Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Schlächter vs. Giftspinne [Tribute von Panem Fanfiktion]

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Schlächter vs. Giftspinne [Tribute von Panem Fanfiktion]

#1

Beitrag von Baxeda » So 13. M√§r 2016, 19:11

Infos zur Geschichte:

Diese Geschichte wollte einfach raus. Die beiden Protagonisten entstanden urspr√ľnglich als Teilnehmer einer MMFF (Mitmach-Fanfiktion) und waren daher nie als 'meine' Charaktere konzipiert. Ich habe sie relativ lieblos nach dem Baukastenprinzip aus bestehenden Charakteren zusammengepuzzelt. Der aufmerksame Leser wird bei den beiden zahlreiche Elemente anderer Charaktere von mir wiederfinden. Wer Lust hat zu raten, kann dies gern tun. :-D Yarigo hatte in der MMFF bereits seinen ersten Auftritt.

Dies ist eine Male-Slash-Geschichte (Romanze zwischen zwei Männern) mit einer expliziten Szene. Don`t like it - don`t read it.

Da diese Geschichte ein P18-Rating hat, gibt es hier nur eine harmlose Leseprobe. Den Link zum Rest der Geschichte findet ihr am Ende des Probekapitels.


Kurzbeschreibung:

"Wir alle sind Tiere in diesen Mauern - die einen sind J√§ger, die anderen Beute." W√§hrend des Trainings nannte man ihn den Schl√§chter. Sein Name ist Yarigo aus Distrikt 10. Mit seiner Ausbildung zum Metzger meinte er, die besten Voraussetzungen zu haben, um als Sieger aus den Hungerspielen hervorzugehen, doch bald muss das junge Raubein feststellen, dass die Bereitschaft zum T√∂ten allein nicht ausreicht. Einer seiner Gegner erkennt Yarigos gr√∂√üte Schw√§che: seine Vorliebe f√ľr unterlegene M√§nner. Der scheinbar harmlose Flux mogelt ihm ein B√ľndnis unter und beweist ganz andere Talente, um dem Sieg Tod f√ľr Tod n√§her zu kommen. Yarigos eiserner Wille, um jeden Preis zu √ľberleben, wird bald auf eine harte Probe gestellt, denn dem Charme der kleinen Giftspinne kann er sich nur schwer entziehen. ‚ÄěAngenommen, du findest in der Arena den Mann deiner Tr√§ume ‚Äď w√ľrdest du ihm den Kopf abschlagen?‚Äú (Ceasar Flickerman)
"Die Menschen bauen zu viele Br√ľcken und zu wenige Mauern."
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Re: Schlächter vs. Giftspinne [Tribute von Panem Fanfiktion]

