Facebook Twitter




Aktuelle Zeit: Mi 18. Okt 2017, 14:43



Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 64 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 3, 4, 5, 6, 7  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 13:20 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Volk: Vampir [Lichtalb]
Beiträge: 14
Von dem lauten Geplätscher wurde Kasimir geweckt, der noch immer in der Manteltasche von Wolfram schlief. Erschrocken fuhr er hoch, sein zerzauster Fledermauskopf schnellte aus der Tasche. Zum Glück war es nach wie vor Nacht. Was er sah, war entsetzlich! Der freundliche Herr wurde von dem anderen mit beiden Händen untergetaucht!

Kasimir flog durch die Luft wie ein winziger Bomber, krallte mit den Füßchen eine Seife und ließ sie dann im Sturzflug auf Marlos Kopf fallen, von dem sie mit einem Plock! abprallte.

"Unerhört!", ereiferte er sich. Er krallte mit seinen Füßchen Marlos Haare und zog sie mit wildem Flattern lang, bis es ziepste."Hat man im Hause von Falkenberg denn keine Manieren?" Während er an Marlos Haarpracht zerrte und einzelne Haare sich bereits aus der Kopfhaut lösten, betrachtete er unglücklich den armen, freundlichen, bedauernswerten, untergetauchten Wolfram. Erst legte dieser ungehobelte Kerl sich in sein Bett, so dass er in der Wanne nächtigen musste und dann tunkte er ihn im Schlaf unter Wasser!

"Geht es Euch gut, Herr? Soll ich den Medicus rufen?", fragte er besorgt. Er ließ die Haarsträhnen los und landete auf Marlos Kopf, wo er begann, zu randalieren und ihm alle Haare zu verfitzen, um ihn von der Wanne zu verjagen.

_________________
"Herr, wer euch dient für Gut und Geld und nur gehorcht zum Schein,
packt ein, sobald ein Regen fällt, läßt euch im Sturm allein." - William Shakespeare
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 22:53 
Freiherr
Benutzeravatar
Offline

Volk: Naridischer Almane
Beiträge: 21
Wolfram war gerade in der herrlich heißen Wanne eingedöst, als er spürte wie ihm jemand über den Kopf strich und keine Sekunde später unter Wasser drückte! Gerade als er ansetzte sich zu verteidigen und seinen Widersacher notfalls über die Schulter und in den Zuber zu werfen, wurde er wieder aus dem Wasser gezogen.

Prustend schnappte er nach Luft, während Marlo ihn angriste und fragte, ob er Lust auf einen Besuch hätte. Wolfram blinzelte sich das Wasser aus den Augen. Just in dem Augenblick wurde Marlo mit einer Seife bombardiert, der kleine vampirische Pelzball stürzte sich auf Marlo und schimpfte dabei wie ein Rohrspatz.

Bei Kasimirs Auftritt konnte sich Wolfram ein Grinsen nicht verkneifen. Warum Brandur ihn dermaßen als Leibdiener schätze, war klar. Kasimir war treu, zuverlässig und sehr loyal. Und selbst in einer so winzigen Gestalt, war er immer noch bereit seinen Herrn oder Gastgeber zu verteidigen.

Wolf packte Marlo blitzartig an der Kehle und drückte so fest zu, dass Marlo begriff dass hier der Spaß zu Ende war. Vorsichtig geradezu behutsam pflückte Wolfram mit der anderen Hand Kasimir aus Marlos Haare und setzte ihn sich auf die Schulter. Er starrte Marlo noch einen langen Augenblick in die Augen, ehe er ihn losließ.

"Danke der Nachfrage Kasimir, mir geht es gut, ich benötige keinen Medicus. Und vielen Dank für Deinen Beistand. Marlo scheint seine gute Kinderstube vergessen zu haben", antwortete Wolf der kleinen Fledermaus.

"Und nun zu Dir Marlo. Bist Du verrückt mich so zu erschrecken? Was soll der Unsinn? Ich bin Schabernack nicht abgeneigt, aber sowas verkneift Dir! Zumal was hast Du hier zu suchen, wenn ich bade?

Die nächste Frage, was hast Du in meinem Bett zu suchen? Ich habe Dir gesagt, dass Du Dir Bettzeug von Margot geben lassen sollst. Du bist mein Gast, aber ich schlafe für Dich garantiert nicht auf Bettzeug.

