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BeitragVerfasst: So 23. Apr 2017, 14:15 
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Die Freien Völker (1) Weltenbastler in Gold (1) Chronist in Gold (1) Rote Laterne (1)
Zusätzliche Unterpunkte dürfen gern erhalten bleiben, sollten sie sogar bei so einer langen Beschreibung. :-) Sonst wird es zu unübersichtlich.

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BeitragVerfasst: So 23. Apr 2017, 14:23 
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Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
TROLLE


Trolle sind ein hochgewachsenes, humanoides Volk. Die meisten Trolle sind im Vergleich zu einem Menschen überdurchschnittlich groß (um/über 2 Meter), haben einen stärkeren Knochenbau als der Durchschnittsmensch mit markanten, kantigen Gesichtern. Die meisten Trolle sind aufgrund ihrer viel mit körperlicher Arbeit verbundenen Lebensweise muskulös. Sie haben lange Nasen, sehr lange, spitze Ohren, tragen Stoßzähne und haben sehr markante Gesichtszüge.

Weibliche Trolle sind jedoch, wie bei den meisten anderen Völker, im Schnitt kleiner als ihre männlichen Artgenossen. Bei Trollen ist der Größenunterschied zwischen Mann und Frau noch deutlicher ausgeprägt, als bei anderen Völkern.

Troll-Männer reichen fast an die Größe von Orks heran, sind aber im Gegensatz zu diesen leichter gebaut.

Das Spektrum ihrer Hautfarbe reicht von blau, lila, grün und grau. Alte Trolle haben partielle verhornte oder verknöcherte Flächen auf Schultern, Unterarmen, Händen sowie am Fußrücken und Schienbein.

Aus dem Mund erwachsener Trolle ragen je nach Alter mehr oder minder große Stoßzähne. Die Stoßzähne sind richtige Stoßzähne, welche im Oberkieferknochen (Maxilla) verankert sind.

Alle Trolle haben zwei breite Finger und einen Daumen an jeder Hand, sowie zwei große Zehen an jedem Fuß. Eine Besonderheit ist der Sporn an der Ferse. Sowohl männliche wie auch weibliche Trolle besitzen dieses Merkmal. Dabei könnte es sich um eine dritte Zehe handeln, die im Laufe der Evolution ihre Funktion verändert bzw. verloren hat.

Anzunehmen wäre in diesem Fall, dass die Füße, ähnlich wie die Hände, als Greifwerkzeug zum klettern benutzt wurden und später der “Daumen” die Funktion einer Stütze übernommen hat. In der Weise wie es bei vielen Vogelarten der Fall ist, nicht wie bei Menschen der Ballen.

Trolle sind durch ihre Anpassung an das unwirtliche Wüstenklima sehr hitzeresistent geworden und können sehr gut in trockenen und heißen Gegenden überleben. Dafür sind sie extrem empfindlich gegen Kälte. Anders als Zwerge oder Menschen können Trolle Kälte kaum ertragen, weshalb das wärmende Feuer eine besondere Bedeutung für sie hat. Da es in der Wüste nachts empfindlich kalt werden kann, sind Trollzelte gut isoliert. Wärmende Kleidung und die Familienangehörigen tragen zusätzlich zum Wärmen jedes einzelnen Zeltbewohners bei. Gegenüber nasser Kälte sind Trolle besonders empfindlich und krankheitsanfällig.

Es ist vermutlich noch kein Troll in der Geschichte an einem Hitschlag gestorben, aber schon einige sind in kalten Nächten ohne den wärmenden Schutz eines Feuers, eines Zeltes oder Stammesgeschwister erfroren. Besonders die Kleinsten von ihnen sind sehr wärmebedürftig.

Eine zusätzliche Anpassung an ihren Lebensraum ist es, das Trolle weniger Wasser benötigen als andere Völker. Einen Großteil des Wassers nehmen sie über ihre Nahrung auf, dennoch benötigen auch Trolle Trinkwasser.

Trolle können gut im Dunklen sehen. Mond- und Sternenlicht, wie auch andere schwache Lichtquellen (wie zum Beispiel Fackeln) reichen ihnen für eine gute Sicht aus. Dabei können sie noch doppelt soweit sehen wie Menschen. Auch ist die Fähigkeit Farben und Details zu sehen unter diesen Umständen nicht beeinträchtigt.

Ihre Lebenserwartung liegt über dem normalen menschlichen Durchschnitt und zwar bei ca. 120 Jahren.

Die Haarpracht der Trolle ist eine volle, dichte, struppige Mähne. Ihrer Lebensart entsprechend tragen die Männer ihre Haare zu kunstvollen Frisuren rasiert, Frauen ist es selbst überlassen in welcher Länge sie ihre Haare tragen. Meist wird längeres Haar zu einem Zopf zusammengebunden und mit allerlei Zierrat verschönert.

Ihr gesamtes Erscheinungsbild spiegelt ihre Lebensweise wieder. Die Kleidung ist leichte Kleidung oft mit viel Zierde. Ihre Zelte und deren Einrichtung sind funktionell und dennoch haben sie einen fast mystischen Stellenwert in ihrer Gesellschaft.

Trolle haben einen sehr starken Sexualdimorphismus. Die Männer sind eindeutig größer und muskulöser als die Frauen. Zudem gibt es drei Geschlechter bei den Trollen.

Trolle vermehren sich genau wie die meisten anderen Völker geschlechtlich. Allerdings bilden sie hier eine besondere Ausnahme, da sie ein dreigeschlechtliches Volk sind.

Um es vereinfacht zu erklären - es gibt Trollfrauen und zwei Arten von Trollmännern.

Die zwei Arten von Trollmännern unterscheidet man in Stor (große, muskulöse Troll-Männer mit gewaltigen Stoßzähnen) und Lite (schmächtigere, filigranere und kleinere Troll-Männer).

Für die Befruchtung eines weiblichen Eies zur Zeugung eines weiblichen Nachkommen erfordert es nur die Paarung von einer Trollfrau mit einem Troll-Mann, einem Stor.

Die Befruchtung des weiblichen Eies für einen männlichen Nachkommen erfordert beide Arten von Männern. Der Beitrag des Lite bei dieser Art der teilweisen tricytogenen Fortpflanzung sorgt dafür, dass sich aus dem Embryo ein männlicher Troll entwickeln kann.

Die Geschlechtsdetermination (Geschlechtsausbildung) wird bei Trollen hormonell gesteuert im Gegensatz zu anderen Wesen (z.B. dort über Chromosomen (X- und Y--Chromsome oder temperaturbedingt).

Der Lite sorgt während der Paarung mit seiner Abgabe seines Hormonfluids dafür, dass sich der gezeugte Embryo der Frau und des Stor-Mannes zu einem männlichen Nachkommen entwickeln wird.

Liten Kinder sind selten, 1 von 100 männlichen Kindern wird vielleicht ein Lite. Ein Lite nimmt sich selbst keine Frau/en. Er gehört als Partner dem Stammesführer des jeweiligen Stammes.

Lite genießen eine Sonderstellung, sind aber dennoch Sklaven ihrer Besonderheit. Es wird von ihnen erwartet, dass sie ihre Dienste für die Fortpflanzung ihres Stammes zur Verfügung stellen.

Aufgrund ihrer Seltenheit ist es ihnen verboten sich an kriegerischen Auseinandersetzungen zu beteiligen.

Ein Lite ist erkennbar an einer schmaleren Statur, er hat kürzere und schlankere Stoßzähne und wirkt generell filigraner als andere männliche Artgenossen. Meist ist er auch auf besondere Art und Weise geschmückt um sich von seinen Artgenossen hervorzuheben.

Den Liten wird besondere Achtung entgegengebracht, zeitgleich werden sie als wertvollster Besitz des Stammes betrachtet.

Die Zeremonie für die Zeugung eines männlichen Nachkommen wird mit dem ganzen Stamm geteilt. Der Stor (der Vater) liefert das Sperma, der Lite liefert das hormonelle Fluid damit sich ein männlicher Nachkomme entwickelt. Ein Lite trägt jedoch nicht genetisch zum Nachkommen bei.

Die Rasse der Trolle gilt als streitlustig, rachsüchtig, sie sind Fremdspezies gegenüber meist misstrauisch und verkehren größtenteils freundschaftlich nur unter ihrer Art.

Handelsbeziehungen gehen sie zu jeder Spezies ein, die sich ihnen gegenüber friedfertig verhält und ihre Lebensweise achtet. Sie selbst achten harte, konsequente Handlungsweisen. Eine andere Lebensweise kommt für einen Großteil überhaupt nicht in Betracht.

Die Trolle sind in Stammesgemeinschaften organisiert. Einige der Stämme haben sich in Freundschaft zusammengefügt. Gemeinsames Ziel ist dabei z.B. die Arbeitserleichterung, Aufzucht und Ausbildung der Kinder und die Partnerwahl.

Jeder Stamm vom Volk der Trolle wird von einem männlichen Stammesführer geführt. An seiner Seite steht sein Lite, dahinter die Frau/en des Stammesführers.


Aussehen

Die Trolle sind ein hochgewachsenes Volk, mit einer Durchschnittgröße von ca. 200 cm bei Stor-Männer, ca. 170 cm bei Lite-Männern und um die 160 cm bei Frauen.

Sie haben lange Arme und Beine. Ihre Hände haben drei Finger und ihre Füße haben zwei große Zehen.

Die erwachsenen Trolle haben Stoßzähne, Kinder besitzen diese noch nicht. Ansonsten unterscheiden sich Trolle stark in ihrem Körperbau. Die Frauen sind etwas runder, wesentlich kleiner und haben nicht so stark entwickelte Stoßzähne wie die männlichen Artgenossen.

Die Trollmänner unterteilen sich in zwei Varianten und zwar in die Stor-Männer und die Lite-Männer.

Stor-Männer sind groß, muskulös, haben große, schwere Stoßzähne und eine volle Haarpracht. Zudem haben sie auch Barthaare. Sie gehen in leicht gebeugter Haltung. Ihre langen, spitzen Ohren und Nasen sind wesentlich länger als die der Frauen und genau wie die Stoßzähne gelten sie als männliches Schönheits- und Statussymbol. Ein Mann mit kurzer Nase oder kleinen Ohren gilt unter Trollen als hässlich. Stor-Männer sind äußerst kämpferisch, aggressiv und besitzergreifend veranlagt.

