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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Do 28. Sep 2017, 20:04 
Freiherr
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Volk: Naridischer Almane
Beiträge: 23
Nachdem Wolfram einiges an Strecke hinter sich gebracht hatte, ritt er im gemütlichen Tempo voran. Es war dunkel geworden und die Zeit war wie im Flug verstrichen. Ein Pferd galoppierte heran und Wolfram tastete gewohnheitsgemäß sofort nach den Farben der Person. Es war Marlo der ihn einholte und dann mit seinem Pferd neben ihn einher ritt.

Wolfram begrüßte ihn ebenfalls mit einem Lächeln. Aber im Gegensatz zu Marlo, war dies bei ihm keine Mangelware die er nur ausgesuchten Personen zuteilwerden ließ, meist bedachte er jeden damit. Es sei denn eine Person hatte es sich dermaßen mit ihm verscherzt, dass sogar Wolfram davon absah. Aber dazu musste viel geschehen sein.

"An Unterhaltung hat es der Hochzeit nicht gemangelt. Wo andere Familie ein Unterhaltungsprogramm aufstellen müssen, werden bei uns Hochzeiten zu Krimis. Was ich allerdings für Dave, seinen Mann und das andere Hochzeitspaar sehr bedauere.

Du hast richtig gespürt Marlo, ich habe nach Dir gesucht. Allerdings nicht um Dich aufzusuchen, sondern ich musste aus dem Labyrinthartigen Haus schleunigst nach draußen finden. Und da ich wusste, dass Du Dich im Tempel aufhältst, habe ich Dich als Richtungsanzeiger gewählt - Du warst sozusagen die Ausrichtung meiner Kompassnadel.

Die ersten Anzeichen des heraufziehenden Sturm hast Du selbst noch direkt mitbekommen. Und genau deshalb musste ich mir ein Pferd ausleihen.

Brandur und Ansgar sind sich angegangen. Es ist zum Verzweifeln. Alle möchten die Familie auf andere, friedlichere Wege führen und jeder meint dies wäre nur über den alten Weg möglich.

Nun dazu neue Wege einzuschlagen, gehört nun einmal die alten zu verlassen!

Aber wem sage ich dass, Du weißt genauso gut wie ich, dass manchmal nur ein Umweg oder das Betreten von völligem Neuland nur ans Ziel führt. Brandur und Ansgar sind in der Hinsicht zu stur und zu festgefahren in ihren alten Verhaltensweisen.

Es kam zum Schlagabtausch und irgendwie doch nicht. Brandur und Linhard hatten Ansgar in seinem Quartier gestellt. Varmikan und Dave eilten ihm zur Hilfe. Der Frostalb sprach sich für Frieden aus. Am Ende standen wir uns alle gegenüber. Auf der einen Seite Ansgar mit Dave, Varmikan und Marcella auf seiner Seite auf der anderen Brandur, Linhard, Massimo und ich.

Es wurde hin- und hergestritten und vorher hatte es auch eine handfeste Auseinandersetzung gegeben, bei der Brandur zur Waffe griff. Linhard hat seinen Vater verteidigt, zeitgleich aber auch Brandur. Jedenfalls kam dabei Janko der Leibdiener von Ansgar zu schaden. Und kurze Zeit später wohl Ansgar, den er hat einen Schlag ins Gesicht kassiert.

Wie dem auch sei, Varmikan bat vorher Dave alles aufzuführen, was sich die Anwesenden nicht sagten, da Brandur es für nötig hielt Ansgar zu töten, damit Lin und Anwolf gemeinsam im Frieden leben konnten.

Kurzum Brandur bezweckte das letzte Blut in der Familie zu vergießen, damit es Lin nicht tun musste. Er hatte vor Linhard vor dem Brudermord zu bewahren.

Jedenfalls offenbarte Dave, dass Ansgar Linhard sehr wohl liebt, aber nicht in der Lage ist seine Gefühle auszudrücken. Und Linhard liebt seinen Vater ebenso, fühlt sich aber missachtet und nicht gesehen. Zudem wurde die vereinbarte Hochzeit zwischen Lin und Fara angesprochen. Ansgar lenkte glücklicherweise ein. Linhard muss die Frau nicht heiraten.

Dennoch war es ein Sumpf des Misstrauens. Und leider beschwor Brandur - Dunwin.

Du hast richtig gehört, er beschwor seinen kleinen Bruder. Die Begeisterung die losbrach, war kaum zu beschreiben. Dave ist übergeschnappt, Varmikan stand seinem Mann sofort bei aber er war schlagartig eine andere Person. Du hast gemerkt, nur Daves Zustand hielt ihn davon ab Lin und Brand nicht mit bloßen Händen vor Wut anzugreifen, Ansgar ist auf seine Art ausgerastet und hat Massimo und Brand beschimpft.

Nun um das Ganze nicht in die Länge zu ziehen, Brandur ist mit Linhard und Dunwin dann geflohen. Massimo rief dazu auf die Waffen niederzulegen um Dave beizustehen und Ansgar kam dem sogar tatsächlich nach. Wir haben dann Dave gemeinsam zu Heiler gebracht.

Dantoine, das ist der Heiler, hat Dave einigermaßen wieder hinbekommen. Allerdings nur mit der Hilfe von Varmikan und Ansgar. Dave hatte sich im Nexus verkrochen und festgekrallt. Dem wurde er gewaltsam entrissen und die Verbindung zum Nexus gekappt.

Dave war verwirrt und sprach offen seine Ängste aus, was immer Dunwin getan haben muss, es hat ihn als Kind zerstört. Massimo hatte vorher noch mit Ansgar gestritten, aber als er die Tragweite von Daves Worten begriff, hat er sich entschuldigt. Er bot ihm seinen Beistand an, was ich einen sehr schönen und anständigen Zug von ihm fand. Das soll nicht unerwähnt bleiben.

Das zweite Ehepaar wurde herbeigerufen und erst da beruhigte sich Dave wirklich. Sie scheinen gute Leute zu sein und ihm extrem viel zu bedeuten.

In dem ganzen Trubel entdeckte ich Kasimir, Brandurs Leibdiener. Er hatte sich bei Janko versteckt und ich habe ihn mitgenommen und zugesehen, dass wir aus der Heilstube wie auch von ganzen Anwesen verschwinden, ehe Ansgar ihm die Rechnung für seinen Herrn präsentiert.

Ehe Du Dich wunderst wo Kasimir ist, ich habe ihn in meine Robentasche gestopft. Er ist ein Vampir und nuckelte an Ansgars verletztem Leibdiener herum. Also habe ich den Guten von dem Verletzten abgepflückt, eingesteckt und gemacht dass ich von dort wegkam.

Wer weiß wann Brandur zurückkehrt, falls er überhaupt zu mir zurückkehrt. Ihm habe ich angeboten mein Gast zu sein. Es würde ihm gut tun, die Einsamkeit frisst jeden unserer Sippe auf, aber seine Familie und deren Mitglieder besonders.

Du kannst mich gerne zu mir nach Hause begleiten Marlo. Deine Bewerbung an Dave musst Du wohl oder übel eh verschieben. Da kannst Du uns beiden gerne Gesellschaft leisten, sprich Kasimir und mir. Das würde mich freuen",
antwortete Wolfram.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Do 28. Sep 2017, 20:28 
Zweitcharakter
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Beiträge: 24
Während sich Linhard vor Freude auf dem Drachen kaum einbekam, wann bekam man schon einmal so etwas geboten, war Brandur mit seiner Kraft am Ende.

Lin hätte den Dunwin in der Drachengestalt gerne dazu aufgefordert einmal schneller zu fliegen oder einen Sturzflug hinzulegen, aber solche Kommentare und Vorschläge verkniff er sich.