Und was soll die Frage mit dem Besuch? Erkläre Dich! Das ist mein Haus, ob und wen ich als Besuch empfange bestimme immer noch ich und nicht Du. Und nun geh zurück ins Haus, ich möchte mich abtrocknen und anziehen. Zudem essen wir gleich. Ich erwarte von Dir zu Tisch eine vernünftige Antwort. Wobei ich stark bezweifele, dass Du mir diese geben wirst",
murrte Wolfram.

Behutsam setzte der Kampfmagier Kasimir auf den Zuberrand. Er hockte sich noch einmal ins heiße Wasser, tauchte ganz unter um sich den Schreck und den Ärger von der Seele zu waschen und tauchte wieder auf. Wolf wusch sich ab, strich mit einem nassen Finger behutsam Kasimir über den kleinen Kopf und stieg aus der Wanne.

Wolfram wrang seine Haare aus, band sie zusammen und wickelte sich in ein großes Handtuch. Er trocknete sich kurz ab und zog sich bequeme Hauskleidung an, bevor er Kasimir behutsam vom Zuberrand pflückte und sich erneut auf die Schulter setzte. Müde, sauber und einigermaßen beruhigt marschierte er zurück ins Haus.

"Was manche Leute für witzig halten, wir sind die einzigen normalen Personen Kasimir. Nun weiß ich warum Brandur Dich so sehr schätzt. Falls Du jemals frei sein solltest, sprich keinen Job mehr hast und Brandur Dich nun sagen wir mal nicht mehr benötigt, ich stelle Dich ein.

Bei mir hast Du vielleicht nicht so viel zu tun, aber Du bist ein erstklassiger Gesellschafter und eine wahre treue loyale Seele. Danke für Deinen Beistand Kasimir, ich schulde Dir was.

Ich vermute Marlo meinte das nicht mal böse, aber der Mann hat einen Humor, nicht zu fassen. Na ich hoffe er ist gleich wieder vernünftig, so dass wir alle in Ruhe essen können. Was machen wir mit Dir Kasi? Bist Du noch satt?",
erkundigte sich Wolfram.

Wolf begab sich in die kleine Küche, wo Margot am Zweiertisch bereits zwei gefüllte, dampfende Eintopfschalen samt Kaffeebecher bereitgestellt hatte.

"Das sieht gut aus", freute sich Wolfram.

Er nahm Platz, setzte Kasimir neben seinem Teller ab und ließ es sich gut gelaunt schmecken.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2017, 09:28 
Junker
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 12
Marlo

wartete etwas, dann ging er Wolfram hinterher. Im Haus setzte er sich an den kleinen Tisch Wolfram gegenüber. Er schaute ihn genau an, aber dann senkte er den Blick als Zeichen, dass er Wolf nicht verärgern wollte.

"Das mit dem Untertauchen war ein blöder Scherz und tut mir leid Wolf. Eine Erklärung wolltest du und du bekommst sie. Ich wollte mir dein Bett nicht unter den Nagel reissen, ich wollte es mit dir teilen. Das hast du falsch verstanden vorhin. Die Frage mit dem Besuch hast du genauso falsch verstanden. Ich wollte hier kein fremdes Pack einladen. Ich wollte von dir wissen, ob ich bei dir im Bett willkommen bin. Möchtest du Besuch von mir? Wir können offen darüber reden, du bist allein, genau wie ich. Warum bist du alleine? Dafür gibts keinen Grund Wolf, du siehst gut aus, bist nett, hast was drauf und hast sogar Geld. Warum bist du solo? Sag nicht wegen deinen Verhalten. Daran hab ich schon gedacht. Die Verwandten sagen du bist verrückt. Die schwatzen viel Dreck wenn der Tag lang ist. Und die reden genauso einen Scheiss über mich. Ich mag dich und eine Frage ist nicht verwerflich. Was sagst du?."

Marlo kämmte mit seinen Fingern seine Haare ordentlich. Die kleine weisse Fledermaus sass auf dem Tisch. Marlo hoffte, dass Kasimir nicht wieder meinte Wolf verteidigen zu müssen und ihm nachher noch die glühende Suppe in den Schritt kippte.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2017, 19:58 
Freiherr
Benutzeravatar
Offline

Volk: Naridischer Almane
Beiträge: 21
Wolfram erwiderte den Blick von Marlo, bis dieser seinen Blick senkte. Er bekam seine Erklärung, womit er eigentlich nicht gerechnet hatte. Aber die Erklärung lief in eine ganz andere Richtung, als Wolfram erwartet hatte.

