Tarkan Ali al-Kuwari [Rakshaner]

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Tarkan
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Volk: Rakshaner

Das Chaos

Tarkan Ali al-Kuwari [Rakshaner]

#1

Beitragvon Tarkan » So 31. Jan 2016, 17:20

Tarkan


Tarkan ist ein nicht mehr ganz junger Rakshaner, jedoch bis auf einige Zipperlein noch rĂŒstig. Neben seiner ĂŒppigen grauen Haarpracht fĂ€llt er vor allem durch sein etwas chaotisches KĂŒnstlernaturell auf. Dabei ist er AnfĂŒhrer eines rakshanischen Kriegstrupps, der sich 'die Zebras' nennt. Weniger durch kĂ€mpferisches Geschick, als vielmehr durch taktische Rafinesse haben es die Zebras unter Tarkans FĂŒhrung zu einer gewissen BerĂŒhmtheit gebracht. Nebenbei ist er auch Autor des berĂŒchtigten Chaoticums.


Kurzinfo

    Name: Tarkan Ali al-Kuwari
    Volk: Rakshaner
    Alter: 55
    GrĂ¶ĂŸe: 1,80 m
    Statur: normal
    Beruf: Tarrik (AnfĂŒhrer der Zebras), Autor des Chaoticums
    Herkunft: Rakshanistan
    Derzeitiger Wohnort: Cara'Cor (Zentralrakshanistan)
    Familienstand: verheiratet, Vater eines Sohnes
    Sprachen: Rakshanisch (Muttersprache), Asameisch (nur einzelne Worte)


Aussehen

    Tarkan ist abgesehen von seinem Haupthaar ein optisch eher unauffĂ€lliger Rakshaner, der sich fĂŒr sein Alter recht gut gehalten hat. Seine Haut ist brĂ€unlich, das lange, zottelige Haar bereits vollstĂ€ndig ergraut. Meist trĂ€gt er es offen ĂŒber einem Stirnband oder in Form eines Pferdeschwanzes.Seine Augen sind dunkel wie Obsidian und fĂŒr einen Rakshaner recht schmal und schrĂ€gstehend, doch nicht so sehr wie die Augen eines Arashi.

    Tarkan trĂ€gt leichte Fellkleidung, die seine Frau fĂŒr ihn anfertigt, bevorzugt aus Zebrafell, das Wahrzeichen seines Kriegstrupps. Meist ist dies also ein schwarz-weiß-gestreifter Lendenschurz und dazu ein braunledriges Oberteil. An den FĂŒĂŸen trĂ€gt er leichte Lederstiefel mit weichen Sohlen und dazu Beinlinge, die bis zu den Oberschenkeln reichen. Ist es warm, schiebt er sie bis zu den Knien hinab oder schlĂ€gt sie einfach um, so dass sie wie Stulpen aussehen. Bei KĂ€lte wirft er sich zudem einen weiten, unförmigen und schludrig aussehenden Zebrafellmantel ĂŒber, der um die HĂŒfte von einem GĂŒrtel zusammengehalten wird. Im Alltag trĂ€gt er prinzipiell einen zĂŒchtigen Gesichtsschleier aus wechselndem Stoff, manchmal schlicht, manchmal kunterbunt gemustert.

    Tarkan trĂ€gt sehr viel Schmuck aus Holz oder Knochen in Form von Halsketten, Ohrringen oder bunten BĂ€ndern an Hand- und Fußgelenken. Wie viele rakshanische MĂ€nner schminkt er seine Augen manchmal mit Kohle, wenn er sich ausgehfertig macht.


