Distel [Centaure]

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Distel
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Die Freien Völker

Distel [Centaure]

#1

Beitragvon Distel » So 6. Nov 2016, 13:54

Distel


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:punkt: Kurzinfo

Name: Distel
Volk: Centaure (Wildling)
Fraktion: Freie Völker
Alter: 13 (entspricht einem jungen Erwachsenen)
Gr√∂√üe: R√ľckenh√∂he (Pferd) ca. 130 cm, Kopfh√∂he ca. 200 cm
Statur: f√ľr einen Centauren klein und zierlich gebaut
Beruf: Taugenichts
Herkunft: Zentralasameische Steppe
Derzeitiger Wohnort: Vagabund
Familienstand: Hengst ohne eigene Herde
Sprache: Asameisch


:punkt: Aussehen

Distel ist ein kleiner, struppiger Centaurenhengst. Sein Fell ist grau mit schwarzen Beinen, die oben einige Zebrastreifen aufweisen. Den ebenfalls schwarzen Schweif tr√§gt er zu einer unordentlichen kurzen B√ľrste abgeknabbert. Die Haut seines menschlichen Oberk√∂rpers ist eher dunkel, wie bei einem Rakshaner, jedoch mit einem deutlichen Grauton versehen. Distel hat ein ovales Gesicht mit schwarzen Augen und abstehenden Ohren, das h√§ufig ein L√§cheln zeichnet. Sein Haupthaar bildet einen schwarzen, unordentlichen Hahnenkamm, der als Stehm√§hne auch seinen R√ľcken hinab verl√§uft und in einen Aalstrich m√ľndet, der bis zu seinem Stei√ü reicht. (F√ľr Pferdefreunde: Er zeigt Rassemerkmale eines mausfalbenen Tarpans bzw. Koniks mit ausgepr√§gter Stehm√§hne) Seinen K√∂rper verunzieren viele halbkreisf√∂rmige Narben, die von den Huftritten anderer Hengste stammen. Vom vielen W√§lzen im Dreck ist er immer schmutzig, riecht intensiv nach Pferd und wird von zahllreichen Fliegen umsummt.

Wie viele m√§nnliche Centauren verzichtet er vollst√§ndig auf Kleidung. Dumme Witze anderer Ethnien in zivilisierten Gebieten √ľber seine nackte Intimzone findet er lustig und kontert mit passenden Gegenspr√ľchen. K√§lte macht ihm auch am Oberk√∂rper wenig aus, wenn er friert, wandert er in w√§rmere Gefilde oder sucht Unterschlupf. Dabei ist er sich auch nicht zu fein, in St√§llen zu √ľbernachten, was f√ľr andere Centauren ein absolutes Unding w√§re. Nur selten borgt er sich Decken oder einen Pullover, die hinterher entsetzlich nach ihm stinken.

Bonus f√ľr das Kopfkino: eine sch√∂ne Fotosammlung von Tarpanen im Winterfell


:punkt: Charakter und Mentalität

Distel ist freundlich und aufgeschlossen, oftmals sogar regelrecht naiv. Er hat fast immer gute Laune und singt gern schief vor sich hin. Als junger Hengst freut er sich √ľber Gelegenheiten, sich mit anderen im Wettstreit zu messen, ist aber dabei nicht b√∂sartig, sondern betrachtet dies eher aus einem sportlichen Blickwinkel. Niederlagen nimmt er gelassen. Bei ernsthaften Auseinandersetzungen zieht er in der Regel den K√ľrzeren, zum einen wegen seiner f√ľr einen Centauren geringen K√∂rpergr√∂√üe, zum anderen wegen seiner Naivit√§t und Zutraulichkeit, die ein gro√ües Problem darstellt, aus Fehlern zu lernen geh√∂rt nicht unbedingt zu seinen St√§rken. Stattdessen macht er sich lieber √ľber sich selber lustig, wenn wieder etwas schief ging.

Distel mag Kinder aller V√∂lker und f√ľr ein paar M√∂hren oder √Ąpfel tr√§gt er sie gern eine Runde auf seinem R√ľcken. Da er nur Ponygr√∂√üe hat, haben die Zweibeiner weniger Angst vor ihm als vor anderen Centauren, allgemein f√§llt es ihm recht leicht, neue Bekanntschaften bei allen V√∂lker zu kn√ľpfen, auch wenn diese meist nicht von Dauer sind.

