Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

Taverne Zum Schluckspecht
Die Taverne ist politisch neutrales Territorium und jeder ist hier willkommen, unabh√§ngig von Fraktion oder Abstammung. Der Schluckspecht ist daher ein belieter Treffpunkt f√ľr Abenteurer aus aller Herren L√§nder, um in rustikaler Atmosph√§re einen heben zu gehen, Mitrstreiter zu finden oder von hier aus die gemeinsame Reise zu planen.
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#171

Beitrag von Varmikan Eisseher » So 11. Jun 2017, 09:43

Varmikan musterte zuerst kopfsch√ľttelnd den Shezem dann die Rechnung.

"Die hat es aber n√∂tig gehabt", fl√ľsterte der Frostalb.
"Das habe ich Dir doch von Anfang an gesagt. Sie ist eine völlige Versagerin. Wie sollte so eine Frau einen Mann sonst ins Bett bekommen? Wenn nichts hilft, weder Charme noch Flirt hilft der gute alte Notnagel - GELD. Geld regelt fast alles Schatz.

Soll ich sie zu einem Auftrag ausschreiben?
Oder besser noch, soll ich sie der Konkurrenz zum Fraß vorwerfen?

Oder wollen wir die Puffzahlung verweigern?
Der Laden hier käme an sein Geld wenn er einen Kopfgeldjäger beauftragt. Ergo uns und wir schicken Mo. Die Frau sah so aus, als könnte sie was Bewegung gebrauchen. Wollen wir der Ork ein bisschen Spaß gönnen?",
fragte Dave lachend.

"Schreib einen Auftrag, lass sie qualvoll umlegen ja? So richtig fies und qualvoll. Ich möchte dass sie leidet. Darf ich aussuchen wie sie leidet? Dann ist der Mickrige endlich frei", lachte Varmi.
"Von mir aus, ich habe keinen Vertrag damit - Verträge zu schreiben. Mach ich", stimmte Dave grinsend zu.

"Oha wir sitzen täglich mit Wolfi in einer Stube, dass färbt ab", gibbelte Varmikan.
"Wir d√ľrfen dass ja, Wolfi noch nicht. In zwei Jahren ungef√§hr macht er das v√∂llig legitim", gab Dave zur√ľck.

"Bei unserem Streit mit Pavo, wo Du ihm gesagt hast, dass wir bereits verheiratet sind, hast Du eine Eloise erwähnt. Wer ist das? Deine Ex? Falls es Deine Ex ist, darf sie nicht auf unserer Hochzeit erscheinen, also wer ist sie?", hakte Varmi misstrauisch nach.

"Die Antwort samt weitreichender Erklärung erfolgt mental. Sonst verstehst Du nicht, warum ich sie so mag", antwortete Dave.

`Nein. Eloise ist nicht meine Ex Varmikan.
Eloise ist eine der wenigen Freunde die ich seit meiner Kindheit habe. Sie ist wirklich lieb, ein bisschen verr√ľckt, war wie ich sehr oft einsam und sie redet wie ein Wasserfall, wenn sie ein Opfer findet, dass ihr zuh√∂rt.

Als wir uns kennenlernten haben wir uns direkt verstanden, weil wir das gleiche Leben lebten. Und was ich zu wenig gequatscht habe, hat sie mit dem doppelten und dreifachen Gerede wieder wett gemacht. Sie ist wie eine Schwester f√ľr mich. Sie ist ein Jahr √§lter. Wenn Du sie kennenlernst, wirst Du sie m√∂gen. Sie l√§stert genauso gerne wie Du und zieht Leute gerne durch den Kakao.

Zu den Lebensumständen.

Wie beschreibe ich Dir das am besten? Stell Dir vor Du sitzt lebensl√§nglich im Zuchthaus. Nur ist der Knast ohne Gitter. Daf√ľr aus Stein und Sicherheitst√ľren.

W√§chter gibt es nat√ľrlich auch und als Luxus obendrauf gibt es f√ľr Dich Personal. Es gibt gute, neutrale und schlechte Tage.

An guten Tagen darfst Du raus, Du hast Hofgang sozusagen. Manchmal triffst Du Deinen Bruder dabei, falls er auch draußen ist.

