Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#31

Beitragvon Sinthara » Do 1. Okt 2015, 12:31

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Es vergingen Stunden. Stunden in welchen Tarias bestimmt zig Mal den Tisch abgewischt hatte und st├Ąndig irgendwelche Dinge die in der K├╝che standen umsortierte. Nur Djironnyma schien die Ruhe selbst zu sein, wie sollte es auch anders sein. Er hatte gesagt das f├╝r die Meisten schwer zu verstehen sein w├╝rde. Und dabei hatte der Elf es nur grob gehalten.

Dann ert├Ânten Schritte und als die Beiden aufsahen stand dort Illahin mit seiner Familie. Sie wollten aufbrechen. Nachdem er sich von den Kindern und der Frau seines Bruders verabschiedet hatte standen sich nun die beiden Br├╝der gegen├╝ber. Illahin l├Ąchelte ihm aufmunternt zu.
"Ich mag es nicht verstehen aber ich bin dennoch stolz was aus dir gewurden ist. Als du gingst, warst du ein Tr├Ąumer, aber jetzt steht ein Mann vor mir."
Unweigerlich mu├čte Tarias schmunzeln. "Ich bin noch immer ein Tr├Ąumer"
Der Druide l├Ąchelte nur, und verabschiedete sich dann auch von Djironnyma wobei er den Magier einen ganzen Moment lang eindringlich betrachtete ehe er seiner Familie folgte.

Einige Minuten sp├Ąter trat sein Vater ein, noch immer war das Gesicht des sonst so strengen aber humorvollen Elfen eisig. Seinen Sohn sah er nicht mal an sondern sprach direkt Djironnyma an.
H├Âflich und ruhig aber mit einem Ton der kalt war wie der tiefste Winter verwie├č er den Magier seines Hauses und wie├č ihn an sich von seiner Familie fern zu halten und das sein Sohn nicht sein Eigentum w├Ąre.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#32

Beitragvon Sinthara » Di 6. Okt 2015, 11:02

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Erschrocken sprang Tarias auf und w├Ąhrend Djironnyma wie immer vollkommen ruhig und erhaben wirkte, war der junge Elf weniger ruhig.
"Vater! Wenn du ihn wegschickst werde ich mit ihm gehen!"
Tharion sah zu seinem Sohn und schien ihn zurecht wei├čen zu wollen doch als er in die funkelnden Augen seines J├╝ngsten blickte erkannte er das aus ihm ein Mann gewurden war der seine eigenen Entscheidungen traf und fest dazu stand. Das er ihn nicht w├╝rde umbewegen k├Ânnen. Er w├╝rde selbst erkennen m├╝├čen was richtig und was falsch war.
"Dann geh."
Knapp waren die Worte und er wande sich ohne weitere ab und verschwand wieder in den Garten.
Mit dem Temperament eines jungen Geistes verschwand Tarias nach oben, packte seine und die Sachen seines Meisters zusammen um zu gehen.
Ashariel brachte die M├Ąnner noch zur T├╝r und l├Ąchelte Tarias traurig aber warm an.
"Gib ihm Zeit."
"Auch ich mag es vieleicht nicht verstehen aber mir ist das wichtigste das du gl├╝cklich bist."

Tarias l├Ąchelte und umarmte seine Mutter noch ehe sie Djironnyma mit dem selben warmherzigen Blick bedachte.
"Seht es ihm nach, und bitte achtet mir gut auf meinen Jungen."
Dann trat sie zur├╝ck in den T├╝r.
"M├Âgen die F├╝nf eure Pfade beh├╝ten und euch sicher wieder heim geleiten."
Lange noch sah sie ihnen nach, bis die beiden M├Ąnner in der Dunkelheit verschwanden.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#33

Beitragvon Sinthara » Sa 17. Okt 2015, 15:50

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Die R├╝ckreise verlief recht still. Tarias warf tief getroffen von der harten Abweisung seines Vaters. Auch wenn er nach Au├čen hin fast wirkte wie immer so sp├╝rte man es doch wenn man ihn etwas n├Ąher kannte. Die meiste Zeit schien er abwesend und seinen Gedanken nach zu h├Ąngen. Ein L├Ącheln suchte man auf der R├╝ckreise vergebens. Selbst seiner geliebten Panfl├Âte entlockte er nicht einen einzigen Ton.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#34

