Der Läuterungskreuzug

Das gemäßigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkämpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, während die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.

Das Herzland
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Nalcarya Rumaril
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Der Läuterungskreuzug

#1

Beitragvon Nalcarya Rumaril » Fr 18. Aug 2017, 10:40

Nal war gemeinsam mit dem Comte Massimo de la Cantilion und dem Gargolye Komavan bereits einige Zeit unterwegs. Sie hatten sich in der Taverne zum Schluckspecht kennengelernt.

Scheinbar hatte der Regen sie alle zusammen in dieses Haus gef√ľhrt, dennoch war dies ein gro√ües Gl√ľck f√ľr sie alle. Nal hatte einen Reisebegleiter gefunden, der mit seinem ganz besonderen Gef√§hrten Komavan ihre Weltsicht teilte.

Mehr noch, die beiden gingen genau wie sie aktiv gegen das Chaos vor, was die Lichtalbin sehr freute.

Zuerst hatte der Comte versucht einen fehlgeleiteten Magier samt seinem Frostalben zur√ľck auf den rechten Pfad zu f√ľhren. Gelungen war ihnen dies nicht, dennoch lie√ü der Comte den Mann in Frieden ziehen.

Nun Nal konnte es nachvollziehen, denn scheinbar stammte der Mann aus einer Familie, die sein Schicksal vorher bestimmt hatte und Massimo schien diese Familie mehr als gut zu kennen. So hatten sie versucht zu helfen, aber die Hilfe war unerw√ľnscht gewesen. Ebenso war eine L√§uterung unn√∂tig gewesen, denn der Magier verhielt sich nach den ersten Anlaufschwierigkeiten freundlich.
Sein frostalbischer Begleiter schweig meist und sein Waldalb der scheinbar ebenfalls zu der Gruppe gehörte, hatte sich ganz im Hintergrund gehalten.

Der Waldalb passte genauso wenig in das Gesamtbild, wie der Mensch oder der Frostalb. Aber sie passte vom Gesamtbild vermutlich genauso wenig ihn ihre neue Truppe, was nichts Negatives zu bedeuten hatte.

Einen Augenblick später war die Stimmung in der Taverne gekippt, als ausgerechnet der Kellner gefährlich wurde. Ein Shezem, ein Mitglied der kalten Fluten und nicht minder gefährlich als ein Frostalb. Vielleicht sogar gefährlicher.

Der Fisch drohte an, seine Gäste zu töten und zu verspeisen und dies nur, aufgrund seiner Überforderung seines ihm zugeteilten Jobs.

Den G√∂ttern war zu verdanken, dass an diesem Tag der Regen Komavan samt seinen Meister in die Taverne gesp√ľlt hatten und so das Schlimmste verhindern konnte.

Der Magier bat seinen Gargoyle-Freund sich der Sache anzunehmen und Nal konnte hautnah miterleben, wie eine L√§uterung vollzogen wurde. Ja die Lichtalbin war sich sicher, dass der Shezem diese Lektion seinen Lebtag nicht vergessen w√ľrde.

Nal war Stolz und erfreut Mitglied dieses Duos geworden zu sein und es zu einem Trio erweitern zu d√ľrfen. Infiniatus und Segira mussten auf sie mit Wohlwollen herabblicken. Der Ordnung wurde mehr als Gen√ľge getan, als das Chaos auf so direkte Weise in seine Schranken verwiesen wurde. Es war der urspr√ľngliche und direkteste Weg, den Komavan f√ľr den Shezem gew√§hlt hatte - Schmerz.

Die Lichtalbin hielt sich w√§hrend des Ritts an Massimo fest und musterte Komavan freundlich. Der Gargoyle hatte nicht viel gesagt. Nun vielleicht war dieses besondere Wesen von stiller Natur und lie√ü lieber Taten sprechen. Vielleicht war er aber auch einfach nur sch√ľchtern. Dies kam durchaus vor. Eine imposante Statur machte niemanden zu einem geschickten Redner.

