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S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

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Baxeda
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S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#1

Beitrag von Baxeda » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:50

Es knirschte unappetitlich, als Baxeda dem Kaninchen den Hals umdrehte. Gedankenverloren stopfte er das Tier in seinen gehÀkelten Rucksack und sammelte die Schlingfalle wieder ein.

Die Stelle war blöd, er musste die Schlinge woanders platzieren. Das war das dritte Karnickel in Folge! FĂŒr dieses olle Fell wĂŒrde er sich gerade mal eine einzige Mahlzeit kaufen können, diese Tiere wurden in jedem dritten Hinterhof von Fomor gehalten. Hoffentlich war wenigstens die nĂ€chste Falle besser bestĂŒckt!

Baxeda stieg mit krĂ€ftigen KlimmzĂŒgen und ein paar FlĂŒgelschlĂ€gen auf einen besonders hohen Baum. Der Wind stand gut! Als die Äste begannen, sich unter seinem Gewicht zu biegen, stieß er sich ab. Der Wind erlaubte ein schönes, gleichmĂ€ĂŸgies Gleiten. So legte er im Fluge innerhalb weniger Minuten eine Strecke zurĂŒck, fĂŒr die er zu Fuß gut zwei Stunden benötigt hĂ€tte.

Ah, da unten!

Er setzte zur Landung an, brach durch das Astwerk der Baumkronen und landete unsanft auf dem laubbedeckten Waldboden. Ärgerlich betrachtete er seine HandflĂ€chen. Er wischte den Schmutz an seinem schwarzen Morgenmantel ab und betrat den Wildpfad, der zur TrĂ€nke fĂŒhrte. Da unten am Fluss, so hatten ihm die Spuren gestern verraten, tranken regelmĂ€ĂŸig Rehe.

Solch ein Pelz, ja davon ließ sich eine Weile gut leben! Kaninchenfelle gab es ĂŒberall, dafĂŒr brauchte man keinen JĂ€ger. Aber das Fell von Großwild...

Baxeda erstarrte.

Seine spitzen Ohren richteten sich nach vorn. Grollen, Knurren, direkt aus der Richtung seiner Falle! War da am Ende ein gefĂ€hrliches Raubtier in seine Schlinge geraten? DAS wĂŒrde einen guten Pelz geben! Degegen konnten die Rehe einpacken!

...allerdings mĂŒsste er das Tier dafĂŒr erst noch erledigen. Er verlangsamte seinen Schritt, um es nicht unnötig aufzuschrecken. Vorsichtig teilte er das tief hĂ€ngende Astwerk einer Trauerweide -
und hielt inne.

"Also solch ein Fang ist mir noch nie untergekommen!"
, schmunzelte er.
"Aber dafĂŒr ist dein Pelz schön dicht. Sicher gut verkĂ€uflich!"
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#2

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:51

Vor 15 min:

"Bleib hier du elendes verfluchtes Langohr", hallte es durch den Limawald, als der Schein der Morgensonne gerade den Waldboden erreicht hatte. Ein von Panik besessenes Langohr rannte durch das Unterholz. Das Gesicht voller Angst und Panik, die Augen weit aufgerissen und seine langen Beine trugen es so schnell es ihm nur möglich war.

Mitten durch den Wald, vorbei an abgestorbenen Ästen, quer durchs Unterholz, durch stachlige BĂŒsche und mehrere kleine Rinsale in denen gerade Vögel ihr Morgenbad hielten, fĂŒhrte ihn sein weg. Schnell schlug der Hase einen weiteren Haken und man hörte es abermals Fluchen.

"Baahhrrr, bleib endlich stehen, elender Langbeiner, werd endlich mein FrĂŒhstĂŒck, mir reichts! Bahhrr da dachte ich der Schlag mit der Axt an seinem Bau, wo er gerade raus gekrochen kam hĂ€tte gereicht, aber ich hab ihn wohl nur gestreift. Seit Tagen nichts anstĂ€ndiges zu essen, nur Brot, derbe trockene Kekse und eine undefinierbare Masse, die meine Mutter liebevoll Marmelade nennt. BÀÀhhh! Und nun muss ich meinem FrĂŒhstĂŒck auch noch hinter her rennen! Der Tag fĂ€ngt wirklich gut an!"

