Im Schankraum [offenes Endlosspiel]


Taverne Zum Schluckspecht
Die Taverne ist politisch neutrales Territorium und jeder ist hier willkommen, unabhängig von Fraktion oder Abstammung. Der Schluckspecht ist daher ein belieter Treffpunkt für Abenteurer aus aller Herren Länder, um in rustikaler Atmosphäre einen heben zu gehen, Mitrstreiter zu finden oder von hier aus die gemeinsame Reise zu planen.
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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#241

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » Mi 19. Jul 2017, 18:16

Massimo
 
störte sich nicht daran, dass sich Nal an ihn festhielt.
 
„Das die Kamele den Trollen gehören, kann gut möglich sein. Jedenfalls stinken die Tiere genauso wie ihre Herren. Grauenvoll. Geruch sagt natürlich nichts über eine Person aus, aber trotzdem macht es ihr Gestank einen unerträglich in ihre Nähe zu sein. Ich frage mich ob sie überhaupt keine Kultur haben und das Baden nicht kennen.
Mir ist klar, dass in der Wüste Wasser selten und wertvoll ist, aber es muss doch eine andere Möglichkeit geben sich sauber zu halten. Aber vermutlich stinken dort alle so, dass es keinen mehr auffällt. Ich bin der Meinung, dass Unsauberkeit vor Krankheit kommt.  Wer gesund bleiben möchte, der muss auf seine Reinlichkeit achten. Das ist sehr wichtig und hat nichts mit Eitelkeit zu tun. Soweit ich weiss, sind auch Alben sehr reinlich eingestellt. Aber diese Trolle waren wirklich eine Prüfung für jede Nase.“
 
Massimo musste allein bei den Gedanken daran schon lachen.
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Nalcarya Rumaril
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#242

Beitragvon Nalcarya Rumaril » Do 20. Jul 2017, 12:00

Nal nickte zustimmend, bis ihr einfiel, dass Massimo diese Antwort ja nicht sehen konnte.

"Du hast Recht, Sauberkeit und Ordnung gehen mit Gesundheit und Wohlbefinden einher. Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Nun ob die Trolle daheim ausreichend Wasser fĂĽr ein Bad haben, mag zu bezweifeln sein, aber hier sind sie nicht in ihrer Heimat.

Überall gibt es hier Flüsse, Seen und sogar Badehäuser. Anstatt ihre Taler rein für Schnaps und Völlerei auszugeben, hätten die Trolle gut daran getan, etwas von ihren Talern in ein Badehaus zu tragen und sich entsprechend zu reinigen.

Aber Massimo, es sind Geschöpfe des Chaos, wie Orks und Rakshaner. So etwas wie Ordnung und Sauberkeit ist ihnen fremd",
sagte Nal freundlich.
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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#243

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » Mo 24. Jul 2017, 09:24

Massimo

zuckte die Schultern.

