Mordin Schwarzbanner

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Mordin Schwarzbanner
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Mordin Schwarzbanner

#1

Beitragvon Mordin Schwarzbanner » Di 21. Jun 2016, 20:16

Name: Mordin Schwarzbanner
Volk: Zwerg
Fraktion: Ordnung
Alter: 125 Jahre alt
GrĂ¶ĂŸe: 1,35 Meter groß
Statur: KrÀftig
Beruf: Abenteurer/Söldner und Henker
Herkunft: Zwergenreich (Name folgt noch)
Derzeitiger Wohnort: Streunerd in der Welt herum
Familienstand: Witwer
Sprachen: Asameisch


Aussehen:
Mordin ist ein krĂ€ftig gebauter Zwerg, er hat langes rot-braunes Haar. Seinen Bart hat er zu einem großen Zopf zusammen gebunden, das Haupthaar trĂ€gt er offen. Als Bekleidung dient ihm eine lederne Tunika, ebenso ein schwarzer Mantel. Der gesammte Eindruck seiner Kleidung ist eher einfach gehalten. Ein besonderes Merkmal, welches sofort auffĂ€llt, ist seine Augenklappe. Diese ist mit einer zwergischen Rune verziert worden, die "Rache" bedeuten soll. Durch seine Augenklappe und das untypische Leben an der OberflĂ€che wirkt sein Gesicht hĂ€rter und Ă€lter, als bei anderen Zwergen seines Alters.

Charakter und MentalitÀt:
Das Temperament bei Mordin ist wie bei allen Zwergen feurig und der Geduldsfaden sehr dĂŒnn. Wenn ihm etwas nicht passt dann sagt er es frei heraus. Dabei ist ihm gleichgĂŒltig, wer vor ihm steht oder was fĂŒr Konsequenzen seine Äußerung hat.

Wenn Mordin in Konflikte verwickelt ist, sucht er regelrecht den Kampf. Frei nach dem Motto "er oder ich", kann es zu einer wilden SchlĂ€gerei kommen.Seine Ängste sind die NĂ€chte, in denen er keinen Schlaf findet. Aufgrund seiner schrecklichen Geschichte ist dies hĂ€ufig der Fall. Er trinkt daher sehr gerne und viel, um besser einschlafen zu können. Den Glauben an den Gott der Zwerge Clawis hat er nie ganz aufgegeben, doch zweifelt er an der Gerechtigkeit in der Welt, denn diese wurde ihm nie zuteil. Er hat Abneigungen gegen Gewinsel und schlechten bzw schwachen Alkohol. Er bevorzugt in der Hinsicht entweder zwergisches Bier oder starken Brandwein der Menschen. Auf jeden Fall etwas, was ihn fĂŒr ein paar kurze Momente vergessen lĂ€sst, was hinter ihm liegt.

FĂ€higkeiten:
Mordin war mal ein Krieger. Diesem Beruf hat er jedoch den RĂŒcken gekehrt und fristet nun sein Dasein als Söldner oder als Henker. Diesen TĂ€tigkeiten geht er jedoch mit vollem Eifer nach. Er hat mitlerweile Gefallen daran gefunden, anderen Geschöpfen Schmerzen zuzufĂŒgen und dafĂŒr bezahlt zu werden. Egal was es ist, ob nun HĂ€ngen oder Hinrichten, er tut es, solange der Preis stimmt. Er reist durch das Almanenreich und da es immer Menschen gibt, die andere Menschen tot sehen wollen, gibt es immer genug zu tun. Somit gibt es auch immer genug Geld, was in seine Börse wandert.

StÀrken und SchwÀchen:
Mordins StĂ€rke liegt darin, seit seiner grauenvollen Geschichte, fĂŒr sich zu leben. Daher macht er vieles mit sich selbst aus und lebt vor sich hin. Er kann jedoch auch hervorragend mit seiner Axt kĂ€mpfen und hat es als Söldner in zahlreichen Gemetzeln getan. Egal ob gegen die Handelsallianz oder gegen Orks, ihm war jeder Feind recht, solange das Geld stimmte. Doch mitlerweile hatte er sich voll und ganz auf den Henkersberuf spezialisiert.

