Pykar [Troll]

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Pykar
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Pykar [Troll]

#1

Beitragvon Pykar » Mi 26. Apr 2017, 19:14

Kurzinfo Pykar

Name:Pykar
Ehemaliger Name: Pykar vom Stamm der Skorpione
Volk: Troll (Stor-Mann)
Fraktion/Gilde: Die Geister
Alter: 57 Jahre
Größe:
203 cm (in gebeugter Haltung/normale Haltung),
230 cm (zur vollen Größe aufgerichtet, Droh- und Protzgebärde)
Hautfarbe: gr√ľn
Haarfarbe: weiß
Augenfarbe: gelb
Statur: groß, muskulös, schlank
Beruf: Söldner
Ehemaliger Beruf: Hirte und Krieger
Herkunft: Rakshanistan
Stammesherkunft: Stamm der Skorpione
Derzeitiger Wohnort: Shohiro
Sprachen: Rakshanisch, gebrochen Asameisch

Eltern:
Vater: Anzehay vom Stamm der Skorpione
Mutter: Sybai (ehemals Stamm der Schakale)

Familienstand: getrennt lebend durch Ausstoßung aus dem Stamm

Ehemalige Ehe-Frauen:
1. Frau Gerkhyl
2. Frau Loyni
3. Frau Nasrin

Kinder:
1. Sohn: Kallan vom Stamm der Skorpione (Mutter: Gerkhyl)
2. Tochter: Gapri (Mutter: Nasrin)

Aussehen
Pykar ist ein 57 Jahre alter, m√§nnlicher Troll. Mit einer Gr√∂√üe von 203 cm ist Pykar ein durchschnittlich gro√üer Troll. Seine wei√üe Haarm√§hne, war einst urspr√ľnglich rot. Sein Haar tr√§gt Pykar offen nur an den Koteletten tr√§gt er lange Z√∂pfe.

Pykar hat lange spitze Ohren und hatte einst gelbe Augen. Mittlerweile fehlt ihm das rechte Auge. Gekleidet ist er in einer weiten, rot-violett gemusterten Pluderhose. Dazu tr√§gt er einen passenden farbigen Umhang in violett, mit dem er teilweise sein Gesicht vermummt, da ihm die Sto√üz√§hne fehlen. Diese wurden ihm bei der Verbannung aus seinem Stamm herausgerissen als zus√§tzliche Strafe, was f√ľr Pykar eine gro√üe Niedertr√§chtigkeit darstellt.

Pykar hat eine lange, spitze Hakennase und ein langes Kinn. Sein rechter Arm ist tätowiert. Das auffälligste Merkmal an Pykar ist sein fehlender, linker Arm, seine herausgerissenen und fehlenden Stoßzähne, wie auch sein fehlendes, rechtes Auge.


Link:
https://i.ytimg.com/vi/ddARtprhwXQ/maxresdefault.jpg


Charakter und Mentalität
Die hinterh√§ltigen Trolle des Skorpion-Stammes sind ber√ľchtigt f√ľr ihre Grausamkeit. Anders als andere St√§mme, schreckt der Stamm der Skorpione nicht davor zur√ľck, andere V√∂lker als Nahrung zu verspeisen. Sogar vor anderen Trollen machen sie nicht halt.

Der barbarische und abergl√§ubische Stamm ist erf√ľllt von einem verzehrenden Argwohn auf alle anderen V√∂lker und St√§mme. Trolle vom Skorpion-Stamm werden von Geburt an zu besonders listenreichen J√§gern und Fallenstellern ausgebildet. In den Verwehungen der Sandd√ľnen locken sie ihre Beute in ihre Fallen und schleudern Speere aus dem Windschatten der D√ľne heraus auf ihre Beute oder Feinde.

Die meisten Trolle des Skorpion-Stammes kennen keinerlei Loyalit√§t anderen V√∂lkern gegen√ľber. Nicht mal anderen Trollen gegen√ľber versp√ľren sie Loyalit√§t. Ihre Treue gilt ausschlie√ülich ihrem eigenen Stamm. Ist eine Person kein Stammesangeh√∂riger, ist er Beute oder sogar Nahrung.

