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BeitragVerfasst: So 13. Mär 2016, 20:11 
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Volk: Tiefling
Steckbrief: Baxeda (Tiefling)
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Auszeichnungen: 6

Die Freien Völker (1) Weltenbastler in Gold (1) Chronist in Gold (1) Rote Laterne (1)
Infos zur Geschichte:

Diese Geschichte wollte einfach raus. Die beiden Protagonisten entstanden ursprünglich als Teilnehmer einer MMFF (Mitmach-Fanfiktion) und waren daher nie als 'meine' Charaktere konzipiert. Ich habe sie relativ lieblos nach dem Baukastenprinzip aus bestehenden Charakteren zusammengepuzzelt. Der aufmerksame Leser wird bei den beiden zahlreiche Elemente anderer Charaktere von mir wiederfinden. Wer Lust hat zu raten, kann dies gern tun. :-D Yarigo hatte in der MMFF bereits seinen ersten Auftritt.

Dies ist eine Male-Slash-Geschichte (Romanze zwischen zwei Männern) mit einer expliziten Szene. Don`t like it - don`t read it.

Da diese Geschichte ein P18-Rating hat, gibt es hier nur eine harmlose Leseprobe. Den Link zum Rest der Geschichte findet ihr am Ende des Probekapitels.


Kurzbeschreibung:

"Wir alle sind Tiere in diesen Mauern - die einen sind Jäger, die anderen Beute." Während des Trainings nannte man ihn den Schlächter. Sein Name ist Yarigo aus Distrikt 10. Mit seiner Ausbildung zum Metzger meinte er, die besten Voraussetzungen zu haben, um als Sieger aus den Hungerspielen hervorzugehen, doch bald muss das junge Raubein feststellen, dass die Bereitschaft zum Töten allein nicht ausreicht. Einer seiner Gegner erkennt Yarigos größte Schwäche: seine Vorliebe für unterlegene Männer. Der scheinbar harmlose Flux mogelt ihm ein Bündnis unter und beweist ganz andere Talente, um dem Sieg Tod für Tod näher zu kommen. Yarigos eiserner Wille, um jeden Preis zu überleben, wird bald auf eine harte Probe gestellt, denn dem Charme der kleinen Giftspinne kann er sich nur schwer entziehen. „Angenommen, du findest in der Arena den Mann deiner Träume – würdest du ihm den Kopf abschlagen?“ (Ceasar Flickerman)

_________________
"Lieber ein lebender Feigling als ein toter Held."
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BeitragVerfasst: So 13. Mär 2016, 20:14 
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Die Freien Völker (1) Weltenbastler in Gold (1) Chronist in Gold (1) Rote Laterne (1)
Yarigo


