Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der LĂ€uterungskreuzug

An der mediterranen KĂŒste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Imperium der Handelsallianz. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr schĂ€tzt als die Tradition, ist hier willkommen.
Naridien
An der mediterranen KĂŒste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Imperium der Handelsallianz. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr schĂ€tzt als die Tradition, ist hier willkommen.
Benutzeravatar
Nalcarya Rumaril
Zweitcharakter
BeitrÀge: 17
Registriert: Fr 24. MĂ€r 2017, 08:12
Guthaben: Gesperrt

Der LĂ€uterungskreuzug

#1

Beitrag von Nalcarya Rumaril » Fr 18. Aug 2017, 10:40

Nal war gemeinsam mit dem Comte Massimo de la Cantilion und dem Gargolye Komavan bereits einige Zeit unterwegs. Sie hatten sich in der Taverne zum Schluckspecht kennengelernt.

Scheinbar hatte der Regen sie alle zusammen in dieses Haus gefĂŒhrt, dennoch war dies ein großes GlĂŒck fĂŒr sie alle. Nal hatte einen Reisebegleiter gefunden, der mit seinem ganz besonderen GefĂ€hrten Komavan ihre Weltsicht teilte.

Mehr noch, die beiden gingen genau wie sie aktiv gegen das Chaos vor, was die Lichtalbin sehr freute.

Zuerst hatte der Comte versucht einen fehlgeleiteten Magier samt seinem Frostalben zurĂŒck auf den rechten Pfad zu fĂŒhren. Gelungen war ihnen dies nicht, dennoch ließ der Comte den Mann in Frieden ziehen.

Nun Nal konnte es nachvollziehen, denn scheinbar stammte der Mann aus einer Familie, die sein Schicksal vorher bestimmt hatte und Massimo schien diese Familie mehr als gut zu kennen. So hatten sie versucht zu helfen, aber die Hilfe war unerwĂŒnscht gewesen. Ebenso war eine LĂ€uterung unnötig gewesen, denn der Magier verhielt sich nach den ersten Anlaufschwierigkeiten freundlich.
Sein frostalbischer Begleiter schweig meist und sein Waldalb der scheinbar ebenfalls zu der Gruppe gehörte, hatte sich ganz im Hintergrund gehalten.

Der Waldalb passte genauso wenig in das Gesamtbild, wie der Mensch oder der Frostalb. Aber sie passte vom Gesamtbild vermutlich genauso wenig ihn ihre neue Truppe, was nichts Negatives zu bedeuten hatte.

Einen Augenblick spÀter war die Stimmung in der Taverne gekippt, als ausgerechnet der Kellner gefÀhrlich wurde. Ein Shezem, ein Mitglied der kalten Fluten und nicht minder gefÀhrlich als ein Frostalb. Vielleicht sogar gefÀhrlicher.

Der Fisch drohte an, seine GĂ€ste zu töten und zu verspeisen und dies nur, aufgrund seiner Überforderung seines ihm zugeteilten Jobs.

Den Göttern war zu verdanken, dass an diesem Tag der Regen Komavan samt seinen Meister in die Taverne gespĂŒlt hatten und so das Schlimmste verhindern konnte.

Der Magier bat seinen Gargoyle-Freund sich der Sache anzunehmen und Nal konnte hautnah miterleben, wie eine LĂ€uterung vollzogen wurde. Ja die Lichtalbin war sich sicher, dass der Shezem diese Lektion seinen Lebtag nicht vergessen wĂŒrde.

Nal war Stolz und erfreut Mitglied dieses Duos geworden zu sein und es zu einem Trio erweitern zu dĂŒrfen. Infiniatus und Segira mussten auf sie mit Wohlwollen herabblicken. Der Ordnung wurde mehr als GenĂŒge getan, als das Chaos auf so direkte Weise in seine Schranken verwiesen wurde. Es war der ursprĂŒngliche und direkteste Weg, den Komavan fĂŒr den Shezem gewĂ€hlt hatte - Schmerz.