"Comte m√∂chtet Ihr... ich meine m√∂chtest Du Massimo etwas √ľber Dich erz√§hlen? Oder Ihr Komavan? M√∂chtet Ihr etwas √ľber Euch preisgeben? Ich gestehe, ich habe noch nie ein Wesen wie Euch gesehen. Es war sehr beeindruckend wie Ihr den Shezem gel√§utert habt", sagte Nal freundlich und l√§chelte den Gargolye aufmunternd an.
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Re: Der Läuterungskreuzug

#2

Beitragvon Komavan » Sa 19. Aug 2017, 08:20

Komavan erwiderte den freundlichen Gesichtsausdruck der Albin zwar ernst und ohne zu l√§cheln, aber nicht unfreundlich. Er war der Meinung, dass es einer l√§ngeren Zeitdauer bed√ľrfen musste, ehe er jemandem eine derart intime Geste zukommen lie√ü und auch der Augenblick musste daf√ľr angemessen sein. Doch war ihm bekannt, dass andere V√∂lker leichtfertiger mit Akten der Freundschaft hausieren gingen, was sicher einer der Gr√ľnde war, warum sie solche Probleme mit dem Chaos hatten. Komavan bevorzugte die Taktik der Almanen, alles, was wichtig war, in eine Burg einzufassen. So verhielt auch er selbst sich wie eine Burg, eine allen Widrigkeiten trotzende hohe Mauer aus Stein, von wo aus er zwar von den Zinnen herab mit G√§sten sprach, sie auch mal vor dem Fallgitter empfing, wenn sie ihm sympathisch waren, ihnen jedoch niemals das Tor √∂ffnete durch ein L√§cheln oder sie gar in sein Inneres blicken lie√ü, geschweige denn, ihnen Einlass gew√§hrte. Dieses Privileg war engsten Freunden und erwiesenen Verb√ľndeten vorbehalten. Nur, weil Nal eine Lichtalbin war, hie√ü das schlie√ülich nicht, dass sie den Mitgliedern des Kaisho-Abkommens tats√§chlich wohlgesonnen war, so wie sie es vorgab. Das w√ľrde sich erst noch erweisen m√ľssen. Darum begegnete ihr Komavan mit h√∂flicher Distanziertheit.

Er wartete einen Moment, ob Massimo etwas sagen mochte, da er sich nicht vordrängeln wollte. Erst, als Massimo deutlich schwieg und die Lichtalbin ihn persönlich ansprach, ergriff er das Wort.

"Was m√∂chtet Ihr denn wissen, Fr√§ulein Rumaril? Von mir gibt es wenig zu berichten. Des Nachts, wenn die Almanen schlafen, wache ich √ľber die Burg, des Tages wechseln die Rollen. Bei Tage ruht mein K√∂rper in einer Gestalt aus Obsidian. So stark ich bei Nacht wirke, so verletzlich bin ich bei Tage, denn Obsidian ist ein Vulkanglas und splittert leicht, wenn jemand es darauf anlegt. Mein Freund Massimo wacht √ľber mich, wenn ich ruhe."

Er gab diese Information preis, da die Lichtalbin diese Schwachstelle ohnehin beim n√§chsten Sonnenaufgang erleben w√ľrde. Und sie sollte wissen, dass Komavan sich dieser Schw√§che sehr gut bewusst war. In seiner kurzen Erkl√§rung, die wenig pers√∂nliches beinhaltete und abgesehen von seiner Gesteinssorte auf nahezu jeden anderen Gargoyle zutreffen w√ľrde, vermied er pauschalisierende Begriffe, wie 'Mensch'. Ein Mensch war niemals nur ein Mensch f√ľr ihn, denn es gab unter ihnen auch jene, die dem Chaos dienten. So sprach er stets nur von Almanen, Rakshanern, Naridiern. Genauso w√ľrde er niemals Nal als Alb bezeichnen, denn dieser Begriff w√ľrde die abscheulichen Frostalben einbeziehen und w√§re entsprechend eine Beleidigung.

