Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Almanischer Adel

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Almanischer Adel

#1

Beitrag von JEELEN » Di 13. Jun 2017, 10:53

Almanischer Adel


Was ist Adel?

Der Adel ist eine gesellschaftliche Gruppe mit gesellschaftlicher Vormachtstellung, die AutoritĂ€t und Herrschaft ausĂŒbt und diese in der Regel familiĂ€r tradiert.

Der Herrschaftsanspruch des Adels grĂŒndete sich unter anderem auf Leistung, Erziehung und Abstammung.

Der almanische Adel ist stĂ€ndisch und feudalistisch organisiert. In solchen stĂ€ndischen Systemen gelten fĂŒr den Adel bestimmte Rechte, Privilegien, Pflichten und Verhaltenskodizes.

Der Adel ist eine vergleichsweise geschlossene gesellschaftliche Schicht mit eigenen Lebensweisen, Umgangsformen und einem differenzierten Standesethos.
Der Adel hebt sich in der Regel zunĂ€chst durch einen höheren Einfluss auf das öffentliche Geschehen, in Form einer militĂ€rischen Überlegenheit oder Leistung und höherer wirtschaftlicher LeistungsfĂ€higkeit, zumeist in Form von Grundbesitz von der gesellschaftlichen Umgebung ab.

Daraus ergibt sich der Anspruch, diese auch politisch zu beherrschen. Diese gehobene Stellung ist erblich, woraus sich eine zentrale Bedeutung der Adelsfamilie ergibt.

Eine besondere adelige Erziehung soll schon von Kindheit auf an möglichst umfassend auf das Tragen militÀrischer, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Verantwortung vorbereiten.

Dies fußt auf der Idee des Adels, dem Bestreben nach einer Herrschaft der Besten, die sich am Gemeinwohl orientiert. Ausschlaggebend sei dabei neben der TĂŒchtigkeit auch die Tugendhaftigkeit der Person. Entsprechendes gilt auch fĂŒr das Ideal des gerechten Herrschers.

Dies ist allgemeingĂŒltige Annahme, im tatsĂ€chlichen Leben sieht die Umsetzung selbstverstĂ€ndlich hĂ€ufig völlig anders aus.


Rechte, BeschrÀnkungen/Pflichten, Privilegien

Feudalismus

Die Almanische Gesellschaft ist eine Feudalgesellschaft.
Die Feudalgesellschaft ist von der StÀndegesellschaft zu unterscheiden, auch wenn sie meist Hand in Hand einhergehen.

Feudalismus beschreibt eine hierarchische Konzeption zwischen Herr und Lehnsmann, das sich zwar vorrangig in der herrschenden Schicht bildet, und dahingehend stÀndische Elemente ausbildet (etwa die eines Adels) aber eine senkrechte Gliederung der Gesellschaft bildet, wÀhrend der Stand eine Subkultur darstellt.

Feudale Ordnung ist eine persönliche Beziehung zwischen zwei Personen.
StÀndische Ordnung ist eine funktionelle Beziehung.

Ferner umfasst die feudale Ordnung vorrangig die Verteilung von Grund und Boden und deren Wertschöpfung. Sie beruht also auf der Basis einer landwirtschaftlich organisierten Gesellschaft, wÀhrend StÀnde ein PhÀnomen einer arbeitsteilenden Gesellschaftsform darstellen.


Grundherrschaft

Die herrschaftliche Organisationsform der Grundherrschaft ist die vorherrschende rechtliche, wirtschaftliche und soziale Besitzstruktur des lÀndlichen Raums/des almanischen Herrschaftsbereichs.

Ein Grundherr ist ein Angehöriger des Adels. Er ist nicht nur GrundeigentĂŒmer oder Inhaber eines Lehens mit VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber das Land, sondern ĂŒbt mit entsprechenden Verwaltern auch weitreichende Verwaltungs- und Gerichtsfunktionen aus.

