Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Chat Nebenrollenspiel

Taverne Zum Schluckspecht
Die Taverne ist politisch neutrales Territorium und jeder ist hier willkommen, unabhĂ€ngig von Fraktion oder Abstammung. Der Schluckspecht ist daher ein belieter Treffpunkt fĂŒr Abenteurer aus aller Herren LĂ€nder, um in rustikaler AtmosphĂ€re einen heben zu gehen, Mitrstreiter zu finden oder von hier aus die gemeinsame Reise zu planen.
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Novec Sarili Gojim
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Die Ordnung

Chat Nebenrollenspiel

#1

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 29. Jun 2015, 06:54

Chat Nebenrollenspiel vom

28.06.2015 - 22 Uhr
bis
29.06.2015 - 1 Uhr


Spieler: Urako, Göttin Segira & Tazgosh Gremlogg

Tazgosh Gremlogg

"Verflucht noch eins! Drei Wachteleier, sieben Froschaugen und ein viertel Eidechsenauge fĂŒr 2 Kupferlinge, dass ist WUCHER!!!! Halsabschneider, Drecksack, elender Mistkerl!", fluchte der kleine grĂŒne Zauberer wild gestikulierend auf dem Marktplatz herum. Was um ihn herum passierte war ihm wie immer egal.

Es war ein Tag wie jeder andere in Shohiro, der Hauptstadt der Handelsallianz. MerkwĂŒdige Gestalten, fremde Sprachen, Falschgeld, wild gestikulierende und schriende Gestalten. Alles normal! So normal wie die Hinrichtung die jetzt gleich statt finden sollte.

"Mein Herr, ich leg ihnen eine Flunder oben drauf, aber gehen sie, sie versauen mir das GeschÀft!" "Einverstanden, den Hummer will ich dann auch noch!"

Flink packte der HĂ€ndler Tazgoshs Dinge zusammen, wĂ€hrend der Goblin hinter seinem RĂŒcken noch seine Tasche mit anderlei Dingen vom Stand des HĂ€ndlers fĂŒllte.

Urako

Interessiert beĂ€ugte Urako den kleinen grĂŒnen Mann mit der ZipfelmĂŒtze. Ein rechter Giftzwerg. Von seinem lauten Geschrei wurden immer mehr Schaulustige angelockt, die sich um den Marktstand drĂ€ngten.

NatĂŒrlich rĂŒckte auch Urako nĂ€her an den Quell der Unruhe heran und nutzte im dichten GedrĂ€nge die Gelegenheit, scheinbar versehentlich Leute an unlauteren Körperregionen zu berĂŒhren. WĂ€hrend er sich vorwĂ€rts kĂ€mpfte, machte er einen langen Hals und hielt nach eventuellen OrdnungshĂŒtern Ausschau.

Wenn es etwas gab, was er hasste, dann waren es Unruhestifter, welche seinen geplanten Genuss der kĂŒnstlerischen Darbietungen, die man auf MĂ€rkten auch hĂ€ufig fand, mit Scherereien verdarben. Das grĂŒne MĂ€nnchen verschwand hinter einem Wall aus Köpfen und RĂŒcken. Eine Mauer, gegen die er nicht ankam, egal wie sehr er drĂ€ngelte. Die Feuerakrobaten, zu denen er bis gerade eben unterwegs gewesen war, stellten ihre Darbietung ein, was sich darin Ă€ußerte, dass kein brennenden Fackeln mehr durch die LĂŒfte wirbelten.

Urako schĂ€umte! Aber er hatte sich nach der letzten ernsthaften SchlĂ€gerei, die ihn seine FrontzĂ€hne gekostet hatte, geschworen, nicht mehr gleich die FĂ€uste sprechen zu lassen. Aber den GrĂŒnling einfach so davonkommen lassen, wollte er auch nicht. Da keine OrdnungshĂŒter in Sicht waren, beschloss Urako zu blöffen. "Macht Platz, tretet zur Seite!", dröhnte er. "Im Namen des Herzogs BEFEHLE ich euch, mich durch zu lassen! Und IHR da", er wies mit dem Finger auf den Goblin, "legt den Hummer wieder zurĂŒck in die Warenauslage, sonst bekommt ihr die eiserne Faust der Gerechtigkeit zu spĂŒren!"