"Wie steht es um Euch? Woher kommt Ihr und, wenn die Frage gestattet ist, warum tragt Ihr rotes Haar und keines, das blond ist?"

Er fragte sich innerlich, ob sie wohl ein Halbblut war. Dann w√ľrde er sie noch genauer im Auge behalten und ihr bei Gelegenheit noch etwas mehr auf den Zahn f√ľhlen. Massimo war ein wohlhabender und einflussreicher Mann. Es gab viele Feinde, welche die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen w√ľrden, wenn sie ihn w√§hrend seiner L√§uterungsreisen au√üerhalb der hohen und gesch√ľtzten Mauern der Heimatburg trafen. Komavan begleitete ihn stets voller Sorge. Wenigstens eine Schar treuer Ritter und eine Truppe Gargoyles w√§re seiner Meinung nach als Geleitschutz angebracht, aber der Comte hatte dazu seine eigene Meinung.
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Re: Der Läuterungskreuzug

#3

Beitragvon Nalcarya Rumaril » Sa 19. Aug 2017, 14:04

Nal hörte dem Gargoyle aufmerksam zu.

"Ich stamme aus Noldor. Seit ich auszog um nach meiner Ausbildung das Chaos zu bekämpfen, trage ich mein Haar rot. Andere mögen Kriegsbemalung, ich bevorzuge diese kleiner, suptilere Veränderung.

Zudem fand ich sie nach meinem ersten Missgeschick meines erstens Einsatzes als passend. Mein rotes Haar erinnert mich daran, dass ich mir stets bewusst sein muss, mich in der Schlacht, im Kampf zu befinden.

Es ermahnt mich dem Feind zu misstrauen und wachsamer zu sein. Selbstverst√§ndlich nicht nur f√ľr mich, sondern auch f√ľr meine Gef√§hrten, so denn ich welche habe. Oder auch f√ľr jene die ich sch√ľtze oder rette.

Nur zu lernen und theroetische Vortr√§ge gegen das Chaos zu halten war mir zu wenig. Es erschien mit unrecht, √ľber Magie zu gebieten, sie erlernt zu haben und dann aus sicherer Entfernung zu verk√ľnden was getan werden sollte, w√§hrend ich selbst die H√§nde in den Schoss lege.

Dies kann nicht Orils Wille sein.

An dem Tage wo ich der Schlacht f√ľr immer den R√ľcken kehre Komavan, werde ich mein Haar wieder blond tragen.

Ein edles B√ľndnis, dass Ihr beiden eingegangen seid Massimo und Du. Der eine ist der W√§chter des Nachts, der andere des Tages.

Mein Wissensdurst umfasste alles Komavan. Ein Gesch√∂pf wie Dich habe ich noch niemals zuvor gesehen. Ich hielt Euch f√ľr eine Legende. Vermutlich geht es anderen √§hnlich, die noch niemals einen Greif gesehen haben.

Der Gott der Euch schuf gab Euch große Stärke und zeitgleich große Zerbrechlichkeit. Eigentlich erachtet man Steine als hart, dauerhaft und unnachgiebig. Bei Euch ist der Stein die weiche Seite Eurer Gestalt.

Erstaunlich und einer Metapher eines Gottes gleich. Was mich veranlasst erneut √ľber das wahre Sein und die wahre Natur der Dinge zu staunen und nachzudenken. Danke f√ľr Deine Erl√§uterung",
sagte Nal freundlich.
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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Der Läuterungskreuzug

#4

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » Mo 21. Aug 2017, 10:09

Massimo

folgte den Gespräch von Komavan und Nalcarya. Der Gargole war ein schlauer Kopf. Er hatte nichts verraten, was er nicht preisgeben musste. Massimo wusste dass er sich auf seinen Begleiter verlassen konnte. Genauso konnte sich Komavan auf den Comte immer verlassen.
Warum die Lichtalbin ihre Haare f√§rbte ergab Sinn. Manche bemalten sich das Gesicht, andere die K√∂rper. Massimo kannte Alben nur als Gesch√∂pfe, die auf ihr Aussehen achteten. Mit Farbe im Gesicht w√ľrde kein Alb rumlaufen, da war sich der Comte sicher.

