Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen - Teil I

Archiv der Siedler
Einige Bewohner Asamuras kommen ursprĂŒnglich aus Caltharnae, das in Asche versank. Ihr Leben vor der Überfahrt auf den neuen Kontinent wurde hier verewigt.
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Nepomuk
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#11

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:05

Nepomuk wurde es schon schwindlig vor Augen und sein Maul schmerzte, als er im nĂ€chsten Moment einen krĂ€ftigen Griff am Nacken spĂŒrte.
Oh ooooh!
Schon zum zweiten Mal an diesem Tag, in relativ kurzer Zeit, hing er hilflos wie ein Welpe in den HĂ€nden eines Zweibeiners. Doch bevor er sich zur Wehr setzen konnte oder auch nur ein böses Fauchen von sich geben, sagte der Mann etwas mit wĂŒtenden Worten und im nĂ€chsten Augenblick flog der Xarrxe auch schon durch die Luft.

Vor Überraschung kam er gar nicht dazu, so schnell die FlĂŒgel auszubreiten und machte sich bereits auf eine harte Landung gefasst. Doch im letzten Moment sah er etwas auf sich zuspringen und landete, auch zum zweiten Mal in dieser kurzen Zeit, in den Armen der jungen Frau.

Langsam wusste Nepomuk nicht mehr, was er von der Sache halten sollte.
Wir sind doch kein Spielball, nein Muk, das sind wir nicht!
Vor EntrĂŒstung blubberten einige Rauchblasen aus seinen NĂŒstern und verpufften vor den schönen, roten Augen seiner Retterin.
Im selben Moment erkannte er den Dolch, den sie in der Hand hielt. Der KleindÀmon blickte fasziniert auf die Waffe.
Wollte sie damit wirklich den HĂ€ndler angreifen? Diesen Schurken und Raufbold, der unschuldige Xarrxe grundlos um sich warf?
Vor EntzĂŒcken funkelten die Augen des Xarrxe freudig und gespannt auf.

Doch zu seiner EnttÀuschung wollte die junge Frau ihre Waffenkunst nicht zeigen, denn als der HÀndler zeternd davonhumpelte, machte sie kehrt und huschte mit ihm zu einem nahen Waldrand. Den anderen Elfen hatte Nepomuk bereits vergessen. Seine Gedanken galten seiner Retterin, welche ihn wieder umklammert hielt, auch wenn etwas vorsichtiger als beim ersten Mal.

Wollte sie ihn auch irgendwann wieder runterlassen? Oder wollte sie ihn nun als ihren Sklaven halten, so wie es die FĂŒrsten in der Unterwelt getan hatten? Bestimmt war sie wie alle kleinen MĂ€dchen, die er schon in den StĂ€dten beobachtet hatte und wollte ein Haustier haben, das sie an einer Schnur hinter sich herziehen könnte
 Doch nein! Das lĂ€sst der Nepo bestimmt nicht mich sich machen, stimmts Muk?! Schliesslich sind wir nicht irgendein Kuscheldings, sondern ein Xarrxe, ein richtiger DĂ€mon!
WĂ€hrend er noch darĂŒber nachdachte, was er ihr an den Kopf werfen und wie er danach entfliehen könnte, drangen sie immer tiefer in den Wald ein.

Nepomuk mochte WĂ€lder, er hatte selber lange Zeit in einem gelebt. Doch trotzdem hatte er nicht mehr das BedĂŒrfnis, sich von Ratten und anderem Kleingetier zu ernĂ€hren.
Plötzlich hielt die junge Frau an und setzte Nepomuk unter einem dicken, alten Baum ab. Das wĂŒrde ja viel einfacher werden, zu entfliehen, als er gedacht hatte. Aber der KleindĂ€mon war hungrig geworden und so wollte er erst Mal abwarten, ob sie vielleicht etwas zu essen dabei hĂ€tte. NatĂŒrlich wĂ€re er immer bereit zur Flucht
 einen Moment dachte er auch wieder an den Glitzergegenstand, den sie ihm abgenommen hatte. Vielleicht wĂŒrde sich ja noch eine Gelegenheit bieten, ihn sich zu schnappen. Schliesslich gehörte das Ding ja auch nicht der Diebin.

"Das ist mein Versteck, hier können wir die Nacht bleiben", sprach die Frau plötzlich. Im nĂ€chsten Moment schob sie ein grosses StĂŒck Rinde zur Seite und ein Hohlraum kam zum Vorschein. Beeindruckt nĂ€herte sich Nepomuk dem Baum und blickte hinein. Das sah offensichtlich gemĂŒtlicher aus als die unterirdischen Höhlen, in welchen er gehaust hatte. Diese Zweibeinerin verstand offensichtlich etwas davon, wie man auch im Wald ganz bequem leben konnte.
Diese Annahme bestĂ€tigte sich, als sie einige weiche Felle ausbreitete und sich darauf setzte. Der Xarrxe beobachtete sie aus sicherer Entfernung, doch als sie sich am zweiten BĂŒndel zu schaffen machte, und ein seeehr verlockender Duft daraus hervorstieg, nĂ€herte er sich ihr unwillkĂŒrlich. Sein Bauch gab ein deutliches Knurren von sich und verlangte nach dem StĂŒck Fleisch, welches dieses Wesen ihm doch tatsĂ€chlich vor die Nase hielt.
Nur einen kurzen Moment zögerte Nepomuk, dann schnappte er sich den Leckerbissen, und zog sich wieder etwas von ihr zurĂŒck, nur um sicherzugehen, dass sie ihre Meinung nicht plötzlich wieder Ă€ndern könnte.

WĂ€hrend er zufrieden und laut schmatzend an dem Happen nagte, der etwas zu gross war, um in einem StĂŒck verschlungen zu werden, beobachtete er trotzdem aufmerksam jede Bewegung der jungen Frau.
„Verstehst du ĂŒberhaupt meine Sprache?", fragte sie ihn schliesslich.
Nepomuk hielt in seiner Mahlzeit inne. Er glaubte ihre Frage verstanden zu haben. Bei seiner Reise durch das Land hatte er einiges an Wörtern aufgeschnappt, doch diese Worte selber zu artikulieren bereitete ihm noch Schwierigkeiten. Er befĂŒrchtete jedoch, dass sie kein SĂŒdlĂ€ndisch verstehen wĂŒrde und von NiederdĂ€monisch war wohl vollkommen abzusehen.