Die Lichtalbin hielt sich wĂ€hrend des Ritts an Massimo fest und musterte Komavan freundlich. Der Gargoyle hatte nicht viel gesagt. Nun vielleicht war dieses besondere Wesen von stiller Natur und ließ lieber Taten sprechen. Vielleicht war er aber auch einfach nur schĂŒchtern. Dies kam durchaus vor. Eine imposante Statur machte niemanden zu einem geschickten Redner.

"Comte möchtet Ihr... ich meine möchtest Du Massimo etwas ĂŒber Dich erzĂ€hlen? Oder Ihr Komavan? Möchtet Ihr etwas ĂŒber Euch preisgeben? Ich gestehe, ich habe noch nie ein Wesen wie Euch gesehen. Es war sehr beeindruckend wie Ihr den Shezem gelĂ€utert habt", sagte Nal freundlich und lĂ€chelte den Gargolye aufmunternd an.

Benutzeravatar
Komavan
Zweitcharakter
BeitrÀge: 16
Registriert: Mo 12. Jun 2017, 16:50
Guthaben: Gesperrt
Volk: Gargoyle

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#2

Beitrag von Komavan » Sa 19. Aug 2017, 08:20

Komavan erwiderte den freundlichen Gesichtsausdruck der Albin zwar ernst und ohne zu lĂ€cheln, aber nicht unfreundlich. Er war der Meinung, dass es einer lĂ€ngeren Zeitdauer bedĂŒrfen musste, ehe er jemandem eine derart intime Geste zukommen ließ und auch der Augenblick musste dafĂŒr angemessen sein. Doch war ihm bekannt, dass andere Völker leichtfertiger mit Akten der Freundschaft hausieren gingen, was sicher einer der GrĂŒnde war, warum sie solche Probleme mit dem Chaos hatten. Komavan bevorzugte die Taktik der Almanen, alles, was wichtig war, in eine Burg einzufassen. So verhielt auch er selbst sich wie eine Burg, eine allen Widrigkeiten trotzende hohe Mauer aus Stein, von wo aus er zwar von den Zinnen herab mit GĂ€sten sprach, sie auch mal vor dem Fallgitter empfing, wenn sie ihm sympathisch waren, ihnen jedoch niemals das Tor öffnete durch ein LĂ€cheln oder sie gar in sein Inneres blicken ließ, geschweige denn, ihnen Einlass gewĂ€hrte. Dieses Privileg war engsten Freunden und erwiesenen VerbĂŒndeten vorbehalten. Nur, weil Nal eine Lichtalbin war, hieß das schließlich nicht, dass sie den Mitgliedern des Kaisho-Abkommens tatsĂ€chlich wohlgesonnen war, so wie sie es vorgab. Das wĂŒrde sich erst noch erweisen mĂŒssen. Darum begegnete ihr Komavan mit höflicher Distanziertheit.

Er wartete einen Moment, ob Massimo etwas sagen mochte, da er sich nicht vordrÀngeln wollte. Erst, als Massimo deutlich schwieg und die Lichtalbin ihn persönlich ansprach, ergriff er das Wort.

"Was möchtet Ihr denn wissen, FrĂ€ulein Rumaril? Von mir gibt es wenig zu berichten. Des Nachts, wenn die Almanen schlafen, wache ich ĂŒber die Burg, des Tages wechseln die Rollen. Bei Tage ruht mein Körper in einer Gestalt aus Obsidian. So stark ich bei Nacht wirke, so verletzlich bin ich bei Tage, denn Obsidian ist ein Vulkanglas und splittert leicht, wenn jemand es darauf anlegt. Mein Freund Massimo wacht ĂŒber mich, wenn ich ruhe."

Er gab diese Information preis, da die Lichtalbin diese Schwachstelle ohnehin beim nĂ€chsten Sonnenaufgang erleben wĂŒrde. Und sie sollte wissen, dass Komavan sich dieser SchwĂ€che sehr gut bewusst war. In seiner kurzen ErklĂ€rung, die wenig persönliches beinhaltete und abgesehen von seiner Gesteinssorte auf nahezu jeden anderen Gargoyle zutreffen wĂŒrde, vermied er pauschalisierende Begriffe, wie 'Mensch'. Ein Mensch war niemals nur ein Mensch fĂŒr ihn, denn es gab unter ihnen auch jene, die dem Chaos dienten. So sprach er stets nur von Almanen, Rakshanern, Naridiern. Genauso wĂŒrde er niemals Nal als Alb bezeichnen, denn dieser Begriff wĂŒrde die abscheulichen Frostalben einbeziehen und wĂ€re entsprechend eine Beleidigung.