‚ÄěViel gibt es nicht √ľber uns zu erz√§hlen Nalcarya. In meine Familie ist es Tradition, dass der Erstgeborene Alleinerbe ist und sich die anderen Kinder anderen Aufgaben widmen. Genauso ist es bei uns Tradition unsere Werte zu verteidigen. Seit vielen Generationen vor mir, sind M√§nner Kampfmagier geworden um f√ľr die Ordnung zu k√§mpfen und das Chaos in Schach zu halten. Dort wo wir dem Chaos begegnen, dort bek√§mpfen wir es.
Bei dir scheint es ähnlich zu sein, du bist losgezogen um Taten zu vollbringen anstatt nur zu reden. Bei mir und Komavan ist es genauso.
Ich habe vorhin schon Deinen Gesichtsausdruck bemerkt und ich bin gerne deinen Rat gefolgt, was den Magier anging. Wenn ich eine Person durch ein Gespr√§ch zum umkehren bewegen kann, dann werde ich das tun. Hilft aber nur noch das Schwert, dann werde ich die Person zur L√§uterung richten um alle anderen Unschuldigen vor ihr zu sch√ľtzen. Allerdings war das vorhin mit den Magier und den Frostalb eine andere Situation.‚Äú

Massimo ritt weiter und dachte dar√ľber nach, wie er es erkl√§ren konnte. Die Wahrheit war angebracht, denn sie drei waren nun Waffenbr√ľder und Schildschwester.

‚ÄěDer Magier mit dem ich versucht habe zu sprechen, ist von mir ein Verwandter. Von seinen Vater der Bruder hatte meine Schwester geheiratet. Der Vater des Magiers hatte zwei S√∂hne und ich wusste nicht welcher von beiden er ist. Seine Familie ist eine wahnsinnige Familie abscheulicher Nekromanten.
Wenn sie sich nicht gerade gegenseitig selber umbringen, töten sie andere um an ihre Leichen zu kommen. Nicht alle aus der Familie sind so Nal.
Unter ihnen gibt es Ausnahmen. Manche von ihnen sind widerw√§rtige Wahnsinnige, denen man ohne zu z√∂gern den Kopf abschlagen sollte. Aber ihre Macht und ihr Stand verhindern es. Die Ausnahmef√§lle werden in eine Familie voller Hass, Leichenanbetung und Intrigen hineingeboren. Sie bleiben aber meist nicht lange eine Ausnahme, sondern ihre Verwandten krempeln sie um. Und wenn so ein Umgekrempelter √ľberlebt, dann ist er vor Schmerz und Wahnsinn eine noch gef√§hrlichere Bestie, als die normalen Wahnsinnigen aus diesen Haus.
Meine Schwester wurde mit ihren Kindern und ihren Mann ermordet. Der T√§ter war ihr Schwager. Der Bruder von ihren Ehemann ermordete sie, ihre Kinder und seinen eigenen Bruder. Er hatte zwei Br√ľder und er t√∂tete beide. Der M√∂rder meiner Schwester und meiner Neffen war der Vater von diesen Magier. So krank und verdreht ist ihre Familientradition. Nur durch Mord werden sie Familienoberhaupt. Ich bin mit ihm verwandt und ich kann nicht das bisschen Mensch t√∂ten, dass er noch ist.
Er und sein Bruder sind Umgekrempelte die sich selber wieder umgedreht haben. Aber gef√§hrlich bleiben die beiden trotzdem. Und ich habe sie so lange nicht gesehen, dass ich nicht wusste wer von den beiden vor mir steht. Ich f√ľrchte mich vor ihm nicht, aber es ist besser in seiner vorsichtig zu sein. Ich h√§tte ihm gerne geholfen und wie du sagst, den Weg gezeigt. Denn trotz allem ist er ein Teil von unsere Familie durch meine Schwester. Er w√§re besser dran, er w√ľrde sich komplett von seine Familie abwenden.‚Äú
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Barlok Eisenhand
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Re: Der Läuterungskreuzug