Er ĂŒberlegte sich, ob er sich einen Scherz erlauben sollte. Anscheinend hatte sie noch nie einen Xarrxe gesehen und schien nicht zu wissen, welche Intelligenz er besass oder ob er mit einem gewöhnlichen Tier zu vergleichen wĂ€re.
So verkniff er sich ein Grinsen und eine Antwort, wedelte stattdessen wie ein Hund mit seinem stachelbesetzten Schwanz und verschlang das frische Fleisch. Es war wirklich Àusserst lecker. Vielleicht sollte er ein wenig bei ihr bleiben, sie schien ihm ja freundlich gesinnt zu sein.

Als er fertig gefuttert hatte, bemerkte er, dass er langsam mĂŒde wurde. Er kringelte sich vor dem Hohlraum zusammen, seine Augen aber immer noch leicht misstrauisch auf die Zweibeinerin gerichtet.
Irgendwann ĂŒbermannte ihn jedoch die MĂŒdigkeit und seine Augen fielen ihm zu.
Er verfiel in einen unruhigen Schlaf und trÀumte davon, von einer Gruppe Zweibeinern wie ein Spielball durch die Luft geworfen zu werden.
"Nein, lasst mich los!", murmelte er in seiner DÀmonensprache und wÀlzte sich auf dem Boden umher, völlig in seinem Traum gefangen.
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#12

Beitrag von Cheona » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:05

Aufmerksam und neugierig zugleich sah sie auf die ihr unbekannte Kreatur. WĂŒrde diese ihre Sprache sprechen können? Doch der Xarxxe reagiert nur mit einem Schwanz wedeln wie ein Hund. EnttĂ€uschung machte sich in ihrem Gesicht breit aber sie ließ es unkommentiert.
Stattdessen griff sie sich selbst aus einem Beutel ein StĂŒck Brot und einen Apfel welchen sie sich zu GemĂŒte fĂŒhrte.

Nach dem eher kargen Mahl streckte sie sich etwas und sah nun erst wieder zu ihrem seltsamen Begleiter. Der Vierbeiner hatte sich zusammen gerollt und war mittlerweile eingeschlafen. Cheona rÀumte ihr Diebesgut gut verborgen in dem Hohlraum des Baumes und gerade wollte sie sich selbst nun etwas nieder legen als der Xarxxe wieder ihre Aufmerksamkeit forderte.
Stirnrunzelnd sah sie hinĂŒber und wirkte aufgrund der Sprache beunruhigt und irritiert zugleich. Aber entweder lag es an seiner GrĂ¶ĂŸe oder das sein unruhiger Schlaf sie irgendwie berĂŒhrte, jedenfalls schob sie es zur Seite das seine Sprache sie beunruhigte.

Stattdessen rutschte sie etwas hinĂŒber und strich ihm ganz liebevoll ĂŒber den RĂŒcken.

"Scch...alles ist gut.."

Sprach sie mit beruhigender leiser Stimme in hochelfisch. Dann erinnerte sich Cheona an ein altes Lied was ihre Mutter ihr als Kind immer vorgesungen hatte. Sie vermochte zwar sich nicht mehr an den Text zu erinnern aber die Melodie.
Und so fing die Hochelfe an leise zu summen. eine sanfte beruhigende Melodie die wohl jedem, zumindestens jedem der es kannte an die sicheren behĂŒteten sanften Arme einer Mutter erinnerte.

Cheona wieß dabei viel Geduld auf. Erst als sie das GefĂŒhl hatte das sich ihr kleiner Freund wieder beruhigt hatte machte sie es sich selbst gemĂŒtlich und schloss ihre Augen...

Es fĂŒhlte sich an als hĂ€tte sie erst seit wenigen Minuten geschlafen als sie wieder aus dem Schlaf gerissen wurde.
Nicht aber etwa durch einen bösen Traum oder weil ihr Gast Unfug trieb. Nein es war ein leises bedrohliches Knurren was sie aus ihrem Schlaf riss.

Langsam öffnete sie ihre Augen und tastete leise nach ihrem Dolch wĂ€hrend ihre Augen zum Eingang wanderte. Cheona hatte die "TĂŒr" offen gelassen da Nepomuk am Eingang lag und sie ihn nicht wecken wollte nur um ihn direkt in den Unterschlupf zu legen und den Eingang zu schließen.
Und so war ein Wolf auf die seltsame Kreatur aufmerksam geworden und hatte den Kleinen offenbar als unerwĂŒnschten Eindringling abgestempelt. Knurrend leicht die ZĂ€hne gefletscht stand er da, das Fell gestrĂ€ubt was ihn gleich noch etwas grĂ¶ĂŸer wirken ließ.
Cheona umgriff ihren Dolch und beobachtete den Wolf ohne sich zu regen.
Das Tier war auch vollkommen fixiert auf den Xarxxe und plötzlich schnellte er vor und schnappte nach Nepomuk...

Doch ehe er diesen zu fassen bekam stĂŒrzte sich eine Elfe auf ihn. Cheona hatte auf den passenden Moment gewartet und sich dann auf ihn gestĂŒrzt. Sicher hĂ€tte es ihr auch egal sein können, doch sie beschĂŒtzte den Kleinen. Wild rollte die Elfe mit dem Wolf ĂŒber den Wldboden und schien mit dem zu ringen. Mit dem Dolch holte sie mehrfach nach ihm aus. Hin und wieder ertönte Gejaule was verriet das sie durchaus hin und wieder traf. Dennoch steckte sie auch Kratzer ein und die Rangeleli endete ungĂŒnstig.
UngĂŒnstig fĂŒr sie den die Elfe fand sich dann auf dem Boden liegend einem wĂŒtenden und verletzten Wolf gegenĂŒber welcher ZĂ€hne fletschend sich ĂŒber sie beugte.

