Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen - Teil I

Archiv der Siedler
Einige Bewohner Asamuras kommen ursprünglich aus Caltharnae, das in Asche versank. Ihr Leben vor der Überfahrt auf den neuen Kontinent wurde hier verewigt.
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Nepomuk
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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#11

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. Mär 2015, 11:05

Nepomuk wurde es schon schwindlig vor Augen und sein Maul schmerzte, als er im nächsten Moment einen kräftigen Griff am Nacken spürte.
Oh ooooh!
Schon zum zweiten Mal an diesem Tag, in relativ kurzer Zeit, hing er hilflos wie ein Welpe in den Händen eines Zweibeiners. Doch bevor er sich zur Wehr setzen konnte oder auch nur ein böses Fauchen von sich geben, sagte der Mann etwas mit wütenden Worten und im nächsten Augenblick flog der Xarrxe auch schon durch die Luft.

Vor Überraschung kam er gar nicht dazu, so schnell die Flügel auszubreiten und machte sich bereits auf eine harte Landung gefasst. Doch im letzten Moment sah er etwas auf sich zuspringen und landete, auch zum zweiten Mal in dieser kurzen Zeit, in den Armen der jungen Frau.

Langsam wusste Nepomuk nicht mehr, was er von der Sache halten sollte.
Wir sind doch kein Spielball, nein Muk, das sind wir nicht!
Vor Entrüstung blubberten einige Rauchblasen aus seinen Nüstern und verpufften vor den schönen, roten Augen seiner Retterin.
Im selben Moment erkannte er den Dolch, den sie in der Hand hielt. Der Kleindämon blickte fasziniert auf die Waffe.
Wollte sie damit wirklich den Händler angreifen? Diesen Schurken und Raufbold, der unschuldige Xarrxe grundlos um sich warf?
Vor Entzücken funkelten die Augen des Xarrxe freudig und gespannt auf.

Doch zu seiner Enttäuschung wollte die junge Frau ihre Waffenkunst nicht zeigen, denn als der Händler zeternd davonhumpelte, machte sie kehrt und huschte mit ihm zu einem nahen Waldrand. Den anderen Elfen hatte Nepomuk bereits vergessen. Seine Gedanken galten seiner Retterin, welche ihn wieder umklammert hielt, auch wenn etwas vorsichtiger als beim ersten Mal.

Wollte sie ihn auch irgendwann wieder runterlassen? Oder wollte sie ihn nun als ihren Sklaven halten, so wie es die Fürsten in der Unterwelt getan hatten? Bestimmt war sie wie alle kleinen Mädchen, die er schon in den Städten beobachtet hatte und wollte ein Haustier haben, das sie an einer Schnur hinter sich herziehen könnte… Doch nein! Das lässt der Nepo bestimmt nicht mich sich machen, stimmts Muk?! Schliesslich sind wir nicht irgendein Kuscheldings, sondern ein Xarrxe, ein richtiger Dämon!
Während er noch darüber nachdachte, was er ihr an den Kopf werfen und wie er danach entfliehen könnte, drangen sie immer tiefer in den Wald ein.

Nepomuk mochte Wälder, er hatte selber lange Zeit in einem gelebt. Doch trotzdem hatte er nicht mehr das Bedürfnis, sich von Ratten und anderem Kleingetier zu ernähren.
Plötzlich hielt die junge Frau an und setzte Nepomuk unter einem dicken, alten Baum ab. Das würde ja viel einfacher werden, zu entfliehen, als er gedacht hatte. Aber der Kleindämon war hungrig geworden und so wollte er erst Mal abwarten, ob sie vielleicht etwas zu essen dabei hätte. Natürlich wäre er immer bereit zur Flucht… einen Moment dachte er auch wieder an den Glitzergegenstand, den sie ihm abgenommen hatte. Vielleicht würde sich ja noch eine Gelegenheit bieten, ihn sich zu schnappen. Schliesslich gehörte das Ding ja auch nicht der Diebin.

"Das ist mein Versteck, hier können wir die Nacht bleiben", sprach die Frau plötzlich. Im nächsten Moment schob sie ein grosses Stück Rinde zur Seite und ein Hohlraum kam zum Vorschein. Beeindruckt näherte sich Nepomuk dem Baum und blickte hinein. Das sah offensichtlich gemütlicher aus als die unterirdischen Höhlen, in welchen er gehaust hatte. Diese Zweibeinerin verstand offensichtlich etwas davon, wie man auch im Wald ganz bequem leben konnte.
Diese Annahme bestätigte sich, als sie einige weiche Felle ausbreitete und sich darauf setzte. Der Xarrxe beobachtete sie aus sicherer Entfernung, doch als sie sich am zweiten Bündel zu schaffen machte, und ein seeehr verlockender Duft daraus hervorstieg, näherte er sich ihr unwillkürlich. Sein Bauch gab ein deutliches Knurren von sich und verlangte nach dem Stück Fleisch, welches dieses Wesen ihm doch tatsächlich vor die Nase hielt.
Nur einen kurzen Moment zögerte Nepomuk, dann schnappte er sich den Leckerbissen, und zog sich wieder etwas von ihr zurück, nur um sicherzugehen, dass sie ihre Meinung nicht plötzlich wieder ändern könnte.

Während er zufrieden und laut schmatzend an dem Happen nagte, der etwas zu gross war, um in einem Stück verschlungen zu werden, beobachtete er trotzdem aufmerksam jede Bewegung der jungen Frau.
„Verstehst du überhaupt meine Sprache?", fragte sie ihn schliesslich.
Nepomuk hielt in seiner Mahlzeit inne. Er glaubte ihre Frage verstanden zu haben. Bei seiner Reise durch das Land hatte er einiges an Wörtern aufgeschnappt, doch diese Worte selber zu artikulieren bereitete ihm noch Schwierigkeiten. Er befürchtete jedoch, dass sie kein Südländisch verstehen würde und von Niederdämonisch war wohl vollkommen abzusehen.