"Wie steht es um Euch? Woher kommt Ihr und, wenn die Frage gestattet ist, warum tragt Ihr rotes Haar und keines, das blond ist?"

Er fragte sich innerlich, ob sie wohl ein Halbblut war. Dann wĂŒrde er sie noch genauer im Auge behalten und ihr bei Gelegenheit noch etwas mehr auf den Zahn fĂŒhlen. Massimo war ein wohlhabender und einflussreicher Mann. Es gab viele Feinde, welche die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen wĂŒrden, wenn sie ihn wĂ€hrend seiner LĂ€uterungsreisen außerhalb der hohen und geschĂŒtzten Mauern der Heimatburg trafen. Komavan begleitete ihn stets voller Sorge. Wenigstens eine Schar treuer Ritter und eine Truppe Gargoyles wĂ€re seiner Meinung nach als Geleitschutz angebracht, aber der Comte hatte dazu seine eigene Meinung.
"Einen Stein kann man zertrĂŒmmern, aber man kann ihm nicht seine HĂ€rte nehmen." - LĂŒ BĂŒ We
Avatar mit freundlicher Genehmigung von Direwrath

Benutzeravatar
Nalcarya Rumaril
Zweitcharakter
BeitrÀge: 17
Registriert: Fr 24. MĂ€r 2017, 08:12
Guthaben: Gesperrt

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#3

Beitrag von Nalcarya Rumaril » Sa 19. Aug 2017, 14:04

Nal hörte dem Gargoyle aufmerksam zu.

"Ich stamme aus Noldor. Seit ich auszog um nach meiner Ausbildung das Chaos zu bekÀmpfen, trage ich mein Haar rot. Andere mögen Kriegsbemalung, ich bevorzuge diese kleiner, suptilere VerÀnderung.

Zudem fand ich sie nach meinem ersten Missgeschick meines erstens Einsatzes als passend. Mein rotes Haar erinnert mich daran, dass ich mir stets bewusst sein muss, mich in der Schlacht, im Kampf zu befinden.

Es ermahnt mich dem Feind zu misstrauen und wachsamer zu sein. SelbstverstĂ€ndlich nicht nur fĂŒr mich, sondern auch fĂŒr meine GefĂ€hrten, so denn ich welche habe. Oder auch fĂŒr jene die ich schĂŒtze oder rette.

Nur zu lernen und theroetische VortrĂ€ge gegen das Chaos zu halten war mir zu wenig. Es erschien mit unrecht, ĂŒber Magie zu gebieten, sie erlernt zu haben und dann aus sicherer Entfernung zu verkĂŒnden was getan werden sollte, wĂ€hrend ich selbst die HĂ€nde in den Schoss lege.

Dies kann nicht Orils Wille sein.

An dem Tage wo ich der Schlacht fĂŒr immer den RĂŒcken kehre Komavan, werde ich mein Haar wieder blond tragen.

Ein edles BĂŒndnis, dass Ihr beiden eingegangen seid Massimo und Du. Der eine ist der WĂ€chter des Nachts, der andere des Tages.

Mein Wissensdurst umfasste alles Komavan. Ein Geschöpf wie Dich habe ich noch niemals zuvor gesehen. Ich hielt Euch fĂŒr eine Legende. Vermutlich geht es anderen Ă€hnlich, die noch niemals einen Greif gesehen haben.

Der Gott der Euch schuf gab Euch große StĂ€rke und zeitgleich große Zerbrechlichkeit. Eigentlich erachtet man Steine als hart, dauerhaft und unnachgiebig. Bei Euch ist der Stein die weiche Seite Eurer Gestalt.

Erstaunlich und einer Metapher eines Gottes gleich. Was mich veranlasst erneut ĂŒber das wahre Sein und die wahre Natur der Dinge zu staunen und nachzudenken. Danke fĂŒr Deine ErlĂ€uterung",
sagte Nal freundlich.