Zudem waren sie auf dem Geschöpf nicht gesichert. Lin konnte in der momentanen Situation problemlos festhalten. Aber schon bei einem Ritt auf dem Pferd konnten bei einem Sturz Kräfte wirken, die der stärkste Mann nicht auffangen konnte.

Welche Kräfte erst auf sie einwirken mussten, falls der knöcherne Drache vom Himmel stürzte, wenn auch nur aus Spaß an der Freude, konnte sich Linhard nicht ausrechnen.

Er beschloss Brandur zu fragen, ob er Zaumzeug zur Verfügung hatte, dass man als Gurte für den Drachenritt umfunktionieren konnte. So gesichert und mit Dunwins Wohlwollen, würde er so ein Flugmanöver später austesten.

Zudem wollte er testen, ob man von dem Rücken des Wesens aus kämpfen konnte. Möglich musste dies sein, vor allem mit einer geeigneten Langwaffe wie einer Lanze.

Lin hoffte, dass Dunwin nach dem Flug den Drachen wieder verließ und er noch etwas Zeit mit ihnen verbrachte. Er wollte sehr gerne mit seinem Großonkel Brandur und Großvater Dunwin sprechen.

Einerseits hatte er an Brand und Dunwin tausende Fragen, andererseits hatte er nicht vor, sie gleich damit zu verprellen. Vor allem nicht Brandur, den er sehr mochte. Lin hatte vor die beiden erst einmal richtig kennenzulernen bevor er sie mit all seinen Fragen löcherte.

In dem Moment fiel Linhard ein, dass er nur noch besaß, was er am Leib trug, einschließlich seiner Waffen. Er war wirklich frei, frei von allem, sogar etwas freier als er selbst beabsichtigt hatte - nämlich völlig frei von seinem Besitz.

Linhard musste über den Umstand lachen, denn er hatte sich noch nie so wohl gefühlt in seinem ganzen Leben wie genau in diesem Moment in der Luft auf dem Rücken des Drachen mit seinem Großonkel Brandur.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Do 28. Sep 2017, 20:47 
Spielleiter des Geisterhauses
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Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
Dunwin

Der schneeweiße knöcherne Wyvern flog durch die Schwärze der Nacht.
Dunwin empfand diesen Umstand als eine Art Metapher.

Ebenso hatte das Geschenk von Brandur für ihn eine symbolkräftigte Bedeutung.
Jenen Bruder den er fast in den Tod geschickt hatte und dessen Körper er zerstört hatte war es nun, der ihn aus dem Tode zurückholte und ihm einen neuen Körper schenkte.

Vielleicht würde sich doch noch alles zum Guten wenden.
Wenn nicht für alle, dann für sie beide... nein sie drei... korrigierte sich Dunwin.

Früher zu seinen Lebzeiten hatte er solchen Zeichen keinen Wert beigemessen, nun losgelöst von allem Weltlichen, sah er Dinge die ihm vorher verborgen geblieben waren.

Manches davon schmerzte seine Seele tief.

`Trux...
Eine verlassene und geschliffene Stadt...
Tod... Zerstörung... Chaos...
...das klingt so.... mhm... heimelig... Bruder.

Wohin genau möchtest Du nach Trux Brandur?´,
fragte Dunwin erheitert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Do 28. Sep 2017, 23:25 
Spielleiter des Geisterhauses
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Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
Brandurs und Dunwins Fluggespräch - Ritt nach Trux


DUNWIN
unsere Kinder würden unsere Handlungen nicht verstehen Brand und nicht begreifen dass ich im Tod begriff was ich verbrochen habe. Irgendwann möchte ich mit ihnen reden. Und Dir noch etwas anvertrauen. Falls Du möchtest

Brandur von Hohenfelde
Du möchtest mir etwas anvertrauen? Mir?

DUNWIN
Du hast mir eine zweite Chance und einen zweiten Körper geschenkt - wenn nicht Dir wem dann Bruder?

Brandur von Hohenfelde
Eine zweite Chance ... *schließt die Augen* ... ich hoffe, dass es das für uns ist. Ich will es gut machen, bevor ich sterbe.

DUNWIN
wie Du siehst ist es sogar noch nach dem Tod möglich

Brandur von Hohenfelde
Mich wird wohl kaum jemand beschwören wollen und ich will auch gar nicht wieder zurück. Wie war dein Sterben - wenn die Frage nicht zu pietätlos ist?

DUNWIN
schmerzhaft und erlösend zugleich Brandur....
ich hätte nicht gedacht, dass er mich dermaßen hasst und es so... extrem zuende zu bringen...
zeitgleich war ich froh... es war vorbei und ich war frei...

Brandur von Hohenfelde
Ich habe deinen Körper gesehen. Ich war entsetzt wie ... unsauber er es vollzogen hat.

DUNWIN
Er trägt daran keine Schuld...

wie oft habe ich ihn aus dem Bett gezerrt und grün und blau geschlagen bis er nur noch wimmernd am Boden lag... und für mich lag dort Alastair und nicht er...

nun... vielleicht war jeder Schnitt und Stich für eine dieser Nächte, oder jene anderen... wo ich ihn verlieh und seinem Schicksal überließ...

Brandur von Hohenfelde
Die beiden dürften wohl kaum zu verwechseln sein, wenn du mir die Anmerkung gestattest.

DUNWIN
Das waren sie auch nicht... aber er war gewünscht von ihm, also strafte ich mit der Handlung ihn... vermeintlich... es hat ihn so wenig interessiert... wie er sich für uns interessierte Brandur...

Brandur von Hohenfelde
Es ist fast vorbei.
Wir beenden es.

DUNWIN
ich hoffe es...
Wie ich sagte, wir sollten Lin lehren nur ein Kind zu zeugen. Eines das er liebt...

Brandur von Hohenfelde
Das, und wir müssen die letzten Bande an Alastair kappen.

DUNWIN
Er muss lieben dürfen... wie Bruder?

Brandur von Hohenfelde
Ja, das muss er. Wie? Nun, die letzte Verbindung zu Alastair sind Ansgar und ich.. Dave hat das Band gekappt.

DUNWIN
Du möchtest in den Tod gehen mit Ansgar?

Brandur von Hohenfelde
Ja.
Ich möchte diese Aufgabe noch erfüllen, dann wünsche ich nur noch Freiden.

DUNWIN
nun Ansgar mag gefährlich sein, aber er ist ebenso mein Sohn. Er mag hart sein, aber meist betrügt und lügt er nicht, dazu ist er so wenig in der Lage wie Kunwolf es war. Sein Mund ist schneller als sein Verstand eben so eine Wut. Falls er fallen muss, nutze dies. Er kämpft unlogisch solbald er wütend ist, er wird blind.... betriebsblind... seine Frau lenkt ihn....

Brandur von Hohenfelde
Danke, ich werde sehen, was sich daraus machen lässt. Es muss aufhören. All der Dreck der Vergangenheit, damit Linhard sich auf die Zukunft konzentrieren kann.
Ich möchte, dass er das Oberhaupt der Familie wird. Und eine neue Zeit einleitet.

DUNWIN
nun er könnte seinen Platz räumen, wie es Alastair für mich tat... oder er fällt... beides ist möglich....

dem stimme ich zu... Linhard wäre auch meine Wahl als nächstes Oberhaupt gewesen. Sein Bruder denkt in zu engen Bahnen... für Wolfi wird alles am Wert des Geldes gemessen... gleichgültig was... er zählt nach....

Brandur von Hohenfelde
Er muss fallen. Es muss eine Ende haben.
Anwolf ist Ansgar zu nahe.

DUNWIN
fallen... oder nicht fallen... ich kann es nicht deuten. Falls er dem Posten ehrlich abspricht soll er leben. Er lebte nie... so wenig wie Dave.... wobei Dave mir gleich und Ansgar mir weniger vom Charakter...