Er überlegte sich, ob er sich einen Scherz erlauben sollte. Anscheinend hatte sie noch nie einen Xarrxe gesehen und schien nicht zu wissen, welche Intelligenz er besass oder ob er mit einem gewöhnlichen Tier zu vergleichen wäre.
So verkniff er sich ein Grinsen und eine Antwort, wedelte stattdessen wie ein Hund mit seinem stachelbesetzten Schwanz und verschlang das frische Fleisch. Es war wirklich äusserst lecker. Vielleicht sollte er ein wenig bei ihr bleiben, sie schien ihm ja freundlich gesinnt zu sein.

Als er fertig gefuttert hatte, bemerkte er, dass er langsam müde wurde. Er kringelte sich vor dem Hohlraum zusammen, seine Augen aber immer noch leicht misstrauisch auf die Zweibeinerin gerichtet.
Irgendwann übermannte ihn jedoch die Müdigkeit und seine Augen fielen ihm zu.
Er verfiel in einen unruhigen Schlaf und träumte davon, von einer Gruppe Zweibeinern wie ein Spielball durch die Luft geworfen zu werden.
"Nein, lasst mich los!", murmelte er in seiner Dämonensprache und wälzte sich auf dem Boden umher, völlig in seinem Traum gefangen.
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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#12

Beitrag von Cheona » Mi 25. Mär 2015, 11:05

Aufmerksam und neugierig zugleich sah sie auf die ihr unbekannte Kreatur. Würde diese ihre Sprache sprechen können? Doch der Xarxxe reagiert nur mit einem Schwanz wedeln wie ein Hund. Enttäuschung machte sich in ihrem Gesicht breit aber sie ließ es unkommentiert.
Stattdessen griff sie sich selbst aus einem Beutel ein Stück Brot und einen Apfel welchen sie sich zu Gemüte führte.

Nach dem eher kargen Mahl streckte sie sich etwas und sah nun erst wieder zu ihrem seltsamen Begleiter. Der Vierbeiner hatte sich zusammen gerollt und war mittlerweile eingeschlafen. Cheona räumte ihr Diebesgut gut verborgen in dem Hohlraum des Baumes und gerade wollte sie sich selbst nun etwas nieder legen als der Xarxxe wieder ihre Aufmerksamkeit forderte.
Stirnrunzelnd sah sie hinüber und wirkte aufgrund der Sprache beunruhigt und irritiert zugleich. Aber entweder lag es an seiner Größe oder das sein unruhiger Schlaf sie irgendwie berührte, jedenfalls schob sie es zur Seite das seine Sprache sie beunruhigte.

Stattdessen rutschte sie etwas hinüber und strich ihm ganz liebevoll über den Rücken.

"Scch...alles ist gut.."

Sprach sie mit beruhigender leiser Stimme in hochelfisch. Dann erinnerte sich Cheona an ein altes Lied was ihre Mutter ihr als Kind immer vorgesungen hatte. Sie vermochte zwar sich nicht mehr an den Text zu erinnern aber die Melodie.
Und so fing die Hochelfe an leise zu summen. eine sanfte beruhigende Melodie die wohl jedem, zumindestens jedem der es kannte an die sicheren behüteten sanften Arme einer Mutter erinnerte.

Cheona wieß dabei viel Geduld auf. Erst als sie das Gefühl hatte das sich ihr kleiner Freund wieder beruhigt hatte machte sie es sich selbst gemütlich und schloss ihre Augen...

Es fühlte sich an als hätte sie erst seit wenigen Minuten geschlafen als sie wieder aus dem Schlaf gerissen wurde.
Nicht aber etwa durch einen bösen Traum oder weil ihr Gast Unfug trieb. Nein es war ein leises bedrohliches Knurren was sie aus ihrem Schlaf riss.

Langsam öffnete sie ihre Augen und tastete leise nach ihrem Dolch während ihre Augen zum Eingang wanderte. Cheona hatte die "Tür" offen gelassen da Nepomuk am Eingang lag und sie ihn nicht wecken wollte nur um ihn direkt in den Unterschlupf zu legen und den Eingang zu schließen.
Und so war ein Wolf auf die seltsame Kreatur aufmerksam geworden und hatte den Kleinen offenbar als unerwünschten Eindringling abgestempelt. Knurrend leicht die Zähne gefletscht stand er da, das Fell gesträubt was ihn gleich noch etwas größer wirken ließ.
Cheona umgriff ihren Dolch und beobachtete den Wolf ohne sich zu regen.
Das Tier war auch vollkommen fixiert auf den Xarxxe und plötzlich schnellte er vor und schnappte nach Nepomuk...

Doch ehe er diesen zu fassen bekam stürzte sich eine Elfe auf ihn. Cheona hatte auf den passenden Moment gewartet und sich dann auf ihn gestürzt. Sicher hätte es ihr auch egal sein können, doch sie beschützte den Kleinen. Wild rollte die Elfe mit dem Wolf über den Wldboden und schien mit dem zu ringen. Mit dem Dolch holte sie mehrfach nach ihm aus. Hin und wieder ertönte Gejaule was verriet das sie durchaus hin und wieder traf. Dennoch steckte sie auch Kratzer ein und die Rangeleli endete ungünstig.
Ungünstig für sie den die Elfe fand sich dann auf dem Boden liegend einem wütenden und verletzten Wolf gegenüber welcher Zähne fletschend sich über sie beugte.