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
BeitrÀge: 97
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#4

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 21. Aug 2017, 10:09

Massimo

folgte den GesprÀch von Komavan und Nalcarya. Der Gargole war ein schlauer Kopf. Er hatte nichts verraten, was er nicht preisgeben musste. Massimo wusste dass er sich auf seinen Begleiter verlassen konnte. Genauso konnte sich Komavan auf den Comte immer verlassen.
Warum die Lichtalbin ihre Haare fĂ€rbte ergab Sinn. Manche bemalten sich das Gesicht, andere die Körper. Massimo kannte Alben nur als Geschöpfe, die auf ihr Aussehen achteten. Mit Farbe im Gesicht wĂŒrde kein Alb rumlaufen, da war sich der Comte sicher.

„Viel gibt es nicht ĂŒber uns zu erzĂ€hlen Nalcarya. In meine Familie ist es Tradition, dass der Erstgeborene Alleinerbe ist und sich die anderen Kinder anderen Aufgaben widmen. Genauso ist es bei uns Tradition unsere Werte zu verteidigen. Seit vielen Generationen vor mir, sind MĂ€nner Kampfmagier geworden um fĂŒr die Ordnung zu kĂ€mpfen und das Chaos in Schach zu halten. Dort wo wir dem Chaos begegnen, dort bekĂ€mpfen wir es.
Bei dir scheint es Àhnlich zu sein, du bist losgezogen um Taten zu vollbringen anstatt nur zu reden. Bei mir und Komavan ist es genauso.
Ich habe vorhin schon Deinen Gesichtsausdruck bemerkt und ich bin gerne deinen Rat gefolgt, was den Magier anging. Wenn ich eine Person durch ein GesprĂ€ch zum umkehren bewegen kann, dann werde ich das tun. Hilft aber nur noch das Schwert, dann werde ich die Person zur LĂ€uterung richten um alle anderen Unschuldigen vor ihr zu schĂŒtzen. Allerdings war das vorhin mit den Magier und den Frostalb eine andere Situation.“

Massimo ritt weiter und dachte darĂŒber nach, wie er es erklĂ€ren konnte. Die Wahrheit war angebracht, denn sie drei waren nun WaffenbrĂŒder und Schildschwester.

„Der Magier mit dem ich versucht habe zu sprechen, ist von mir ein Verwandter. Von seinen Vater der Bruder hatte meine Schwester geheiratet. Der Vater des Magiers hatte zwei Söhne und ich wusste nicht welcher von beiden er ist. Seine Familie ist eine wahnsinnige Familie abscheulicher Nekromanten.
Wenn sie sich nicht gerade gegenseitig selber umbringen, töten sie andere um an ihre Leichen zu kommen. Nicht alle aus der Familie sind so Nal.
Unter ihnen gibt es Ausnahmen. Manche von ihnen sind widerwĂ€rtige Wahnsinnige, denen man ohne zu zögern den Kopf abschlagen sollte. Aber ihre Macht und ihr Stand verhindern es. Die AusnahmefĂ€lle werden in eine Familie voller Hass, Leichenanbetung und Intrigen hineingeboren. Sie bleiben aber meist nicht lange eine Ausnahme, sondern ihre Verwandten krempeln sie um. Und wenn so ein Umgekrempelter ĂŒberlebt, dann ist er vor Schmerz und Wahnsinn eine noch gefĂ€hrlichere Bestie, als die normalen Wahnsinnigen aus diesen Haus.
Meine Schwester wurde mit ihren Kindern und ihren Mann ermordet. Der TĂ€ter war ihr Schwager. Der Bruder von ihren Ehemann ermordete sie, ihre Kinder und seinen eigenen Bruder. Er hatte zwei BrĂŒder und er tötete beide. Der Mörder meiner Schwester und meiner Neffen war der Vater von diesen Magier. So krank und verdreht ist ihre Familientradition. Nur durch Mord werden sie Familienoberhaupt. Ich bin mit ihm verwandt und ich kann nicht das bisschen Mensch töten, dass er noch ist.
Er und sein Bruder sind Umgekrempelte die sich selber wieder umgedreht haben. Aber gefĂ€hrlich bleiben die beiden trotzdem. Und ich habe sie so lange nicht gesehen, dass ich nicht wusste wer von den beiden vor mir steht. Ich fĂŒrchte mich vor ihm nicht, aber es ist besser in seiner vorsichtig zu sein. Ich hĂ€tte ihm gerne geholfen und wie du sagst, den Weg gezeigt. Denn trotz allem ist er ein Teil von unsere Familie durch meine Schwester. Er wĂ€re besser dran, er wĂŒrde sich komplett von seine Familie abwenden.“