Pykar hat einen Großteil seines Lebens bei dem Stamm der Skorpione verbracht, dementsprechend gewalttätig ist seine Einstellung. Da er von seinem Stamm verstoßen wurde, musste der Troll zwangsläufig lernen umzudenken.

Es n√ľtzte nichts, einem Stamm weiterhin treu zu sein, dem man nicht mehr angeh√∂rte. So lernte Pykar gezwungenerma√üen, sein Weltbild etwas zu ver√§ndern und √ľber den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Dabei stellte er fest, dass nicht alle Fremden v√∂llig unn√ľtz und d√ľmmer als Vieh waren. Wenn man ihnen die Chance gab und sie nicht gleich schlachtete, hatten manche von ihnen wirklich Grips zwischen den Ohren. Einige waren also weitaus mehr, als die n√§chste Mahlzeit.
Paradoxerweise waren gerade die kleinen Völker wie Goblins wesentlich gerissener und cleverer als Menschen oder Orks. Vermutlich lag es daran, dass sie ihre Schwäche mit Gerissenheit wettmachen mussten.

Zwar noch weit davon entfernt, kulturell v√∂llig angepasst zu sein, hat sich Pykar eine gewisse Weltoffenheit und Aufgeschlossenheit angeeignet, die sie auffallend vom Gro√üteil der anderen Troll-St√§mme, vor allem vom Skorpion-Stamm unterscheidet und seinen alten Stamm wohl sehr beunruhigen w√ľrde.

Pykar vertritt mittlerweile die Ansicht, jede Person nach ihren Handlungen zu beurteilen. Ist die Person hart, gerissen, hinterh√§ltig und schlau, lohnt sich ein B√ľndnis.

Der Troll tr√§gt meist den unteren Teil seines Gesichts vermummt, da ihn immer noch der Verlust seiner Sto√üz√§hne schmerzt und er sich an den Anblick nicht gew√∂hnen kann. Andere wissen vermutlich nicht einmal, dass der gro√üe Troll je Sto√üz√§hne getragen hat. Seine Sto√üz√§hne verlor Pykar bei der Verbannung aus seinem Stamm. Diese wurden ihm bei der Verbannung als zus√§tzliche Strafe herausgerissen, was f√ľr Pykar eine gro√üe Niedertr√§chtigkeit darstellt. Die Verbannung hat er mittlerweile akzeptiert, aber dass man ihm die Sto√üz√§hne genommen hat, verzeiht Pykar seinem alten Stammesf√ľhrer bis heute nicht.

Zudem hat der Troll mittlerweile eine v√∂llig andere Weltsicht, als der Stamm der Skorpione. Seine Sicht auf andere V√∂lker und Frauen hat sich grundlegend ge√§ndert. Eine R√ľckkehr w√ľrde f√ľr ihn niemals in Betracht kommen.

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Ehre
F√ľr die Trolle des Skorpion-Stammes existiert kein Begriff der Ehre. Der Sieger eines Kampfes braucht sich nicht zu rechtfertigen, wie er den Sieg errungen hat. Der Feind ist tot, Fleisch kocht √ľber dem Feuer, mehr muss man nicht wissen.

Allerdings hat Pykar inzwischen eine gewisse Vorstellung vom Konzept der "Ehre" entwickelt. Er verfolgt es zwar selbst nicht, versteht aber was andere Völker/Personen meinen, wenn sie von Ehre sprechen.

Er selbst hat jedoch auch weiterhin kein Problem damit, einen Feind heimt√ľckisch zu t√∂ten oder jegliches andere Mittel zu nutzen, um den Sieg davon zu tragen.

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Meinung √ľber Frauen
Pykar lebte vor seiner Verbannung in einer Welt, in der ausschlie√ülich M√§nner das Sagen hatten. Frauen waren grunds√§tzlich den M√§nnern untergeordnet und hatten ihrem Ehemann, dem Schamanen, dem Lite und nat√ľrlich dem Stammesf√ľhrer zu gehorchen. Eine Frau traf keine Entscheidungen, sie fragte zuerst ihren Mann um Rat und Erlaubnis, sollte dieser seiner Frau keine Antwort geben k√∂nnen, konnte sie sich in der Hierarchie in umgekehrter Folge Rat holen. Dies bedeutete, dass eine Frau nur in aller letzter Instanz bei einem wirklich gro√üen Problem beim Stammesf√ľhrer vorstellig werden sollte. Zuerst hatte die Frau ihren Ehemann um Rat zu fragen.