Dem Grundherrn obliegt die rechtliche Verwaltung und Nutzungsvergabe von land- oder forstwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen und die AusĂŒbung öffentlich-rechtlicher Befugnisse, wie der BĂŒttel-Gewalt und der Gerichtsbarkeit, der Bestrafung bei AufstĂ€nden der zu Leistungen verpflichteten Untertanen.

Er hat das Recht in religiösen oder besitzrechtlichen Fragen ĂŒber seine Untertanen zu bestimmen.

Der Grundherr verfĂŒgte ĂŒber Patronatsrecht.

Allerdings hat der Grundherr nicht nur fĂŒr den Gehorsam seiner meist mittellosen Untertanen zu sorgen, sondern auch Schutz und Schirm zu gewĂ€hren!

Die Grundherrschaft umfasst daher nicht nur eine mit dem Feudalismus zusammenhÀngende lÀndliche Wirtschaftsform, sondern eine Herrschafts- und Besitzstruktur, die alle Bereiche des Lebens beherrscht, wie z.B. ErbuntertÀnigkeit, Leibherrschaft, Schutzherrschaft, Gerichtsherrschaft und Dorfobrigkeit.

Kriegspflicht setzte nicht zwingend die Leibherrschaft voraus.

Die Untertanen stehen in unterschiedlichen AbhÀngigkeitsverhÀltnissen zum Grundherrn.

Sie haben von dem Erwirtschafteten unterschiedliche Abgaben zu leisten und sind zu Frondiensten verpflichtet.

Die Abgaben bestehen meist aus Naturalleistungen/Fruchtzins, die der Hofhaltung der Grundherrn geliefert werden mĂŒssen.

Dienstpflichten, wie Arbeitsdienste, Leistungen und BrĂ€uche durch Gewohnheitsrecht bestehen in jĂ€hrlichen, wöchentlichen, tĂ€glichen Frondiensten oder zu bestimmten Ereignissen, wie der Abgabepflicht anlĂ€sslich eines Erbfalls in Familie des ErbuntertĂ€nigen oder Zahlungen u. Ă€. bei einer Eheschließung.

In manchen Grundherrschaften besteht die Pflicht, die im Eigentum des Grundherrn stehende MĂŒhle gegen GebĂŒhr zu nutzen oder das in der grundherrschaftlichen Brauerei gebraute Bier zu kaufen.

Die Form des AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisses reicht vom reinen PachtverhĂ€ltnis ĂŒber die Hörigkeit bis zur Leibeigenschaft.

Wohlhabende Grundherren besitzen meist zahlreiche Dörfer mit den daraus zu erzielenden Einnahmen und Arbeitsleistungen.

Jeder Grundherr hat Pflichten nach dem Grundsatz „Treue und Gehorsam gegen Schutz und Schirm“.

Er soll den AbhĂ€ngigen wirtschaftliche Grundsicherung und UnterstĂŒtzung bei Krankheit, Missernten oder Katastrophen gewĂ€hren, Schutz vor dem Abwerben als Söldner fĂŒr fremde Kriegsherren bieten und der Familie eine BestattungsfĂŒrsorge zukommen lassen.

Innerhalb seiner Herrschaft hat seine Verwaltung fĂŒr den religiösen Frieden zu sorgen, Streit zu schlichten und Friedensbrecher mit Hilfe eines Schiedsgerichtes, wenn nötig zum Tode zu verurteilen.

Der Grundherr besitzt in der Regel das Patronatsrecht, er kann die Geistlichen und die religiöse Ausrichtung seines Herrschaftsbereiches bestimmen oder einen Glaubenswechsel erzwingen.

Das Eigentum des Grundherrn ist nur bedingt, denn er hat es als Lehen von einem höhergestellten Adligen erhalten, dem er dafĂŒr Kriegsdienste schuldet.

Er ist sein Vasall.