Beitragvon Baxeda » So 18. Okt 2015, 19:23

Sch├Â├Â├Ân! :bax: Und traurig. Wo mag der Weg die beiden hinf├╝hren?
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#35

Beitragvon Sinthara » Di 27. Okt 2015, 21:53

Entspannt sa├č er unter einem Baum, an seinem Stammplatz und sah, mal wieder, abwesend in den Himmel als Schritte ihn ablenkte. Als er zur Seite sah steuerte ein Botenjunge eilig auf ihn zu, in der ausgestreckten Hand einen Brief.
Dankend nahm der junge Elf den Brief entgegen und schenkte dem Botenjungen, im Gegenzug ein gro┬┤├čz├╝giges St├╝ck Erdbeerkuchen.

Als der Junge wieder verschwunden war sah Tarias nachdenklich auf den Brief. Ob er von seinem Vater war? Viel Zeit war wieder ins Land gegangen seit seinem Besuch daheim. Nun viel Zeit f├╝r einen Menschen. F├╝r einen Elf waren es wohl nur gef├╝hlte paar Wochen.
Noch immer schmerzte die Erinnerung daran, aber er hatte es hingenommen so das er wieder sich ganz seinem Leben widmen konnte.

Langsam ├Âffnete er den Brief und kam schnell zu der Erkenntniss das es sich nicht um die Handschrift seines Vaters handelte.
Es war eine alte Freundin aus vergangener Zeit. Wie sie schrieb wirkte es fast als w├Ąre er f├╝r sie viel n├Ąher als er es jemals gedacht h├Ątte.

Gut als Kinder hatte sie oft mit ihm Hochzeit und Familie gespielt, und als sie ├Ąlter waren, sich beim gemeinsamen Nacktbaden im See manchmal etwas seltsam angestellt. Er hatte es damals nicht verstanden, warum auch.
Sie waren Freunde, da war es doch egal wie der Andere ohne Kleidung aussah oder nicht?

Nachdenklich sah er wieder hinauf zum Himmel und seufzte tief, er w├╝rde mit seinem Meister dar├╝ber sprechen m├╝├čen. Vieleicht wu├čte er mehr Rat.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#36

Beitragvon Sinthara » Di 9. Feb 2016, 13:06

Tarias Reise.
Ein paar kurze Ausschnitte aus einzelnen Etappen seiner Reise.
Nachdem er mit seinem Meister ├╝ber den Brief einer alten Freundin gesprochen hatte, war er irgendwann sehr spontan, fast etwas ├╝berst├╝rzt aufgebrochen. Er wu├čte das was vor ihm stand w├╝rde nicht einfach werden. Er war nicht der Typ dem es leicht fiel, schlechte NArichten zu ├╝berbringen. Und diese hier, war in gewisser Weise eine solche.

...

---------------------------------------------------------------------------------------



~Meister Djironnyma.

Verzeiht das ich einfach aufbrach, ohne mich nochmal von euch zu verabschieden.
Ich bef├╝rchtete das mich dies nochmal wanken l├Ą├čt.
Die Reise frischt offenbar auch mein Ged├Ąchtnis gleich auf. Ich hatte Seereisen schlimmer in Erinnerung.
Diese hier ist angenehm. Die See hat nur leichten Wellengang und der Himmel ist strahlend blau.
Ich bef├╝rchte fast das ich braun gebrannt zu euch zur├╝ck kehre, aber wir werden sehen.
Au├čer mir sind noch eine Familie und ein P├Ąrchen mit auf dem Schiff, so ist es abgesehen von den Kindern und den ├╝blichen Ger├Ąuschen ruhiger als angenommen.
Die meiste Zeit verbringe ich auf Deck, beobachte die Crew beim arbeiten oder die anderen Passagiere, sofern sie sich blicken lassen.

Ich werde euch alsbald wieder schreiben.

Euer Tarias ~



Der Elf hob den Blick von dem Brief und sah einen Moment zu wie die Crew die Segel herrab lie├čen, da etwas WInd aufgekommen war welchen sie f├╝r sich nutzen mu├čten.
Vereinzelte Schwei├čtropfen gl├Ąnzten auf den, durch die Arbeit gest├Ąhlten nackten Oberk├Ârpern. Der Blonde vermochte seinen Blick f├╝r einen ganzen AUgenblick nicht davon los zu l├Âsen, ehe er sich mit einem kaum h├Ârbaren R├Ąuspern abwand und den Brief zusammen rollte um mit selbigen in der Kaj├╝te zu verschwinden.