Benutzeravatar
Barlok Eisenhand
WaldlÀufer
BeitrÀge: 44
Registriert: Di 9. Feb 2016, 21:30
Guthaben: Gesperrt
Volk: Zwerg

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#5

Beitrag von Barlok Eisenhand » Do 24. Aug 2017, 20:55

Der Bote war eine Ewigkeit unterwegs. In seinen jungen Jahren hĂ€tte er sich niemals ertrĂ€umen lassen, so viel Verantwortung auf seinen Schultern tragen zu mĂŒssen. "Reite aus und suche Comte Massimo de la Cantillion und ĂŒberreiche ihm diese Nachricht. Es ist von unendlicher Wichtigkeit, dass er sie öffnet!". Der General war sich sicher, dass die bevorstehende Bedrohung immens war. Noch nie hatten Zwerge in Schlachten um Beistand gebeten - nun die Zeiten waren auch nicht mehr, wie einst. Vieles hatte sich verĂ€ndert. Die Welt war vollkommen verrĂŒckt geworden.

Er ritt so schnell es ging und erkundigte sich in dem Gebiet der Almanen regelmĂ€ĂŸig nach dem Verbleib des Mannes. Die Menschen beĂ€ugten den Zwerg meistens skeptisch. Manche hielten sich sogar den Geldbeutel fester, wenn sie mit ihm sprachen. Manche halfen ihm und gaben ihm Hinweise, wo sie ihn zum letzten mal sahen, andere jedoch wussten nicht, wen er meinte oder wollten ihm nicht helfen.

Der letzte Hinweis fĂŒhrte ihn auf eine Straße, auf der er eine Ewigkeit auf seinem Pony ritt. Doch dann sah er von einer gewissen Entfernung drei gestalten. Eine Albin, einen Garoyle und einen Menschen - es war ein komisches Trio, doch dieser Mensch passte auf die Beschreibung.

Als er die drei erreichte, stieg er sichtlich erschöpft ab. "Ihr seid Comte Massimo de la Cantillion, nicht wahr? Ihr mĂŒsst es einfach sein!" Er verbeugte sich. "Mein Name ist Gleun." Er richtete sich auf, holte die Nachricht seines Generals aus seinem GepĂ€ck und ĂŒberreicht sie dem Menschen.

Dort stand folgendes:

"An alle Völker der Fraktion der Ordnung: Vor den Toren Dunkelbruchs steht ein Feind, der grĂ¶ĂŸer ist, als wir es jemals fĂŒr möglich gehalten haben. Das Volk der Zwerge ruft unsere VerbĂŒndeten zur Hilfe. Wir ersuchen um Beistand. Sollte diese Nachricht zu spĂ€t gekommen sein, um uns zu helfen, soll es eine Warnung an alle sein, die der Ordnung beiwohnen.

Dem Scharlatan namens Tarkan ist es gelungen, sĂ€mtliche Völker des Chaos zu einen, um sie gegen Dunkelbruch zu fĂŒhren. Sollte dieses Vorhaben mit Erfolg gekrönt sein, wird das Reich der Menschen sein nĂ€chstes Ziel sein - soviel sei gesagt. Wir mĂŒssen kĂ€mpfen und wir mĂŒssen es vereint tun, um zu ĂŒberleben.

Barlok Eisenhand."

Der Bote wartete gespannt auf die Antwort des Mannes.