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Nepomuk
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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#13

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. Mär 2015, 11:05

Nepomuk meinte, eine leise Melodie zu vernehmen, doch schwebte er noch immer in seinem Traum und bemerkte somit nicht, dass es seine Begleiterin war, welche ihn zu beruhigen versuchte.
Trotzdem schien es Wirkung zu zeigen, denn der Atem des kleinen Dämonen wurde ruhiger und friedlich.

Als nächstes wurde der Kleindämon durch wütendes Heulen und Schmerzensrufe aus dem Schlaf gerissen. „Was ist da los Muk?!“, fragte er sich und starrte in die Dunkelheit. Gleich sah er auch, was einen solchen Radau veranstaltete. Da wälzten sich zwei Gestalten im wenigen Mondlicht, umkreisten sich gegenseitig, bevor sie sich wieder aufeinander stürzten.

Mit grossen Augen erkannte er einen riesigen schwarzen Wolf, der mit seiner Begleiterin kämpfte. Einen Moment war er unfähig sich zu rühren und es schien, als würde Cheona die Überhand gewinnen.
Doch durch die Verletzungen wurde das Biest immer rasender vor Wut und Schmerz. Als Cheona einen Augenblick unachtsam war und stürzte, schien der kräftige Wolf gesiegt zu haben. Drohend stand er vor ihr und knurrte sie an.

„Muk, wir müssen etwas tun!“, einen sekundenbruchteil überlegte der kleine Dämon. Er hatte früher in der Wildnis auch schon gefährliche Kreaturen loswerden müssen und so teleportierte er sich einen kurzen Moment später zu Cheona und landete mitten auf ihrem Bauch.
Der Wolf starrte die giftgrüne Kreatur perplex an und schien einen Moment das Knurren vergessen zu haben. Gerade als er jedoch wieder seine Zähne fletschen wollte, riss Nepomuk sein Maul mit den spitzen Drachenzähnchen auf und liess ein ohrenbetäubendes Brüllen hören, das so laut wie der Schrei eines Menschen war, jedoch wie von einem Bären klang. Er versuchte sich möglichst gross zu machen, breitete drohend seine Flügel aus, während durch seine Fähigkeit laute Geräusche erzeugen zu können, der Wolf erschrocken den Schwanz einzog. Mit einem letzten wütenden Fauchen jagte er das Vieh schliesslich davon, welches durch das drohende Gebaren des kleinen und eigentlich harmlosen Kleindämonen sichtlich überrumpelt war.
Mit einem Sprung landete Nepomuk zwischen den Beinen von Cheona und blickte sie besorgt an.
„Alles in Ordnung?“, brabbelte er mit südländischem Akzent. „Dem wir haben... gezeigt!“Wieder ist er von ihren Augen wie magisch angezogen und kann seinen Blick gar nicht mehr von dem leuchtenden Rot abwenden. „Nepomuk“, versuchte er sich schliesslich vorzustellen und schaute sie aufmerksam an.
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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#14

Beitrag von Cheona » Mi 25. Mär 2015, 11:06

Wie erstarrt lagen ihre Augen auf denen des Wolfes. Oh ja ihr Gegner war wütend, sehr sogar und das seine gefletschten Zähne schärfer als die Rasierklingen des Barbier waren, dafür brauchte sie keinen Test, dessen war sie sich auch jetzt schon sicher.
Nur wollte sie diese Zähne nicht in ihrem hübschen Hals. Aber es konnte jeden Moment soweit sein und so wagte sie es nicht, auch nur für den Bruchteil einer Sekunde den Blick von dem Wolf abzuwenden dessen gräuliches Fell einige blutigen Spuren aufwieß. Blut verursacht durch die Wunden, welche Cheona mit ihrem Dolch gestochen hatte. Und das ganze nur um diese kleine seltsame Kreatur zu schützen, welche vermutlich ganz entspannt zusah.

Aber da sollte sie sich getäuscht haben. Plötzlich tauchte besagte Kreatur mitten auf ihrem Bauch und es war nicht etwa das er sonderlich schwer wäre, eher der plötzliche Moment war es der sie zusammen zucken ließ.
Was tat er den da bloß? War er verrückt geworden? Wer weiß was dieser Wolf ihm womöglich antun würde.
Besagter Wolf hingegen schien genauso perplex wie die Elbe aber fasste sich mindestens genauso schnell wieder wie Cheona. Mit dem was dann kam hatten vermutlich Beide nicht gerechnet aber nur einer stand auf der falschen Seite.

Reflexmäßig hielt sich Cheona die Ohren zu als Nepomuk plötzlich brüllte als wäre er keine Katzengroße Kreatur sondern ein leibhaftiger Bär. Ein letztes Fauchen und schon stob der Wolf in die tiefen des Waldes davon. Der Arme...
Cheona richtete sich halb auf und sah hinab zu dem Xarxxe welcher ganz stolz klingend etwas erzählte. Sie verstand kein Wort aber vermutlich ging es um das eben geschehene.
Ein sachtes Schmunzeln konnte sie sich nicht verkneifen und das Schmunzeln wisch einem Lächeln als er seinen Namen nannnte. Zumindestens war sie sich dessen ganz sicher.

"Danke mein kleiner Held"

sprach sie ruhig auf nordländisch ehe sie auf sich deutete.

"Cheona"

Ihre roten Augen, welche den Kleinen irgendwie zu faszinieren schien, was die Sonnenalbe gar nicht so bewußt wahrnahm, funkelten kurz sanft ehe sie sich ganz aufrichtete.

"Gehen wir hinein."

