Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL I

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Einige Bewohner Asamuras kommen ursprĂŒnglich aus Caltharnae, das in Asche versank. Ihr Leben vor der Überfahrt auf den neuen Kontinent wurde hier verewigt.
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Iberias
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Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL I

#1

Beitrag von Iberias » So 22. MĂ€r 2015, 16:07

Aus dem dunkel der Vergangenheit, doch hier geht die verloren geglaubte Geschichte weiter ...


Kaum hatte der Söldner einige Schritte in Richtung Lager getan, wurde er abrupt aufgehalten. Vier schwer gerĂŒstete Soldaten hatten sich ihm in den Weg gestellt und zeigten mit ihren Speerspitzen auf ihn. Reflexartig wanderte seine Hand zum Katana, doch zog er es nicht. Die Wachen drĂ€ngten ihn mit den Speeren wieder zurĂŒck in Richtung seiner GefĂ€hrten. Zum GlĂŒck wurde seine Reaktion von dem Mantel verdeckt, denn sonst hĂ€tten ihn seine Widersacher sicherlich und ihre Mitsoldaten, die sich ihnen nun anschlossen als Iberias wieder bei Lacrima und Narbok war, angegriffen. In dieser Situation zu kĂ€mpfen wĂ€re fĂŒr Iberias aussichtslos gewesen. Er hĂ€tte vielleicht einen seiner Gegner töten, und maximal einen zweiten schwer verletzen können, wenn er sich geschickt angestellt hĂ€tte. Dann wĂ€re aber auch seine Chance vertan gewesen und er hĂ€tte selbst daran glauben mĂŒssen. Iberias und die beiden GefĂ€hrten waren nun umringt von einer großen Gruppe gut gerĂŒsteter Soldaten. Manche mit Speeren und Schilden bewaffnet, andere mit Schwert und Schild. Alle besaßen eine ordentliche RĂŒstung wie man sie fĂŒr eine Schlacht braucht. Sie waren also auf eine Gruppe Grenzsoldaten gestoßen.
Wiedereinmal hatte sich Iberias GlĂŒck bemerkbar gemacht, solche Situationen waren bei ihm in letzter Zeit Standard geworden.

Die Vampirin war im Mittelpunkt des Geschehens und wurde von den Soldaten tatsÀchlich als Gefangene der beiden Andersartigen angesehen, dies war wieder einmal eine typische Reaktion der Menschen. Sie sahen nicht den Wolf im Schafspelz sondern nur die offensichtlichen Wölfe.

Narbok machte deutlich durch eine Bemerkung deutlich, dass auch er es nicht fĂŒr klug hielt zu kĂ€mpfen.

„Können Gefangene nicht halten. General wird böse sein.“ sagte Narbok zu dem Tiefling.
Als Antwort kam von Iberias nur ein angedeutetes nicken.

Die Soldaten lockerten weder ihren Griff um die Waffen, noch ihre Anspannung. Sie traten nÀher an die Gruppe heran, sodass Iberias einige Schritte nach hinten gehen musste um nicht unweigerlich von einem Speer durchbohrt zu werden.
Dabei stieß er mit dem RĂŒcken gegen den tierischen Begleiter des Poraha, welcher den Tiefling kurz anknurrte.
Er versuchte sich an die Seite der Vampirin zu bewegen doch war dies ein schwieriges unterfangen. Bevor er ganz an ihr herangetreten war, rief ein Soldat ihm zu:
„Stehen bleiben DĂ€mon! Wage es nicht, dich ihr weiter zu nĂ€hern.“, Iberias schaute den Redner an. Man konnte an seiner AusrĂŒstung erkennen, dass er den meisten Soldaten ĂŒbergestellt war, jedoch hatte er sicherlich nicht das Kommando im Lager.
„Ansonsten passiert was?“ fragte Iberias und machte einen winzigen Schritt in die besagte Richtung, und hatte sofort die Speerspitze des Redners vor dem Gesicht.
„Schon gut, schon gut ich gehe ja schon...“ antwortete er wĂ€hrend er die Waffe mit der Spitze des Zeigefingers beiseite schob.
Er ging wieder einen Schritt zurĂŒck und murmelte in seinen Mantelkragen etwas zur Vampirin:
„Du musst schauen, dass du vor Aufgang ein Versteck hast. Wir kommen schon zurecht.“

„Kein Kampf. Geben auf.“ gab der Riese unter den drei GefĂ€hrten mit seiner tiefen dröhnenden Stimme zu verstehen.

„Wir geben auf.“ Wiederholte Iberias demonstrativ und hielt seine HĂ€nde, so dass sie gut zu sehen waren.
Er gesellte sich zu Narbok und dem Wolf.

„Wenn wir ausnahmsweise mal GlĂŒck haben nehmen sie uns vorerst Gefangen.“ flĂŒsterte er zu seinem Begleiter.

Wie aufs Stichwort brĂŒllte der vorherige Redner den Befehl zur Festnahme.
„Nehmt sie fest, der General wird sich sicherlich noch um die drei kĂŒmmern wollen.“
Damit zeigte er auf die HĂ€lfte der nun 15 Soldaten, welche sich mit gezĂŒckten Waffen zu den drei, nicht menschlich aussehenden, gesellten und sie in Gewahrsam nahmen. FĂŒnf umringten den Ork sowie seinen Begleiter und zwei gesellten sich zu Iberias. Sie nahmen ihm das Katana weg und die zwei sichtbaren Dolche. Bei Narbok brauchten sie schon etwas lĂ€nger ihn zu entwaffnen, da sie sich durch seine schiere GrĂ¶ĂŸe nur langsam an ihn herantrauten. Die Waffen die der Wolf bei sich trug ließen sie in Ruhe und hielten das Tier eher auf Abstand.

Einem der Soldaten wurde aufgetragen Lacrima, im Lager eine Decke und etwas zu Essen bereit zu machen. WĂ€hrend die Vampirin auf Abstand gebracht wurde und der Gruppe voran ins Lager gefĂŒhrt wurde, folgten nun auch Narbok, der Wolf und Iberias mit etlichen Waffen im RĂŒcken. Sie erreichten das Lager in wenigen Minuten.
Als sie dort ankamen wandte sich Iberias an Narbok:

„Was wird unser General wohl tun wenn er bemerkt das wir nicht zurĂŒck kommen? Glaubst du er schickt einen Suchtrupp los um uns ausfindig zu machen?“, er hatte seine Stimme zwar gedĂ€mpft jedoch noch eine LautstĂ€rke gebraucht, dass einige Soldaten in seinem Umfeld von dieser Information mitbekamen.

Nun wurde Lacrima in eine andere Richtung zu einem Feuer gebracht, wo die besagte Decke und Mahlzeit auf sie warteten, die Personen mit den Waffen der GefĂ€hrten schlugen den gleichen Weg ein wie Lacrimas FĂŒhrer. Der HalbdĂ€mon konnte noch leise hören wie der AnfĂŒhrer der Truppe etwas zu der Vampirin sagte:
"Seid nun unbesorgt, es droht keine Gefahr mehr, unser Kommandant wird sich gleich um euch kĂŒmmern."

Die drei Anderen wurden etwas außerhalb das Lagers an provisorisch aufgestellten PfĂ€hlen gefesselt. Dem Wolf wurde mit etwas Anstrengung ein Strick um den Hals geschlungen, wobei Narbok und Iberias nur RĂŒcklings an den Pfahl gefesselt wurden.
Ihre FĂŒhrer entfernten sich danach etwas von ihnen jedoch nicht ohne den einen oder anderen Hieb in der Bauchgegend zu vollfĂŒhren, welche mit gepanzerten Handschuhen mehr als unangenehm waren, fĂŒr Iberias empfinden.
Zwei Soldaten blieben zurĂŒck um sie zu bewachen.

Iberias hatte sich auf dem Weg ins Lager mehrere AnsĂ€tze ĂŒberlegt, wie sie entfliehen konnten, jedoch war keiner seiner PlĂ€ne bisher wirklich risikofrei.
Wie er sich und seine Mitgefangenen befreien konnte, wusste er schon. Es wĂŒrde seinen Schwanz benutzen, wie in der RĂ€uberhöhle, um einen kleinen Wurfdolch zutage zu bringen. Damit wĂŒrde er die Fesseln losbekommen.
Doch dann stand er zwei voll bewaffneten MĂ€nnern gegenĂŒber die sicherlich nicht zimperlich sein wĂŒrden und ihn sofort töten wĂŒrden, bevor er auch nur Narboks Seil ansatzweise eingeritzt hĂ€tte.