#5

Beitragvon Barlok Eisenhand » Do 24. Aug 2017, 20:55

Der Bote war eine Ewigkeit unterwegs. In seinen jungen Jahren h√§tte er sich niemals ertr√§umen lassen, so viel Verantwortung auf seinen Schultern tragen zu m√ľssen. "Reite aus und suche Comte Massimo de la Cantillion und √ľberreiche ihm diese Nachricht. Es ist von unendlicher Wichtigkeit, dass er sie √∂ffnet!". Der General war sich sicher, dass die bevorstehende Bedrohung immens war. Noch nie hatten Zwerge in Schlachten um Beistand gebeten - nun die Zeiten waren auch nicht mehr, wie einst. Vieles hatte sich ver√§ndert. Die Welt war vollkommen verr√ľckt geworden.

Er ritt so schnell es ging und erkundigte sich in dem Gebiet der Almanen regelmäßig nach dem Verbleib des Mannes. Die Menschen beäugten den Zwerg meistens skeptisch. Manche hielten sich sogar den Geldbeutel fester, wenn sie mit ihm sprachen. Manche halfen ihm und gaben ihm Hinweise, wo sie ihn zum letzten mal sahen, andere jedoch wussten nicht, wen er meinte oder wollten ihm nicht helfen.

Der letzte Hinweis f√ľhrte ihn auf eine Stra√üe, auf der er eine Ewigkeit auf seinem Pony ritt. Doch dann sah er von einer gewissen Entfernung drei gestalten. Eine Albin, einen Garoyle und einen Menschen - es war ein komisches Trio, doch dieser Mensch passte auf die Beschreibung.

Als er die drei erreichte, stieg er sichtlich ersch√∂pft ab. "Ihr seid Comte Massimo de la Cantillion, nicht wahr? Ihr m√ľsst es einfach sein!" Er verbeugte sich. "Mein Name ist Gleun." Er richtete sich auf, holte die Nachricht seines Generals aus seinem Gep√§ck und √ľberreicht sie dem Menschen.

Dort stand folgendes:

"An alle V√∂lker der Fraktion der Ordnung: Vor den Toren Dunkelbruchs steht ein Feind, der gr√∂√üer ist, als wir es jemals f√ľr m√∂glich gehalten haben. Das Volk der Zwerge ruft unsere Verb√ľndeten zur Hilfe. Wir ersuchen um Beistand. Sollte diese Nachricht zu sp√§t gekommen sein, um uns zu helfen, soll es eine Warnung an alle sein, die der Ordnung beiwohnen.

Dem Scharlatan namens Tarkan ist es gelungen, s√§mtliche V√∂lker des Chaos zu einen, um sie gegen Dunkelbruch zu f√ľhren. Sollte dieses Vorhaben mit Erfolg gekr√∂nt sein, wird das Reich der Menschen sein n√§chstes Ziel sein - soviel sei gesagt. Wir m√ľssen k√§mpfen und wir m√ľssen es vereint tun, um zu √ľberleben.

Barlok Eisenhand."