Ansgar und Anwolf gleichen sich da sie nicht nur Vater und Sohn sind Brandur.... sie sind Freunde... DAS ist der gravierende Unterschied, den es vorher nicht gab!

Brandur von Hohenfelde
Ansgar und Dave interessieren mich nicht, weder ihr Leben noch ihr Tod, doch ich möchte, dass Lin es gut hat
Er soll frei sein von all dem

DUNWIN
das sah ich stets so, aber er verwehrte mir den Kontakt... weshalb... er hatte kein Interesse an ihm... es hätte ihm gleichgültig sein dürfen... ich wollte Lin nie etwas böses....

Brandur von Hohenfelde
Nun, er fürchtet den Alastair in dir
In dir ist sein Erbe vielleicht am stärksten

DUNWIN
dann sollte er in den Spiegel starren! Er ist Linhards Alastair!

Brandur von Hohenfelde
Ja!

DUNWIN
Du irrst Bruder... ich war der Schwächste von Euch und am wenigsten Alastair und genau deshalb tötete ich Euch... aber den Tod von Alastair verwehrten sie mir... und dies war der einzige Tod... der einzige Bruder den ich wünschte! Aus tiefstem Herzen... die anderen waren IHM zu Ehren...

Brandur von Hohenfelde
Welches der, den du dir wünschtest?

DUNWIN
Die Behauptung niemanden etwas anzutun, nur weil man nicht die Hand erhebt ist lächerlich. Ich kenne ein Buch voller Möglichkeiten jemandem zu schaden ohne ihn nur zu berühren. Und völlige Missachtung ist eine der schlimmsten Foltern. Jede Person, auch wir, leben davon uns in den Augen der anderen wiederzuerkennen... uns in den Augen unserer Nahen zu spiegeln... aber sie sahen uns nie... wir waren nicht existent...

der einzige Tod den ich persönlich jemals wünschte war Alastair mit eigener Hand zu töten... ob er mich dann gesehen hätte? Ob er begriffen hätte dass ich mehr bin als... eine Topfpflanze... etwas das nur anwesend ist und lebt aber ansonsten nichts weiter bedarf?... dass hätte ich gerne gesehen... während seine Augen im Tod gebrochen wären...

Brandur von Hohenfelde
Wahre Worte, Dunwin ... ich wünschte, wir hätten so reden können, als du noch lebtest. Ich bedaure zutiefst, dass es so kam .. ich bedaure alles, mein kleiner Bruder.

DUNWIN
mir ergeht es nicht anders Brandur... und mir erging es damals nicht anders... nur zeigen... tja durften wir das nie
nun bist Du bereit ein Geheimnis zu erfahren?

Brandur von Hohenfelde
Ja, das bin ich.

DUNWIN
Du sitzt ja schon... nicht wahr?...
es waren nicht drei Brandur.... es waren vier...

Brandur von Hohenfelde
Ja. Ich bin alt. ;)

DUNWIN
Ich ebenso Bruder...

Brandur von Hohenfelde
Vier? Wer? Wir?

DUNWIN
nein... ich habe vier Söhne... gehabt....
einen von dem Alastair nichts wusste...

Brandur von Hohenfelde
Wo ist er jetzt?
Wie alt ist er?

DUNWIN
Ansgar... Dave... meinen jüngsten den er tötete und meinen dritten Sohn... geboren von meiner Geliebten...
etwas jünger als Dave... er müsste 40 Jahre sein...

Brandur von Hohenfelde
Ist er in Sicherheit?

DUNWIN
oh ja... das ist er... *lach* ja und niemand hat ihn je gesehen... so wie mich... dabei ist er so nah... nun Alastair wollte schließlich blind sein... nicht wahr?

Brandur von Hohenfelde
Trägt er deinen Namen?

DUNWIN
den Namen dem ich ihm gab.... ja... aber unseren Namen? Nein...

Brandur von Hohenfelde
Das ist gut.
Am besten wird sein, er erfährt nie, wer er ist.

DUNWIN
Du kommst nicht drauf Bruder... kann dass sein?...
oh er weiß es...

Brandur von Hohenfelde
Kenne ich ihn?

DUNWIN
er ist klug... er ist ein guter Junge... wie Du sagen würdest... er versteht sich sogar sehr gut mit meinem Ältesten...
möglich... ich denke schon... er verhüllt stets sein Gesicht... aber niemand fragte je... weshalb?

Brandur von Hohenfelde
Ich kenne niemanden, der sein Gesicht verhüllt und kein Rakshaner ist.

DUNWIN
Du kennst Skronda den Assassinen unseres Hauses nicht Brandur?

Brandur von Hohenfelde
Ja, ihn kenne ich.

DUNWIN
Sohn von Canan, meiner "Leibwächterin"?

Brandur von Hohenfelde
Was heißt kennen
Ich sah ihn

DUNWIN
sich seiner gewahr werden...
eines Tages siehst Du ihn unmaskiert und Du wirst erkennen, dass er nicht nur Düsterling ist...

Brandur von Hohenfelde
Er ist dein Sohn?
Das ist ... eigenwillig.

DUNWIN
eigentlich ist er nicht mal dass, nicht wahr? Ein Mischling... fremdes Blut... verabscheuungswürdig ein Fremdvolk... wie ich sie verachte... die Beste Tarnung Bruder... vermeintlicher Hass...
ja

Brandur von Hohenfelde
Und raffiniert. Aber auch unklug. Man wird ihn nie akzeptieren als das, was er ist, sollte er wünschen, sich zu offenbaren

DUNWIN
er wünscht es so wenig wie ich... er ist etwas wesentlich wichtigeres als ein von Hohenfelde... er ist gewollt und geliebt... was bedeutet schon unser Name ausser Schmerz und Leid?... Soll ich ihm den Fluch überreichen? Er lebt freier als wir es je konnten... und dennoch lebt er gut... und er ist frei jederzeit zu gehen...

Brandur von Hohenfelde
Auch Linhard ist gewollt und geliebt. Trotz seines Namens. Wenn wir alles richtig machen, wird unser Name in Zukunft nicht mehr nur mit Schmerz verbunden sein. Skondra ... ich muss ihn bei Gelegenheit genauer betrachten. Ich werde sein Geheimbis für mich behalten.

DUNWIN
Wohl gesprochen Bruder... so sei es... Ich werde mich ihm offenbaren... solltest Du es erlauben... so wird er sich Dir auch offenbaren... schau in sein Gesicht... Du wirst das Gesicht Deines Sohnes, wie Lins, meines oder Daves in ihm erkennen...

Brandur von Hohenfelde
Wer bin ich, einem Vater den Wunsch zu verwehren, seinen Sohn zu sehen? Geh du nur. Wenn ich dich zu sehen wünsche, rufe ich dich.

DUNWIN
Nun Du missverstehst... Du sollst anwesend sein Bruder...

Brandur von Hohenfelde
Ist er eine Gefahr für Linhard?

DUNWIN
Nein... er genau wie jeder Schatten greift in die Familieninterna niemals ein... was immer zwischen den Hohenfelde geschieht...

Brandur von Hohenfelde
Was bindet ihn an diesen deinen Wunsch?
Oder ist das sein eigener?

DUNWIN
Zuneigung... und sein Rudel...

Brandur von Hohenfelde
Sein ... Rudel. *reibt sich die Nasenwurzel*

DUNWIN
Die Schatten Brandur... sie sind ebenfalls Teil unseres "Rudels"....
Kannst Du meinem anderen Sohn etwas ausrichten... sobald er sich gefasst hat?... es wäre gut für Linhard... das er es weiß... zu seinem Schutz...