Iberias ĂŒberlegte. Nach dem ersten Wachwechsel, sah er kurz zu Narbok rĂŒber und hoffte das dieser, seinen Blick, zu interpretieren weiß. Da die beiden Wachsoldaten mit kleinen WĂŒrfelspielchen begnĂŒgten und hier und da einen kleinen Schluck aus den Trinkbechern nahmen, versuchte der Tiefling sein GlĂŒck zu strapazieren.

„Hey ihr Trunkenbolde, was muss man hier machen um auch etwas von eurem Bechern kosten zu dĂŒrfen?“

Die beiden hielten in ihrem Spiel inne und schauten mit hochgezogenen Augenbrauen in Iberias Richtung.
Der linke der Beiden stand auf ging mit seinen Becher in Richtung des HalbdÀmons. Er blieb vor ihm stehen und
man konnte förmlich den Alkohol riechen als er zu Iberias sprach.

„Wenn ich mir deine Schwester vorgenommen habe und es mir gefallen hat werde ich es mir vielleicht ĂŒberlegen.“ sagte der Mann und nahm provokativ einen großen Schluck aus dem Becher und lachte.

„Soweit ich weiß war deine Mutter gestern ziemlich von mir begeistert gewesen, alleine deswegen habe ich mir einen Becher doch verdient, oder meinst du nicht?“ gab Iberias als Antwortet und grinste so hĂ€misch er konnte.

Das Lachen der Wache hielt abrupt inne und man konnte regelrecht sehen wie sein Kopf vor Wut anfing rot zu leuchten. Er trank den Rest aus seinem Becher, diesen dann zurĂŒck zu seinem Platz und vollfĂŒhrte einige SchlagĂŒbungen an Iberias. Der Tiefling musste einen Hieb ins Gesicht und mehrere SchlĂ€ge in die Magengrube erdulden, die ihn vor Schmerzen aufstöhnen ließen. Doch bevor der Soldat erneut zum Schlag ausholen konnte, wurde er von seinem Kollegen aufgehalten.

„Das reicht jetzt! Der Kommandant wird entscheiden was weiter mit ihm passieren soll.“, sagte er.

Der Schlagende hielt inne und stieß die Hand seines Mitsoldaten beiseite ehe er zu seinem Platz stapfte und die fast volle Flasche bis zur HĂ€lfte leerte.

Der zweite drehte sich kurz zu Iberias und warnte ihn sich nicht noch einmal so etwas zu wagen. Doch der HalbdĂ€mon lachte nur spöttisch, was ihm auch von diesem Soldaten einen Hieb in die Seite einbrachte. Bevor auch dieser zurĂŒck an seinen Platz ging und demonstrativ einige ZĂŒge aus der Flasche nahm, wĂ€hrend Iberias ein wenig Blut auf den Boden vor ihn spuckte, welches sich in seinem Mund gesammelt hatte.
Doch er hatte seinen Plan voranbringen können. Denn innerhalb der nÀchsten Momente war die Flasche leer und es wurde eine neue besorgt welche die beiden Demonstrativ vor Iberias Augen tranken.
Zur dritten Flasche wurden die beiden etwas ruhiger und gegen Ende schlief das Großmaul sogar schon fast und wurde von seinem Nachbarn unsanft geweckt.

Man sollte Alkoholhaltige GetrÀnke eben nicht zu schnell in sich hineinkippen.
Iberias machte sich die Unaufmerksamkeit der beiden zu nutze um mit seinem Schwanz den kleinen Wurfdolch aus seinem Stiefel zu angeln. Welches sich, dank der Schmerzen, die er den SchlĂ€gen zu verdanken hatte, als ziemlich schwieriges Unterfangen herausstellte. Als es ihm gelang waren beide Wachen nun dank des Alkohols so stark abgelenkt das er anfing sein Seil loszuschneiden. WĂ€hrend des Vorgangs schlief nun der Andere Soldat ein, und das Großmaul nahm die restlichen ZĂŒge aus der letzten Flasche. Als er sich nun erhob, wahrscheinlich um sich zu erleichtern, fiel dieser der LĂ€nge nach auf den Boden und blieb stöhnend liegen.

Iberias nutze diese Chance um den Rest des Seiles durchzuschneiden und eilte zu seinen GefĂ€hrten um diese zu befreien. Ihnen wĂŒrden vielleicht noch eine halbe Stunde bleiben um zu entkommen bevor die Wachen abgelöst werden wĂŒrden, und sein Plan zum scheitern verurteilt wĂ€re. Innerhalb weniger Augenblicke hatte er nun auch Narboks Fesseln gelöst und verging sich nun an dem Halsstrick des Wolfes.

„Tut mir leid das es so lange gedauert hat.“ sagte er zu Narbok und dem Wolf gleichermaßen wobei er nicht glaubte das der Wolf ihn Verstand.

„Uns bleibt nicht viel Zeit von hier zu verschwinden.“, fuhr Iberias fort wĂ€hrend er nun zu den beiden Wachposten ging.
Das Großmaul war fest eingeschlafen und wĂŒrde dank des Alkohols auch nicht so schnell wieder aufwachen.
Schnell nahm er den Speer und das Schwert der Wachen an sich, und gesellte sich wieder zu den beiden anderen.

„Wir mĂŒssen unsere Waffen wohl oder ĂŒbel hierlassen, wenn wir nicht wieder geschnappt oder getötet werden wollen.“ beendete Iberias den Satz, hielt Narbok beide Waffen zur Auswahl hin und lief mit der ĂŒbrig gebliebenen Waffe weiter den Berg hinauf.
Die Anstrengung steigerte seine Schmerzen, jedoch wollte er so schnell wie möglich Abstand zum Lager gewinnen bevor ihre Flucht bemerkt wurde.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#2

Beitrag von Lacrima Dal'danil » So 22. MĂ€r 2015, 16:08

Aufgegeben hatten sie. Oh die Tatsache gefiel ihr ganz und gar nicht, aber es war angesichts der Lage wohl die beste Idee und so war die Vampirin froh das ihre GefÀhrten das scheinbar eben so sahen und erstmal das Handtuch warfen.

WĂ€hrend die beiden unsanft mitgezogen wurden, wurde sie hingegen recht sanft zum Feuer gefĂŒhrt und bekam eine Decke und etwas zu Essen. Um den Schein zu wahren aß sie etwas von der Suppe, zumal sie von einigen Soldaten beobachtet wurde.

Sie kannte diesen Blick und mittlerweile nervte er Lacrima nur noch. Sie wirkten fast wie junge Burschen die zum ersten Mal eine richtige Frau sahen. aber in dieser Situation konnte sie es vieleicht zu ihren Gunsten nutzen.
Somit schenkte sie den MĂ€nnern ein Ă€ußerst charmantes LĂ€cheln, was teils mit einem breiten Grinsen erwiedert wurde.

Plötzlich standen alle stramm und als Lacrima sich nach dem Grund umsah sah sie einen Soldaten dessen Ă€ußere Erscheinung letzendlich darauf schließen ließ das es sich hierbei um den Kommandanten handelte. Das wurde auch nur wenige Augenblicke spĂ€ter bestĂ€tigt als er sich ihr vorstellte und ihr anbot das sie in sein Zelt kommen könnte. Es wĂŒrde doch sicherlich viel angenehmer sein fĂŒr eine Frau ihres Standes.

Ob es an der edel aussehenden Kleidung lag oder an der vornehmlichen BlĂ€sse, vermochte sie nicht zu sagen. Letzendlich hatte es sicherlich auch etwas Gutes das man sie fĂŒr eine Adlige hielt.

Auf dem Weg zum Zelt sah sie wie einer der WachmĂ€nner Ă€ußerst unsanft mit Iberias umging. Zwar konnte Lacrima nichts genaues erkennen oder hören, aber das dieser Soldat gewalttĂ€tig wurde, war eindeutig.
Eiskalt war der Blick mit welchen sie besagten Soldaten anstarrte, er wĂŒrde dafĂŒr bezahlen. Am liebsten hĂ€tte sie ihm sofort gezeigt mit wem er sich da anlegte aber im Moment konnte sie nicht.
Sie mußte den Schein wahren und so widmete sie sich wieder dem Komandanten, welcher recht ansehlich war wie sie feststellen mußte.