Der Bote wartete gespannt auf die Antwort des Mannes.
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Re: Der Läuterungskreuzug

#6

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » Sa 26. Aug 2017, 09:10

Massimo
 
ritt mit seinen Gef√§hrten die Strasse entlang. Dabei schwatzten sie um sich besser kennenzulernen. Sie hatten keine Eile. Der Comte wusste, dass seine Aufgaben ihn finden w√ľrden. So war es schon immer gewesen. Genauso war es in der Taverne gewesen. Die g√∂ttliche Vorsehung hatte ihn dorthin gef√ľhrt, da dieser Ort eine L√§uterung brauchte.
Und er selber wurde an die Vergangenheit erinnert, daran was geschehen konnte, wenn man nicht rechtzeitig zum Schwert griff. Massimo dachte wegen den Gespr√§ch an seine Schwester und an Davard. Dass seine Schwester mit den Onkel des Magier verheiratet war und dass der Vater von Davard seine Schwester get√∂tet hatte und seinen Schwager und deren Kinder dazu. Diese kranke Bestie hatte Kinder die er nicht verdient hatte und eine Frau die zu gut f√ľr ihn war. Und nicht mal das hatte er geachtet. Massimo fragte sich was passiert w√§re, h√§tte er den Widerling erschlagen. Vermisst h√§tte ihn keiner.
Aber er vermisste seine Schwester und ihre Familie. Und f√ľr die unschuldigen Verwandten empfand er Mitleid. Der Verlust schmerzte ihn. Und er √§rgerte sich √ľber seine eigene Zur√ľckhaltung. Er war ein Idiot gewesen. Er hatte sich geschworen nie wieder zu warten. Wenn Massimo sah dass eine Person den Chaos oder sogar den B√∂sen verfallen war, dann z√∂gerte er nicht mehr und l√§uterte sie sofort. Manchmal mit Worte wenn dass noch half, sonst durch Z√ľchtigung oder wenn nichts mehr wirkte mit dem Schwert. Wo immer diese Seelen jetzt waren, er hoffte dass die Seelen von seine Schwester, sein Schwager und die Kinder ihren Meuchler im Nexus straften und ihn keine Ruhe g√∂nnten. ¬†
Ein Shezem trieb sein Unwesen in der Taverne und musste von seiner Einstellung gel√§utert werden. Die L√§uterung war geschehen und nun ritten sie weiter und die Strasse bestimmte ihren Weg. Keiner konnte sagen, wo die Vorsehung sie hinf√ľhren wollte. Der Comte vertrieb die dunklen Gedanken und schaute nach vorne.
Ein Zwerg kam auf einen Pony angeritten. Massimo hielt sein Pferd an und hielt das Tier ruhig.¬† Der Zwerg fragte nach seinen Namen und stellte sich mit den Namen Gleun vor und √ľberreichte ihm eine Botschaft.
 
‚ÄěSo ist es, ich bin Comte Massimo de la Cantillion und befinde mich mit meine ehrenwerten Gef√§hrten Komavan und Nalcarya Rumaril auf L√§uterungskreuzzug.‚Äú
 
Der Comte nahm den Brief entgegen und las ihn vor, da er seine Begleiter nichts vorenthalten wollte.
 
"An alle V√∂lker der Fraktion der Ordnung: Vor den Toren Dunkelbruchs steht ein Feind, der gr√∂√üer ist, als wir es jemals f√ľr m√∂glich gehalten haben. Das Volk der Zwerge ruft unsere Verb√ľndeten zur Hilfe. Wir ersuchen um Beistand. Sollte diese Nachricht zu sp√§t gekommen sein, um uns zu helfen, soll es eine Warnung an alle sein, die der Ordnung beiwohnen. Dem Scharlatan namens Tarkan ist es gelungen, s√§mtliche V√∂lker des Chaos zu einen, um sie gegen Dunkelbruch zu f√ľhren. Sollte dieses Vorhaben mit Erfolg gekr√∂nt sein, wird das Reich der Menschen sein n√§chstes Ziel sein - soviel sei gesagt. Wir m√ľssen k√§mpfen und wir m√ľssen es vereint tun, um zu √ľberleben. Barlok Eisenhand."
 
Massimo faltete die Botschaft zusammen und steckte sie ein.
 
