Macht und Machtwechsel


Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist geprĂ€gt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied benötigt man starke Nerven und gleichermaßen ein HĂ€ndchen fĂŒr BĂŒndnisse und Hinterhalte.
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Ansgar von Hohenfelde
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Macht und Machtwechsel

#1

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Do 12. Okt 2017, 20:22

Macht und Machtwechsel

Freiherr Ansgar von Hohenfelde war fĂŒr vieles bekannt, allerdings nicht fĂŒr seine Geduld oder sein ruhiges Wesen. Und so verwunderte er vermutlich kaum einen der Sippen- oder Familienangehörigen der von Hohenfelde, von Wigbergs oder von Eibenbergs, dass sich einige Tage nach der Hochzeit von Dave und Varmikan ein öffentlicher Aushang am Rathaus befand.

Wer genau hinschaute, erkannte dass Ansgar nicht einen Tag verschwendet hatte. Er hatte umgehend den Verrat von Linhard einen Tag nach Daves Hochzeit abgestraft.

Ansgar stellte damit eindeutig klar, was er von den Machenschaften seines Àltesten Sohnes hielt.


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Marcella
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Re: Macht und Machtwechsel

#2

Beitragvon Marcella » Di 17. Okt 2017, 15:02

Marcella
 
freute sich als Ansgar sie drĂŒckte. Dann schob er sie vorsichtig weg. Er war bestimmt nicht gewöhnt, dass er zum Trost gedrĂŒckt wurde, aber das war Marcella gleich. Wenn das sonst niemand tat, sie machte das. Ihren Vater hĂ€tte sie genauso gedrĂŒckt, wenn er traurig war.
Das ihr Hund schon da war, freute sie genauso. Sie wollte ihn so schnell wie möglich mit Wolfi abholen. Dann wurde alles anders. Fin kam zurĂŒck und was sie schwatzte schlug den Fass den Boden aus. Sie hatte Dave beschwatzt, damit er Linhard warnte und den alten Knacker gleich mit. Warum hatte sie nicht einfach heimlich nachts die TĂŒr geöffnet um ihre Feinde ins Haus zu lassen? Klar war sie genauso die Mutter von Linhard, aber das fiel der alten Ziege ganz schön frĂŒh ein! Am KĂŒchentisch bei Dave in seinen Haus hatte sie nicht gross was gesagt. Sie war wohl die ganzen Jahre von Ansgar der Meinung gewesen und jetzt spielte sie sich als Heilige auf. Und dabei brachte sie noch ihren Mann und ihren Sohn in Gefahr. Und sogar noch von Marcella den Meister, weil sie alleine zu feige war den alten Saftsack zu warnen. Da hatte sie mal schnell den armen Dave vorgeschickt.
Ihr Meister war noch so dĂ€mlich und half der verrĂ€terischen Ziege noch. Das durfte alles nicht die Wahrheit sein. Wolfi bekam es mit der Angst zu tun, dass sein Vater seine Mutter die falsche Schlange aufknĂŒpfen wĂŒrde und Dave gleich mit. Marcella hatte nur Angst um ihren Meister. Aber Ansgar blieb ganz ruhig. Marci vermutete, dass er zu geschockt und enttĂ€uscht war, was seine Frau angerichtet hatte.
Er wollte Wolfi nicht seine Mutter wegnehmen und er mochte seine Frau immer noch. Was er sagte zeigte, dass er wirklich ein guter Mann war, auch wenn er gerne rummeckerte. Seine Frau wusste gar nicht, was sie getan hatte. Sie war nicht dabei gewesen, als der alte Saftsack sie alle ermorden wollte. Nein sie hatte sich verdrĂŒckt und Wolfi mitgenommen. Und da war ihr Linhard noch ganz schön egal gewesen, sie hatte ihn und Ansgar zurĂŒckgelassen und nun tat sie so, als wollte sie Linhard retten. Wenn das so war, war sie zu spĂ€t dran. Und alle Schuld ihren Mann in die Schuhe zu schieben war leicht.
Das Ansgar sich von seine Frau trennte, fand Marcella trotzdem hart. Jeder sah doch wie sehr er sie liebte. Er wollte ihr nichts antun, er verlangte nichts von ihr, nur sollte sie Wolfi beistehen in seinen neuen Amt, dass er bald erhalten sollte.
Was Ansgar ĂŒber Verrat sagte, tat Marcella weh. Seine Frau war wohl die einzige die ihn sonst mochte und zu ihm hielt und jetzt hatte sie ihn genauso verraten wie alle anderen. Marcella schĂ€mte sich dafĂŒr, obwohl es nicht ihre Schuld war. Ansgar hatte jetzt nur noch Wolfi und sie und hoffentlich Urako. Ansonsten hatte der alte Sack ihm jeden weggenommen. Sogar seine Frau, weil sie so blöde war ihren VerrĂ€tersohn hinterher zu rennen. Und den alten Saftsack hatte sie dazu gewarnt.
Marcella wollte noch etwas zu Ansgar sagen, aber er ging enttĂ€uscht weg. Vermutlich wollte er alleine sein nach all der Scheisse. Marci drĂŒckte die Hand von Wolfi. Sie wartete ab was er tun wollte.
 