Im nÀchsten Moment waren sie auch schon im Zelt verschwunden und die Beiden Gefangenen ihrem Blickfeld entglitten.
Dort bot ihr der Soldat Ă€ußerst zuvor kommend seinen doch Sitzplatz an welchen sie dankend annahm.

Kann ich etwas fĂŒr euch tun MyLady, habt ihr einen Wunsch wie wir mit diesem Abschaum da draußen verfahren?

Langsam wanderte ihr Blick zu ihm, musterten den gut gebauten Mann.

Den Abschaum...oh ich weiß wie ich mit dem Abschaum verfahren werde.

Ihr Blick wurde verfĂŒhrerisch und wĂ€hrend sie spĂŒrte wie er schwach wurde, schien aus der selbstsicheren Dame plötzlich eine verzweifelte junge Frau zu werden. Mit flehendem Blick und einer weinerlich klingenden Stimme sah sie zu dem Kommandant welcher ihrem Charme erlegen an den Tisch gelehnt Platz genommen hatte.

"Ihr mĂŒĂŸt mir helfen, bitte..."

"MyLady sprecht frei was kann ich fĂŒr euch tun

"Meine Schwester, sie wurde auch gefangenen genommen von diesen Bestien, bitte ihr mĂŒĂŸt sie retten, bevor es zu spĂ€t ist."

Hingebungsvoll ergriff er sachte ihre Hand.

"Sorgt euch nicht wir werden sie retten."

Ein Handkuss folgte und er erhob sich.

"ein Drei Tagesmarsch in die Richtung aus der wir kamen"

warf sie noch nach und ein sĂŒffisantes LĂ€cheln umspielte ihre Lippen als der Kommandant das Zelt verlassen hatte und sie hören konnte wie er draußen alle zusammen pfiff.

WĂ€hrend sie nun gemĂŒtlich im Zelt lag und abwartend an einer Armbrust spielte, welche in griffreichweite lag, sammelten sich draußen die Soldaten.
Kurz und bĂŒndig erklĂ€rte der Kommandant das Anliegen und es wagte nicht einer ihm zu widersprechen. Schon kurze Zeit spĂ€ter hörte und sah man wie das halbe Lager abrĂŒckte
SIe verschwanden in die Richtung aus der die GefÀhrten gekommen waren.
Zufrieden wirkte die Vampirin, ihr Plan war aufgegangen, aber noch nicht zu Ende.

Wenige Minuten spĂ€ter trat der Kommandant wieder in das Zelt und sie warf sich ihm in einer herzzereißende Pose mit einem Blick der jeden Mann zum schmelzen brachte an den Hals.

"Ihr seid mein Held, ich danke euch so sehr"

SÀuselte sie ihm leise ins Ohr wobei er nicht bemerkte wie sie die Hand hob in welcher sich ihr Dolch befand. WÀhrend er sich Stolz wÀhnte, mit solch einer reichen Schönheit in den Armen und sich vermutlich schon als Herr irgendeiner Burg sah kam sein Tod recht nahe.
Flink und prĂ€zise wie immer schnitt sie ihm die Kehle auf und wollte sich gerade an seinem Blut laben, als der Zelteingang aufgerissen wurde und ein scheinbar junger Soldat herrein stĂŒrmte.

"Kommandant die Gef..."

Die Worte blieben ihm im Hals stecken und was sich ihm darbot war eindeutig. Rasch wande er sich ab wieder hinaus.

Alarm!

Gellte sein Schrei durch das Lager ehe sein Blick erstarrte und er vorneĂŒber fiel. Lacrima hatte geistesgegenwĂ€rtig die Armbrust vom Tisch gerissen und ihm einen Bolzen in den Körper gejagd.

Dennoch hatte sie nun ein Problem. in nur wenigen AUgenblicken war sie umringt von den ĂŒber gebliebenen Soldaten.
Zu dritt wÀren diese nun kein Problem gewesen, das Schlechte war aber, sie war allein.

Iberias und Narbok waren offenbar geflohen und vermutlich schon wer weiß wo. Ein tiefer Seufzer entglitt der Kehle der Untoten.

Hilfe?

Stieß sie flehend in Gedanken aus.
Ja Hilfe könnte sie jetzt wirklich gut gebrauchen, nicht das sie es laut aussprechen wĂŒrde. Nach außen hin gab sie die unnahbare Lady.
Die Haltung stolz und aufrecht, das rote Kleid umschmiegte ihren anmutigen Körper und ließ sie verbunden mit dem schwarzen Umhang gleich einer Edeldame wirken.
Nein sie zeigte keine SchwĂ€che, niemals wĂŒrde sie vor dem Feind kriechen.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#3

Beitrag von Iberias » So 22. MĂ€r 2015, 16:08

Es dauerte nicht lange, bis aus dem Lager ein lautes: "Alarm!" ertönte.
Ohne nach hinten zu schauen versuchte er seine Schritte zu beschleunigen. Er musste so schnell es ging auf diesen Berg hinauf und sich verstecken.
Der Ork hatte ihn mittlerweile ĂŒberholt und ritt auf seinem Wolf voraus. Ab und zu schaute er nach hinten um zu ĂŒberprĂŒfen ob Iberias hinterher kam und hielt wenn nötig kurz an.
Das spĂ€rliche Gras wich, Felsen und Steinen. WĂ€hrend sie nun schon ein großes StĂŒck zwischen ihnen und dem Lager gebracht hatte traute sich der Tiefling kurz ins Tal zu schauen.
Dort sah man Fackeln aufgeregt hin und her hetzen und der LĂ€rm, der dort unten herrschte, wurde bis zu ihnen hinaufgetragen.
Er sah auch, dass sich einige der hell leuchtenden Fackeln, auf den Weg, den Berg hinauf machten. Er durfte keine Zeit mehr vergeuden und stĂŒtzte sich auf seine Waffe.

Bald schon war es ihnen unmöglich den Berg durch einen direkten Aufstieg zu ĂŒberwinden. Jedoch gab es einige Trampelpfade, am Fels entlang die sich langsam in die Höhe schlĂ€ngelten. Doch hier war es fĂŒr Narbok unmöglich zu reiten, daraufhin saß er ab und setzte seinen Weg zu Fuß weiter, wĂ€hrend er die Truppe anfĂŒhrte.
Nach und nach gewannen sie immer weiter an Höhe und auch wenn sie ihre Verfolger nicht sehen konnten, waren sie jedoch nicht zu ĂŒberhören. Doch je weiter sie voran schritten, desto enger wurden die FelsvorsprĂŒnge die sie passierten.
Hier und dort lösten sich kleine Steine bei jedem Schritt den sie Taten und rollten hinab in die Tiefe. Sie hatten etwas GlĂŒck in dieser Situation da mit ihrem vorankommen, auch das Vorankommen ihrer Verfolger immer schwieriger wurde.

Iberias setzte schwerfĂ€llig einen Schritt vor den anderen. Die SchlĂ€ge seiner Peiniger hatten ihm einiges abverlangt, und er hatte noch keine Chance sich kurz zu erholen und sich ihrer anzunehmen. Die geklaute Waffe als Gehhilfe benutzend stapfte er so schnell es ihm möglich war vorwĂ€rts. Der Ork hingegen bewies eine ĂŒbernatĂŒrliche Geduld. Er schaute öfters zurĂŒck hielt wenn nötig an und wartete auf ihn, sagte jedoch kein Wort.
Nach einiger Zeit wurde aus dem Hang eine Felsspalte welche sich jedoch ĂŒber 50 Schritt zur anderen Seite erstreckte.
Ihre Verfolger waren nun jedoch nicht mehr zu hören, keine Schritte oder gar Rufe waren zu vernehmen. Sie mussten wohl ihre Verfolgung abgebrochen haben. Was waren denn schon zwei FlĂŒchtlinge wenn Sie ihre Geisel gerettet haben.

-Wenn die wĂŒssten was sie erwartet- dachte Iberias bei sich. Denn Lacrima wĂŒrde nicht ohne weiteres bei den Menschen bleiben, vor allem nicht wenn bald die Sonne aufgehen wĂŒrde.