Segira

Shohiro war ein unehrbarer Ort im Herzen von Asamura. Die Handelsallianz kontrollierte diesen Fleck. Gewalt und KĂ€mpfe dominierten in dieser Stadt. So war es also kein Wunder, dass Segiras Weg sie in die Hauptstadt der Handelsallianz gefĂŒhrt hatte.

Sie zeigte sich in ihrer menschlichen Form. Als einfache Soldatin, mit kunstvoll verzierten LederrĂŒstung, geschultert mit einem Bogen. Wie eine ganz gewöhnliche BĂŒrgerin durchschritt sie das Nordtor zur Stadt. Musste sich die unbequemen Zollkontrollen erlauben und war nach einer halbstĂŒndigen Prozedur endlich durch. Ihr GespĂŒr zog sie in Richtung Marktplatz.

Tazgosh Gremlogg

GenĂŒsslich steckte Tazgosh sich den Hummer in den Mund und kaute. "Maf mifst fu?"

Urako

TatsĂ€chlich hatte sich, kaum das der abgebrochene Gartenzwerg auf Urako antwortete, eine Gasse gebildet. Der Tonfall der beiden war laut und offensiv genug, um Hoffnung auf ’mehr’ zu wecken. Urako grinste und entblöste dabei sein nacktes Zahnfleisch. "Etwas mehr Respekt, wenn ich bitten darf. Ich bin diensthabende Marktwache in zivil und befugt, allerlei unschöne Dinge mit euch zu tun. Ich fordere euch auf, den Hummer umgehendst zu ersetzen!"

Tazgosh Gremlogg

GenĂŒsslich mampfte Tazgosh seinen Hummer weiter und kaute sinnlich beeindruckt von dem Schaltentiergeschmack jeden Bissen mehrfach, bis er nach einigen Minuten schluckte. "Sehr guter Kummer, schmeckt Tazgosh, auch mal probieren? Gerade selbst gekauft, bei dem netten Herren!", sprach Tazgosh und hielt dem femden Herren, den angefressenden und Sabber tropfenden Hummer hin.

Segira

Segira hatte soeben den Marktstand erreicht. Um zwei Gestalten hatte sich ein Mob herum gebildet. Segira beobachtete den Ausgang dieses Konflikts. Scheinbar hatte der Goblin, einen HĂ€ndler bestohlen ohne dafĂŒr bezahlt zu haben. Eine augenblickliche Aufforderung des HĂ€ndlers zum Duell fehlte. Segira schĂŒttelte den Kopf ĂŒber das besserwesserische Verhalten der Stadtwache.

Urako

Jetzt saß Urako in der Klemme. Der Ätzling war scheinbar immung gegen jegliche Vernunft im Angesicht eines körperlich (und natĂŒrlich geistig) vollkommen ĂŒberlegenen Gegners und provozierte weiter. Was jetzt? Urako beschloss, ihn entgegen aller VorsĂ€tze einfach zu Brei zu hauen. Er hatte schon die FĂ€uste geballt, da hielt er inne. Was, wenn der kleine Mann so selbstsicher war, weil er ein mĂ€chtiger Zauberer war?

"Wer seid ihr, dass ihr es WAGT, so mit mir zu reden?!", grölte er um Zeit zu schinden und nicht den Anschein des Zögerns zu erwecken.

Tazgosh Gremlogg

"Wer ich bin? Wer ich bin?", brĂŒllte der kleine Goblin plötzlich cholerisch. "Weiß er denn nicht wen er vor sich hat. Bin ich es doch! Tazgosh Gremlogg, der grĂ¶ĂŸte Zauberer in Ganz Asamura!", brĂŒllte er umher und sprang auf einen neben ihm stehenden KĂ€sestand! "Lass mich in Ruhe und nimm die FĂ€uste runter, du berĂ€ust es!", versuchte der Goblin den Fremden eindringlich klar zu machen und trat gegen den stark riechensten KĂ€se, den er finden konnte, der nun direkt auf den Tiefling zu flog.