"Geschöpfe des Chaos mögen sie sein Nal, aber aus dem Grund müssen wir sie retten. Jedenfalls die, die man noch retten kann. Wir läutern sie und ihre Seelen, damit sie anderen nicht schaden. So war es bei dem Shezem. Niemand sagt, dass Läuterung angenehm oder schmerzfrei ist. Er hat anderen Schmerzen und Leid zugefügt, so ist das nur recht und billig, dass er Schmerzen bei seiner Läuterung erfährt.
Er hat sich seinen Weg selber ausgesucht. Niemand hat ihn dazu gezwungen. Und die Ausrede von manchen, dass die Umstände sie gezwungen haben, ist nichts als eine Lüge. Ein Betrug an sich selber um die eigenen Schandtaten zu rechtfertigen. Um nicht zu verhungern hat der Dieb gestohlen. Das klingt erstmal glaubwürdig. Aber das ist eine Lüge. Es gibt Armenhäuser und Armenspeisung. Dort hätte er hingehen können. Niemand muss kriminell werden Nal. Und er hätte sich als Tagelöhner anbieten können. Wenn er nur für seine Nahrung arbeitet, hat er sie ehrlich erworben. Aber das wollen diese Leute nicht. Da machen sie lieber lange Finger und stehlen von den Leuten, die vielleicht selber nichts haben.
Warum sollte ich so einen Unhold schmerzfrei läutern? Er hat vielleicht mit seinen Diebstahl viel Ärger verursacht. Oder Einbrecher, sie stehlen den Menschen vielleicht nur wenig Habe. Aber was sie wirklich gestohlen haben, die das Zuhausegefühl. Ab den Tag, werden die Bewohner keine Ruhe in ihren Häusern finden.
So war der Shezem. Er bedrohte die Leute dieser Unhold, so dass sie sich nicht sicher fühlten. Seine Läuterung war nur gerecht und sie erfolgte sofort. Läuterung muss sofort nach der Schandtat erfolgen. Da nützt kein Reden, wenn so jemand kein Einsehen zeigt. Und der Shezem zeigte kein Einsehen. Dann muss man zu härteren Mitteln greifen um die guten Leute zu schützen.
Er hätte umkehren können. Er wollte nicht. Dann haben wir für seine Umkehr gesorgt und die wird er nicht vergessen. Sollte er sie doch vergessen und er läuft einen meiner Brüder oder mir erneut über den Weg, dann wird seine Läuterung nur noch seine Seele retten können. Denn dann muss der Unhold mit dem Schwert gerichtet werden, damit er keinen weiteren Schrecken verbreitet und die guten Leute ohne Angst leben können.
Das ist unsere Aufgabe. Jedenfalls die von meinen Brüdern und mir. Ob es nun Rakshaner oder Orks sind, die haben genauso Seelen und einen Verstand. Entweder hören sie auf diese oder wir sorgen dafür. Hören sie auf niemand, dann müssen sie sterben. Anders kann man die guten Leute nicht schützen. Zur Erziehung von solchen Unholden gehört auch Strenge. Und auch Durchhaltevermögen Nal, du darfst nicht aufgeben nur weil es Leute vom Chaos sind. Irgendwann haben wir sie alle geläutert, umgeformt oder gnädig erschlagen. Vertrau mir."
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#244

Beitragvon Nalcarya Rumaril » Di 25. Jul 2017, 18:45

Nal hörte Massimo aufmerksam zu.

"Da könntest Du durchaus Recht haben Massimo, aber manchmal nützt eine einfache Läuterung nichts mehr. Manchmal ist der Hass von Generation zu Generation so tief weitergegeben worden, dass vereinzelte Volksmitglieder wie die der Orks zum Beispiel überhaupt gar nicht mehr wissen, weshalb sie uns hassen.

Der Hass selbst ist zur Tradition von ihnen geworden. Von der gesamten Chaosfraktion. Ihnen geht es nicht um Befreiung, ihnen geht es um vollständige Vernichtung aller anders Denkenden. Verschonst Du so eine Person, wird sie Dir in den Rücken fallen.

Schau doch an wie sie leben, leben so vernunftbegabte Alben oder Menschen? All jene die sich dem Chaos verschrieben haben Massimo, sind der Logik und Vernunft nicht mehr zugänglich. Sie haben beidem wortwörtlich entsagt. Sie haben es sogar zu ihrer Religion erhoben.

Vielleicht kann man diesen Shezem retten, er gehört den kalten Fluten an. Frostalben sind ebenfalls gefährliche und tödliche Gegner, aber es sind dennoch vernunftbegabte Wesen. Nur wollen sie nicht vernünftig handeln. Sie wählen freiwillig die Konfrontation anstatt eine Verhandlung.

Das Choas hingegen wählt nichts, es existiert um seiner selbst Willen. Aus diesem Grunde darf man ihnen auch keine Wahl lassen. Oder wurde je ein Ork, Rakshaner oder Troll bekehrt? Hat je einer von ihnen freiwillig den Weg des Chaos verlassen? Ich habe noch nie von so einem Vorfall gehört",
erklärte Nal freundlich.
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#245

Beitragvon Komavan » Mi 26. Jul 2017, 20:52

Komavan ließ den Fisch auf den Dielen liegen und folgte Massimo und der Dame hinaus. Er hielt etwas Abstand, da er sich nicht ungefragt in ihr Gespräch drängen wollte. Nebenbei hatte es den Effekt, dass die Lichtalbin seinem Freund nicht gefährlich werden konnte, ohne dass der Gargoyle es bemerkte. Massimo nahm sie hinter sich aufs Pferd und Komavan folgte ihnen zu Fuß. So lange sie das Pferd nicht traben oder galoppieren ließen, was bei zwei Reitern unwahrscheinlich war, brauchte er nicht zu fliegen. Die beiden philosophierten über die Natur der Völker und er stimmte ihnen in den meisten Punkten gedanklich zu. Nur, dass seine Ansicht etwas radikaler war, wie man mit solchen Leuten zu verfahren hatte. Er glaubte nicht daran, dass man sie läutern konnte. Einzelne vielleicht, doch nie das Chaos oder die Kalten Fluten selbst. Und darum war es der beste Weg, sie zu vernichten. Er bedauerte, dass er den Shezem nicht hatte zu Tode prügeln dürfen. Doch Massimo hatte gesprochen und wer war Komavan, dass er Widerworte einlegen würde? Er war Massimos Schatten und wie ein Schatten folgte er ihm, wohin auch immer er mit der Lichtalbin reiten mochte. Schwarz und schweigsam.
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#246