In seiner Unachtsamkeit, rutsche ihm seine Gehhilfe unter einem losen Stein weg und er fiel vorwĂ€rts auf den steinigen Untergrund. Als er nun einige Zeit brauchte um wieder auf die Beine zu kommen wurde es Narbok genug. Mit einer nicht zu deutenden Miene drehte er sich zu Iberias um. Als der Ork nun versuchte an seinem Geleitwolf vorbei zu gelangen um sich wahrscheinlich dem Tiefling anzunehmen, brach unter seinen FĂŒĂŸen ein Stein in die Tiefe.
Um sein Gleichgewicht gebracht rutschte nun auch der Poraha ein StĂŒck in die Tiefe, der Wolf packte ihn mit seinen ZĂ€hnen am Unterarm und versuchte ihn fest zu halten. Doch das Gewicht beider GefĂ€hrten war zu viel und es brachen einige weitere Brocken aus dem Fels, sodass der Wolf selbst auch nun in einer Senke zum Abgrund stand. Nun regierte auch Iberias, packte das Reittier am Fell der HinterlĂ€ufe und stemmte sich so stark er konnte in Richtung Felswand.
Mehr und mehr Steine lösten unter den Pranken des Tieres wĂ€hrend dieser versuchte wieder RĂŒckwĂ€rts auf den Felsgrad zu gelangen. Seine und Iberias Versuche, den Ork wieder hochzuziehen, blieben jedoch ohne Erfolg. Die entstandene Senke selbst Ă€hnelte nun mehr den steilen FelswĂ€nden. Der Wolf rutschte mit Iberias immer weiter in Richtung Abgrund, wo der Ork, welcher mit seinem Arm im Maul des Tieres hing, selbst auch versuchte irgendwo halt zu finden.
Der Abgrund kam immer nĂ€her und als die Situation aussichtslos erschien versuchte sich Narbok aus den FĂ€ngen seines Begleiters zu befreien, doch der Wolf ließ ihn nicht los, doch das zappeln beschleunigte den Vorgang nur noch.

WĂ€hrend die Tiefe nur noch einige wenige FußlĂ€ngen vor Iberias auftauchte, schwanden nach und nach seine Kraftreserven. Sein ganzer Oberkörper und seine Arme brannten vor Schmerzen und Anstrengung, doch er hielt den Wolf so gut es ging fest und versuchte ihn bei seinem Unterfangen zu unterstĂŒtzen.
Mit einem lautem Aufschrei mobilisierte der HalbdĂ€mon seine letzten KrĂ€fte und zog so stark er konnte am Fell des Wolfes. Er schaffte es das Tier StĂŒck fĂŒr StĂŒck wieder zurĂŒck auf den Vorsprung zu ziehen.
Es fehlten noch eine ArmlÀnge und der Wolf hÀtte wahrscheinlich wieder genug halt gehabt, als das sein Fell aus Iberias HÀnden glitt.
Der Tiefling stolperte rĂŒckwĂ€rts gegen die Felswand und schlug sich dabei stark den Kopf an der Felswand, durch den plötzlichen Verlust von Iberias Hilfe wurde der Wolf durch Narbocks Gewicht und dem fehlenden halt ĂŒber den Rand der Senke gezogen und fiel mit seinem Herren unaufhaltsam in die Tiefe der Schlucht.
Iberias sah noch wie der Wolf ĂŒber den Rand fiel und brachte ein ersticktes "Nein." aus seiner Kehle hervor, bevor ihm seine Sinne schwanden und er vollends das Bewusstsein verlor.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#4

Beitrag von Malgorion-Oril » So 22. MĂ€r 2015, 16:09

Plötzlich, ohne Vorwarnung zog sich ein Gewitter auf. Wo zuvor nur einige wenige Wolken, den Nachthimmel bedeckt hatten, verdichtete sich nun die Wolkenfront, bis der Horizont vollstÀndig von der Finsternis bedeckt war.
Ein gewöhnlicher Mensch konnte unter diesen Voraussetzungen noch nicht mal mehr seine eigene Hand vor den Augen erkennen. Panische Schreie ertönten von den Grenzsoldaten. Niemand wagte es sich zu bewegen. Niemand hatte den Mut einen Befehl zu erteilen. Nur noch die Furcht stand im Zentrum: Zu groß war die Angst vor dem Unbekannten, zu groß die Angst vor der Finsternis.

Lediglich ein hĂ€misches Lachen durchdrang die Stille, dass die Soldaten in die Knie zwingen ließ. Einige von ihnen hielten sich schĂŒtzend die Ohren zu, doch das Lachen durchdrang Alles, sodass schließlich auch der Letzte vor Schmerz in die Knie gezwungen wurde. Kurz brach die Wolkendecke auf, sodass nur noch das Lachen Kargons in den Köpfen der Soldaten zu hören war.
Doch dann zogen sich die Wolken wieder zusammen und bildeten eine Schattenspur, die sich wie ein Nebelfeld ausbreitete. Die Schatten folgten den Schreien der Menschen und sausten durch ihre offenen MĂŒnder in ihr Innerstes. Es schien, als ob man den Soldaten ihre Lebenskraft und ihren Lebenswillen nahm. Denn nach einigen Augenblicken des Peins, erstarben ihre Schreie. Übrig blieben regungslose, entseelte Gestalten, die in die Leere starrten. Keinerlei Ausdruck war mehr auf ihren Gesichtern zu erkennen, und nichts erinnerte mehr an die Qualen und die Todesangst, ehe die Finstersonne das Leben aus ihnen genommen hatte. Von dort aus wurden die Seelen der Soldaten direkt ins Schattenreich befördert.

Kurz beobachtete der AllmĂ€chtige noch die Szenerie. Die wenigen Soldaten, die er hatte ĂŒberleben lassen, flohen mit sofortiger Wirkung vom Lager und ließen ihre Waffen liegen. Allein blieb nun Lacrima Valerie, die der dunkle Lord nun eindringlich durchleuchtete. Wem habe ich da ĂŒberhaupt geholfen? Wer hat mich um Hilfe gebeten?
Überrascht stellte er fest, dass es sich dabei um eine Untote handelte.
Dies sah aber nur als BestÀtigung seiner Macht. Innerlich lachte Kargon. Athronos wird sich schwarz Àrgern, falls er jemals er davon erfahren wird...und er wird noch zorniger sein, falls er erfÀhrt, dass ich einer Untoten geholfen habe.

Er hatte das, was er wollte erreicht: Neue Seelen fĂŒr sein Schattenreich. Wieder einmal hatte er den Herr der Gezeiten um ein paar Seelen betrogen und diese Tatsache schĂ€tze ihn zufrieden.
"Dies ist mein Geschenk fĂŒr Euch", war das Einzige was Kargon noch zu Lacrima sagte, wobei er die Worte in Gedanken telephatisch mitteilte. Sie konnte also somit seine Stimme in ihrem Kopf hören. Außerdem implizierte er mit einer weiteren Prozedur seinen Namen in ihren Gedanken, sodass Lacrima diese Tat und die Worte unverkennbar nur mit Kargon in Verbindung bringen konnte.

So als ob nichts gewesen wĂ€re, zog das Gewitter darauf auch ab und damit verschwand Kargon wieder zurĂŒck in sein Reich.
"Wo Licht ist, ist auch Schatten."

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#5

Beitrag von Lacrima Dal'danil » So 22. MĂ€r 2015, 16:09

Fieberhaft ĂŒberlegte die Untote wie sie aus diesem Schlamassel wieder herraus kommen konnte. ihre GefĂ€hrten schienen ĂŒber alle Berge.
Da sie noch immer keine Idee hatte was sie tun sollte wehrte sich Lacrima auch nicht als die Soldaten sie packten und mit sich zerrten, raus aus dem Zelt des toten Kommandanten. Die Griffe waren grob und wĂ€ren vermutlich auch schmerzhaft gewesen fĂŒr die zierliche Frau.
SpĂŒren tat die Untote aber nichts, wie sollte sie auch.