Abermals schlug der Hase einen Haken und Sprang durch ein GebĂŒsch, dass zwischen zwei großen Trauerweiden gewachsen war. "Jetzt reichts mir", Novec nahm seine große Doppelaxt und schleuderte sie im Sprung durch das GebĂŒsch dem Langohr hinterher. Die Axt flog zielstrebig richtung Langohr, ihre scharfen Klingen blitzten im morgenlicht, verfehlten das Opfer aber um lĂ€ngen. Mit einem harten dumpfen GerĂ€usch schlug die Axt in den Stamm einer Trauerweide ein.

Als das verfehlte Opfer im nĂ€chsten GebĂŒsch verschwand, befand sich Novec schon nicht mehr auf dem Erdboden, sondern in gut 2,5 m Höhe, gefangen in einer Fußschlinge.

"Welcher vermalledeite Wicht stellt hier Fallen auf?" Verbissen zog Novec an der Fußschlinge und versuchte sie zu lösen. Er zog wie wild, versuchte sie zu zerreissen, selbst mit den ZĂ€hnen versuchte er die Schlinge zu durch beißen, aber bis auf eine Wunde am Zahnfleisch, kein Erfolg.

"Na toll, hast du echt gut hinbekommen Novec! Dank deiner Verfressenheit sitzt du mal wieder in der Klemme", murmelte er vor sich missmĂŒrisch hin. "Und mein FrĂŒhstĂŒck kann ich nun auch vergessen. Nicht mal Brot und die ekelhafte Marmelade meiner Mutter kann ich nun essen, beides liegt da unten..."

Mies gelaunt, mĂŒrrisch und hungrig hing so ein kleiner Zwerg von 1,36 m in fĂŒr ihn luftigen höhen, bis wenige Augenblicke spĂ€ter auf einmal ein GerĂ€usch zu vernehmen war und ein merkwĂŒrdig aussehender Unbekannter unter ihm auftauchte und blöde Scherze trieb....

Jetzt

„Ich mach dich gleich mit meiner Axt bekannt, wenn du noch so einen Spruch ablĂ€sst! Hol mich lieber hier runter, was denkst du denn wer ich bin?“ Verbissen riss Novec abermals an der Fußschlinge, aber kam einfach nicht los. Selbst an seine Treue Axt kam er nicht heran, mit der er sich hĂ€tte los schneiden können, diese steckte noch immer im Stamm der Trauerweide.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#3

Beitrag von Sinthara » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:51

nagender Hunger, KĂ€lte, Dunkelheit und tiefe Einsamkeit. Nun gut der Hunger war nicht so schlimm, aber er war da.
Die Dunkelheit störte sie im Grunde auch nicht unbedingt, und dank der Kleidung war es auch nicht zu kalt.
Dennoch fĂŒhlte sie sich unwohl. StĂ€ndig war sie allein und hĂ€tte sie nicht Angst das man sie dadurch bemerken wĂŒrde, hĂ€tte sie wohl schon angefangen SelbstgesprĂ€che zu fĂŒhren.
Stattdessen hat sie möglichst große Bogen um Ortschaften und zuviel Gesellschaft gemacht.
Und die ganze Zeit schwirrte dieser Graf in ihrem Kopf herum. Das erste..na gut das dritte Mal das jemand Angst vor ihr gezeigt hat. Aber wieso muß man sie jedes Mal gleich er morden wollen.
Sie achtete doch schon darauf das man sie möglichst nicht sah.

"Autsch"
Darauf achten, genau so. sie sollte mehr auf dem Weg achten.
Langsam rappelte sie sich wieder auf, nachdem sie ĂŒber eine Wurzel gestolpert war. GĂ€hnend und mit knurrendem Magen sah sie sich um.
schon wieder steckte sie irgendwo tief im Wald. Wo sie war, wußte sie schon lange nicht mehr. Seit die nette Wache sie frei gelassen hatte, statt wie befohlen zu töten, war sie ziellos umher gelaufen, einfach querfeld ein.
Wo sollte sie auch hin, es gab keinen Ort den sie Zuhause nennen wĂŒrde.