Beitragvon Kosima » Fr 13. Okt 2017, 20:38

Zu Fuss und in Begleitung eines jungen Burschen war Kosima auf dem Weg zur Taverne, wo sie regelmässig Fladenbrote und zwischendurch ein Huhn ablieferte, um dadurch einige Kupferlinge zu verdienen oder einen Tauschhandel abzuschliessen. Sie hatte dank dem Einfluss ihrer Schwester Arbeit bei einem Bäcker in der Stadt gefunden und konnte auf diese Weise etwas zum Unterhalt der Familie beitragen.
Wie die meisten Tamjid war sie von grosser Statur, und mit ihren 1, 72m nur wenig kleiner als ihre Zwillingsschwester Khaoula, was wohl der unterschiedlichen Lebensweise zuzuschreiben war. Sie besass jedoch dieselbe ebenmässige, schwarze Hautfarbe und ihre Augen leuchteten in einem hellen Haselnussbraun. Ihr glattes Haar war hochgeknotet und unter einem hellen Kopftuch verborgen, so dass ihre von der regelmässigen Entbehrung kantigen Züge gut zu erkennen waren. Obwohl sie ihren Blick gesenkt hielt, war ihr Gang doch aufrecht.
Für Fremde war sie auf den ersten Blick kaum von ihrer eineiigen Zwillingsschwester zu erkennen. Trotzdem rührten ihre starken und gefurchten Hände von der täglichen Arbeit, ihre Pluderhose und das Hemd bestanden aus einfachem Leinen und ihr Auftreten entsprach dem einer gewöhnlichen Tamjid, was man von Khaoula wohl nicht behaupten konnte.

„Wir sind da Salim. Hier musst du jeweils die Fladenbrote abliefern, wenn ich bald nicht mehr da bin. Die Taverne ist ein guter Abnehmer von Meister Tiou. Ich hoffe, du hast dir den Weg gemerkt“, mit diesen Worten klopfte sie an die Tür und betrat dann den Raum.
Dies war jedoch nicht, was sie erwartet hatte. Kosima blieb wie erstarrt stehen und blickte sich verwundert um. Hatte der Wirt den Schankraum umgebaut? Oder hatte sie das falsche Haus erwischt?
Salim schob sich an ihr vorbei und betrachtete ebenso gebannt die Gäste. Er hatte noch nie so viele kuriose Gestalten auf einem Haufen gesehen!
„Du wartest hier, ich werde nach dem Wirt sehen“, fing sich schliesslich Kosima wieder und drückte Salim den Korb mit den duftenden Fladenbroten in die Arme.
Es herrschte ein chaotisches Gewühl in dem Gasthaus, ganz anders als sie es sich gewohnt war. Es musste wohl tatsächlich den Besitzer gewechselt haben. Vermutlich ein Ausländer, der von dem infiniatischen Ordnungssinn wenig hielt.