Neutrale Tage sind der Trott. Ein neutraler Tag l√§uft wie folgt ab. Aufstehen, fertig gemacht werden - also gewaschen und angekleidet werden, Fr√ľhst√ľck, lernen, Mittag, lernen, Abendessen. Bettfertig gemacht werden. Selbe Spiel wie morgens, eben nur r√ľckw√§rts.

An einem neutralen Tag bist Du die ganze Zeit im Haus, in Deinen fensterlosen Räumen mit Deinem jeweiligen Lehrer. Du siehst keinen aus Deiner Familie, Du kommst nicht raus, Du hast zu niemandem Kontakt, Du hast Deine Aufgaben zu erledigen - eben lernen.

Dann gibt es nat√ľrlich die letzte Kategorie - schlechte Tage. Das ist der Abgrund in Deinem Leben, wie Du es nennen w√ľrdest.

An einem schlechten Tag erscheint Dein Vater oder noch schlimmer Dein Großvater. "Opa" nimmt Dich mit ins Labor oder ins Krankenzimmer.

Ein Beispiel. An einem dieser Tage erschien mein Großvater und brachte mich ins Quarantänekrankenzimmer. Die Diener haben mich ins Bett gepackt und fixiert. Großvater hat mir erklärt, dass man als Mensch nur einmal die Pocken bekommt.

Wenn man die Krankheit √ľberlebt ist man ab dato immun dagegen.
Man kann dies bewusst herbeif√ľhren. Diese Form der Impfung nennt man Variolation. Bei einer Variolation wird durch Einritzen der Haut etwas Fl√ľssigkeit aus Pockenbl√§schen √ľbertragen.

Dies geschieht indem man jemanden mit einem Skalpell schneidet und infekti√∂se Fl√ľssigkeit einbringt. Man bekommt die Pocken und √ľberlebt - vermutlich. 30 Prozent sind Deine √úberlebenschance - der Buchhalter in mir.

Um zu genauen Aufschluss √ľber die Dosis zu erhalten, wurde ich zuerst geimpft. Sobald ich krank w√§re, je nach meinem Krankheitsbild und Verlauf w√ľrde danach Ansgar geimpft.

Damit er als Erstgeborener nicht in Gefahr ger√§t, daran zu sterben. Ich habe zwar versucht mich zu wehren, aber das war sinnlos. Es war nur ein kleinen Schnitt. Wenn die Krankheit ausbricht f√ľhlst Du Dich elendig als w√ľrdest Du verrecken.

Du bekommst Ausschlag, der sich zu stinkenden, n√§ssenden und eitrigen Pusteln verschlimmert und im Endstadium als Schorf abheilt. Und so wie Du dann aussiehst, so riechst Du auch. Als w√ľrdest Du verfaulen.

Du hast Schmerzen, permanente fast unertr√§gliche Schmerzen. Bestimmte Diener k√ľmmern sich ein paar Mal am Tag um Dich. Sie m√ľssen immun sein, sprich die Pocken √ľberlebt haben. Sie waschen und f√ľttern Dich. Mehr nicht.

Das heißt, in all der Zeit wo Du Angst hast und Schmerzen leidest, liegst Du da allein in Deinem Krankenzimmer.

Niemand der fragt wie es Dir geht. Wozu auch? Interessiert schließlich keinen.
Das was sie wissen wollen, erfahren sie von den pflegenden Dienern.
Es kommt auch niemand um Dir zu sagen, dass alles wieder gut wird, oder um Dir etwas Gesellschaft zu leisten, Dich zu trösten oder Dir beizustehen.
Du bist nur der Probelauf f√ľr Ansgar.
Du bist entbehrlich.

Bei uns gab es vieles, Geborgenheit nicht.

Irgendwann, wenn Deine Krankheit abklingt, nehmen sie von Deinem Schorf um ihn damit zu impfen. Sie wissen dann, dass der Verlauf dieser Infektion √ľberlebt wird. Jedenfalls hochwahrscheinlich.

Falls nicht, in dem Falle habe ja ich √ľberlebt und w√ľrde Nummer eins der Erbfolge, falls Ansgar widererwartend den Arsch zu macht.