Segira

Segira beschloss einzuschreiten. Sie hatte lange genug zugesehen. Das verabscheuenswĂŒrdige Verhalten des Goblins widerte sie an. Er wusste, dass er fĂŒr die Waren zu bezahlen hatte, die er den HĂ€ndler entnommen hatte. War aus unehrenhaften GrĂŒnden aber zu geizig den vollen Wert zu bezahlen. Nun musste der Goblin die Konsequenzen fĂŒr sein Verhalten tragen, komme was solle. Segira schlĂ€ngelte sich einen Weg zum HĂ€ndler hindurch um den Ursprung des Chaos findig zu machen.

Sie sprach zum HĂ€ndler: "Herr Kaufmann, dieser BetrĂŒger dort, hat euch beklaut und belogen. Ich fordere euch auf diesen unehrenvollen Frevel zu klĂ€ren, von Mann zu Mann. Fordert ihn heraus. Niemand sollte sich sowas gefallen lassen. Wenn er unehrenhaft handelt, ist es sogleich die Pflicht von Euch, dass der Goblin die Konsequenzen spĂŒrt und bestraft wird."

Die Eiserne hatte einen starren, kalten Blick. "Dort", zeigte sie und hoffte der HĂ€ndler wĂŒrde drauf reagieren.

Urako

Aus seinen Augenwinkeln bemerkte Urako eine Dame, die er attraktiv gefunden hĂ€tte, wenn sie nicht so unangebracht selbstbewusst nĂ€her schreiten wĂŒrde, als wĂ€re sie eine Königin. Er drehte den Kopf - und sah, dass sie eine RĂŒstung trug. Eine Frau in RĂŒstung? Wahrscheinlichlich eine Schaustellerin. Doch dann mischte sie sich ungefragt in den Streit ein und untergrub damit seine AutoritĂ€t als angebliche Stadtwache.

"Was mischst du dich ein, wenn MÀnner diskutieren, Weib?" Der Moment der Unaufmerksamkeit sollte sich bitter rÀchen, denn Urako bekam zehn Pfund gut gereiften Dornhammer Edelherb an den SchÀdel, die ihn augenblicklich fÀllten. Er kroch einen Moment benommen auf dem Pflaster herum und versuchte, wieder auf die Beine zu kommen.

Tazgosh Gremlogg

"Was? Elendes Frauenzimmer! Misch dich nicht ein, pahhh, Mann gegen Mann!", lachte der Goblin und stemmte die Arme in die HĂŒften. "Hier gibt es nur einen Goblin, den grĂ¶ĂŸten Zauberer von allen. Dazu und ein Haufen Versager, StinkekĂ€severkĂ€ufer, Halsabschneider, Dummköpfe, Hohlköpfe ...", Tazgosh zĂ€hlte an seinen Fingern auf.

"... dazu noch Leute die sich nicht die ZĂ€hne putzen und nun kein Gebiss mehr haben.", grinste der Goblin und zeigte mit den Finger lachend auf den pinkhĂ€utigen Tiefling. "Aber weißt du was am schlimmsten von dem allen ist? Jaaaa? EIN FRAUENZIMMER OHNE MANIEREN!", greischte der Gobline und Schoss zwei weitere KĂ€se. Dies mal auf die Frau mit der RĂŒstung. Leider Missing der zweite Schuss, der Goblin ĂŒberschlug sich und landete RĂŒcklings vor dem Stand.

Segira

Die Stadtwache war keinen Deut besser, als der Goblin. FĂŒr Segira war es eindeutig, dass sich die Stadtwache in Dinge einmischte, die sie nichts anging. Wie so hĂ€ufig stellte sie rechthaberisches Gerede fest und ein Verhalten, was von oben herab war. Auf Augenhöhe begegneten sich die beiden Kontrahenten nicht. Weder der HĂ€ndler, noch die Stadtwache, noch der Goblin. Ein Konflikt war nur durch eine mögliche Form zu lösen: Wenn der Dieb und der Beklaute in einem ehrenhaften Kampf um ihre WĂŒrde kĂ€mpften. "Schweigt!", befahl Segira.