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#13

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:05

Nepomuk meinte, eine leise Melodie zu vernehmen, doch schwebte er noch immer in seinem Traum und bemerkte somit nicht, dass es seine Begleiterin war, welche ihn zu beruhigen versuchte.
Trotzdem schien es Wirkung zu zeigen, denn der Atem des kleinen DĂ€monen wurde ruhiger und friedlich.

Als nĂ€chstes wurde der KleindĂ€mon durch wĂŒtendes Heulen und Schmerzensrufe aus dem Schlaf gerissen. „Was ist da los Muk?!“, fragte er sich und starrte in die Dunkelheit. Gleich sah er auch, was einen solchen Radau veranstaltete. Da wĂ€lzten sich zwei Gestalten im wenigen Mondlicht, umkreisten sich gegenseitig, bevor sie sich wieder aufeinander stĂŒrzten.

Mit grossen Augen erkannte er einen riesigen schwarzen Wolf, der mit seiner Begleiterin kĂ€mpfte. Einen Moment war er unfĂ€hig sich zu rĂŒhren und es schien, als wĂŒrde Cheona die Überhand gewinnen.
Doch durch die Verletzungen wurde das Biest immer rasender vor Wut und Schmerz. Als Cheona einen Augenblick unachtsam war und stĂŒrzte, schien der krĂ€ftige Wolf gesiegt zu haben. Drohend stand er vor ihr und knurrte sie an.

„Muk, wir mĂŒssen etwas tun!“, einen sekundenbruchteil ĂŒberlegte der kleine DĂ€mon. Er hatte frĂŒher in der Wildnis auch schon gefĂ€hrliche Kreaturen loswerden mĂŒssen und so teleportierte er sich einen kurzen Moment spĂ€ter zu Cheona und landete mitten auf ihrem Bauch.
Der Wolf starrte die giftgrĂŒne Kreatur perplex an und schien einen Moment das Knurren vergessen zu haben. Gerade als er jedoch wieder seine ZĂ€hne fletschen wollte, riss Nepomuk sein Maul mit den spitzen DrachenzĂ€hnchen auf und liess ein ohrenbetĂ€ubendes BrĂŒllen hören, das so laut wie der Schrei eines Menschen war, jedoch wie von einem BĂ€ren klang. Er versuchte sich möglichst gross zu machen, breitete drohend seine FlĂŒgel aus, wĂ€hrend durch seine FĂ€higkeit laute GerĂ€usche erzeugen zu können, der Wolf erschrocken den Schwanz einzog. Mit einem letzten wĂŒtenden Fauchen jagte er das Vieh schliesslich davon, welches durch das drohende Gebaren des kleinen und eigentlich harmlosen KleindĂ€monen sichtlich ĂŒberrumpelt war.
Mit einem Sprung landete Nepomuk zwischen den Beinen von Cheona und blickte sie besorgt an.
„Alles in Ordnung?“, brabbelte er mit sĂŒdlĂ€ndischem Akzent. „Dem wir haben... gezeigt!“Wieder ist er von ihren Augen wie magisch angezogen und kann seinen Blick gar nicht mehr von dem leuchtenden Rot abwenden. „Nepomuk“, versuchte er sich schliesslich vorzustellen und schaute sie aufmerksam an.
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#14

Beitrag von Cheona » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:06

Wie erstarrt lagen ihre Augen auf denen des Wolfes. Oh ja ihr Gegner war wĂŒtend, sehr sogar und das seine gefletschten ZĂ€hne schĂ€rfer als die Rasierklingen des Barbier waren, dafĂŒr brauchte sie keinen Test, dessen war sie sich auch jetzt schon sicher.
Nur wollte sie diese ZĂ€hne nicht in ihrem hĂŒbschen Hals. Aber es konnte jeden Moment soweit sein und so wagte sie es nicht, auch nur fĂŒr den Bruchteil einer Sekunde den Blick von dem Wolf abzuwenden dessen grĂ€uliches Fell einige blutigen Spuren aufwieß. Blut verursacht durch die Wunden, welche Cheona mit ihrem Dolch gestochen hatte. Und das ganze nur um diese kleine seltsame Kreatur zu schĂŒtzen, welche vermutlich ganz entspannt zusah.

Aber da sollte sie sich getĂ€uscht haben. Plötzlich tauchte besagte Kreatur mitten auf ihrem Bauch und es war nicht etwa das er sonderlich schwer wĂ€re, eher der plötzliche Moment war es der sie zusammen zucken ließ.
Was tat er den da bloß? War er verrĂŒckt geworden? Wer weiß was dieser Wolf ihm womöglich antun wĂŒrde.
Besagter Wolf hingegen schien genauso perplex wie die Elbe aber fasste sich mindestens genauso schnell wieder wie Cheona. Mit dem was dann kam hatten vermutlich Beide nicht gerechnet aber nur einer stand auf der falschen Seite.

ReflexmĂ€ĂŸig hielt sich Cheona die Ohren zu als Nepomuk plötzlich brĂŒllte als wĂ€re er keine Katzengroße Kreatur sondern ein leibhaftiger BĂ€r. Ein letztes Fauchen und schon stob der Wolf in die tiefen des Waldes davon. Der Arme...
Cheona richtete sich halb auf und sah hinab zu dem Xarxxe welcher ganz stolz klingend etwas erzÀhlte. Sie verstand kein Wort aber vermutlich ging es um das eben geschehene.
Ein sachtes Schmunzeln konnte sie sich nicht verkneifen und das Schmunzeln wisch einem LĂ€cheln als er seinen Namen nannnte. Zumindestens war sie sich dessen ganz sicher.

"Danke mein kleiner Held"

sprach sie ruhig auf nordlÀndisch ehe sie auf sich deutete.

"Cheona"

Ihre roten Augen, welche den Kleinen irgendwie zu faszinieren schien, was die Sonnenalbe gar nicht so bewußt wahrnahm, funkelten kurz sanft ehe sie sich ganz aufrichtete.

"Gehen wir hinein."