Lite-Männer sind etwas kleiner, etwas weniger muskulös und haben schmalere, kürzere Stoßzähne. Sie haben ebenfalls eine volle Haarpracht, tragen aber oft keinen Bart. Lite-Männer gehen meist in der gleichen aufrechten Haltung wie die Trollfrauen.

Auch ihr Gesicht ist nicht annähernd so scharf und markant geschnitten wie das der Stor-Männer. Optisch wirken sie etwas wie ein Troll-Heranwachsender von der Statur. Entgegen der Stor-Männer sind Lite-Männer weit weniger aggressiv veranlagt. Meist sind sie der ruhende Pol im Stamm und bemühen sich um den inneren Frieden des Stammes, schlichten Streitigkeiten oder vermitteln bei Problemen einzelner Stammesangehöriger.

Neugeborene Trolle sind sehr klein. Viel kleiner als ein Menschenkind. Sie haben gut und gerne nur die Hälfte der Größe eines menschlichen Neugeborenen. Ein Trollbaby passt auf die Handfläche seines Vaters wenn es geboren wurde. Sie haben riesige, verknautsche Ohren. Troll-Neugeborene wachsen schnell, sind stets hungrig und brauchen sehr viel Wärme. Aus diesem Grund werden sie in der ersten Zeit von der Mutter oder dem Vater am Körper getragen, da sie sonst auskühlen würden.

Auf ihren Köpfen tragen sie eine mähnenartige Haarpracht die von ihnen gehegt und gepflegt wird. Haare wie viele andere körperliche Attribute gelten bei Trollen als Schönheitssymbol. Und je mehr man davon hat, je besser ist es.
Trolle sind mit dem bekleidet was sie selbst hergestellt, getauscht, gekauft oder anderen geraubt haben. Das kann ein einfaches gewebtes Gewand sein, oder eine gewaltige Rüstung starrend vor Verzierungen und Waffen - je nach Geschmack und Vorliebe des jeweiligen Trolls.

Da Trolle sehr abergläubisch sind und viel Wert auf Zähigkeit, Stärke und Furchtlosigkeit legen versprechen sie sich von ihren Talismanen zusätzlichen Mut und Stärke. Ein Talisman kann eine Waffe, ein Relikt, ein Artefakt - eigentlich jede Art von Gegenstand sein, dem besondere Kraft zugeschrieben wird.

Trolle haben demnach eine Vorliebe für Waffen, Zierrat und Artefakte. Trolle sind stets auf der Suche nach Artefakten, Relikten und bilden enge Bande mit ihren Funden. Ein Troll der etwas gefunden hat, dass er als Talisman sieht, trägt diesen Gegenstand stets bei sich. So kann ein alter Troll mit Talismanen und Artefakten regelrecht behangen sein.


Kultur

Leben: Trolle leben in Stämmen zusammen. Angeführt wird ein Stamm stets von einem Stammesführer. Jeder Stammesführer verfolgt sein Ziel seinen Stamm zu schützen und ihren Besitz zu vergrößern mit außerordentlicher Verbissenheit. Das Wort des Stammesführers ist Gesetz für seinen Stamm. Über ihm gibt es keine nächst höhere Instanz.

Die traditionelle Gesellschaft der Trolle ist in fünf Schichten eingeteilt.

Die Herrschaftsschicht - der Stammesführer.
Gefolgt von seinem Lite.
Nachfolgend ist der Stammes-Schamane.
Hierauf folgen die Führer der Familienverbände.
Zuletzt folgen die einfachen Stammesangehörigen.

Die fünf Klassen haben folgende Bezeichnungen:
    1. Schicht - Ensim (Stammesführer)
    2. Schicht - Ikala (Lite)
    3. Schicht - Ikat (Schamane)
    4. Schicht - Apat (Führer-Familienverband)
    5. Schicht - Aidu (einfache Stammesangehörige)

Jede Frage die das Leben des Stammes betrifft, wird von dem Stammesführer geregelt.

Ehen werden mündlich geschlossen. Der Stammesführer vermählt seine Stammesangehörigen. Genauso besitzt der Stammesführer das Recht Ehen aufzulösen. Im Scheidungsfalle sind die überreichten Braut- und Bräutigam- Geschenke zu erstatten.

Der Lite des Stammes hat eigene Körperzeichnungen, meist sind es Punkte. Viele von ihnen bleiben auch einfach ungeschmückt. Sie tragen weder Tätowierungen noch Hautzeichnungen um zu verdeutlichen, dass sie diese Form des Schmucks nicht nötig haben indem sie ihren Status hervorheben.

Von jeder Nahrungen die der Stamm beschafft, erhält der Lite das beste Fleisch. Im schlimmsten Notfall erhält er sogar alles. Danach folgt der Stammesführer, dann der Rest des Stammes dem Rang nach gestaffelt. Das zeigt den Wert des Lite.

Der Lite verlässt niemals den Stamm. Ein Lite geht niemals selbst auf Jagd. Ferner ist es ihm verboten sich an jeglicher kriegerischen Handlung zu beteiligen.

Der Troll der sich einen männlichen Nachkommen wünscht, wird den Liten in seinem persönlichen Bereich aufsuchen. Dort wird der Lite ihn ihm erklären und er wird ihm erläutern, was der Troll dafür tun muss - auch wenn dies unter Trollen allgemeinhin bekannt ist. Nach der Geburt des Jungen wird er von seinem Vater feierlich in einem Ritual seinen Namen erhalten.

Solange ein Troll noch ein Kind ist, bleibt es in der Mitte des Stammes und lebt dort sicher und geschützt durch alle Stammesmitglieder. Kindern wird im Stamm und allgemein bei Trollen viel Zuneigung und Liebe entgegengebracht.

Lite-Trolle dürfen wie zuvor bereits erwähnt, ihren Stamm nicht verlassen. Das ist ein großes Tabu. Sie haben große Verantwortung und Macht. Ihr Wort hat fast die gleiche Macht wie das Wort des Stammesführers, aber sie dürfen die Stammesumgebung, sprich den Wohnbereich des Stammes nicht verlassen.

Das bedeutet, ist ein Lite erwachsen geworden und mit einem Stammesführer vermählt, lebt er für immer im Lager seines Stammesführers. Er wird in den Stamm aufgenommen und wird ihn nie wieder verlassen. Dafür hat er die wichtigste Aufgabe im Stamm - er schafft durch seine "Mit-Akt" neues männliches Leben. Bestenfalls sogar einen neuen Lite.

Das Amt des Lite ist etwas ehrenvolles, aber die Lite sind so gesehen auch Gefangene ihres Amtes. Sollte ein Lite versuchen seinen Stamm zu verlassen, wird sein Stammesführer zuerst versuchen den Konflikt friedlich mit ihm zu regeln.

Sollte der Lite dennoch oder gar heimlich das Lager verlassen, wird er auch gegen seinen Willen zurück zu seinem Stamm geholt. Widersetzt er sich bei seiner Rückkehr, wird er auch angegriffen. Natürlich wird er dabei nur soweit verletzt, dass er keine Folgeschäden davon trägt. Der Mann soll schließlich nur eingefangen und zurückgebracht werden. Sein Schicksal ist durch Geburt vorher bestimmt. Ein Lite muss in seinem Bereich bleiben. Sein Lager, sein Stamm und sein Stammesführer sind seine Welt.

Trolleltern bringen ihren Kindern alles bei, was sie zum Leben und Überleben wissen müssen. Meist lehrt der Vater seinen Kindern zu jagen, die Landschaft zu lesen, Spuren zu lesen, zu mit Pfeil und Bogen zu schießen und wie man mit dem Messern und anderen Waffen kämpft.

Die Mütter lehren ihren Kindern die handwerklichen Dinge des täglichen Lebens. Das Hüten der Weidetiere, die Gewinnung der Milch. Auch bringen sie ihren Kindern den Handel mit ihren Waren bei.

Die Arbeit in Friedenszeiten ist bei Trollen strikt in einen männlichen und weiblichen Bereich getrennt. Trollmänner erledigen die harte, körperliche Arbeit, gehen auf die Jagd und stellen Waffen her. Frauen kümmern sich um den Haushalt, die Nahrungszubereitung und die Kinder.

In Kriegszeiten kann diese Aufteilung aufgehoben werden. Bei einem Angriff von einem verfeindeten Stamm oder anderen Feinden, greifen alle zur Verteidigung des eigenen Stammes zur Waffe.

Ausnahme bilden hier nur die kleinen Kinder und der Lite. Jeder Troll, egal ob Mann oder Frau lernt den Umgang mit Waffen und weiß diese auch zu gebrauchen.

Stammeszusammenhalt ist für Trolle oft lebensnotwendig, wird erwartet und zeitgleich auch verlangt.


Vorkommen:

Trolle leben nomadisch und bevorzugen das warme, trockene Klima des Südostens Asamuras. Der Großteil der Troll-Stämme lebt in Rakshanistan.

Eine endlose Weite aus Sand, ist die natürliche Heimat der Trolle. Tamjara, die weiße Wüste ist keinesfalls so tödlich wie man vermuten mag. Ortskundige oder auch Fremde mit einem Führer werden feststellen, dass man die Wüste durchkreuzen kann.

An den Ufern des Rasmat wie auch an grünen Oasen zeugen alte Kalksteinruinen von dem einstigen Wohlstand des gefallenen Wüstenreichs der Tamjid.

Heute ist das Land nach den Siegern der Chaoskriege - den Rakshanern benannt und heißt Rakshanistan.

Jeder männliche Troll lernt das Handwerk eines Jangwa (Wüstenführers) von seinem Vater oder seinen älteren Brüdern.

Auch für die Jagd ist dieses Wissen unerlässlich. Trolle verwenden Tarntechniken und nutzen das Terrain um ungesehen und ungehört durch die Dünen in die Nähe von ihrer Beute zu gelangen. Das Wissen wird von einer Generation zur nächsten weitergegeben, gelegentlich auch an Verbündete, wie zum Beispiel an einige ausgewählte Rakshaner oder Orks.

Jeder männliche Troll muss sich und seine Familie zur Not zurück zum Stamm oder zur nächsten Wasserstelle führen können. Ebenso muss er Wächter und Jäger seiner Familie sein - ein Wesen der Wildnis, das gelernt hat eins mit seiner Wüstenwelt um sich herum und darin zu werden.