Brandur von Hohenfelde
Der Begriff missfällt mir im Zusammenhang mit einer Familie, er klingt nach Tier.
Welchen anderen Sohn meinst du? Sicher kann ich eine Botschaft übermitteln.

DUNWIN
Dave soll wissen... dass ich von ihm keine Absolution erwarte... aber er soll ebenso wissen... dass ich mich oft genug im meinem Quartier fragte... warum. Warum ich wieder dermaßen die Beherrschung verlor und ihn bekämpfte wie einen Feind, wie einen Gegner... nun wie einen Mann... der er noch lange nicht wahr... Und dennoch... trotz allem... tat ich es immer wieder... ich genoss es, wenn er litt... und ich verabscheute mich zeitgleich dafür... und ich tat es immer wieder...
Ein Tier? Korrekt Bruder.... manchmal sind sie sogar die besseren Menschen...

Brandur von Hohenfelde
Ich werde es ihm ausrichten. Vielleicht nicht persönlich, es ist momentan zu riskant.

DUNWIN
irgendwann... solltest Du die Gelegenheit haben... ich werde sie niemals haben...
falls er fragt weshalb...
ihre Angst... war meine Droge...
Angst... Panik... Respekt... ohne sie konnte ich nicht existieren... sie waren ein Teil von mir... und sind es wohl noch immer... wie man vorhin sah...

Brandur von Hohenfelde
Du kannst es ihm auch selbst ausrichten, wenn das dein Wunsch ist, Dunwin.

DUNWIN
Er wird weder zuhören... noch mir Glauben schenken...
Selbst Du... glaubst Du mir... das ich um Euch... weinte?

Brandur von Hohenfelde
Doch, das glaube ich dir. Du bist mein kleiner Bruder. Ich kannte dich bevor du ... erwachsen wurdest.

DUNWIN
...mhm... das ist das Netteste was jemand zu mir seit... hm... 50 Jahren sagte... es bedeutet mir etwas... hab Dank großer Bruder...

Brandur von Hohenfelde
Wir alle waren anders, als wir geboren waren. Die Bosheit liegt uns nicht im Blut, oder nur zum Teil.

DUNWIN
weise Worte... das es anderes geht wurde bereits bewiesen... selbst nach unserer Erziehung...
Linhard wird es besser machen... und Anwolf hoffentlich ebenso

Brandur von Hohenfelde
Ich frage mich nur, warum ... warum erst so viele haben sterben müssen, bis wir all das erkannten.

DUNWIN
weil man im Tode nichts mehr fürchtet Brandur... Du warst ebenso tot wie ich... man muss scheinbar erst alles verlieren um völlig frei zu sein... selbst im Geist... schau doch über die Schulter und hinter Dich... wann war Lin je so glücklich? Und was besitzt er noch?

Wir sollten dafür sorgen, dass unser Tod nicht vergebens war... wir sollten das Töten beenden... aus unserem Tod sollte neues Leben entstehen... Wolfram hat es aus eigener Kraft geschafft all dem zu entsagen... Dave... nunja mit Hilfe eines Goblins... aber er hat es dennoch geschafft...

Du weißt dass er sich Kinder wünscht?... seine Ambitionen in Hinsicht auf den Familienthron sind Null und nichtig...

Brandur von Hohenfelde
Du hast Recht, Dunwin. Es tut gut, Lin so zu sehen ... aber es macht mich auch wieder sterblich. Ich hatte nichts zu verlieren, jetzt aber geht es um ihn. Wir müssen ihm alles vorbereiten, bevor ich gehe. Er muss stark werden. Ich habe nicht mehr allzu viel Zeit.

DUNWIN
vielleicht... sollten sie geboren werden... werden sie in Freiheit geboren... das würde mir gefallen...

Du musst ihm der Vater sein der Du nicht warst und den er nicht hatte! Vorher kannst Du nicht gehen... Du würdest ihn zerstören

Brandur von Hohenfelde
*wischt sich über die Augen* Du sprichst wahre Worte. Und mir läuft die zeit davon. Wir müssen die zeit, die noch bleibt, gut nutzen. Hilfst du mir?

DUNWIN
ich bin an Deiner Seite Bruder... ich versprach es bereits... natürlich helfe ich Dir. Meine Schuld wiegt so schwer wie Deine Brandur. Wir beide werden etwas davon abtragen, gemeinsam... so wie es Brüder tun sollten...

Brandur von Hohenfelde
Ich hatte dich gerufen, um Angst und Schrecken zu verbreiten ... doch nun bin ich froh, dass du an meiner Seite bist. Danke, Dunwin. Danke.

DUNWIN
mir ergeht es genauso, ich war erzürnt als Du wagtest mich zu rufen... Du! Und dann erst merkte ich was Du überhaupt gerufen hattest und mein Zorn war vergessen... wann hattest Du mich zuletzt um etwas gebeten? Wann hast Du mich je um Hilfe ersucht?... Und wann hast Du mich zuletzt Bruder genannt?... Es war Zeit den Hass zu begraben, wo wir uns schon gegenseitig längst begraben hatten... nun ich bin hier und bin Dir ebenso dankbar wie Du mir... zwei tote Väter mit einem sehr lebendigen Sohn... der sogar mein Enkel ist... verrückt... aber schön... *freu

Brandur von Hohenfelde
Ich hatte dich vorhin etwas gefragt ... wenn es an der Zeit ist, wirst du mich mit hinübernehmen?

DUNWIN
Wenn es Dein Wunsch ist... gewiss...
Du kannst mir einfach folgen, oder Dich von mir führen lassen... beides wäre mir eine Ehre

Brandur von Hohenfelde
Ich danke dir. Der Tod hat nun endgültig jeden Schrecken für mich verloren, den er vielleicht noch irgendwo hatte und der verhinderte, dass ich selbst Hand an mich legte und einfach nur wartete, dass Ainuwar mich erlösen würed.

DUNWIN
Und das aus dem Munde eines Magier...
nur ein Scherz... ich werde an Deiner Seite bleiben... hier wie dort... und dort... gibt es nichts zu fürchten Brandur... nichts... oder sah ich aus als hätte ich mich gefürchtet?

Brandur von Hohenfelde
Ich weiß es nicht, du warst ... bist noch immer schwer einzuschätzen.

DUNWIN
sogar für mich selbst Bruder... ich weiß nicht wie oft ich mich selbst nicht verstand... meine Handlungen nicht begriff... und sie dennoch ausführte...

aber nun ist es klarer... den die Angst die sich wie ein undurchsichtiger Nebel über meine Gedanken legte ist verschwunden. Ich sehe Dinge die ich vorher nicht sehen konnte... und ich sehe sie sehr gern... Dich und Linhard... ich werde auf Euch acht geben

Brandur von Hohenfelde
Es ist bald vorüber, der letzte Rest an Sorge, den du dir noch machen musst. Es ist bald vorbei. Was meinst du, wie lange wir brauchen, um Linhard auf alles vorzubereiten?

DUNWIN
Körperlich ist er in guter Form und er ist ein sehr guter Kämpfer, aber geistig - Du würdest sagen mental, da fehlt es ihm an Stärke. Ihm mangelt es genauso an Selbstvertrauen wie einst mir... er hat die Schuld stets bei sich gesucht weshalb ihm keine Aufmerksamkeit zuteil wurde.

Daran müssen wir arbeiten... er muss begreifen dass er so wie er ist, völlig in Ordnung ist! Es ist nicht krankhaft keine Gabe zu besitzen... es ist die Normalität! Die Gabe ist außergewöhnlich... das ist sie. Aber er hat selbst eine Gabe, vielleicht sogar mehrere als Du... oder ich? Er ist taff, er ist ehrlich, er ist hilfsbereit... all dass was unserer Familie fehlt... ist das keine Gabe?

ist es keine Gabe so eine Behandlung klaglos und ohne Konsequenzen für die Familie zu erdulden? Falls er keine Gabe hat, wer hat sie dann?