Leise seufzte Sinthara und schon wieder ertönte ein knurren, aber diesmal war es nicht ihr Magen sondern der Wolf der nur wenige Meter hinter ihr stand.
Schnell drehte sich die junge Tieflingsfrau um und stand Angesicht zu Angesicht einem ebenso hungrigem Wolf gegenĂŒber.
Fressen oder gefressen werden.
Langsam umkreisten sich die Beiden dann stĂŒrzte sich der Wolf mit einem lauten knurren auf sie.
Wild war der Kampf, fast wie als wenn zwei Tiere miteinander kÀmpften.
Der Wolf unterlag Sinthara nur um handesbreite aber das reichte schon aus das sein Leben damit vorbei war.

Zerzauste und ein wenig außer Atem sah sie auf den toten Wolf herrab als sie plötzlich einen heftigen Stoß im RĂŒcken verspĂŒrte und zu Boden stĂŒrzte.
Erschrocken sah sie sich noch einen Wolf gegenĂŒber der zĂ€hne fletschend ĂŒber ihr hing.
Sie starrten sich einen ganzen Moment lang einfach nur an, dann schnappte der Wolf nach ihr....

Ein Schrei gellte durch den Wald. Dabei war sie nichtmal weit weg gewesen, aber wie konnte sie ahnen das nur wenige Meter von ihr entfernt gerade ein Zwerg in einer Falle baumelte wĂ€hrend sich einer ihrer Art darĂŒber amĂŒsierte.

Kurz nach dem Schrei herschte wieder Totenstille. Sinthara entging dem tötlichen Biss zwar trug aber eine Wunde am Arm davon.
Mit dieser Wunde hat sie sich nur noch auf einen Baum gerettet, wo sie nun saß und hinunter sah.
Der Wolf umkreiste den baum noch einen Moment dann verschwand er.
Die junge Tieflingsfrau atmete tief durch, zog sich dann dem Umhang wieder um und die Kapuze tief ins Gesicht.
Hoch oben auf einem breiten Ast gönnte sie sich erstmal eine Verschnaufpause, ruhig mit geschloßenen Augen an den Baumstamm gelehnt.

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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#4

Beitrag von Baxeda » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:51

„Wie du willst!", lachte Baxeda. Der kleine Kerl war ihm jetzt schon sympathisch. "Aber ich ĂŒbernehme keine Verantwortung fĂŒr eventuelle BlutergĂŒsse, Prellungen oder sonstige FolgeschĂ€den!“

Er zog sein Jagdmesser aus der Scheide an seinem GĂŒrtel und durchtrennte die Schlinge, welche den unglĂŒcklichen Zwerg von der Weide baumeln ließ. Zum GlĂŒck fĂŒr diesen war der Waldboden hier mit einem weichen Moospolster bedeckt. Baxeda wollte sich gerade nach dem Befinden des kleinen Mannes erkundigen, da hielt er inne.

„Da ist doch irgendwas...“

Er schnupperte. Da war das Blut des toten Kaninchens in seinem Rucksack,
doch der Duft vermischte sich mit einem weiteren.

„Warte mal kurz“, sagte er zu dem Zwerg, damit er sich konzentrieren konnte. WĂ€re seine Nase doch so gut, wie die der anderen Tieflinge! Er ließ den Rucksack zu Boden gleiten, damit dessen Inhalt seine Wahrnehmung nicht störte und entfernte sich ein paar Meter, wobei er sich reckte und die Nase in den Wind hielt.

„Irgendein Raubtier... vielleicht ein verwilderter Hund! Und er muss schwer verletzt oder tot sein, dem intensiven Blutgeruch nach zu urteilen. He, vielleicht komme ich heute doch noch zu meinem Fell, wenn ich schon deinen Bart nicht kriege, Zwerg!“

Doch da war noch ein weiterer Duft, sĂŒĂŸlich, der ihn im Innersten berĂŒhrte. Er schloss fĂŒr einen Moment die Augen und drehte den Kopf, um die genaue Richtung zu orten. Als er die Lider wieder öffnete, blickte er genau in eine Baumkrone.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#5

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:52

Mit einem lauten rums wurde Novec durch des Fremden Messers wieder auf den Boden geholt. Schmerzhaft war der aufprall trotz des Moses. Auch sein brauner Stoffumhang und sein dunkelgrauer Mantel mit den hellgrauen rĂ€ndern konnten den Sturz nicht dĂ€mpfen, denn leider hatte Novec noch ein Kettenhemd an, auf dem es ziemlich ungemĂŒtlich war zu landen.