Seine große SchwĂ€che ist seine Vergangenheit. Es ist nicht gerade selten, dass er schreiend und schweißgebadet nachts aufwacht und von AlbtrĂ€umen gequĂ€lt wird. Ebenso ist sein großer Verzehr an Alkohol nicht förderlich fĂŒr sein Umfeld. Es kann entweder sein, dass er starr vor sich hin brabbelt oder dass er sich mit anderen GĂ€sten eines Wirtshauses prĂŒgelt. Dabei landet er entweder in einem Kerker oder auf der Straße. Ebenso ist er durch den Alkohol unberechenbar, weshalb es insgesamt ein trauriger Anblick ist, ihn dann so zu sehen.

Reiserucksack:
Er trĂ€gt stehts ein Bild von sich und seiner Familie bei sich, auf dem seine Frau und seine Tochter zu sehen sind. Als sie noch lebten hatte er keine Kosten und MĂŒhen gescheut, sich mit ihnen portrĂ€tieren zu lassen.

ZusĂ€tzlich dazu findet sich in seinem Rucksack ein Schleifstein, um seine Axt stets in Schuß zu halten. Dazu kommt noch seine Geldbörse und eine Wechselkleidung, die er ebenfalls dort drinne hat. Zu guter letzt hat er eine Pfeife dabei, sowie ein BehĂ€ltnis fĂŒr Pfeifenkraut und einen Flachmann fĂŒr alle FĂ€lle.

Lebenslauf:
Mordin Schwarzbanner wuchs als eines von drei Kindern auf. Er hatte zwei Ă€ltere BrĂŒder, Norin und Malkor. Sie waren Zwillinge und dreißig Jahre Ă€lter, als er selbst. Gemeinsam wuchsen sie in einer angesehenden Familie auf und zwar im Hause Schwarzbanner. Dieses Haus war in der langen Zeit viel Ruhm zu Teil geworden, da sie in zahlreichen Schlachten gekĂ€mpft hatten und dem König durch Treue und LoyalitĂ€t stets zu Diensten gestanden hatten. Der Ă€lteste Sohn Malkor war daher der rechtmĂ€ĂŸige Erbe des Hauses und wurde dementsprechend auch so aufgebaut.

Die Jahre vergingen und die beiden Ă€lteren Söhne traten ihren Dienst fĂŒr ihr Reich an. Der Sohn Norin ging nach Dunkelbruch, wohingegen der andere mit der Welt der Politik und deren Intrigen vertraut gemacht wurde. Mordin jedoch hatte noch ein paar Jahre, in der er Zuhause sein durfte und zu einem stattlichen Mann heran wuchs. Das VerhĂ€ltnis zu seinre Mutter war sehr gut, sie war eine gĂŒtige Frau. Sein Vater Torgrim Schwarzbanner war ein stolzer und gerechter Vater. Er liebte seine drei Söhne von Herzen und das FamilienglĂŒck schien perfekt.

Es war ein Mittwoch, an dem Mordin in der Schmiede an seiner Axt arbeitete. Es war eine Arbeit, die er gemeinsam mit seinem Vater durchfĂŒhrte bereits fĂŒnf ganze Jahre daranarbeitete. Sein Vater pflegte stets zu sagen: "Mordin, eine Waffe spiegelt den Charakter eines jeden Zwerges dar, deswegen muss man sich damit Zeit lassen; sie muss perfekt werden!". Mordin liebte seinen Vater und nahm sich sehr viel von ihm an, was seine Mutter nicht sonderlich schĂ€tzte. Nicht selten sagte sie: "Den sturrkopf hast du von deinem Vater!". Doch solche Streitigkeiten waren gang und gebe und schnell wieder vergessen.