Charakter und MentalitÀt

    Tarkan ist jemand, der von den meisten Leuten spontan als sympathisch empfunden wird. Er ist leutselig, freigiebig und lĂ€dt gern GĂ€ste zu Kaffee oder Tee ein, wozu er selbstgemachtes GebĂ€ck serviert, um sie möglichst lange bei sich zu halten. Er verwickelt sie gern in ausufernde philosophische und kulturkritische GesprĂ€che. Er versteht sich aufs Kochen und liebt rakshanische Volksmusik. Selbst spielt er weder ein Instrument noch kann er tanzen, aber er wohnt gern den Darbietungen anderer bei, fĂ€llt jedoch immer wieder unangenehm durch seine ĂŒbermĂ€ĂŸig lauten GesprĂ€che wĂ€hrend der Vorstellungen auf.

    Er ist ein typisches KĂŒnstlernaturell, desorganisiert und vergesslich, weshalb er mitunter einen verwirrten Eindruck macht. Manch einer hĂ€lt ihn fĂŒr senil, jedoch ist sein Geist scharf wie ein Knochenspeer - nur etwas ungeordnet. Tarkan schĂ€tzt gute Speisen und GetrĂ€nke und hĂ€lt sehr viel von der wilden rakshanischen Lebensweise. Er philosophiert gern zu den Themen der Chaotik und der indirekten KriegsfĂŒhrung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kriegsherren bevorzugt er eine Kampftaktik, die möglichst gewaltarm ist. „Der beste Kampf ist jener, den man vermeiden kann“ ist eines seiner vielen Mottos (alle festgehalten im Chaoticum Kapitel 3 Âœ – SinnsprĂŒche fĂŒr alle Gelegenheiten). FĂŒr andere Kulturen hat er wenig VerstĂ€ndnis, betrachtet sie mit einer mitleidigen AmĂŒsiertheit. Jene Außenstehenden, welche sich den rakshanischen Truppen angeschlossen haben, lĂ€sst er jedoch ihre Eigenheiten. Um bissige Spitzfindigkeiten seitens Tarkans, stets getarnt mit einem LĂ€cheln, kommen diese Krieger jedoch nicht herum. Tarkan ist nicht religiös. FĂŒr ihn ist Rakshor, wie fĂŒr die meisten anderen seines Volkes, mehr Feldherr als Gott.


FĂ€higkeiten

    Als Kriegsherr ist Tarkan von der Sache her eher ungeeignet. Weder kann er sich sonderlich gut gegenĂŒber störrischen Gefolgsleuten durchsetzen, noch hat er bemerkenswerte kĂ€mpferische FĂ€higkeiten. Man hat Tarkan einst zum Tarrik ernannt, weil sein Vorgesetzter ihn gut leiden konnte. Allgemein neigen Rakshaner dazu, bevorzugt ihre Freunde in FĂŒhrungspositionen zu erheben, ungeachtet dessen, ob diese ĂŒberhaupt dafĂŒr geeignet sind. Tarkans StĂ€rken zeigen sich jedoch in seiner KreativitĂ€t, die ihn zu einem guten Taktiker macht und womit er diese MĂ€ngel zu einem guten Teil wieder ausgleicht.

    Tarkan kann als einer der wenigen Rakshaner schreiben und kann zudem recht ansehnliche Kohlezeichnungen anfertigen. Er neigt jedoch in beiden Kunstformen zu Übertreibungen und dazu, die RealitĂ€t sehr großzĂŒgig zugunsten seines Volkes umzudeuten, wenn er sogenannte Chroniken verfasst.

StÀrken und SchwÀchen

    + sympathisch
    + kreativ
    + guter Taktiker
    + kann schreiben und zeichnen
    + guter Koch

    - desorganisiert
    - vergesslich
    - nicht sonderlich durchsetzungsfÀhig
    - als AnfĂŒhrer nicht sehr reprĂ€sentativ
    - kÀmpferische FÀhigkeiten eher unterdurchschnittlich


Reiserucksack (Satteltaschen)