Brandur von Hohenfelde
Bei uns wird er alle Aufmerksamkeit bekommen. Er ist der Einzige, um den wir uns zu kümmern brauchen. Das wird ihm gut tun. Aufgaben brauchen wir für ihn, an denen er wachsen wird.

DUNWIN
Er wird Zeit brauchen sich selbst zu akzeptieren, zu verstehen, anzunehmen... hat er das getan... dann ist er bereit Brandur... körperlich werde ich ihn trainieren... er ist ein scharfer Dolch mit einigen Grannen, ich werde ihn nachschleifen Bruder...
Nun dann wird er Aufgaben bekommen die ihn fordern und fördern... was bestimmtes im Auge?

Brandur von Hohenfelde
Das ist gut. Dann kann ich mich der Arbeit widmen. Ich werde ihm eine Rüstung fertigen aus Knochen, leicht wie Papier, aber stabil wie jede Eisenrüstung.

Brandur von Hohenfelde
Ja, wir werden ihn allein in der Wildnis aussetzen. Und er wird wohlbehalten zurückkehren.

DUNWIN
könntest Du daraus nicht ebenso eine Waffe fertigen? Eine die ihn im Kampf durch ihr Gewicht nicht ermüdet? Ein gewaltiger Vorteil...

Brandur von Hohenfelde
Ja, das kann ich, mein Stilett wurde so erbaut.

DUNWIN
In der Wildnis?...
allein?...

Brandur von Hohenfelde
Ja, allein. Darum geht es ja. Er braucht niemandes Wohlwollen, niemandes Argusauge, er muss erfahren, dass er selbst Herr seines Lebens ist und niemand sonst.

DUNWIN
nun vielleicht sollten wir es nicht gleich so übertreiben... wir hätten dort auch nicht überlebt... soll ich ihn zum Schutz begleiten?... zumindest könnte ich ihm mit einem Rat zur Seite stehen... wobei ich nie in der Wildnis überleben musste...

Brandur von Hohenfelde
Natürlich wirst du ihn begleiten! *keuch*

DUNWIN
wie stellen wir sicher, dass ihm nichts geschieht?

Brandur von Hohenfelde
Aber er wird davon nichts wissen.

DUNWIN
was ist los?
fertige ihm ein Stilett oder ein Schwert und einen Dolch aus Knochen. Einen Dolch wird er benötigen...

Brandur von Hohenfelde
Als ob ich ihn ... wirklich allein lassen würde, den Goldjungen! Selbstredend ist es sicher, ihm droht keine Gefahr, aber das wird er nicht wissen. Die Details werden wir noch besprechen.

DUNWIN
So sei es... wir haben geschworen es besser zu machen... nicht grauenvoller... Du meinst er denkt er sei allein und in Gefahr... gute Idee...

Brandur von Hohenfelde
Ja, er soll es nur glauben, damit er lernt, auf sich selbst zu vertrauen. Wir werden nur im absoluten Notfall eingreifen.

DUNWIN
Ein Überlebenstraining unter Aufsicht...
gute alte Zeit... nur damals ohne Aufsicht...

Brandur von Hohenfelde
Ja, das härtet den Geist. Und vielleicht macht es ihm sogar Spaß ... wie uns damals.

DUNWIN
und so wunderbar ...selbstverschuldet... ich liebte es....
er ist von unserem Blut... natürlich wird es ihm Spaß machen... aber er wird aussehen wie Sau... *lach

Brandur von Hohenfelde
Man müsste die zeit zurückdrehen und noch mal jung sein können ... wie oft habe ich mir das gewünscht.
Das Äußere wird Kasimir hinterher wieder richten.
Kasimir ... wo ist Kasimir?!

DUNWIN
nicht nur Du... wo würden wir anfangen? hmm...
wer ist Kasimir?

Brandur von Hohenfelde
Mein Leibdiener! Wir haben ihn vergessen!

DUNWIN
Brandur Du wirst alt, wie kannst Du Deinen Leibdiener vergessen? *lach* irgendwie macht Dich das regelrecht sympathisch... gibt es zu... der Gute soll laufen... *lach

Brandur von Hohenfelde
Du findest es lustig, ich hingegen werde morgen nicht rasiert und bekomme meine Kleider nicht zurechtgelegt, vom Frühstück ganz zu schweigen! Er kann fliegen, der Gute ... er wird uns bald folgen, wenn ihm nichts geschehen ist.
Meinen Leibdiener vergessen ... *Schläfe reib*

DUNWIN
oh... nunja das gleiche Schicksal droht auch Linhard... mir nicht mehr... aber selbstredend begreife ich die volle Tragweite Deines Problems...
und Deinen Freund Wolfram... er war an Deiner Seite vorhin... erinnere Dich...

Brandur von Hohenfelde
Linhard ist jung, er wird es verkraften, ich aber bin ein alter Mann.

DUNWIN
Eventuell könntet Ihr Euch gegenseitig aushelfen? Wobei... nein... keiner von Euch kann rasieren...

Brandur von Hohenfelde
Hoffentlich hatAngar Kasimir nicht erschlagen, er hatte von seinem Leibdiener getrunken.
Ich kann rasieren. Aber ich will es nicht.

DUNWIN
und sich gegenseitig mit scharfen Messern die Kehle zu kratzen ging bei uns noch nie gut...

Brandur von Hohenfelde
Ich hatte ja mein Überlebenstraining schon.

DUNWIN
Ansgar? nun er nimmt sowas meines Wissen nach nicht krumm... er ist da sehr eigen was seine Leibeigenen angeht gg

Brandur von Hohenfelde
Mit gebrochenem Rücken.

DUNWIN
*betreten schweig für einen Moment*
ich weiß Brand - verzeih...

Brandur von Hohenfelde
*sehr vorwurfsvoller Blick*
Nun ja ... man gewöhnt sich an alles. Und lange brauche ich diesen Rücken nicht mehr zu ertragen.

DUNWIN
ich würde Dich rasieren... aber ich glaube da würdest Du keinen Wert drauf legen...

Brandur von Hohenfelde
Du? Mich? Rasieren?

DUNWIN
nun die körperlichen Einschränkungen wirst Du hinter Dir lassen... ebenso die Genüsse... aber diese sind zu verschmerzen...

Brandur von Hohenfelde
Mein Körper ist kein Genuss mehr, schon lange nicht.

DUNWIN
Der Sarkasmus beißt mich immer noch...
das ist nur ein Scherz... hör zu... ja natürlich mit Gefrier-Brand *lach

Brandur von Hohenfelde
Das ist ... beschämend lustig. *schmunzelt*

DUNWIN
nicht wahr? Du weißt manchmal kann ich solchen Dummheiten nicht wiederstehen... *grins
Gleichgültig wie alt wird sind, irgendwo ist das Kind vergraben dass wir nicht waren und manchmal sucht es sich ein Weg nach draußen...

Brandur von Hohenfelde
Du warst nicht umsonst mein Lieblingsbruder ... aber sag es nicht Kunchen in eurer Geisterwelt. Er würde sich wieder ärgern. Ja, du sprichst wahr ... da sind irgendwo drei kleine Jungen, die sehr viel Unfug im Sinn hatten und ihre eigenen Ideen von der Welt.
Bis Alastair sie erschlug.

DUNWIN
ich werde schweigen, wie immer... er konnte sie nie ganz erschlagen und genau dass war unser Problem... sie lebten weiter, klein, versteckt und hofften... wo schon alle Hoffnung seit Generationen verloren waren! Wirst Du ein Auge auf Daves Kinder haben für mich?

Brandur von Hohenfelde
Daves ... Daves Kinder?