So f√ľrsorglich war mein lieber Opa.

An manchen guten Tagen, habe ich die Diener beobachtet, wenn sie feierten. So wie das Fr√ľhlingsfest. Mitmachen konnte ich nicht und unsere Familie hat sowas nicht gefeiert. Zudem welcher Diener h√§tte schon gerne einen seiner Herren dabei?

Oder wenn die Kinder der Dienerschaft gespielt haben, habe ich manchmal zugeschaut. Sah nach Spa√ü aus, aber f√ľr mich gab es das nicht. Weder durfte ich spielen, noch waren die anderen Kinder meine Freunde.

Ich durfte nicht mal mit dem "niederen Personal" reden und dazu z√§hlten diese Kinder. Wenn ich etwas von so einem niederen Diener wollte, habe ich das meinem Leibdiener gesagt, er sprach f√ľr mich mit den anderen. Ich pers√∂nlich nie.

Schon seltsam, dass mir Pavo einmal sagte, es wäre eine "Unsitte" andere zu beobachten.
Er hat nie begriffen, dass ich nichts anderes hatte, als zu gucken.

Die Herrschaften, so wurden wir von den Dienern genannt und so haben sie uns auch angesprochen. Mit was f√ľr eine Betonung, absolute Ehrerbietung in der Stimme. Nat√ľrlich wird sind "Wohlgeborene" vom h√∂heren Stand.

Wenn die gewusst h√§tten, was ich in Wahrheit f√ľr ein W√ľrstchen war.
Ich hatte weniger Freiheit als die. Was hatte ich außer Geld und einen Titel?
Nichts. Nur permanente Angst vor den eigenen Verwandten.
Je n√§her der Verwandtschaftsgrad, je mehr habe ich mich vor ihnen gef√ľrchtet.

Die Diener hatten hart zu arbeiten, aber sie hatten ab und an Spaß, sie hatten Arbeitskameraden und Freunde. Sie hatten Leute die sich sicher sorgten, wenn einer mal krank war oder so. Ganz bestimmt sogar.

Wo ich klein war, dachte ich immer, als einer von ihnen hätte ich es besser gehabt.
Kein Geld, kein Stand, aber gl√ľcklich.

Es gab Tage, da kamen uns andere von Stand besuchen.
So lernte ich Eloise kennen. Da war ich noch klein.
Das war dann einmal f√ľr ein paar Tage so, dass ich auch einen Kumpel hatte.

Sie kamen nicht so oft auf Besuch, vielleicht zwei-, dreimal im Jahr.
Aber Eloise und ich haben uns trotzdem immer aufeinander gefreut. Ihr Leben war so lustig und fröhlich wie meines. Sie heißt mit vollem Namen Freiin Eloise Leontina von Wolfenberg. Freiin - nicht Freifrau da die Gute unverheiratet ist. Stell Dir das vor und das als Frau! Welch eine Schande!

Eloise ist zu unserer Hochzeit eingeladen, Du wirst sie kennenlernen.

Wenn jemals jemand an meiner Seite und f√ľr mich da war, war es mein Hund. Ohne Siman h√§tte ich nicht gewusst, was Zuneigung oder Geborgenheit ist. Von daher ist es mir gleichg√ľltig, was andere von meiner "Spinnerei" mit meinen Hunden halten.

Oder was sie von uns beiden halten.
Du bist nicht nur mein Mann. Du bist alles f√ľr mich. Du bedeutest mir alles.
Du bist mein bester Freund, mein Besch√ľtzer, manchmal mein Schutzbefohlener, mein Liebhaber, mein Lehrer, mein Lehrling - eben alles.

Gleichg√ľltig was die anderen sagen, ich gebe Dich nicht auf. Selbst Pavos Meinung interessiert mich dazu √ľberhaupt nicht. Was er bei dem Gespr√§ch sagte, ist mir gleich. Wenn er meint mich vor die Wahl stellen zu m√ľssen Du oder er, ist die Wahl klar. Du bleibst, er geht¬ī,
erklärte Dave mental.

Varmikan musterte seinen Mann ernst und kaute auf der Unterlippe.