Was sie mit hinein meinte war klar den sie bewegte sich zu ihrem Versteck wo sie auf den weichen Fellen wieder Platz nahm, und in den vielen kleinen Beutelchen welche sie besaß wühlte ehe sie letzendlich einen nach Kräuter duftenden Beutel, Bandagen und ein paar Tücher hervor holte.
Der Wolf hatte sie doch teilweise recht unschön erwischt. So zierte eine krallenförmige Wunde ihr Dekoltee und ließ die weiße Haut fast noch bleicher erscheinen. Das rot des Blutes bildete einen guten Kontrast zu der schneeweißen Haut. Auch ihre Arme wießen Kratzwunden auf.
Dennoch jammerte die Sonnenalbe nicht sondern schien sich ruhig an die Reinigung und Versorgung der Wunden machen zu wollen.

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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#15

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. Mär 2015, 11:06

Einen Moment zögerte der Kleindämon noch und blickte fasziniert die aufleuchtenden Augen an, welche an rote Rubine erinnerten. Wundervoll, der kleine Xarrxe liebte jegliche Arten von Schmuck und Juwelen, sie schienen Leben in sich zu bergen und Magie, und das strahlte diese junge Frau richtig gehend aus. Sie leuchtete eine Schönheit von Innen her aus und auch wenn Nepomuk sonst nicht viel für die Menschen übrig hatte, fand er sie doch auf eine Art und Weise eindrucksvoll.

Als sie sich dann wieder ins Innere ihrer Höhle begab, folgte er ihr zögerlich und liess sich wieder am Eingangsbereich nieder, die Schnauze in die Richtung des frischen Luftzugs gelegt, so dass er den Wolf wittern würde, falls dieser einfältig genug wäre, zurückzukommen.

Seine neue Begleiterin, welche den exotischen Namen Cheona trug, begann währenddessen ihre Wunden zu versorgen. Nepomuk bewunderte sie dafür, dass sie keinen Klagelaut von sich gab, hatte es sie doch an einigen Stellen blutig erwischt und die Klauen hatten Schrammen hinterlassen. Heilende Kräfte besass der Kleindämon jedoch nicht und so konnte er sie nur bei ihrer Wundversorgung beobachten.
Nach einer Weile fragte er sie: „Woher kommst du und wohin führt dich dein Weg?“, er versuchte möglichst einfache Worte zu wählen, beherrschte er das Nordländisch doch nur sehr rudimentär und mit einem starken südländisch-dämonischen Akzent.

Er versuchte ihr zu erklären, dass er auf dem Weg zur Front sei, um einen neuen Meister oder wenigstens eine Gefährtin zu finden, derer er treu ergeben sein könne. Ob sie ein Stück gemeinsam reisen sollten, der Wald berge ja auch gewisse Gefahren und es wäre etwas kurzweiliger, ausserdem glaube er, sich wieder neu orientieren zu müssen, da er vom Weg abgekommen sei.

Irgendwann schlummerte Nepomuk dann ein und erwachte erst wieder als das Licht der Sonne seine grüne Schnauze kitzelte. Auch Cheona war noch friedlich am Schlafen und so setzte sich der Kleindämon auf, um sich erst einmal genüsslich zu Strecken und sie eine Weile beim Schlafen zu beobachten. Er wollte sie nicht wecken und beschloss, etwas zum Frühstücken zu suchen.

Kurz darauf flatterte er los und entdeckte in der Nähe eine frische Wasserquelle, wo er einige Schlucke kühles Wasser trank. Daneben gab es einen Baum mit fruchtigen Beeren und einige süsse Früchte. Er schnappte sich einige davon und flatterte damit zurück, um es vor dem Lager abzulegen.

Dann flog er über die Baumwipfel und schaute sich etwas um, sie waren mitten in einem grossen Waldgebiet gelandet und weit und breit schien es keine Siedlung zu geben. Nur in weiter Ferne blitze im Licht der Sonne eine goldene Kuppel auf, die vermutlich zu einer Stadt gehörte. Die Front schien ärgerlicherweise nicht in Sicht zu sein, kein Kampfgeschrei war auszumachen.

In einiger Entfernung bemerkte Nepomuk hingegen Wolken und Donner aufkommen, bald würde es zu regnen beginnen und so machte er sich wieder auf zu Cheona, um sie aufzuwecken, zu frühstücken und herauszufinden, was sie vorhaben und ob sie zusammen weiterreisen würden.
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Meister Dozzy

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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#16

Beitrag von Meister Dozzy » Mi 25. Mär 2015, 11:07

Nach den ganzen Strapazen erholte sich Dozzy einige Wochen lang im Tempel des Gellos, in Kreuzlingen. Da Gellos zugunsten der beiden Goblins eingegriffen hatte, waren sie regelrechte Berühmtheiten in Kreuzlingen geworden. Man bezeichnete sie als „Erleuchtete“ und erfüllte jeden ihrer Wünsche, egal wo sie in Kreuzlingen hingingen. Taz verließ allerdings schon bald den Tempel und beide gingen im Guten auseinander.