Dort holte er eine der Tauben, die er mitgenommen hatte, aus ihrem K├Ąfig und band den Brief am Fu├če fest.

"Flieg mein T├Ąubchen, flieg und bring ihm den Brief, die F├╝nf m├Âgen dich auf deinem Weg sch├╝tzen."

Mit der Taube wieder auf Deck warf er sie hoch in die Luft und sah ihr noch lange nach selbst als sie seinem Blick schon entschwunden war, bis er unsanft von der Seite angesto├čen wurde und in die Augen des Bootsjungen blickte. F├╝r einen Moment schienen die Beiden den Blick nicht von einander abwenden zu k├Ânnen, bevor der Bursche sich entschuldigte und weiter hastete um mit dem K├Ąptn keinen ├ärger zu bekommen. Nur der Elf sah dem jungen Mann noch einen Moment nachdenklich nach, ehe er sich abwand und wieder einen Platz an der Reling suchte.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#37

Beitragvon Sinthara » Di 9. Feb 2016, 22:46

"Verzeiht die St├Ârung."

Tarias sah auf die Hand die sich auf seinen Arm gelegt hat, und dort nur eine kurze Ber├╝hrung hinterlie├č ehe er den Blick hob zu der Person welcher diese Hand geh├Ârte. Unverbl├╝mt sah er direkt in die strahlend blauen Augen welche ihn so unschuldig, unsicher und dennoch intensiv ansahen.

"D-Der K├Ąptn w├╝nscht euch zu sprechen."

Der junge Elf nickte und schenkte dem Burschen ein sanftes L├Ącheln bevor er sich erhob, sein Buch zusammen klappte und hinauf zum Kapit├Ąn trat. Dabei hatte er das Gef├╝hl beobachtet zu werden. Tats├Ąchlich stand der Schiffsjunge noch da und starrte dem Elf nach, bis ein Schlag auf dem Hinterkopf mit einem unsanften. "Scher dich an die Arbeit und halt nicht Maulaffen feil" ihn wieder aus seinen Gedanken riss, er den ersten Maat etwas murrend ansah, sich dann aber rasch wieder an die Arbeit machte.

"Etwas Wein?"

Tarias hob h├Âfflich ablehnend die Hand und nahm auf dem Stuhl Platz. der K├Ąptn, ein durchaus in die Jahre gekommener Mann, lehnte sich zur├╝ck und nippe an seinem weinbef├╝llten Krug.

"Ich hoffe ihr konntet bisher gut auf meinem Schiff reisen, und normaler Weise bel├Ąstige ich meine Passagiere nicht, aber in diesem Fall w├Ąre ich...euch sehr verbunden wenn ihr meine Bitte anh├Ârt."

Etwas verwundert lauschte er den Worten des K├Ąptn, machte aber keine Anzeichen das er dem abgeneigt w├Ąre, so konnte der K├Ąptn sein Anliegen vortragen und man kam letzendlich zu der Einigung das Tarias seiner Bitte nachkommen w├╝rde.
Und als zwei Tage sp├Ąter endlich am Hafen ankam, verlie├č der junge Elf mit mehr das Schiff als er es betreten hatte. Einige Goldm├╝nzen hatten ihren Besitzer gewechselt, und sein neuster Schatten war der Schiffsjunge.
Daniel...so wie der Junge hie├č, gerade mal 17 war ein Waisenkind, die Schwester des K├Ąptn hatte den Jungen damals gefunden, halb erfroren und hungrig. Sie nahm ihn bei sich auf und der K├Ąptn vermochte nicht ihr diesen Gedanken aus dem Kopf zu schlagen. So war der Junge bei ihnen aufgewachsen und kaum das er alt genug war, stehts mit auf See gewesen. Heute sollte er zur├╝ck nach Hause und der K├Ąptn f├╝hlte sich offenbar besser, wenn er in Begleitung war.
Die Reise war viele Tagesm├Ąrsche lang, doch die beiden verstanden sich gut, zu gut m├Âchte man fast meinen, den Daniel schien sehr die N├Ąhe des Elfen zu suchen, hin und her gerissen zwischen Neugier und Unsicherheit.
Aber der Elf war sich nicht sicher, ob es die gleiche Ursache war, wie bei ihm oder ob es nur die Neugier eines jungen Burschen war. Andererseits beobachtete er ihn auch ├Âfters, aber man sprach nie mehr ├╝ber das was vieleicht war oder nicht war.
Und dann war auch schon der Abschied gekommen. Obwohl man Tarias noch bat, wenigstens zum Essen zu bleiben lehnte er h├Âfflich aber bestimmt ab. Er wollte weiter kommen, immerhin hatte er ein Ziel, und eigentlich wollte er das schnell erreichen und wieder hinter sich bringen.
Daniel schenkte ihm zum Abschied eine geschnitzte Seem├Âwe welche er nicht schlecht bestaunte, den es war eine sehr feine Arbeit. Der Junge hatte Talent.