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
BeitrÀge: 97
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#6

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Sa 26. Aug 2017, 09:10

Massimo
 
ritt mit seinen GefĂ€hrten die Strasse entlang. Dabei schwatzten sie um sich besser kennenzulernen. Sie hatten keine Eile. Der Comte wusste, dass seine Aufgaben ihn finden wĂŒrden. So war es schon immer gewesen. Genauso war es in der Taverne gewesen. Die göttliche Vorsehung hatte ihn dorthin gefĂŒhrt, da dieser Ort eine LĂ€uterung brauchte.
Und er selber wurde an die Vergangenheit erinnert, daran was geschehen konnte, wenn man nicht rechtzeitig zum Schwert griff. Massimo dachte wegen den GesprĂ€ch an seine Schwester und an Davard. Dass seine Schwester mit den Onkel des Magier verheiratet war und dass der Vater von Davard seine Schwester getötet hatte und seinen Schwager und deren Kinder dazu. Diese kranke Bestie hatte Kinder die er nicht verdient hatte und eine Frau die zu gut fĂŒr ihn war. Und nicht mal das hatte er geachtet. Massimo fragte sich was passiert wĂ€re, hĂ€tte er den Widerling erschlagen. Vermisst hĂ€tte ihn keiner.
Aber er vermisste seine Schwester und ihre Familie. Und fĂŒr die unschuldigen Verwandten empfand er Mitleid. Der Verlust schmerzte ihn. Und er Ă€rgerte sich ĂŒber seine eigene ZurĂŒckhaltung. Er war ein Idiot gewesen. Er hatte sich geschworen nie wieder zu warten. Wenn Massimo sah dass eine Person den Chaos oder sogar den Bösen verfallen war, dann zögerte er nicht mehr und lĂ€uterte sie sofort. Manchmal mit Worte wenn dass noch half, sonst durch ZĂŒchtigung oder wenn nichts mehr wirkte mit dem Schwert. Wo immer diese Seelen jetzt waren, er hoffte dass die Seelen von seine Schwester, sein Schwager und die Kinder ihren Meuchler im Nexus straften und ihn keine Ruhe gönnten.  
Ein Shezem trieb sein Unwesen in der Taverne und musste von seiner Einstellung gelĂ€utert werden. Die LĂ€uterung war geschehen und nun ritten sie weiter und die Strasse bestimmte ihren Weg. Keiner konnte sagen, wo die Vorsehung sie hinfĂŒhren wollte. Der Comte vertrieb die dunklen Gedanken und schaute nach vorne.
Ein Zwerg kam auf einen Pony angeritten. Massimo hielt sein Pferd an und hielt das Tier ruhig.  Der Zwerg fragte nach seinen Namen und stellte sich mit den Namen Gleun vor und ĂŒberreichte ihm eine Botschaft.
 
„So ist es, ich bin Comte Massimo de la Cantillion und befinde mich mit meine ehrenwerten GefĂ€hrten Komavan und Nalcarya Rumaril auf LĂ€uterungskreuzzug.“
 
Der Comte nahm den Brief entgegen und las ihn vor, da er seine Begleiter nichts vorenthalten wollte.
 
"An alle Völker der Fraktion der Ordnung: Vor den Toren Dunkelbruchs steht ein Feind, der grĂ¶ĂŸer ist, als wir es jemals fĂŒr möglich gehalten haben. Das Volk der Zwerge ruft unsere VerbĂŒndeten zur Hilfe. Wir ersuchen um Beistand. Sollte diese Nachricht zu spĂ€t gekommen sein, um uns zu helfen, soll es eine Warnung an alle sein, die der Ordnung beiwohnen. Dem Scharlatan namens Tarkan ist es gelungen, sĂ€mtliche Völker des Chaos zu einen, um sie gegen Dunkelbruch zu fĂŒhren. Sollte dieses Vorhaben mit Erfolg gekrönt sein, wird das Reich der Menschen sein nĂ€chstes Ziel sein - soviel sei gesagt. Wir mĂŒssen kĂ€mpfen und wir mĂŒssen es vereint tun, um zu ĂŒberleben. Barlok Eisenhand."
 
Massimo faltete die Botschaft zusammen und steckte sie ein.
 