Ihre Spurenlese,- und Überlebenskenntnisse machen männliche Trolle auch zu grandiosen Kundschaftern und Aufklärungsexperten in Wüstenregionen.


Das Stammesgebiet:

Das Stammesgebiet ist grundsätzlich immer dort, wo sich gerade der jeweilige Stamm aufhält/niedergelassen hat. Ab dem Zeitpunkt des Aufbaus der Zelte, sehen die Trolle dieses Land als ihr Land an. Mit dem Abbau der Zelte, ist das Land wieder freigegeben und wird nicht mehr verteidigt.


Bildung und Handwerk:

Trolle leben in kleinen Stämmen zusammen. Der Stammesführer ist das Oberhaupt seines Stammes und sein Wort ist maßgeblich für alle Entscheidungen im Stamm. Zweitmächtigster Mann im Stamm ist sein Lite. Nach dem Lite folgt der Schamane, darauf das jeweilige männliche Familienoberhaupt einer Familie in der Rangfolge.

Wie zuvor erwähnt ist die traditionelle Gesellschaft der Trolle ist fünf Klassen eingeteilt. Die Herrschaftsschicht - die Schicht der Stammesführer. Als oberster des Stammes der Stammesführer selbst, gefolgt von seinem Lite. Nun folgt der Schamane. Dann folgen die Führer der Familienverbände.

Der Grundpfeiler der Trollkultur ist der Stamm über den sich jeder Troll definiert. Eine der schlimmsten Strafen für einen Troll ist es vom eigenen Stamm verstoßen zu werden. Ein Stamm kann aus ein paar Mitglieder bestehen oder sich über zwanzig Zelte erstrecken. Die meisten Stämme haben eine Stärke von ungefähr 10 bis 20 Zelte (Familien). Größere Stämme sind selten und können bis 50 und mehr Zelte erreichen. Trolle sind ein zahlenmäßig kleines Volk.

Ein Stamm kann auch eine Gemeinschaft von Trollen bezeichnen, die sich aus einem bestimmten Grund zusammen getan hat oder sich von einem größeren Stamm abspaltete und seiner eigenen Wege zog. Hier spricht man von wilden Stämmen.

Ein Stamm setzt sich aus mehreren Familienverbänden zusammen. Eine Familie (Mann, mit Frau/en und Kind/ern) bezeichnen Trolle als "ein Zelt".

Die Macht des Troll-Stammesführers wird vererbt. Sie geht auf seinen erstgeborenen Sohn seiner Erstfrau über. Das heißt, wenn der Stammesführer vorher nicht herausgefordert und besiegt wurde.

Ein Troll wird vorrangig durch sein soziales Umfeld und seinen Rang in der Stammesgemeinschaft definiert.

Daraus lässt sich ein mehr oder minder genaues Ansehen ableiten, in dem ein Troll sowohl aufsteigen wie auch fallen kann.


Dieser Status eines Trolls wird bestimmt durch:

Zuerst einmal die generelle Zugehörigkeit zu einem Stamm!
Trolle die keinem Stamm angehören (durch Verlust bei Krieg oder Raubzug) oder schlimmer noch verstoßen wurden, haben ein sehr niedriges Ansehen. Für eine Trollfrau die ihren Stamm verloren hat, ist es wesentlich leichter als für einen Mann Anschluss in einem neuen Stamm zu finden.


Das Geschlecht des Trolls:

Bei vielen Stämmen waren und sind Trollfrauen im Ansehen des Stammes nicht aufgeführt. Außer in der Rolle der Haushaltsführerin, der Nachwuchsaufzucht oder eventuell als Kräuterfrau hat eine Trollfrau kein Ansehen zu erwerben. Sie definiert sich durch das Ansehen ihres Mannes. Wobei einige Trollfrauen äußerst geschickt darin sind, ihre Männer in die passende Richtung zu lenken, die sie sich wünschen. Kurzum die kluge Frau herrscht durch ihren Mann.


Das Alter:

Junge Trolle die noch nicht den Mannesritus vollzogen haben gelten als unmündig, sie müssen sich ihren Status noch verdienen. Die Ältesten und erfahrensten Trolle genießen ein sehr hohes Ansehen. Hier zählen seine persönlichen Fähigkeiten und Taten, die er sich entweder im Stamm selbst oder im Kampf verdient hat.

Auch die Taten seiner Familie zählen und können über Ansehen und Status eines Trolles entscheiden. Dies bedeutet, eine Trollfrau hat zwar kein persönliches Ansehen, aber sie könnte dem Ansehen ihres Mannes mit Fehlverhalten durchaus schaden.

Entgegen der benachbarten Rakshaner kann sich ein Troll mehrere Ehefrauen nehmen, soweit er diese von sich überzeugen und mit seiner Arbeit (in welcher Form auch immer) ernähren kann. Denn vor jeder Hochzeit steht das Werben. Die Lebensweise sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass auch Trolle ihren Partnern in Liebe verbunden sind.

Es hat Vor- und Nachteile in einer Vielehe zu leben. Je größer die Familie, je sicherer lebt jedes einzelne Familienmitglied, die Familie selbst und der dazugehörige Stamm.
Allerdings haben sich die Frauen in diesem Fall einen Mann zu teilen. Der Ehemann ist verpflichtet keine seiner Frauen auf irgendeine Weise zu vernachlässigen.

Ansonsten kann die Frau die Trennung verlangen, wenn er sie z.B. nicht mit ausreichend Nahrung oder Kleidung versorgen kann. Auch bei anderer Vernachlässigung kann sie bei ihrem Stammesführer vorsprechen und um Aufhebung der Ehe bitten. Das Recht haben Frauen wie Männer. Der Stammesführer entscheidet dann nach genauer Abwägung, ob er diese Ehe aufhebt.

Mehrere Ehefrauen zu besitzen, gilt bei Trollen zudem als Statussymbol.
Mehrere Ehefrauen desselben Trollmannes gelten untereinander als angeheiratete Schwestern. Allerdings leben auch viele Trolle als reine Paare zusammen und der Mann verzichtet bewusst auf weitere Ehefrauen.

Trolle leben nomadisch als Hirtenvolk. Sie bevorzugen trockene Wüsten und Steppen wo kein dauerhafter Ackerbau möglich ist. Trolle betreiben Weidewirtschaft auf natürlichem Weideland und verlegen ihr Lager, sobald eine Weide von ihren Tieren abgegrast wurde.

Die Natur hat dieses Volk abgehärtet durch ein Leben in einer lebensfeindlichen Umgebung. Legenden besagen, dass sie wilde Kämpfer sind und sehr gut mit Waffen umgehen können.

Weitere Kulturelemente sind ihre Zelte, die leicht zu errichten und wieder abzubauen sind. Im Gegensatz zu anderen Nomaden haben Trolle keine begrenzte Materialkultur, die ihnen vorschreibt, so wenig Besitz wie möglich anzuhäufen. Trolle häufen gerne für sie persönliche, wichtige Gegenstände an, die auch in den Status einen Talismans erhoben werden können.

Reit- und Zugtiere haben neben ihren Nutzentieren einen sehr hohen Stellenwert für Trolle. Sie werden gut versorgt und behandelt.

Trolle leben von ihrem Vieh und deren Produkten. Aber sie leben auch von der Jagd, dem Raub und dem Handel.

Die Basis ihres Auskommens bilden die Tiere der Trolle, die oft aus vielen Tierarten bestehen. Die Tiere dienen dabei als Lieferanten für Milch, Fleisch, Fell, Leder, Kleidung oder als Tauschmaterial für Produkte die sie selbst nicht herstellen können. Besonders häufig findet man Ziegen und Schafe bei Trollen als Herden-Nutztiere. Geflügel wird oft ebenfalls gehalten als Eier- und Fleischlieferant. Das Hüten der Nutztiere ist Aufgabe der etwas älteren Kinder.

Die Mengen des Futterangebotes in den trockenen Landschaften sind die wesentlichen Ursachen für die nomadische Lebensweise.

Dabei sind die Größe der Herde, ihre Zusammensetzung, die produzierte Menge tierischer Produkte, die Nähe zu Wasserstellen und festen Siedlungen betreffs Handel und nicht zuletzt das erforderliche Arbeitspensum von Bedeutung.
Darüber hinaus spielten von jeher auch Beziehungen zu anderen Völkern eine wesentliche Rolle. Bisweilen kann die Viehzucht kurzfristig nachrangig werden. Daher gehört Jagen und Sammeln, Handel und der Austausch mit anderen Völker ebenfalls zur Lebensart der Trolle.
So schlagen einige Troll-Stämme gerne ihr Lager in der Nähe von Rakshanern auf, wenn sie diesen auf ihren Wanderungen begegnen, um mit ihnen Tauschhandel zu betreiben.

Mit anderen Völkern ist der Ausgang des Kontaktes ungewiss. Man kann nie mit Sicherheit sagen, ob ein Troll gekommen ist um zu verhandeln oder zu rauben.

Macht, Stärke und Status sind ein großer Bestandteil der Kultur der Trolle. Ein Troll würde niemals offen zugeben sich vor etwas zu fürchten.

In so einer Situation würde er einem Stammesbruder seinen mächtigsten Talisman zeigen und fragen, wie mächtig dieser Talisman ist.

Die passende Antwort um den Bruder zu beruhigen wäre - "so wie sich dieser Talisman anfühlt - ist er sehr mächtig Bruder".

Auch Feste sind ein fester Bestandteil ihrer Kultur. Ein besonderes Ritual ist es, wenn die Zeugung eines männlichen Trolls bevorsteht.

Neben der traditionellen Lebensweise der Trolle, hat sich auch ein anderes Zusammenleben etabliert. Vor allem unter jungen Männern, die die alten Traditionen des Zusammenlebens ablehnen oder ihren Stamm verlassen mussten.

Diese jungen Männer schließen sich zu kleinen "Junggesellen-Stämmen" zusammen, die von Familienstämmen äußerst kritisch beäugt werden.

Diese jungen Kerle streifen mitunter über Jahre umher und schließen sich meist mit anderen nomadisierenden Junggesellen zusammen. Diese Bindung zwischen miteinander verwandten oder auch fremden jungen Troll-Kerlen kann dabei sehr stark werden.

