Mard von den Nebelkatzen [D├╝sterling]

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Mard
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Die Freien V├Âlker

Mard von den Nebelkatzen [D├╝sterling]

#1

Beitragvon Mard » Mo 15. Feb 2016, 17:41

Mard von den Nebelkatzen


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:punkt: Kurzinfo

Name: Mard
Volk: D├╝sterling
Alter: 28
Gr├Â├če: 1,56 m
Statur: muskul├Âs
Beruf: Kundschafter
Herkunft: die S├╝mpfe von Alkena
Derzeitiger Wohnort: Zeltstadt Cara'Cor (Zentralrakshanistan)
Familienstand: ungebunden, vermutlich kinderlos (s. u.)
Sprachen: Rakshanisch (Muttersprache), Asameisch (flie├čend)


:punkt: Aussehen

Die meisten Vertreter seines Volkes sind eher klein und drahtig, doch Mard ist f├╝r einen D├╝sterling recht gro├č und muskul├Âs. Wie alle D├╝sterlinge ist er vollst├Ąndig haarlos, verf├╝gt ├╝ber scharfe und ├Ąu├čerst stabile Klauen an H├Ąnden und F├╝├čen, mit denen er sogar Lederr├╝stungen zerfetzen kann. Aus seinem Stei├č w├Ąchst ihm ein langer, sehr beweglicher Schweif, den er als Kletterhilfe oder im Alltag wie einen dritten Arm verwendet. Mard tr├Ągt nichts weiter als einen Lendenschurz aus Zebrafell.

Sein Gesicht ist oval und zeigt oft einen verschlagenen Ausdruck. Die gro├čen, schr├Ągstehenden blauen Augen leuchten im Kontrast zu der schwarzen Haut. Mard fehlen alle vier Eckz├Ąhne, was sein L├Ącheln makaber entstellt. Die Wundl├Âcher sind entz├╝ndet und heilen nicht. Aus seinem rechten Ohr wurde vom unteren Rand ein sehr gro├čes St├╝ck herausgebissen, so dass von der einstigen Ohrmuschel nur noch ein Halbkreis ├╝brig blieb.


:punkt: Charakter und Mentalit├Ąt

Mard ist ein D├╝sterling, der es verabscheut, im Schatten der Rakshaner stehen und sie als niederer Handlanger bedienen zu m├╝ssen. Sein gr├Â├čter Wunsch ist es, selbst in eine F├╝hrungsposition zu gelangen und andere nach Lust und Laune herumkommandieren und herumschubsen zu k├Ânnen. Politische R├Ąnkespiele in gr├Â├čerem Ausma├č beh├Ąlt er im Auge, um immer im Bilde zu sein, aber er interessiert sich nicht tiefgr├╝ndig daf├╝r.

Mard ist ein mieser kleiner Opportunist, eine Giftspinne. Er l├╝gt, ohne mit der Wimper zu zucken und in seiner Gegenwart sollte man damit rechnen, bei der n├Ąchstbesten Gelegenheit einen Dolch im R├╝cken zu versp├╝ren. Er dient dem, bei dem es ihm am besten gef├Ąllt und wo er seine Chancen f├╝r einen Aufstieg am besten sieht. Feind und Freund verschwimmen, wobei er kaum f├Ąhig ist zu tiefen Bindungen. Er arbeitet nicht f├╝r eine h├Âhere Sache oder irgendwelche Ideale, sondern ist stets nur auf den eigenen Vorteil bedacht.

Die G├Âtter h├Ąlt er f├╝r nichts anderes als besonders begabte Magier, die sich als G├Âtter bezeichnen, um ihre Macht zu sichern. Sein Humor ist bissig, bisweilen b├Âsartig. So ist er sich auch nicht zu schade, sich selbst als gefallenen Gott auszugeben, um Anh├Ąnger des Glaubens zu verspotten und zu provozieren.