Wolfram leckte seinen Löffel ab und legte ihn neben seine Suppenschale auf die Serviette. Er musterte nun seinerseits Marlo lang. Er wusste nicht ob er einfach schroff reagieren sollte. Aber das war nicht seine Art. Allerdings war Marlo vermutlich ohne es überhaupt zu ahnen auf seinen wunden Punkt gestoßen.

"Entschuldigung angenommen, allerdings wird so etwas nie wieder vorkommen.
Eine offene Frage ist erlaubt. Dazu gehört eine offene Antwort und dass Du meine Antwort akzeptierst. Ich teile mit niemandem dass Bett Marlo. Weder mit Dir noch mit jemand anderem. Das habe ich nie und das werde ich nie. Diese Form der Zuneigung, Lust oder Befriedigung lebe ich nicht und vollziehe ich nicht.

Meine Familie hält nicht sehr viel von mir. Und ich halte ebenso wenig von ihnen. Unsere Auffassung von einem guten Leben sind zu unterschiedlich.

Ich verrate Dir etwas, da Du trotz der Dreistigkeit sehr nett über mich gesprochen hast. Falls Du Dich über mein Bekenntnis lustig machen solltest, wirst Du dieses Haus und diesen Ort sofort für immer verlassen.

Warum ich keine Frau oder keinen Partner habe hat nichts mit meiner Familie zu tun, sondern mit mir. Ich war als Kind oft krank... ich kann nicht... bei mir funktioniert es da unten nicht. Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann niemandem geben, was sich jede normale Person in einer Partnerschaft wünscht. Aus dem Grund habe ich keine.

Ich suche auch keinen Heiler auf, ich habe genug Heiler für zehn weitere Leben in diesem hier gesehen. Ich möchte einfach nur in Frieden mein Leben leben Marlo",
erklärte Wolfram ruhig und sachte.

Er überlegte einen Moment, fügte aber dann nichts weiter seiner Erklärung hinzu, sondern nahm seinen Löffel wieder zur Hand und aß weiter.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2017, 20:24 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 24
Linhard folgte Brandur und hörte ihm genau zu. Dies hier sollte einst alles ihm gehören. Linhard wusste gar nicht wo ihm der Kopf stand. Er war froh, erleichtert und zeitgleich besorgt, ob er dem auch gewachsen war.

Aber die Sorge schob er als unbegründet beiseite, Brandur hatte mehr Erfahrung als er. Da Brandur davon ausging, dass er das packen konnte, war dem sicher auch so. Immerhin hatte sein Großonkel nicht gesagt, dass dies schon morgen der Fall sein würde. Er hatte vor ihn gemeinsam mit Dunwin auszubilden.

Als sie weitergingen und Brandur von Essen und Kasimirs Frühstück sprach, bekam Linhard ebenfalls Hunger. Ihm fiel nun auf, wie hungrig er eigentlich war. Linhard nahm sich eine Birne und aß sie genüsslich auf.

"Entenbraten ist nicht nötig und zudem viel zu fettig. Falls ich für Euch kämpfen soll, muss ich ihn Form bleiben.

Wir folgen Dir Brandur. Was für ein Geheimnis verbirgt die Nachtburg? Du kannst sicher sein, es ist wie Dunwin sagt. Wir werden schweigen",
grinste Lin und wischte sich den Obstsaft vom Kinn.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2017, 22:51 
Junker
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 12
Marlo

legte seine Hand auf Wolframs und drückte sie.

"Über sowas würde ich mich niemals lustig machen Wolf. In einer Beziehung geht es um mehr als um Sex. Und Sex selbst eine verdammt schöne Sache. Es tut mir leid für dich, dass du es nicht erfahren kannst. Jedenfalls nicht auf die Art wie ein Mann sonst Sex erfährt. Grösstenteils jedenfalls. Aber deshalb musst du nicht auf eine Partnerschaft verzichten. Es gibt andere Wege, wenn du es zulässt. Und wenn du es nicht zulässt, brauchst du doch genauso Nähe wie jeder andere von uns. Ich will dich zu nichts überreden oder von was überzeugen, was du sowieso nicht willst.
Falls du es dir anders überlegst, zeige ich dir wie es nicht aktiver Part funktioniert. Sei über das Angebot nicht böse, denk drüber nach. Antworte wann immer du willst, aber nicht sofort. Du bist noch wütend auf mich und das Thema ist schwere Kost. Das ich dich bedrängt habe tut mir sehr leid Wolf. Ich hab doch nicht gewusst, was hinter deiner Art steckt. Woher auch, keiner trägt das auf der Zunge. Und das Geständnis muss dir sehr schwer gefallen sein. Du warst grosszügig, freundlich und hast mir das anvertraut. Danke dafür. Ich bin an deiner Seite, wie immer du das möchtest. Guten Hunger Wolf."