Distel hat keine Manieren. Er entspricht im vollen Umfang dem Klischee vom ungewaschenen, tierhaften Wilden. Er l√§sst seine Pferde√§pfel dort fallen, wo er gerade geht, v√∂llig ungeachtet dessen, ob er allein ist oder nicht oder gerade eine √∂ffentliche Stra√üe damit beschmutzt, vertilgt Zierpflanzen und weidet in Parkanlagen und Vorg√§rten wohlhabender B√ľrger, meistens jenen der s√ľdlichen Handelsallianz, wo er sich im Winter gern aufh√§lt. Dazu springt er √ľber den Zaun, legt sich auf die Wiese und rei√üt mit den H√§nden Grasb√ľschel des zarten und schmackhaften Teppichrasens heraus, um sie in seinen Mund zu stopfen. Beim Erscheinen des Hausherrn fl√ľchtet er kurzerhand, um es sich im n√§chsten Garten bequem zu machen.

Feuer f√ľrchtet Distel, doch er liebt das Wasser und badet gern oder w√§lzt sich im Schlamm. Schwimmen kann er allerdings nicht. Auch die Kunst der Magie ist ihm fremd. Obwohl sein Volk vor allem Ardemia verehrt, f√ľhlt er sich eher zu Is'emi hingezogen, dem Elementar des Windes, da sie in ihrem Freiheitsdrang eher seinem Wesen entspricht.


:punkt: Fähigkeiten

Der junge Hengst kann nichts und hat auch keine Lust, irgendetwas zu lernen. Er ist ein Taugenichts, der in den Tag hineinlebt und sein Leben genießt. Seine einzigen nennenswerten Stärken sind seine Robustheit gegen allerlei Widrigkeiten und seine Ausdauer.


:punkt: Stärken und Schwächen

+ robust und unempfindlich
+ optimistisch und gut gelaunt
+ gute Pflanzenkenntnis
+ gesellig

- keinerlei Motivation, irgendetwas zu erlernen oder zu erreichen
- f√ľr einen Zentauren klein und wenig imposant
- naiv und gutgläubig
- Nichtschwimmer


:punkt: Reiserucksack

Distel trägt rein gar nichts bei sich, weder Werkzeuge, noch Waffen, noch Proviant und auch keine Kleidung. Sein Fell reicht ihm.


:punkt: Lebenslauf

Elternhaus & Kindheit

Das Fohlen erblickte als Sohn der Centaurenstute Lakritze und des streunenden Centaurenhengstes Hasel in der zentralen Steppe Asamuras das Licht der Welt. In dieser Herde von Wildlingen war es Tradition, den Fohlen Pflanzennamen zu geben. Wegen seines struppigen Fells erhielt der junge Hengst den Namen Distel. Von seiner Mutter erbte er das graue Fell und die Naivit√§t, von seinem Vater die geringe K√∂rpergr√∂√üe und die Freude am Faulenzen. Da er optisch stark nach seiner Mutter kam, ahnte der Leithengst der Herde, Enzian, nichts davon, dass er gar nicht der Vater seines neuen Fohlens war. Er sch√ľtzte ihn wie seine leiblichen Kinder, von denen es viele in seiner Herde gab, die miteinander tobten und spielten. Erst kurz bevor Distel die Herde verlie√ü, verriet Lakritze ihm ihr Geheimnis.

Es war ein fruchtbares, gr√ľnes Paradies, in dem Distel seine ersten Lebensmonate verbrachte. Als das Gras braun wurde, die Bl√§tter von den B√§umen fielen und der Wind pl√∂tzlich eisige K√§lte mit sich trug, war dies sehr verst√∂rend f√ľr ihn. Es war, als w√ľrde sein Paradies untergehen. Unruhe erf√ľllte die Herde und bald wanderten sie alle gemeinsam nach S√ľden, bis sie den Herbst hinter sich gelassen hatten. Die Welt war wieder in Ordnung. Und im n√§chsten Sommer, als es unertr√§glich hei√ü zu werden begann, wanderten sie wieder in den angenehm k√ľhlen Norden, wo wie von Zauberhand die Steppe wieder dalag wie ein gr√ľnes Meer. So lernte Distel, dass man jeder noch so gro√üen Gefahr entgehen konnte, wenn man nur nicht in Verzweiflung versank, guter Dinge blieb und lange genug lief. Irgendwo gab es immer einen Ort, an dem das Gras gr√ľnte.