Als er das Haus des Burschen schon eine Weile hinter sich gelassen hatte, so das man es nicht mal mehr in der Ferne sehen konnte, machte er eine Pause. Setze sich gem├╝tlich unter den Baum, mit etwas Pergament und einem Kohlestift.

~Meister Djironnyma

Das Schiff habe ich bereits sein einigen Tagen hinter mich gelassen. Doch zog sich meine Reise in die L├Ąnge da ich dem K├Ąptn noch den Gefallen tat, seinen Schiffsburschen bis nach Hause zu geleiten.
Als ob ich ihm h├Ątte im Fall eines Angriffes Sicherheit bieten k├Ânnen. Aber seis darum. Er war eine nette Gesellschaft, auch wenn immer irgendwas in der Luft zu stehen schien. Etwas Unausgesprochenes zwischen uns. Nun inzwischen ist er heil daheim angekommen und ich habe meinen Weg allein fortgesetzt.
So wirklich vermag ich diese sch├Âne Gegend gar nicht zu genie├čen, da meine Gedanken stehts zwischen euch und dem was vor mir liegt hin und her schwanken. Ich hoffe sie wird es verstehen.

Auf ewig
- Euer Tarias. ~


Den Brief zu Ende geschrieben, befreite er eine weitere Taube aus dem K├Ąfig, band den Brief an ihren Fu├č und schickte sie los, dann schulterte er sein B├╝ndel und setzte den Weg fort...
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#38

Beitragvon Sinthara » Mi 10. Feb 2016, 19:03

Regen riss ihn aus seinen Gedanken und er blieb stehen. Sein Blick zum Himmel gewand geno├č er das erfrischende Nass und fuhr sich durch das Haar. Er hatte l├Ąngst vergessen wie lange er schon unterwegs war, das wurde ihm in dem Moment bewu├čt.
So lenkte er seinen Blick wieder nach vorne und erstarrte.
Ein paar Meter vor ihm stand eine Elfenfrau. Das lange dunkle Haar fiel offen ihren R├╝cken herrab und erinnert ihn f├╝r einen kurzen Moment, unweigerlich an seinen Meister. Doch sein Blick glitt weiter ├╝ber die schlanke Gestalt welche in ein einfaches figurbetontes aber nicht billig wirkendes Kleid geh├╝llt waren.
Tarias betrachtete sie noch einen Moment, l├Ąchelt dann sachte und trat n├Ąher herran. EIn Zweig der unter seinen F├╝├čen zerbrach, lie├č die Elfe zusammen zucken und sie schnellte herum, erstarrte zugleich, als sie ihn erblickte, ungl├Ąubig rief sie seinen Namen und dann hielt sie nichts mehr unter dem Schutz des Baumes.
Tarias wu├čte gar nicht wie ihm geschah als seine Kinderfreundin ihm pl├Âtzlich um den Hals fiel. ├ťberrumpelt blinzelte er und legte dann l├Ąchelnd seine Arme um ihre schlanke Gestalt.
"Celane" sprach er liebevoll ihren Namen und sie sah zu ihm auf. tiefe schwarze aber unglaublich sanfte Augen betrachteten den jungen durchn├Ąssten Elf.
"Wie kommst du hier her, Wieso hast du nicht geschrieben."
"Ich ehm...Ich dachte ich ├╝berrasch dich einfach."
"Oh..Die ist dir gelungen, komm lass uns schnell heim."