Auch durchlief der Tempel seitdem einige Veränderungen. So wurde der alte Tempelvorsteher nach Norda geschickt, wo er als Hüter des Lichts dienen sollte. Der alte Abt Erin hingegen wurde zum Bewahrer des Lichts erhöht. Unter seiner Einwirkung und Auslegung des Buchs des Lichts erblühte der Tempel zu neuem Glanz. Infolgedessen wurde der strenge Alltag im Tempel etwas aufgelockert, um mehr Platz für die Erleuchtung und dem Eins werden mit dem Geist des Gellos zu schaffen.
Auf Dozzys Wunsch integrierte der Bewahrer des Lichts ihn auch ihn die Gruppe der Priesterschaft, sodass Dozzy an den täglichen Zeremonien und Ritualen teilnahm und für kurze Zeit die Pflichten eines Priesters wahrnahm. Während seiner Zeit im Tempel baute der Ingenieur wieder eine neue Armbrust und einen neuen Gleitdrachen, da er diese beim Überfall der Barbaren in Sulada verloren hatte. Außerdem komplettierte er seine Ausrüstung wieder und kaufte sogar einen Dolch, da es Dozzy leid war sich nur mit Fäusten wehren zu können. Zuletzt arbeitete er an den mechanischen Prothesen und der Flugmaschine, die er mit ein paar Modifizierungen verbesserte.

Oft diskutierte er mit Erin über den Krieg zwischen der Allianz und der Vereinigung. Obwohl Dozzy stichhaltig argumentierte, konnte ihn Erin mit seinen emotionalen Schilderungen über den Krieg, über die Grausamkeiten, die die Vereinigung im Krieg beging, mitreißen. Dozzys Standpunkt war, dass die Herrschenden beider Parteien zu machthungrig seien und innerlich durch Kargon zerfressen wurden. Er war sich sicher, dass die Allianz ebenso schuldig am Krieg war und genauso viel Lied verursachte, wie die Vereinigung.
Erin hingegen zeigte auf, dass Kargons Natur grundsätzlich destruktiv war und dass sich dieser selbst nach einem Friedensschluss jederzeit wieder gegen Gellos wenden würde, weil es eben seine Natur war und er nicht anders handeln konnte. Genauso wäre es Gellos Natur zu sorgen, dass die göttliche und weltliche Ordnung aufrecht blieb und nicht eine Partei plötzlich mächtiger, als die Andere sei. Gellos hätte demnach gar keine andere Wahl, als sich gegen Kargon zu stellen. Er betonte, dass er diese zum Wohl aller auf sich nahm und erst durch die vollständige Befreiung von der Dunkelheit und der Untergrabung von Kargons Macht, man den wahren Frieden erreichen könnte. Vieles leitete er aus dem heiligen Büchern von Gellos her, aber auch aus einer alten Chronik, wo über den Beginn des Krieges berichtet wurde.
Durch diese Diskussionen erweckte Erin nach und nach Sympathie für die Allianz. Ihm gelang es aber nicht Dozzy vollständig von der Notwendigkeit des Krieges überzeugen. 8 Wochen später brach Dozzy dann von Kreuzlingen auf.

* * * * *

Der Ingenieur bestieg sein Fluggerät, verlud seine Ausrüstung und machte sich auf den Weg in Richtung Quan, wobei sein Weg zunächst an den Waldbergen und dann an den Toten-Hügeln vorbeikam, an denen er sich orientieren würde. Inzwischen war die Hoffnung schon sehr gering, dass sein Vater Furgy noch lebte. Dozzy betete zu Gellos und Athronos um Gnade für seinen alten Herrn. Doch seine Zeit war gekommen und letztendlich war es eine unüberwindbare Tatsache geworden, dass er sterben würde. Der Ingenieur hielt an seinem ursprünglichen Plan fest, zurück nach Elas zu reisen. Wehmütig versank er in Gedanken, dass er den Rest der Reise gerne mit seinen Freunden Spleen und Rescatodores zusammen bestritten hätte. Gerne hätte er Spleen seine Heimat gezeigt und sicherlich hätte es den Beiden die Sprache verschlagen. Seine Gedanken schweiften ab.

Res wahres Gesicht lernte Dozzy schließlich erst beim Überfall der Barbaren in Sulada kennen. Erst da hatte Res gezeigt, dass er kein Dämon war, sondern ein Mensch. Ein Mensch, der wegen seines grässlich-entstellten Gesichtes Masken trug, um sein eigenes Antlitz nicht länger ertragen zu müssen.
Dozzy schmerzte die Erinnerung. Es war ein schrecklicher Überfall gewesen. Der Goblin erinnerte sich an die verzerrten Bilder der Gewalt, als der Gidrog alle nacheinander niederstreckte, wie sie leblos da gelegen hatten und schließlich an ihren Wunden verschieden waren. Obwohl sie nur primitive Barbaren waren und ihr Schicksal selbst heraufbeschworen hatten, konnte Dozzy Spleen dieses Massaker nur schwer verzeihen. Ob sie wirklich den Tod verdient hatten, oder ob man sie noch hätte retten können?
Dozzy sinnierte lange über diese Erfahrung nach, bis er schließlich nach einigen Tagen die Grenzen der Waldberge erreichte.

In Überlegungen gefangen, bemerkte Dozzy nicht, wie er sich einer kleinen, echsenartigen Kreatur immer mehr näherte. Diese befand sich gerade auf den Sinkflug zurück zu der Lichtung, wo sie hergekommen war. Der fliegende Ingenieur sah diese aber einfach zu spät, sodass sie im Flug aufeinander trafen. Zunächst noch völlig perplex, musste sich Dozzy für einige Augenblicke orientieren. Doch sein Verstand war schnell und eiligst konnte er sein Fluggerät wieder ausbalancieren. Schon immer war er gekonnt im Improvisieren gewesen, weswegen er rasch zu seiner gewohnten Frechheit zurückfand:
„Heh! Pass auf wo du hinfliegst, du hässlicher Wurm! Hast wohl keine Augen oder bist zu dumm um zu fliegen!“
Der Ingenieur fuchtelte wild mit seinen Armen und war ganz außer sich vor Wut. Wie so oft fluchte er auf Tjalabah, da diese Sprache deutlich agressiver als das Elanische oder Nordländische klang und das Fluchen somit viel mehr Spaß machte.
„Wagt es mich in meinen Überlegungen zu stören...“
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Vielen Dank an Novec Sarili Gojim für die Signatur und ein Danke an Minaya von der Avatarschmiede für das tolle Avatarbild!

