Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Der Rosendämon [Artikel zur Mordserie]

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Dimicus

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Der Rosendämon [Artikel zur Mordserie]

#1

Beitrag von Dimicus » Di 14. Jun 2016, 13:20

Zu Beginn des Jahres 198 nach der Asche wurde der erste Fall einer Mordserie bekannt, dessen Sonderbarkeit eine starke Grenze zu denen zog, die sonst meist in der Stadt Drakenstein auftraten.
Die Leiche wurde in einem grotesken Bild platziert, das die Ermittler selbst erstaunt und zugleich entsetzt hatte. Der Schrecken des Werkes dieses Mörders schien damals seine Wirkung nicht zu verfehlen. In einem der Notizen der Ermittler war vermerkt:

Dieser Anblick ist einfach nur furchteinflößend. Der Mörder hat eine Leiche in der Mitte des Raumes platziert, ihre Augen geschlossen und sie vollständig gesäubert. Nur noch der Schnitt durch die Kehle des Opfers ist zu sehen, der allerdings fein säuberlich zugenäht wurde. Vom Schnitt ausgehend wurden feine Linien gemalt, mit Blut des Opfers als Farbe. Sie verlaufen an den Seiten des Halses der jungen Frau und führten sich auf dem Boden des Zimmers weiter, wo sie sich formten und zu roten Rosen wurden. Aus diesen erstreckten sich wiederrum immer mehr Rosen, die den gesamten Boden um der Leiche herum bedeckten, ungefähr in einem Radius von einem Meter. Die Leiche wirkte so, als ob sie friedlich auf einem Rosenbett schlafen würde.
Die Linien sind klar gezeichnet und die Blätter der Blüten nicht mit dem Blut ausgefüllt. Der Mörder muss sich eine Menge Zeit und Geduld genommen haben, sowie einen feinen Pinsel der es ihm ermöglichte, so detailgenau zu malen. Das lässt darauf zurückschließen, dass er seinen Mord sehr gut plant und jede Eventualität minimiert, die ihn bei seinem Verbrechen stören könnte. Aufgrund des Detailgrades und der Feinheit mit der gemalt wurde, ist davon auszugehen dass der Mörder ein Künstler sein muss, oder zumindest ein Maler.
Es konnten keinerlei Spuren gefunden werden, nichts was auf den Täter hindeutet. Es scheint so, als ob er vor seinem Verlassen alles gesäubert und jegliche Spuren verwischt hätte. Die Ermittlungen sind vorrausichtlich nur sehr schwer durchzuführen, zudem gibt es keinerlei bekannte Augenzeugen.


Auf dieses Verbrechen folgten noch sieben weitere Opfer, die alle zueinander keinerlei Bezug oder Zusammenhang besaßen. Frauen und Männer gleichermaßen, aus jeder gesellschaftlichen Schicht stammend, (teilweise stark) unterschiedlichem Aussehen und mit keiner sozialen Verbindung zueinander. Somit tappte man im Dunkeln, wer das nächste Opfer werden konnte und was überhaupt die Motive des Mörders waren, der nach dem sechsten Mord den berüchtigten Namen "Der Rosendämon" erhielt, da niemand glaubte ein Mensch wäre dazu in der Lage, diese Verbrechen zu begehen.

In den darauf folgenden Jahren, allem voran 199 n.d.A. veränderte sich das Muster des Rosendämons und seine Opferauswahl verschob sich in die oberen gesellschaftlichen Schichten. Reiche Geschäftmänner, einflussreiche Personen, vor allem Menschen die von anderen Partien gern tot gesehen wurden. Andere Opfer gab es gar nicht mehr und man ging davon aus, dass der Mörder in den Auftragsmord gewechselt war. Als Reaktion darauf setzte man ein staatliches Kopfgeld von 3000 Goblinkronen auf die Ergreifung des Rosendämons aus. Einziger Haken war, dass noch immer keine Spur zu ihm führte, niemand seinen richtigen Namen kannte oder überhaupt wusste, wie er aussah. Die Ermittlungen zerliefen meist im Sande.

In der Zeit des Jahres 200 n.d.A. ist der Rosendämon aufgrund seiner ununterbrochenen Mordserie eine berüchtigte Figur im Volke geworden, die Angst und Schrecken verbreitete. Vor allem der Adel verstärkte seinen Schutz, stellte mehr Wachen auf und zog sich zusätzliche, zum Teil auch ausländische, Ermittler zu Rate, was die Mordfrequenz vielleicht verringerte, aber nicht eisntellte. Inzwischen sind mehr als 31 Menschen seiner Verbrechen zum Opfer gefallen.
Vielen Dank an Sanni der Avatarschmiede für das schicke Profilbild!

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