Zur Beurteilung des Feudalismus gehört auch die Beobachtung, dass ein Teil der Einnahmen des Feudalherrn wieder verteilt wird, als Geschenk an „treue“ Vasallen.

Es ist nĂ€mlich Teil der Aufgabe des Feudalherrn, fĂŒr Gerechtigkeit zu sorgen.
Die Kette dieser abhÀngigen, mit Kriegsdienst verbundenen Lehen reicht hoch bis zum höchsten Herrscher, dessen Herrschaftsbereich letztendlich alles Land ist.


Herrensitz

Jede Grundherrschaft hat einen sogenannten Herrensitz. Dies ist zumeist eine Burg, ein Schloss oder Herrenhaus.

Der Herrensitz beherbergt die Adelsfamilie des Inhabers der Grundherrschaft mit Verwaltern und den Bediensteten. Er ist zugleich der wirtschaftliche und verwaltungstechnische Mittelpunkt der Grundherrschaft.


Hierarchie des Adels / Korrekte Anrede


Handelsallianz – Naridische Almanen:

GroßfĂŒrst – Ratsherrscher/GroßfĂŒrstin – Ratsherrscherin

Titel:
Titelinhaber mĂ€nnlich: GroßfĂŒrst/KurfĂŒrst
Titelinhaber weiblich: GrußfĂŒrstin/KurfĂŒrstin
Titelinhaber/Nachkomme/mĂ€nnlich/Sohn: Großprinz/Kurprinz
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Großprinzessin/Kurprinzessin

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Durchlauchtigster
Titelinhaber weiblich: Durchlauchtigste
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Durchlauchtigster
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Durchlauchtigste

**

Herzog/Herzogin

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Herzog
Titelinhaber weiblich: Herzogin
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Prinz
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Prinzessin

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Durchlaucht
Titelinhaber weiblich: Durchlaucht
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Durchlaucht
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Durchlaucht

**

Freiherr/Freiherrin

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Freiherr/Baron
Titelinhaber weiblich: Freifrau/Baronin
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Freiherr/Baron
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Freifrau/Baronin verheiratet,
Freiin/Baronesse unverheiratet
Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Hochgeboren
Titelinhaber weiblich: Hochgeborene
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Hochgeboren
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Hochgeborene

Sonderbemerkung:
Bei der Anrede Herr Freiherr, wird der Herrschertitel Freiherr durch den gleichwertigen/gleichrangigen Titel Baron ersetzt.

Bei der Anrede Frau Freifrau wird der Herrschertitel Freifrau durch Baronin ersetzt.

Die korrekte Ansprache lautet somit:
Herr Baron von Wellenstein
Frau Baronin von Wellenstein

Anstatt:
Herr Freiherr von Wellenstein
Frau Freifrau von Wellenstein

**

Junker/Junkfrau

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Junker von, Herr von,
Edler, Landmann von
Titelinhaber weiblich: Junkfrau von, Frau von, Edle
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Junker von, Herr von,
Edler, Landmann von
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Junkfrauf von, FrÀulein/
Frau von, Edle

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Hochwohlgeborener
Titelinhaber weiblich: Hochwohlgeborene
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Hochwohlgeborener
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Hochwohlgeborene


****


Almanen – GroßherzogtĂŒmer Ehveros, Ledwick und Hohe Mark:

Großherzog/Großherzogin

Titel:
Titelinhaber mĂ€nnlich: Großherzog
Titelinhaber weiblich: Großherzogin
Titelinhaber/Nachkomme/mĂ€nnlich/Sohn: Prinz/Erbgroßherzog
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Prinzessin/Erbgroßherzogin

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Königliche Hoheit/
Allerdurchlauchtigster
Titelinhaber weiblich: Königliche Hoheit/
Allerdurchlauchtigste
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Allerdurchlauchtigster
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Allerdurchlauchtigste