Marlo nahm die Hand weg und lächelte Wolfram kurz an, obwohl er einen Kloss im Hals hatte.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: So 15. Okt 2017, 09:26 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Volk: Vampir [Lichtalb]
Beiträge: 14
Kasimir freute sich sehr über das Lob des Wolfram und verneigte sich vor ihm so elegant, wie er das als auf dem Tisch sitzende Fledermaus nur vermochte.

"Nichts schuldet Ihr mir, es ist meine Pflicht, meine Freude und mir eine Ehre, meinem Herrn und bei Bedarf auch seinen Freunden dienen zu dürfen."

Als der unhöfliche Gast eben jenem Freund seines Herrn ein eindeutiges Angebot unterbreitete und obendrein behauptete, dass eine solche Frage nicht verwerflich sei, klappte Kasmimir die winzige Kinnlade auf. In seinem Inneren kämpften der Diener, der sich fügsam und unaufdringlich zu verhalten hatte und der Mönch, dessen Aufgabe es war, vom Weg abgekommenen Individuen mittels Aufklärung die Rückkehr auf den rechten Pfad zu ermöglichen.

Während Kasimir mit sich selber focht, erklärte Wolfram sich gegenüber seinem Gast in einer sehr persönlichen Sache. Kasimir schwieg höflich. Marlo aber quasselte weiter und aus der Sicht des ehemaligen Mönches machte er es mit dem zweiten Angebot nur noch schlimmer. Er revidierte seine Meinung. Dieser Mann da war nicht nur unhöflich, sondern sehr weit abgekommen! So gewann der Mönch den inneren Kampf, der Lichtreiter des Oril, der Kasimir lange Zeit aus tiefster Überzeugung gewesen war. Immerhin ging es hier um das Seelenheil des verirrten Marlo von Falkenberg und auch um das des freundlichen Herrn Wolfram.

Die Fledermaus mischte sich also in das Gespräch der beiden Herren ein, um ihrer Aufgabe als Geistlichem nachzukommen. Sie spazierte über den Tisch, setzte sich neben Marlos Hand und nahm einen Finger zwischen ihre Pfötchen und tätschelte diesen behutsam.

"Mein Sohn", sprach Kasimir freundlich. "Das Regularium des Infiniatus zu Ehe und Familie, Band 14, ebenso wie die Lebensweisheiten für den Weg des Lichts von Pater Calistus sprechen eindeutig davon, dass Geschlechtsakt und Ehe untrennbar aneinander gebunden sind wie Sonne und Himmel. Da Herr Wolfram bislang nicht den Bund der Ehe mit Euch vollzogen hat, ist die Sachlage doch eindeutig.

Ihr habt ihm ein höchst unmoralisches Angebot unterbreitet, das keinesfalls gutgeheißen werden kann und ihn ihn Versuchung geführt, den dunklen Pfad des Malgorion zu beschreiten. Dem Heil des Astralkörpers ist das sehr abträglich und kann zum vollständigen Auflösen der seelischen Substanz führen! Wenn Herr Wolfram Euch tatsächlich etwas bedeutet, dann werdet Ihr ihn nicht weiter vom Pfad des Lichtes abzubringen versuchen.

Zu Lebzeiten war ich bekannt als Frater Kasimir, Mönch, Geweihter des Mondtempels und Lichtreiter und kenne mich mit derlei Dingen daher sehr gut aus. Ich biete euch gern eine persönliche Unterredung, Herr von Falkenberg und empfehle euch bei Bedarf auch gern einem kompetenten Pater weiter."


Noch immer lächelte die Fledermaus freundlich, jedoch konnte sie sich nicht verkneifen, einen Blick auf die Adern zu werfen, welche über den Handrücken des Marlo verliefen.

_________________
"Herr, wer euch dient für Gut und Geld und nur gehorcht zum Schein,
packt ein, sobald ein Regen fällt, läßt euch im Sturm allein." - William Shakespeare
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: So 15. Okt 2017, 18:50 
Freiherr
Benutzeravatar
Offline

Volk: Naridischer Almane
Beiträge: 21
Wolfram legte erneut seinen Löffel beiseite und musterte sein Gegenüber, während Marlo seine Hand drückte. Wolfram wusste das es der andere gut mit ihm meinte, vermutlich auch mit sich selbst, aber das störte Wolfram nicht. Bevor er das Wort ergriff, war schon Kasimir zur Stelle.