Sie legen in dieser Zeit sehr große Strecken zurück und respektieren keine Lagergrenzen. Um einen eigenen Stamm zu erobern, müssten sie den alten Stammesführer herausfordern, vertreiben oder im Kampf besiegen.

Solche Übernahmekämpfe sind in der Regel extrem blutig und brutal, und nicht selten enden sie tödlich. Geschlagene Stammesführer sind tote Stammesführer, aus diesem Grund wird ein herausgeforderter Troll-Führer mit aller Gewalt gegen seinen Herausforderer antreten.

Wenn möglich werden solche Junggesellen-Banden bei Sichtung schon vom ganzen Stamm angegriffen. Selbst wenn sie den Stammesführer nicht herausfordern sollten, bedeuten diese Banden nie etwas Gutes. Sie kommen um zu stehlen, Frauen zu rauben oder zu morden. Für die alten Trolle sind solche Junggesellen-Banden glücklicherweise ein seltenes Phänomen.

Aber nicht alle teilen diese Sichtweise.

Einige junge Männer wie auch Frauen schließen sich freiwillig solchen Stämmen an, um die Fesseln der alten Traditionen hinter sich zu lassen. In diesen Stämmen finden sie eine Freiheit, die sie sonst bei ihrem Volk nicht finden. In Einzelfällen soll es sogar schon vorgekommen sein, dass auch ein junger Lite versucht hat, sich solchen Stämmen anzuschließen.

Sind diese Junggesellen-Stämme groß genug, haben sie genügend Macht um sich ein eigenes Gebiet anzueignen. Männer und Frauen leben in dieser neuen Ordnung gleichberechtigt nebeneinander. Ebenso würde es sich mit einem Lite verhalten.

Die wilden Stämme - wie sie sich selbst bezeichnen, verehren besonders stark Rakshor, da sie die alten Traditionen als Sklavenjoch betrachten. Sie betreiben weder Viehzucht noch eine andere handwerkliche Tätigkeit, sondern leben von Raubüberfällen und Plünderungen.


Die Sand- oder Wüstenrose:

Eine Sandrose auch Wüstenrose genannt, ist ein bizarres Kristallgebilde, das meist aus Sandkörnern besteht, die in einen Kristall aus Gips oder Baryt eingebettet sind. Die wasserlöslichen Sandrosen entstehen in heißen, trockenen Wüsten Asamuras.

Durch schnell verdunstende Oberflächenfeuchtigkeit wird Grundwasser durch Kapillarkräfte nach oben gefördert. Die im Wasser gelösten Salze kristallisieren aufgrund der fortschreitenden Verdunstung aus und bilden zusammen mit dem Sand die charakteristischen, blattförmigen Strukturen die einer tatsächlichen Blumen sehr ähnlichen sehen.

Sandrosen kommen in vielen Formen und Größen vor. Die kleinste nur so groß, wie das winzigste Geldstück, die größten von ihnen können bis zu 6 Tonnen Gewicht erreichen, sind aber nur in Tiefen um die 50 Meter zu finden. Sandrosen sind bei entsprechender Lagerung haltbar.

Bei Trollen sind diese Gebilde das Werbegeschenk schlechthin. Wenn eine Trollfrau oder überhaupt eine Frau von einem Troll eine Wüstenrose geschenkt bekommt, wirbt er damit offiziell um ihre Hand. Das Geschenk anzunehmen, kommt einer Zusage gleich. Verglichen mit anderen Kulturen, könnte man die Wüstenrose mit einem Verlobungsring vergleichen.

Schrift: Trolle kennen keine Schrift im eigentlichen Sinne, höchstens Zeichnungen und einzelne Symbole, insbesondere für Zahlen, das Volk ist schließlich nicht dumm und zählen können Trolle durchaus. Aufgrund dieser fehlenden Schreibkenntnisse wird Wissen gleich ob im Bereich Kampf, Schamanismus, Kräuter- oder Giftkunde bei Trollen nicht in kodifizierter „verschriftlicher“ Form weitergegeben, sondern vielmehr wird dieses in langen Lehrjahren von einem Meister an seine/n Schüler weitergegeben. Diese Beziehung zwischen Meister und Schüler/n ist sehr eng und dauert oft ein Leben lang, durch den Ahnenkult manches Mal sogar darüber hinaus.

Mit diesen Mustern verzieren sie ihre Haut durch Bemalung oder Tätowierung, gravieren sie in ihre Stoßzähne ein, malen sie an ihre Zeltinnenwände, weben sie in ihre Tücher und Kleidungsstücke ein.


Gebrauchsgegenstände:

Die meisten täglichen Gebrauchsgegenstände wie Teller, Tassen, Schalen, Besteck etc. sind aus Holz, Horn, Knochen oder auch zum Teil aus Leder gefertigt. Dies hat den einfachen Grund, dass jene Materialien den Trollen zur Verfügung stehen und die Gebrauchsgegenstände beim Transport nicht beschädigt oder zerstört werden.


Mentalität

Kampf- und Jagdverhalten:

Die Befehlsgewalt bei einer kleineren Jagd- oder Kampfeinsatzgruppe von Trollen obliegt im Regelfall dem Ältesten, eventuell auch dem Mächtigsten in der Gruppe, wenn der Stammeshäuptling nicht anwesend ist.

Im schlimmsten Fall, wenn kein Ältester oder Mächtiger anwesend ist, ist dem Befehl von einem niederen Troll Folge zu leisten. Die Erlangung der Befehlsgewalt in einer jungen Männerrunde erfolgt nur selten über Kampf, wie es z.B. bei Orks der Fall wäre.

Bei Trollen versucht man dies durch Verwandtschaftsverhältnisse und andere Beziehungen, oder Gewitztheit zu entscheiden. Wenn der Kandidat also einen Verwandten oder einen sehr guten Bekannten in einem höheren Rang hat, z.B. ist der Schamane sein Onkel, oder aber anderweitig den anwesenden Haufen überzeugen kann, dass er jetzt den Befehl hat, so hat er die Befehlsgewalt inne.

Während eines Kampfes gibt es keine Formation oder Schlachtreihe, mit Schildwall und ähnlichem bei Trolle. Es wird im losen Verbund gekämpft.

Rettet ein Troll in einer Schlacht den ganzen Stamm, egal wodurch - steigt er in den Rang der Legenden auf. Besonders jene Trolle die ihr Leben für den Stamm gaben. Selbstopferungen werden nur in Ausnahmefällen durchgeführt. In diesem Fall muss die Existenz des ganzen Stamms durch den Tod eines seiner Mitglieder gesichert werden.

So etwa durch einen ablenkenden Angriff, der mit viel Gebrüll, Getöse und Gestik durchführt wird, damit der Stamm vor einer feindlichen Übermacht fliehen kann.
Ist so eine Selbstopferung jemals nötig, wird dieses Stammesmitglied - egal ob Mann oder Frau als Held des Stammes gewürdigt, wenn der Stamm überlebt. Dieser Troll wird durch seine besondere Tat zu einer Legende.

Solange der Stamm existiert, wird der Name dieses Troll für die Ewigkeit in den schamanisch geprägten Ahnenkult mit aufgenommen. Sein oder ihr Name ist auf ewig unvergessen. Dies ist auch einer der Gründe, warum legendäre Trolle, trotz dass einige schon sehr lange Zeit tot sind, nicht in Vergessenheit geraten.


Bevorzugtes Kampfverhalten:

Trolle kämpfen nicht im offenen Feld, sondern bevorzugen den Kampf aus dem Hinterhalt, von einem Hügel herab bzw. aus sicheren Distanz mit Fernwaffen wie Bögen oder Speeren.

Unterstützt wird dies bei einigen Stämmen durch die massive Verwendung verschiedener Gifte von schwach und eher nicht tödlich in Form von Schlaf- und paralysierende Giften, wie auch extrem tödlichen Giftmischungen. Sollte ihnen im Kampf eine Niederlage drohen, so ziehen sie sich schnellstmöglich zurück! Es gilt den Stamm und damit sich selbst zu schützen.


Aufnahme von Fremdvölkern in den Stamm:

Generell spricht für Trolle nichts dagegen Personen von fremden Völkern in ihre Stammesgemeinschaft aufzunehmen, wenn ihnen diese passend erscheinen. Natürlich ist die grundsätzliche Einstellung von Stamm zu Stamm, von Stammesführer zu Stammesführer unterschiedlich.

Sollte eine Person, in eine Stammesgemeinschaft aufgenommen werden wollen, hat sie sich alle Gepflogenheiten des Stammes unterzuordnen. Ferner gilt die Person bis zu ihrem Initiationsritus als Heranwachsender. Erst nach Ablegung der Prüfung ist der Neuling vollwertiges Stammesmitglied und Troll.

Für die Dauer bis zur Prüfung wird der Neuling einem Paten zugeteilt. Dieser lernt den Neuling an, hilft bei dem Verständnis von alltäglichen wie auch besonderen Dingen. Der Neuling lebt auch im Zelt des Paten.

Dies ist wichtig, da der Neuling vermutlich weder über ein Zelt noch Vieh verfügen wird.

Handelt es sich um einen Neuling der aufgrund einer Beziehung/bevorstehenden Hochzeit aufgenommen wird, lebt der Neuling selbstverständlich im Zelt seines Partners. Der Partner ist gleichzeitig sein Ansprechpartner und Pate.

Beziehungen zu Fremdvölkern sind möglich, kommen aber nicht sehr häufig vor. Zuerst aus dem einfachen Grund, da Trolle sehr abgeschieden leben. Selten begegnet man einem Trollstamm.

Am ehesten würden Rakshanern einem Trollstamm begegnen. Aber eine Beziehung zwischen einem Troll und einem Raksahner dürfte sich allein wegen der unterschiedlichen Kultur als schwierig erweisen.
Ein Trollmann wird sich keiner Rakshanerin als Familienoberhaupt unterordnen wollen. Ebenso würde keine Rakshanerin sich einem Trollmann als Familienoberhaupt fügen wollen. Beide Völker verstehen sich äußerst gut, leben aber ein sehr unterschiedliches Familienleben. Ausnahmen bestätigen hier die Regel.

Ein Rakshaner hingegen würde eventuell seine erhöhte Position bei Trollen genauso schätzen lernen, wie eine Trollfrau unter Rakshanern die ihre.

Bei anderen Völkern entscheidet die persönliche Einstellung der Person, ob ihr ein Leben in einem Trollstamm möglich wäre.