‚ÄěSegira und Infiniatus rufen uns zu den Waffen. Unsere Zwergenkameraden der Ordnung brauchen unsere Hilfe gegen das Chaos. Sag deinen Kommandaten er kann auf unsere Schwerter z√§hlen. Wir eilen ihnen zur Hilfe und beten dass es f√ľr eine Rettung nicht zu sp√§t ist.‚Äú
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Re: Der Läuterungskreuzug

#7

Beitragvon Komavan » Sa 26. Aug 2017, 12:58

"Das sind f√ľrwahr schlimme Neuigkeiten", antwortete Komavan d√ľster. "Doch was sollen wir zu dritt ausrichten gegen eine Armee des Chaos?"

Er selber kannte sich nicht aus mit Strategie und Taktik und vermochte nicht einzusch√§tzen, was gut war und was die Situation vielleicht sogar noch verschlimmerte. Er war froh, dass Massimo den Zwergen helfen wollte, doch war die Zukunft des kleinen Volkes in seinen Augen in Dunkel geh√ľllt, wenn Tarkan mit einer derartigen Streitmacht bereits vor ihrer Festung stand. Auch stand f√ľr ihn au√üer Frage, den Zwergen Asyl zu gew√§hren, denn sie waren weder Almanen noch Gargoyles und hatten somit nichts auf almanischem Territorium verloren, es sei denn f√ľr die Duchreise. Dar√ľber k√∂nnte man vielleicht reden, wenn man sie eskortierte und kontrollierte, dass sie das Land auf schnellstem Wege wieder verlie√üen. Au√üerdem gab es gen√ľgend andere Zwergenst√§dte, welche die √úberlebenden aus Dunkelbruch aufnehmen konnten, sofern es da √úberlebende geben sollte. Ein paar Hilfsg√ľter konnte man vielleicht noch entbehren oder Arbeiter, die halfen, die Befestigungen auszubauen.

Fragend blickte Komavan zu Massimo. Der Comte w√ľrde wissen, was zu tun war. Auch auf die Antwort der Lichtalbin war er sehr gespannt.
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Re: Der Läuterungskreuzug

#8

Beitragvon Nalcarya Rumaril » Sa 26. Aug 2017, 22:13

Nal hörte dem Zwergenboten mit versteinerte Miene zu. Die Kunde die er brachte, war mehr als schlecht. Wie hatte das Chaos nur soweit kommen können? Und wie war es diesem ungeordneten Haufen gelungen, die gut organisierten und harten Zwerge dermaßen in Bedrängnis zu bringen?

Fragen √ľber Fragen und eine Kl√§rung war ebenso wenig in Sicht wie eine L√∂sung f√ľr dieses gewaltige Problem.

Der Comte schien die Sache anders zu sehen, oder er meinte mit der Verpflichtung ihrer Schwerter etwas anderes als den Kampf. Vielleicht sollte ihre Hilfe darin bestehen, andere Verb√ľndete zu den Waffen zu rufen um den Zwergen Hilfe angedeihen zu lassen?

Jedenfalls sie drei alleine waren garantiert nicht in der Lage, eine ganze Armee des Chaos zu stoppen, auch wenn sie beide Magier waren. F√ľr dieses Wunder ben√∂tigten sie weitaus mehr als Magie.

Nal verf√ľgte nicht √ľber soviel Kampferfahrung wie Massimo. Einen konspirativen Vorschlag konnte die Albin nicht unterbreiten. Au√üer dass sie die den R√ľckzug und die Evakuierung befohlen h√§tte. Aber wer wusste schon, ob dazu vor Ort √ľberhaupt noch die M√∂glichkeit bestand?

Nal musterte Massimo und hoffte er w√ľrde sie an seinen Gedanken teilhaben lassen.

"Hast Du einen Vorschlag was wir als nächstes unternehmen sollen?", fragte sie den Comte etwas hilflos.
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Re: Der Läuterungskreuzug

#9

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » So 27. Aug 2017, 09:32

Massimo

√ľberlegte wie sie diese √úbermacht besiegen konnten. Sie drei konnten niemals eine Armee bezwingen. Das mussten sie auch nicht. Der Comte l√§chelte Nal und Komavan an.