`Ich wusste dass sie Dich misshandelt haben, Du hast schwarze Flecken auf der Seele wie Iphi. Aber Du zeigt mir nicht was. Wenn Du es je möchtest, zeig es mir. Ich weiß, dass Du es dann selbst erneut sehen musst. Aber wenn Du den Schmerz je teilen willst, bin ich jederzeit bereit dazu.

Und noch etwas, dass Du nicht vergessen darfst. Der Schei√ü Schatz, der war einmal. Die beste Art die Gegenwart zu verlieren, ist in der Vergangenheit zu leben. Jetzt hast Du Freunde, zwei erstklassige Hunde und Du hast mich. Niemand wird Dich je wieder so anfassen. Niemand, nur √ľber meine Leiche. Du bist mein Mann. Du geh√∂rst mir. Wenn einer versucht Dich zu verletzten, werde ich ihn umlegen¬ī,
antwortete Varmikan auf gleichem Weg und k√ľsste Dave.

"Lass uns die Rechnung bezahlen, ehe der tollpatschige Fisch noch den Tisch zerbricht", grinste der Frostalb.
"Du gewährst Gnade?", grinste Dave.

"Ja dem Besen", gibbelte Varmikan.
"Ja der Ork, ich hab das schon geschnallt", antwortete Dave was Varmikan loswiehern ließ vor Lachen.

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#172

Beitrag von Nalcarya Rumaril » So 11. Jun 2017, 13:35

Eine kleine, rothaarige, schmale Lichtalbin betrat die Spelunke und schaute sich um. Erstaunt stellte sie fest, dass eine ganze Handvoll Alben anwesend waren. Darunter einige Waldalben, eine Lichtalbin und sogar ein Frostalb!

Sie bedachte den Frostalben und seine Begleitung mit einem argw√∂hnischen Blick, ehe sich Nalcarya vorne an die Theke setzte. Bewusst setzte sich die Albin so, dass sie gleich in Ruhe ihr Getr√§nk trinken konnte, dennoch den vermeindlichen Feind im Auge behalten konnte. Trotz ihrer Teilr√ľstung wollte sie einem Frostalben nicht den R√ľcken zuwenden.

Ihr Schwert hing griffbereit an ihrer Seite und sie gebot √ľber Magie. Aber so wie der Frostalb gekleidet war, war er ebenfalls ein Magier. Ebenso wie sein menschlicher Begleiter. Die Kleidung des Waldalben sagte nichts √ľber m√∂gliche magische F√§higkeiten aus. Aber Naturmagier schm√ľckten sich auch nicht mit pomp√∂sen Panzerroben um ihren Status zu unterstreichen.

Nal musterte die anderen Gäste, ehe sie sich dem Shezem zuwandte.

"Einen Kaffee bitte und die Speisekarte. F√ľhrt Ihr auch vegetarische Gerichte?", fragte die Lichtalbin den Shezem h√∂flich.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#173

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 12. Jun 2017, 10:19

Massimo
 
ritt mit seinen treuen Pferd zu der Taverne Schluckspecht. Das Wetter war mieserabel. Es regnete ohne Ende und der Kampfmagier suchte einen warmen Platz um sich aufzuwärmen und zu trocknen. Er stieg vom Pferd und band es an. Massimo betrat die Taverne. Es war laut aber warm. Sein Blick wanderte durch das Lokal. Zwei Waldalben standen an dem Kamin und wärmten sich auf. Eine Lichtalbin sass an dem Tresen. Ihr Blick war wachsam. An einen weiteren Tisch sassen ein Waldalb, ein Frostalb und ein Mensch. Von der Kleidung her waren der Frostalb und der Mensch Magier. Massimo schaute sich den Almanen genauer an. Ein Mann von Stand. Adlige kannten sich untereinander und wenn sie nur den Namen kannten.
Der Comte wusste von der Familie dieses Mannes. Die Freiherren von Hohenfelde. Es war eine Adelsfamilie voller abscheulicher Nekromaten. Ihre Adelsfamilie war alt und ihr Blutdurst genauso.
Soweit Massimo es wusste, t√∂teten sie sogar ihre Diener und jeden der ihr Land ungefragt betreten sollte. Die Familie von diesen Freiherr war gnadenlos und das waren sie auch untereinander. Der Kampfmagier √ľberlegte genau, wer aus der Familie von Hohenfelde dieser Gast sein k√∂nnte. Vermutlich der j√ľngere der zwei Br√ľder, sonst w√§re er nicht allein mit seinen Frostalben Lakei hier. Massimo ging an den Tisch vorbei. Den Speichellecker Frostalben beachtete der Kampfmagier nicht. Es war eine Kreatur der Dunkelheit genauso finster wie die D√§monen die er erschlug. Sie waren sogar schlimmer. Die D√§monen kamen als D√§monen auf die Welt. Die Frostalben beteten freiwillig den Wahnsinn an und liebte die Dunkelheit. Und sie hassten alle anderen V√∂lker. Sie waren gef√§hrlicher als Rakshaner und b√∂sartiger als D√§monen. Ihr Aussehen war nur Tarnung. Das sich dieser Nekromant so einen b√∂sartigen Frostalben als Lakai und Leibdiener hielt wunderte Massimo nicht.
 