"Über Eure Worte werde ich nachdenken Marlo und Kasimir. Das Ehe und Sexualität nach Infiniatus untrennbar miteinander verbunden sind, hat etwas Romantisches. Aber ich habe nicht vor irgend eine Form von Sexualität einzugehen, rein zur Befriedigung.

Denkst Du, ich habe nicht über meine Situation nachgedacht Marlo? Selbstverständlich habe ich das und dies weitaus länger und gründlicher aus Du vermutest. Deine Sorge ehrt Dich, aber sie ist nicht angebracht. Es ist durchaus möglich, dass es für mich eine andere Art zu leben gäbe. Eine Lebensart, in der ich eine Partnerschaft führen könnte und ein Liebesleben hätte. Wie lange?

Was glaubst Du wie lange würde diese doch sehr einseitige Partnerschaft halten? Eine Woche, ein Monat, vielleicht sogar ein Jahr? Und dann?

Dann ist es vorbei. Du wärst meiner überdrüssig. Du gehst Deiner Wege und findest jemand neues. Und ich?

Ich werde dann so leben wie bisher, nur mit dem einen Unterschied, dass ich weiß was ich verloren habe und aller Voraussicht nie wieder erhalten werde. Wofür soll ich mir das antun? Ich bin zufrieden und glücklich, ich habe nicht vor daran etwas zu ändern Marlo.

Versuche nie etwas zu besitzen, dessen Verlust Du Dir nicht leisten kannst.

Ich könnte mir diesen Verlust nicht leisten. Und Du möchtest mich nicht als Partner. Du sprachst von einer Frau die Du irgendwann heiraten möchtest. Du suchst Kurzweil, Unterhaltung, intime Gesellschaft Marlo. Das ist in meinen Augen legitim, aber ich suche nicht und ich finde nicht. Ebenso wenig möchte ich gefunden werden.

Du bist an meiner Seite auf die Art und Weise, die ich mir wünsche? Dann sei mein Kumpel und mein Beschützer. Mehr kann ich Dir nicht bieten Marlo, der Preis ist mir zu hoch", erklärte Wolfram betrübt.

Wolf entging nicht der hungrige kleine Blick der Fledermaus. Er musste sich ein Schmunzeln verkneifen.

"Danke Kasimir. Ob Marlo eine Unterredung diesbezüglich wünscht oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich hätte sehr gerne eine Unterredung mit Dir Kasimir. Sobald Du Dich vom Stress der Reise erholt hast", schlug Wolfram vor.

"Nochmals guten Hunger",
schmunzelte Wolfram und aß weiter.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Di 17. Okt 2017, 13:11 
Junker
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 12
Marlo
 