DUNWIN
ja... es werden meine Enkel sein... und ich möchte nicht dass er den gleichen Fehler begeht... wann immer rede mit ihm... er soll sie lieben... oder es lassen... einen anderen Weg gibt es nicht... das haben wir zu spät erkannt, er ist noch jung genug dazu... versprich es mir...

Brandur von Hohenfelde
Ich hatte gehofft, es würde bei ihm kinderlos enden, da er einen Mann heiratete ... nun kann ich an dieser widernatürlichen Hochzeit überhaupt nichts Gutes mehr sehen. Und dann obendrein einen bürgerlichen Frostalben. Ich werde mit ihm reden - und notfalls handeln. Linhard gilt meine ganze Zuwendung und ich werde nicht dulden, dass ihm wer gefährlich werden kann.
Aber wenn es so weit ist, adss sie alt genug sind, bin ich nicht mehr und er muss dann bereits auf sich selbst Acht geben.

DUNWIN
Brandur... das hat er selbst nicht einmal vor... er möchte nur weg... lass ihn gehen... warum er immer diesen Mann liebt... er liebt ihn... auch wenn ich Alben nicht ausstehen kann... ich möchte nur dass er Kinder bekommt, wenn er bereit ist sie anzunehmen ansonsten soll er ehrlich zu sich sein und verzichten, für sich selbst und für die Kinder. Ich weiß, dass gerade ich das sage... aber wer weiß es besser als wir?...

Linhard ist mein Enkel und mein Abbild... was mich sehr erfreut... aber ich hoffe auch Dave wird vielleicht ein Abbild von mir zeugen... und vielleicht annehmen... wenn nicht, darf er es nicht bekommen

Bis dato wird Lin dies längst gelernt haben und mein Wunsch wäre, er gibt auf sich und meine anderen Enkel acht, denn es gibt keinen Grund für Zwist und Hass mehr...

Brandur von Hohenfelde
Du musst es ihm selbst sagen, Dunwin ... wir gehen zusammen hin. Ich fürchte, ich mache mir zu große Sorgen um Linhard, um ruhig mit ihm zu reden. Linhard ist, nun, er ist nun mein Junge.

DUNWIN
Und Dave versuchte ihn zu schützen... für sich selbst, damit ihm nichts geschieht... ich werde mit Dir gehen und versuchen mit ihm zu sprechen... Lin muss begreifen, dass er der neue Weg ist. Er muss führen... aber auch schützen... und die anderen sollen wissen dass er ihr Schutz und nicht ihr Henker ist... so soll es sein... er soll unsere Hoffnung sein...

Brandur von Hohenfelde
So soll es sein, Dunwin. Möge Linhard die Hoffnung von allen sein.

DUNWIN
unsere ist er schon Bruder... nun liegt es an uns und ihm... packen wir es an *freu


****
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Fr 29. Sep 2017, 19:18 
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Linhard genoss den Ritt auf dem knöchernen Drachen, aber dennoch fragte er sich so langsam, wohin Dunwin flog. Trux, die Stadt lag irgendwo an Rande des Zwergengebiets und zwar im Gebirge, soweit er das richtig in Erinnerung hatte.

"Wohin fliegen wir Brandur? Was wollen wir in Trux? Ist das nicht Zwergengebiet? Soweit ich weiß handelt es sich dabei um Gebirge, wenn mich nicht alles täuscht.
Was möchtest Du denn oben auf dem Gipfel von so einem zwergischen Geröllhaufen Brandur?

Wolfram hatte Dich doch eingeladen bei ihm zu wohnen. Vielleicht sollten wir lieber dorthin fliegen. Oder soll ich die Aufgabe für Dich erledigen, die Du mir anvertraut hast? Du weißt schon, die Du mir zusammen mit der Kette überreicht hast",
fragte Lin freundlich.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Fr 29. Sep 2017, 22:02 
Freiherr
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Brandur lag vornübergebeugt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken des Knochendrachen, während er sich mental mit dem Geist unterhielt, der in den Drachen gefahren war. Für ihn hatte die Unterhaltung mit Dunwin etwas Beruhigendes. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass er so offen und freundlich mit seinem jüngsten Bruder sprechen konnte. Der Tod hatte den Bann gelöst, der über ihnen beiden gelegen hatte, jeder von ihnen hatte auf seine Weise sterben müssen, ehe sie Frieden miteinander schließen konnten - Dunwin körperlich, Brandur seelisch. Doch jetzt waren sie wieder Brüder. Dunwin war hier und er hatte wieder eine Aufgabe in seinem Leben, bei deren Bewältigung sein kleiner Bruder ihm helfen würed. Er hatte Linhard aus Ansgars Klauen gerettet, der Junge war bei ihm und sah rundum glücklich aus. Alles war gut. Brandur döste vor sich hin, an der Schwelle zum Schlaf, als Linhards Frage ihn weckte.

Brandur setzte sich wieder aufrecht hin und rückte seinen Dreispitz zurecht, um sich in vernünftiger Körperhaltung mit seinem Großneffen zu unterhalten. Schlafen konnte er später immer noch.

"Trux war naridisches Hoheitsgebiet, eine alte Handelsstadt, aber vor allem ein Wachposten, um das Chaos, aber auch die Zwerge und Almanen im Blick zu behalten. Man nannte Trux das Auge des Nordens. Inzwischen jedoch ist sie verlassen. Wegen der näherrückenden Kriegshandlungen sind die meisten Einwohner ins Landesinnere von Naridien geflüchtet und haben ihre Häuser und viel von ihrem sonstigen Hab und Gut aufgegeben. Die Stadt ist somit nicht erobert, sondern aufgegeben worden. Sie liegt nicht günstig, um sie zu verteidigen, der Transport der Truppen und die Vesorgung wären zu aufwändig, das lohnt sich nicht bei dieser Stadt. Das war auch nie die Aufgabe von Trux. Sie sollte wachen und sie hat gewacht.

Heute steht sie leer, bis auf wenige Häuser. Manchmal wohnen Naridier darin, die wieder zurückkehren, manchmal Chaoskrieger, die stöbern, was es noch so zu holen gibt, manchmal die Vogelfreien aus den Sümpfen. Im Großen und Ganzen jedoch ist es da sehr ruhig. Das, was von Wert war, wurde schon längst geplündert.

Am Berghang, hoch oben über der Stadt, steht eine Burg, die in sehr gutem Zustand ist. Einst diente sie als Unterkunft für den Stadthalter, einem Adligen eines anderen Hauses, doch auch er verließ seine Heimat mitsamt seiner Familie und ließ vieles dort zurück. Aber es wäre doch schade, um so ein schönes Gebäude. Ich habe die ehemalige Truxburg bezogen und sie zu meiner persönlichen Nachtburg gemacht. Man kennt und fürchtet mich in dieser Gegend unter dem Namen Amand von Trux oder einfach als der Hexenmeister."


Die letzten Worte hatte er nicht ohne Stolz gesprochen. Sich darüber zu freuen, dass man ihn fürchtete und verabscheute, war eine Untugend der meisten von Hohenfeldes seiner Generation. Sie hatten in der Vergangenheit lange und hart für diesen Ruf gearbeitet.

"Wegen der vielen Kämpfe in der Gegend brauche ich über einen Magel an Rohmaterial nicht zu klagen. Als Nekromant geht es einem gut hier und ich kann meine Kunst ganz offen ausleben. Ich muss niemanden heimlich töten oder mir Leichen vom Friedhof stehlen. Ich schwimme in bestem Rohmaterial, das man sich nur wünschen kann. Die Rakshaner sind besonders wild auf meine Rüstungen und Waffen, da sie so leicht sind und so lebe ich recht gut hier. Zumindest nicht so arm, wie andere, die ihr Dasein im Exil fristen müssen, auch wenn man sicher darüber diskutieren könnte, ob es moralisch vertretbar ist, den Feind meines eigenen Volkes mit Rüstungen und Waffen zu beliefern.