Was sie mit hinein meinte war klar den sie bewegte sich zu ihrem Versteck wo sie auf den weichen Fellen wieder Platz nahm, und in den vielen kleinen Beutelchen welche sie besaß wĂŒhlte ehe sie letzendlich einen nach KrĂ€uter duftenden Beutel, Bandagen und ein paar TĂŒcher hervor holte.
Der Wolf hatte sie doch teilweise recht unschön erwischt. So zierte eine krallenförmige Wunde ihr Dekoltee und ließ die weiße Haut fast noch bleicher erscheinen. Das rot des Blutes bildete einen guten Kontrast zu der schneeweißen Haut. Auch ihre Arme wießen Kratzwunden auf.
Dennoch jammerte die Sonnenalbe nicht sondern schien sich ruhig an die Reinigung und Versorgung der Wunden machen zu wollen.

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#15

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:06

Einen Moment zögerte der KleindĂ€mon noch und blickte fasziniert die aufleuchtenden Augen an, welche an rote Rubine erinnerten. Wundervoll, der kleine Xarrxe liebte jegliche Arten von Schmuck und Juwelen, sie schienen Leben in sich zu bergen und Magie, und das strahlte diese junge Frau richtig gehend aus. Sie leuchtete eine Schönheit von Innen her aus und auch wenn Nepomuk sonst nicht viel fĂŒr die Menschen ĂŒbrig hatte, fand er sie doch auf eine Art und Weise eindrucksvoll.

Als sie sich dann wieder ins Innere ihrer Höhle begab, folgte er ihr zögerlich und liess sich wieder am Eingangsbereich nieder, die Schnauze in die Richtung des frischen Luftzugs gelegt, so dass er den Wolf wittern wĂŒrde, falls dieser einfĂ€ltig genug wĂ€re, zurĂŒckzukommen.

Seine neue Begleiterin, welche den exotischen Namen Cheona trug, begann wĂ€hrenddessen ihre Wunden zu versorgen. Nepomuk bewunderte sie dafĂŒr, dass sie keinen Klagelaut von sich gab, hatte es sie doch an einigen Stellen blutig erwischt und die Klauen hatten Schrammen hinterlassen. Heilende KrĂ€fte besass der KleindĂ€mon jedoch nicht und so konnte er sie nur bei ihrer Wundversorgung beobachten.
Nach einer Weile fragte er sie: „Woher kommst du und wohin fĂŒhrt dich dein Weg?“, er versuchte möglichst einfache Worte zu wĂ€hlen, beherrschte er das NordlĂ€ndisch doch nur sehr rudimentĂ€r und mit einem starken sĂŒdlĂ€ndisch-dĂ€monischen Akzent.

Er versuchte ihr zu erklĂ€ren, dass er auf dem Weg zur Front sei, um einen neuen Meister oder wenigstens eine GefĂ€hrtin zu finden, derer er treu ergeben sein könne. Ob sie ein StĂŒck gemeinsam reisen sollten, der Wald berge ja auch gewisse Gefahren und es wĂ€re etwas kurzweiliger, ausserdem glaube er, sich wieder neu orientieren zu mĂŒssen, da er vom Weg abgekommen sei.

Irgendwann schlummerte Nepomuk dann ein und erwachte erst wieder als das Licht der Sonne seine grĂŒne Schnauze kitzelte. Auch Cheona war noch friedlich am Schlafen und so setzte sich der KleindĂ€mon auf, um sich erst einmal genĂŒsslich zu Strecken und sie eine Weile beim Schlafen zu beobachten. Er wollte sie nicht wecken und beschloss, etwas zum FrĂŒhstĂŒcken zu suchen.

Kurz darauf flatterte er los und entdeckte in der NĂ€he eine frische Wasserquelle, wo er einige Schlucke kĂŒhles Wasser trank. Daneben gab es einen Baum mit fruchtigen Beeren und einige sĂŒsse FrĂŒchte. Er schnappte sich einige davon und flatterte damit zurĂŒck, um es vor dem Lager abzulegen.

Dann flog er ĂŒber die Baumwipfel und schaute sich etwas um, sie waren mitten in einem grossen Waldgebiet gelandet und weit und breit schien es keine Siedlung zu geben. Nur in weiter Ferne blitze im Licht der Sonne eine goldene Kuppel auf, die vermutlich zu einer Stadt gehörte. Die Front schien Ă€rgerlicherweise nicht in Sicht zu sein, kein Kampfgeschrei war auszumachen.

In einiger Entfernung bemerkte Nepomuk hingegen Wolken und Donner aufkommen, bald wĂŒrde es zu regnen beginnen und so machte er sich wieder auf zu Cheona, um sie aufzuwecken, zu frĂŒhstĂŒcken und herauszufinden, was sie vorhaben und ob sie zusammen weiterreisen wĂŒrden.
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#16

Beitrag von Meister Dozzy » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:07

Nach den ganzen Strapazen erholte sich Dozzy einige Wochen lang im Tempel des Gellos, in Kreuzlingen. Da Gellos zugunsten der beiden Goblins eingegriffen hatte, waren sie regelrechte BerĂŒhmtheiten in Kreuzlingen geworden. Man bezeichnete sie als „Erleuchtete“ und erfĂŒllte jeden ihrer WĂŒnsche, egal wo sie in Kreuzlingen hingingen. Taz verließ allerdings schon bald den Tempel und beide gingen im Guten auseinander.

Auch durchlief der Tempel seitdem einige VerĂ€nderungen. So wurde der alte Tempelvorsteher nach Norda geschickt, wo er als HĂŒter des Lichts dienen sollte. Der alte Abt Erin hingegen wurde zum Bewahrer des Lichts erhöht. Unter seiner Einwirkung und Auslegung des Buchs des Lichts erblĂŒhte der Tempel zu neuem Glanz. Infolgedessen wurde der strenge Alltag im Tempel etwas aufgelockert, um mehr Platz fĂŒr die Erleuchtung und dem Eins werden mit dem Geist des Gellos zu schaffen.
Auf Dozzys Wunsch integrierte der Bewahrer des Lichts ihn auch ihn die Gruppe der Priesterschaft, sodass Dozzy an den tĂ€glichen Zeremonien und Ritualen teilnahm und fĂŒr kurze Zeit die Pflichten eines Priesters wahrnahm. WĂ€hrend seiner Zeit im Tempel baute der Ingenieur wieder eine neue Armbrust und einen neuen Gleitdrachen, da er diese beim Überfall der Barbaren in Sulada verloren hatte. Außerdem komplettierte er seine AusrĂŒstung wieder und kaufte sogar einen Dolch, da es Dozzy leid war sich nur mit FĂ€usten wehren zu können. Zuletzt arbeitete er an den mechanischen Prothesen und der Flugmaschine, die er mit ein paar Modifizierungen verbesserte.