Die Person hat sich den Sitten und Gebräuchen zu fügen und das Leben als nomadische Hirten ist hart, entbehrungsreich und mit sehr viel Arbeit verbunden. Dafür zeichnen sich Trollstämme durch einen starken Zusammenhalt aus.

Von der Art, Lebensweise und dem Verständnis her, würden sich Trolle ehr Rakshanern oder Orks verbunden fühlen. Zumal diese ebenfalls Rakshor ehren.

Einmal als vollwertiges Mitglied in eine Stammesgemeinschaft aufgenommen gilt die Person als Troll.


Tiere:

Als nomadische Hirten dienen die Tiere den Trollen als Lebensgrundlage. Sie reisen mit ihren Tieren von Weidegrund zu Weidegrund um ihren Lebensunterhalt das ganze Jahr über zu sichern. Ackerbau, Bodenbewirtschaftung ist den Trollen fremd und hätte in ihrem Lebensraum auch keine Aussicht auf Erfolg.

"Zuerst das Tier, dann wir".

Nach dieser Überzeugung werden die Tiere gehalten und versorgt. Egal ob man seine Herde mit Wasser versorgt, oder seinen Reit-Raptor mit Fleisch. Jeder Troll wird seine Tiere versorgen, bevor er sich zum Entspannen oder zur Nachtruhe hinlegt.

Denn wer sein Tier nicht achtet und sich nicht um sein Vieh kümmert, hat bald jede Lebensgrundlage verloren. Kein Vieh bedeutet keine Kleidung und Nahrung.

Die Tierarten die von den Trollen gehalten werden, unterscheiden sich in drei Kategorien. In Reittiere, Nutztiere und Haustiere.

In einigen Trollstämmen setzen die Stammesangehörigen auf bestimmte Reittiere um damit ihre Stammes-Zugehörigkeit nochmals zu unterstreichen. Jeder Troll reitet also das gleiche Reittier, am besten in der gleichen Farbe und in der gleichen Stammeszeichnung. Ebenso sind Zaum- und Reitzeug von der gleichen Farbe.

Andere Stämme legen auf diese Optik weniger wert und reiten als Stamm bunt zusammengewürfelt jedes Reittier.

Reittiere:
    Kamele
      Trampeltier
      Dromedar
      Zebra

Nutztiere:
    Ziegen
    Schafe
    Hühner


Gesellschaft

Medizin: Medizin wird von den Stammes-Schamanen ausgeübt. Ein Schamane ist ein Spezialist auf spiritueller, heilerischer und ritueller Ebene. Dazu nutzt er sein Fachwissen über die Heilkräuter und anderen Substanzen seiner Gegend. Er dient auch als Vermittler zur Geisterwelt.

Troll-Schamanen setzen ihre rituellen und medizinischen Fähigkeiten zum Wohl ihres Stammes ein. Sie üben dazu verschiedene mentale Praktiken und Rituale (zum Teil unter Drogengebrauch) aus, mit denen die normale Sinnenwahrnehmung erweitert werden soll, um aus diversen Gründen Kontakt zu den Mächten der Geisterwelt aufnehmen zu können. Um die kleineren Alltagsbeschwerden kümmert sich die Kräuterfrau des Stammes.


Der Schamane:

Der Schamane ist als Verantwortlicher in Glaubensfragen – zumindest in den Augen seines Stammes – unfehlbar und so soll es auch bleiben. Diese Machtposition wird er zu verteidigen wissen.

Dabei macht er durchaus auch mal wesentlich mehr Brimborium und Geheimniskrämerei um eine Sache als eigentlich notwendig wäre, nur um vor seinem Stamm Eindruck zu schinden.

Sollte also zum Beispiel ein Gefangener gegen die eingeflößten "Wahrheitszauber" immun sein, beziehungsweise die Aussage verweigern so erfindet der Schamane (der seine Schwäche NIE eingestehen wird) einfach irgendwelche Antworten.

Sollte aberwitziger Weise ein Kämpfer aus den Reihen des Stamms ihn beleidigt oder bedroht und damit seine Autorität untergraben haben, so ist beim nächsten Kampf dieser Krieger wahrscheinlich nicht beim Rückzug mit dabei oder aber er hat seine Lektion gelernt.


Die Kräuterfrau:

Die Kräuterfrau des Stammes kennt nützliche Kräuter und kann auf deren Basis vor allem (schwache) Gifte, und kleine Heiltränke herstellen. Entsprechend ihrer Fähigkeiten werden sie im Stamm geschätzt und respektiert.

Die Kräuterfrauen sind bei ihrem Stamm aber aufgrund ihrer mystisch anmutenden Tätigkeit, aber auch der bei der Anwendung entstehenden Schmerzen oft auch gefürchtet (wenn auch eher hinter vorgehaltener Hand/immerhin ist sie eine Frau).

Die Kräuterfrau des Stammes ist der kleine Heiler der Trolle. Sie nutzt dafür natürliche bzw. vor allem pflanzliche Heilmittel zur Wundversorgung. Verbände und Schienen kennt sie durchaus, das Zunähen von Wunden fällt schon eher derb (und schmerzhaft) aus.

Operationen dagegen sind äußerst grobschlächtig, extrem schmerzhaft, mit eher unsachgemäßem Instrumentarium durchgeführt (die grobe Keule als Narkosemittel, der einfache Dolch als Skalpell etc.) und enden deshalb zumeist tödlich, weshalb sie nur sehr selten in Notlagen durchgeführt werden.

Die Kräuterfrauen stellen auch Gifte für ihren Stamm her, z.B. für Waffen und Fallen der Kämpfer.

Dabei gilt grundsätzlich – Masse statt Klasse! Dies bedeutet, ein sofortwirkendes Schlafgift, von dem eine Giftmischerin zwei Anwendungen erstellen kann, ist ihr lieber, als eine Anwendung eines sofort tödlichen Giftes. In einer Welt wo Ressourcen Mangelware sind, muss man aus so wenig wie möglich, so viel wie möglich herstellen können.


Das Zelt - Trano Lay:

Das Zelt (Trano-Lay) hat bei Trollen eine besondere Bedeutung. Das Wort beschreibt sowohl eine Familie, als auch deren Wohnort.

Das Zelt ist im Wesentlichen ein rundes Gebäude und besteht aus einem Holzgestänge, auf das Baumwoll- und Wollfilzstoffe gespannt werden. Es ist die traditionelle Behausung der Trolle, die in diesen Zelten den Härten der Natur ihrer Heimat trotzen.

Das Zelt hat für seine Bewohner eine ebenso lebenswichtige wie geradezu mystische Bedeutung. Ein Troll-Zelt wird immer mit dem rechten Fuß zuerst betreten, dabei wird die Türschwelle nicht betreten und auch nicht in der Tür verweilt, da dies die Zelt-Geister verärgern könnte.

Einerseits bietet das Zelt Schutz vor den harten klimatischen Bedingungen, denen die Trolle während des Wanderns inmitten der flachen Steppe ausgesetzt sind. Sie müssen dies tun, damit ihr Vieh stets genügend Fläche zum Grasen und Überleben findet.

Das Klima wechselt je nach Region zwischen Dürren, extrem hohen Temperaturschwankungen und gewaltigen Sandstürmen.

Andererseits ist das Zelt fester Bestandteil des archaischen Daseins als Nomaden. Die Hauptachse des Zeltes zeigt mit der Türöffnung stets nach Süden, was der zeitlichen Orientierung dient – wenn dann durch die Mitte der Rauchöffnung das Sonnenlicht dringt, dient es den Trollen als Sonnenuhr.

Die Mitte ist das kultische Zentrum des Zeltes. In der Mitte befindet sich die Feuer-stelle oder der Ofen. Dieses Zentrum ist der heiligste Platz, dem Respekt entgegen gebracht wird. So sollten die Bewohner oder Gäste Ihre Füße nie dem Ofen- und Feuerstellen-Feuer entgegenstrecken.

Die linke Seite des Innenraums (der Osten) gilt als die weibliche Zeltseite. Sie beherbergt die Frauen und Kinder – hier werden die Dinge des Alltags erledigt und weibliche Gegenstände aufbewahrt wie Küchengeräte, Kinderbetten und andere typisch weibliche Gegenstände.

Die rechte Seite (der Westen) gilt als männliche Zeltseite und ist damit den Männern vorbehalten. Dort werden die typischen männlichen Gebrauchsgegenstände wie Waffen und Werkzeuge verwahrt. Auf dieser Seite sitzen und schlafen nur die Männer.

Hinten an der Nordseite, ist der bedeutendste Platz im Zelt. Dort wird das Totem aufgestellt und Opfergaben für die Geister erbracht. An diesem besonderen Platz sitzen die Stammesältesten und Ehrengäste, sie beherbergt auch die ältesten männlichen Besucher der Familie.

Ein Troll-Zelt kann innerhalb von einer Stunde auf- oder abgebaut werden und passt in ihrer einfachen Form auf zwei Packtiere. Der Holzrahmen des Zeltes besteht aus mehreren Scherengittern, die auseinandergezogen und aneinander gebunden werden. Dann werden sie in einem Kreis aufgestellt, wobei der Türrahmen eines Zeltes stets nach Süden zeigen soll.

In der Mitte des Tano-Lay befindet sich ein Paar zwei bis drei Meter hohe Pfosten, auf denen ein runder Dachkranz aufliegt. In diesen Kranz werden die Dachstangen gesteckt, in einem Winkel von etwa dreißig Grad. Als Tür fungiert ein Filzvorhang, manchmal auch eine hölzerne Tür (Talup).

Früher wurde die Zelte auf den nackten Steppenboden gestellt, heute findet man häufig einen Holzboden vor.

Eine Besonderheit der Troll-Zelte ist die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu einem normalen Zelt über keinerlei Fixierung am Boden verfügen. Das Troll-Zelt wird bei stürmischem Wetter allein durch sein Gesamtgewicht am Boden gehalten. Häufig wird ein Seil an der Krone befestigt, an das bei Sturm ein schwerer Gegenstand zur Stabilisierung gehängt wird.

Die Abdeckung des Holzrahmens erfolgt in mehreren Schichten: Ganz unten wird helles Baumwolltuch als Himmel fürs Dach gelegt, gefolgt von Wollfilz als Wärmedämmung – in der kalten Jahreszeit können das mehrere Lagen sein, die auch wasserabweisend wirken.

