Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

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Sinthara
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#41

Beitrag von Sinthara » Mo 15. Feb 2016, 02:32

Er roch schon die salzige Luft des Ozeans als es passierte. seltsam war es, da ihm war als hĂ€tte er es bereits gespĂŒrt.
Doch er verließ sich nicht darauf, selbst wenn hĂ€tte es ihm nichts genutzt.
Sie kamen plötzlich in den Abendstunden als er sich an einem kleinen Feuer wĂ€rmte. Doch er hatte nichts was sie interessierte könnte, außer das was er war. Aber Sie hatte keine AHnung von dem Sturm der ĂŒber sie hinwegfegen wĂŒrde, sollten sie ihre Gedanken in die Tat umsetzen.

Ohne das er ahnte welchen Einfluß er darauf hatte, schien er von jetzt auf dem nĂ€chsten Moment an einem anderen Platz zu erscheinen.
Vermutlich war es ein Impuls der die Macht welche ihm innewohnte hervorrief und sich seinem Willen fĂŒgte.
DIe RĂ€uber wußten gar nicht wie ihnen geschah. Dieser Elf, ein JĂŒngling, nichts weiter, kein Krieger , kein Magier, keine Gefahr. Allenfalls das Mittel um reich zu werden. Doch jetzt schwand dies vor ihren Augen dahin.

Tarias schaffte es auf diese Art bis zum Strand zu gelangen wo er erschöpft einem alten Bekannten in die Arme lief und von ihm gestĂŒtzt wurde.
Der KĂ€ptn welcher das Schiff fĂŒhrte auf welchem er angekommen war, hatte begonnen es zu beladen um weiter zu reisen, als ihm der Elf gefesselt und mit einigen Verletzungen am Leib in die Arme lief.
Eine gute KajĂŒte und ein weiches Bett, das bekam er noch mit, bevor die Erschöpfung ihn in den Schlaf schickte.

Als er erwachte hatte das Schiff bereits abgelegt. Tarias suchte einen Bootsjungen und ließ sich von ihm zum KĂ€ptn fĂŒhren. Seine anfĂ€ngliche Skepsi wisch langsam Erleichterung als ihm der KĂ€ptn mitteilte welcher Hafen sein letzendlicher Zielhafen war. Der alte Mann hatte vorraus gedacht, schien sich ziemlich sicher zu sein das der Elf wieder zurĂŒck wollte.
in knappen Worten erklÀrte Tarias was geschehen war, nur den Teil mit der Magie verschwieg er. Konnte er es sich doch selbst noch nicht erklÀren.
WIchtig war nur das er in Sicherheit war.

SpÀter stand er an der Reling und sah dem Horizont entgegen. Jetzt ging es heim.

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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#42

Beitrag von Sinthara » Di 16. Feb 2016, 20:35

Nur ein Traum?

Langsam setze er sich auf, das weiche Tuch was seinen Leib bedeckt rutscht in seinen Schoß und gab den Blick auf den jugendlich anmutenden Leib frei. Neben ihm regte sich etwas und sein Blick glitt zu der schlafenden Gestalt. das lange dunkle Haar fiel etwas wirr in das Gesicht der Gestalt welche sie zur Seite wischte wie ein lĂ€stiges Insekt was ihn in seinen TrĂ€umen störte.
Einen Moment lang beobachtet er wie die entblĂ¶ĂŸte Brust des SchlĂ€fers sich hob und senkte, dann hörte er etwas und sah zur TĂŒr.