„Ahrrrr, das wurde ja auch langsam mal Zeit, sollte ich dort oben Versauern?", raunte Novec den Fremden an, der ihn lĂ€chelnd und gleichzeitig verdutzt ansah.

"Und was soll das denn, ich bin genau auf meinem Proviant gelandet GrĂŒnschnabel. Warum hast du den meinen Rucksack nicht erst einmal weg gerĂ€umt, bevor du mich los geschnitten hast? Bahhhh das schöne Brot, alles hinĂŒber!"

Brummelnd saß Novec vor seinem Rucksack und durchwĂŒhlte ihn, um zu schauen ob noch andere Dinge beschĂ€digt worden.

"Ansonsten nichts weiter kaputt, sogar die Marmelade hat es leider ĂŒberlebt... Wenn ich raus bekomme, wer mir diesen ĂŒblen Streich gespielt hat....“

Der Fremde indessen war mit seinen Gedanken schon weit entfernt, er ging ein StĂŒck weiter und reckte seinen Kopf in den morgendlichen Himmel, als wolle er wie ein Hund eine fĂ€hrte aufnehmen.

Novec richtete sich langsam auf und klopfte sich den Staub von seinem Umhang.
Der Fremde indessen ging langsam schritt fĂŒr Schritt in Richtung eines bestimmten Baumes, ganz langsam, Novec beachtete ihn skeptisch.

„Sag mal GrĂŒnschnabel, was machst du eigentlich hier? Du sahst so aus, als wĂŒrdest du etwas suchen und hĂ€ttest etwas anderes als einen Zwerg in der Falle erwartet?“

Der Fremde jedoch nicht, stand einfach nur da und reckte seine Nase weiter in die Luft. Er murmelte etwas von einem Tier, einem Raubtier, vielleicht ein wilder Hund?! So viel hatte Novec verstanden.

"Ein Raubtier? Habe schon öfters grĂ¶ĂŸere Raubtiere in letzter Zeit hier gesehen! Wenn das wirklich eines ist, sollten wir uns besser bewaffnen GrĂŒnschnabel!"

Novec schritt zum Baum, in dem seine Axt steckte. Er stemmte seinen linken Fuß gegen den Baum, umklammerte den Griff und zog mit aller Kraft. Mit angespannten Gesichtsmuskeln, die man unter seinem dicken braunen Bart und den mittellangen braunen Haaren kaum sah und knirschenden ZĂ€hnen begannn die Axt sich langsam zu lösen. Mit einem Ruck der Novec ĂŒberraschte, löste sich die Axt. Novec schnellte ein StĂŒck zurĂŒck und landete wieder einmal auf dem Boden. Der leicht verzierte Eisen Helm mit dem breiten Eisenband um den Mantel des Helmes und der Wulst ĂŒber dem Kopf, der mit einer Spitze gekrönt war viel zu Boden.

"Wie viele male lande ich heut noch auf dem Boden. Wahrlich ein toller Tagesanfang."

Novec stand abermals auf, nahm seinen Helm und schritt zum Fremden.

"He Fremder, was hast du?"

Aber dieser sah in dessen aus wie in Trance.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#6

Beitrag von Sinthara » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:52

Still fast als wĂŒrde sie schlafen saß die junge Frau hoch oben im Baum. Die Position wĂ€re an sich zum Schlafen nicht wirklich gemĂŒtlich, aber Sinthara war daran gewöhnt.
Wenn sie mal keine sichere Höhle fand, nahm sie oft einen Baum zum schlafen. Es war einfach sicher.
Sicher vor wilden Tieren und vor anderen Geschöpfen.

Im Moment aber schlief sie nicht, sonderen ruhte sich gerade nur aus.
Das der zweite Wolf sie ĂŒberraschen konnte war an sich ungewöhnlich, verfĂŒgte sie doch ĂŒber ein ausgezeichnetes sehr feines Gehör und schnelle Reflexe.
Aber scheinbar war es der Hunger und die stÀndigen Gedanken, die sie haben heute unachtsamer werden lassen.

Plötzlich zuckten ihre Ohren und sie öffnete die Augen.
Sie war eindeutig nicht allein, warum hatte sie das nicht frĂŒher bemerkt?
Hoffentlich waren es nur Wanderer die gleich weiter gehen wĂŒrden.
Irgendjemand schimpfte da nicht gerade leise herum.