Ihre Stimme bildete eine Art Echo in den Köpfen der Menschen wider. Alle Menschen hörten ihre Stimme in ihren Köpfen. Manch einer hielt sich den Kopf fest. Manch Anderer schaute panisch umher oder flĂŒchtete vom Platz. Der Goblin bewarf sie mit KĂ€se, was die Göttin als ungeheure Beleidigung auffasste. Doch sie ließ ihren persönlichen Stolz erstmal in Ruhe. Alles nach der Zeit.

Erstmal musste eine andere Sache richtig gestellt werden. Dann konnte sie ihre persönliche EhrkrĂ€nkung berichtigen. Sie spĂŒrte, wie der beklaute HĂ€ndler unauffĂ€llig versuchte vom Platz zu verschwinden. Dieses Verhalten konnte sie aber nicht dulden. Sie rannte zu ihm, hob ihn mit Leichtigkeit in die LĂŒfte und schrie: "Nein, Herr Kaufmann. Ihr haut jetzt nicht ab!".

Sie warf ihn ohne besondere MĂŒhe, wie ein Ball durch die LĂŒfte, zum Goblin. "Zeigt eure StĂ€rke, und regelt das wie es im Ehrenkodex steht", sagte die Göttin mit einer Entschlossenheit, die keine Widerworte duldete.

Urako

Urako hatte sich wieder aufgerappelt. Er bemerkte, dass ihm der Mund offen stand im Angesicht dessen, was da geschah und klappte ihn rasch wieder zu. Magie ... das musste irgendein perfider Zaubertrick sein. Vielleicht war das alles nur eine Illusion? Er wich ein paar Schritte zurĂŒck. Die Augen aller Anwesenden waren ohnehin gerade alle auf die Dame gerichtet, so dass niemand diese Schande sah.

Er ĂŒberlegte, ob er sich jetzt einfach verdrĂŒcken sollte und ging weiter nach hinten, bis er in der ersten Reihe der Gaffer stand, als wĂ€re er einer von ihnen. Da das Volk hier in der Handelsallianz bunt gemischt war, fiel er zum GlĂŒck nicht weiter auf. Er blickte in Richtung des Podestes, doch die Feuerakrobaten hatten ihre Kunst noch nicht wieder aufgenommen.

So beschloss er erst einmal hier zu bleiben und zu beobachten. Er war neugierig, was nun geschehen mochte.

Tazgosh Gremlogg

Tazgosh hielt sich den Kopf fest. >Was beim Barte des großen Goblin war das? Eine Stimme in meinem Kopf, ihre Stimme, aber wie? Seit wann haben Stadtwachen magische FĂ€higkeiten?<, grĂŒbelte der Goblin vor sich hin, als er noch auf dem Pflaster des Marktes lag und das letzte StĂŒck Hummer verspeißte. "He, ohne Zahn. Was machst du da? Angst vor einer Frau?" Der Goblin lachte und kramte kurz in seiner Tasche. "Hier du Weichling, eine Möhre fĂŒr dich.", sprach der Goblin und warf dem Fremden die Möhre in Richtung seines Kopfes. "Aber sie da, dass Frauenzimmer ... Wer ist sie, sag es, sag es dem Goblin, wer bist du, Elende und was mischt sie sich ein, ha?!"

Segira

Der HĂ€ndler landete unsanft im Straßendreck, bloß ein Schritt von Tazgosh entfernt. Er braucht einige Augenblicke bis er begriff, was er passiert war. Jedoch war der Überlebensinstinkt stĂ€rker als der, sein Wille sein Geld wieder zurĂŒck zu bekommen. Er fĂŒrchtete sich vor Magie und wollte damit nichts am Hut haben. "Ich...", stotterte er. Er wollte flĂŒchten, als er plötzlich, den starken Drang verspĂŒrte, den Goblin herauszufordern. Ihm die Stirn zu bieten und ihn zu schlagen. Seines Tapferkeit stieg und er bĂ€umte sich vor dem Goblin auf.