Das Erwachsenwerden

Distel liebte das nomadische Leben, das Balgen und Toben mit den anderen Fohlen, die langen Wanderungen. Sie trafen zwischendurch immer mal wieder auf andere Herden, in denen die Centauren Kleidung trugen, was ihn verwunderte, Waffen bei sich hatten und ihre K√∂rper schm√ľckten. Doch in der Herde Enzians war das nicht √ľblich und auch Distel hatte kein Interesse daran, irgendetwas daran zu √§ndern und sich mit derlei anstrengenden Dingen zu befassen. Lieber lag er in der Sonne und faulenzte oder sprang bockend und buckelnd im Spiel √ľber die Wiesen.

Das erste Mal versp√ľrte er wirkliche Angst, als eine Herde Raktauren im S√ľden bei den Winterwiesen eintraf, um dort mit den anderen zusammen die Wintersonnenwende zu feiern. Sie waren gr√∂√üer und muskul√∂ser als Distels wilde Artgenossen, hatten geschecktes Fell und trugen R√ľstungen aus Knochen und furchteinfl√∂√üende Waffen. Alles an ihnen sah nach Krieg aus, nach Raubtier, obwohl es doch Centauren waren wie sie. In den Kommentk√§mpfen w√§hrend des Festes waren sie den wilden Hengsten oftmals √ľberlegen und es gelang ihnen, einige der wilden Stuten zu erobern. Auch der Leithengst Enzian musste eine heftige Niederlage einstecken und floh schlie√ülich zu Distels Entsetzen blutig gepr√ľgelt allein in die Wildnis. Die Stuten verblieben bei dem Sieger, wie es die Tradition verlangte. Eine von ihnen war Lakritze. Voller Neugier und Abenteuerlust folgte sie ihrem neuen Hengst nach Zentralrakshanistan, w√§hrend der halbw√ľchsige Distel das Ganze eher skeptisch begleitete.

Die hohe Dichte an Hengsten √ľberforderte viele der wilden Junghengste, die ihre M√ľtter noch begleiteten. Auch konnten sie sich gegen die zunehmenden Rangk√§mpfe schlecht zur Wehr setzen. Distel war dieser Stress bald zu viel und er verlie√ü sehr zeitig den Schutz seiner Mutter und seiner Herde, um als Streuner in die Wildnis der Steppe zur√ľckzukehren. Er war zu diesem Zeitpunkt f√ľnf Jahre alt und somit noch nicht ganz ausgewachsen, doch alt genug, um sich allein zurechtzufinden, wenn es sein musste. Er kam in der Wildnis nach einer Zeit der Umgew√∂hnung gut zurecht und bald war seine gute Laune wieder da. Er war frei und konnte tun und lassen, was er wollte - was wollte man mehr?

Bald erreichte er jenes Alter, in welchem die Leithengste der Herden, denen er unterwegs begegnete, ihn verjagten. Da er nicht gern allein war, suchte Distel zunehmend den Kontakt zu anderen V√∂lkern, um Gesellschaft zu haben. Er legte seine fr√ľhere Skepsis gegen√ľber dem Fremden und Unbekannten ab, da er lernte, dass nicht alles, was neu war, auch Gefahr bedeutete, sondern im Gegenteil oftmals sogar Annehmlichkeiten mit sich brachte, wie neue Geschichten am gemeinsamen Lagerfeuer, √úbernachtungen in warmen St√§llen und exotische Mahlzeiten. Er lernte, was St√§dte waren, beobachtete den Handel auf M√§rkten und erfuhr auch, was Krieg bedeutete. Er schloss viele Freundschaften, doch nach einer gewissen Zeit zog es ihn immer wieder in die Ferne, denn Fernweh war der st√§ndige Begleiter seines wanderfreudigen Volkes.

Distel setzte seine Hoffnung darauf, sich irgendwann einmal eine eigene kleine Stutenherde erk√§mpfen zu k√∂nnen, vielleicht konnte auch seine Mutter Lakritze dann wieder bei ihm wohnen, die er manchmal vermisste. Doch leider blieb er sehr klein, so dass er keine Chance gegen die etablierten Hengste hatte, keine Stuten erobern konnte und immer ein Streuner blieb. Zeitweise schloss er sich vagabundierenden Junggesellenherden an und traf sogar auf seinen lebensfrohen und vertr√§umten Vater Hasel in Begleitung des in finsterer Depression versunkenen Enzian, doch fr√ľher oder sp√§ter verlie√ü er jede Herde wieder. Trotz seines wechselhaften Lebens hat Distel sich seinen Optimismus und seine gute Laune stets bewahrt, denn eigentlich war seine Welt ja in bester Ordnung.