Aber gerade bei anderen V√∂lkern hatte Pykar erlebt, dass Frauen ebenso gute K√§mpferinnen, Heilerinnen, J√§gerinnen und H√§ndlerinnen sein konnten. Weibliche Krieger waren bei anderen V√∂lkern genauso t√∂dlich wie ihre m√§nnlichen Kollegen. Und Frauen, wenn man ihnen denn zuh√∂rte, waren nicht weniger begabt als M√§nner. Im Gegenteil, viele wussten weit mehr als er selbst. Dies lie√ü Pykor zu der Entscheidung kommen, dass Frauen genau die gleichen Rechte haben m√ľssten wie M√§nner. Wer die gleiche Arbeit leisten kann, musste schlie√ülich auch √ľber die gleichen F√§higkeiten verf√ľgen.

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Körperpflege/Hygiene
Pykar ist dazu √ľbergegangen, sich im Bereich der K√∂rperpflege den Sitten und Gebr√§uchen der meisten V√∂lker anzuschlie√üen und sich mit Wasser anstatt mit Asche zu waschen. Ebenso tr√§gt der Troll keine Kriegsbemalung mehr die auf Blut basiert. Bis auf seine T√§towierung ist Pykar ohne jede Verzierung. Seine Haare tr√§gt Pykar teilweise offen, teilweise mit Zierperlen geschm√ľckt. Seine M√§hne ist sauber, seine Haare sind nicht verfilzt, oder zu Filzlocken zusammengedreht. Pykar riecht also nicht nach ‚ÄěTroll‚Äú, er riecht nach dem, womit er sich gewaschen hat. Meinst nach neutraler Seife.

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Geld
Auch hier musste der Troll lernen umzudenken. Egal wie abstrakt es ihm erschien, f√ľr eine Ware zuerst M√ľnzen zu erhalten, bevor er diese wieder gegen eine andere Ware eintauschen konnte, hatte er sich diesen Gepflogenheiten gebeugt. Zwar blieb diese Form von ‚ÄěTauschhandel‚Äú f√ľr ihn die erste Zeit immer noch fremdartig, mit einem unn√∂tigen Zwischenschritt, aber inzwischen hat Pykar den Wert des Geldes zu sch√§tzen gelernt.


Glaube:
Pykar betet Rakshor an


Fähigkeiten
Kann gut mit Waffen jeglicher Art umgehen, bevorzugt Klingen
Kann gut mit Nutzvieh und anderen Tieren umgehen
(jeder Troll hat/hatte eine kleine, eigene Nutzviehherde)
Kennt sich ein klein wenig in Stammesmedizin aus (hilfreich bei kleinen Verletzungen)

Stärken und Schwächen

Stärken:
Nachtsicht, kann im Dunkeln sehen und dabei auch Farben erkennen (Troll-Fähigkeit)
Hitze unempfindlich (Troll-Fähigkeit)
Wie alle Trolle lange Arme/langen Arm, gro√üe Reichweite f√ľr Hieb- und Stichwaffen
Schnelle Reflexe
Kampferprobt
Große Körperkraft

Schwächen:
Extrem kälteempfindlich (Troll-Nachteil)
Fehlender linker Arm
Kann weder lesen noch schreiben


Reiserucksack

Kleidung:
Weite, rot-violette Pluderhose mit Fellbesatz am Hosenbund
Zerfledderter violetter Umhang/Poncho
Lederriemen um den rechten Unterarm und die Hand geschlungen
Liederriemen um den linken Armstumpf geschlungen
Drei Lederg√ľrtel (um den Bauch getragen)
Lederstulpen, ähnlich Stiefeln nur ohne Fußteil
Zierperlen in den Haarsträhnen

Waffen:
Schwert mit zwei Spitzen und seitlichem Griff
(ähnlich einem Schlagstock, nur in Klingenform)
Dolch

Sonstiges:
Proviant in Form von Trockenfleisch
Kleine K√ľrbisflasche gef√ľllt mit Schnaps


Lebenslauf

Elternhaus & Kindheit
Pykar wuchs im Stamm der Skorpione auf. Der Skorpion-Stamm ist unter den Trollen ber√ľhmt-ber√ľchtigt f√ľr seine Grausamkeit. Anders als andere St√§mme, schreckt der Stamm der Skorpione nicht davor zur√ľck, andere V√∂lker als Nahrung zu verspeisen. Sogar vor anderen Trollen machen sie nicht halt. Feinde haben weder Gnade noch Mitleid von einem Troll des Skorpion-Stammes zu erwarten.

Bei Überfällen auf andere Stämme, werden nach Sieg alle männlichen Artgenossen (egal welchen Alters) getötet und als Nahrung entweder sofort beim Siegesmahl verspeist, oder wie jedes andere erlegte Wild als Trockenfleisch konserviert.

Lediglich die Frauen und der oder die Lite des Stammes werden als Siegesbeute behalten. Frauen die ebenfalls zur Waffe gegriffen haben und gegen einen Troll des Skorpion-Stamms gek√§mpft haben, werden ihrem m√§nnlichen Widersacher des Stammes √ľbergeben. Dieser kann nach Sieg entscheiden, ob er die wehrhafte Frau als Kriegsbeute behalten m√∂chte, oder ob sie im Kochtopf neben ihren Stammesgenossen endet.

Trolle vom Skorpion-Stamm werden von Geburt an zu besonders listenreichen J√§gern und Fallenstellern ausgebildet. In den Verwehungen der Sandd√ľnen locken sie ihre Beute in ihre Fallen und schleudern Speere aus dem Windschatten der D√ľne heraus auf ihre Beute oder Feinde. Weder andere V√∂lker, noch andere Troll-St√§mme sind vor ihren √úberfallen sicher.

Allerdings ist der Stamm der Skorpione kein Großstamm, sondern zählt ungefähr 15 -20 Zelte. Damit zählt er zu den mittelgroßen Stämmen der Trolle. Eine exakte Angabe der Familien ist nicht möglich, da sich die Anzahl der Familien durch Zuwachs oder Streitigkeiten jederzeit ändern kann.

Neues Blut kommt wie zuvor erwähnt nicht durch Kennenlernen in den Stamm der Skorpione, sondern Frauen werden als Kriegsbeute erbeutet oder sie werden direkt in den Stamm der Skorpione hineingeboren.

Die meisten Trolle des Skorpion-Stammes kennen keinerlei Loyalit√§t anderen V√∂lkern oder anderen Troll-St√§mmen gegen√ľber. Ihre Treue gilt ausschlie√ülich ihrem eigenen Stamm. Ist eine Person kein Stammesangeh√∂riger, ist er Beute oder sogar Nahrung.

Im Stamm der Skorpione herrscht ein reines Patriarchat. Im Gegensatz zu den anderen Troll-Stämmen, in denen die Frau zwar kein Ansehen und Status erlangen kann, aber sehr wohl eine familiäre Bedeutung hat, lebt der Stamm der Skorpione in einer reinen Männerwelt.

Die Aufteilung zwischen Männer- und Frauenaufgaben haben die Skorpione abgeschafft. Jedwede Aufgabe, die nicht mit der Herstellung und Pflege von Waffen zu tun hat, oder die nicht die Jagd betrifft ist von den Frauen des Stammes zu erledigen.

Im Stamm der Skorpione wird auch nicht offiziell geheiratet, sondern die Frau/en sind Eigentum des jeweiligen Mannes. Als Familie eigentliche Familie sehen Skorpione ihre männlichen Nachkommen/Söhne an. In diesem äußerst extrem veranlagten Stamm wuchs Pykar als dritter Sohn seines Vaters Anzehay auf.


Das Erwachsenwerden
Jagd, Raubz√ľge, Pl√ľnderungen, dass waren die Eckpfeiler im Leben von Pykar unter denen er zum Mann reifte. Trolle waren hart im Nehmen und jene vom Skorpion-Stamm sagte man ebenfalls Z√§higkeit nach.