Oft diskutierte er mit Erin ĂŒber den Krieg zwischen der Allianz und der Vereinigung. Obwohl Dozzy stichhaltig argumentierte, konnte ihn Erin mit seinen emotionalen Schilderungen ĂŒber den Krieg, ĂŒber die Grausamkeiten, die die Vereinigung im Krieg beging, mitreißen. Dozzys Standpunkt war, dass die Herrschenden beider Parteien zu machthungrig seien und innerlich durch Kargon zerfressen wurden. Er war sich sicher, dass die Allianz ebenso schuldig am Krieg war und genauso viel Lied verursachte, wie die Vereinigung.
Erin hingegen zeigte auf, dass Kargons Natur grundsĂ€tzlich destruktiv war und dass sich dieser selbst nach einem Friedensschluss jederzeit wieder gegen Gellos wenden wĂŒrde, weil es eben seine Natur war und er nicht anders handeln konnte. Genauso wĂ€re es Gellos Natur zu sorgen, dass die göttliche und weltliche Ordnung aufrecht blieb und nicht eine Partei plötzlich mĂ€chtiger, als die Andere sei. Gellos hĂ€tte demnach gar keine andere Wahl, als sich gegen Kargon zu stellen. Er betonte, dass er diese zum Wohl aller auf sich nahm und erst durch die vollstĂ€ndige Befreiung von der Dunkelheit und der Untergrabung von Kargons Macht, man den wahren Frieden erreichen könnte. Vieles leitete er aus dem heiligen BĂŒchern von Gellos her, aber auch aus einer alten Chronik, wo ĂŒber den Beginn des Krieges berichtet wurde.
Durch diese Diskussionen erweckte Erin nach und nach Sympathie fĂŒr die Allianz. Ihm gelang es aber nicht Dozzy vollstĂ€ndig von der Notwendigkeit des Krieges ĂŒberzeugen. 8 Wochen spĂ€ter brach Dozzy dann von Kreuzlingen auf.

* * * * *

Der Ingenieur bestieg sein FluggerĂ€t, verlud seine AusrĂŒstung und machte sich auf den Weg in Richtung Quan, wobei sein Weg zunĂ€chst an den Waldbergen und dann an den Toten-HĂŒgeln vorbeikam, an denen er sich orientieren wĂŒrde. Inzwischen war die Hoffnung schon sehr gering, dass sein Vater Furgy noch lebte. Dozzy betete zu Gellos und Athronos um Gnade fĂŒr seinen alten Herrn. Doch seine Zeit war gekommen und letztendlich war es eine unĂŒberwindbare Tatsache geworden, dass er sterben wĂŒrde. Der Ingenieur hielt an seinem ursprĂŒnglichen Plan fest, zurĂŒck nach Elas zu reisen. WehmĂŒtig versank er in Gedanken, dass er den Rest der Reise gerne mit seinen Freunden Spleen und Rescatodores zusammen bestritten hĂ€tte. Gerne hĂ€tte er Spleen seine Heimat gezeigt und sicherlich hĂ€tte es den Beiden die Sprache verschlagen. Seine Gedanken schweiften ab.

Res wahres Gesicht lernte Dozzy schließlich erst beim Überfall der Barbaren in Sulada kennen. Erst da hatte Res gezeigt, dass er kein DĂ€mon war, sondern ein Mensch. Ein Mensch, der wegen seines grĂ€sslich-entstellten Gesichtes Masken trug, um sein eigenes Antlitz nicht lĂ€nger ertragen zu mĂŒssen.
Dozzy schmerzte die Erinnerung. Es war ein schrecklicher Überfall gewesen. Der Goblin erinnerte sich an die verzerrten Bilder der Gewalt, als der Gidrog alle nacheinander niederstreckte, wie sie leblos da gelegen hatten und schließlich an ihren Wunden verschieden waren. Obwohl sie nur primitive Barbaren waren und ihr Schicksal selbst heraufbeschworen hatten, konnte Dozzy Spleen dieses Massaker nur schwer verzeihen. Ob sie wirklich den Tod verdient hatten, oder ob man sie noch hĂ€tte retten können?
Dozzy sinnierte lange ĂŒber diese Erfahrung nach, bis er schließlich nach einigen Tagen die Grenzen der Waldberge erreichte.

In Überlegungen gefangen, bemerkte Dozzy nicht, wie er sich einer kleinen, echsenartigen Kreatur immer mehr nĂ€herte. Diese befand sich gerade auf den Sinkflug zurĂŒck zu der Lichtung, wo sie hergekommen war. Der fliegende Ingenieur sah diese aber einfach zu spĂ€t, sodass sie im Flug aufeinander trafen. ZunĂ€chst noch völlig perplex, musste sich Dozzy fĂŒr einige Augenblicke orientieren. Doch sein Verstand war schnell und eiligst konnte er sein FluggerĂ€t wieder ausbalancieren. Schon immer war er gekonnt im Improvisieren gewesen, weswegen er rasch zu seiner gewohnten Frechheit zurĂŒckfand:
„Heh! Pass auf wo du hinfliegst, du hĂ€sslicher Wurm! Hast wohl keine Augen oder bist zu dumm um zu fliegen!“
Der Ingenieur fuchtelte wild mit seinen Armen und war ganz außer sich vor Wut. Wie so oft fluchte er auf Tjalabah, da diese Sprache deutlich agressiver als das Elanische oder NordlĂ€ndische klang und das Fluchen somit viel mehr Spaß machte.
„Wagt es mich in meinen Überlegungen zu stören...“
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Vielen Dank an Novec Sarili Gojim fĂŒr die Signatur und ein Danke an Minaya von der Avatarschmiede fĂŒr das tolle Avatarbild!