„Segira und Infiniatus rufen uns zu den Waffen. Unsere Zwergenkameraden der Ordnung brauchen unsere Hilfe gegen das Chaos. Sag deinen Kommandaten er kann auf unsere Schwerter zĂ€hlen. Wir eilen ihnen zur Hilfe und beten dass es fĂŒr eine Rettung nicht zu spĂ€t ist.“

Benutzeravatar
Komavan
Zweitcharakter
BeitrÀge: 16
Registriert: Mo 12. Jun 2017, 16:50
Guthaben: Gesperrt
Volk: Gargoyle

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#7

Beitrag von Komavan » Sa 26. Aug 2017, 12:58

"Das sind fĂŒrwahr schlimme Neuigkeiten", antwortete Komavan dĂŒster. "Doch was sollen wir zu dritt ausrichten gegen eine Armee des Chaos?"

Er selber kannte sich nicht aus mit Strategie und Taktik und vermochte nicht einzuschĂ€tzen, was gut war und was die Situation vielleicht sogar noch verschlimmerte. Er war froh, dass Massimo den Zwergen helfen wollte, doch war die Zukunft des kleinen Volkes in seinen Augen in Dunkel gehĂŒllt, wenn Tarkan mit einer derartigen Streitmacht bereits vor ihrer Festung stand. Auch stand fĂŒr ihn außer Frage, den Zwergen Asyl zu gewĂ€hren, denn sie waren weder Almanen noch Gargoyles und hatten somit nichts auf almanischem Territorium verloren, es sei denn fĂŒr die Duchreise. DarĂŒber könnte man vielleicht reden, wenn man sie eskortierte und kontrollierte, dass sie das Land auf schnellstem Wege wieder verließen. Außerdem gab es genĂŒgend andere ZwergenstĂ€dte, welche die Überlebenden aus Dunkelbruch aufnehmen konnten, sofern es da Überlebende geben sollte. Ein paar HilfsgĂŒter konnte man vielleicht noch entbehren oder Arbeiter, die halfen, die Befestigungen auszubauen.

Fragend blickte Komavan zu Massimo. Der Comte wĂŒrde wissen, was zu tun war. Auch auf die Antwort der Lichtalbin war er sehr gespannt.
"Einen Stein kann man zertrĂŒmmern, aber man kann ihm nicht seine HĂ€rte nehmen." - LĂŒ BĂŒ We
Avatar mit freundlicher Genehmigung von Direwrath

Benutzeravatar
Nalcarya Rumaril
Zweitcharakter
BeitrÀge: 17
Registriert: Fr 24. MĂ€r 2017, 08:12
Guthaben: Gesperrt

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#8

Beitrag von Nalcarya Rumaril » Sa 26. Aug 2017, 22:13

Nal hörte dem Zwergenboten mit versteinerte Miene zu. Die Kunde die er brachte, war mehr als schlecht. Wie hatte das Chaos nur soweit kommen können? Und wie war es diesem ungeordneten Haufen gelungen, die gut organisierten und harten Zwerge dermaßen in BedrĂ€ngnis zu bringen?

Fragen ĂŒber Fragen und eine KlĂ€rung war ebenso wenig in Sicht wie eine Lösung fĂŒr dieses gewaltige Problem.

Der Comte schien die Sache anders zu sehen, oder er meinte mit der Verpflichtung ihrer Schwerter etwas anderes als den Kampf. Vielleicht sollte ihre Hilfe darin bestehen, andere VerbĂŒndete zu den Waffen zu rufen um den Zwergen Hilfe angedeihen zu lassen?

Jedenfalls sie drei alleine waren garantiert nicht in der Lage, eine ganze Armee des Chaos zu stoppen, auch wenn sie beide Magier waren. FĂŒr dieses Wunder benötigten sie weitaus mehr als Magie.

Nal verfĂŒgte nicht ĂŒber soviel Kampferfahrung wie Massimo. Einen konspirativen Vorschlag konnte die Albin nicht unterbreiten. Außer dass sie die den RĂŒckzug und die Evakuierung befohlen hĂ€tte. Aber wer wusste schon, ob dazu vor Ort ĂŒberhaupt noch die Möglichkeit bestand?

Nal musterte Massimo und hoffte er wĂŒrde sie an seinen Gedanken teilhaben lassen.

"Hast Du einen Vorschlag was wir als nÀchstes unternehmen sollen?", fragte sie den Comte etwas hilflos.

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
BeitrÀge: 97
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#9

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 27. Aug 2017, 09:32

Massimo

ĂŒberlegte wie sie diese Übermacht besiegen konnten. Sie drei konnten niemals eine Armee bezwingen. Das mussten sie auch nicht. Der Comte lĂ€chelte Nal und Komavan an.