Die Kette, Linhard ... die brauchen wir später. Doch du hast Recht. Ihr Schicksal ist mit jenem der Nachtburg untrennbar verflochten."
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Fr 29. Sep 2017, 23:09 
Junker
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Marlo

ritt nah neben Wolfram her. Er hörte zu und genoss die Nähe von den ruhigen Mann. Wolfram schwatzte los, was alles passiert war.

"Da ist Brandur nochmal davon gekommen. Ich hätte euch unterstützt, du hättest mich rufen sollen. Ich gab Brandur mein Wort Wolfram. Das du seinen Leibdiener gerettet hast ist gut, du solltest ihn aber aus deiner Tasche holen.
Ich schliesse mich dir an und folge dir in dein Heim. Wir machen es uns bei dir schön gemütlich. Wenn Brandur Kasimir vermisst, wird er dich schon fragen, wo er abgeblieben ist. Ansonsten schick ihm eine Botschaft. Personal ist nur Personal, aber ein Leibdiener ist was anderes. Den vermisst du sehr schnell. Hast du einen Wolfram? Dann weisst du es."
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 30. Sep 2017, 12:25 
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Volk: Vampir [Lichtalb]
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Die weiße Fledermaus schaute mit zerknitterten Ohren aus Wolframs Tasche. Um ihr Mäulchen klebte Blut, das sie nun vornehm mit einem zusammengefalteten Stofftaschentuch, das sie in Wolframs Tasche gefunden hatte, abtupfte. Kasimir war dermaßen vollgetrunken, dass sein Körper die Form eines Tropfens angenommen hatte und man die Haut durch das Fell sah. Er wog nun das Doppelte wie zuvor. Er musterte den Neuankömmling, Junker Marlo von Falkenberg. Dieser Mann hatte Brandur, genau wie Wolfram, seine Hilfe zugesichert. Also war umgekehrt Kasimir ihm wohlgesonnen. Als Marlo erklärte, wie schnell man seinen Leibdiener vermissen würde, schwoll Kasimirs Brust vor Stolz. Aber er war auch in Sorge.

"Vielen Dank für Euer großzügiges Angebot, Baron von Wigberg, ich weiß das sehr zu schätzen, aber darf es nicht annehmen, ich kann nicht bei Euch bleiben. Mein Herr braucht meine Dienste."

Er verzichtete darauf, auf Brandurs starke körperliche Einschränkungen hinzuweisen. Das würde sein Herr nicht gutheißen und sie waren auch für jene, die ihn nicht gut kannten, offensichtlich.

"Außerdem würde er mich, in aller Bescheidenheit gesprochen, wohl als Gesprächspartner vermissen. In Fledermausgestalt ist es für mich ein Leichtes, an Neuigkeiten zu kommen, die ich ihm berichten kann. Das heißt ... sofern die Barone Dunwin und Linhard von Hohenfelde nun diese Rolle nicht an meiner statt ausüben."

Seine zerknitterten Ohren sanken etwas herab und für eine Fledermaus sah er nun ausgesprochen besorgt aus.

_________________
"Herr, wer euch dient für Gut und Geld und nur gehorcht zum Schein,
packt ein, sobald ein Regen fällt, läßt euch im Sturm allein." - William Shakespeare
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 30. Sep 2017, 20:42 
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Linhard hörte seinem Großonkel aufmerksam zu.

"Trux, das Auge des Nordens, klingt poetisch findest Du nicht Brandur? Nun da die Stadt aufgegeben wurde, handelt es sich wohl eher um ein ausgestochenes Auge.

Eigentlich hätte ich vermutet, dass eine so ungünstige Lage einen Stadt vor den Wirren des Krieges schützen würde, aber wie Du schon zu Recht aufführst, ist Abgeschiedenheit nicht immer ein Segen.

Es ist zeitgleich ein Fluch, wenn man an die Versorgungswege und ähnliches denkt. Eine Aufgabe ist dann vielleicht das sinnvollste, wobei es sicher auch schwierig ist, alles was man kannte zurückzulassen",
erklärte Linhard und stellte dabei fest, dass er vor kurzem genau das selbe getan hatte.

"Jedenfalls für die meisten Personen. Manchmal ist ein scharfer Schnitt genau dass was nötig ist um überleben zu können. Oder erst einmal um zu sich selbst zu finden", flügte Lin an, fast mehr zu sich selbst, als zu Brandur.

Der junge Naridier schwieg einen Augenblick und versuchte auf dem Boden etwas auszumachen, während der knöcherne Drache durch die Nacht flog. Mehr als dunkle Schemen konnte er nicht erkennen und Lin hoffte, dass wenigstens Dunwin irgendwie eine Möglichkeit hatte sich zu orientieren. Ansonsten waren sie gerade im Blindflug ins Nirgendwo unterwegs.

Aber selbst dieser Umstand war Linhard gleichgültig, denn er war glücklich und zufrieden, einen Zustand den er seit einer Ewigkeit nicht mehr empfunden hatte. Zwar schmerzte so langsam von dem ungewohnten Untergrund sein Hinterteil, aber trotzdem hätte er noch stundenlang so weiterfliegen können.

Seltsamerweise fürchtete er sich irgendwie vor der Landung. Hier in der Luft waren sie frei, sie waren unter sich und scheinbar hing jeder seinen eigenen Gedanken nach. Dennoch waren sie in ihrer Flucht und in ihrem Bestreben vereint.

Was würde nach der Landung aus ihnen werden?
Blieben sie wirklich zusammen?
Gingen sie getrennter Wege?
Würden Brandur und Dunwin an seiner Seite bleiben oder ihn an seiner Seite weiterhin dulden?

Alles war so schnell gegangen, dass es eher eine Spontanhandlung war, in der sie sich zusammengeschlossen hatten. Brandurs Handlungen ließen darauf schließen, dass sie ab dato ein Trio waren, aber ausgesprochen hatte es sein Großonkel noch nicht. Vielleicht gab es für Brandur auch nichts zu erwähnen, da er fest von dem Umstand ausging - was Linhard sehr hoffte.

Er war zwar ein erwachsener Mann, aber die Vorstellung dass sie sich gleich voneinander verabschiedeten und er Mutterseelen allein im Nirgendwo stand und dann allein zurecht kommen musste, verursachte ihm ein mulmiges Gefühl im Magen. Er war weder ängstlich, noch ein Muttersöhnchen, aber wahrhaftig auf sich allein gestellt war er noch nie gewesen.

Linhard lauschte wieder aufmerksam der Stimme seines Großonkels. Dieser sprach davon, dass die Stadt schon geplündert worden war und manchmal einige Einheimische zurückkehrten um dort zu wohnen und sich ebenso einige Rakshaner ab und an dort niederließen.

Als Brandur von der Truxburg - der Nachtburg sprach und das sie die Kette später noch benötigen würden, atmete Linhard erleichtert auf. Es ging ihm weder um die Kette, noch um die Burg, es ging ihm ausschließlich um das Wort WIR.

Die Kette, Linhard... die brauchen WIR später noch...

Der Satz war Musik in seinen Ohren, damit war seine Angst vom Tisch gewischt, auch wenn Brandur vermutlich gar nicht bemerkt hatte, wie es gefühlstechnisch für einige Minuten um Linhard bestellt war. Nun konnte Lin unbesorgt nach vorne schauen.

Die Burg klang nach einem angenehmen Wohnort und vermutlich gab es dort oben eine herrliche Fernsicht.