Langsam drehte sie ihren Kopf und sah hinunter um sogleich zurĂŒck zu zucken.
Zwar war sie komplett verhĂŒllt aber so wie diese ihr doch nicht unĂ€hnliche Kreatur zu ihr hinauf sah, hatte sie das GefĂŒhl als wĂŒrde er sie direkt ansehen.

Und dann war da noch wer. Was war das? Ein sprechendes Tier? Klein, beharrt, laut und grummelig.
Nein kein Tier wĂŒrde sich so dumm verhalten.
Sinthara betrachtete den Zwergen genauer, trotz das sie viel unterwegs war, hatte sie noch nie einen gesehen.

Aber was wollten die Fremden und warum starrte sie der Tiefling so an?
Sinthara kletterte etwas tiefer und hockte sich dann auf dem Ast.
Neugierig und argwöhnisch zugleich beobachtete sie die Beiden erstmal einen ganzen Moment.

Sie selbst war komplett in einen dunklen Mantel gehĂŒllt und trug darunter Lederbekleidung.
Was sie war konnte man nicht erkennen, waren doch die HĂ€nde mit Handschuhen verhĂŒllt und die Kapuze verbarg ihr Gesicht.
Selbst ihre FlĂŒgel wurden von dem Mantel verborgen.
Was aber einem nicht entgehen wĂŒrde, war das ihre Gestalt recht zierlich war. und auf die Verletzung an ihrem Arm, Der Mantel war am Oberarm leicht eingerissen und feine helle Haut die mit Blut beschmiert war, schimmerte darunter hervor.

"Was wollt ihr?" Erhob sie dann ruhig und klar ihre Stimme. Abssolut fehlerfrei war die Frage in nordlÀndischer Sprache hervor gebracht. Aber in der Stimme lag etwas melodische Àhnlich wie man es oft im Klang von Elfenstimmen fand.

Die Frage war auch berechtigt. Immerhin standen Beide unter dem Baum und einer starrte sie regelrecht an.

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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#7

Beitrag von Baxeda » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:53

"Da steht eine Frau auf dem Baum", stellte Baxeda in seiner VerblĂŒffung etwas dĂŒmmlich fest.

Der Zwerg hatte sicherheitshalber seine Axt ergriffen, doch Baxeda war da etwas unbedarfter. Er vertrat die etwas naive Überzeugung, dass man mit fast jedem gut auskommen konnte - wenn man nur ĂŒber alles miteinander redete. Und notfalls konnte er ja immer noch wegfliegen, von daher ließ er seinen Jagdbogen auf dem RĂŒcken.

Als er sich von seiner VerblĂŒffung erholt hatte, rief er ihr zu:

"Was wir wollen, fragst du? Also ich fĂŒr meinen Teil wollte bloß nach meinen Schlingen sehen, ob vielleicht ein Tier mit einem schönen Pelz reingeraten ist. Na ja, immerhin mit dem Pelz hatte ich recht. Hoffe, dem kleinen Mann ist nichts passiert? Zwergi, alles in Ordnung?"

Er drehte sich fragend zu dem Zwerg um, der jedoch recht munter wirkte. Bis auf sein Brot schien er sich nichts gebrochen zu haben. Dann blickte er wieder zu der dunkel verhĂŒllten Gestalt.

"Aber was machst du ĂŒberhaupt da oben auf dem Baum? Und ist es vielleicht dein Hund, der hier irgendwo rumlĂ€uft und so fĂŒrchterlich stinkt? Vielleicht solltest du ihm was anderes zu fressen geben. Dann mieft er nicht mehr so, weißt du? Er scheint sich aber was getan zu haben, es riecht nach Blut. Du solltest nach ihm sehen."

Der sĂŒĂŸliche Geruch der Frau stieg ihm immer noch in die Nase. Irgendwo her kannte er ihn, doch woher? Es wollte ihm nicht einfallen. Baxeda schnupperte und ĂŒberlegte krampfhaft, doch die FĂ€higkeiten seiner Nase reichten nicht aus, um den Duft auf die Entfernung zu analysieren.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#8

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:53

Verdutzt schaute Novec zum Baum. "Da soll eine Frau sein meinst du, wo denn?"