Plötzlich hielten die Soldaten abrupt inne. Erst jetzt wurde ihr bewußt das es vollkommen dunkel geworden war. Dunkler als jede Nacht. Es schien als wĂŒrde man nicht mal seinen GegenĂŒber erkennen können.
Selbst Lacrima vermochte kaum noch etwas zusehen. Aber die Untote blieb dennoch ruhig im Gegensatz zu den Soldaten die wie erstarrt schienen. Es wirkte fast als wÀre plötzlich alles tot, nur die Schreie der MÀnner durchdrang die Dunkelheit.

Der Vampirin wurde langsam bewußt, das hier irgendwas am schaffen war, etwas großes, mĂ€chtiges. Als das Lachen erklang fĂŒhlte sie sich bestĂ€tigt in ihrer Annahme. Sie wußte nicht wie sie es deuten sollte. Wer war das, was war es und vor allem, was waren die Absichten.
Plötzlich brach die Wolkendecke auf und ermöglichten das sie sich genauer umsehen konnte.
Die HĂ€nde der Soldaten lockerten sich und Lacrima konnte erkennen wie die Soldaten offenbar von Schmerz allesamt in die Knie gezwungen wurde.

Nachdem sie es aufgegeben hatte den Verursacher zu finden ließ sie den Blick wieder ĂŒber die Soldaten schweifen. Interessiert beobachtet sie wie die Schatten durch die Lebenden hindurchzufahren schien und diese in sich zusammen sackten als wĂŒrden diese Schatten das Leben aus ihnen saugen.
Ein kurzes amĂŒsiertes grinsen konnte die Untote sich nicht verkneifen. Sie war keine bösartige Person welche Gefallen am Leid Anderer hatte aber sie kam nicht umhin das sie es als Genugtuung empfand wie die Soldaten litten ehe sie nichts weiter waren als seelenlose leere HĂŒllen.

Als sie die Stimme vernahm schien es wie eine Offenbarung die ihr mitteilte wem sie diese Befreiung verdankte. Kargon hatte ihren Ruf nach Hilfe vernommen und reagiert.
Fast automatisch sank sie auf die Knie, wie es einem Gott gebĂŒhrte und sah noch etwas fassungslos hinauf zum Himmel an welchem sich die Gewitterwolken wieder verzogen und den sich dem Ende neigenden Nachthimmel enthĂŒllte.

Stille. Kargon schien wieder verschwunden und so erhob sich die Vampirin langsam wieder und sah auf die HĂŒllen der Soldaten hinab. Seufzend griff sie sich ein Schwert und ließ Erbarmung walten in dem sie einigen der Soldaten den Kopf von den Schultern trennte und sie damit wohl gĂ€nzlich erlöste.

Den Umhang sich umwerfend lief sie hinĂŒber wo sie einige Waffen, unter anderem die von Narbok und Iberias aufbewahrten und griff sich die der GefĂ€hrten soviele wie sie zu tragen vermochte. Viel war es nicht, aber zumindestens wĂ€ren sie nicht mehr ganz waffenlos.
Mit diesen im GepÀck folgte sie den Spuren welche sie nach kurzem suchen fand.
nach einigen StĂŒcken mußte sie sich eingestehen das die Waffen zu schwer waren und sie zu langsam vorran kam. Dabei saß ihr die DĂ€mmerung im Nacken.
Murrend ließ sie einige der Waffen zurĂŒck und stapfte weiter.
Der steinige Untergrund riss ihre zarten bloßen FĂŒĂŸe auf und wĂ€re sie keine Untote gewesen, wĂ€re sie vermutlich lĂ€ngst zusammen gebrochen.

Irgendwann als selbst sie spĂŒrte das ihr Körper nicht mehr bereit war, das er ruhen wollte und Lacrima kurz davor war aufzugeben sah sie diese Risse am Abgrund.
EIndeutig war etwas abgebrochen.

Verflucht noch eins....

Waren ihre GefĂ€hrten etwa in die Tiefe gestĂŒrzt, Sie hasstete vorwĂ€rts soweit es ihre geschundenen FĂŒĂŸe zuließen und wĂ€re fast an iberias vorbei gelaufen. Aber die einbrechenden Helligkeit und die Tatsache das der Pfad nun wirklich nicht groß war, machten sie dann doch aufmerksam.

Iberias!


Lacrima stĂŒrzte auf den Tiefling zu und rĂŒttelte ihn kurz, aber er schien nicht bei Bewußtsein. die wildesten FlĂŒche austoßen hasste sie weiter und entdeckte unweit eine Spalte in dem Fels, gerade groß genug das beide abgeschirmt vom Weg Platz finden konnte.

Noch immer fluchend eilte sie zurĂŒck und griff sich den HalbdĂ€mon. Obwohl man es der zierlichen Person kaum zutrauen vermochte, schaffte sie es mit MĂŒhe und Not Iberias in diese Spalte zu zerren.

Draußen brach schon der Tag an, und obwohl es ein verdammt hohes Risiko war hetzte sie nochmal hinaus. Und sie hatte GlĂŒck, die Untote fand eine Quelle nach der sie gesucht hatte und konnte so den Trinkschlauch fĂŒllen, welche sie dabei hatte. In der Hast war es wohl eher eine seltsame Gewohnheit aus ihrer Zeit als Lebende gewesen das sie sich ein NahrungsbĂŒndel der Soldaten gegriffen hatte, bevor sie aufbrach.

Doch als sie zurĂŒck kehrte, tauchten die ersten Sonnenstrahlen am Horizont auf. Mit einem erstickten Schrei warf sie sich samt dem BĂŒndel in die Spalte. Keine sonderlich gute Idee, den so knallte sie unsanft sich den Kopf an, und auch wenn sie keinen Schmerz zu verspĂŒren vermochte, so ließ es die Welt um sie herum kurz verschwimmen.

Alles Andere als gut gelaunt platzierte sie noch das Proviant und den trinkschlauch neben dem HalbdÀmon und machte es sich in der dunkelsten Ecke irgendwie bequem, soweit das auf dem Boden und in der Enge möglich war. Wollte sie den Tiefling nicht noch mehr beschÀdigen, er sah ohnehin schon sehr geschunden aus.
Sogar ihren Umhang hatte sie entbeehrt, den dieser diente Iberias nun als Decke.

Und so schlug auch Lacrima die Augen zu um wie gewohnheitsmĂ€ĂŸig den Tag zum schlafen zu nutzen auf das sich auf ihre wenn auch eher kleinen Wunden erholen konnten. Bis auf kleinere Kratzer, die aufgeriebenen FĂŒĂŸe und die HĂ€matome an den Armen, durch den derben Griff der Soldaten, war sie eigentlich unverletzt. Nun ja dazu kam noch die Platzwunde welche sie sich bei dem Sprung in die Felsspalte zugezogen hatte wodurch etwas Blut ihr Gesicht benetzte.

Das Narbok fehlte war ihr aufgefallen und doch vermochte sie nicht, sich darum gerade weitere Gedanken zu machen.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#6

Beitrag von Iberias » So 22. MĂ€r 2015, 16:09

Licht! Iberias riss die Augen auf und wurde augenblicklich geblendet, sodass er mehrmals blinzeln musste bevor
er bemerkte wo er sich befand. Das Blut in seinem Kopf pochte und erzeugte einen fast unertrĂ€glichen Druck welcher sich von seinen SchlĂ€fen bis zu seinem Hinterkopf erstreckte. Er versuchte sich aufzurichten hielt aber abrupt inne, als seine Schmerzen ihn wieder zu Boden warfen. Der Geruch von Blut und das GefĂŒhl eines pelzigen Belags auf der Zunge, waren neben seinem geschunden Körper die Überreste seiner Flucht.
Sein Blick schweifte umher.

Wo war er? Wie ist er hier hin gekommen? Wieso war er zugedeckt?

Er hatte die Decke, die ihn umhĂŒllte, erst jetzt bemerkt. Er drehte langsam den Kopf um sich besser umschauen zu können, darauf bedacht seine Kopf und Nackenschmerzen so gering wie möglich zu halten. Neben sich konnte er einen Schlauch und einen gefĂŒllten Beutel ausmachen. FĂŒr einen Moment vergaß der HalbdĂ€mon seine Schmerzen und Griff nach dem Schlauch, öffnete ihn und setzte ihn an seine Lippen. Mit hastig nahm er einen großen Schluck aus dem Trinkschlauch. Durch seine Hast verschluckte er sich an dem Wasser. Er fing an zu Husten und drehte sich dabei auf die Seite. Diese abrupten Bewegungen trieben ihn TrĂ€nen in den Augen und waren eine einzige Qual.
Nach einiger Zeit beruhigte sein Körper sich wieder und er sah am anderen Ende der Höhle, tief in Schatten gehĂŒllt eine bekannte Gestalt.