Es war ihm als wĂŒrde er eine Stimme vernehmen, und so erhob er sich leise und schlich zur TĂŒr, doch als er den Knopf herraus steckte war alles still. Nichtmal das Feuer im Kamin knisterte, nur eine fahle Glut glimmte noch vor sich hin.
Doch da, erneut vernahm er eine Stimme, es war nicht zu sagen ob sie zu einem mÀnnlichen oder weiblichen Wesen gehörte, doch sie rief ihn.
Hinaus tretend schloß er die TĂŒr leise hinter sich, um den Schlafenden nicht zu wecken und trat in den Wohnraum. Aber hier war niemand.
Irritiert wollte er schon wieder zurĂŒck gehen als die Stimme erneut erklang, und etwas in ihr brachte ihn dazu einen Schritt vor den Anderen zu setzen.
Wie in Trance verließ er den Wohnraum und trat in die Nacht hinaus. Unter seinen nackten FĂŒĂŸen spĂŒrte er die raue OberflĂ€che der Holztreppe, gefolgt vom kalten Stein der Straßen.
Es war so still in der Stadt, als wÀre sie vollkommen unbewohnt, nur diese Stimme, die immer wieder erklang wenn seine Schritte inne halten wollten zog ihn in ihren Bann und trieb ihn weiter vorran.

Bald fand er sich im Wald wieder ohne zu wissen wie er dahin gekommen war. Um ihn herum leuchteten kleine Lichter auf, und in diesen Lichtern erkannte er die kleinen Wesen welche hier lebten.
Freundlich grĂŒĂŸten sie und flogen wie zu einem Tanz um den Elf welcher sie fasziniert beobachtete. Es fĂŒhlte sich an wie ein Traum. Um ihn herum funkelte es wie tausende Edelsteine, nur schöner, zerbrechlicher, und fĂŒr einen Moment glaubte er, selbst das rauschen seiner eigenen FlĂŒgel zu vernehmen und sich mit den Feen im Tanze zu drehen.

Da erklang erneut die Stimme, das funkeln erlosch und die Feen hörten auf zu tanzen. Der Blick des Elf wande sich in die Richtung aus der er die Stimme vernommen hatte und machte einen Schritt. Er spĂŒrte wie die Feen nach ihm griffen, versuchten ihn zu halten und ihre hohen Stimmen ihn zu warnen schienen. Doch er vermochte nicht inne zu halten, zu sehr fesselte ihn diese fremde Stimme, Zwang ihn dazu weiter zu gehen, tiefer in den Wald.
Deutlich roch er den vom Tau feuchten Waldboden, vernahm das leise rauschen des Windes in den Baumkronen, doch sein Weg war noch nicht zu Ende.
Plötzlich tat sich vor ihm eine Schlucht auf und erschrocken hielt er inne. Unter ihm war gÀhnende SchwÀrze, das Ende konnte man nicht sehen.
Doch von der anderen Seite erklang wieder diese Stimme. Versicherte ihm das es sicher war, das ihm nichts geschehen wĂŒrde, doch drĂ€ngte ihn auch zur Eile.

Und so trat er vor um zu tun was diese Stimme verklangte, da hörte er etwas klirren, wie wenn etwas zu Boden fÀllt....


Blinzelnd schien der Elf aus seinem Traum zu erwachen und hĂ€tte vor Schreck fast das Gleichgewicht verloren, unter ihm ging es tief hinab. Er stand auf dem GelĂ€nder des kleinen Balkons vor der Wohnung seines Meisters. Der Wind pfiff kalt und ihn fror, wie konnte es auch anders sein, trug er doch nichts am Leib. Vorsichtig kletterte er herunter, seine Gliedmaßen waren so klamm von der KĂ€lte, das er das GefĂŒhl hatte, er mĂŒĂŸte schon eine Ewigkeit hier draußen sein. nur wie er dahin kam , konnte er sich nicht erklĂ€ren. Er hatte schließlich nur getrĂ€umt, oder nicht?
Unsicher warf er einen Blick in die Nacht hinaus, ehe er ĂŒber den zerbrochenen Blumentopf am Boden stieg und in der Wohnung verschwand.