In der Mitte des Zeltes steht der kleine Herd/Ofen dessen Ofenrohr durch die Krone ragt. Die Öffnung fürs Rohr kann mit einem Tuch bei Regen geschlossen werden. Das Öffnen und Schließen erfolgt dabei über ein Seil. So kann die Rauchöffnung bei Sturm oder Regen geschlossen und bei Sonnenschein geöffnet werden, um die natürliche Uhr der Trolle wieder hinein zu lassen.

Das Zelt, Trano-Lay bei den Trollen genannt, ist die traditionelle Behausung und im Allgemeinen die Wohnung der nomadisch lebenden Trolle.

Das Zelt (Trano-Lay) besteht zu einem aus Pfählen (Tsatoka) gebildeten Rahmenwerk, das sich strahlenförmig von einem mittigen Rauchlochring (Peratra) erstreckt, der oben auf einer kreisförmigen Gitterwand festgezurrt ist.

Die Ausrichtung und Symbolik Trano-Lays ist in allen Troll-Stämmen die gleiche. Die Trano-Lays sind so konzipiert, dass sie leicht zusammen- und abgebaut werden können, wenn die nomadischen Besitzer ihre Reise fortsetzen. Die Verbildlichung und Bedeutung des Trano-Lays bleibt aber immer gleich, egal, wo dieses aufgestellt wird.

Das Trano-Lay ist nicht nur das Zentrum des Universums sondern gleichzeitig auch ein Mikrokosmos darin. Tatsächlich ist das Trano-Lay eine Landkarte des Universums in der Gesamtheit, und das Himmelsgewölbe spiegelt sich in der gewölbten Form des inneren Trano-Lay-Daches wieder.

Der Eingang ist immer nach Süden ausgerichtet, da dieser in der Vorderseite des Trano-Lay liegt. Die Nordseite, die als Uttara bezeichnet wird und hinter der Feuerstelle liegt, ist der heiligste Platz im gesamten Trano-Lay (hier wird das Stammestotem aufgebaut).

Hier wird das Totem, dazugehörige heilige Gegenstände, Geistbehausungen und andere religiöse Bilder auf einem Tisch oder eine Truhe aufgestellt.

Der Sitzplatz neben diesem Bereich stellt den Ehrenplatz dar und steht den Älteren, Anführern, Schamanen und anderen Ehrengästen zur Verfügung.

Der westliche Raum auf der rechten Seite ist die sogenannte männliche Seite: hier befindet sich der Sitzplatz für die Männer und die Lagerstätte für das Werkzeug der Männer, die Sättel, Bögen und Waffen. Die linke und östliche Seite ist der Sitzplatz für die Frauen, wozu auch die Lagerstätte für Kochutensilien, Hängegestelle und andere Gegenstände der Frauen gehört. Da die südliche Seite die am wenigsten ehrenwerte Stelle ist, nehmen die jungen Leute gewöhnlich ihren Sitzplatz im südlichen Teil der linken und rechten Seite ein.

Die Bewegung innerhalb des Trano-Lays erfolgt im Sonnenverlauf, also im Uhrzeigersinn.

Der Grund, warum dies als Sonnenverlauf von Trollen angesehen wird, wird offensichtlich, wenn man die Bahn verfolgt, die das Sonnenlicht, das durch das Rauchloch eintritt, während des Tages durchläuft.

Bewegt man sich innerhalb des Trano-Lays, so muss die Bewegung immer in der Richtung des Sonnenverlaufs erfolgen.

Die gleiche Bewegung wird auch in schamanistischen Tänzen, Geisteranrufungen und Ritualen befolgt.

Die Trano-Lay-Mitte ist der heiligste Platz überhaupt, es ist dies der Platz des Feuers und wird als Feuerstelle (Afo Fatana) bezeichnet.

Es handelt sich hierbei um die des Lebenserhaltenden Feuers und muss mit größtem Respekt behandelt werden.

Da das Tano-Lay das Zentrum der Welt ist, stellt die Feuerstelle das Zentrum des durch das Tran-Lay selbst dargestellten Universums dar. Die durch die Rauchsäule, die vom Afo Fatana aufsteigt, gebildete vertikale Achse steht auch für den Rauch- bzw. Geisterpfad, auf welchem Schamanen in die Oberwelt aufsteigen, während der Rauchring (Peratra) jenem Tor entspricht, das zur Oberwelt führt.

Das Tano-Lay stellt somit als eine bildliche Darstellung des geheiligten Kreises mit einer bestimmten Ausrichtung in die vier Himmelsrichtung und das Universum dar.

Das kreisförmige Muster und die Ausrichtung in die vier Himmelsrichtungen wird auch in schamanistischen Zeremonien im Freien beibehalten, wozu etwa das Gehen und Tanzen um die heiligen Steine Vato herum, gehört, die für die Geister errichtet wurden, oder der Kreistanz um ein Jahresfeuer, wodurch die Tänzer eine Energiespirale erzeugen, um den Schamanen in die Himmel zu heben.

Die kreisförmige Bewegung im Sonnenverlauf wird auch in der Segnungszeremonie der Namensgebung eines Neugeborenen sowie in allen Arten von Schamanentänzen des Schamanen eingesetzt.

Eigennamen rund ums Zelt:
    Zelt = Trano Lay
    Feuerstelle, heiliges Feuer, heilige Flamme = Afo Fatana
    Rauchring = Peratra
    Pfahl/Zeltpfahl = Tsatoka
    Tür/Türvorhang = Talup
    heilige Steine = Vato

    Nordseite = Uttara
    Westseite = Paskima
    Ostseite = Turpu
    Südseite = Darsina

    Herd/Ofen = Laforo
    Küche = Lako
    Kessel (für Tee) = Etona
    Bett = Fandri


Totem:

Trolle eines Stammes sind Verwandte eines Stammes, auch wenn sie nicht Blutsverwandt sind. Man betrachtet sich als von einem gemeinsamen Urahn der Geisterwelt abstammend und damit als stammesverwandt.

Die Clans unterscheiden sich anhand von Tiernamen. Diese Kategorie wird Stammesabzeichen genannt. Nach der traditionellen Weltanschauung der Trolle gehen die Stämme übernatürliche Wesen der mythischen Urzeit zurück, die selbst allerdings nicht Ahnen der Trolle sind, sondern eher Beschützer der Troll-Urahnen waren und diesen beigestanden haben. Es sind sozusagen persönliche Schutzgeister eines Stammes.

Jeder aus dem Stamm der Wüstenwölfe wird ein Totem des Wüstenwolfs in seinem Zelt stehen haben. Wie jeder aus dem Stamm der Hyänen, ein Hyänen-Totem in seinem Zelt aufzuweisen hat. Das Totem wird in der hinteren Nordseite des Zeltes aufgestellt.


Talismane:

Ein Talisman ist ein kleiner Gegenstand oder ein Erinnerungsstück, dem zauberkräftige, Glück bringende, Eigenschaften zugeschrieben werden. Ein Troll erhofft sich von seinem Talisman darüber hinaus auch die Abwehr von Unheil.

Ein Troll-Talisman kann jeder Gegenstand werden, den der Troll gefunden hat. Vorwiegend sind es jedoch Schmuckstücke und Waffen. Der Gegenstand hat somit seinen Weg zu seinem Troll gefunden und steht ihm bei.

Neben Fund-Talismane gibt es auch solche, die speziell für ihren Träger angefertigt worden sind. Dieser Talisman wird traditionell von einer hierauf spezialisierten Person für einen bestimmten Auftraggeber hergestellt, meist vom Stammes-Schamanen.


Die heilige Flamme - Afo Fatana:

Das Feuer wird von Trollen in Form der heiligen Flamme verehrt. Das Feuer spendet durch seine Wärme Leben, in einer Welt wo die Nächte eisig kalt werden können. Und Feuer brennt tagsüber in ihrer Welt vom Himmel. Auch schenkt ihnen das Feuer die heilige Asche, die sie vor Krankheiten schützt und ihnen und ihren Tieren als Medizin dient.

Im Lebensraum (Wüste, Steppe) der Trolle ist nichts von Dauer. Selbst die Orte an denen sie sich niederlassen sind nicht für die dauerhafte Besiedlung bestimmt. Alles ist in ständiger Bewegung von Entstehung, Leben und Vergehen.

Die stetige Veränderung im Kreislauf des Lebens symbolisiert die heilige Flamme, ähnlich wie der Chaosspirale.
So werden z.B. auch feindliche Behausungen von Trollen nach dem Plündern gebrandschatzt, damit nicht von ihnen übrig bleibt.

Bei vielen Ritualen verwenden Trolle die heilige Flamme. So übereignen sie auch ihre Toten in einer feierlichen Zeremonie dem Feuer.


Asche der heiligen Flamme:

Trolle reiben ihre Körper mit der Asche der heiligen Flamme aus ihren Öfen ein. Dies dient nicht nur der kosmetischen Verschönerung. Sie nehmen ein Staubbad um sich vor Parasiten zu schützen.

Einige Trolle verwenden die Asche auch zur Körperhaarentfernung, um an einigen Stellen unerwünschte Haare zu entfernen.

Weitere Gebiete sind neben dem Staubbad auch das Zähneputzen mit Asche. Die Holzasche wird als natürliche Zahncreme verwendet.

Ferner verwenden Trolle die Asche als Reinigungsmittel/Aschenlauge und zur Seifenherstellung.

Auch zur Haarpflege wird Asche benutzt. Vor allem bei Männern, die ihre Haare in Form von Filzlocken tragen.

Bei vielen Krankheiten nehmen Trolle die Asche der heiligen Flamme auch als Medizin zu sich. Asche aus naturbelassenem Holz ist nicht nur gesundheitlich unbedenklich, sie führt dem Körper auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente zu. Asche ist zudem antibakteriell und kann auch Vergiftungen vorbeugen.

Trolle verwenden in vielen Lebensbereichen die Asche der heiligen Flamme.

Auch bei der Herstellung von Käse verwenden Trolle Asche. Einen aufgeschnitten Trollkäse erkennt man sofort an einem Streifen aus Asche, der sich waagerecht durch den Käse zieht.

Die Entstehung des Aschekäses hängt mit der Art der Herstellung des Käses zusammen. Trolle stellen nur kleine Käse her. Hierzu mischen sie die Milch der morgendlichen und abendlichen Melkung ihrer Tiere.