‚ÄěIch gr√ľ√üe euch. H√§lt sich das Haus von Hohenfelde neuerdings Frostalben statt Gule? Eine Verbesserung f√ľr die Raumluft meine ich. Und eine angenehme Wende. F√ľr euch selber und f√ľr eure Diener. Sie leben jetzt l√§nger. Habt ihr der Nekromantie entsagt, dass euch dieses Wesen begleitet? Es w√§re zu begr√ľssen.‚Äú
 
Massimo sein Gesicht blieb bei der Aussage k√ľhl und ausdrucklos. Wenn der Totenanbeter ihn bedrohen wollte oder sein Lakai auf ihn hetzen wollte w√ľrde er ihnen eine Lektion erteilen. Wenn er friedlich bleiben w√ľrde, dann war der Mann vielleicht durch gute √úberzeugung zu retten.
Der Comte setzte sich an den Tresen zu der Lichtalbin und gr√ľsste sie h√∂flich.
 
‚ÄěBedienung ich h√§tte gerne ein Bier und von euren Braten, wenn ihr welchen im Angebot habt. Dazu h√§tte ich gerne eine Karaffe Wein und Obst.‚Äú
 
Nachdem Massimo bestellt hatte setzte er sich bequem hin und wartete auf sein Essen und sein Umtrunk.

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#174

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 12. Jun 2017, 10:42

Dave musterte sein Gegen√ľber, den Comte de la Cantillion, mit einer nichtssagenden Miene almanischen Hochadels.

‚ÄěIch gr√ľ√üe Euch ebenso Comte. Habt Ihr Euch verlaufen oder br√ľskiert Ihr mit dieser Torheit Euer treues Pferd? Wohlan, vermutlich hat Euer Ross mehr Verstand als sein Herr.

Oder, meine Person mag es kaum auszusprechen, besucht Ihr dieses Etablissement bewusst aus niederen, fleischlichen Beweggr√ľnden wie k√∂rperlichen Gel√ľsten?

Ich wäre fast geneigt mich um Eure Sicherheit zu sorgen.

Immerhin seid Ihr scheinbar in Eurer Todessehnsucht schon so weit gesunken, dass Ihr erachtet den Fehdehandschuh nach unserer Familie zu werfen. Mich deucht Ihr seid mittlerweile des Wahnsinns verfallen. Eure Kampfhandlungen scheinen sich äußerst negativ auf Eure geistige Vitalität auszuwirken. Als Mann des Geistes, solltet Ihr mehr auf Euren Verstand achten.

Oder beliebt Ihr zu scherzen mein Lieber Comte?

Wie dem auch sei, ich erachte Euch nicht als w√ľrdigen Gegner, denn √ľberhaupt als Gegner. Wenn Ihr schon die Mu√üe habt unfl√§tige Despektierlichkeiten gen meine Person zu richten, dann habt bitte auch die G√ľte, Euch vorab √ľber meine Person zu informieren.

Daher r√ľhrt das Wort pers√∂nlich, es stammt von Person. Und meine Person war zu keiner Zeit der Nekromantie anh√§ngig.

Wenn Ihr nun die Freundlichkeit hättet uns von Eurer Anwesenheit zu erlösen, habt Dank“,
antwortete Dave höflich.