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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#17

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. Mär 2015, 11:07

Während Nepomuk auf die Lichtung zuflog, achtete er nicht gross darauf, was vor ihm geschah, sondern sein Blick war suchend Richtung Erde gerichtet, um unter dem Blätterdach das Lager von Cheona ausfindig zu machen. In der Nähe erkannte er den kleinen Flusslauf, wo er zuvor einige erfrischende Schlucke genommen hatte. Hier irgendwo musste… weiter kam er nicht mit seinen Gedanken, denn im nächsten Augenblick erkannte er aus den Augenwinkeln einen dunklen Schatten auf ihn zufliegen. Erschrocken riss er die Augen auf, versuchte dem Ungetüm auszuweichen, doch es war bereits zu spät für ein Flugmanöver.
Mit einem Keuchen prallte der Kleindämon mit dem Ungetüm zusammen. Mit einigen Purzelbäumen landete er auf einer der Tragflächen, wo er erst mal liegenblieb. Verwirrt schüttelte er den Kopf und sah Sterne vor seinen Augen tanzen. „Bei allen Drachen, Muk, was ist geschehn?!“, murmelte er auf dämonisch und blinzelte.
Als er es schilesslich fertig brachte, den Kopf zu heben, dröhnte es in seinen Ohren und die giftige Stimme, die ihn wütend beschimpfte, machte es auch nicht gerade besser. Hatte sie ihn gerade als hässlichen Wurm genannt?!
Nepomuk war sich ja einiges gewohnt von der Unterwelt, wo er als Sklave dienen musste, doch das war lange her und inzwischen war der Kleindämon stolz auf seine Art und verglich sich gerne mit den grossen Drachen, die er bewunderte.
So blitzte er den Grünling wütend an und zeigte ihm seine spitzen Zähnchen, während er sich vorsichtig auf dem schwankenden Untergrund auf die Beine kämpfte. Seine scharfen Krallen hinterliessen leichte Kratzspuren auf der Tragfläche, doch das war dem Xarrxe Schnuppe.
„Du wagst es mich einen Wurm zu nennen? Du komischer Grünling. Schau Dich selber zuerst Mal an. Und bevor du andere wegen ihrer Flugunfähigkeit verurteilst, solltest du selber erst Mal lernen zu fliegen. Hast ja nicht Mal Flügel, oder was soll dieses seltsame Ding darstellen… Du gehörst nicht in die Lüfte!“, knurrte Nepomuk nun auf südländisch und blickte das seltsame Gerät, auf welchem er sich befand verächtlich an. Im nächsten Moment ruckelte das Flugobjekt plötzlich unter einem Windstoss und der Xarrxe hatte Mühe, sich aufrechtzuhalten. Beim Versuch, nicht herunterzufallen, bohrten sich seine Krallen jedoch unbewusst weiter in den Flügel und hinterliessen einige längliche Furchen.
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Meister Dozzy

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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#18

Beitrag von Meister Dozzy » Mi 25. Mär 2015, 11:07

Dozzy hatte größte Mühe das Fluggerät in Balance zu halten. Der Windstoß war völlig unerwartet gekommen. Eine Variable, die der Ingenieur nicht berechnet hatte. Aber wer konnte ihm diese Unachtsamkeit in diesem Chaos auch schon verübeln? Fliegende Ungetüme, wie dieses hier traf man nicht alle Tage. Sowas hätte wohl niemand erwartet!
Während Dozzy das Fluggerät wieder stabilisierte versuchte er gleichzeitig einige Überlegungen anzustellen. Doch der Xarrxe brabbelte einfach zuviel, weswegen Dozzy erhebliche Probleme hatte sich auf die Gleichungen zu fokussieren. Er will einfach nicht aufhören! Kann das Miestviech nicht die Klappe halten, fragte sich Dozzy. "SCHWEIG' DU MISTVIECH!", schrie Dozzy plötzlich, worauf das fliegende Ungetüm dann auch endlich klein beigab.

Das Fluggerät verlor aber mit einem Mal seine Stabilität. Innerhalb weniger Sekunden verlor es rasant an Höhe. Dozzy bemerkte zunächst nicht, dass Nepomuk an den plötzlichen Höhenverlust Schuld war, weshalb der Ingenieur seine Überlegungen intensivierte. Eine Bruchlandung würde das Fluggerät aus der Entfernung nicht überleben, war sich Dozzy sicher. Dass er dabei aber nicht mal an sein eigenes Leben dachte, war typisch für Dozzy.
Zur Hilfestellungen sprach der Erfinder plötzlich mit sich selbst. Somit strukturierte er immer seine Gedanken.

Übergang von potentieller Energie bei einer Höhe von 300m. Skavill Konstante 9,81. Wäre nach Hinzugabe der Massen von geschätzten...sagen wir 150 kg? Wie schwer ist das Mistviech...vermutliche 20 kg, Leichtgewicht...Als Quadratwurzel und Kompensierung des Wegintervalls, möglichen Schubkräften des Windes...inklusive Momentangeschwindigkeit...Ist die Corioloskräfte im Bezugssystem bei ausgedehnten Massepunkten? Bei einer zusätzlichen Drehbewegung in Folge der Windschubkräfte...wären es...