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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#43

Beitrag von Sinthara » Do 18. Feb 2016, 20:06

Tarias....Tarias
Blinzelnd schlug er die Augen auf und sah sich irritiert um. Wer hatte ihn gerufen? Suchend lĂ€ĂŸt er seinen Blick durch den Raum schweifen, doch die einzigen Anwesenden schliefen.
Er tat es als Einbildung ab und legte sich nieder, im nĂ€chsten Moment aber saß er erneut im Bett, als die Stimme wieder erklang.
Sie rief ihn sĂ€uselnd, fordernd und schien seinen Geist zu umweben, einzunebeln. Wie in Trance verließ er sein Bett und schlich sich aus dem Schlafraum , durch den WOhnraum in dessen Kamin noch die letzte Glut durch die Dunkelheit leuchtete, und trat hinaus in die Nacht.
Er schritt durch die stillen Straßen der Stadt unter seinen FĂŒĂŸen den kalten Stein spĂŒrend.
Der Stein wich bald weichen Wiesen und irritiert sah er vor sich die Stadtmauern Cadomyrs wie aus Nebel steigen. Doch ihm blieb keine Zeit darĂŒber zu sinnieren was er hier tat, den schon lenkte die Stimme seine Schritte weiter.
Bald schon fĂŒhlte er den kĂŒhlen Sand der WĂŒste durch sehen Zehen rieseln. Irgendwie gefiel es ihm und es fĂŒhlte sich viel leichter an dieser seltsamen Stimme zu folgen.
Zumindestens bis er plötzlich ĂŒberall Untote ĂŒber den Sand kriechen und laufen sah.
Er weitete die Augen und wollte das einzige richtige tun, weglaufen.
Doch er vermochte sich nicht zu bewegen. Jedenfalls nicht in die Richtung in welche er gern gewollt hĂ€tte. ZurĂŒck nach Hause, zurĂŒck an die Seite seines Meisters.
Gezwungener Maßen folgte er dem Zwang dieser fast schon betörend wirkenden Stimme und schritt zwischen den Untoten hindurch. Zu seiner Überraschung beachteten sie ihn gar nicht. Als wĂ€re er gar nicht da.
Fasziniert betrachtete er einen der untoten Drachen und streckte die Hand aus um ihn zu berĂŒhren. Die Knochen fĂŒhlten sich kĂŒhl an, fast wie Eisen und schienen auch so weich und glatt. Über ihm erstreckten sich die FlĂŒgel und dann schien er plötzlich zu fliegen.
Doch als er sich umsah flog er nicht. Er stand hoch oben auf einem Berg, Der Wind pfiff kalt und riss unbarmherzig an dem Elf.
Erneut wĂŒnschte Tarias sich zurĂŒck, doch er konnte nicht. Er mußte dieser Stimme folgen. Sie verlangte es, und er wußte nicht warum er es nicht tun sollte. Aber genauso wußte er auch nicht warum er es tat.
WIe eine MArionette, deren FĂ€den er nicht in der Hand hatte schritt er immer weiter hinauf. Der Pfad wurde immer schmaler und bald schon nicht mehr vorhanden. Unter ihm klaffte der Abhang dessen Ende er nicht sehen konnte.

Plötzlich spĂŒrte er eine neue PrĂ€senz, welche direkt neben ihm zu stehen schien. Doch er konnte niemand sehen. Sie war ihm vertraut und ergriff ihn um ihn wegzufĂŒhren. Tarias ließ es geschehen, den wer oder was auch immer es war, es vermochte genau das zu tun was Tarias allein nicht geschafft hatte. Umzukehren.
Bald schon wieder spĂŒrte er die WĂ€rme und den weichen Sand unter ihm. Die PrĂ€senz schien wieder weg, dafĂŒr war die Stimme nun um so lauter.
Sie war wĂŒtend, und verlangte das er umkehrte, aber er wanderte den Weg der ihn nach Hause fĂŒhrte.
Immer schĂ€rfer wurde die Stimme, scharf wie Rasierklingen welche ihn verletzten. Er spĂŒrte deutlich den Schmerz. Es fĂŒhlte sich an als wĂŒrde sein Körper aufgerissen werden und der Druck in seinem Kopf wurde unertrĂ€glich.