"Es wird schwierig, aber es ist zu schaffen. Wir werden uns ins Lager von Tarkan schleichen und wir werden uns den Kopf von der Schlange holen. Eine Armee muss nicht mit der Waffe oder Magie gestoppt werden. Wir werden der Schlange genauso wenig den Kopf abschlagen, denn dann bekommt sie einen neuen Kopf. Wenn wir Tarkan t√∂ten, werden sie einen neuen Anf√ľhrer benennen. Nein wir machen das anders. Wir werden Tarkan als Geisel nehmen. Das Chaos r√ľhmt sich f√ľr seinen Zusammenhalt? Gut dann werden wir sehen, wieviel ihnen das Leben von Tarkan wert ist. Entweder sie ziehen von der Feste der Zwerge ab und ziehen sich zur√ľck, oder Tarkan wird √∂ffentlich vor ihren Augen gel√§utert und von mir pers√∂nlich enthauptet. Also m√ľssen wir uns jetzt einen Plan √ľberlegen, wie wir an Tarkan als Geisel kommen und dass m√∂glichst fix."

Der Comte schaute Komavan und Nal neugierig an.
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Re: Der Läuterungskreuzug

#10

Beitragvon Barlok Eisenhand » So 27. Aug 2017, 16:51

Gleuns Hoffnungen wurden belohnt er hatte die richtigen Personen gefunden und war sichtlich erleichtert. Er hoffe zu hören das sie jetzt zu einem der obersten Machthabern der Menschen ritten, um dort eine Streitmacht zu mobilisieren doch der Plan der vor seinen Augen besprochen wurde war viel riskanter und vor allem weiter weg von einer Streitmacht entfernt.

Der Zwerg war recht jung gewesen und als er aus der Feste ritt sah er am Horizont, die wahre Gr√∂√üer der Armee des Chaos. Nicht nur er war los gezogen um Botschaften zu √ľberbringen, es waren viele Reiter gewesen doch ob auch alle ihr Ziel gefunden hatten? Der Plan den die drei da besprachen war nicht schlecht doch war er riskant und sehr gef√§hrlich. Gleun fasste den Mut und sprach zu dem Menschen der wohl ein sehr gl√§ubiger Mann zu sein schien.

"Ihr seid ein Mann des Glaubens ihr wollt ihn l√§utern?" der Zwerg hielt inne und w√§hlte weise seine n√§chsten Worte. "Nun" fuhr er fort "es gibt sicher, eine gro√üe Anzahl von M√§nnern wie euch hier k√∂nntet ihr sie nicht zu den Waffen rufen?". Er fuchtelte wild mit den Armen herum "eine....eine....eine Armee des Glaubens? Die hinaus zieht um zu zeigen, das ihr!" er zeigte auf ihn " es wart die die Horden des Chaos zur√ľck geschlagen habt!".

Er musste irgendwie versuchen mehr auf die Beine zu stellen, doch wie sollten sie das bewerkstelligen? Irgendwie musste er sie davon √ľberzeugen noch mehr Gefolgsleute um sich zu scharen. "Ein gro√üer Magier w√ľrde doch nicht geheimen Meuchelmord vorziehen, es ist sicher im Sinne eurer Ansichten und im Sinne eures Glaubens " er faltete die H√§nde zusammen und sprach gebrochen und niedergeschlagen weiter.

"Versteht mich bitte nicht falsch, aber die Armee des Chaos ist gigantischer als wir es uns jemals vorgestellt haben.......wir brauchen dringend eine Streitmacht die uns hilft". Der Zwerg rang mit seinen Gef√ľhlen "alleine k√∂nnen wir sie nicht aufhalten, ich wei√ü nicht ob es jetzt vielleicht schon zu sp√§t ist dennoch m√ľssen wir rasch handeln".

Er wartete auf ihre Antwort.
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