Es war die junge Vampirin von der Narbok und Iberias, durch ihre Gefangennahme, getrennt worden sind. Bei nÀherer Betrachtung sah sie auch nicht gerade gut aus. Man sah an manchen Stellen zwar nur noch einige winzige Narben, die wahrscheinlich zur Nacht wieder verschwunden waren, doch konnte man Blut auf ihrer Kleidung und Haut ausmachen.
Wahrscheinlich war nur ein wenig von dem was er sah sein eigenes, sie hat sich sicherlich fast zu Tode, zumindest fĂŒr einen Menschen, geschunden um ihn und seine Begleiter einzuholen. Zudem hatte sie sich der Gefahr ausgesetzt von Sonnenstrahlen erfasst zu werden.

Nun griff Iberias nach dem BĂŒndel und holte Proviant hervor, er fragte sich wie die Dame daran gekommen ist aber dankbar machte er sich ĂŒber das essen her. Er aß langsam und kontrolliert, trotzdem war bald nicht mehr viel vom Essen ĂŒbrig.
Er saß nun an die Wand gelehnt da und beobachtete das Schattenspiel am Höhleneingang. Es waren wahrscheinlich noch einige Stunden bis zum Sonnenuntergang.
Nun machte er sich daran seinen Zustand zu analysieren. WĂ€hrend er mit seinen HĂ€nden zunĂ€chst seine Gliedmaßen und seinen Oberkörper abtastet bemerkte er glĂŒcklicherweise keinerlei BrĂŒche oder Ă€hnliches. Es waren nur einige BlutergĂŒsse am Oberkörper und und den Armen zu sehen, wo seine Haut sich schwarz verfĂ€rbt hatte. Dann tastete er behutsam seinen Hinterkopf, auch dort glĂŒcklicherweise bis auf eine Platzwunde nichts ernstes. Auch schien er keine GehirnerschĂŒtterung davon getragen zu haben. Er nahm noch etwas von dem Wasser aus dem Schlauch und wusch damit das Blut aus seinen Haaren und von seinem Kopf. Er zog sein Lederwams aus und rieb es notdĂŒrftig, mit ein klein wenig Wasser, ab. Er brauchte unbedingt einen kleinen Teich oder Bach um seine Kleidung zu reinigen und sich zu waschen.

Langsam und nun ungeachtet der Pein stand Iberias auf, erst schwankte er ein wenig fing sich doch schnell wieder. Den Mantel, der als Decke fungierte brachte er Lacrima zurĂŒck und legte diesen behutsam ĂŒber sie, um sie nicht zu wecken. Nun machte sich der Söldner, an der Wand abgestĂŒtzt, auf den Weg nach draußen. Je nĂ€her er dem Höhleneingang kam, umso mehr verschwamm seine Sicht. Als er nun endlich draußen angekommen war, konnte er kaum sehen, aber das die HĂ€matome schlimmer aussahen als sie sich anfĂŒhlten.
Davon ausgehend wie weit sie ungefĂ€hr gelaufen sind, und von dem Stand der Sonne war es wohl spĂ€t am Nachmittag. Iberias ging langsam dem Abgrund entgegen wo er Narbok und seinen Wolf hatte abstĂŒrzen lassen. Er machte sich wie auch bei Janosch VorwĂŒrfe, dass er nicht helfen konnte. Erst hatten sie den Spielmann verloren und nun auch den Ork und den Wolf. Insgeheim hoffte Iberias, dass den beiden nichts zugestoßen ist, dennoch war die Schlucht tief, zumindest soweit er es, mit seiner eingeschrĂ€nkten Sicht, erahnen konnte.
So saß er einige Stunden da und starrte in die Tiefe.

Der HalbdĂ€mon stand auf und ging erst einige Minuten in die eine Richtung und danach, wieder an dem Felsspalt angekommen, einige Minuten in die andere bevor er sich wieder in den Spalt verkroch. Draußen dĂ€mmerte es schon leicht.
Iberias setzte sich wieder an eine Wand und spĂŒrte wie die KĂ€lte, des Steines welches seinen nackten RĂŒcken berĂŒhrte, die Schmerzen etwas linderte. So saß er da und beobachtete den Eingang und das Spiel der Schatten welches, sich in der Abendröte, auf dem Boden abzeichnete.

So wartete er bis seine Begleiterin erwachte.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#7

Beitrag von Lacrima Dal'danil » So 22. MĂ€r 2015, 16:10

Ruhelos zuckten die Schatten ĂŒber das Feld auf welchem dutzend von reglosen Körpern lagen deren Gesicht gezeichnet war von Schmerz und Pein, die Augen weit aufgerissen und den Mund zu einem stummen Schmerzensschrei geöffnet. Und doch waren die Blicke leer nur ein heben des Brustkorbs verriet das die meisten noch lebten. Seelenlose HĂŒllen waren sie allesamt.
Langsam schob sich ein nackter Fuß gefolgt von einem langen schlanken Bein ĂŒber eine der vielen Körper. Es war beĂ€ngstigend und faszinierend zugleich. So empfand es die junge Frau welche in einem edel wirkendem Kleid ĂŒber das Schlachtfeld wanderte.
Ein Bild was fĂŒr einen Außenstehenden sicher eine gewisse Faszination ausgeĂŒbt hĂ€tte. die junge hĂŒbsche Frau inmitten ein Haufen Toter. Lacrima sah immer wieder auf die Körper zu ihren FĂŒĂŸen hinab suchend bahnte sie sich den Weg ĂŒber das Feld. Angetrieben von etwas was ihr noch nicht klar schien.
Plötzlich erstarrte sie. Die Untote war nicht die Einzige Person auf dem Feld. Unweit von ihr hockte eine kleine magere Gestalt gehĂŒllt in einen rissigen alten schwarzen Umhang. Das Gesicht von einer Maske verhĂŒllt und doch..als der Blick aus den grĂŒnen Augen sie trafen war das wie ein Schlag ins Gesicht. Soviel Schmerz, Wut und Trauer spiegelte sich in den Augen dieser unschuldigen Gestalt.
Keuchend starrte Lacrima ihr eigenes Ich an, das ich ihrer vergangenen Zeit. Langsam wanderte der Blick hinab zu dem Mann welche zu FĂŒĂŸen der mageren Gestalt lagen und die Vampirin geriet ins taumeln.
Nein...das durfte nicht sein. Noch wÀhrend sie mit sich rang ging der Mann plötzlich in Flammen auf und Lacrima meinte qualvolle Schreie vernehmen zu können.
Verzweifelt sackte sie in sich zusammen und presste die HÀnde auf die Ohren. Ein Schrei löste sich von ihren Lippen...



Abrupt schreckte die Untote aus dem Schlaf und stieß sich dabei fast den Kopf an dem Fels. Mit weiß aufgerissenen Augen starrte sie umher, ihr Brustkorb hob und senkte sich wie der einer Lebenden welche gerade vollkommen panisch war.
Man sah ihr an das was auch immer sie getrĂ€umt haben mußte alles andere als schön war.
Lacrima brauchte etwas ehe sie sich langsam beruhigte und zurecht fand. Lange hatte sie keinen Traum mehr gehabt.

Bei Kargon...

Murmelte sie und nun bemerkte sie auch Iberias. Achtlos streifte sie den Umhang zur Seite nicht mal realisierend das dieser ja ursprĂŒnglich dem Tiefling als Decke gedient hatte.
Langsam erhob sie sich und trat hinĂŒber zu dem GefĂ€hrten. Wunden hatte sie keine mehr, nur das Blut was hier und da noch an ihr klebte verriet das sie vermutlich verletzt gewesen war.

Iberias...geht es dir gut, was ist passiert? Wo ist Narbok?

Hastig prasselten die Fragen auf den Tiefling ein ehe die Untote sich besann und erstmal neben ihm Platz nahm.

"Ich bin froh wenigstens dich wieder gefunden zu haben. Da unten gab es einige Probleme und vermutlich wÀre ich noch nicht hier wenn..."