„Entschuldige, was ist der Name dieser Taverne und wer ist der neue Besitzer?“, fragte sie schliesslich einen harmlos wirkenden Alben, der einen Tee schlürfte.
„Schluckspecht wird das Haus genannt, schöne Frau“, zwinkerte dieser ihr charmant zu.
„Den Besitzer hat es schon lange nicht mehr gewechselt. Der Sündentempel gehört seit eh und je Noldil, gepriesen sei er. Doch du meinst vielleicht den Wirt? Also das wäre dann der gute alte Zott, wobei niemand so richtig weiss, wie alt er ist. Die Mumie da hinten, siehst du?“, der redselige Albe zeigte auf die genannte Gestalt, die sich suchend im Raum umschaute. Mit ihm schien nicht gut Kirschen essen zu sein und Kosima runzelte skeptisch die Stirn. Ob dieser Kerl ihr das Fladenbrot abkaufte war fraglich.
„Ach, der ist ganz in Ordnung. Heute war wohl nur nicht sein Tag. Die Bediensteten haben aufgemupft. Der Süssfisch hat rumgequiekt wie am Spiess, als er etwas fester angefasst wurde, während sein Genosse halbtot geprügelt wurde und jetzt keinen Ton mehr von sich gibt. Der arme Kerl liegt schon seit einiger Zeit da rum und niemand schert sich um ihn. Shezem sind halt nicht allzu beliebt.“
Kosimas Blick huschte durch den Raum und ihre Augen weiteten sich, als sie den „Süssfisch“ bemerkte. War das überhaupt ein Mensch? Nein, Shezem hatte der Albe ihn genannt.
Fasziniert betrachtete sie die ungewöhnliche Gestalt.
„Jemand sollte dem anderen helfen“, stellte sie schliesslich fest, als sie den hellen, gekrümmten Leib in einer Ecke bemerkte.
„Nur zu, aber niemand wird dir die Kosten erstatten“, grinste der Albe.
Kosima lächelte plötzlich, denn ihr war gerade der perfekte Gedanke gekommen: „Das wird nicht nötig sein. Danke für deine Auskunft!“

Kurz darauf kniete die junge Frau neben Shocai und begutachtete den geschundenen Körper eingehend. Er lebte noch, davon hatte sie sich überzeugt. Wenn sie ihn in die Seite piekste, gab er ein leises Stöhnen von sich, regte sich jedoch sonst kaum. Kurz überschlug sie im Kopf die Chance, ihn wieder heil zu kriegen, dann fasste sie den Entschluss. Die Älteste würde nicht ganz so begeistert sein, doch sie würde sich dem Pragmatismus beugen, Kosima würde sie schon davon zu überzeugen wissen.
Sie winkte Salim herbei.
„Lass den Korb stehen und hilf mir mit dem hier. Unser Meister wird uns verzeihen, wenn wir ihm berichten, dass wir das Brot zu Gunsten der Ältesten nicht verkaufen konnten.“
Ohne zu widersprechen packte Salim mit an und ohne von irgendjemandem behelligt zu werden verliessen sie den SĂĽndentempel, um den Shezem wegzubringen.
Kosima kannte alle Gassen von Markaz, so dass sie beinahe unbemerkt zum Hause der Ă„ltesten gelangen konnten, wo die letzten Vorbereitungen fĂĽr die geplante Abreise in vollem Gange waren.
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Shocai
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Die Kalten Fluten

Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#247

Beitragvon Shocai » Sa 14. Okt 2017, 11:15

Shocai blinzelte verwirrt. Als sie die Tür verließen, waren sie nicht mehr in Obenza sondern ... irgendwo im Süden. Er hasste den Sündentempel und seine verwunschene Tür! Vermutlich hatte Zott wieder am Regler gedreht, so dass die Tür diesmal in seine alte Heimat zeigte, um hier irgendwas zu organisieren, was den Profit steigerte. Wenn das stimmte, dann waren sie irgendwo in ... Tamjidistan. Tamjidistan! Shocai stöhnte. Es gab nur wenige Landstriche, die noch trockener und heißer waren. Gab es überhaupt welche? Die sengende Sonnenstrahlung, die unbarmherzig auf ihn niederprasselte und seine malträtierte Schleimhaut austrocknete, so dass sie binnen Sekunden wie Pergament wurde, ließ ihn daran zweifeln.

"Gnädige Frau", krächzte er. "Ich benötige dringend ein Bad und feuchte umschläge, sonst trocknen meine Kiemen aus!"

Hinter sich hörte er ein unangenehmes Zwitschern und Flöten: "Shociiiiii, so warte doch! Shoci, es war nicht so gemeint!"

Der fette kleine Giftstachler, seine persönliche Nemesis, dieser unsägliche Lahiko, kam ihnen hinterhergeflitzt. Beim Rennen liefen kleine Wellen über seinen gestreiften Speck. Er trat Shocai beiläufig auf den Haischwanz, so dass dieser gequält aufstöhnte und hakte sich dann rotzfrech bei der Dame unter.

"Vielen Dank, dass Ihr meinen Freund aus dieser misslichen Lage gerettet habt, hübsches Fräulein."

"Ich bin nicht dein Freund", fauchte Shocai, das dazu fĂĽhrte, dass Lahiko ihm in die Wange kniff und sein Gesicht derart schĂĽttelte, dass Shocais Speichel herumflog.