Varmikan schenkte dem fremden Magier nur einen eisigen Blick.

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#175

Beitrag von Shocai » Mo 12. Jun 2017, 11:54

Heute war was los! Wäre Shocai von seiner Anatomie her des Schwitzens mächtig gewesen, so hätte er es getan.

Erst die Lichtalbin. Sie bekam ihren Kaffee und die Karte.
"An vegetarischen Gerichten kann ich Euch die Käseplatte oder den Almanenlaib empfehlen. Die Tamjidischen Hirsebällchen sind sogar vegan, das Heu auch."

Dann der Almane. Er brachte ihm einen großen Krug Turzwachter Gold und ebenfalls die Karte.
"Spie√übraten ohne alles oder Rakshanischen Ghulasch w√ľrde ich Euch raten. Der rohe Gulasch allerdings schmeckt auch sehr gut, wenn man gern Fleisch zu speisen beliebt." Er dachte kurz nach, ob die Satzkonstruktion richtig war, weil sie irgendwie schr√§g klang. Er kam zu dem Schluss, dass er keine Ahnung hatte.

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#176

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 12. Jun 2017, 16:11

Massimo
 
√ľberlegte was er essen sollte. Er entschied sich f√ľr den Spiessbraten.
 
‚ÄěIch nehme den Spiessbraten. Dazu Gem√ľse und Brot.‚Äú
 
Der Kampfmagier drehte sich zu den beiden anderen Magiern um. Mit den Frostalben w√ľrde er nicht sprechen, aber den anderen Magier w√ľrde er nicht einfach vom Haken lassen.So leicht gab der Comte nicht auf.
 
‚ÄěWarum so abweisend? Fleischliche Gel√ľste in Form von Spiessbraten mein gesch√§tzter Freiherr. Ich bin sogar bereit Gem√ľse dazu zu essen. Ich hoffe Brot st√∂rt euch nicht.
Die Sorge von euch um meine Gesundheit ist vorbildlich. Sie sollte allen zu Teil werden, findet ihr nicht? Sie steht euch gut zu Gesicht.
Warum ereifert ihr euch so, wenn ihr euch nicht angesprochen und beleidigt f√ľhlt?
Eine Beleidigung lag mir fern, ein wenig Provokation erschien mir angebracht. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich es positiv sehe, falls ihr der Nekromantie abgeschworen habt. Andernfalls hätte ich euch sicher dazu veranlassen können. Eure Behauptung ist interessant. Könnt ihr sie beweisen? Ich hörte, dass einige von eure Familie keine Nekromanten sind. Wenn es wahr ist, seid ihr einer von wenigen.
Ob ihr es glaubt oder nicht, unsereins versucht nur eurer Seele zu retten.Oder das was davon noch √ľbrig ist.
Habt ihr schon einmal in Betracht gezogen den Sumpf und die Dunkelheit von euren familiäen Dasein zu verlassen und euch dem Licht zuzuwenden?
Alle Personen die √ľber Magie verf√ľgen sollte sich der Aufgabe bewusst sein, die sie mit sich bringt. Sogar wenn man Magie zerst√∂rerisch einsetzt, kann man damit etwas gutes vollbringen. Wenn man eine Bedrohung f√ľr unschuldige B√ľrger beseitigt. Das w√§re eure Aufgabe. Ihr seid von Stand. Euer Stand verpflichtet euch ebenso zu ehrenhaften und wohl wollenden Verhalten. Das wisst ihr. Es ist besch√§mend mit wen ihr euch abgebt. Aber eurer Frostalb Lakai ist immer noch eine Verbesserung als ein Gul.
Nun es trägt nicht zu eure Rettung und euren Wohlergehen bei, wenn wir streiten. Ich will euch nichts böses.
Setzt euch zu mir und lasst uns reden. Ich bin sicher, dass meine Tresennachbarin euch genauso √ľber die Gefahren die von Frostalben ausgehen informieren kann wie ich. Auch ihr k√∂nnt der Dunkelheit abschw√∂ren und das Licht w√§hlen. Wenn ihr keine Angst habt, setzt euch zu uns. Also? Schenkt ihr mir euer Ohr auf ein Bier? Von Magier zu Magier oder von Stand zu Stand?
Es gibt hier nichts zu f√ľrchten, ausser Informationen die euch nicht munden werden. Aber Medizin ist oft bitter. Was sagt ihr?.‚Äú
 