Novec kniff seine braunen Augen fest zusammen, fast schien er sie zu schließen, aber das tĂ€uschte. Er schaute noch genauer hin, bis er eine verhĂŒllte Person erblicken konnte, genau in dem Augenblick, wo die beiden Fremden anfingen mit einander zu sprechen. Novec konnte nicht glauben was der Fremde da sagte!

"Was, du hast die Schlingen aufgestellt und findest das auch noch komich GrĂŒnschnabel? Und was faselst du da von Pelz? Das ist ein extrem gut gepflegter Bart auf den ich Stolz bin! Werd nicht frech, sonst mach ich dich mit meiner Axt bekannt!"

Novec schaute dabei zu der neben ihm stehenden merkwĂŒrdig aussehenden Person und regte sich dabei furchtbar auf. Er plusterte sich auf und riss seinen Mund soweit auf, dass man ihn keinesfalls Ernst nehmen konnte und es schon beinahe komisch aussah.

Der Fremde aber lĂ€chelte ihn wohlwollend an. Er schien ein guter Beobachter zu sein und bemerkte wohl, dass Novec sich gern ein bisschen aufbaut und grobschlĂ€chtiger argumentiert als andere. Wirklich gefĂ€hrlich schien er nicht zu sein, eher eine kleine miemĂŒrrischer Person.

"Bahhrr und ja mir geht es gut, einen echten Zwerg haut nichts so schnell um," sagte Novec, lachte und haute sich mit der geballten linken Hand auf die stolz geschwellte Brust.

Gerad als der Fremde fertig war mit reden, hielt er abermals die Nase weit gen Himmel, was Novec irritierte.

"Was machst du denn da schon wieder," brummelte Novec "und wer seiht ihr beiden eigentlich, kennt ihr euch?"

"Also was ich will, nun ja... Eigentlich wollte ich mir gerade ein FrĂŒhstĂŒck jagen. Fast hatte ich es gehabt, aber die Falle dieses elenden GrĂŒnschnabel habt mir alles versaut," verĂ€rgert schaut Novec zu dem Fremden und zeigt anklagend mit dem Finger auf ihn.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#9

Beitrag von Sinthara » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:53

Es hÀtte nicht viel gefehlt und Sinthara hÀtte wohl das erste Mal in ihrem Leben, wirklich gelacht. Die Art des Zwergens war auch zu komisch.

Sie schwieg wieder die ganze Zeit, lediglich aufmerksam beobachten, das tat sie.
Irgendwie schien sie Gefallen an den beiden Gestalten zu finden. Baxeda war ihr nicht unĂ€hnlich, und da sie noch nie jemand ihres gleichen getroffen hatte fĂŒhlte sie sich in gewisser Weise angezogen.
Und Novrec..der Zwerg war einfach zu lustig als das man ihn wirklich als Gefahr wahrnehmen konnte.
Dennoch blieb Sinthara auf der Hut, so schnell vertraute sie niemanden. Genau genommen misstraute sie jedem, aber wer konnte es ihr verdenken.

LeichtfĂŒĂŸig sprang sie vom Baum und mit kurzen aber sehr flinken Schritten, war sie ein paar Schritte weiter gegangen und zerrte etwas aus einem nahe gelegenem GebĂŒsch. Was bei Kargon tat sie da?

Sinthara zog den Wolf aus dem GebĂŒsch, welchem sie vorhin das Leben ausgehaucht hatte, bevor der zweite sie hinterhĂ€ltig erwischen konnte.
Die junge Tieflingsfrau warf das Jungtier etwas richtung Baxeda. Es war ein sehr schönes Tier. Zwar ein klein wenig mager aber dafĂŒr mich sehr feinem hellen Fell gesegnet.

"Das hast du deinen stinkenden Hund."

meinte sie ruhig und hielt sich dann kurz den verletzten Arm. Zwar hielt sie sich noch immer sehr bedeckt und verhĂŒllt aber nun da sie auf dem Boden stand ließ es keinen Zweifel das es sich bei ihr zumindestens um eine recht zierliche Person handelte die entweder ein recht zierlicher Mensch war oder eine Elfe wofĂŒr auch der leicht melodische Klang in ihrer Stimme sprechen wĂŒrde.
Wobei sie mit der Elfe ja nicht mal so sehr falsch liegen wĂŒrden, wenn man es sehr genau betrachtete.