Damit sich auf dem frischen Käsebruch keine Kruste bildet und um ihn vor Austrocknung und Verkeimung zu schützen, wird die Käsemasse morgens mit Asche bestreut. Am Abend wird dann die Milch des zweiten Melkgangs auf die bereits vorhandene Käsemasse gegeben und der Bruch wird zusammengepresst. So wächst der Käse in zwei Schichten, getrennt durch einen Aschestreifen.

Die besondere Liebe von Trollen zu Kaffee kann vielleicht damit erklärt werden, dass er einen ähnlichen bitteren Geschmack hat und über Feuer zubereitet werden muss.


Der (legendäre) Gestank der Trolle:

Es ist eine Tatsache, dass Trolle für andere Völker regelrecht stinken. Dies liegt aber nicht an dem Troll bzw. seinem Körper selbst, sondern an seiner Lebensweise. Wer sich mit Sand und Asche wäscht, sich zudem mit einer Kriegsbemalung hergestellt aus Asche, Blut und färbenden Pflanzensäften verziert und sich mit abgeschlagenen Körperteilen seiner Feinde schmückt, kann einfach nicht angenehm duften.

Ein Troll der sich ein Wannenbad gönnen könnte und würde, würde danach genauso angenehm riechen, wie jede andere frischgewaschene Person.


Das Wassergesetz:

In einer Welt wo Wasser Mangelware ist, wird ihm besonderen Respekt entgegengebracht. Trolle haben hierfür ein eigenes Wassergesetz. Das Gesetz ist sehr einfach gehalten. Wer mit Wasser respektlos umgeht, es verschwendet oder bewusst verunreinigt wird bestraft.
Die Strafe richtet sich nach der Schwere des Verbrechens und nach dem Stammeshäuptling der den Straftäter zu verurteilen hat.
Auf Wasserverschmutzung/Vernichtung von Trinkwasser steht die Todesstrafe (gleichgültig bei welchem Stamm).


Stammestänze und Gesänge:

Jeder Stamm hat seine eigenen Stammestänze und Gesänge, vor allem zu Ehren seines Stammesgeistes. Ebenso gibt es Stammestänze und Gesänge die alle Troll-Stämme teilen.

Es wird zum festlichen Initiationsritus vor der Aufnahme neuer Stammes-Mitglieder in Gemeinschaft des Stammes getanzt. Oder auch nach Aufnahme in das Frauen- und Mannesalter, wenn ein Troll das Kindesalter verlässt. Die bestandene Prüfung wird mit einem Fest und dazugehörigen Tänzen gefeiert.

Vor ihrem religiösem Hintergrund werden mit Tanzritualen die Stammesgeister geehrt oder um Beistand gebeten, während böse Geister abgewehrt oder vertrieben werden. Auch vor und nach jedem Plünderungs- und Raubzug, wie auch vor jedem kriegerischen Akt, wird vorher rituell getanzt um von dem Stammesgeist Kraft und Glück zu erbitten.

Das ritualisierte Tanzen drückt im Stamm Zusammengehörigkeit und Emotionen aus. Trolle gehen davon aus wer mittanzt, könne sich besser in den Stammesbruder oder die Stammesschwester einfühlen. Gebete der Schamanen werden auch gesungen und getanzt.

Allgemeine Stammestänze (in jedem Stamm vorzufinden):
    Himmels-Feuer-Tanz (Stand der Sonne am höchsten Stand)
    Kriegstanz (vor Krieg, Raubzug, Plünderung)
    Gebetstanz (Gebet des Schamanen an das Stammesgeisttier)
    Freudentanz (Dankestanz an das Geistwesen oder Rakshor)
    Initiationsritus-Tanz (Aufnahme ins Mannes-/Frauenalter)
    Initiationsritus-Tanz (Aufnahme in den Stamm bei neuem Stammesmitglied)

Allgemeine Feste (in jedem Stamm vorzufinden):
Feste haben eine große Bedeutung für Trolle. Hierbei wird der ewigen Flamme gehuldigt, z.B. beim Himmels-Feuer-Fest.

Das Himmelsfeuerfest findet am Tag des höchstens Sonnenstandes statt. Hier hat das Himmelsfeuer (die Sonne) seine größte Macht. Es wird ab dem Vorabend getanzt, gesungen und gefeiert, bis die Sonne aufgeht zu ihrem Ehrentag. Es ist Brauch bei Trollen, dem Himmelsfeuer/der Sonne an diesem Tag ein Opfer darzubringen.

Dazu wird ein Opfer (meist ein Feind, oder ein Tier) am Vorabend auf einen Altar festgebunden und an einen Platz gebracht, wo das Opfer am Tag des Himmelsfeuers diesem schutzlos ausgesetzt ist. Das Himmelsfeuer wird sich des Opfers annehmen. Ist das Opfer bei Sonnenuntergang verstorben, also vom Himmelsfeuer angenommen worden gilt dies als gutes Zeichen.

Lebt das Opfer widererwartend noch, so wird es auf einem Scheiterhaufen verbrannt, um es noch am Abend desselben Tages den heiligen Flammen zu übergeben. So dass das Himmelsfeuer doch noch seine dargebrachte Nahrung erhält.

Mit dem Hochzeits-Fest feiert man im Troll-Stamm die Vermählung von zwei Trollen. Das Vermählungsritual selbst nimmt der Stammesführer vor.

Beim Mannes-Zeugungs-Fest wird die Zeugung eines männlichen Nachkommens während eines festlichen Aktes gefeiert.


Waffen:

Trollwaffen sind eine riesige Gattung mit hunderten von Waffenarten. Für viele von ihnen gibt es keine Entsprechung bei anderen Völkern.

In Legenden Vazzi dem Weisen kommen in den mythologischen Geschichten manchmal traditionelle Waffen vor und berühmte Helden besitzen normalerweise eine besonders leistungsstarke Waffe – oft mit magischen Kräften verbunden.

Beispielsweise besaß der Stammeshäuptling Manon des Karakal-Stammes laut Legenden eine Keule mit der magischen Fähigkeit der Verwandlung von der Größe einer Stecknadel bis zu der einer gewaltigen Säule.

Die Sandfarbene Sense des Schamanen Guarn des Hyänen-Stammes konnte alles aufschlitzen und half ihm wie auch seinem Stamm zahlreiche Schlachten zu gewinnen.

Gewöhnliche Trolle oder Troll-Krieger tragen bekanntere Waffen wie Stäbe, Bögen, Speere, Dolche und Stangen. Doch gewisse Waffen wie das Schwert werden mehr als Symbole der Tugendenden betrachtet als tatsächliche Kriegswaffen


Wirtschaft

Handwerk: Das Handwerk der Trolle ist von ihrer Lebensart geprägt. Aus der Milch ihrer Nutztiere stellen sie Milchprodukte her. Auch sonst wird nichts von den Nutztieren verschwendet. Fell- und Lederwaren werden ebenfalls von den Trollen hergestellt. Ihre hergestellten Waren dienen zur Selbstversorgung wie auch zum Tauschhandel.


Beliebte/Bevorzugte Tauschgegenstände:

Kaffee

Trolle lieben den bitteren, angenehmen Geschmack von Kaffee und tauschen dafür gerne andere Waren ein. Kaffee wird ein hoher Wert beigemessen.


Glas

Glas, besonders Gefäße aus Glas, sind sehr wertvoll für Trolle. Ihnen ist nicht bekannt wie man Glas herstellt. Zudem ist Glas sehr zerbrechlich, was es noch wertvoller macht. Getränke und auch Speisen können in Glasbehältern aufbewahrt werden, ohne dass diese einen Fremdgeschmack annehmen. Trolle tauschen aus diesem Grund auch gerne Waren gegen Glaswaren.


Glas-Spiegel


Da den Trollen die Glasherstellung unbekannt ist, verfügen sie auch nicht über die Fähigkeit Spiegel herzustellen. Statt üblicher Spiegel verwenden sie polierte Metallscheiben/Metall-Spiegel, in denen man sich sehen kann. Echte Glas-Spiegel haben einen sehr hohen Tauschwert.


Politik

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Magie

Trolle beherrschen Artefaktmagie und Naturmagie. Sie lieben Talismane und besonders jene, die durch Artefaktmagie mit besonderen Fähigkeiten versehen wurden. Allen voran Schmuck und Waffen.
Naturmagie wird meist von Schamanen beherrscht. Magieschulen gibt es bei Trolle nicht, sie geben ihr Wissen von einem Meister an einen Schüler weiter.


Religion

Trolle verehren ihr Stammes-Geisttier als Schutzpatron, nach welchem auch ihr Stamm benannt ist.

Wenn sich Trollstämme zu einem Gott hingezogen fühlen, dann zu Rakshor. Er repräsentiert am ehesten ihre Wertevorstellung. So sehen Trolle Raubzüge gegen andere Völker nicht als schändlich an. Wer sein Eigentum nicht verteidigen kann, ist es auch nicht wert es zu besitzen.


Geschichte

Die Trolle sind ein Volk, das in Form von kleinen Stämmen vorwiegend die Wüsten von Asamura bewohnt. Ihr bevorzugter Lebensraum ist Rakshanistan. Trolle leben vorwiegend in der Wüste Tamjara.

Es kann auch vorkommen, dass sie bis in die Wüste Sundhi wandern.

Trolle tauschen sich gerne mit Rakshanern aus, wenn sie diesen auf ihren nomadischen Wanderungen begegnen. Auch gehen sie gerne Tauschhandel mit Rakshanern ein, Kaffee ist immer ein beliebtes Tauschgut. Trolle akzeptieren nur den Tauschhandel. Geld ist für traditionell lebende Trolle bedeutungslos. Ware gegen Ware ist ihre Devise. So kann man sich gleich von der Qualität der Erzeugnisse überzeugen.

Auch wenn die Trolle den Rakshanern und auch Rakshor positiv gegenüberstehen, haben sich kaum Trolle dem Feldzug der Truppe Rakshors angeschlossen. Dies liegt an ihrer engen Stammstruktur, ihrer geringen Volksgröße und ihrem Grundlebensunterhalt - dem der Hirten.

Dennoch unterstützten sie jederzeit die Chaosfraktion, wenn sich ihre Wege kreuzen. Sei es durch Unterstützung durch Nahrungs- und Waffenspenden, oder durch einfache Gastfreundschaft.

