Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen - Teil I

Archiv der Siedler
Einige Bewohner Asamuras kommen ursprĂŒnglich aus Caltharnae, das in Asche versank. Ihr Leben vor der Überfahrt auf den neuen Kontinent wurde hier verewigt.
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Meister Dozzy
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#21

Beitrag von Meister Dozzy » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:08

"Na, warte wenn ich mit dir fertig bin, wirst du dir wĂŒnschen, dass du mir niemals begegnet wĂ€rest!", zappelte Dozzy aufgebracht.
Die Tatsache, dass er beinahe gestorben wĂ€re, bedachte der Goblin nicht mal. Viel wĂŒtender machte ihn, dass er seine geliebte Maschine verloren hatte und das dieser kleine Gnom dafĂŒr verantwortlich war. Der Xarrxe schien die Bruchlandung aber unbeschadet ĂŒberstanden zu haben. Denn dieser tauchte wieder auf und begann kurz darauf in seinen Sachen rumzuwĂŒhlen. Die Gier war in seinen Augen zu lesen.

"Heh! Das sind meine Sachen...Elender Dieb, verschwinde!"
Jetzt verlor der Goblin endgĂŒltig die Nerven. Wenn er etwas hasste, dann waren es Diebe. Rechtschaffenheit war im barbarischen Norden nicht sonderlich oft anzutreffen. Elas wies seiner Zeit eine KriminalitĂ€tsrate von unter 1% auf. Dass eine Straftat von einem Elanier begangen wurde, war eine absolute Seltenheit. Waren die geschĂ€ftigen GrĂŒnlinge doch hauptsĂ€chlich der Arbeit verschrieben und aufgrund der kurzen Lebensheit immer darauf bedacht das Maximum aus ihrem Lebens herauszuholen.

"Wenn ich hier erst einmal unten bin, werde ich dich ausweiden und an die Hunde verfĂŒttern! Dich, deine Kinder, deine Kindeskinder und deren Kinder..."
Der Elanier fĂŒhlte sich absolut hilflos. Er konnte nichts machen, konnte sich nicht befreien und wĂŒrde hier bald sterben. Oh AllmĂ€chtiger Gellos, das ist also das frivole Ende eines glorreichen Lebens. Habt Gnade mit mir, betete der streng glĂ€ubige Goblin. Des einen Leben genommen fĂŒr die Befriedigung niederer BedĂŒrfnisse dieses Madenfressers? ErbĂ€rmlich... Dozzy bebte und zitterte am ganzen Körper. Es fĂŒhlte sich alles, wie eine Verschwörung an. Und dann plötzlich verstand er es: Es war ER...! Panisch ergriff ihn die Todesangst und er erlitt eine Panikattacke. Der Goblin bebte und zitterte am ganzen Körper. Sein Herz raste, er bekam kaum mehr Luft. Das GefĂŒhl zu ersticken und gleich zu erbrechen ĂŒberwiegte. Auch seine HĂ€nde fĂŒhlte er nicht mehr, sie waren taub...alles schien so unwirklich, und doch so real.

Unerwartet erschien genau in dem Moment eine Albin. Dozzy hatte sie zuvor noch nicht gesehen. Zu sehr war er in seiner Panikattacke gefangen.
"Ksch", sagte sie als sie den Baum hochkletterte. Und obwohl sie eine Albin war, widerstand Dozzy der Versuchung sie zu beleidigen. Er erkannte durchaus, dass seine einzige Chance zu ĂŒberleben die war, dass er mit dieser Albin zusammenarbeiten musste. FĂŒr einen Moment musste er seine inneren Überzeugungen gegenĂŒber Alben ablegen und sich auf die Notwendigkeit der Logik einlassen. Cheona erreichte schließlich den Ast, wo Dozzy festhing und meinte auf nordlĂ€ndisch:
"Sei nun still, und halte still wenn ich dir helfen soll. Wenn du weiter so zappelst fÀllst du noch herunter."
"NEIN...NEIN...NEIN!", Dozzy hörte nicht auf zu zappeln.
"TÖTE IHN!"
Mit zittriger Hand zeigte er auf den kleinen Xarrxe. Es war reiner Wahnsinn, wie sich Dozzy in die Situation hineinsteigerte. Einmal angeheizt, fand seine Maßlosigkeit aber keine Grenzen. Dass Nepomuk rational gesehen, keine große Bedrohung darstellte, spielte auch keine Rolle mehr. Es waren nun all die Ängste und inneren Überzeugungen, die aus dem Goblin sprachen. Als es dann zu regnen begann, konnte die Lage nicht mehr schlimmer werden.
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Vielen Dank an Novec Sarili Gojim fĂŒr die Signatur und ein Danke an Minaya von der Avatarschmiede fĂŒr das tolle Avatarbild!

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#22

Beitrag von Cheona » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:09

Cheona murrte leise mehr aber auch nicht, Entweder war sie einfach zu geduldig oder sie hatte sich entschlossen auf das Gezappel und Gerede nicht weiter einzugehen. Jedenfalls versucht sie ihn zu befreien, was in dem Regen nun nicht einfach wurde. Dazu knackte der Ast unter den Beiden bedrohlich. Wer weiß wie schwer der Goblin war. An einer zarten Albe wie ihr konnte es unmöglich liegen.

