft anbieten w├╝rde.

Farrinur war in seinem Jugendalter nicht einfach zu b├Ąndigen. Wenn er nicht am Lesen war, hatte er nur Flausen im Kopf, tollte mit seinen Freunden durch die Stadt und richtete manches Chaos an.
Zudem besass er schon damals wie die meisten Farisin ein ausgesprochenes Temperament. Schon bei Kleinigkeiten konnte er aufbrausend reagieren, anstatt einen k├╝hlen Kopf zu bewahren. Andererseits waren auch die ├äusserungen seiner Freude ├Ąusserst lebendig. Bei dem weiblichen Geschlecht kam er gut an, denn durch sein attraktives ├äusseres und seine Streiche, mit welchen er sich gerne in den Mittelpunkt stellte und andere zum Lachen brachte, erlangte er schnell Aufmerksamkeit.

Als Farrinur 17 Jahre z├Ąhlte, bekamen seine Eltern eine Tochter. Sie hatten sich schon lange ein zweites Kind gew├╝nscht und die kleine Jakaba zog mit ihren Pausbacken und dem strahlendsten L├Ącheln, das Farrinur je gesehen hatte, die ganze Familie in ihren Bann. Sie wurde zum Mittelpunkt und Farrinur h├Ątte alles f├╝r seine kleine Prinzessin getan, wie er sie oft nannte.

Mit 19 Jahren geschah jedoch etwas, das die ganze Familie f├╝r immer pr├Ągen sollte.
Farrinur war mit seiner kleinen Schwester alleine zu Hause. Der junge Mann ├╝bte sich gerade in seiner Magie und versuchte ein Kunstst├╝ck zu ├╝ben, um bei seinen Freunden angeben zu k├Ânnen. Seine kleine Schwester quietsche fr├Âhlich herum und beobachtete ihren grossen Bruder fasziniert. Farrinur l├Ąchelte sie an. ÔÇ×Schau her, kleine Prinzessin, ich zeig dir was!ÔÇť Er bildete einen Feuerball in seiner Hand und liess ihn dann wie ein leuchtendes Geschoss durch den Raum fliegen. Leider bemerkte Farrinur zu sp├Ąt, dass er sich etwas ├╝bersch├Ątzte. Als der Ball einen grossen Looping durchs Zimmer vollf├╝hren sollte, entwischte er dem Willen des Farisin. Stattdessen begann er wie ein Flummi immer schneller im Raum herumzuwirbeln. Farrinur versuchte ihn mit seiner Magie einzufangen, doch es half nichts. Pl├Âtzlich prallte die Feuerkugel von der Wand ab und klatschte voller Gewalt gegen das zarte Kind, welches gl├╝cklich mitten in dem Tohuwabohu sass. Die Wucht der magischen Energie schleuderte sie zur├╝ck und sie knallte mit ihrem Kopf hart auf dem Boden auf. Sie war sofort tot. Als die Eltern zur├╝ck kamen, fanden sie Farrinur am Boden sitzend, w├Ąhrend er seine kleine Jakaba in seinem Schoss wiegte, als w├Ąre sie bloss eingeschlafen.
Von diesem grauenvollen Moment an ├Ąnderte sich etwas in Farrinur. Pl├Âtzlich war die Feuermagie in seiner Empfindung nicht mehr Teil des Lebens, sondern ein Werkzeug des Todes und der Zerst├Ârung. Er begann seine Begabung zu unterdr├╝cken und die Magie in seinem Innern einzusperren.
Seine Eltern hielten ihn nicht davon ab. Elfie kam niemals ├╝ber den Tod ihrer Tochter hinweg. Sie vergrub sich in ihrer Trauer und verfiel in eine tiefe Depression. Ihr Mann hatte genug damit zu tun sich um seine Frau zu k├╝mmern. Er wandte sich zwar nicht direkt gegen seinen Sohn, doch er begann ihn zu meiden, wo er nur konnte. Die Grosseltern folgten seinem Beispiel und so begann auch Farrinur sich von seinem Volk zunehmend zu entfremden.
Er lebte weiterhin in Farisani und arbeitete auf einem Hof, wo Vieh gehalten und Kr├Ąuter angepflanzt wurden. Er zeigte Interesse daran und arbeitete hart, um die d├╝steren Erinnerungen und Schuldgef├╝hle zu ignorieren.