Mards gr├Â├čte Angst ist seine eigene Schw├Ąche. Er ist der Meinung, dass sein Geist immer und in jeder Situation Herr ├╝ber sein Fleisch sein muss. Wann immer ihm die Kontrolle entgleitet, f├╝hlt er sich angreifbar und ekelt sich vor seiner eigenen Weichheit.


:punkt: F├Ąhigkeiten

Mard ist ein verbissener kleiner Kerl. Im waffenlosen Nahkampf hat man mit ihm aufgrund seiner k├Ârpereigenen Waffen einen sehr Ernst zu nehmenden Gegner, der in der Lage ist, auch deutlich gr├Â├čere und st├Ąrkere Personen mit blo├čen H├Ąnden umzubringen. Doch versucht er im Allgemeinen, direkte Konfrontationen zu vermeiden und eher aus dem Hinterhalt anzugreifen. Am liebsten greift er mit einem Blasrohr an, mittels dessen er vergiftete Pfeile spuckt. Seine grundlegenden Kenntnisse der Alchemie kommen ihm dabei zugute.

Er ist k├Ârperlich leistungsf├Ąhig, kann hervorragend klettern und lange und ausdauernd laufen, ohne zu erm├╝den. Jedoch beherrscht er keinerlei Handwerk, kann weder lesen noch schreiben und auch die sch├Ânen K├╝nste sind ihm fremd. Er ist in der Lage sich, in feuchter Umgebung auch ohne Waffen und Werkzeug mit Nahrung zu versorgen, wie Fr├Âschen, Regenw├╝rmern, Insekten und dergleichen.


:punkt: St├Ąrken und Schw├Ąchen

+ kaum Empathie, unf├Ąhig zu Mitgef├╝hl
+ k├Ârperlich und seelisch ├Ąu├čerst z├Ąh
+ messerscharfe Klauen an H├Ąnden und F├╝├čen
+ kann hervorragend klettern
+ Nachtsicht
+ hevorragendes Geh├Âr (auch Ultraschall)
+ kann sich auch bei vollst├Ąndiger Finsternis ├╝ber Klicklaute orientieren
+ f├╝r einen D├╝sterling gro├č und kr├Ąftig, kann sich im Rudel gut durchbei├čen
+ Dolchkampf, Blasrohr
+ alchemistische Grundkenntnisse

- sehr plumpes Sozialverhalten
- unf├Ąhig zu tiefen Bindungen
- unter den D├╝sterlingen unbeliebt
- sein Gr├Â├čenwahn bestimmt sein Dasein
- nicht heilende Wunden im Zahnfleisch qu├Ąlen ihn
- oft Fieber und Alptr├Ąume, manchmal Panikattacken
- kann weder lesen noch schreiben und kann dies auch nicht lernen
- neigt zur Pyromanie, ger├Ąt bei gro├čen Katastrophen in rauschartige Extase


:punkt: Reiserucksack

Lendenschurz aus Zebrafell
Dolch mit Scheide
zwei schwarze G├╝rtel (einen zum Halten des Lendenschurzes, einen als Waffengurt f├╝r Dolch, Blasrohr und Giftampullen)


:punkt: Lebenslauf

Ein Kind der S├╝mpfe

Mard wurde als eines von vielen Kindern der Nebelkatzen geboren. Diese Rudel ist in den S├╝mpfen Alkenas heimisch, in denen es oft diesig und schw├╝l ist, und r├╝hmt sich f├╝r seine lautlose und heimliche Vorgehensweise. So lernte Mard von klein auf, dass es gut ist, seine Ziele durch Heimlichkeit, L├╝gen und Schleichen zu erreichen und die direkte Konfrontation von Angesicht zu Angesicht zu vermeiden.


