Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Floh und ihr Ausflug ins Paradies

Taverne Zum Schluckspecht
Die Taverne ist politisch neutrales Territorium und jeder ist hier willkommen, unabhĂ€ngig von Fraktion oder Abstammung. Der Schluckspecht ist daher ein belieter Treffpunkt fĂŒr Abenteurer aus aller Herren LĂ€nder, um in rustikaler AtmosphĂ€re einen heben zu gehen, Mitrstreiter zu finden oder von hier aus die gemeinsame Reise zu planen.
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Der große Ginimo
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Re: Floh und ihr Ausflug ins Paradies

#21

Beitrag von Der große Ginimo » Sa 23. Sep 2017, 22:04

Ginimo bemerkte wie Floh seine Hand ergriff, wÀhrend er sich durch die Menge einen Weg nach oben bahnte. Er hatte auf der ersten Etage ein Zimmer, wo er schon seit lÀngerer Zeit lebte.

2 Jahre...oder waren es 3 Jahre? Ginimo ĂŒberlegte.
Um sich dabei zu orientieren, versucht er sich zu erinnern, was in den letzten 2 Jahren passiert war. Erinnerungen schossen durch seinen Kopf: Wie er damals in der Bar angekommen war. Er hatte sein Studium aufgegeben, verlassen und verstoßen von der Familie. Eigentlich hatte er in der Taverne nur eine Nacht verbringen wollen und hatte von hier aus in die weite Welt ziehen wollen, um ein neues Leben anzufangen. Die Dinge hatten sich aber anders entwickelt, als er es geplant hatte. Er hatte nie gedacht mit seiner Musik Erfolg zu haben. Und alles fing hier in dieser Bar an. Auf dem alten, verranzten Klavier, was heute in seinem Zimmer stand.

Unten gegenĂŒber von den Thresen hatte man inzwischen eine kleine BĂŒhne aufgebaut, worauf ein FlĂŒgel Platz fand, und sich 3-4 Musiker noch hinzugesellten konnten. Ginimo hatte sich einen Namen aufgebaut. Seine Band Ghuls n Goblins waren inzwischen eine lokale GrĂ¶ĂŸe in Vilik geworden. Der Name war berĂŒhmt

"Pass auf!", jaspte der Goblin als Floh beinahe gegen einen Ork gestoßen wĂ€re.
"Da oben gehts rauf," sagte er.
Aufgrund des LĂ€rms vermied er es sich mit ihr zu unterhalten. Er hĂ€tte sie auch anschreien mĂŒssen, um ihr irgendwelche mitzuteilen und das war nun wirklich nicht seine Art. Um die Treppen hochzusteigen, ließ er Flohs Hand los. Die Treppen knarzten etwas, als der Kleine sein Gewicht auf die Stufen verlagerte. Er sah Flohs besorgenden Gesichtsausdruck und meinte mit einem charmanten LĂ€cheln zu ihr:
"Ich laufe hier seit 3 Jahren hoch und runter. Es ist noch nie was passiert!"

Die Treppe wurde ausschließlich nur von Ginimo benutzt und war ein alter Botendurchgang, als die Taverne noch einem Gutsherren gehört hatte.
Doch die Treppen waren schnell bestiegen. Ginimo war flink und beweglich. Auf der letzten Stufe nach oben, machte er einen Hopser, was in Angesicht seiner GrĂ¶ĂŸe ziemlich ulkig aussah und beinahe nach hinten losging. Puh nochmal GlĂŒck gehabt, dachte er sich.

Er wartete hier bis Floh auch nach oben gelangte. Hier oben war es etwas ruhiger und so begann der sonst so lÀssig wirkende Ginimo an aufgeregt zu schwÀtzen:
„Alte Holzbalken, man kann dahinter sogar die alte Fassade da hinter erkennen“. Er ging etwas zur Seite und fasste an die Stelle.
„Hier siehst du es? Da ist ein kleines Loch, wo man das alte GemĂ€uer sieht.“
Er beobachete wie sie neugierig nach dem GemÀuer tastete und lÀchelte zufrieden.
„So richtig weiß niemand, wie alt das GebĂ€ude ist. Meister Purvix behauptet es sei mindestens 70 Jahre alt. Schon sein Vater und dessen Vater war Gast in dieser Taverne gewesen. Ich hörte von Jorvin Oswald, ein Zimmermann den ich mal traf. Er hatte sich auf meiner Nachfrage genau diese Stelle hier angeguckt. Er meinte, dass er diese Bauweise noch nirgendwo gesehen hatte bisher. Barkeeper Zott vermag dazu keine Auskunft zu geben, oder er will es nicht. Auf jeden Fall verhĂŒllt er sich in geheimnisvolles Schweigen“, erzĂ€hlte er.