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#17

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:07

WĂ€hrend Nepomuk auf die Lichtung zuflog, achtete er nicht gross darauf, was vor ihm geschah, sondern sein Blick war suchend Richtung Erde gerichtet, um unter dem BlĂ€tterdach das Lager von Cheona ausfindig zu machen. In der NĂ€he erkannte er den kleinen Flusslauf, wo er zuvor einige erfrischende Schlucke genommen hatte. Hier irgendwo musste
 weiter kam er nicht mit seinen Gedanken, denn im nĂ€chsten Augenblick erkannte er aus den Augenwinkeln einen dunklen Schatten auf ihn zufliegen. Erschrocken riss er die Augen auf, versuchte dem UngetĂŒm auszuweichen, doch es war bereits zu spĂ€t fĂŒr ein Flugmanöver.
Mit einem Keuchen prallte der KleindĂ€mon mit dem UngetĂŒm zusammen. Mit einigen PurzelbĂ€umen landete er auf einer der TragflĂ€chen, wo er erst mal liegenblieb. Verwirrt schĂŒttelte er den Kopf und sah Sterne vor seinen Augen tanzen. „Bei allen Drachen, Muk, was ist geschehn?!“, murmelte er auf dĂ€monisch und blinzelte.
Als er es schilesslich fertig brachte, den Kopf zu heben, dröhnte es in seinen Ohren und die giftige Stimme, die ihn wĂŒtend beschimpfte, machte es auch nicht gerade besser. Hatte sie ihn gerade als hĂ€sslichen Wurm genannt?!
Nepomuk war sich ja einiges gewohnt von der Unterwelt, wo er als Sklave dienen musste, doch das war lange her und inzwischen war der KleindÀmon stolz auf seine Art und verglich sich gerne mit den grossen Drachen, die er bewunderte.
So blitzte er den GrĂŒnling wĂŒtend an und zeigte ihm seine spitzen ZĂ€hnchen, wĂ€hrend er sich vorsichtig auf dem schwankenden Untergrund auf die Beine kĂ€mpfte. Seine scharfen Krallen hinterliessen leichte Kratzspuren auf der TragflĂ€che, doch das war dem Xarrxe Schnuppe.
„Du wagst es mich einen Wurm zu nennen? Du komischer GrĂŒnling. Schau Dich selber zuerst Mal an. Und bevor du andere wegen ihrer FlugunfĂ€higkeit verurteilst, solltest du selber erst Mal lernen zu fliegen. Hast ja nicht Mal FlĂŒgel, oder was soll dieses seltsame Ding darstellen
 Du gehörst nicht in die LĂŒfte!“, knurrte Nepomuk nun auf sĂŒdlĂ€ndisch und blickte das seltsame GerĂ€t, auf welchem er sich befand verĂ€chtlich an. Im nĂ€chsten Moment ruckelte das Flugobjekt plötzlich unter einem Windstoss und der Xarrxe hatte MĂŒhe, sich aufrechtzuhalten. Beim Versuch, nicht herunterzufallen, bohrten sich seine Krallen jedoch unbewusst weiter in den FlĂŒgel und hinterliessen einige lĂ€ngliche Furchen.
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#18

Beitrag von Meister Dozzy » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:07

Dozzy hatte grĂ¶ĂŸte MĂŒhe das FluggerĂ€t in Balance zu halten. Der Windstoß war völlig unerwartet gekommen. Eine Variable, die der Ingenieur nicht berechnet hatte. Aber wer konnte ihm diese Unachtsamkeit in diesem Chaos auch schon verĂŒbeln? Fliegende UngetĂŒme, wie dieses hier traf man nicht alle Tage. Sowas hĂ€tte wohl niemand erwartet!
WĂ€hrend Dozzy das FluggerĂ€t wieder stabilisierte versuchte er gleichzeitig einige Überlegungen anzustellen. Doch der Xarrxe brabbelte einfach zuviel, weswegen Dozzy erhebliche Probleme hatte sich auf die Gleichungen zu fokussieren. Er will einfach nicht aufhören! Kann das Miestviech nicht die Klappe halten, fragte sich Dozzy. "SCHWEIG' DU MISTVIECH!", schrie Dozzy plötzlich, worauf das fliegende UngetĂŒm dann auch endlich klein beigab.

Das FluggerĂ€t verlor aber mit einem Mal seine StabilitĂ€t. Innerhalb weniger Sekunden verlor es rasant an Höhe. Dozzy bemerkte zunĂ€chst nicht, dass Nepomuk an den plötzlichen Höhenverlust Schuld war, weshalb der Ingenieur seine Überlegungen intensivierte. Eine Bruchlandung wĂŒrde das FluggerĂ€t aus der Entfernung nicht ĂŒberleben, war sich Dozzy sicher. Dass er dabei aber nicht mal an sein eigenes Leben dachte, war typisch fĂŒr Dozzy.
Zur Hilfestellungen sprach der Erfinder plötzlich mit sich selbst. Somit strukturierte er immer seine Gedanken.

Übergang von potentieller Energie bei einer Höhe von 300m. Skavill Konstante 9,81. WĂ€re nach Hinzugabe der Massen von geschĂ€tzten...sagen wir 150 kg? Wie schwer ist das Mistviech...vermutliche 20 kg, Leichtgewicht...Als Quadratwurzel und Kompensierung des Wegintervalls, möglichen SchubkrĂ€ften des Windes...inklusive Momentangeschwindigkeit...Ist die CorioloskrĂ€fte im Bezugssystem bei ausgedehnten Massepunkten? Bei einer zusĂ€tzlichen Drehbewegung in Folge der WindschubkrĂ€fte...wĂ€ren es...