wusste nicht was er sagen sollte, als die kleine Fledermaus zu schwatzen begann. Irgendwie war das völlig verrückt. Eine sprechende Fledermaus stauchte ihn zusammen und hielt ihn einen Vortrag über sein schlechtes Benehmen. Aber das war besser, als wenn sie die Suppe auf ihn verschüttet hätte. Seine Krallen hielten Marlos Finger fest, während die Fledermaus etwas aus einem Glaubensbuch vortrug.
So wie Kasimir das sagte, bedeutete ihm das Geschwätz was, Marlo hätte am liebsten geschnaubt. Wenn er sich auflösen sollte weil er Sex ausserhalb der Ehe gehabt hat, dann hätte er sich schon längst in seine Bestandteile aufgelöst und wär verschwunden. Aber jeder konnte glauben was er wollte.
Im körperlichen Vergnügen sah er keine Sünde und den  Pfad zu Dunkelheit sowieso nicht. Wolfram erklärte, dass er kein Interesse daran hatte. Das war scheinbar so aus Angst vor Enttäuschung und Einsamkeit. Was Wolf erklärte stimmte Marlo traurig, der Kloss in seine Kehle blieb. Er hatte nicht vor, Wolf zu verärgern. Er wollte sich mit ihm vergnügen, aber die Worte trafen Marlo. Sicher wollte er später eine Frau heiraten, aber nicht aus Liebe sondern weil das verlangt wurde. Jeder Adlige hielt es so. Selten wurde aus Liebe geheiratet sondern aus Berechnung. Macht und Geld waren der Punkt worum es ging. Und sobald er verheiratet war, würde sich bis auf seinen Status nichts ändern. Er würde sich genauso weiter vergnügen. Jedenfalls war das sein Plan, bis vor ein paar Minuten. Jetzt sah das anders aus. Marlo dachte über Wolframs Worte nach und über die Hochzeit von Dave und Varmikan. Es musste nicht so laufen, dass er eine Frau heiratete, die er nicht kannte. Es war keine schlechte Idee die Frau oder den Mann zu heiraten die er liebte.
Vielleicht hatte das Kasimir damit gemeint. Sex war mit einer Person die er liebte was anderes, dass wusste Marlo. Aber es gab zwei Formen von Vereinigung, zur reinen Befriedigung und zur Liebe. Dann hatte Kasimir und sein komisches Buch Recht.
Falls Wolfram ihn mit den Worten verscheuchen wollte, hatte das nicht funktioniert. Marlo wollte eigentlich nur Spaß, da er Wolf gutaussehend fand. Aber jetzt wollte er ihm beweisen, dass es länger halten konnte als Wolf dachte. Aber wie er das anstellen sollte, wusste er nicht. Er musste Wolf von sich überzeugen. Wenn er jetzt nochmal das Thema ansprechen würde, dann wäre Wolfram ganz sicher wütend. Marlo entschied sich, das Thema ruhen zu lassen und statt zu reden später zu handeln. Wolfram war ein anständiger Kerl, ein Versuch war es wert. Er sollte nicht allein und in Einsamkeit versauern. Sie würden gut zusammenpassen fand Marlo.
Er befreite seinen Finger aus den Krallen von der Feldermaus und ass seinen Eintopf.
 
„Wenn für dich die Ehe mehr ist als eine Zweckgemeinschaft für die Sicherung von Macht, Ansehen und Geld und wenn für dich Sex mehr ist als reine Befriedigung, dann hast du Recht Kasimir. Dann gehören Ehe und Sex zusammen in Einheit mit Liebe. Ich denke dass so eine Ehe wohl die beste ist die jeder eingehen kann.
Aber wenn du nur Sex zu Befriedigung brauchst, dafür musst du nicht heiraten, dafür gibt es Dirnen die dir zur Not helfen. Und davon hat sich noch keiner in seine Bestandteile aufgelöst. Wobei bei dem was man sich da einfangen kann, vielleicht löst man sich doch in seine Bestandteile auf.
Ich würde genauso gerne mit dir reden Kasimir. Rede zuerst mit Wolf und dann reden wir.“
 
Marlo tippte die Fledermaus freundlich an.
 
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Di 17. Okt 2017, 14:52 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Volk: Vampir [Lichtalb]
Beiträge: 14
Kasimir war erleichert. Es war doch noch nicht aller Tage Abend, Marlo von Falkenberg war trotz seiner verschrobenen Art und malgorischer Verirrungen für eine Unterredung offen!

Kasimir bedankte sich höflich bei Herrn Wolfram dafür, dass er hatte sein Wort an Marlo richten dürfen, beglückwünschte Marlo zu seiner Entscheidung, mit ihm als Fachkundigem für seelische und moralische Unzulänglichkeiten, die aber zu korrigieren sind zu sprechen und verabschiedete sich vorerst. Die Sonne ging bald auf und für Kasimir würde der Aufenthalt in diesem Raum bald lebensgefährlich sein.

So flatterte die Fledermaus durch die Flure hinab in den Keller und in den finstersten Raum, wo sie sich kopfüber an die Decke festklammerte und ruhte, bis das die Nacht erneut hereinbrechen würde. Kasimir war gespannt, was Herr Wolfram mit ihm besprechen wollte und ob es ihm selbst gelingen würde, den armen Herrn von Falkenberg von seinen schädlichen Lastern zu berfreien oder deren Einfluss zumindest zu mildern.

_________________
"Herr, wer euch dient für Gut und Geld und nur gehorcht zum Schein,
packt ein, sobald ein Regen fällt, läßt euch im Sturm allein." - William Shakespeare
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 64 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 3, 4, 5, 6, 7  Nächste


Online Statistik

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
nowoczesne kuchnie pyskowice orzesze lędziny kłobuck blachownia wojkowice poręba kalety imielin miasteczko śląskie koniecpol siewierz ogrodzieniec
Gehe zu: