Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

1074 n.d.A. - Wie Umberto eine P8 in die Hände fiel

Im Jahr 1077 leben die Ledvigiani vor allem am Grund des Dhunischen Ozeans. Die schwimmende Stadt Monleone bildet die Schnittstelle zur Welt oberhalb des Meeres.
Die Ledvigiani sind in der eisigen Dunkelheit der Tiefsee sicher vor weniger technisierten Völkern - ganz ohne Mauer. Aber dafür müssen sie sich mit dem Wasserdruck, der Frischluftversorgung und so weiter auseinandersetzen. Die Sicherheit und Versorgung eines Volkes unter Tiefseedingungen stellt hohe technische und logistische Anforderungen. Aber auch die Anatomie der Ledvigiani wurde an das Leben als Teil des Ozeans angepasst.
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Umberto Cantichi
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1074 n.d.A. - Wie Umberto eine P8 in die Hände fiel

#1

Beitrag von Umberto Cantichi » Sa 25. Mai 2019, 19:22

Wie Umberto eine P8 in die Hände fiel
Jahr 1074 nach der Asche. Laguna Azzura, Ruinenreste des früheren Monleone.

»Diese Wumme«, sprach Umberto langsam und voll Stolz in der Stimme, »habe ich einem Souvrakasia abgenommen. Sie singen und zwitschern wie Delfine. Jetzt rate, wer am besten weiß, wie solcher Gesang klingt. Er stand da, ganz allein auf einem vermoderten Steg. Ich wollte mir die alte Hauptstadt ansehen. Bislang hatte ich nur den Unterwasserwald toter Baumstämme gesehen, während ich schwamm, jahrhundertealte Stelzen, auf denen das Rückgrat der Stadt ruhte. Vorsichtig tauchte ich auf und sah auch über mir nur modrige Planken, tauchte unter und suchte weiter nach den Resten vom alten Glanz meiner Vorfahren. Und dann hörte ich ihn. Ganz leise zwitscherte der Kerl vor sich hin und ich antwortete in gleicher Weise, während ich lautlos durch die Lagune glitt. Erstaunt suchte er, wo die Stimme herkam, doch ich war unter ihm. Damit rechnete er nicht, er suchte auf den Stegen nach einem Kameraden. Ich muss mit meiner Antwort einen Nerv getroffen haben. Plötzlich setzte er sich hin und lauschte wie hypnotisiert. Die Waffe lag neben ihm. Ich streckte mich aus dem Wasser, während ich weitersang und griff durch eine Lücke danach. Ich wollte sie zu mir hinab ziehen, aber der Spalt war zu schmal, sie blieb stecken. Das schwarz-weiße Gesicht fuhr herum, in der gleichen Drehung der Oberkörper und der Rest von dem Kerl. Er packte meine Hand und riss mich einfach durch die Bretter hindurch. Das Holz splitterte, er starrte mich aus blauen Augen an, nur für den Bruchteil einer Sekunde und ich sah darin, dass er mich töten würde. Da mir nichts besseres einfiel, sang ich weiter. Der Blick des Souvrakasia veränderte sich, er wurde müde. Der Kerl setzte mich ab, aber hielt mich nach wie vor fest. Ich sang weiter und er wurde immer friedlicher, bis er sich an mich anlehnte und ich ihm den Glatzkopf streicheln konnte. Er zwitscherte leise mit. Und als er einen Moment die Augen schloss, packte ich die Waffe, donnerte sie ihm wie eine Keule auf den Schädel und sprang zurück in den Dhunico. Ich verschwand so schnell ich konnte, zurück zu Boldiszàr und meinem Mann, die draußen im Ozean auf mich warteten.«


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