Aber an diesem besonderen Tag hatte es Pykar im Kampf schwer erwischt. Er hatte seinen linken Arm und fast sein Leben verloren, alles nur f√ľr dieses eine Troll-Weibchen.
Und nun erdreistete sich Dessari sie f√ľr sich zu beanspruchen! Stammesf√ľhrer hin oder her, aber das ging eindeutig zu weit. Und das noch w√§hrend der Schamane ihm seine schwere Wunde ausbrannte. Pykar fletschte nicht nur auf Grund der Schmerzen die Z√§hne.

Er befreite sich von Zanir, dem Stammesschamanen und richtete sich bedrohlich zur vollen Größe auf, obwohl ihm dabei ziemlich schwindlig wurde.

"Sie ist mein Eigentum! Ich habe f√ľr sie gek√§mpft und ich habe f√ľr die Frau den Arm verloren!", knurrte der gr√ľne Troll.

Schlagartig stand Pykar in einem Kreis aus Sperren, allerdings waren die Spitzen auf ihn gerichtet und kein sch√ľtzender Wall.

Dessari musterte ihn aus kalten Augen. Der Stammesf√ľhrer richtete sich selbst zur vollen Gr√∂√üe auf und √ľberragte damit Pykar immer noch um einen Kopf.

"Du wagst es mir Vorschriften zu machen? Wem hier was gehört, entscheide ich!", donnerte Dessari.
"So ist es", pflichtete Kerttu, Dessaris Lite bei.

Pykar musterte den kleineren Mann aus schmalen Augen. Kerttu war nur 178 cm gro√ü, ein Winzling unter Trollen, aber er war hinterh√§ltig und verschlagen. Schlimmer als jede Schlange. Und das Schlimmste war, der Kerl war unantastbar. Musste Dessari zur Not seinen Kampf selber k√§mpfen, wenn ihn Pykar herausforderte, w√ľrde sich der gesamte Stamm gegen ihn wenden, w√ľrde er Kerttu angreifen. Pykar konnte sich nur mit M√ľhe beherrschen. Der Raubzug war ein reines Desaster gewesen und nun auch noch das.

"Du solltest Dich bei Deinem Stammesf√ľhrer entschuldigen", s√§uselte Kerttu.
"Jedem steht sein Beuteanteil zu, sie war meiner", beharrte Pykar stur.

"War - korrekt. Ich habe entschieden, dass ich sie f√ľr mich beanspruche. Ich bin Dir keine Rechenschaft schuldig. Geh mir aus den Augen, solange Du es noch kannst Pykar. Meine Geduld ist sehr begrenzt", knurrte Dessari und legte die Ohren an.

Kerttu nickte zu seinem Mann hoch. Dessari beugte sich zu seinem Lite herab, so dass er ihm ins Ohr fl√ľstern konnte.

"Des Du hattest eine Entscheidung gef√§llt. Er hat Dir mittlerweile zweimal widersprochen. Verbanne ihn, sofort. Ich will den Unruhestifter nicht l√§nger im Stamm haben. Er bringt Ungehorsam unter die Krieger. Heute widerspricht er, es macht die Runde, morgen ist es ein anderer. Oder schlimmer noch Pykar und ein anderer die gemeinsam an einem Strang ziehen. Der Anfang vom Ende - ein Aufstand, eine Herausforderung. Und sollte er gewinnen, habe ich ihm zu dienen? Ihm? W√ľrdest Du das zulassen? Verbanne ihn jetzt, wo Du ihn noch problemlos loswerden kannst. Schick ihn in die W√ľste und zeichne ihn, wenn Dir was an mir liegt Des. Wenn Du mich liebst, blende ihn", fl√ľsterte Kerttu seinem Mann f√ľr andere unh√∂rbar ins Ohr.

Der große Troll nickte einmal knapp und richtete sich wieder auf.