Die Flucht aus der Heimat

Im Jugendalter gerieten die Nebelkatzen in eine schwere Auseinandersetzung mit den Tieflingen des Sumpfes. Der Kampf war kurz und heftig und endete f├╝r die D├╝sterlinge fatal. Der gr├Â├čte Teil der ├ťberlebenden floh aus Alkena, nur ein kleines Gr├╝ppchen verblieb in den S├╝mpfen und f├╝hrt heute ein noch versteckteres und heimlicheres Leben als fr├╝her. F├╝r jemanden, der kein D├╝sterling ist, sind sie kaum aufzusp├╝ren. Der junge Mard geh├Ârte allerdings zu jenem Teil des Rudels, der Alkena hinter sich lie├č. An ein Leben in den S├╝mpfen angepasst, war es f├╝r die Nebelkatzen ├Ąu├čerst schwierig, au├čerhalb gen├╝gend Nahrung zu finden. So traten sie schlie├člich ausgehungert und geschw├Ącht in die Dienste der Rakshaner, um ihr ├ťberleben zu sichern und fristen seitdem ein sklaven├Ąhnliches Dasein.


Vom freien Wildling zum Sklaven, dem man das Grinsen austrieb

Mard war einer von jenen, die mit der Umstellung von einem freien Leben zu einem Leben als Handlanger am schlechtesten zurecht kamen. Er war frech und aufm├╝pfig, galt als Problemfall und wurde oft k├Ârperlich gez├╝chtigt, um ihm ein Mindestma├č an Gehorsam abzuverlangen. Er murmelte in Gegenwart der Rakshaner, die er bedienen muss, oft vor sich her, gerade laut genug, als dass sie meinten, Spott und Hohn zu vernehmen, aber glaubten, sich vielleicht nur verh├Ârt zu haben. Er begann seinen Gehorsam v├Âllig ├╝bertrieben zur Schau zu stellen und ins L├Ącherliche zu ziehen. Dabei trug er stets ein breites Grinsen zur Schau.

Irgendwann platzte einem Tarrik der Kragen und er befahl, Mard die Eckz├Ąhne ziehen zu lassen und Maden in die Wunden zu setzen, damit ihm sein respektloses Grinsen verginge. Die Schmerzen waren entsetzlich. Mard bekam hohes Fieber, brach schlie├člich bei der Arbeit bewusstlos zusammen. Zwei Tage und N├Ąchte lag er im Zeltlager am Wegesrand herum, w├Ąhrend D├╝sterlinge und Rakshaner achtlos an ihm vor├╝bergingen. Als er erwachte, war das Fieber gesunken und die Entz├╝ndung zur├╝ckgegangen, doch noch immer hatte er die Maden in den Wunden. Sie nagten und qu├Ąlten ihn und bis heute ist es ihm nicht gelungen, sie aus seinem Zahnfleisch zu bekommen. Ein tiefer Hass wuchs in ihm ÔÇô Hass auf die Rakshaner, aber auch auf die anderen D├╝sterlinge, die ihn im Stich gelassen hatten.


Der nicht liebt

War Mard zuvor bei den D├╝sterlingen wegen seiner zynischen Art schon eher wenig gesch├Ątzt, wurde er nun v├Âllig zum Au├čenseiter. Die anderen f├╝rchteten den Missmut der Rakshaner, wenn sie sich mit ihm abgaben und Mard seinerseits konnte ihnen niemals vergeben, dass sie ihm aus Furcht nicht geholfen hatten. Oh, wie er sie alle verachtete f├╝r ihre Feigheit! Nach au├čen hin gab er sich noch grantiger als vorher, wurde ein Gro├čmaul und Angeber und riss unlustige Witze auf Kosten der anderen. Er fand Freude daran, auf den Schw├Ąchen und Fehlern anderer herumzureiten und sie zu dem├╝tigen.