"Na, na, wer wird sich denn im Ton vergreifen."
Geschickt wich er den dreieckigen Zähnen aus, als Shocai nach ihm schnappte, wobei er sehr unmännlich "Huuuuch!" kreischte.
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#248

Beitragvon Zarsal Feenstaub » Di 12. Dez 2017, 11:02

Die Tür zum Schankraum flog krachend auf. Erstaunt starrten die Gäste auf den Neuankömmling, einen riesigen silberfarbenen Greifen, der Mühe hatte, durch den Türrahmen zu kommen.

"Vielleicht solltest Du mal über eine Diät nachdenken Hincan. So langsam wird es peinlich" erscholl eine Stimme. Der so Angesprochene zischte gereizt und nachdem er sich mühsam durch die Tür gequetscht hatte, stolzierte er stolz durch den Schankraum auf den Tresen zu, wo er seinen Hals neigte, um einen gutaussehenden Waldfeenmann, den Urheber der Stimme, von sich herab auf den Tresen gleiten zu lassen.

Unbeeindruckt von dem Aufsehen, das ihr Erscheinen verursacht hatte, wandte sich dieser an den Wirt, einer vertrockneten Mumie: "Guten Tag mein Herr, Zarsal Feenstaub und Hincan Sturmfalke zu Diensten. Wir hätten gerne ein Mahl und ein Lager für die Nacht. Aber beeilt euch! Mein Gefährte ist hungrig und je leerer sein Magen, desto schlechter seine Laune."

Während der Wirt in der Küche verschwand, machte Zarsal es sich auf den Tresen bequem. Seine Hand streichelte sanft den Hals des Greifen. Nachdenklich musterte er die illustrere Gesellschaft im Schankraum. "Was meinst Du Hincan, ob wir hier ein paar Reisegefährten finden?" flüsterte er dem Greifen zu. Doch Hincan schnaubte nur abfällig.

Zarsals Ziel war die neue Intermagische Akademie im Meer, wo er sein Wissen erweitern wollte. Er hatte es nicht eilig dorthin zu kommen, vorher wollte er noch eine große Bildungsreise durch ganz Asamura unternehmen, an deren Ende die Akademie stand. Ein gewagtes Unterfangen, für ein Lebewesen wie ihn. Nicht dass Hincan und er unbedingt auf Reisegefährten angewiesen wären, aber Zarsal war nun mal von geselligem Charakter, allen Lebewesen, besonders den weiblichen zugetan und fand das Reisen in Gruppen allemal unterhaltsamer. Unter der Haut des Feenmannes schlug ein mutiges, abenteuerlustiges Forscherherz.

Aber wer würde schon eine flugunfähige Fee und einen übergewichtigen Greifen als Reisegefährten akzeptieren? Zarsal verstand durchaus Hincans Zweifel, aber da er ein unverbesserlicher Optimist war, beschloss er die Dinge auf sich zukommen zu lassen und während er darauf wartete, dass der Wirt in der Küche endlich fertig wurde, stimmte er leise eine kleine Melodie an:

"Wild und schrecklich anzuschauen,
sind die Orks mit ihren Frauen.
Doch in ihrer Seele Glut
steckt ein Herz voll Kampfesmut.

Goblins handeln,
feilschen, tauschen.
Wollen sich am Gold berauschen.
Doch in ihrer Seele schlägt
ein recht edles Goblinherz.

Lichtalben voller Macht und Weisheit,
schaffen Ordnung, schaffen Ruh.
Stellen sich dem Chaos immerzu.
Sind sie auch manchmal arrogant,
ohn sie wärs einsam hierzuland.

Und durch Asamuras Länder,
durch die Wiesen, durch die Wälder,
ja sogar durch WĂĽstenfelder,
ziehn die Feen, behĂĽten Wald und Felder,
sind die HĂĽter der Natur.

All die vielen bunten Völker,
nicht jedes wird hier genannt.
Doch ob im Meer sie leben,
ob an Land, sie alle eint
das gleiche einzig Band.
Asamura wird es genannt.

Asamura schönes Erdenland,
dein lauf steht in der Götter Hand.
Mögen sie dir gnädig sein,
dass auch weiterhin erklingt das Lied der Feen,
solang die Stern am Himmel stehn.

Dir zur Ehre, dir zum Preise,
sing ich diese kleine Weise.
Asamura schönes Erdenland."

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