Doch gerade als er nach hinten blickte erkannte er, dass sich der Xarrxe an der TragflÀche festhielt und sie mit seinen scharfen Krallen immer weiter zeriss.
WĂŒtend schlug er nach dem Vieh und versuchte es vom FluggerĂ€t hinunterzuschubsen. Doch seine BemĂŒhungen waren vergebenst, da sich Nepomuk zu weit hinten befand und des Goblins kleine Arme nicht so weit reichten. Bei den wilden Bewegungen kam das FluggerĂ€t zusĂ€tzlich noch ins Schwanken und verlor nun auch jeglichen Kurs. Es sank fortan kreiselförmig herab. Derweil wurde der GrĂŒnling auch immer wĂŒtender,versuchte aufzustehen um Nepomuk vom Heck zu reißen und beleidigte ihn: "Du elendes OttergezĂŒcht, du zerstörst meine Erfindung!"
Doch schnell musste er diesen Plan aufgeben, als er merkte, wie stark das FluggerÀt dadurch ins Wanken geriet.

Dozzy ging nochmal seine Gedankenfolge durch und kam schließlich zur Lösung der Gleichung.
"3 SEKUNDEN!", kreischte er panisch. 3 Sekunden, die sie vom Abgrund trennten...
Gerade noch so gelang es dem Erfinder sein FluggerĂ€t in den nĂ€chstgelegenen Baum zu befördern. Durch eine Serie von Ästen wurde sein Aufprall dann auch abgefangen. Am letzten Ast blieb der Ingenieur aber mit seiner Hose hĂ€ngen. Hilflos musste der Ingenieur aber feststellen, dass er sich selbst nicht befreien konnte, so sehr er sich auch anstrengte. Irgendwann nach einigen Minuten schließlich gab Dozzy auf.

"Heh, will keiner helfen? Erst alles zerstören und dann einfach abhauen? Jajaja...,"
jammerte der GrĂŒnling.
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Vielen Dank an Novec Sarili Gojim fĂŒr die Signatur und ein Danke an Minaya von der Avatarschmiede fĂŒr das tolle Avatarbild!

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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#19

Beitrag von Cheona » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:08

Mit ihr nicht ganz einleuchtenden Fuchtelein und nicht ganz verstÀndlichen Lauten hatte der Kleine Xarrxe ihr versucht etwas zu erklÀren. Scheinbar wollte er wissen wo sie hinwill und ob sie zusammen reisen, weil noch jemand suche.
Zumindestens glaubte die SOnnenelbe das er das meinte was sie verstand.
Letzendlich aber ĂŒbermannte sie der Schlaf und zog sie hinab in leere TrĂ€ume.

Als Cheona wieder erwachte war es schon lÀngst hell. GÀhnend streckte sie sich und verzog kurz das Schmerz. Jener rief ihr gleich wieder ins GedÀchtnis was geschehen war. Der Wolf welcher es auf ihren seltsamen Begleiter abgesehen hatte, der Kampf und das etwas holprige GesprÀch mit dem Kl...
Apropo wo war er bloß?
Erst jetzt bemerkte sie das ihr Begleiter verschwunden war. Einen Verdacht hegend durchsuchte sie sofort ihre Habseligkeiten, aber es schien alles noch vorhanden. Somit war er warscheinlich noch irgendwo in der NĂ€he.

Die junge Sonnenelbe erhob sich, verstaut ihren Dolch griffbereit am GĂŒrtel und trat hinaus aus ihrem Versteck in den Wald. Da ohnehin der Xarxxe hĂ€tte ĂŒberall sein können lief sie spontan nach GefĂŒhl los.
Leise und flink waren ihre Schritte. Kein Zweig brach unter ihren FĂŒĂŸen und wenn mal etwas raschelte, hĂ€tte es vermutlich genauso gut irgendein Tier sein können.
Cheona wußte schon wie sie sich zu bewegen hatte um unbemerkt vorran zu kommen. Sie hatte ja auch einen guten Lehrer.

So ließ sie das Versteck immer weiter hinter sich die Augen und Ohren offen halten, ob sich irgendwas ungewöhnliches bemerkbar machen wĂŒrde.
Und tatsĂ€chlich stieß sie auf etwas ungewöhnliches, Irgendwo war ein Brummen zu hören. Es klang Ă€hnlich wie das Grollen von Gewitter und dennoch war noch etwas Anderes dahinter.
Als das GerÀusch von leisen Schreien und rascheln begleitet wurde, was immer nÀher zu kommen schien hob sie den Blick und erstarrte erstmal.
Was bei allen Göttern war den das.

Irgend so ein...nein so sehr sie sich auch anstrengte, Cheona fand keine passende Worte fĂŒr dieses FluggerĂ€t. Noch nie hatte sie so etwas gesehen und mit der Geschwindigkeit mit welcher es gerade aus dem Himmel fiel, wollte sie damit auch besser nicht in Kontakt kommen.

Rasch huschte sie hinter einen Baum und beobachtet das Geschehen. Zum GlĂŒck knallte das seltsame GerĂ€t nicht auf den Boden sondern blieb irgendwo im hohen Baumwipfel stecken. Etwas GrĂŒnes löste sich aus ihm und flog noch etwas weiter bis es ebenso im Baum hĂ€ngen blieb. Plötzlich fing es auch noch anzu zetern und zu motzen.
Die Elbe blinzelte und sah genauer hin. Tatsache da hing doch wirklich ein kleines grĂŒnes MĂ€nnchen nur noch an der Hose im GeĂ€st.

Sie mußte unweigerlich kurz leise kichern und trat dann aus ihrem Versteck. Der Kleine konnte doch unmöglich da oben hĂ€ngen bleiben.
Und so besah sie sich den Baum auf welchen Dozzy hing nĂ€her, entdeckte ein paar kleine Furchen die, jemand der geschickt genug dafĂŒr war, fĂŒr sich nutzen konnte.
BehĂ€nd, flink wie ein WIesel und geschmeidig wie eine Raubkatze bahnte sich die Sonnenelbe mit der schneeweißen Haut, und den blassroten Augen, einen Weg hinauf.

Nun, wo sie auf dem selben Ast sah an dessem Ende sich der Fremde befand konnte sie ihn auch etwas nÀher betrachten. Irgendwo hatte sie schonmal so etwas gesehen. Es könnte eines dieser...Goblins sein.