Doch gerade als er nach hinten blickte erkannte er, dass sich der Xarrxe an der Tragfläche festhielt und sie mit seinen scharfen Krallen immer weiter zeriss.
Wütend schlug er nach dem Vieh und versuchte es vom Fluggerät hinunterzuschubsen. Doch seine Bemühungen waren vergebenst, da sich Nepomuk zu weit hinten befand und des Goblins kleine Arme nicht so weit reichten. Bei den wilden Bewegungen kam das Fluggerät zusätzlich noch ins Schwanken und verlor nun auch jeglichen Kurs. Es sank fortan kreiselförmig herab. Derweil wurde der Grünling auch immer wütender,versuchte aufzustehen um Nepomuk vom Heck zu reißen und beleidigte ihn: "Du elendes Ottergezücht, du zerstörst meine Erfindung!"
Doch schnell musste er diesen Plan aufgeben, als er merkte, wie stark das Fluggerät dadurch ins Wanken geriet.

Dozzy ging nochmal seine Gedankenfolge durch und kam schließlich zur Lösung der Gleichung.
"3 SEKUNDEN!", kreischte er panisch. 3 Sekunden, die sie vom Abgrund trennten...
Gerade noch so gelang es dem Erfinder sein Fluggerät in den nächstgelegenen Baum zu befördern. Durch eine Serie von Ästen wurde sein Aufprall dann auch abgefangen. Am letzten Ast blieb der Ingenieur aber mit seiner Hose hängen. Hilflos musste der Ingenieur aber feststellen, dass er sich selbst nicht befreien konnte, so sehr er sich auch anstrengte. Irgendwann nach einigen Minuten schließlich gab Dozzy auf.

"Heh, will keiner helfen? Erst alles zerstören und dann einfach abhauen? Jajaja...,"
jammerte der Grünling.
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Vielen Dank an Novec Sarili Gojim für die Signatur und ein Danke an Minaya von der Avatarschmiede für das tolle Avatarbild!

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Cheona
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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#19

Beitrag von Cheona » Mi 25. Mär 2015, 11:08

Mit ihr nicht ganz einleuchtenden Fuchtelein und nicht ganz verständlichen Lauten hatte der Kleine Xarrxe ihr versucht etwas zu erklären. Scheinbar wollte er wissen wo sie hinwill und ob sie zusammen reisen, weil noch jemand suche.
Zumindestens glaubte die SOnnenelbe das er das meinte was sie verstand.
Letzendlich aber übermannte sie der Schlaf und zog sie hinab in leere Träume.

Als Cheona wieder erwachte war es schon längst hell. Gähnend streckte sie sich und verzog kurz das Schmerz. Jener rief ihr gleich wieder ins Gedächtnis was geschehen war. Der Wolf welcher es auf ihren seltsamen Begleiter abgesehen hatte, der Kampf und das etwas holprige Gespräch mit dem Kl...
Apropo wo war er bloß?
Erst jetzt bemerkte sie das ihr Begleiter verschwunden war. Einen Verdacht hegend durchsuchte sie sofort ihre Habseligkeiten, aber es schien alles noch vorhanden. Somit war er warscheinlich noch irgendwo in der Nähe.

Die junge Sonnenelbe erhob sich, verstaut ihren Dolch griffbereit am Gürtel und trat hinaus aus ihrem Versteck in den Wald. Da ohnehin der Xarxxe hätte überall sein können lief sie spontan nach Gefühl los.
Leise und flink waren ihre Schritte. Kein Zweig brach unter ihren Füßen und wenn mal etwas raschelte, hätte es vermutlich genauso gut irgendein Tier sein können.
Cheona wußte schon wie sie sich zu bewegen hatte um unbemerkt vorran zu kommen. Sie hatte ja auch einen guten Lehrer.

So ließ sie das Versteck immer weiter hinter sich die Augen und Ohren offen halten, ob sich irgendwas ungewöhnliches bemerkbar machen würde.
Und tatsächlich stieß sie auf etwas ungewöhnliches, Irgendwo war ein Brummen zu hören. Es klang ähnlich wie das Grollen von Gewitter und dennoch war noch etwas Anderes dahinter.
Als das Geräusch von leisen Schreien und rascheln begleitet wurde, was immer näher zu kommen schien hob sie den Blick und erstarrte erstmal.
Was bei allen Göttern war den das.

Irgend so ein...nein so sehr sie sich auch anstrengte, Cheona fand keine passende Worte für dieses Fluggerät. Noch nie hatte sie so etwas gesehen und mit der Geschwindigkeit mit welcher es gerade aus dem Himmel fiel, wollte sie damit auch besser nicht in Kontakt kommen.

Rasch huschte sie hinter einen Baum und beobachtet das Geschehen. Zum Glück knallte das seltsame Gerät nicht auf den Boden sondern blieb irgendwo im hohen Baumwipfel stecken. Etwas Grünes löste sich aus ihm und flog noch etwas weiter bis es ebenso im Baum hängen blieb. Plötzlich fing es auch noch anzu zetern und zu motzen.
Die Elbe blinzelte und sah genauer hin. Tatsache da hing doch wirklich ein kleines grünes Männchen nur noch an der Hose im Geäst.

Sie mußte unweigerlich kurz leise kichern und trat dann aus ihrem Versteck. Der Kleine konnte doch unmöglich da oben hängen bleiben.
Und so besah sie sich den Baum auf welchen Dozzy hing näher, entdeckte ein paar kleine Furchen die, jemand der geschickt genug dafür war, für sich nutzen konnte.
Behänd, flink wie ein WIesel und geschmeidig wie eine Raubkatze bahnte sich die Sonnenelbe mit der schneeweißen Haut, und den blassroten Augen, einen Weg hinauf.