Aber ihre flinken Finger wußten sich zu helfen. Fast hatte sie ihn schon befreit als es plötzlich laut krachte und direkt in dem Baum, in welchem die Beiden saßen, ein Blitz einschlug.
Holz splitterte und das gleißende Licht blendete die junge Sonnenalbe mit den empfindsamen Augen.

"Argh..."

Sie hielt die HĂ€nde kurz schĂŒtzend vor ihre Augen bis es wieder die normale Helligkeit hatte.
Erleichtert das sie Beide heil geblieben waren, wollte sie den Goblin nun entgĂŒltig befreien, da knackte es unheilvoll unter den Beiden.
Und ehe sie sich versahen brach der Ast und sie stĂŒrzten ab.

EInen Schrei ausstoßend behilt Cheona aber noch soweit ihre Nerven das sie es schaffte im Flug einen Ast zu erwischen an welchem sie sich festhielt, nachdem unzĂ€hlige Zweige die Beiden regelrecht gepeitscht hatte in ihrer wilden Abfahrt.

Der Goblin!...Abrupt schoß es ihr in den Kopf und da sah sie aus den Augenwinkeln etwas GrĂŒnes.
Der Kleine Mann hatte sich kurz in ein paar Zweigen verfangen, welche nun aber seinem Gewicht nicht mehr stand hielten und durchbrachen.

Doch die Sonnenalbe reagierte schnell, streckte ihre Hand aus und erwischte Dozzy noch am Kragen.


"Bloß nicht wackeln"

Sprach sie in nordlÀndisch wÀhrend sie selbst etwas hilflos ob der Situation war. Wo war eigentlich ihr kleiner Freund abgeblieben?

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#23

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:09

Mit wachsendem Entsetzen beobachtete Nepomuk das Geschehen. Nicht genug, dass seine Begleiterin diesen grĂŒnen Zwerg retten musste, nein, jetzt brachte sie sich auch noch fĂŒr ihn in Gefahr!
Der Ast unter den beiden wankte und knarrte gefÀhrlich und Nepomuk hÀtten sich die Nackenhaare gestrÀubt, wenn er welche gehabt hÀtte. Stattdessen wedelte er unruhig mit dem stachelbesetzen Schwanz.
Der GrĂŒnling schimpfte wie ein Schwarm Spatzen vor sich hin und zeigte immer wieder mit seinen Fingern auf Nepomuk, welcher etwas oberhalb von den beiden in den Ästen sass, wo ihn Cheona nicht erblicken konnte. Als der Ast wieder besonders fies knarrte, grinste er den Goblin schadenfreudig an und zeigte ihm eine Reihe spitzer ZĂ€hnchen.

Im nĂ€chsten Moment wurde es jedoch weggefegt, als ein dunkles Donnergrollen genau ĂŒber ihren Köpfen erklang, gefolgt von einem lauten Krachen und einem gleissenden Licht. Der Blitz in den Baum traf Nepomuk völlig unvorbereitet und vor Schreck wĂ€re er beinahe von seinem Ast gefallen.
Er schĂŒttelte den Kopf, um die Sternchen vor seinen Augen zu vertreiben, welche durch die plötzliche Helligkeit ausgelöst worden waren.
„Cheona“ , schoss es ihm dann durch den Kopf und er versuchte die beiden unter sich zu erkennen, noch immer etwas benebelt von dem lauten Knall, der noch in seinen Ohren nachhallte und dem grellen Licht.

Genau in diesem Moment wurde ein Schrei ausgestossen – Nepomuk wusste nicht, wer geschrieben hatte, ob es der Goblin war oder die Albin, deren Ast unter ihnen brach oder er selber, als er sah, wie SIE in die Tiefe stĂŒrzte.
GlĂŒcklicherweise konnte sich Cheona auffangen und unglĂŒcklicherweise blieb auch der Goblin etwas weiter unten in den Zweigen hĂ€ngen. Doch diesmal schienen sie sein Gewicht nicht halten zu wollen und er drohte abzurutschen. Auch die Albin hatte dies erkannt und reagierte schnell, indem sie ihn am Schlawittchen packte und dem Goblin befahl, ruhig zu sein.

Nepomuk prustete halb vor EntrĂŒstung halb vor Bewunderung durch seine NĂŒstern. Warum bloss wollte sie den giftigen GrĂŒnling unbedingt retten? Gleichzeitig bewunderte er ihre HartnĂ€ckigkeit und ihren Mut.
Plötzlich musste Nepomuk grinsen. Die Situation wirkte auch zu lustig. „Siehst du Muk, wie der Zwergenmann zappelt mit seinen kurzen Beinchen?“ Dass der KleindĂ€mon selber kein Riese war, kam ihm nicht in den Sinn – schliesslich fĂŒhlte er sich als Drache.