Er nickte nur und sie eilten durch den Regen, quer durch den Wald bis sie vor einem kleinen Haus ankamen. Rasch suchten sie Zuflucht im Inneren und Celane sah lachend zu ihm. Selbst er mu├čte schmunzeln, als h├Ątten sie den selben Gedanken gehabt. Fr├╝her als Kinder sind sie oft hinaus gerannt und haben im Regen getanzt, bis ihre Eltern sie schimpfend ins Haus geholt haben.
Sie schauderte und trat zum Kamin um die noch hei├če Glut zu sch├╝ren und etwas Holz nach zu legen. W├Ąhrend dessen ging er ganz wie gewohnt nach oben in das Zimmer was er fr├╝her immer bewohnt hatte, wann immer er sie besuchen war. Dort kleidete er sich um und griff zu Pergament und Feder.

~Meister Djironnyma

├ťberrascht von einem warmen Regen bin ich nun endlich angekommen. Es ist sch├Ân hier so mitten im Wald in dem kleinen gem├╝tlichen Haus. Und es weckt viele sch├Âne Erinnerungen. Ich freue mich, nun wo ich da bin, sie wieder zu sehen. Sie ist so h├╝bsch gewurden, das ist mir damals nie aufgefallen. Und ihr Lachen. Wisst ihr, ihre Augen funkeln immer wie Sterne, wenn sie lacht.
Ich hoffe bei euch in Runewick ist alles ruhig wie immer.

- Tarias ~


Er band den Brief zusammen und legte ihn neben den K├Ąfig der Tauben, sobald der Regen aufgeh├Ârt hatte, w├╝rde er eine mit dem Brief auf die Reise schicken. Leise schlo├č er die T├╝r hinter sich und ging hinab.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#39

Beitragvon Sinthara » Do 11. Feb 2016, 18:27

Der restliche Abend war noch wundersch├Ân gewesen. Sie hatten sich viel unterhalten und sich am├╝siert. Celane hatte gekocht und ihn mit einem etwas eigen schmeckenden Wein ├╝berrascht.
Alles in Allem w├╝rde er sagen es war ein sch├Âner Abend. Doch das geriet rasch in Vergessenheit als er am Morgen aufwachte.
Er f├╝hlte sich schwach und hei├č, und manchmal glaubte er einen Hund durch den Raum fliegen zu sehen.
Celane wirkte besorgt als sie auf sein Rufen herrein kam und machte sich sofort daran einen Trank zu fertigen.
Der junge Elf selbst wu├čte nicht wo oben und unten war. Er schwankte zwischen Schlaf und Wachphasen, und wann immer er die Augen aufschlug passierte etwas was ihn verwirrte. Mal h├Ârte er Stimmen die ihm Dinge einredeten, und dabei klangen wie Celane. Nur die w├╝rde so etwas nicht tun, immerhin versuchte sie ihm doch zu helfen oder nicht? Andere Male sah er seinen Meister durch den Raum schweben wie einen Geist und gegen Ende glaubte er das Celane nackt durch sein ZImmer lief.
So vergingen Tage ohne das sich an seinem Zustand etwas verbesserte, doch er war viel zu schwach um sich dar├╝ber Sorgen zu machen. Als er wieder mal einen Trank dastehen hatte verfehlte er beim greifen die Flasche, welche umfiel und der Inhalt sich ├╝ber den Boden ergo├č. Seufzend stellte er die Flasche wieder richtig hin und erhob sich tr├Ąge. Blinzelnd schwankte er hin├╝ber zum Tisch und mu├čte feststellen das der K├Ąfig seiner Brieftauben offen war, und alle Tauben weg. Ganz vage vermochte er sich daran zu erinnern das Celane sie freigelassen hatte, weil sie, wie sie sagte, der Meinung war das sie frei sein m├╝├čten. Nur das Brieftauben nicht einfach davon flogen, sondern zu ihrem Nest zur├╝ck.
Oder sie blieben ganz da, wie Tarias feststellte. Zwei der vier Tauben sa├čen munter auf dem Fensterbrett.
Er l├Ąchelte massierte sich nochmal die Schl├Ąfen und setzte einen Brief auf.