Es geschah an einem Tag, als er nach Hause ging, den Blick auf den Boden geheftet. Er redete kaum mit den anderen Farisin, wollte seine Ruhe haben. Er war nun 22 Jahre jung, doch er wirkte bereits ├Ąlter. Sein Kummer hatte Spuren in dem h├╝bschen Gesicht hinterlassen und w├╝rde ihn weiter zeichnen.
Pl├Âtzlich kamen ihm zwei Farisin entgegen. Junge M├Ąnner, in seinem Alter. Sie mochten ihn nicht, denn der Aussenseiter war ihnen suspekt. Es geh├Ârte sich nicht, Feste und andere Anl├Ąsse zu meiden. So begleiteten sie ihn auf dem Weg und begannen ├╝ber ihn zu spotten. Farrinur hatte seine Feuermagie bereits zu lange unterdr├╝ckt. Er sp├╝rte, wie seine K├Ârpertemperatur anzusteigen schien. Eine unglaubliche Hitze durchflutete ihn, als die Provokationen seinen Hass ansch├╝rten. Und pl├Âtzlich geschah es. Seine Augen gl├╝hten feuerrot, als aus dem Nichts eine Flamme von ihm ausgehend auf die beiden M├Ąnner zuschoss. Farrinur war genauso ├╝berrascht wie die beiden Farisin und rannte entsetzt davon, w├Ąhrend die beiden M├Ąnner noch damit besch├Ąftigt waren ├╝ber ihn zu schimpfen und Drohgeb├Ąrden zu machen.
Dies war der Anfang von Farrinurs Qualen. Anfangs geschah es nur selten, dass er seine Kontrolle verlor, bloss in Momenten, wo seine Gef├╝hle ├╝berschwappten und ihn mit sich fortschwemmten. Doch je mehr er sich zu f├╝rchten begann, je mehr er sich m├╝hte, das Feuer in seinem K├Ârper zu ersticken, desto geringere Gef├╝hlsschwankungen brachten seine Magie aus dem Konzept und sie entlud sich auf seine nahe Umgebung. Es geschah, dass er M├Âbel oder Str├Ąucher in Brand setzte, seine Kleider oder seine Haare ankokelte. Er wurde zunehmend zur Gefahr f├╝r seine Umgebung und als er beinahe den Hof mit dem Vieh in Brand setzte, beschloss er zu gehen.
Er konnte die Farisin, die Verherrlichung der Flammen und die Verehrung von Kalmos nicht mehr ertragen. Er wollte den Tod und die Zerst├Ârung hinter sich lassen und verliess Farisani.

Er mied St├Ądte und gr├Âssere Menschenansammlungen und mit seinem Wissen ├╝ber die Natur schlug er sich eine Zeit lang alleine durch. Schliesslich durchquerte er das Gebiet der Waldalben. Farrinur bewunderte ihren Umgang mit der Welt. Sie achteten alle Lebewesen. Anfangs nahmen sie ihn gerne bei sich auf und freuten sich ├╝ber den Wissensdurst des jungen Mannes. Seine Liebe zu allem Leben ├╝bert├╝nchte die Gefahr die von seiner Magie ausging. Die Waldalben versuchten ihm zu helfen, wo sie nur konnten. Sobald er in einem ihrer D├Ârfer unterwegs war, hielten sie Wassereimer bereit, um notfalls einzugreifen. Es machte Farrinur nicht gl├╝cklich, doch er f├╝hlte sich sicherer hier. Trotzdem stand er st├Ąndig unter Druck.
Er lernte viel, vor Allem den Respekt vor Ardemia, der G├Âttin des Lebens. Sie nahm schnell einen wichtigen Platz in seinem Herzen ein und verdr├Ąngte schliesslich auch Clawis, den er als Gott aller Elemente noch akzeptiert hatte. In ÔÇ×der MutterÔÇť fand er jedoch eine Gottheit, auf die er sich vollst├Ąndig einlassen konnte.
Mit 26 Jahren verabschiedete er sich von den Waldalben. Er sp├╝rte, dass er auch hier nie vollst├Ąndig zur Ruhe kommen w├╝rde, und sich immer noch als Gefahr sah. Da er auch keinen Stolz auf sich empfinden konnte, weil er nicht in der Lage war, das Feuer wenigstens zu kontrollieren, wenn es denn schon ein unerw├╝nschter Teil seines Ichs war, wollte er sein Leben Ardemia schenken. Er wollte den Glauben ausleben und in die Welt hinaus tragen.