    Reittier: gesattelte RiesenhyĂ€ne (gestreifter Farbschlag), ein alter RĂŒde
    Waffen: Reiterbogen aus Horn, Pfeile, Knochenspeer, Knochendolch
    Ein kleines Reisezelt aus Zebrafellen (bietet Platz fĂŒr einen liegenden Mann)
    Kochtopf aus tamjidischen SchÀdeldecken (Topf und drei tiefe Teller)
    Besteck aus tamjidischen Beinknochen (je drei Messer und Löffel, von neumodischen Gabeln hÀlt er nichts)
    Feuerzeug und Zunder
    Proviant fĂŒr drei Wochen (Trockenfleisch)
    Kaffeepulver (SĂŒdschwarze Edelbohne, Tamjaratraum und Ghulschreck extraherb)
    Teemischungen (Krauseminze, Zitronenmelisse, GewĂŒrztee)
    diverse GewĂŒrze
    zwei WasserschlÀuche
    eine Hornpfeife


Lebenslauf

Elternhaus & Kindheit

    Tarkan wurde im Zeltlager eines Verbandes von Rakshanern geboren, der nomadisch umherzog. Er kennt seit seiner Geburt nichts anderes als das Leben in einfachen VerhĂ€ltnissen. Seine Kindheit war fĂŒr einen Rakshaner absolut normal und durchschnittlich. Seine Eltern behandelten ihn gut, ohne ihn zu verhĂ€tscheln. Von Kleinauf lernte er, dass die heimkehrenden PlĂŒnderer den in Dekadenz schwelgenden Feinden ihren Überfluss nahmen um ihre eigenen Familien zu ernĂ€hren. FĂŒr ihn waren RĂ€uber und PlĂŒnderer stets Helden.


Das Erwachsenwerden

    Tarkan erhielt die grundlegendsten Unterweisungen von seinen zahlreichen mĂ€nnlichen Familienangehörigen, von seinem Vater, Großvater, Onkels, Ă€lteren BrĂŒdern, Cousins und so weiter. So lernte er zeitig das HyĂ€nenreiten, den Umgang mit Waffen und Werkzeugen. Zudem konnte er einen des Schreibens mĂ€chtigen Tiefling, der als HaushĂ€lter bei seiner Großmutter arbeitete, dazu ĂŒberreden, ihn diese Kunst zu lehren, auch wenn dies auf wenig Begeisterung von Seiten seiner Familie stieß. WĂ€hrend dieser Zeit bemĂŒhte er sich, durch das Verfassen von (schlechten) Liebesgedichten die Damenwelt auf sich aufmerksam zu machen, wĂ€hrend andere Burschen dies durch wagemutige Reitspiele versuchten. Erst mit 19 lernte er seine heutige Ehefrau kennen, die ihn zu seinem zwanzigsten Geburtstag zu ihrem Manne machte.


Seine Frau, sein Mann und sein verghulter Sohn

    Da er als verheirateter Mann weniger Bedarf an Liebesgedichten hatte und sich rasch der Alltagstrott einschlick, begann er, andere Dinge zu niederzuschreiben: Kochrezepte, seine TrĂ€ume, Gedanken, Zeichnungen philosophische AusfĂŒhrungen u. v. m. Das Schreiben half ihm, Ordnung in das Chaos seines Verstandes zu bringen und bot ihm neben Kaffeetrinken mit Freunden und Familie eine entspannende FreizeitbeschĂ€ftigung. Mit der Zeit nahmen die Notizen das Ausmaß eines Buches an, das unter dem Namen Chaoticum bekannt wurde. Da die wenigsten Rakshaner schreiben können, steht das Machwerk trotz seiner MittelmĂ€ĂŸigkeit bis heute außer Konkurrenz.

    Fast zeitgleich mit seinem 22. Geburtstag gebar Tarkans Frau einen Sohn, den sie Ali nannten. Er sollte ihr einziges Kind bleiben. Zu Tarkans Leidwesen heiratete sie darum nach einigen Jahren noch einen zweiten Mann, mit dem Tarkan nun ebenfalls verheiratet ist, ein schmieriger Schleimer, wie er ihn gern beschreibt. Weitere Kinder bescherte ihnen diese Hochzeit indes auch nicht. Tarkan blieb immer öfter bei seinen Truppen, anstatt nach Hause zu kommen, schlief mitunter mitten bei der Arbeit ein, nur, um nicht diesen Mann sehen zu mĂŒssen. Er liebt seine Frau, doch mit dem zweiten Ehepartner kommt er nur sehr schwer zurecht.