Sie behielt dennoch einen gewissen Abstand zu den Beiden aber wirkte nicht wie jemand der auf einen Kampf aus war. Eher hatte sie die leichte Fluchthaltung eines zarten Rehes.

"Wer seid ihr?"

Mit dieser Frage beantwortete sie auch sogleich die Frage des Zwergens, ob die Beiden sich kennen wĂŒrden.

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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#10

Beitrag von Baxeda » Mo 16. MĂ€r 2015, 21:54

Baxeda bekam große Augen, als er den Wolf sah.
Er trat an das tote Tier heran und strich darĂŒber.

„Den hast du ganz allein getötet? Respekt! Und was fĂŒr ein schönes Fell er hat... ganz gleichmĂ€ĂŸig, glĂ€nzend, keine Anzeichen von RĂ€ude oder anderen Mistkrankheiten, die den Pelz verderben. Kann ich den Wolf wirklich haben, einfach so?“

Ohne die Antwort abzuwarten, zĂŒckte Baxeda sein Jagdmesser und begann das Tier zu enthĂ€uten.
Zwischendurch blickte er kurz ĂŒber die Schulter zu dem Zwerg, dessen FrĂŒhstĂŒck er auf dem Gewissen hatte.

„Sieht aus, als gĂ€be es heut doch noch vor dem Mittag was zu essen Da ist auch bisschen mehr dran als an deinem ollen Karnickel. Du kannst ja schon mal Feuer machen, wenn du magst, wĂ€hrend ich alles vorbereite. Und die erfolgreiche JĂ€gerin ist natĂŒrlich auch herzlich eingeladen, ihre eigene Beute zu verspeisen.“

Baxeda war völlig hin und weg von dem Wolf und versank in seiner Arbeit, die er sehr rasch und mit geĂŒbter Hand verrichtete. Doch nach einigen Augenblicken, als ein Teil des Pelzes schon hinab hing, hielt er plötzlich inne.

„Ach so, ich hab mich ja noch gar nicht vorgestellt.“

Er steckte das Messer in die Erde, erhob sich und wischte seine HĂ€nde an seiner Hose sauber.
Der Tiefling wirkte etwas aufgeregt, als er zwischen dem Zwerg und der Unbekannten hin und her sah. Seine Ohren verfÀrbten sich dunkelgrau und sein Blick huschte zwischen beiden hin und her.

„Ich heife Bakfeda aber ihr dĂŒrft Bakfi tfu mir fagen!“

Vor Aufregung hatte er angefangen zu lispeln.

„Bakf... Baxi meine ich. Und ich bin ein Mensch, jawohl!“

Er nickte fest, wie um sich selbst zu bestÀtigen.
Um von sich selbst abzulenken, fragte er nun seinerseits:

„Und ihr zwei? Ein Zwerg, der es eilig hatte, nehme ich an und eine Elfe die... oh, du bist ja verletzt!“

Jetzt erst bemerkte er, dass sie sehr Ă€ngstlich aussah und mit eingebeugten Knien dastand, bereit, bei dem kleinsten Verdacht ins GebĂŒsch zu huschen.

"Du brauffst... brauchst keine Angst zu haben. Der Zwerg hier scheint ein drolliger Zeitgenosse zu sein. Und ich bin eigentlich auch ganz nett. Wir können dir wegen der Wunde da helfen. So als Tausch gegen den Wolf."

Er schob ihre Scheu auf sein Äußeres. Es wĂ€re nicht die erste Person, die sich vor ihm fĂŒrchtet.
Er presste die Schwingen ganz fest an seinen RĂŒcken und hielt den langen Schweif so, dass er genau hinter seinem Bein hing.

"Wie gesagt ich bin ein Mensch, der eine, Ă€h, Hautkrankheit hat. Genau. Eine Hautkrankheit. Schlimme Sache, die zu GrauhĂ€utigkeit und ĂŒbermĂ€ĂŸigem Haarwuchs an Armen und Beinen fĂŒhrt. Und zu hornĂ€hnlichen Wucherungen am Kopf, sieht aus wie Hörner, ist aber in Wirklichkeit bloß Hornhaut."
"Lieber ein lebender Feigling als ein toter Held."
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