Er kam nicht weit. Er begegnete einer Truppe Centauren, welche sofort seine ungeteilte Aufmerksamkeit erlangten. Diese Lebewesen waren so vollkommen in seinen Augen. Halb Mensch, halb Tier, lebten sie in v├Âlliger Einigkeit mit der Natur. Auch hier ├Âffneten ihm sein Wissensdurst und seine Liebe zu Ardemia die T├╝r. Die Centauren waren einverstanden damit, den Fremdling bei sich aufzunehmen und bald entwickelten sich tiefe Freundschaften.
Die Centauren waren st├Ąndig unterwegs und Farrimur musste sich ihrer Lebensweise anpassen. Da er nicht so schnell laufen konnte, fing er sich ein Pferd ein und lernte das Reiten. Bald konnte er mit den Wesen mithalten, und sein K├Ârper bildete Muskeln aus, von denen er noch nicht einmal wusste, dass er sie besass. Er vertiefte sein Wissen ├╝ber den Umgang mit Pflanzen und Tieren.
Erst jetzt f├╝hlte sich Farrimur endlich wieder zu Hause und seine Kontrollverluste nahmen ab. Sie verschwanden niemals ganz, denn noch immer unterdr├╝ckte er die Magie. Teilweise aus Abneigung, jedoch auch aus Angst, dass bei der Anwendung ein Ungl├╝ck geschehen m├Âge.
Stattdessen lernte er den Umgang mit Pfeil und Bogen und kleinen Dolchen, um sich notfalls gegen Feinde wehren zu k├Ânnen.
So lebte er 5 Jahre unter den Centauren. Bis ihn eines Tages wieder die bittere Realit├Ąt einholte. Es w├Ąre auch zu sch├Ân gewesen, wenn er f├╝r immer h├Ątte sein Gl├╝ck finden k├Ânnen.
So kam es, dass der Wildcentaurenstamm von einer Gruppe Rakshanern angegriffen wurde. Sie t├Âten in ihrer ├ťberzahl die meisten Centauren und nur wenigen gelang die Flucht. Als Farrimur realisierte was geschah, und die Wut und Trauer sich in einer m├Ąchtigen Feuerwelle einen Weg aus seinem Inneren brach, lagen die meisten Centauren bereits tot auf der blutdurchtr├Ąnkten Erde. Trotzdem vielen einige Rakshaner seinem Feuer zum Opfer und er erkannte zum ersten Mal, welche Ausmasse seine unfreiwillige Kraft erlangte. Ihm gelang die Flucht. Tagelang schlug er sich wie bet├Ąubt durch. War in einer Art Trance. Der Ausbruch des Feuers hatte ihn geschw├Ącht und er f├╝rchtete sich vor sich selbst. Doch auch das Entsetzen ├╝ber die Tat der Rakshaner frass in seinem Inneren weiter.
Rakshaner waren ihm bald zuwider und verhasst. Und die Zerst├Ârung durch Krieg, welchem er auf seiner Reise immer wieder begegnete, sch├╝rte seine Wut immer aufs Neue.
Zuletzt ge├Ąndert von Arafis am Mo 1. Feb 2016, 10:56, insgesamt 8-mal ge├Ąndert.
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