**

Landgraf/LandgrÀfin

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Landgraf
Titelinhaber weiblich: LandgrÀfin
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Prinz
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Prinzessin

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Durchlaucht
Titelinhaber weiblich: Durchlauchte
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Durchlaucht
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Durchlauchte

**

Baron/Baronin

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Baron
Titelinhaber weiblich: Baronin
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Baron
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Baronin verheiratet,
Baronesse unverheiratet
Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Hochgeboren
Titelinhaber weiblich: Hochgeborene
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Hochgeboren
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Hochgeborene

**

Ritter/Schildmaid

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Ritter, Edler
Titelinhaber weiblich: Schildmaid, Edle
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Ritter,Edler
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Schildmaid, Edle

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Hochwohlgeborener
Titelinhaber weiblich: Hochwohlgeborene
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Hochwohlgeborener
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Hochwohlgeborene

**

Almanen – Großherzogtum Souvagne:

Duc/Duchesse

Titelinhaber mÀnnlich: Duc
Titelinhaber weiblich: Duchesse
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Prinz
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Prinzessin

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Königliche Hoheit/
Allerdurchlauchtigster
Titelinhaber weiblich: Königliche Hoheit/
Allerdurchlauchtigste
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Allerdurchlauchtigster
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Allerdurchlauchtigste

**

Marquis/Marquise

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Marquis
Titelinhaber weiblich: Marquise
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Marquis
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Marquise

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Durchlaucht
Titelinhaber weiblich: Durchlauchte
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Durchlaucht
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Durchlauchte

**

Comte/Comtesse

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Comte
Titelinhaber weiblich: Comtesse
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Comte
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Comtesse

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Hochgeboren
Titelinhaber weiblich: Hochgeborene
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Hochgeboren
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Hochgeborene

**

Chevalier/Fille de Bouclier

Titel:
Titelinhaber mÀnnlich: Chevalier
Titelinhaber weiblich: Fille de Bouclier Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Chevalier
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Fille de Bouclier

Anrede:
Titelinhaber mÀnnlich: Hochwohlgeborener
Titelinhaber weiblich: Hochwohlgeborene
Titelinhaber/Nachkomme/mÀnnlich/Sohn: Hochwohlgeborener
Titelinhaber/Nachkomme/weiblich/Tochter: Hochwohlgeborene


****


Bildung und Ausbildung des Adels

Bildung und Erziehung unterliegen keinem festen Lehrplan, sondern beinhalten die Übung ĂŒberlieferter Gewohnheiten.


Die Sieben freien KĂŒnste:

Die Freien KĂŒnste waren so bezeichnet, um sie gegenĂŒber den praktischen KĂŒnsten als höherrangig zu bewerten.

Als freier Mann galt, wer nicht zum Broterwerb arbeiten musste. Somit konnten nur solche BeschĂ€ftigungen wĂŒrdig sein, die keine Verbindung mit ErwerbstĂ€tigkeit hatten.

Man unterschied bei den Freien KĂŒnsten den Dreiweg der sprachlich und logisch-argumentativ ausgerichteten FĂ€cher, die die Voraussetzung fĂŒr jede BeschĂ€ftigung mit der Wissenschaft bilden, und den weiterfĂŒhrende Vierweg der mathematischen FĂ€cher.

Zum Dreiweg gehörten:

Gramatik
Rhetorik
Dialektik/Logik


Zum Vierweg gehörten:

Arithmetik
Geometrie
Musik
Astronomie
Astrologie


Zu den Sieben Freien KĂŒnsten wird die Erziehung mittels der Sieben TĂŒchtigkeiten geregelt.


Die Sieben TĂŒchtigkeiten:

Zu diesen zÀhlen:
Fechten
Jagen
Reiten
Schwimmen
Schachspiel
Bogenschießen
Verseschmieden

Auch die Kenntnis von Liedern, das Saitenspiel und das Lernen von Spruchweisheiten sind Bestandteil der Ausbildung.