Über die vorherigen Worte von Brandur musste Lin schmunzeln. Gleichgültig wie umgänglich oder auch gutherzig einer der ihren war, etwas ihrer Eigenart schwamm immer mit, im jeden Blut der von Hohenfelde. Der Stolz darauf, dass sich Brandur die Burg aneignen und durch seinen Ruf halten konnte, war ein Beweis dafür.

Es war halt immer die Frage, wofür man sein Erbe einsetzte. Man konnte das Erbe einsetzen um zu kämpfen und zu vernichten, oder man konnte diese Fähigkeit einsetzen um seine eigene Familie zu beschützen. Manche zogen Ersteres vor, wenige Letzteres. Und einige waren sich wohl selbst nicht sicher, welchen Weg sie tatsächlich einschlagen sollten - so wie Linhards Vater.

"Tja Vater kommt anders an sein Material, er bestellt es ganz einfach bei den Schatten. Sie holen wen immer er geholt sehen möchte. Wählt er keine Person aus, holen sie ihm so seine Waren, frei nach ihrer Wahl.

Du verwertest eben nur, was der Krieg als Treibgut an Deine Behausung anschwemmt Brandur. Ich selbst kann dazu nicht viel sagen, ich kann Eure Gedanken nicht nachvollziehen. Müsste ich zum Überleben eine Waffe aus einem Oberschenkelknochen schnitzen, würde ich das selbstverständlich tun. Nur das hat nichts mit Nekromantie zu tun.

Was Ihr dort vollbringt, entzieht sich meinem Verständnis. Ich besitze die Gabe nicht Brandur, das ist Dir doch bewusst oder nicht?

Der Feind Deines Volkes? Tja fühlst Du Dich Deinem Volk so zugehörig, dass Du auf diese Einnahmequelle verzichten möchtest? Ich klinge gerade wie Onkel Veyd oder Wolfi.

Selbst wenn, das ist im Moment gleichgültig - es ist Deine einzige Einnahmequelle. Und sollten die Rakshaner nicht bei Dir kaufen, dann erwerben sie bei wem anders ihre Waffen. So oder so wirst Du nicht verhindern, dass sie an Waffen kommen. Nur Du wirst dann eben ohne Einnahmen ausgehen.

Ob Stolz oder Prinzipien in dem Fall also etwas nützen? Ich würde einfach auf mein Gefühl hören. Wie haben Dich die Rakshaner behandelt? Haben sie je versucht Dich zu hintergehen? Falls nicht und sie gute Kunden sind, dann sind es keine Feinde, sondern einfach nur Deine Kunden. Immerhin liefern sie Dir ja auch Dein Material, wenn Du so möchtest",
grinste Lin.

Linhard lehnte kurz seinen Kopf gegen Brandurs Rücken. Irgendwie übermannte ihm nach all dem Familienzwist, ihrer Flucht und seine angestrengte Grübelei nun doch die Müdigkeit.

"So langsam aber sicher werde ich auch müde Brandur. Ist es noch sehr weit? Sonst lass uns bitte einen Zwischenstopp einlegen", gähnte Linhard leise und machte es sich an Brandurs Rücken bequem.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Hexenmeister
BeitragVerfasst: Sa 30. Sep 2017, 21:44 
Freiherr
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Beiträge: 23
Wolfram nickte beipflichtend.

"Es freut mich, dass Du meiner Einladung folgst. Sicher werden wir es uns gemütlich machen. Mein Haus ist zwar nicht riesig, aber um sich wohl zu fühlen, benötige ich auch keine kalten Ballsäle. Mir ist ein kleines, überschaubares Heim lieber. Zudem muss es wie ein Zuhause eingerichtet sein. Ich muss niemanden etwas beweisen oder wie in einem Museum ausstellen.

Sobald man mein Haus betritt ist dies keine leere Wartehalle, sondern man sieht dass es mit Leben erfüllt ist und ich wage zu behaupten, dass man erkennt wer dort wohnt. Oder wessen Geist es beseelt. Nun vielleicht sollte ich nicht gerade von Geistern sprechen",
grinste Wolfram.

"Jedenfalls ist mein Haus klein, fein und gemütlich. Wir können uns vor den Kamin setzen mit einem guten Tee oder Kaffee oder wir machen es uns draußen im Garten bequem. Solange es nicht regnet, sitze ich abends oder manchmal auch nachts dort für einige Stunden. Der Garten ist mein Hobby und im Grunde auch mein Leben. Dort fühle ich mich wohl, ich hoffe Dir wird es genauso ergehen.

Was Brandur angeht, ja er ist glücklicherweise davon gekommen. Natürlich vermisst man einen Leibdiener sehr schnell und nein, ich persönlich nenne keinen Leibdiener mein Eigen.

Man höre und staune, aber ich wasche, käme und rasiere mich selbst. Und ich kleide mich sogar selbst an. Ich möchte nicht so von einer anderen Person angefasst werden, da mich als Kind schon ausreichend Heiler von oben bis unten angefasst haben. Dies ist mir mit Verlaub - zuwider.

Dafür habe ich ein Hausmädchen. Margot kümmert sich um alle Belange im Haus, wie Kochen, Putzen, Waschen. Ich kann weder Kochen noch Waschen, aber das Putzen bekäme ich zur Not hin.

Für die schwereren Arbeiten habe ich einen Dienstburschen. Beaunois kümmert sich um die schwereren Aufgaben, die Margot nicht bewältigen kann und soll, wie zum Beispiel Holzhacken. Er kümmert sich auch um die Reparaturarbeiten rund ums Haus.

Beide, Margot wie Beaunois, sind sehr zuverlässige und liebe Personen. Andernfalls könnte ich nicht mit ihnen zusammenleben. Drum verhalte Dich bitte dementsprechend Marlo. Das ist selbstverständlich keine Zurechtweisung, sondern einfach eine Bitte meinerseits an Dich",
erklärte Wolfram freundlich.

Als Kasimir sein kleines, weißes Pelzköpfchen aus seiner Robentasche schob, schmunzelte Wolfram ihn gut gelaunt an.

"Wir haben gerade von Dir gesprochen - positiv wohlgemerkt", grinste der Magier.

"Du darfst mich wie jeder Wolfram nennen Kasimir, ich weiß das ist unziemlich, aber ich bin ja generell verschroben, schrullig und sehr unziemlich", lachte Wolfram.

"Bis Du das ganze Blut verdaut hast, wirst Du mein Gast bleiben. Widerstand ist zwecklos. Ferner werde ich versuchen Brandur zu kontaktieren, damit er sich um Dich keine Sorgen macht.

Sobald Du Dich erholt hast, sprich Du Dein Blut verdaut hast, kannst Du zu Deinem Herrn aufbrechen. Mein Angebot steht noch, Du kannst es ihm gerne noch einmal unterbreiten. Linhard wie sein Bruder sind hier gerne gesehen. Wobei sich sein Bruder... nun er sollte sich benehmen und zwar friedlich. Dann ist er hier ebenfalls willkommen.

Ohne Zweifel wird Brandur Dich vermissen Kasimir. Nicht nur als Gesprächspartner, sondern auch als Gesellschafter und natürlich als Leibdiener. Wir beide wissen weshalb, es bedarf keiner weiteren Erwähnung.

Dass Dunwin und Linhard Deine Aufgaben übernehmen wage ich stark zu bezweifeln.

Ihre Fähigkeiten liegen auf einem ganz anderen Sektor, als dem der Körperpflege. Vermutlich wird es ehr zutreffend sein, dass auch Linhard Deine Unterstützung vermisst.

Mache Dir deshalb momentan keine Sorgen, wichtig ist erst einmal dass sie sicher und wohlbehalten ankommen. Ebenso wie wir. Alles weitere ergibt sich. Ich werde versuchen umgehend mit Deinem Herrn Kontakt aufzunehmen, sobald wir bei mir Zuhause sind Kasimir",
versprach Wolfram.
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