Hin und wieder findet eine D├╝sterlingdame Gefallen an ihm und gemeinsamen Stunden ist er durchaus nicht abgeneigt, doch anschlie├čend schleicht er sich davon oder verweist sie sehr deutlich seines Zeltes. Er verweigert sich selbst willentlich alle Gef├╝hle von Zuneigung, um niemals wieder so bitter entt├Ąuscht zu werden wie damals. Wann immer sein Herz wagt, vor seinem Willen zu wanken, zwingt er es gewaltsam unter seine Kontrolle. Die betreffende D├╝sterlingdame jagt er mit w├╝sten Hasstiraden (und manchmal Schlimmerem) davon, um ihr alle Gedanken an Wiederkehr auszutreiben. Liebe macht schwach und er duldet sich selbst gegen├╝ber keine Schw├Ąche. Eines seiner Opfer war Blim, die ihn einst liebte und die er so schlug, dass sie ein blaues Auge davontrug. Ob einige seiner Liebschaften fruchttragend waren, wei├č er nicht und will es auch nicht wissen.


Der Alchemist

Mard kann weder lesen noch schreiben, doch er hat ein hervorragendes Geh├Âr. So wei├č er Dinge, welche ein D├╝sterling normaler Weise nicht wissen sollte, denn sein liebster Zeitvertreib ist das Lauschen. Rakshaner untersch├Ątzen oft, wie gut das Geh├Âr ihrer d├╝steren Handlanger ist und glauben, eine gesenkte Stimme und eine lederne Zeltwand w├╝rden ausreichen. Besonders gern lauscht Mard jenen, deren Wissen ihm n├╝tzlich erscheint, wie den Alchemisten, so dass er mit der Zeit ein gewisses Grundwissen erlangte. Mittels Diebstahl besorgte er sich die Zutaten f├╝r kleinere Experimente, sp├Ąter begann er, sich die Zutaten auch selbst aus der Natur zu besorgen, wie das Gift von Pfeilgiftfr├Âschen, Wolfsmilch und Hundstod. Inzwischen hat er ein recht beachtliches Arsenal an Mittelchen, P├╝lverchen und Elixieren.

Die gr├Â├čte, aber leider seltene Freude, bereiten ihm katastrophale Ereignisse, wie Erdbeben und ├ťberschwemmungen. Doch keine davon reicht an die Extase heran, die Mard beim Anblick gro├čer Feuersbr├╝nste empfindet. Das Gef├╝hl gleicht einem Rauschzustand, als st├╝nde er unter Drogen. Es ist die einzige Form unkontrollierter Gef├╝hlsausbr├╝che, die er sich mit reinem Gewissen und ohne das Gef├╝hl der Schw├Ąche zugesteht.


Zerst├Ârte Hoffnungen

Mard versuchte mehrmals aus Cara'Cor zu fliehen, doch in der Wildnis w├Ąre er fast verhungert, so dass er jedes Mal wieder zur├╝ck kehrte. Seine Abh├Ąngigkeit verst├Ąrkte seine Wut ins Unermessliche. Bis heute wartet er auf eine Gelegenheit, seinem Leben eine neue Wendung zu geben. Er tr├Ąumt davon, selbst Herrscher zu werden, sich bedienen zu lassen und andere herumzuschubsen (bevorzugt Rakshaner) und schmiedet gr├Â├čenwahnsinnige Pl├Ąne.


Gegenw├Ąrtige Situation

Sein neuester Versuch, seinem Schicksal eine Wendung zu geben, ├Ąu├čerte sich darin, dass er sich als Freiwilliger f├╝r eine lebensgef├Ąhrliche Kundschaftsmission des Tarrik Tarkan meldete, bei welcher er allein die Zwergenfestung Dunkelbruch untersuchen soll. Weil er diese Aufgabe mit Bravour meisterte, ernannte Tarkan ihn offiziell zu seinem pers├Ânlichen Kundschafter und Mard wurde vom regul├Ąren Arbeitsdienst freigesprochen. Nur den zum Lohn verlangten rakshanischen Sklaven erhielt er nicht. Sein derzeitiger Auftrag ist die Sprengung eines Berghanges, um den Zulauf des Wassergrabens vor Dunkelbruch zu verstopfen.
Zuletzt ge├Ąndert von Mard am Sa 27. Feb 2016, 20:45, insgesamt 1-mal ge├Ąndert.
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