Vorrechte des Adels


Die Jagd

Die Jagd, auch Waidwerkgenannt gehört zu dem Privileg des Adels. Unterschieden wird hier zwischen der Hohen Jagd die dem Adel vorbehalten ist samt deren Hochwild, und der Nieder Jagd, auch BĂŒrgerjagd genannt.

Die BĂŒrgerjagd/Nieder Jagd umfasst die Jagd auf kleinere Tiere wie Hasen, Federwild und Rehwild.

Bezirke in denen der König/FĂŒrst das Jagdrecht fĂŒr sich alleine beanspruchte, werden als Wildbann bezeichnet.

Die Hohe Jagd bezeichnet die Jagd auf Hohes Wild.

Welches Wild tatsĂ€chlich zum Hoch- oder Niederwild zĂ€hlt, ist abhĂ€ngig von dem jeweiligen Adligen der ĂŒber dieses Land gebietet.

Meist zÀhlen zum Hochwild:

Elche,
Rotwild,
Damwild,
Muffelwild,
Rehe,
Gamswild,
Stein- und Schwarzwild,
BĂ€ren,
Wölfe,
Luchse



Zum Federhochwild zÀhlen:

Auer-,
Birk-,
Haselwild,
Fasane,
SchwÀne,
Trappen,
Kraniche,
Pelikane,
Uhu,
Adler



Auch die zur Falknerei/Beizjagd verwendeten Falken sind Hochwild und somit als Jagdwild wie auch als Tier selbst dem Adel vorbehalten!

**

Falknerei

Diese prestigetrĂ€chtige Jagd-Form ist dem Adel vorbehalten. Sie ist kostspielig und erfordert eine große Anzahl an sehr gut geschultem Personal. Eine Falknerei ist ein Zeichen von Reichtum und Macht.

Die Falknerei ist das Abrichten, die Pflege und das Jagen mit Hilfe eines Greifvogels, die Beizjagd. Feder- und Haarwild sind hierbei Ziel der Jagd. Trotz des Namens werden bei der Falknerei auch andere Greifvögel als Falken eingesetzt.

Die Falknerei ist fĂŒr Adlige aufgrund der dafĂŒr benötigten Kombination aus WillensstĂ€rke und FĂŒrsorge eine ideale VorĂŒbung fĂŒr die MenschenfĂŒhrung.

Versinnbildlicht ist der ideale Falkner somit auch ein idealer Herrscher.

**

Wolfshund

Der Wolfshund wird zur Jagd auf Wölfe und anderes Großwild eingesetzt. Sein Besitz ist dem hohen Adel (ĂŒber Ritterstand) vorbehalten.

Berichte ĂŒber große Windhunde der Almanen tauchen in diversen alten Sagen auf, unter anderem auch in der folgenden Form:

„Ich möchte Dir einen RĂŒden darreichen, den ich von einem Almanen ĂŒberreicht bekam. Er hat riesige Gliedmaßen und ist als Begleiter einem kampfbereiten Manne gleichzusetzen. DarĂŒber hinaus hat er den Verstand eines Menschen, und er wird Deine Feinde anbellen, niemals aber Deine Freunde. Er wird es einem jeden Menschen am Gesicht ablesen, ob er gegen Dich Gutes oder Schlechtes im Schilde fĂŒhrt. Und er wird sein Leben fĂŒr Dich lassen.“


**


Pferde


Schlachtross

Als Schlachtrösser, auch Streit- oder Kampfrösser genannt, werden Pferde bezeichnet, die im Kampf geritten werden.

Diese Pferde stammten aus den edelsten Zuchten, sind bestens ausgebildet und in Anschaffung und Unterhalt teuer. Sie mĂŒssen in der Lage sein, das Gewicht eines schwer gepanzerten Reiters, oft auch das einer eigenen Panzerung zu tragen und gleichzeitig in der Lage sein, in der Angriffsformation die notwendige Geschwindigkeit zu erreichen, um die Gegner niederzureiten.