Gegenwärtige Situation

Heute ist Distel zw√∂lf Jahre alt und ein erwachsener Hengst. Wegen seiner geringen K√∂rpergr√∂√üe und seines zutraulichen Wesens wird er meistens f√ľr einen J√ľngling gehalten. Ihm kommt das entgegen, da es ihm einen gewissen Schutz vor anderen Hengsten gew√§hrt, die ihn meistens nicht als Rivalen f√ľr voll nehmen oder nicht als erwachsenen Hengst erkennen und darum oft nachsichtig mit ihm umgehen. Das hat dazu gef√ľhrt, dass Distel recht frech wurde und sich oft mehr herausnimmt, als ihm eigentlich zusteht. Auch sorgt seine geringe Imposanz daf√ľr, dass er in Juggesellenherden recht beliebt ist, da er nie eine reale Bedrohung darstellen wird. Er ist fast √ľberall willkommen, bei Centauren wie bei anderen V√∂lkern.

W√§hrend der letzten Sommersonnenwendfeier im Norden traf er einige alte Bekannte und auch seine Mutter Lakritze wieder, die inzwischen zu einer waschechten Raktaurin mit einer Knochenr√ľstung geworden war. Sie war mit Leib und Seele ihrem neuen Leithengst verfallen. Distel h√§tte den Raktauren in den Norden folgen k√∂nnen, doch dies war nicht der Weg, den er gehen wollte. Er befindet sich seit einigen Wochen wieder auf dem Marsch nach S√ľden, um den Winter in warmen Gefilden verbringen zu k√∂nnen. Soeben hat er eine Junggesellenherde verlassen, die ihn einen Teil seines Weges begleitete und schl√§gt sich nun allein durch. Er ist zufrieden damit, l√§sst sich treiben wie der Wind und lebt planlos in den Tag hinein, so wie es seine Art ist und harrt der Dinge, die da kommen m√∂gen oder auch nicht.
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Das Kaisho Abkommen Die fleißige Feder in Bronze Die fleißige Feder in Silber Rote Laterne

Re: Distel [Centaure]

#2

Beitragvon JEELEN » Sa 17. Jun 2017, 16:20

Huhu Baxi,

Dein kleiner Distel ist von vorne bis hinten gut durchdacht und es klingt alles rund. :)
Vor allem auch die Beschreibung, weshalb er mit anderen gut auskommt und sich auch anderen V√∂lkern angen√§hert hat, auch wenn die Begr√ľndung schon etwas trauriges hat. Wer ist schon gerne allein? Aber hier passt der Spruch "Die Welt ist kein Ponyhof" gg

Eine kleine Anmerkung habe ich noch f√ľr Dich, Du schreibst:
Disten hat gute Pflanzenkenntnis & er ist sonst ein Taugenichts, der keine Lust hat etwas zu lernen.

Viele Tiere "lernen" durch Erfahrung, also gar nicht bewusst, dass sie sich hinhocken und pauken ;)

So k√∂nnte Dein kleiner Distel z.B. zus√§tzlich begrenztes Wissen √ľber Heilpflanzen haben. Das w√ľrde gut zu seinem Charakter passen, da er auch oft als Einzelg√§nger oder in Jugendgruppen unterwegs war.
Ich kann mir gut vorstellen, dass er in der freien Wildbahn gelernt hat, welche Kräuter oder Gräser ihm bei kleinen Wehwehchen und Krankheiten helfen.

Viele Wildtiere verf√ľgen √ľber so ein Wissen, von Affen bis sogar zum Schmetterling. Und wenn man K√ľhe l√§nger frei auf der Weide l√§sst, anstatt sie nur wegzusperren, machen sogar sie "solche wichtigen Erfahrungen". Bei Magenschmerzen o.√§. fressen sie dann das jeweilige Kraut, was ihnen bei ihren Problemen hilft, auch wenn sie es sonst vom Geschmack her nicht anr√ľhren w√ľrden.

Sowas w√ľrde mir f√ľr den kleinen Distel gefallen.

Ansonsten ist der kleine Bursche rundum rund, wie man so schön sagt. :)


Liebe Gr√ľ√üe

Jeelen :) :) :)
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