"Geb mir mein Geld zurĂŒck, Schwachkopf", beleidigte er den Goblin. Auf Segiras Gesicht bildete sich ein LĂ€cheln. Ihre Augen funkelten, dass der Kampf endlich ordentliche GesichtszĂŒge annahm. Doch sie musste sich noch mehr anstrengen, und fokussierte sich weiter auf den HĂ€ndler. Der HĂ€ndler griff ohne wirklich drĂŒber nachzudenken, in seine Tasche und fand dort plötzlich einen Dolch wieder.

Wie die Klinge dort hingekommen war, konnte sich der HĂ€ndler nicht erklĂ€ren. Er zog jedenfalls den Dolch und bedrohte den GrĂŒnling. "KĂ€mpf!"
, forderte er Tazgosh auf.

Auch Tazgosh verspĂŒrte plötzlich den Drang diesem Kampf nachzugehen. Seine Hand glitt wie von Geisterhand gesteuert in die Tasche, wo er ebenfalls einen Dolch fand.

Urako

Jetzt wurde es interessant! Die HĂ€nde der Kontrahenten befanden sich in den Hosentaschen, wo sich vermutlich Waffen befanden. Die Feuerakrobaten waren vergessen. Firxas, der ebenfalls irgendwo auf dem Markt herumgeisterte, aber Akrobaten langweilig fand, ebenfalls. Urako ĂŒberlegte, fĂŒr wen er gedanklich wetten sollte und entschied sich dann fĂŒr den GrĂŒnspan.

Wenn er auch vielleicht nicht so mĂ€chtig war, wie er behauptet hatte, so war er doch mit Sicherheit ein Magier, sonst hĂ€tte er wohl nicht so selbstbewusst herumgekrĂ€ht. Es sei denn, er blöffte ebenfalls, aber das wĂŒrde sich bald zeigen.

Tazgosh Gremlogg

Tazgosh griff wie von Geisterhand in seine Tasche und zog ein Messer hervor. Mit aufgerissenen Augen starrte er es an. Eine geschwungene Ork Klinge befand sich in seinen HÀnden. Funkelnd und klitzernd, als wÀre es frisch hergestellt und poliert worden. Hatte er es irgendwo gestohlen, ohne es zu merken?

Ein Drang sagte ihm, dass er mit dem MarkthĂ€ndler kĂ€mpfen sollte, aber wieso? Warum war auch der HĂ€ndler so merkwĂŒrdig aggressiv, wollte er sich doch gerade eben noch verdrĂŒcken. Der Goblin konnte sich keinen Reim darauf machen, doch ein Messerkampf war etwas, was er nicht wollte.

Er war ein Goblin der Weisheit, der Magie, der Lehre, nicht des muskelbepackten Kampfes, einer SchlÀgerei wie unter Barbaren. Schnell griff er unter seinen Hut und kramte ein kleines Zauberbuch hervor.

"Warte, warte, gleich haben wir es ...", versuchte er den HĂ€ndler noch einen Augenblick auf Distanz zu halten. "Ahh genau hier - mein geliebter Geysir Zauber!"

"Ragl magl nagl, orakara ma doro, doro oho horo doro zo oh!", sprach der Goblin und streckte den Arm weit aus. Sein Finger zeigte auf den Boden unter den HĂ€ndler, der sichtlich Angst vor Tazgoshs Magie hatte.

"Verdammt! Warum funktioniert das nicht!", brĂŒllte der Goblin plötzlich und schaute sich dabei Panisch um. Dann erblickte er den Tiefling, rannte in windeseile zu ihm und versteckte sich hinter ihm. Panisch umklammerte er dessen pinkne Rute! "Mich bekommst du nicht, erst musst du an meinem Freund hier vorbei, ja genau!"