"Pykar hiermit verbanne ich Dich aus dem Stamm der Skorpione. Ich dulde keine Unruhestifter. Dein Besitz f√§llt dem Stamm zu. Deine Frauen gehen in meinen Besitz √ľber, ebenso Deine Tochter. Und damit jeder wei√ü, dass Du ein Verbannter bist, ziehen wir Dir die Z√§hne - Deine Schande soll Dir ins Gesicht geschrieben stehen", zischte Dessari.

Kaum ausgesprochen, fielen die anderen Krieger des Skorpion-Stammes √ľber Pykar her. Wer sich jetzt durch besondere Treue und Brutalit√§t hervor tat, dass wusste jeder, hatte einen Stein bei seinem Stammesf√ľhrer und dem Liten im Brett. Dementsprechend war der Umgang mit Pykar.

Der gr√ľne Troll wurde von allen Kriegern des Stammes angegriffen und niedergerungen. Zwar k√§mpfte er mit allen Kr√§ften die er nach seiner Verletzung noch hatte, aber gegen alle anderen aus seinem Stamm hatte er schlichtweg nicht die geringste Chance.

Sie fixierten ihn am Boden und Dessari brach ihm die Stoßzähne mit einem Dolch aus dem Maul, alles unter dem zufriedenen Blick seines Liten. Dessari stach ihm mit dem Dolch zudem das rechte Auge aus und reichte die Waffe seinem Lite mit dem ausgestochenen Auge.

Kerttu blinzelte seinen Mann vergn√ľgt an, fra√ü das Auge vom Dolche und steckte die Waffe ein.

Schwer angeschlagen durch den abgetrennten Arm, den Blutverlust, die herausgebrochenen Sto√üz√§hne und das ausgestochene Auge war Pykar kaum noch bei Besinnung, als sie ihn nackt auszogen. Ohne Kleidung, Wasser und Waffen lie√üen sie ihn in der W√ľste zum Sterben zur√ľck.

****

Pykar erwachte mit Schmerzen, wie er sie vorher nicht gekannt hatte. Der gr√ľne Troll war froh noch am Leben zu sein. Langsam richtete er sich auf und zog los in der Hoffnung Wasser oder einen anderen Stamm zu finden.

Tage streifte er umher, schlief wo sich eine Möglichkeit ergab und aß was er fand. In den bitterkalten Nächten presste er sich an Steine, da diese etwas länger die Wärme des Tages speicherten. Die meisten sicheren Plätze waren von Raubtieren belegt, ohne Waffe konnte er sich keinen solchen Platz erkämpfen.

Mehrfach hatte der Troll versucht sich einem anderen Stamm anzuschließen.

Aber dass was ihn fr√ľher mit Stolz erf√ľllt hatte, wurde nun sein Fluch. Sie f√ľrchteten ihn, den Krieger aus dem Skorpion-Stamm. Die meisten vertrieben ihn sofort, indem sie ihn mit Sperren oder B√∂gen verscheuchten.

Andere Stämme versuchten sofort ihn umzubringen. Ein Skorpion machte schließlich sonst auch keine halben Sachen.

Pykar war immer wachsam. Er kannte keinen anderen Zustand mehr, da er in den Augen der meisten anderen Stämme als Verbannter ein leichtes Opfer war.

Als er in der Ferne das Zeltlager der Sandpanther entdeckte, lie√ü er sich einfach in den Sand fallen. Er hockte dort einige Stunden und schaute zu dem Lager der fremden Trolle hin√ľber. Er verfluchte innerlich seinen Stamm. W√§re er doch nur f√ľr den heutigen Tag ein W√ľstenwolf, dann h√§tte er mit den Sandpanthern reden k√∂nnen. Pykar beschloss einfach dort zu bleiben wo er war. Um weiter zu laufen fehlte ihm die Kraft. Und irgendwie spendete die N√§he seiner Artgenossen ihm Trost, auch wenn sie ihn vermutlich nicht beachten w√ľrden. Ihm war es gleichg√ľltig, ihre Anwesenheit reichte ihm aus.

Es dauerte gut noch eine Viertelstunde, dann verließ eine kleine Gruppe von drei Mann den Stammesplatz und kam auf ihn zu.

Pykar musterte die drei, wie sie sich ihm n√§herten. Zwei gro√üe Krieger und ein kleinerer Kerl, der Lite des Stammes. Kurz vor ihm blieben die drei stehen und schauten auf den gr√ľnen Troll herab.