Doch an dem bereits erwĂ€hnten Mittwoch fing alles an sich zu Ă€ndern und es wĂŒrde niemals wieder so sein, wie es einmal war. Ein Bote kam heran geeilt und ĂŒberbrachte eine Narchicht, die die gesamte Familie erschĂŒtterte. Norin war im Kampf um die Feste Dunkelbruch gefallen und sei von Orks getötet worden. Mordins Mutter war am Boden zerstört und sein Vater ließ seinen Zorn in der großen Halle freien Lauf, bis er schließlich weinend zusammenbrach. Die Beisetzung war eine Woche spĂ€ter. Es war Brauch bei den Zwergen ihn in der Familiengruft beizusetzen. Die gesammte Familie, sowie Freunde waren zugegen, ebenso, wie der König höchstselbst. Die Trauerfeier nahm Mordin sehr mit, er saß auf einem Stuhl in der Halle des großen Hauses. Die GĂ€ste waren bereits abgereist und niemand außer ihm war dort.

Zumindestens dachte er das, bis er ein GerĂ€usch hörte und sich sein Bruder Malkor aus der Dunkelheit nĂ€herte. "Kleiner Bruder", sprach er in einem Unterton, den Mordin ĂŒberhaupt nicht passte. "Warum so traurig?", er hatte sich durch die Jahre in der Politik verĂ€ndert und war in gewisser Weise hinterlistig geworden. Er hatte ebenso seine RĂŒstung durch eine Tunika getauscht, die eher an ein Gewand erinnerte, als an eine RĂŒstung, die fĂŒr einen Zwerg seines Formates geeigneter wĂ€re. "Unser Bruder ist tot!" platzte es aus Mordin heraus, er stand auf und schritt auf Malkor zu "und du fragst warum ich traurig bin?!". Malkor hob beschwichtigend die Arme und entgegnete "so ist, der Lauf der Dinge kleiner Bruder das weißt du doch". Ein flĂŒchtiges LĂ€cheln umspielte seinen Mund. "Wichtig ist nur, dass unser Haus und unser Name ĂŒberdauert" dieses Argument verschlug Mordin die Sprache. "Wie kannst du nur......" doch Malkor drehte sich um und verließ kichernd die Halle.

Die Tage vergingen und wurden zu Wochen, ebenso wurden die Wochen zu Monaten und ganze zwei Jahre vergingen. Seine Mutter hatte den Verlust ihres Sohnes nie gĂ€nzlich verkraftet und sein Vater wurde nicht jĂŒnger. Er hatte Malkor nicht mehr gesehen, weil er gleich am nĂ€chsten Tag zurĂŒck in die Hauptstadt aufgebrochen war. In den Briefen, die er schrieb, stand nur das Nötigste.

Mordin jedoch verliebte sich in diesen zwei Jahren in die Köchin des Hauses, ihr Name war Dorna. Die beiden verliebten sich unsterblich ineinander, was das Haus Schwarzbanner mit neuem Leben erfĂŒllte. Mit dem Segen seines Vaters durfte er schließlich Dorna zu seiner Frau nehmen. Die Hochzeit ließ den dunklen Schatten, ebenso den Verlust, den das Haus erlitten hatte, weichen und erweckte es mit neuem Leben. Der Nachwuchs ließ auch nicht lange auf sich warten. Sie bekahmen eine kleine Tochter, dessen Name Norina war. Der Name sollte an seinen Bruder erinnern, der gefallen war, damit sie alle in Frieden leben konnten. Sein Vater, ebenso seine Mutter waren stolz auf Mordin. Jeder freute sich ĂŒber das GlĂŒck, das nun wieder Einzug in dieses Haus einhielt, jeder bis auf einer.

Malkor war Àlter als Mordin und hatte weder Frau, noch Nachwuchs und da er immer alle HÀnde voll zu tun hatte, seine Position in der Politik auszubauen, war daran gar nicht zu denken. Kurz nach dem ersten Geburtstag der kleinen Tochter Norina geschah es dann. Mordin war allein in der Schmiede und hÀmmerte den letzten Schlag, mit dem die letzte Rune auf der Axt ihren Platz fand und diese nun fertig war. Es hatte ganze neun Jahre gedauert sie zu fertigen und sie war gÀnzlich perfekt. Er hatte es geschafft und grinste breit.