Segira

Magie war nicht das, was sich Segira vorgestellt hatte. Doch sie konnte den freien Willen nicht unterdrĂŒcken. Als Göttin der Tapferkeit konnte sie lediglich den Mut in den Menschen stĂ€rken, nicht aber ihren Willen kontrollieren. Wie sie den Kampf ausfochten, war nun mal ganz ihnen alleingestellt. Es war auch nicht ihre Aufgabe so etwas zu kontrollieren. Zu starre Gedankenkonstrukte, wie Infiniatus sie pflegte, lehnte sie stets ab. Lenkung war hĂ€ufig notwendig, aber man musste den freien Völkern auch ihren eigenen Willen lassen.

Sie schaute geduldig dem Schauspiel zu. Doch der Zauber des Goblins funktionierte nicht. Nach seinem anfĂ€nglichen Mut flĂŒchtete er umgehend zur Gestalt, die sich eben noch als Stadtwache geĂ€ußert hatte. Aber sich schon lange nciht mehr am Konflikt beteiligt hatte. Segira war verunsichert. Hatte sie das was missverstanden? Schnell musste sie sich Klarheit verschaffen, eine Lektion stand auf dem Spiel. Ihr Körper weilte weiter in physischer Gestalt, wĂ€hrend sie sich in die zeitlose Astralwelt beförderte.

Dort durchschritt sie die Pforten des Ainuwars und drang in den Kopf der Gestalt ein, die sich als Stadtwache ausgegeben hatte. Dort las sie kurz in seinen Erinnerungen, doch nur ein kurzer Blick genĂŒgte aus, das ihr sicher stellte, dass der Tiefling, welcher sich "Urako" nannte, keine Stadtwache war.

Mit diesem Wissen kehrte sie zurĂŒck zur physischen RealitĂ€t. Der HĂ€ndler derweil kam nun in Richtung Tazgosh. Er erreichte ihn und hielt den GrĂŒnling die Klinge am Hals. "Mein Geld", erinnerte ihn der HĂ€ndler.

Urako

Ehe es richtig spannend wurde, flĂŒchtete der Goblin hinter Urako - und krallte sich an seinem Schweif fest. Das war unerhört!!! Diese Region war Ă€ußerst Intim, besonders so nahe an seinem Allerwertesten, der Kerl hĂ€tte ihm genauso gut gleich an den Hintern grabschen können. Und dann erwartete er von Urako auch noch, dass dieser fĂŒr ihn einsprang?

Der HĂ€ndler durchschaute das Schauspiel sofort, er drĂ€ngte sich an Urako vorbei und bedrohte den Zauberer mit einem Dolch. Urako trat zur Seite. "Hol ihn dir", knurrte er - doch der Goblin krallte sich immer noch an seinem Schweif fest. "Finger weg!", brĂŒllte er und stieß ihm mit einer Verrenkung gegen die Brust.

Tazgosh Gremlogg

Schnell schlĂŒpfte der windige Goblin aus der Armschlinge und stieg auf den RĂŒcken des Tieflings, krallte sich an seinen FlĂŒgeln fest, bis er sich auf seinen Kopf setzte. "Bleib mir blos vom Leib und vorher musst du an dem Kerk hier vorbei! Er ist ein gemeiner, fieser und bösartiger SchlĂ€ger, dass siehst du schon an den ZĂ€hnen! Ich hab ihn schon einmal gesehen, der Haut drei von deiner Sorte zugleich um!"

Langsam trottete durch die Menschenmasse Firxas, der nach seiner besser hĂ€lfte Urako suchte und ihn auch in der Mitte einer Traubenmenge finden sollte. Wut entbrannt kam er nĂ€her und brĂŒllte auf Urako ein. "Kaum bin ich 10 min weg, vergnĂŒgst du dich mit GrĂŒmnheuten, was soll das?"

Segira

Nun wurde es etwas wirr. Eine weitere Menschengestalt schaltete sich in den Konflikt ein. Segira musste leider mitansehen, dass ihre Lektion nicht glĂŒcken wĂŒrde. Sie wollte die streitenden Gestalten mit dem Ehrenkodex bekannt machen. Doch wie?