"Hier nimm", sagte der Lite freundlich und reichte ihm einen Wasserschlauch, sowie einige Scheiben Trockenfleisch. Er legte etwas Kleidung neben Pykar und einen Dolch oben auf die Kleidung.

Der gr√ľne Troll musterte seinen Wohlt√§ter √ľberw√§ltigt und schluckte. Der Mann war schlank, leicht violett und hatte seine langen, gr√ľnen Haare zu Filzlocken zusammengebunden. Pykar nahm die Sachen mit dankbarem Nicken entgegen und wusste nicht was er sagen sollte. Sandpanther, W√ľstenw√∂lfe - alles Schw√§chlinge mit ihrer Br√ľderlichkeit! So hie√ü es in seinem Stamm.

Und genau wegen dieser Schw√§che, w√ľrde er jetzt √ľberleben. Wenigstens ein paar Tage mehr.

"Danke", presste er aus seiner wunden Kehle hervor.
"Lerne was draus ehemaliger Skorpion. Ich schicke Dir unseren Schamanen. Er wird sich Deine Wunden anschauen. Vor allem dass Du keinen Wundbrand an dem Armstumpf bekommst. Mehr Gastfreundschaft kann ich Dir nicht bieten Verbannter des Skorpion-Stammes.

Unsere Frauen möchten keinen Skorpion in unserer Mitte, auch keinen ehemaligen. Das verstehe ich nur zu gut. Ich kann Dir also kein Lager bieten und eine Aufnahme in unseren Stamm kommt nicht in Betracht. Aber ich kann auch nicht tatenlos zusehen wie ein Troll draußen vor unserem Lager stirbt. Wasser, Nahrung, Kleidung, eine Waffe und medizinische Versorgung ist alles was ich Dir gebe und einen Rat.

Bleib friedfertig auf unserem Gebiet. Versuch Dich zu den Rakshanern durchzuschlagen. Ihr habt zu Rakshanern keinen Kontakt, betreibt keinen Handel. Dumm wenn man Br√ľder so mit F√ľ√üen tritt. Aber lass Dir gesagt sein, es sind gute Menschen, bei ihnen hast Du keinen Ruf - weder gut noch schlecht. Nutze das weise. Ich w√ľnsche Dir viel Gl√ľck", sagte der Lite aufrichtig und ging zur√ľck zu seinem Lager, dicht gefolgt von den beiden anderen Kriegern, die seinen R√ľcken deckten.
Ganz so wie es der Lite der Sandpanther versprochen hatte, k√ľmmerte sich der Schamane ihres Stammes um Pykars Verletzungen. Er versorgte die Wunden, gab ihm noch etwas Medizin mit und w√ľnschte ihm ebenfalls viel Gl√ľck auf seiner Reise zu den Rakshanern.

****

Pykar sammelte einen weiteren Tag noch etwas Kraft, dann machte er sich auf den Weg zu den Rakshanern. Pykar dankte Rakshor auf Knien, dass er den Stamm der Sandpanther gefunden hatte und dass deren Lite so völlig anders war, als der seines ehemaligen Stammes.

Laut der Erl√§uterung des Sandpanther-Lite waren die Rakshaner gute Leute. Das gleiche gilt f√ľr die Sandpanther, f√ľgte der gr√ľne Troll gedanklich hinzu.

Er beschloss sich die Worte des Mannes zu Herzen zu nehmen, der ihn gerettet hatte. Er w√ľrde bei den Rakshanern ein neues Leben anfangen, wenn sie ihm denn eine Chance geben w√ľrden.

****

Der Sandpanther-Lite hatte nicht zu viel versprochen, die Rakshaner waren wirklich hilfsbereite und freundliche Personen. Das erste Mal in seinem Leben f√ľhlte sich Pykar wohl. Dennoch geh√∂rte er nicht zu ihnen und seine Anwesenheit brachte sie in Gefahr. Das einzige freie Land in dem er leben konnte ohne seine einzigen Verb√ľndeten zu verraten oder selbst verfolgt zu werden war die Handelsallianz.
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