#2

Beitrag von Baxeda » So 13. M√§r 2016, 19:14

Yarigo


Schwei√ügebadet lehnte Yarigo mit dem R√ľcken an einem Baum. Die Knie seiner braunen Pluderhose starrten vor Dreck, √ľberall in der Kleidung steckten Tannennadeln. Das √§rmellose schwarze Shirt klebte ihm schwei√ünass auf dem muskul√∂sen Oberk√∂rper. Einheitliche Funktionskleidung hatte es zu diesen Hungerspielen keine gegeben. Man hatte sie in jene Sachen gesteckt, in welchen die Tribute w√§hrend der Ernte ihr Schicksal entgegengenommen hatten, unter den Blicken von tausenden Jugendlichen, die erleichtert waren, dass es nicht sie getroffen hatte und ihren gl√ľcklichen Eltern. In den meisten F√§llen handelte es sich um Ausgehkleider. Das Wetter hatte bereits die ersten Opfer gefordert und ihm die Arbeit abgenommen. Bisher hatte er noch nicht t√∂ten m√ľssen, aber er war entschlossen, es zu tun, wenn seine Taktik versagte ‚Äď zu warten, bis er als Letzter √ľbrig sei und den Rest den anderen Teilnehmern und der k√ľnstlichen Natur zu √ľberlassen. Als einer der Wenigen hier trug Yarigo stabiles Schuhwerk, da er Funktionalit√§t schon immer den optischen Anspr√ľchen vorgezogen hatte. Ein weiblicher Tribut - ihren Namen und ihren Distrikt hatte er vergessen - war in einem kurzen Sommerkleid und Riemchensandalen in die diesj√§hrige Arena geschickt worden, einen Mischwald mit t√§glich wechselnden Wetterbedingungen. Gestern hatte es Schneeregen gegeben, am heutigen Tag milden Sonnenschein. Wie die Nacht werden mochte, wussten die Spielmacher allein.
Yarigos Knie zitterten, er brauchte dringend eine Rast. Doch dies hier war kein guter Ort, genau so wie alle, die er vorher durchstreift hatte, während er den Tributen ausgewichen war. Es gab weder Felsen noch Höhlen und kaum Unterholz. Sich irgendwo dauerhaft zu verschanzen, ohne entdeckt zu werden, war ein Ding der Unmöglichkeit. Aber Begegnungen wollte Yarigo vermeiden, so lange es nur ging. Er leckte sich die trockenen Lippen. Die Muskelmasse, welche sein Beruf als Metzger mit sich brachte, forderte langsam ihren Preis, Ausdauer war keine seiner Stärken. Doch hier konnte er nicht bleiben, es gab zu wenig Deckung. Rennen war ihm nicht mehr möglich, obwohl ihn jede Faser des Körpers dazu drängte, stattdessen ging er mit ausgreifenden Schritten, als sei er auf einer Wanderung in Distrikt 10, auf den Feldwegen mit den Traktorspuren, zu Hause im Land der endlosen Weizenfelder und grasenden Rinder, weit fort von der Arena, in der man Panems Zukunft verheizte.
Die Schritte f√ľhrten ihn weiter durch den Wald, der √ľberall gleich aussah, eine nie endende Fichtenmonokultur, Reihe um Reihe standen sie im Spalier, ausreichend entfernt voneinander, um hartes Waldgras auf dem Boden wachsen zu lassen. Hier und da wuchsen Pilze, doch keinen von ihnen kannte er und so lie√ü er sie stehen. Das Gras raschelte unter seinen Schuhen, eine Spinnwebe verfing sich in seinem kurzen braunen Haar. Er zupfte sie fort, ebenso wie weitere Weben aus den Wimpern, welche die sch√∂nen, honiggelben Augen ums√§umten, die nicht in sein grobes, aknezerfressenes Gesicht passen wollten.
Bald trug der Wind leise Stimmen mit sich, Yarigo erstarrte mitten in der Bewegung, um keinen Laut mehr zu verursachen. Den Ger√§uschen nach musste hier irgendwo eine Gruppe sein, mindestens drei weibliche Tribute. Leichte Beute f√ľr das Schlachtbeil, das er mit einem breiten Lederriemen quer auf seinem R√ľcken trug, zumindest wenn sie alleine gewesen w√§ren. Dies h√§tte den Sieg beschleunigt, doch einer Gruppe gegen√ľber zu treten war ihm zu riskant. Vielleicht ein andermal, wenn eine oder zwei von ihnen von einem anderen Teilnehmer oder den von grausamer Menschenhand gemachten Naturgewalten erledigt worden war.
Die Stimmen blieben unver√§ndert, niemand n√§herte sich ihm. Mit einer flie√üenden Bewegung trat Yarigo hinter einen Baum und blickte vorsichtig durch die tiefh√§ngenden Zweige. Nichts zu sehen, die benadelten √Ąste verdeckten jede Sicht. Er √ľberlegte. Sollte er doch nachschauen? Vielleicht konnte er seine Chance, hier heraus zu kommen, einfacher erh√∂hen, als er glaubte. Wenigstens einmal nachzusehen konnte nicht schaden. Fr√ľher oder sp√§ter musste er ohnehin von eigener Hand t√∂ten, daf√ľr w√ľrden die Spielmacher schon sorgen. Den gepriesenen Schl√§chter in Action zu sehen, diesen Leckerbissen w√ľrden sie den Zuschauern daheim nicht verwehren.
Er nahm das Schlachtbeil vom R√ľcken und umschloss den kurzen Griff fest mit den Fingern. Es handelte sich um eine Einhandwaffe, dem urspr√ľnglichen Verwendungszweck nach eigentlich ein Werkzeug. Es war handlich, aber schwer genug, um verheerenden Schaden zu bewirken, wenn die Klinge auf Fleisch, Knochen oder Knorpel niedersauste. Yarigo tat das jeden Tag, nur mit anderen K√∂rpern. Auch Menschen waren von der Sache nur Tiere, sagte er sich in Gedanken. Sie zu t√∂ten w√§re nichts anderes, als ein Schwein zu schlachten und die meisten von ihnen verdienten den Tod um ein Vielfaches mehr als eine harmlose Sau. So war es nun einmal und er trug keine Schuld daran, dass sie alle in dieser Situation steckten.
Langsam schlich Yarigo n√§her an die Stimmen heran, auf jeden Schritt achtend, um nicht auf ein d√ľrres Zweiglein zu treten.

Hier geht es weiter.

Wer den Link wegen der Alterseinstufung nicht aufrufen kann, dem kann ich die Geschichte auch per Mail oder PN schicken.
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