Sie wollte nicht aktiver Bestandteil dieser Konfrontation werden. Das tat sie nur im Ă€ußersten Notfall. Ohnehin konnte sie nicht absehen, was der HĂ€ndler tun wĂŒrde. Sie spĂŒrte eine starke Spur von IrrationalitĂ€t in seinen Gedanken. Der Vergeltungsdrang wich einer Spur von Gier? Keine Gier! Nein, beim verkohlten Leichnam des einarmigen Dals!

Der HĂ€ndler sprach: "Gib mir dein ganzes Geld". Er zog den GrĂŒnling von Urako herunter, warf den Dolch zur Seite und begann Tazgosh zu wĂŒrgen. "Gib mir all dein PROFIT!".Er klang plötzlich ganz fremd, so als ob, jemand anderes durch ihn sprechen wĂŒrde. War es gar Dal? Segira war verunsichert. Den kleinen, einarmigen Gierbolzen hatte sie schon lange nicht mehr gesehen.

"NEIN!!!", schrie die Eiserne wutentbrannt. In einer mechanisierten, perfekten Bewegung zog sie einen silbernen Pfeil aus ihrem Köcher und schoss ihn auf den HÀndler ab. Sie brauchte keinen zweiten Schuss: Der SchÀdel spaltete den Kopf des HÀndles augenblicklich. Und die Gier war fort.

Segiras Wille war nicht geglĂŒckt. Die Lektion hatte nicht funktioniert. Sie tauchte zwischen den Leuten unter. In einer dunklen Ecke einer Gasse, verschwand sie aus der Stadt. Ihre physische Gestalt, zog komplett ab aus der RealitĂ€t. Wenn sie diesen Dal in die HĂ€nde bekam!!! Mit dem hatte sie noch ein HĂŒhnchen zu rupfen!

Urako

Der Goblin war von ihm heruntergepflĂŒckt worden wie der Parasit, der er war und lag nun in gebĂŒhrender Entfernung im Dreck, so wie es sich gehörte. Der HĂ€ndler war Anschauungsobjekt eines faszinierenden Schusses geworden, auch wenn nicht alle Anwesenden Urakos Faszination teilten. Und Firxas tat das, was er am besten konnte: Er glotzte dumm aus der WĂ€sche.

"Was stehst du hier noch rum!", schnauzte Urako. "Das Schauspiel ist vorbei! Beide, wenn man das der Feuerfresser mit zÀhlt. Beweg dich, ich wollte heute irgendwann auch noch was essen."

Urako war durch den Anblick des sĂ€uberlich halbierten SchĂ€dels kein bisschen der Appetit vergangen. Eine fachmĂ€nnische Hinrichtung sah anders aus, zumindest in seiner sumpfigen Heimat. Da Firxas recht blass wirkte und keine Anstalten machte, sich zu bewegen, fĂŒhlte sich Urako genötigt, etwas freundliches zu sagen.

Er hob den KÀse auf, den er an den SchÀdel bekommen hatte und klemmte ihn sich unter den Arm. "Los komm, es gibt heute GrillkÀse. Ich mach auch das Feuer." Das half. Die beiden verschwanden in der Menge.

Tazgosh Gremlogg

Die Panik, der Ekel, die Abscheulichkeit, sie kam Tazgosh gerade recht. Schnell entschlĂŒpfte er der Menge, nicht jedoch ohne die Gunst der Stunde zu nuten und noch ein paar Dinge hier und da mit gehen zu lassen. So entschwand er im dichten und hektischen Treiben des Marktlebens.
Novec Sarili Gojim - Quadratisch - Praktisch - Gut! (Weisheit von Baxeda Bakane)
FĂŒr die einen ist es Novec, fĂŒr die anderen die kleinste Großklappe der Welt. (Weisheit von Baxeda Bakane)
Die Klappe groß, der Körper klein, dass kann doch nur der Novec sein. (Weisheit von Baxeda Bakane)

Kleine Legende: "Text" - Gesprochener Text /---\ >Text< - Gedachter Text

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