~ Meister

Es wird sich alles verz├Âgern. Ich bin erkrankt, aber wei├č nicht worran. Mir ist hei├č als h├Ątte ich Fieber, ganz zu schweigen von dem starken Schw├Ąchegef├╝hl. Allein dieser Brief ist anstrengend. Und dann diese Halluzinationen. Celane meint es wird mir bald besser gehen. Sie mischt mir jeden Tag Tr├Ąnke. Es f├╝hlt sich mehr an als w├╝rde es schlimmer werden, weshalb ich hoffe das ihre Tr├Ąnke bald wirken. Sie hat auch die Brieftauben frei gelassen. Meinte sie sollten frei sein. Zum Gl├╝ck sind zwei geblieben. Die Anderen werden wohl irgendwann in Runewick auftauchen.
Ich schreibe euch sobald es mir wieder gut geht.

Euer Tarias ~


Seine H├Ąnde zitterten schon, als er den Brief zum Schlu├č zusammen band und am Fu├č einer Taube befestigte welche sich dann auch gleich auf den Weg machte. strauchelnd ging er zur├╝ck zum Bett und fiel kaum das er drinnen lag, wieder in einen Schlaf.
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Re: Ausschnitte aus der Welt eines Charakters

#40

Beitragvon Sinthara » Fr 12. Feb 2016, 16:01

Als er erwachte f├╝hlte er sich gut. Etwas schwach noch, aber sein Kopf f├╝hlte sich wieder klar an. Pl├Âtzlich ├Âffnete sich die T├╝r und Celane trat herrein. Sie war vollkommen entbl├Â├čt und setzt sich , wie selbstverst├Ąndlich auf die Bettkante.
"Was tust du da?"
"Ich k├╝mmer mich um dich." *s├Ąuselte sie sanft*
"Aber du bist...nackt!"


DIe Art und Weise wie er es sprach schien sie kurz zu irritieren und sie sah erschrocken zu ihm. Er begriff nun langsam das die Tr├Ąnke die Ursache f├╝r sein Unwohlsein war. Sie hatte ihm damit hilflos gemacht, ihr regelrecht ausgeliefert. Und da er den letzten Trank ausversehen versch├╝ttet hatte, hatte die Wirkung abgenommen,
Er setzte sich auf und sie wich zur├╝ck, griff sich das n├Ąchst beste Tuch und bedeckte ihren entbl├Â├čten Leib.
"Warum?"
"Ich wollte dir doch nur helfen. Damit du von ihm los kommst."
"Los kommt; helfen?"

Er wirkte irritiert.
"Dein Vater...ich mein..."
Tarias seufzte und erhob sich vom Bett. "Er hat es dir erz├Ąhlt."
"Ja und..." Wieder Mut gefasst trat sie n├Ąher und bettete ihre Hand anschmiegsam an seiner Brust ehe er von einem Kuss ├╝berrascht wurde. Sie schmeckte s├╝├č, und ihre Lippen waren so weich..so verf├╝hrerisch....
Abrupt riss er sich los.
"Lass das."
"Aber irgendwer mu├č dich doch befreien, dieser "Meister" behandelt dich doch wie einen Hund, ein Spielzeug was er wegwirft wenn er keine Lust mehr darauf hat."

Er sch├╝ttelte den Kopf, doch sie war so aufgebracht und leidenschaftlich das sie ihn gar nicht zu Wort kommen lie├č.
"Tarias ich liebe dich, was dieser widerw├Ąrtige Basta.....
Sie kam gar nicht dazu ihren Satz zu beenden da hatte sie von ihm eine Ohrfeige bekommen.
Entsetzt und erschrocken sah die zarte Elfe ihn an, aber auch Tarias war erschrocken dar├╝ber. Doch trug sein Blick auch etwas entt├Ąuschtes und verletzes.
Dann wande er sich ab, schl├╝pfte in seine Kleidung und griff seine Sache ehe er wortlos hinaus ging und ohne nur einmal zur├╝ck zu blicken zwischen den B├Ąumen verschwand. Selbst ihr Ruf, als Celane aus ihrer Starre erwacht war, hielt ihn nicht auf.
Mit festen Schritten durchquerte er den Wald, ohne auf den Weg zu achten. Nur die grobe Richtung zur├╝ck zum Hafen im Blick.
Erst als schon die Mittagssonne hoch am Himmel stand machte er Rast um einen kurzen Brief mit einer Taube los zu senden.

~ Ich kehre heim. In 12 Tagen bin ich zur├╝ck.
- Tarias ~

Kaum war die Taube weg ging er weiter, als wolle er sich nicht mit dem Geschehenen befassen und sich so ablenken. Nur bemerkte er nicht das er beobachtet wurde....
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