Die Vampirin verstummte und wande den Blick hinaus in die Nacht. Ja wer weiß was passiert wĂ€re wenn Kargon nicht reagierte hĂ€tte und ihr aus der unschönen Situation verholfen hĂ€tte. Vermutlich wĂŒrde sie noch immer eine Gefangene der Soldaten sein, wenn nicht sogar tot.

Sie erschauderte, es war ein seltsamer Gedanke das sie womöglich hĂ€tte tot sein können, wo sie doch schon gewisser Maßen tot war und wĂ€re sie das nicht es hĂ€tte sein können. So oft wie sie sich schon in lebensgefĂ€hrlichen Situationen befunden hatte.
Ihr Blick wanderte wieder zu Iberias und man könnte meinen Besorgnis in ihrem Blick lesen zu können als sie dessen geschundenen Leib betrachtete.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#8

Beitrag von Iberias » So 22. MĂ€r 2015, 16:10

Es wurde Dunkel und die Schatten breiteten sich aus. WĂ€hrend Iberias wartete hörte er ab und an wie die Vampirin ein leichtes stöhnen von sich gab. Irgendetwas beunruhigte sie in ihrem Schlaf. Ab und wann nahm er einige SchlĂŒcke aus dem Schlauch zu sich. In den zwei Stunden in denen er hier schon gesessen hatte lauschte er gespannt.
Er konnte ab und zu einige Vögel hören, welche sich wahrscheinlich zu ihren Nestern aufmachten. Jedoch kam keine einzige Person an ihrem Versteck vorbei, was Iberias etwas beruhigte. Seine Schmerzen verblassten zwar langsam, dank des Blut seines Vaters, dennoch wĂ€re er nicht in der Lage gewesen sie beide vor Soldaten zu verteidigen, welche sie wahrscheinlich immer noch suchten. Das er keinen Suchtrupp wĂ€hrend seiner frĂŒheren Erkundungstour gesehen hatte, verwunderte ihn noch mehr. Wahrscheinlich war das Lager durch ihre Flucht so in Aufruhr gewesen das die Vampirin eine Möglichkeit zur Flucht fand, doch wĂŒrden diese Menschen nach ihnen suchen.

WĂ€hrend er so, seinen Gedanken nachging, erwachte die Dame erschreckt auf und blickte sich
panisch in der Felsspalte um. Es war anscheinend eine Art Traum gewesen, der sie so aufgewĂŒhlt hatte.
Iberias wusste nicht das Vampire trÀumten.

Sie stand auf und kam in seine Richtung. WĂ€re sie lebendig gewesen wĂ€re ihr Körper sicherlich in Schweiß
gebadet. So jedoch sah sie aus wie immer, ein Abbild einer edlen Dame in teurem Gewand. Nur die blutigen
Krusten stachen aus der Szenerie hervor. Ihre FĂŒĂŸe und Kleidung wiesen das meiste Blut auf.

„Iberias...geht es dir gut,was ist passiert? Wo ist Narbok?“ fragte Lacrima aufgeregt.

Danach beruhigte sie sich etwas und setzte sich neben ihn. "Ich bin froh wenigstens dich wieder gefunden zu haben. Da unten gab es einige Probleme und vermutlich wĂ€re ich noch nicht hier wenn...“ sagte sie und vertsummte dann.
Sie musterte ihn und er bemerkte wie sie seine Verletzungen beÀugte.

„Es tut mir Leid...“ versuchte Iberias die Fragen der GefĂ€hrtin zu beantworten. „Ich.... Beide....gefallen...“ stammelte
der Tiefling traurig und wandte beschÀmt den Blick ab. Er atmete tief ein und versuchte es erneut.
„Narbok und sein Wolf 
 sie sind beide in die Tiefe gefallen... Ich habe versucht ihnen zu helfen doch....“ versuchte er sich zu rechtfertigen verstummte dann jedoch gĂ€nzlich.

Er wusste nicht was er weiter sagen sollte. Er hatte ja versucht ihrer beider GefÀhrten zu retten, doch ohne Erfolg.
Seine Gedanken sortierend griff er Lacrimas Satz wieder auf.

„Geht es dir denn gut? Was ist da unten passiert nachdem wir getrennt wurden?“ fragte er nun die Vampirin.

Das letzte mal wo er sie gesehen hatte, wurde sie von Soldaten begleitet und war auf dem Weg zu deren Kommandanten.

"Danke." sagte Iberias nach einiger Zeit und zeigte auf das Wasser und die VorrÀte.
Denn auch wenn die Vampirin selbst keine gewöhnliche Nahrung zu sich nahm, hatte sie fĂŒr sie VorrĂ€te besorgt.

"Wie steht es aber mit dir?" erkundigte sich Iberias "Wie steht es um dein... Wohlbefinden?" fragte er unsicher wie er sich ausdrĂŒcken sollte. Auch wenn sie schon einige Zeit lang zusammen reisten, und er sie frĂŒher einmal durch seine art verĂ€rgert hatte, kam dieses Thema nicht mehr zur Sprache.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#9

Beitrag von Lacrima Dal'danil » So 22. MĂ€r 2015, 16:11

Die Untote weitete die Augen, ja diese Naricht erschreckte sie doch. Auch wenn Narbok oft wie ein EinzelgÀnger wirkte so hÀtte er die Gruppe niemals ohne sehr guten Grund verlassen.
Das es ausgerechnet solch ein Grund war, war doch erschreckend. Ausgerechnet Narbok.

Aber vieleicht konnte sie ihn finden. ein musternder Blick blieb nochmals auf Iberias ruhen. Er wirkte wirklich sehr angeschlagen aber Lacrima konnte und wollte es nicht einfach auf sich beruhen lassen.

"Ich bin gleich zurĂŒck"

War das einzige was sie zu ihrem GefÀhrten sagte ohne auch nur auf eine seiner Frage einzugehen, fast als hÀtte sie diese gar nicht wirklich gehört, als hÀtte sie nicht zugehört.
Die Vampirin erhob sich und trat hinaus an den Rand der Schlucht, dort wo abgebrochene Steine die Absturzstelle verrieten. Einen ganzen Moment lang sah sie nur hinab und dann...
Binnen eines Wimpernschlags war die Untote verschwunden und statt dessen flog eine Fledermaus ĂŒber den Abgrund.
Langsam zog sie ihre Kreise ehe sie abrupt, fast einem Raubvogel gleich in die Tiefe stĂŒrzte. Immer tiefer ging der Flug in welchem sie versuchte irgendwelche Anhaltspunkte auf Narboks oder wenigstens den Verbleib seines Wolfes zu stoßen. Aber da war nichts...rein gar nichts.
Entweder verschluckte die Dunkelheit selbst fĂŒr ihre Augen zuviel oder...
Was auch immer der Grund war, so mußte sie sich irgendwann unverrichteter Dinge zurĂŒck ziehen.

Neben ihrem winzigem Unterschlupf verwandelte sie sich zurĂŒck und ließ sich leise seufzend neben Iberias nieder.

"Ich hoffe sie haben es ĂŒberlebt."

In einer fließenden Bewegung fuhr sie sich mit den grazielen Fingern durch das lange dunkle Haar und warf einen Blick hinaus in die Dunkelheit. Man konnte wirklich meinen Besorgnis und eine gewisse Trauer in ihren Augen zu lesen, aber vieleicht war es auch nur Einbildung.
Das sich Sorgen machte war hingegen eindeutig aus ihren Worten zu entnehmen.
Langsam besahn sie sich auch wieder den Fragen welche Iberias ihr gestellt hatte.

"Mir...geht es wohl gut, auch wenn es da unten vermutlich hÀtte schlecht ausgehen können."

Langsam begann sie zu erzÀhlen.

"Im Zelt schaffte ich recht schnell diesen Kommandant zu verfĂŒhren und brachte ihn dazu fast die HĂ€lfte seiner Truppe wegzuschicken nur..."

"Als ich ihn kurz darauf tötete platzte ein Soldat in das Zelt, wohl um euer Verschwinden zu melden. Dazu kam er aber gar nicht mehr. Beim Anblick des toten Kommandanten und den Dolch in meiner Hand hat er sofort Alarm geschlagen.
Sein Leben vermochte ich noch zu beenden, aber zu spĂ€t, ich war in kĂŒrzester Zeit umringt und hatte keinerlei Chance zu entkommen.
Zumal ihr ja auch weg wart. Ich weiß nicht wie es ausgegangen wĂ€re und ich wĂŒnschte mir wahrliche Hilfe herbei. Aber wer sollte meine Schreie hören und erst Recht meine Gedanken."