„Ein seltsames Mysterium, oder Floh?“, fragte er sie und ermunterte sie zum Reden. Sie war gerade besonders schweigsam und das gefiel dem Musiker nicht.
„Alles okay, Floh? Willst du lieber runter? Das Lied musst du nicht hören, wenn du nicht magst,“ sagte er freundlich. Er blieb weiter an der Stelle stehen und wartete erwartungsvoll auf eine Antwort.
"Es schwinden jedes Kummers Falten,
solang des Liedes Zauber walten."

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Re: Floh und ihr Ausflug ins Paradies

#22

Beitrag von Floh » So 15. Okt 2017, 11:25

Floh meinte direkt wieder ihren gepeinigten Hintern zu spĂŒren vom letzten Treppensturz, doch sie kam Ginimo hinterher, allerdings ohne seinen gefĂ€hrlichen Hopser zu imitieren, der ihr ein amĂŒsiertes Kichern entlockte.
Auf seine Worte hin betrachtete sie neugierig die Wand und fuhr mit der Hand ĂŒber die raue Struktur. TatsĂ€chlich konnte sie das Loch erkennen und stecke promt ihren Finger rein, um das GemĂ€uer zu ertasten. Dies entlockte Ginimo ein LĂ€cheln. Floh war ĂŒberrascht, dass er sich fĂŒr das Haus und seine Geschichte interessierte.
Doch was hatte sie erwartet? Dass er sich nur fĂŒr Musik begeistern konnte? Naja, eigentlich schon. Im Grunde hatte sie nie darĂŒber nachgedacht, was hinter dem KĂŒnstler noch alles stecken mochte. Sie hatte bloss sein BĂŒhnen-Ich angehimmelt.

„Dieser Zott ist schon etwas unheimlich. Er muss von weither stammen. Und wie alt er wohl ist? Ich finde es ekelig, sich in Stoffstreifen einzuhĂŒllen
 Ob er sich zwischendurch auch mal wĂ€scht?“, sie kicherte bei dem Gedanken an die Mumie im Schaumbad.
„Alles okay, Floh? Willst du lieber runter? Das Lied musst du nicht hören, wenn du nicht magst“, meinte da ihr Begleiter plötzlich und blickte sie erwartungsvoll an. Offensichtlich war sie mit ihren Gedanken wieder abgeschweift und hatte dabei an ihrem Daumen rumgeknabbert. Schnell nahm sie die Hand runter und steckte sie peinlich berĂŒhrt in die Taschen ihres Kleidchens.
„Entschuldige, ich wieder. Klar möch
“, weiter kam sie nicht, denn die TĂŒr zum Treppenhaus wurde aufgerissen und mit lautem Gepolter kam ein junger Almane kam hochgerannt.
Beinahe hĂ€tte er die beiden Goblins ĂŒbersehen, blieb dann jedoch abrupt stehen, als er Ginimo erkannte. Der Bursche trug eine verschmutzte SchĂŒrze und gehörte offensichtlich in die KĂŒche.
Er war ganz aufgeregt und plapperte auch gleich los: „In einer Stunde mĂŒssen alle aus dem Schluckspecht draussen sein, die nicht an einem weit entfernten Ort landen wollen. Die Rakshaner sind im Anmarsch und plĂŒndern bereits nahe gelegene Dörfer, die Bewohner von Trux packen bereits ihr Hab und Gut zusammen und fliehen vor der Bedrohung. Zott hat irgendwas von einem Regler gesagt und dass er den Schluckspecht nicht der VerwĂŒstung preisgeben will. Ich soll alle GĂ€ste davon unterrichten!“, mit diesen Worten stĂŒrmte er weiter, um an TĂŒren zu klopfen und die Leute zu informieren.

Floh starrte Ginimo bestĂŒrzt an.
„Meine Familie!“, waren die ersten Worte, die sie hervorstotterte.
„Ich muss ihnen helfen. Bestimmt packen sie auch die Sachen zusammen. Meine Mutter hat bereits davon gesprochen, doch Vater hat sie immer beruhigt und gemeint, der Krieg gehe an uns vorĂŒber. Wenn die Hendrix-Familie von nebenan flieht, wird Mutter aber bestimmt nicht mehr bleiben wollen. Sie ist sehr besorgt immer!“
Unruhig trat sie von einem Fuss auf den anderen und ihre Schlappohren wippten unglĂŒcklich mit. Die Musik war völlig vergessen, denn jetzt galt es, ihre Eltern zu unterstĂŒtzen. Oder waren sie vielleicht bereits auf der Suche nach Floh und machten sich Sorgen?
„Hast du auch eine Familie in der Stadt? Wir könnten zusammen nach Trux gehen, unseren Familien helfen und vielleicht können wir dann alle gemeinsam losreisen. Es ist bestimmt auch sicherer, als alleine kopflos zu fliehen“, meinte sie schliesslich zu Ginimo und blickte ihn Ă€ngstlich an. Nur ungern wollte sie den Goblin wieder aus den Augen verlieren, doch die Furcht vor den Rakshanern schlich sich bereits wie ein Gift in ihre Gedanken und drĂ€ngte sie zum Aufbruch.
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