Schweißgebadet lehnte Yarigo mit dem Rücken an einem Baum. Die Knie seiner braunen Pluderhose starrten vor Dreck, überall in der Kleidung steckten Tannennadeln. Das ärmellose schwarze Shirt klebte ihm schweißnass auf dem muskulösen Oberkörper. Einheitliche Funktionskleidung hatte es zu diesen Hungerspielen keine gegeben. Man hatte sie in jene Sachen gesteckt, in welchen die Tribute während der Ernte ihr Schicksal entgegengenommen hatten, unter den Blicken von tausenden Jugendlichen, die erleichtert waren, dass es nicht sie getroffen hatte und ihren glücklichen Eltern. In den meisten Fällen handelte es sich um Ausgehkleider. Das Wetter hatte bereits die ersten Opfer gefordert und ihm die Arbeit abgenommen. Bisher hatte er noch nicht töten müssen, aber er war entschlossen, es zu tun, wenn seine Taktik versagte – zu warten, bis er als Letzter übrig sei und den Rest den anderen Teilnehmern und der künstlichen Natur zu überlassen. Als einer der Wenigen hier trug Yarigo stabiles Schuhwerk, da er Funktionalität schon immer den optischen Ansprüchen vorgezogen hatte. Ein weiblicher Tribut - ihren Namen und ihren Distrikt hatte er vergessen - war in einem kurzen Sommerkleid und Riemchensandalen in die diesjährige Arena geschickt worden, einen Mischwald mit täglich wechselnden Wetterbedingungen. Gestern hatte es Schneeregen gegeben, am heutigen Tag milden Sonnenschein. Wie die Nacht werden mochte, wussten die Spielmacher allein.
Yarigos Knie zitterten, er brauchte dringend eine Rast. Doch dies hier war kein guter Ort, genau so wie alle, die er vorher durchstreift hatte, während er den Tributen ausgewichen war. Es gab weder Felsen noch Höhlen und kaum Unterholz. Sich irgendwo dauerhaft zu verschanzen, ohne entdeckt zu werden, war ein Ding der Unmöglichkeit. Aber Begegnungen wollte Yarigo vermeiden, so lange es nur ging. Er leckte sich die trockenen Lippen. Die Muskelmasse, welche sein Beruf als Metzger mit sich brachte, forderte langsam ihren Preis, Ausdauer war keine seiner Stärken. Doch hier konnte er nicht bleiben, es gab zu wenig Deckung. Rennen war ihm nicht mehr möglich, obwohl ihn jede Faser des Körpers dazu drängte, stattdessen ging er mit ausgreifenden Schritten, als sei er auf einer Wanderung in Distrikt 10, auf den Feldwegen mit den Traktorspuren, zu Hause im Land der endlosen Weizenfelder und grasenden Rinder, weit fort von der Arena, in der man Panems Zukunft verheizte.
Die Schritte führten ihn weiter durch den Wald, der überall gleich aussah, eine nie endende Fichtenmonokultur, Reihe um Reihe standen sie im Spalier, ausreichend entfernt voneinander, um hartes Waldgras auf dem Boden wachsen zu lassen. Hier und da wuchsen Pilze, doch keinen von ihnen kannte er und so ließ er sie stehen. Das Gras raschelte unter seinen Schuhen, eine Spinnwebe verfing sich in seinem kurzen braunen Haar. Er zupfte sie fort, ebenso wie weitere Weben aus den Wimpern, welche die schönen, honiggelben Augen umsäumten, die nicht in sein grobes, aknezerfressenes Gesicht passen wollten.
Bald trug der Wind leise Stimmen mit sich, Yarigo erstarrte mitten in der Bewegung, um keinen Laut mehr zu verursachen. Den Geräuschen nach musste hier irgendwo eine Gruppe sein, mindestens drei weibliche Tribute. Leichte Beute für das Schlachtbeil, das er mit einem breiten Lederriemen quer auf seinem Rücken trug, zumindest wenn sie alleine gewesen wären. Dies hätte den Sieg beschleunigt, doch einer Gruppe gegenüber zu treten war ihm zu riskant. Vielleicht ein andermal, wenn eine oder zwei von ihnen von einem anderen Teilnehmer oder den von grausamer Menschenhand gemachten Naturgewalten erledigt worden war.
Die Stimmen blieben unverändert, niemand näherte sich ihm. Mit einer fließenden Bewegung trat Yarigo hinter einen Baum und blickte vorsichtig durch die tiefhängenden Zweige. Nichts zu sehen, die benadelten Äste verdeckten jede Sicht. Er überlegte. Sollte er doch nachschauen? Vielleicht konnte er seine Chance, hier heraus zu kommen, einfacher erhöhen, als er glaubte. Wenigstens einmal nachzusehen konnte nicht schaden. Früher oder später musste er ohnehin von eigener Hand töten, dafür würden die Spielmacher schon sorgen. Den gepriesenen Schlächter in Action zu sehen, diesen Leckerbissen würden sie den Zuschauern daheim nicht verwehren.
Er nahm das Schlachtbeil vom Rücken und umschloss den kurzen Griff fest mit den Fingern. Es handelte sich um eine Einhandwaffe, dem ursprünglichen Verwendungszweck nach eigentlich ein Werkzeug. Es war handlich, aber schwer genug, um verheerenden Schaden zu bewirken, wenn die Klinge auf Fleisch, Knochen oder Knorpel niedersauste. Yarigo tat das jeden Tag, nur mit anderen Körpern. Auch Menschen waren von der Sache nur Tiere, sagte er sich in Gedanken. Sie zu töten wäre nichts anderes, als ein Schwein zu schlachten und die meisten von ihnen verdienten den Tod um ein Vielfaches mehr als eine harmlose Sau. So war es nun einmal und er trug keine Schuld daran, dass sie alle in dieser Situation steckten.
Langsam schlich Yarigo näher an die Stimmen heran, auf jeden Schritt achtend, um nicht auf ein dürres Zweiglein zu treten.

Hier geht es weiter.

Wer den Link wegen der Alterseinstufung nicht aufrufen kann, dem kann ich die Geschichte auch per Mail oder PN schicken.

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