"Es wird schwierig, aber es ist zu schaffen. Wir werden uns ins Lager von Tarkan schleichen und wir werden uns den Kopf von der Schlange holen. Eine Armee muss nicht mit der Waffe oder Magie gestoppt werden. Wir werden der Schlange genauso wenig den Kopf abschlagen, denn dann bekommt sie einen neuen Kopf. Wenn wir Tarkan töten, werden sie einen neuen AnfĂŒhrer benennen. Nein wir machen das anders. Wir werden Tarkan als Geisel nehmen. Das Chaos rĂŒhmt sich fĂŒr seinen Zusammenhalt? Gut dann werden wir sehen, wieviel ihnen das Leben von Tarkan wert ist. Entweder sie ziehen von der Feste der Zwerge ab und ziehen sich zurĂŒck, oder Tarkan wird öffentlich vor ihren Augen gelĂ€utert und von mir persönlich enthauptet. Also mĂŒssen wir uns jetzt einen Plan ĂŒberlegen, wie wir an Tarkan als Geisel kommen und dass möglichst fix."

Der Comte schaute Komavan und Nal neugierig an.

Benutzeravatar
Barlok Eisenhand
WaldlÀufer
BeitrÀge: 44
Registriert: Di 9. Feb 2016, 21:30
Guthaben: Gesperrt
Volk: Zwerg

Re: Der LĂ€uterungskreuzug

#10

Beitrag von Barlok Eisenhand » So 27. Aug 2017, 16:51

Gleuns Hoffnungen wurden belohnt er hatte die richtigen Personen gefunden und war sichtlich erleichtert. Er hoffe zu hören das sie jetzt zu einem der obersten Machthabern der Menschen ritten, um dort eine Streitmacht zu mobilisieren doch der Plan der vor seinen Augen besprochen wurde war viel riskanter und vor allem weiter weg von einer Streitmacht entfernt.

Der Zwerg war recht jung gewesen und als er aus der Feste ritt sah er am Horizont, die wahre GrĂ¶ĂŸer der Armee des Chaos. Nicht nur er war los gezogen um Botschaften zu ĂŒberbringen, es waren viele Reiter gewesen doch ob auch alle ihr Ziel gefunden hatten? Der Plan den die drei da besprachen war nicht schlecht doch war er riskant und sehr gefĂ€hrlich. Gleun fasste den Mut und sprach zu dem Menschen der wohl ein sehr glĂ€ubiger Mann zu sein schien.

"Ihr seid ein Mann des Glaubens ihr wollt ihn lĂ€utern?" der Zwerg hielt inne und wĂ€hlte weise seine nĂ€chsten Worte. "Nun" fuhr er fort "es gibt sicher, eine große Anzahl von MĂ€nnern wie euch hier könntet ihr sie nicht zu den Waffen rufen?". Er fuchtelte wild mit den Armen herum "eine....eine....eine Armee des Glaubens? Die hinaus zieht um zu zeigen, das ihr!" er zeigte auf ihn " es wart die die Horden des Chaos zurĂŒck geschlagen habt!".

Er musste irgendwie versuchen mehr auf die Beine zu stellen, doch wie sollten sie das bewerkstelligen? Irgendwie musste er sie davon ĂŒberzeugen noch mehr Gefolgsleute um sich zu scharen. "Ein großer Magier wĂŒrde doch nicht geheimen Meuchelmord vorziehen, es ist sicher im Sinne eurer Ansichten und im Sinne eures Glaubens " er faltete die HĂ€nde zusammen und sprach gebrochen und niedergeschlagen weiter.

"Versteht mich bitte nicht falsch, aber die Armee des Chaos ist gigantischer als wir es uns jemals vorgestellt haben.......wir brauchen dringend eine Streitmacht die uns hilft". Der Zwerg rang mit seinen GefĂŒhlen "alleine können wir sie nicht aufhalten, ich weiß nicht ob es jetzt vielleicht schon zu spĂ€t ist dennoch mĂŒssen wir rasch handeln".

Er wartete auf ihre Antwort.

Antworten