Massimo wusste dass die Lichtalben genau wie die Kampfmagier dem Licht folgten und Nekromantie verabscheuten. Wenn der Freiherr sich nicht von ihn √ľberzeugen liess, dann vielleicht von der Lichtalbin. Es w√ľrde dem Comte schon ausreichen, wenn der Freiherr √ľber seine Worte und seine Einstellung nachdenken w√ľrde.

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#177

Beitrag von Morasa » Mo 12. Jun 2017, 16:23

Morasa

bliess sich eine Haarstr√§hne aus dem Gesicht. Sein Blick wanderte von dem fremden Magier √ľber Dave zu Varmikan. Fragend zuckte er die Schultern.

"Lasst uns gehen."

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#178

Beitrag von Komavan » Mo 12. Jun 2017, 17:06

Eine sehr gro√üe, schwarze Gestalt betrat den Schankraum. Sie √ľberragte die meisten Anwesenden um Hauptesl√§nge und der Umstand, dass sie auf Zehenspitzen ging, unterstrich ihre K√∂rperma√üe. Wie ein zweiter Schatten glitt der Gargoyle hinter den Comte und blickte aus im D√§mmerlicht glimmenden Augen auf das bedrohlich wirkende Gegen√ľber seines Burgherren hinab. Schweigend, unaufdringlich, pr√§sent.
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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#179

Beitrag von Alaryah Schattenwind » Mo 12. Jun 2017, 17:40

Alaryah war √ľberrascht ob der miesen Stimmung des Personals. Mit gro√üen Augen sah sie Shocai etwas fragend an, doch dieser war schon wieder verschwunden. Sie hatte zwar nicht mitbekommen, dass er den Finger in dem Essen hatte, jedoch fiel ihr der Fingerabdruck und die darunter entstandene Matsche auf. Elegant glitt die Klinge des Messers um die Stelle, die von Shocais Daumen zerdr√ľckt worden war. <Das lasse ich dann mal liegen...>, dachte die Albin und begann ihre Mahlzeit zu verzehren. Zwar ekelte sie sich nicht in solchen Situationen, doch in dieser Spelunke konnte man nicht vorsichtig genug sein. Sie begegnete der ganzen Sache hier sowieso schon mit einer entsprechenden Portion Skepsis.
Daf√ľr war das Essen erstaunlich gut. Die zierliche Albin hatte fast die ganze Portion verputzt, als eine gro√üe, schwarze Gestalt den Schankraum betrat. Alaryah hielt inne und beobachtete die Gestalt mit einer Mischung aus Neugier, Interesse und Respekt. Erst nach wenigen Sekunden fiel ihr auf, dass sie mit offenem Mund da sa√ü und einfach nur starrte. Sie sammelte sich, sch√ľttelte knapp den Kopf und schaute dann etwas betreten auf ihren fast leeren Teller. Hoffentlich f√ľhrte dieser Neuank√∂mmling nichts B√∂ses im Schilde...und hoffentlich hatte er ihr Starren nicht bemerkt. Alaryah hatte nicht direkt Angst...aber bisher hatte sie nur von solchen Wesen geh√∂rt... "Dies ist wahrlich ein erstaunlicher Ort.", fl√ľsterte sie vor sich hin.

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Re: Im Schankraum [offenes Endlosspiel]

#180

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 12. Jun 2017, 19:52

Dave stutzte erschrocken f√ľr einige Sekunden, auch wenn man ihm dies √§u√üerlich nicht ansah. Gerade noch hatte er Varmikan von einem seiner Hasstage aus seiner Kindheit berichtet und nun bot ihm einer dieser Heilsbringer der Almaninschen Kampfmagier seine Hilfe an.

Hatte ihn der Comte ausgelesen?
Unm√∂glich. Einen mentalen Zugriff auf seinen Geist h√§tte er gesp√ľrt und Varmikan ebenso. Sie beide waren in dem Moment schlie√ülich verbunden.