Nun, wo sie auf dem selben Ast sah an dessem Ende sich der Fremde befand konnte sie ihn auch etwas näher betrachten. Irgendwo hatte sie schonmal so etwas gesehen. Es könnte eines dieser...Goblins sein.

Es wurde ja immer heiterer, Erst ein Katzendrache und nun ein Goblin. Während sie näher über den Ast rutschte huschte ihr Blick suchend umher um den Xarxxe zu erblicken.
So wie dieser Fremde schimpfte konnte das ja noch heiter werden.

Ksch!

machte sie kaum das sie nun hinter ihm auf dem Ast saß an welchem der Goblin so unglücklich hing.
Und auch wenn sie sich überhaupt nicht sicher war ob Dozzy sie verstand sprach sie einfach.

"Sei nun still, und halte still wenn ich dir helfen soll. Wenn du weiter so zappelst fällst du noch herunter."

Kaum hatte sie ausgesprochen krachte es, ein Blitz durchzog den Himmel und im nächsten Moment fing es an zu regnen. Na das passte ja wunderbar...

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Nepomuk
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Re: NachtSchattenGewächs - Erstes Treffen

#20

Beitrag von Nepomuk » Mi 25. Mär 2015, 11:08

Nepomuk wurde ebenfalls in den Baum geschleudert, als das Fluggerät abstürzte. "Wuaaah", kreischte er, bevor ihm Blätter und Äste um den Kopf flogen und ihm die Sicht raubten.
Geistesgegenwärtig versuchte er sich irgendwo festzuklammern und krallte sich schliesslich in einen dicken Ast, der seinen Sturz unsanft auffing. Die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst und ihm war einen Moment schwarz vor Augen. Gelbe Drachen flogen in seinem Kopf herum und ihm war schwindlig.
Als er sich schliesslich vorsichtig umschaute, atmete er erst einmal erleichtert aus. Das hätte auch schief gehen können.
Gleich darauf dachte er jedoch an den Grund für diese Bruchlandung und wütend begann er über den Grünling und sein Möchtegernflugdings zu schimpfen.
So bemerkte er zuerst gar nicht, dass Dozzy ganz in der Nähe ebenfalls festhing und genauso mürrisch über Nepomuk fluchte.
Als der Xarrxe sich langsam wieder beruhigt und sich überzeugt hatte, dass noch alles an ihm dran war, wollte er sich gerade auf und davon machen, als er lautes Gezetter hörte. Er hörte genauer hin. Nein, es war eher ein Hilferuf. Das musste der Grünling sein! Er kletterte etwas weiter durchs Geäst und entdeckte tatsächlich Dozzy, der in einer aussichtslosen Lage festzuhängen schien.
Nepomuk dachte nicht im Traum daran, dem Grund für seinen Sturzflug aus der Patsche zu helfen. Sollte er doch da oben Wurzeln schlagen.
Er machte sich also bereit, zum Lager zurückzufliegen, als ihm ein Gedanke kam. "Vielleicht hat der Grünling etwas Wertvolles bei sich? Und wenn er im Baum hängt, kann er es ja sowieso nicht gebrauchen, stimmt's Muk? Da stört es ihn sicher nicht, wenn wir es uns ausborgen..."

So hüpfte Nepomuk von Ast zu Ast und suchte die Überreste der Flugmaschine nach interessanten und vor Allem glänzenden Gegenständen ab. Dem Grünling schenkte er keine Beachtung, als er plötzlich ein Geräusch hörte.
Schnell versteckte sich der Xarrxe und wartete ab. "Vielleicht hat das Geschrei ja ein wildes Tier angelockt, diese Menschen sind schon töricht, was Muk?!"

Umso überraschter war der Kleindämon jedoch, als seine Begleiterin auftauchte und nach kurzem Zögern den Baum zu erklimmen begann. Wollte sie den Grünling ebenfalls ausrauben?
Doch Cheona widerlegte seine Überlegungen nur allzu schnell, als sie sich Dozzy näherte und ihm offensichtlich helfen wollte. Der Ast wankte gefährlich und Nepomuk war sich nicht sicher, ob er das Gewicht der beiden halten würde. Um den Grünling wäre es ja nicht schade, aber seine Cheona mit den hübschen Augen, die wollte er nicht in die Tiefe stürzen sehen.
Sie hielt inne, als es in der Ferne donnerte. Der Himmel begann sich zu verdunkeln. Die ersten Regentropfen lösten sich von der Wolkendecke.
Nepomuk mochte Regen nicht sonderlich, er wollte wieder in den Schutz des Lagers zurück.
Die Elfe hatte wohl ein zu gutes Herz. "Wenn die wüsste, dass wir wegen diesem unfreundlichen Gnom fast gestorben wären Muk!", brummte der Xarrxe missmutig.

Der Ast unter den beiden wankte wieder gefährlich und knarrte leise unter dem Gewicht. Vielleicht könnte Nepomuk ja einfach die Hose des Grünlings durch beissen und er würde wie eine faule Pflaume zu Boden fallen.
In Gedanken versunken beobachtete er Cheona. "Das würde sie uns bestimmt Übel nehmen", dachte sich der Xarrxe. Er musste ihr also irgendwie helfen. Aber wie?
Vielleicht könnte er Dozzy befreien und die Elfe könnte ihn weiter unten auffangen?
Während er noch überlegte, kitzelte es in seinen Nüstern. "Plopp", eine Dampfwolke verpuffte in einem lauten Niesen in der Luft. "Dieser dumme Regen. Viel zu kalt für diese Jahreszeit!", schimpfte Nepomuk aufgebracht.
Wahre Grösse kommt von Innen!

Wahre Prinzen töten für dich keine Drachen, sondern lieben dich, wenn du mal einer bist.

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