Einige junge Krieger die sich beweisen wollen, verlassen ab und an ihre Stämme und schließen sich trotz allen Widrigkeiten den Truppen Rakshors an.

Den meisten Trollen jedoch war und ist es einfach schlichtweg unmöglich, ihren Stamm mit ihren Stammesgeschwistern und ihre Herden zurückzulassen. Würden sie einfach in einen Krieg aufbrechen, würden sie nicht nur ihre Familien- und Stammesmitglieder schutzlos zurücklassen, sie selbst würden auch als Arbeitskraft fehlen um die Ernährung sicherzustellen. Junggesellen ohne eigene Herde und Familie haben es da wesentlich leichter.

Wenn sich Trolle dem Heer Rakshors angeschlossen haben, dann handelt es sich meist um Einzelgänger (aus welchem Grund auch immer dieser Troll allein umherstreift) und Junggesellen.


Namen und Stammesbezeichnungen:

Trolle tragen im Gegensatz zu anderen Völkern keinen Nachnamen. Der "Nachname" eines Trolles ist seine Stammesbezeichnung.

Tulasi vom Stamm der Hyänen heißt einfach nur Tulasi innerhalb seines eigenen Stammes. Bei Fremden würde er sich mit Tulasi vom Stamm der Hyänen vorstellen.


Bekannte Stämme:

Der Hyänen-Stamm

Ebenfalls ein sehr traditioneller Stamm, der besonders viel Wert auf gute Völkerverständigung mit Rakshanern legt. Da diese Hyänen achten, pflegen und sogar reiten können. Hyänen gelten als grausame und gefährliche Räuber und Plünderer. Zudem symbolisieren sie Kraft und Ausdauer. In der Mythologie der Trolle nehmen sie einen besonderen Platz ein, denn es heißt, das Geistwesen der Hyäne sei es gewesen, das die Sonne von einem Beutezug mitgebracht, habe um die Welt zu wärmen. Ein Rakshaner hat vom Stamm der Hyänen niemals etwas zu befürchten, er ist stets ein gern gesehener Gast (am besten mit Reithyäne).


Der Wüstenwolf-Stamm

Ein toleranter, kleiner Stamm der sich auch nicht davor scheut, mit anderen Völkern in Kontakt zu treten - auch wenn diese aus unverständlichen Gründen Rakshor nicht anbeten. Vom Stamm des Wüstenwolfes geht für Fremde die geringste Gefahr aus. Zuerst fragt sich jeder Wüstenwolf ob man mit dem Fremden nicht etwas tauschen und ob man sich nicht gegenseitig von Nutzen sein kann. Ein toter Tauschpartner bringt keine neuen Waren und kommt garantiert nicht wieder. Sie gelten als die besten Tauschhändler unter den Trollen.


Der Sandpanther-Stamm

Bei dem Sandpanther-Stamm handelt es sich um einen sehr ausgeglichenen und freundlichen Troll-Stamm. Wer es sich mit den Sandpanthern verdirbt, muss es schon bewusst darauf angelegt haben.

Sandpanther töten zudem nicht jeden Feind, sondern machen auch Gefangene.
Diese werden als Geiseln behandelt und sogar medizinisch versorgt, was aufgrund der fehlenden Anatomiekenntnis von Fremdvölkern durchaus schmerzhaft, aber trotzdem hilfreich sein kann.

Vielleicht können die Geiseln gegen Nutzbringenderes wie z.B. Essen, Wertgegenstände oder magische Artefakte eingetauscht werden, als Pfand den nächsten Kampf verhindern oder aber als Zeichen des guten Willens im Vorfeld von Verhandlungen freigelassen werden.

Auf gar keinen Fall wird gefoltert oder körperlich gequält. Dies ist für Sandpanther ein großes Tabu und zeugt von Schwäche.

Eventuelle Verhöre werden durch den Schamanen mit Hilfe von Wahrheitstränken bzw. von den Giftmischern mit den entsprechend gefügig machenden Arzneien durchgeführt.


Der Sandvipern-Stamm

Ein Stamm, der sehr viel Wert auf seine Eigenständigkeit legt. Der Stamm der Sandvipern ist bekannt für die Nutzung von Giften. Sein es bei der Jagd oder auch bei der Kriegsführung. Waffen werden grundsätzlich mit Gifte präpariert um ihre Effektivität zu erhöhen. Es wird von anderen Stämmen behauptet, dass die Sandvipern über Gifte verfügen die andere Trolle töten können, den Vipern aber nichts anhaben würden. Ob Tatsache oder Mythos ist ungewiss und könnte nur von einem Stammesangehörigen des Sandvipern-Stammes aufgeklärt werden. Nur würde dies kein Troll des Sandvipern-Stammes.

Vor vielen Generationen spaltete sich eine kleine Gruppe der Sandvipern ab und gründete einen eigenen Stamm - den Stamm der Wüstennattern. Der Stammesführer erklärte diese Handlung zum Hochverrat an den Sandvipern. Zudem wurde somit das heilige Giftwissen der Wüstennattern gestohlen! Die Wüstennattern erklärte er somit zu Todfeinden seines Stammes der Sandvipern.


Der Wüstennattern-Stamm

Der Stamm der Wüstennattern ist ein Stamm der sich vor vielen Generationen durch Abspaltung von dem Sandvipern-Stamm gebildet hat. Die Wüstennattern sind nicht so eigenbrötlerisch und zugeknöpft Fremden gegenüber wie die Sandvipern. Aber auch sie praktizieren den steten und ständigen Giftgebrauch.

Aufgrund der Abspaltung und somit Schwächung des Sandvipern-Stammes stehen die Sandvipern den Wüstennattern feindlich gegenüber!


Der Skorpion-Stamm

Der Skorpion-Stamm ist einer der aggressivsten Troll-Stämme. Der Skorpion-Stamm ist der einzige Stamm, der sogar Fleisch von Humanoiden erjagt. Trolle sind die geborenen Jäger und es ist nicht verwunderlich, dass dieser Stamm auch Humanoide und auf die Speisekarte gesetzt hat.

Dieses Verfahrensweise kommt nur bei dem Skorpion-Stamm vor, alle anderen Stämme lehnen das Jagen und Verzehren von anderen Völkern ab.

Von dem Skorpion-Stamm wird beispielsweise berichtet, dass sie mit Vorliebe die Körper ihrer niedergestreckten Feinde verspeisen. So wurden von anderen Trollen, Orks oder Rakshanern auch schon eine Jagdgruppe Skorpion-Trolle dabei beobachtet, wie sie Zwerge über offenem Feuer grillten.

"Es ist kein Troll, Ork oder Rakshaner? Kein Geschöpf Rakshors? Dann ist es essbar!"

So lautet ein Spruch des Skorpion-Stammes.
Bei kriegerischen Auseinandersetzungen schreckt der Skorpion-Stamm auch nicht vor Kannibalismus zurück. Dabei werden die Herzen der getöteten Feinde verspeist um ihre Seele zu vernichten und ihre Kraft in sich aufzunehmen. Dies ist Teil ihrer kriegerischen Tradition.

Trolle des Skorpion-Stammes glauben, dass nach dem Tod der Geist eines Feindes seinen Mörder heimsuchen kann. Indem sie die Herzen und das Fleisch ihrer Feinde verspeisen, glauben sie damit auch den Geist ihres Feindes zu vernichten.

Neben den bekannten Stämmen gibt es auch viele kleinere Stämme, die hier nicht namentlich erwähnt wurden. Es gründen sich auch neue Stämme durch Abspaltung von einem Alt-Stamm.

Ferner kann sich ein neuer größerer Stamm durch Zusammenschluss von einigen sehr kleinen Stämmen bilden. Wobei ein Zusammenschluss stets schwieriger ist, als eine Neugründung durch Abspaltung. Kein Stammeshäuptling verzichtet gerne freiwillig auf seine Führungsposition.

Zudem kann sich ein Stamm vergrößern, indem ein Stamm überfallen, der Stammesführer getötet wird und die überlebenden Mitglieder dem Siegerstamm einverleibt werden.


Sonstiges

Mythologische/legendäre Personen der Trolle:

Vazzi vom Skorpion-Stamm - legendärer Legenden Erzähler/Legenden Sammler

Guarn vom Hyänen-Stamm - legendärer Schamane

Godim vom Wüstennattern-Stamm - legendärer Krieger

Ildini, Frau von Hiral vom Stamm der Skorpione - legendäre Frau
Als der Stamm der Skorpion angegriffen wurde und fast unterlag, warf Ildini die Tapfere ihre Axt Blut-Blatt und spaltete mit einem Wurf dem feindlichen Stammesführer den Schädel. Mit dieser Tat rettete Ildini nicht nur ihren Ehemann, sondern den ganzen Stamm und ging in die Legenden der Trolle ein.

Nitya der Einäugige vom Fuchsstamm (Stamm existiert nicht mehr) - legendärer Schamane mit großen Hang zu Missgeschicken.
Man munkelt, aufgrund Nityas "Fähigkeiten" sei sein Stamm vom Wüstensand verschluckt worden. Unter Trollen dient sein Name als geflügeltes Wort für Pechvögel.

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BeitragVerfasst: So 23. Apr 2017, 14:25 
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Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
@Zeex: so hier die Korrektur, eingetragen nach den Vorgabenblatt :) :) :)
also kurzum neu geordnet gg ;)

@Baxi: die Unterpunkte an sich blieben erhalten, sind aber nicht mehr stark hervorgehoben. Sie sind aber noch da :) :) :)

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BeitragVerfasst: Mi 26. Apr 2017, 08:21 
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Das Kaisho Abkommen (1) Schlüsselloch (1)
Sorry Jeelen, haba gerade deinen Beitrag zur Formatierung genutzt.^^"

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BeitragVerfasst: Mi 26. Apr 2017, 10:51 
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Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
Mach ruhig, kein Ding :D :D :D :D

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BeitragVerfasst: Mi 26. Apr 2017, 20:45 
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Die Freien Völker (1) Weltenbastler in Gold (1) Chronist in Gold (1) Rote Laterne (1)
Damit sind die Trolle nun auch in der Wissensdatenbank eingebunden und die Diskussion wandert ab in die Bibliothek. :-)

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BeitragVerfasst: Mi 26. Apr 2017, 22:42 
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Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
Super, vielen Dank :) :) :) :tiptop:

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