"Als sie mich rausfĂŒhrten wurde es plötzlich Dunkel, dunkler als die tiefste Nacht. Ich konnte förmlich spĂŒren wie die Angst in die Glieder der Soldaten kroch und dann ertönte diese Lachen.
Weit und breit war keiner zu sehen und doch geschah etwas. Die Griffe um mich lösten sich und als die Wolkendecke aufbrach konnte ich sehen wie alle Soldaten auf die Knie gesackt waren. Der Schmerz standen ihnen deutlichen in die Gesichter geschrieben. Aber was dann geschah..."


"Erneut zogen sich die Wolken zusammen und schienen sich aufzulösen, es waren Schatten welche sich bildeten und jeden einzelnen Soldaten zu durchdringen schienen. Sie schrien aber es half ihnen nicht. Langsam wurde es dann immer Stille, als wĂŒrden diese Schatten sĂ€mtliches Leben aus ihnen saugen..."

Lacrima verstummte kurz und schĂŒttelt bei der Erinnerung daran den Kopf ehe sie nach kurzer Pause leiser fortfuhr.

"Das was ĂŒbrig blieb...war ein Meer aus seelenlosen Körpern. Sie lebten und doch waren sie tot. Ich konnte sehen wie der Brustkorb sich hebte, aber ihre Augen waren leer..

"Seelenlose HĂŒllen..." Hauchte sie leise und schien kurz zu erschaudern.

"Ich habe so etwas noch nie gesehen, und ich konnte noch immer keinen sehen. Aber plötzlich vernahm ich eine Stimme in meinem Kopf."

Erneut verstummte die Untote und sah fĂŒr einen Moment Iberias direkt an.

"Es war Kargon...er hat das getan, er war mir zu Hilfe gekommen."

Stille breitete sich aus als Lacrima ihre ErzÀhlung beendete und den Blick wieder an die Felswand richtete. So wirklich konnte sie es noch immer nicht fassen und sie konnte auch noch nicht so richtig einordnen was sie davon halten sollte.

"Als ich noch lebte betete ich oft zu Gellos, flehte ihn teilweise regelrecht an aber erhört wurde ich nie. Irgendwann hörte ich auf zu beten und fort an waren die Götter nicht mehr von Interesse fĂŒr mich bie jetzt..."

"Ich habe EInige von ihren Leiden erlöst und auch ihren HĂŒllen den Frieden geschenkt und dann euch versucht zu finden."


Die Untote konnte sich nicht erinnern, wann sie das letze Mal soviel an einem StĂŒck gesprochen hat und nun kehrte auch wieder Stille ein. Ihre Gedanken kreisten noch um das Geschehene unten im Lager und um den Verlust ihres GefĂ€hrten.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer

#10

Beitrag von Iberias » So 22. MĂ€r 2015, 16:11

Sie ĂŒberging seine Frage und war nach einem kurzen „Ich bin gleich zurĂŒck.“ in die Nacht verschwunden.

Iberias saß nun allein in der Höhle. Etwas verwirrt wartete er in der Dunkelheit. Wahrscheinlich suchte sie gerade nach Narbok.

Als sie wiederkam, ließ sie sich neben ihm nieder und offenbarte ihre Sorgen. Nach kurzer Zeit
ging die Vampirin jedoch auf seine Frage ein und erzÀhlte ihm was im Lager geschehen war.

„
. Seelenlose HĂŒllen...“ hauchte sie nur. Iberias Augen weiteten sich, wĂ€hrend sie ihre Erlebnisse schilderte.

„Wie Grausam.... we....“ sagte Iberias, und Lacrima antwortete ihm ohne, dass er seine Frage zu ende stellen musste.

„Es war Kargon... er hat das getan, er war mir zu Hilfe gekommen.“

Iberias blieb vor Schreck die Luft weg. Ein Gott hatte ihr geholfen? Ein wahrhaftiger Gott. Er konnte es nicht fassen. Er selbst hatte schon einige male davon gehört, die meisten Personen waren aber entweder, alt und hatten ihm schon zu viele LĂŒgen aufgetischt oder kamen ihm vor wie religiöse Fanatiker.
Und fĂŒr beides hielt er Lacrima nun nicht.
Sie erzĂ€hlte ihm noch, dass sie frĂŒher zu Gellos gebeten hatte und die Götter sie bisher auch nicht weiter interessiert hatten.
Als sie geendet hatte kehrte wieder Stille ein. Iberias dachte ĂŒber ihre ErzĂ€hlung nach und sie schien in Gedanken versunken zu sein.
Iberias versuchte ihre sorge etwas zu mildern.

„Sie haben es sicher beide Überlebt, Narbok macht einen starken Eindruck, er ist zĂ€h und lĂ€sst sich sicher nicht davon unterkriegen. Er wird uns schon wieder finden, wenn er nicht schon auf dem Weg zu dem Dorf ist.“

Langsam richtete sich Iberias auf. Es fiel im etwas schwer sich aufrecht zu halten, jedoch schaffte er es irgendwie. Er ging zu den Waffen hinĂŒber die Lacrima mitgebracht hatte und durchstöberte sie. Er fand sofort wonach er gesucht hatte. Ob sie es nun durch Zufall mitgenommen hatte, oder es absichtlich eingepackt hatte wusste er nicht, er war ihr aber zu Dank verpflichtet, denn in seinen HĂ€nden hielt er sein Katana. Im Prinzip sein wertvollster Besitz. Geld konnte er immer wieder anhĂ€ufen durch AuftrĂ€ge und fleißiges sparen. Das Katana war jedoch einzigartig. Er begann etwas zu lĂ€cheln.
Sofort zog er es aus der Scheide und begutachtete es.

„Tss...“ zischte er leise. Überall waren FingerabdrĂŒcke auf der Klinge zu sehen. Wer weiß was sie damit angestellt hatten. Er suchte sich ein StĂŒck Stoff und rieb die Klinge sorgfĂ€ltig ab, solange bis er keine Spuren der BerĂŒhrungen mehr erkennen konnte. Ihm fehlte nun sein Reinigungsset welches er gerade in Goldsee neu gekauft hatte. Was fĂŒr eine Schande, aber dafĂŒr blieb keine Zeit. Sie mussten sich langsam auf den Weg machen, denn wenn Narbok noch lebte wĂŒrde ihn sein Weg zum Dorf fĂŒhren.
Er drehte den Kopf.
„Lacrima, wir sollten uns beeilen, denn wenn unsere Beiden noch leben sind sie sicherlich schon auf dem Weg. Wir mĂŒssen die Nacht nutzen.“ sagte er zu ihr und steckte sein Katana zurĂŒck ins Saya.
Er nahm sich noch das Schwert welches er als Gehhilfe benutzt hatte und wartete auf die Vampirin.

Etliche NĂ€chte waren sie nun unterwegs, doch jetzt konnte Iberias in der ferne den Fuß des Berges ausmachen. Er hatte sich so vollkommen von seinen Verletzungen erholt, was er seinem dĂ€monischen Teil zu verdanken hatte.

„Wir haben es bald geschafft!“ sagte er zu Lacrima obwohl sie es sicherlich auch schon gesehen hatte.

Seit der letzten Nacht ging es nun schon Bergab und sie wĂŒrden das Tal bald erreichen. Wenn Iberias die Karte richtig im Kopf hatte, wĂŒrden sie in der kommenden Nacht einen kleinen Gasthof erreichen können in dem Sie fĂŒr den Tag unterkommen konnten und Iberias einige Informationen einholen konnte, vielleicht sogar etwas verdienen konnte.

Sie erreichten den Fuß des Berges schneller als gedacht. Iberias blickte sich um und deutete in Richtung eines kleinen Waldes direkt in der NĂ€he einer Felsenwand. "Lass uns dort zur Sicherheit halt machen." und dachte ĂŒber seine kommende Mahlzeit nach, wobei er sofort ein schlechtes Gewissen wegen Lacrima bekam.

Sofort steuerte iberias darauf zu und doch ließ ihn das GefĂŒhl nicht los das sie beobachtet wurden.

Gesperrt