Es wurde ja immer heiterer, Erst ein Katzendrache und nun ein Goblin. WĂ€hrend sie nĂ€her ĂŒber den Ast rutschte huschte ihr Blick suchend umher um den Xarxxe zu erblicken.
So wie dieser Fremde schimpfte konnte das ja noch heiter werden.

Ksch!

machte sie kaum das sie nun hinter ihm auf dem Ast saß an welchem der Goblin so unglĂŒcklich hing.
Und auch wenn sie sich ĂŒberhaupt nicht sicher war ob Dozzy sie verstand sprach sie einfach.

"Sei nun still, und halte still wenn ich dir helfen soll. Wenn du weiter so zappelst fÀllst du noch herunter."

Kaum hatte sie ausgesprochen krachte es, ein Blitz durchzog den Himmel und im nÀchsten Moment fing es an zu regnen. Na das passte ja wunderbar...

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Nepomuk
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Re: NachtSchattenGewÀchs - Erstes Treffen

#20

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. MĂ€r 2015, 11:08

Nepomuk wurde ebenfalls in den Baum geschleudert, als das FluggerĂ€t abstĂŒrzte. "Wuaaah", kreischte er, bevor ihm BlĂ€tter und Äste um den Kopf flogen und ihm die Sicht raubten.
GeistesgegenwÀrtig versuchte er sich irgendwo festzuklammern und krallte sich schliesslich in einen dicken Ast, der seinen Sturz unsanft auffing. Die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst und ihm war einen Moment schwarz vor Augen. Gelbe Drachen flogen in seinem Kopf herum und ihm war schwindlig.
Als er sich schliesslich vorsichtig umschaute, atmete er erst einmal erleichtert aus. Das hÀtte auch schief gehen können.
Gleich darauf dachte er jedoch an den Grund fĂŒr diese Bruchlandung und wĂŒtend begann er ĂŒber den GrĂŒnling und sein Möchtegernflugdings zu schimpfen.
So bemerkte er zuerst gar nicht, dass Dozzy ganz in der NĂ€he ebenfalls festhing und genauso mĂŒrrisch ĂŒber Nepomuk fluchte.
Als der Xarrxe sich langsam wieder beruhigt und sich ĂŒberzeugt hatte, dass noch alles an ihm dran war, wollte er sich gerade auf und davon machen, als er lautes Gezetter hörte. Er hörte genauer hin. Nein, es war eher ein Hilferuf. Das musste der GrĂŒnling sein! Er kletterte etwas weiter durchs GeĂ€st und entdeckte tatsĂ€chlich Dozzy, der in einer aussichtslosen Lage festzuhĂ€ngen schien.
Nepomuk dachte nicht im Traum daran, dem Grund fĂŒr seinen Sturzflug aus der Patsche zu helfen. Sollte er doch da oben Wurzeln schlagen.
Er machte sich also bereit, zum Lager zurĂŒckzufliegen, als ihm ein Gedanke kam. "Vielleicht hat der GrĂŒnling etwas Wertvolles bei sich? Und wenn er im Baum hĂ€ngt, kann er es ja sowieso nicht gebrauchen, stimmt's Muk? Da stört es ihn sicher nicht, wenn wir es uns ausborgen..."

So hĂŒpfte Nepomuk von Ast zu Ast und suchte die Überreste der Flugmaschine nach interessanten und vor Allem glĂ€nzenden GegenstĂ€nden ab. Dem GrĂŒnling schenkte er keine Beachtung, als er plötzlich ein GerĂ€usch hörte.
Schnell versteckte sich der Xarrxe und wartete ab. "Vielleicht hat das Geschrei ja ein wildes Tier angelockt, diese Menschen sind schon töricht, was Muk?!"

Umso ĂŒberraschter war der KleindĂ€mon jedoch, als seine Begleiterin auftauchte und nach kurzem Zögern den Baum zu erklimmen begann. Wollte sie den GrĂŒnling ebenfalls ausrauben?
Doch Cheona widerlegte seine Überlegungen nur allzu schnell, als sie sich Dozzy nĂ€herte und ihm offensichtlich helfen wollte. Der Ast wankte gefĂ€hrlich und Nepomuk war sich nicht sicher, ob er das Gewicht der beiden halten wĂŒrde. Um den GrĂŒnling wĂ€re es ja nicht schade, aber seine Cheona mit den hĂŒbschen Augen, die wollte er nicht in die Tiefe stĂŒrzen sehen.
Sie hielt inne, als es in der Ferne donnerte. Der Himmel begann sich zu verdunkeln. Die ersten Regentropfen lösten sich von der Wolkendecke.
Nepomuk mochte Regen nicht sonderlich, er wollte wieder in den Schutz des Lagers zurĂŒck.
Die Elfe hatte wohl ein zu gutes Herz. "Wenn die wĂŒsste, dass wir wegen diesem unfreundlichen Gnom fast gestorben wĂ€ren Muk!", brummte der Xarrxe missmutig.

Der Ast unter den beiden wankte wieder gefĂ€hrlich und knarrte leise unter dem Gewicht. Vielleicht könnte Nepomuk ja einfach die Hose des GrĂŒnlings durch beissen und er wĂŒrde wie eine faule Pflaume zu Boden fallen.
In Gedanken versunken beobachtete er Cheona. "Das wĂŒrde sie uns bestimmt Übel nehmen", dachte sich der Xarrxe. Er musste ihr also irgendwie helfen. Aber wie?
Vielleicht könnte er Dozzy befreien und die Elfe könnte ihn weiter unten auffangen?
WĂ€hrend er noch ĂŒberlegte, kitzelte es in seinen NĂŒstern. "Plopp", eine Dampfwolke verpuffte in einem lauten Niesen in der Luft. "Dieser dumme Regen. Viel zu kalt fĂŒr diese Jahreszeit!", schimpfte Nepomuk aufgebracht.
Wahre Grösse kommt von Innen!

Wahre Prinzen töten fĂŒr dich keine Drachen, sondern lieben dich, wenn du mal einer bist.

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