Die erfolgreichsten unter ihnen werden, Ă€hnlich wie die Helden oder deren Schwerter, glorifiziert. Diese Pferde mĂŒssen stĂ€ndig trainiert und ausgebildet werden.

Stehen Kriege oder Turniere bevor, werden sie geschont und nebenhergefĂŒhrt – zum Reisen bevorzugt man in dem Fall bequemere Gangpferde, wie Zelter oder Tölter. Die meisten Schlachtrösser werden nur im Einsatz geritten.


Kriegsross

Neben der schweren Reiterei entwickelte sich durch die Erfindung der RepetierarmbrĂŒste die leichterte Reiterei.

Diese leichte bis gar nicht gepanzerten „Streitrösser“ – Kriegsrösser genannt, erfĂŒllen die Anforderungen wendiger, schneller und temperamentvoller als die bisherigen schweren Schlachtrösser zu sein.

FĂŒr diese Form der Reiterei werden Hengste bevorzugt, da diese viele der SchulsprĂŒnge in ihrem natĂŒrlichen Bewegungsrepertoire haben.


Gangpferd – Zelter und Tölter

Als Zelter bezeichnet man ein leichtes Reitpferd, das den besonders ruhigen und fĂŒr den Reiter bequemen Zeltgang beherrschte.

Als Tölter bezeichnet man ein Reitpferd, das den ebenfalls bequemen und ruhigen Gang des Tölt beherrscht.

Die meisten Reittiere sind Zelter oder Tölter, da bei langen Reisen der Gang der Tiere fĂŒr alle Reiter bequemer ist.

Jedoch werden insbesondere Reisepferde und Pferde fĂŒr Frauen und Geistliche auf diese bequeme Gangart gezogen und ausgebildet. FĂŒr adlige Frauen sind SeitssĂ€ttel ĂŒblich, auf denen die Reiterin quer zum Pferd sitzt.

Dadurch wurde das Sitzen schwungvoller, Gangarten wie Trab und Galopp waren unmöglich. Tölt kann jedoch sogar im Quersitz gesessen werden, da er keine Schwebephase hat.

Auch ist es möglich, von zwei Zeltern eine SÀnfte tragen zu lassen, wÀhrend das zwischen zwei trabenden Pferden unmöglich wÀre.

Elegante Zelter dienen als Paradepferde fĂŒr FĂŒrsten und Priester.

Zelter dienen nicht zum KĂ€mpfen in der Schlacht; hierzu werden grĂ¶ĂŸere, schwerere Streitrösser oder Kriegsrösser eingesetzt, die nur drei Gangarten zu beherrschen brauchen.Die Veranlagung zu den Spezialgangarten ist bei Pferden vererbbar.

Zelter und Tölter werden auch oft als Damenpferde beschrieb.


****

(Fortsetzung folgt :) )

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Re: Almanischer Adel

#2

Beitrag von Baxeda » Di 13. Jun 2017, 16:42

Vorbildlich tiefgrĂŒndiger Artikel! :tiptop:

Knozzy, möchtest du als Almanenexperte hier noch mal was dazu sagen?
Von mir gibt es ein fettes Okay! :dafuer:
"Die Menschen bauen zu viele BrĂŒcken und zu wenige Mauern."
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Re: Almanischer Adel

#3

Beitrag von JEELEN » Di 13. Jun 2017, 16:47

Dankeschön - :) :) :)
ich glaube fĂŒr Benimm fertige ich einen gesonderten Artikel dass passt besser :) :D

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Re: Almanischer Adel

#4

Beitrag von Baxeda » So 2. Jul 2017, 13:55

Fortan in der Weltenbibliothek hier zu finden und auch bei der Volksbeschreibung der Almanen.

Besten Dank! :-)
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