Doch als er sah, dass Cheona inzwischen nicht mehr ganz so sicher zu sein schien, regte sich das MitgefĂŒhl in ihm. „Sie hat mich schliesslich auch nicht dem Wolf ĂŒberlassen“, murmelte er vor sich hin, bevor er von einem Ast zum nĂ€chsten hĂŒpfte und sich so den beiden Gestalten nĂ€herte.
Dem GrĂŒnling schien es nicht zu behagen, dass sich Nepomuk nĂ€herte, doch dieser kĂŒmmerte sich nicht darum.
Cheona wirkte, als wĂŒrden ihr langsam die KrĂ€fte ausgehen und es sah nicht so aus, als könnte sie den kleinen Zweibeiner noch lange halten oder alleine hochziehen.
„Wir helfen damit der Frau mit den schönen Augen, Muk, nicht dem GrĂŒnling
wir tun es fĂŒr Cheona!“, versuchte sich Nepomuk selber zu ĂŒberzeugen, dann flatterte er los, an Cheona vorbei und krallte seine Vorderklauen am RĂŒcken des Goblins in die Kleidung. Mit den Krallen schabte er ĂŒber die Haut, doch das kĂŒmmerte ihn nicht, der kleine Mann wĂŒrde es schon ĂŒberleben, einige Kratzer mehr oder weniger nach dem Sturz wĂŒrden es auch nicht mehr schlimmer machen.
Dann schlug er mit seinen FlĂŒgeln mit aller Kraft und versuchte so Cheona zu helfen, den Goblin nach oben zu befördern. Langsam bewegten sie sich StĂŒck fĂŒr StĂŒck weiter. Wenn die Albin losliesse, wĂŒrden sie vermutlich ziemlich unsanft zu Boden segeln, denn mit dem Gewicht unter sich, könnte er den Sturz nur notgedrungen aufhalten. Seine FlĂŒgel schmerzten und er hoffte, dass der Stoff nicht riss, bevor sie den Ast erreicht hatten. „Warum muss der so viel wiegen?“, dachte Nepomuk.

Und dann hatten sie es plötzlich geschafft. Cheona konnte den GrĂŒnling zusammen mit Nepomuk nach oben ziehen, so dass er wie ein Sack ĂŒber dem Ast hing. „Du solltest beim nĂ€chsten Mal vorher weniger futtern!“, knurrte der KleindĂ€mon, der völlig ausser Puste war. Erst jetzt bemerkte er, dass er noch immer auf dem RĂŒcken des GrĂŒnlings festhing. Seine Krallen hatten sich in dem Stoff verfangen. WĂŒtend schlug er mit den FlĂŒgeln, doch jetzt, wo der Stoff nachgeben sollte, schien er unnachgiebiger zu sein, als es auf den ersten Blick schien.
Wahre Grösse kommt von Innen!

Wahre Prinzen töten fĂŒr dich keine Drachen, sondern lieben dich, wenn du mal einer bist.

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#24

Beitrag von Meister Dozzy » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:09

Panik. Blanker Wahnsinn.
Mit der tiefen, unabĂ€nderlichen Überzeugung gleich zu sterben, starrte er ins Leere. Er ließ alles ĂŒber sich ergehen. Wie Cheona ihn versucht hatte vom Ast abzubinden, wie der Ast dann brach und Dozzy fiel...
Wie die Albin ihn aber noch auffangen konnte und Dozzy mit geeinten KrÀften er in Sicherheit gebracht wurde.

Dies alles bekam Dozzy nur in einem Halb-Wach Zustand mit. In einem sphÀrenartigen Delirium. AllmÀchtiger...
Es war ganz still geworden. Der Goblin sagte kein einziges Wort mehr. Selbst nach dem das alles vorbei war, realisierte der GrĂŒnling noch nicht was geschehen war...FĂŒr ihn hatte dies alles nur ein Augenblick gedauert. Nur langsam begann der Erfinder zu realisieren, dass er noch lebte. Nur langsam begann er zu verstehen, dass der kleine Xarrxe nicht die Personifikation von Kargon war.
Ich habe mich geirrt.

So hang der Erfinder da etwas lÀngere Zeit wie ein HÀngebauchschwein und bekam nicht wirklich mit was der Xarrxe und die Albin beredeten.
Dann aber beruhigte er sich langsam wieder. Mit Schwung richtete sich der Goblin wieder und setzte sich dann auf den Ast.

"Danke", sagte er wohlwollend zu Nepomuk und Cheona auf Elanisch.
"Du bist eine Albin?", fragte Dozzy benommen und wiederholte damit nur das Offensichtliche. Er vermutete Cheona war vom Volk der Sonnenalben und sprach daher auf NordlÀndisch mit ihr. "Ich...ich bin Dozzy, der Erfinder".

Zittrig streckte er die Hand aus. "Du hast mir das Leben gerettet. Ich..."
Der geschwÀtzige Dozzy wusste nicht was er sagen sollte. Doch sein dankbarer Blick sagte mehr als tausend Worte. Traurig blickte er hinab und sah sich um.
"Meine Erfindung...sie ist zerstört."

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Hier spielte der zweite Teil dieses Kapitels:
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