Mit unterdrĂŒcktem Schrei, schreckte er auf und fand sich wieder im Schlafraum. Die Anderen schienen tief und fest zu schlafen, nur der schwarzhaarige an seiner Seite murrte kurz irgendwas unverstĂ€ndliches.
Schwer atmend und mit weit aufgerissenen Augen starrte der Elf sein eigenes ich an, was ihm aus dem Spiegel gegenĂŒber ansah.
Sein Spiegelbild war kreidebleich und wirkte als hĂ€tte es so eben einen Geist oder Schlimmeres gesehen. Doch was Tarias am meisten erschreckte waren die zahlreichen rötlichen Striemen welche sich ĂŒberall an seinem Körper wieder fanden.
Hastig sah er an sich herrab, doch sein Spiegelbild zeigte ihm die Wahrheit.
Rasch zwickte er sich unsanft in den Arm, in der Hoffnung das wÀre nur ein Traum, doch der Schmerz war echt. Er trÀumte nicht.
Hatte er vieleicht ĂŒberhaupt nicht getrĂ€umt? Was wenn alles wirklich passiert war. Aber das konnte nicht sein, andererseits waren die Verletzungen echt.
Sein Blick wanderte zum Fenster, draußen graute schon der Morgen. Bald wĂŒrde Djironnyma wach werden, und es war besser er sah die Verletzungen nicht. Nicht solange Tarias sie sich nicht mal selbst erklĂ€ren konnte. So zog er sich an, schrieb seinen Traum in seinem Tagebuch nieder und nutzte dann die noch morgendliche Ruhe, fĂŒr einen ausgiebigen Spaziergang welcher hoffentlich wieder Klarheit in seinen Geist und entspannung in seinen Körper brachte.

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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#44

Beitrag von Sinthara » Mi 15. Jun 2016, 16:31

Viele Monde waren ins Land gegangen seit er von seiner Reise zu "Ihr" zurĂŒck gekehrt war. Der Verat, wie einer hatte es sich angefĂŒhlt, hatte ihn noch lange geschmerzt, aber auch vor eine neue Frage gestellt. Nur das er diese verdrĂ€ngte, den es fĂŒhlte sich an als wĂŒrde er seinen Meister veraten, nur weil er daran dachte.
Und wenn es etwas gab wo er sich sicher war das niemals zu tun, dann war es ihn zu veraten.

So widmete er sich wieder den ĂŒblichen Dingen. Seinem Schneiderhandwerk, ein wenig Training und seinen Magie -forschungen. NatĂŒrlich auch fĂŒr seinen Meister da zu sein.

Wobei er das nur bedingt konnte, er war kein Krieger und noch weit davon entfernt ein starker Magier zu sein.
So konnte er auch nichts tun außer schockiert festzustellen das sein Meister und drei andere Mitglieder des Ordens von einem Nekromanten bei dessen Tod mit einem Fluch belegt wurden.
Ihre Haut und ihre Haare waren aschfahl und in der ersten Zeit waren sie stÀndig kalt und stark geschwÀcht.

Obwohl er noch Lehrling war versuchte er zu helfen, und drang in den Geist eines Betroffenen um mehr heraus zu finden. Doch was dann geschah hatte er niemals voraus sehen können, keiner von Ihnen.
Etwas schoß in seinen Kopf und es fĂŒhlte sich an als wĂŒrde er innerlich erfrieren.
Das nĂ€chste woran er sich erinnerte, war das er am Kreuz erwachte, zum GlĂŒck unverletzt, bis auf starke Kopfschmerzen. Wie er erfuhr hatte er plötzlich einen fremdartigen magischen Edelstein erhoben und somit offenbar etwas ausgelöst den plötzlich waren sie mitten in der Stadt von einer Horde Untoter umringt gewesen.
Es schien als hĂ€tte die Macht des Fluches, soviel EInfluß gehabt sich seiner fĂŒr den Moment zu bemĂ€chtigen.

Ein paar Monde danach brach ein erneutes Ereigniss hervor. Aus einem Berg, einem alten Vulkan strömten Maßen an untoten Magier. Der Versuch mit Magie einfluß zu nehmen, brachte den Magiern nur Visionen ein.
Visionen deren Bedeutung sich ihnen nicht wirklich erschloß.
Selbst Tarias blieb nicht verschont und eines Tages begann etwas was einen langen Schwanz mit sich zog....

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