    Als sein Sohn Ali ins heiratsfĂ€hige Alter kam, wollte eine Frau ihn zum Manne nehmen, die Ali nicht leiden mochte. Da er aus GrĂŒnden der Höflichkeit diese schwer verliebte Dame nicht vor den Kopf stoßen wollte, ließ sich Ali von einem befreundeten Nekromanten verghulen. Diese feige Flucht vor der Ehe war ein Skandal! Und so verlor Tarkan seinen einzigen Sohn, der Hals ĂŒber Kopf aus seinem Heimatlager flĂŒchten musste und Straßenmusikant in der Fremde wurde. Tarkan verarbeitete dies in zahllosen Gedichten, von denen einige auch vertont wurden.


Vom untalentierten Assek zum Tarrik der Zebras

    Als Tarkan mit 17 seinen ersten Löwen erlegte und Assek bei den Kriegern wurde, beherrschte er die meisten relevanten Dinge bereits in den GrundzĂŒgen, wie es auch von ihm erwartet wurde. Die Ausbildung durch seinen Tarrik und die Erfahrung wĂ€hrend der ersten Jagden und spĂ€ter auch ÜberfĂ€llen vertieften und festigten seine FĂ€higkeiten. Sonderlich gut wurde er indes nie. Jedoch entwickelte er geschickte Taktiken, um seine mangelnden FĂ€higkeiten auszugleichen.

    Seine taktische Rafinesse war allerdings nicht der Grund, warum Tarkan im Alter von 35 Jahren zum Tarrik befördert wurde. Die grĂ¶ĂŸte Rolle spielte vielmehr, dass er sich mit dem damals amtierenden Rakshamanen gut verstand.

    Die ihm zugewiesene Truppe, die er die Zebras nannte, wurde berĂŒhmt, da sie es ein Jahr lang schafften durch List und TĂŒcke die Sturmangriffe der damals noch ĂŒberlegenen Venthros in die falsche Richtung zu locken, so dass es möglich war, die Zeltstadt Cara`Cor in Zentralrakshanistan ungestört zu einer Befestigungsanlage auszubauen. Als die Venthros die Ablenkungsmanöver endlich durchschauten, war es bereits zu spĂ€t. Cara`Cor stand und es steht noch heute.


GegenwÀrtige Situation

    Der Rakshamane Zentralrakshanistans wurde eines Tages von einem unliebsamen Rivalen – dem Ghul Xatakh Sturganda aus SĂŒdrakshanistan – wegen persönlichen Differenzen aus dem Weg gerĂ€umt und gefressen. Eigentlich hĂ€tte Tarkan nun dessen Nachfolger werden sollen, doch nur Rakshor kann jemandem zum Rakshamanen ernennen und der war noch nicht wieder aus der Gefangenschaft zurĂŒckgekehrt. Das Zeltlager geriet zusehends in einen schlechten Zustand, an dem nach Meinung vieler Tarkan die Schuld trĂ€gt, da er seine Aufgabe nicht wahrnimmt: Wenn er schon kein Rakshamane ist, so könnte er doch wenigstens die Verwaltung des Lagers ĂŒbernehmen, doch er empfindet diese Aufgabe als zu groß fĂŒr sich. Seither ist er hĂ€nderingend auf der Suche nach einem wĂŒrdigen Ersatz, ein Grund fĂŒr ihn, hĂ€ufiger auf Reisen zu gehen und sich nach geeigneten Kandidaten umzuschauen und diese zu prĂŒfen. Bisher erwies sich niemand als wĂŒrdig.
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