Es war bereits Abend und er schritt stolzen Schrittes hinein in das Haus. Es war still und irgendwas stimmte hier nicht. Die Stille wurde zerrissen von einem Schrei. Es war seine Mutter! Er rannte mit der Axt in der Hand hinauf in die GemĂ€cher und stieß die TĂŒr auf. Was er sah, ließ ihn erschrocken zurĂŒck taumeln. Sein Vater war tot und vor seinem Bett stand seine Mutter, die vergeblich versuchte ihn zu wecken. Etwas regte sich hinter ihr im Schatten. Mordin versuchte sie zu warnen, doch es war zu spĂ€t. Ein Meuchelmörder schnitt ihr die Kehle durch. Er wurde zornig und fasste seine Axt mit beiden HĂ€nden und wollte los stĂŒrmen.

Doch auf einmal spĂŒrte er einen Schlag auf dem Hinterkopf und es wurde dunkel, um ihn herum. Er erwachte und sah sich um. Er war in der großen Halle seines Hauses. Vor sich sah er seine Frau, ebenfalls auf dem Boden liegend. Sie rĂŒhrte sich nicht und in ihrem Arm hielt sie seine Tochter. Sie beide waren kreidebleich und leblos. Er stand auf und schritt zu ihnen hin. Er hatte seine Axt bei sich und diese war mit Blut besudelt, doch das war ihm gleich. Er weinte bitterlich und verstand nicht was geschehen war. Gleich darauf sprang die TĂŒr in einem lauten Knallen auf und sein Bruder kam herein, begleitet von Gardisten der Stadtwache. "Da ist er!", er zeigte auf ihn und jetzt began Mordin zu verstehen, was hier los war. "Er hat unsere Eltern auf dem Gewissen!". Er fĂŒgte hinzu "seine Familie, er hat sie erschlagen!". Die Gardisten sahen was sie sehen sollten und senkten die Waffen in Richtung von Mordin. Dieser stand auf und hielt die Axt in seinen HĂ€nden, er hielt sie fest bis seine Knochen weiß hervorragten. "Du elendiger LĂŒgner, das alles nur der Macht wegen?!". Er rannte wie von Sinnen auf ihn zu. Die Gardisten stellten sich ihm in den Weg, doch Mordin fegte sie bei Seite. Er wĂŒtete und machte durch seine Wut alles nur noch schlimmer.

Sein Bruder schrie und gab den wehrlosen Politiker. Es gelang den Gardisten schließlich Mordin zu stoppen und fest zu halten. Er zetterte und wehrte sich, doch es machte keinen Unterschied, es waren zu viele. Sie beförderten ihn zu einem Wasserfall, der in der NĂ€he war. Dieser fĂŒhrte aus dem Zwergenreich hinaus. Das war an sich schon komisch genug, da es keine Verhandlung gab, nichts dergleichen. Mordin bemerkte, dass die Gardisten gekauft sein mussten; anders konnte es nicht sein!

Es war mitten in der Nacht, ihm waren die HĂ€nde verbunden worden, ebenso hatte er einen Knebel im Mund. Er konnte nicht nach Hilfe rufen. Oben an dem Wasserfall angekommen, stand sein Bruder vor ihm. "Nun, da du offenbar den Verstand verloren hast Bruder," allein bei dieser Äußerung wurde Mordin wild wie ein Stier, der lostoben wollte. "bist du geflohen, nachdem du alle getötet hast. Ich habe Zeugen, wen hast du?". Sein Bruder nickte einem der Gardisten zu, der ihm die Axt reichte, die er zusammen mit ihrem Vater gefertigt hatte.

"Du wirst jĂ€mmerlich ertrinken". Er sprach es aus, wie eine Tatsache. "Die Axt jedoch werde ich behalten". Das genĂŒgte um Mordin die Kraft zu geben, sich los zu reißen. Er schlug seinem Bruder mit den zusammen gebundenen FĂ€usten ins Gesicht und entriß ihm die Axt. Einer der Gardisten war heran genaht und zog ihm das Kurzschwert durch das Gesicht. Dabei verlor Mordin das linke Auge er taumelte schreiend zurĂŒck und fiehl. Er fiehl den Abrung herunter und somit auch in sein neues Leben. Das Leben eines Streuners, das Leben, dass er niemals fĂŒhren wollte, dazu verdammt niemals wieder zurĂŒck zu kehren, da ihm niemals einer glauben wĂŒrde.
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