Vermutlich kannte der Comte de la Cantillion einige seiner Familienangeh√∂rigen wirklich, oder die Schauerm√§rchen die man sich √ľber sie erz√§hlte. Schauerm√§rchen...

Er hatte seiner Familie nicht grundlos den R√ľcken gekehrt.
Ansgar und er, korrigierte sich Dave. Sie hatten bewusst mit der Tradition gebrochen um Lin und Wolfi eine bessere Zukunft zu schenken.

Dave musterte Massimo und fragte sich insgeheim, wo solche Leute wie er blieben, wenn man sie tatsächlich als Kind brauchte. Wo waren sie da? Wo waren da all die selbsternannten Retter?

Auf der anderen Seite, jetzt saß der Mann hier und bot ihm ein Gespräch an.
Dave sch√ľttelte gedanklich den Kopf und sch√ľttelte damit zeitgleich seine Schw√§che ab. Oder das, was er daf√ľr hielt.

"Widererwartend meiner vorherigen Annahme, glaube ich Euch Eure lauteren Absichten Comte Massimo de la Cantillion. Meine Worte waren zu harsch Euch gegen√ľber.

Allerdings merke ich höflich an, zählt auch die Objektivität zu einer der Tugenden, die wir zu leisten im Stande sind. Eine Person ausschließlich aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit zu verurteilen, zeugt von mangelndem Urteilsvermögen.

Selbst wenn ich wollte, wie sollte ich geneigt sein Euch zu zuhören, wenn Ihr meinen Ehemann als "Wesen" tituliert?

Ohne Euch damit kr√§nken zu wollen, √ľberlegt selbst - mangelt es dieser Anma√üung nicht an Urteilsverm√∂gen, sondern auch bedauerlicherweise an Benimm?

Ihr br√ľskiert die Person, die mir am Herzen liegt.
Wie könnte ich in so einem gelagerten Fall nicht ausfallend werden?

Meine Abkehr von meiner familiären Dunkelheit, wie Ihr es treffend bezeichnet, hat mir mein Ehemann ermöglicht. Jener Frostalb, den Ihr schlichtweg als Wesen bezeichnet. Dieses Wesen lehrte meiner Person die Bedeutung von Liebe, Partnerschaft und Geborgenheit.

Sobald Ihr gewillt seid Euch auch meinem Ehemann gegen√ľber zivilisiert, wie auch h√∂flich zu verhalten, bin ich gerne bereit √ľber Euer Angebot ernsthaft nachzudenken. Ein Gespr√§ch wie Ihr richtig anmerkt hat noch niemandem geschadet.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass ich Eure Meinung samt Weltsicht √ľbernehmen werde, allerdings w√ľrde ich mir beides werteneutral anh√∂ren. Seid dessen versichert",
antwortete Dave umgänglich.

Als ein Gargoyle den Schluckspecht betrat und sich hinter den Comte de la Cantillion postierte musterte Dave das wundervolle Geschöpf.

Es war riesig, schwarz wie ein Schatten und strahlte f√ľr ihn seltsamerweise keine Bedrohnung, sondern Erhabenheit aus. So als konnte nichts und niemand diesem Wesen etwas anhaben oder es aus der Ruhe bringen.

Wahrscheinlich war der Gargoyle Massimos "Fedor", sein tatsächlicher Schatten und Seelenbegleiter. Dave hatte so ein Geschöpf noch nie zuvor in seinem Leben gesehen, er war fasziniert von ihm. So ein schlechter Kerl konnte Massimo nicht sein, wenn er solche Gefolgschaft besaß.

Als Zeichen dass er seine vers√∂hnlichen Worte ernst gemeint hatte und friedlich bleiben w√ľrde, zog er sich die Kapuze vom Kopf.

Varmikan musterte kurz seinen Mann und tat es ihm gleich. Der Frostalb beobachtete genau wie Dave den Gargoyle. Auch er hatte noch nie so ein Geschöpf gesehen.

`Es sieht aus wie ein lebendiges St√ľck Nacht. Es ist sicher von Malgorion gesegnet, ganz sicher sogar¬ī, √ľbermittelte Varmikan gut gelaunt seinem Mann.

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