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Terry
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Re: Macht und Machtwechsel

#3

Beitragvon Terry » Di 17. Okt 2017, 15:57

In dem Moment, als der Familienalpha sich von seiner GefĂ€hrtin lossagte, stimmte das HĂŒndchen, dass Fingard stets begleitete, ein Klagegeheul an. Wie ein winziger Wolf stand es da, mit hochgereckter Schnauze, die Lefzen ein O formend, und heulte sich schrill die Seele aus dem Leib. Die anderen Hunde des Anwesens, die das hörten, stimmten in das Geheul ein und bald war das ganze Herrenhaus von den Stimmen klagender Hunde erfĂŒllt. Wer die Hundesprache verstand, erkannte den Chor tiefster Verzweiflung, den sie sonst nur anstimmten, wenn jemand der ihren gestorben war.

Als alle Hunde jaulten, richtete Terry sich auf die Hinterbeine und stĂŒtzte sich an seinem Frauchen ab, damit sie ihn hochnahm. Das ganze Rudel war zerbrochen. Es war schrecklich! Er wĂŒrde sein Bestes geben, Fin zu trösten und nebenbei sich selbst von ihr trösten lassen.
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Anwolf
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Re: Macht und Machtwechsel

#4

Beitragvon Anwolf » Do 19. Okt 2017, 09:04

Wolfi schaute seinem Vater wie ein geprĂŒgelter Hund hinterher, als dieser nach seiner Klarstellung ohne einen weiteren Ton den Raum verließ. Er konnte ihn verstehen, aber er verstand genauso gut die Handlung seiner Mutter.

Als der kleine Hund seiner Mutter zu wehklagen begann, hĂ€tte Wolfi am liebsten eingestimmt. Terry gab seinem eigenen GefĂŒhl einen Ausdruck. WĂ€hrend Fin ihren kleinen Liebling auf den Arm nahm und tröstend wie schutzsuchend an sich drĂŒckte, strich sich Wolfi mĂŒde ĂŒber das Gesicht und musterte seine Mutter.

"Ma Du musst Du musst Dich mit Paps versöhnen! Ich weiß warum Du das getan hast und er weiß es ebenso. Aber ihm das ausgerechnet jetzt an den Kopf zu werfen, war wirklich nicht nötig!", schnauzte Wolfi.

"Anwolf, hör mir mal zu", setzte Fin erbost an, wurde aber umgehend von ihrem Sohn unterbrochen.

"Nein Ma, Du hörst mir zu! Ich habe verdammt noch mal Angst um Dich und Paps! Ich liebe Euch, geht das nicht in Deinen Kopf, warum ich mich hier gerade aufrege?

Denk mal nach! Was sollte das denn? Solltest Du Dich nicht mit Paps versöhnen, dann hat Brandur doch erreicht was er beabsichtigt hatte!

Er hat unsere Familie zerstört und Paps fast alles genommen! Angefangen von seinem Leibdiener, einen seiner Söhne, seinem Bruder und auch noch Dich. Seine engsten Vertrauten wurde ihm weggenommen und Du mischt auch noch mit!
Bei Ainuwars Eiern, dass glaube ich nicht, ehrlich!

Wie sollte Paps denn reagieren Deiner Meinung nach?

Sollte sich Paps darĂŒber freuen, dass Du so weitsichtig warst Linhard trotz aller Differenzen zu warnen? Paps bestand darauf dass wir fliehen, damit er unsere Leben retten kann. Er blieb freiwillig zurĂŒck und... und wĂ€re vermutlich sogar fĂŒr uns gestorben!

Du hast uns damit in Gefahr gebracht. Klar bedeutet Dir Lin etwas und sicher liebst Du ihn auch als Deinen Sohn, aber mal ehrlich - er hĂ€tte uns nicht verraten mĂŒssen! Er hĂ€tte die Sache mit Paps und Dir selbst klĂ€ren können! Dave hatte den Vermittler gegeben und Lin und Paps gaben sich doch quasi in der KĂŒche die Hand. Paps war doch bereit es zu versuchen.

Ich bin ja nicht dÀmlich, mir ist selbst bewusst, dass ich ein anderes VerhÀltnis zu Paps habe als Lin es hat oder je haben wird. Und Paps hat es vorhin sogar bestÀtigt. Und ich glaube ihm. Es ist eine Illusion, dass man zwei Personen gleich lieben kann.

Paps hat offen zugegeben, mich mehr zu mögen als Lin. Ja dann ist das eben so. DafĂŒr habe ich Lin als Bruder geliebt, aber ich war ihm scheißegal!
Kann ich auch nicht Àndern!

Du hĂ€ttest Dich ja um Lin kĂŒmmern können, aber scheinbar war ich Dir ja auch wichtiger.

Das meine ich nicht als Beleidigung oder um was abzustauben. Falls Dir die Ungerechtigkeit gerade aufgefallen ist, ist das auch so Mama!

Deshalb musst Du aber nicht Paps oder mich in die Pfanne hauen und in Gefahr bringen. Zudem hast Du Dich selbst damit auch in Gefahr gebracht! Nicht nur das Paps Dir am liebsten an die Gurgel gegangen wĂ€re, sondern der liebe Lin wird auf Deine Warnung scheißen. Lin und Brandur bedanken sich fĂŒr die Warnung, Du hast ihnen damit einen Vorteil verschafft. Möchtest Du Dein eigenes Grab schaufeln?

Paps liebt Dich ĂŒber alles Mama, echt dass Du ihn dazu bringst, dass er sogar in Betracht zieht Dich anzugehen. Geh ihm nach. Er ist maßlos enttĂ€uscht von Dir und nicht nur er. Trotzdem liebe ich Dich Mama. Ihr mĂŒsst Euch wieder vertragen",
motzte Wolfi.

"Du verstehst nicht was eine Mutter empfindet Wolfi, trotzdem hast Du Recht. Ich werde versuchen mit Ans zu sprechen. Aber sofort wird das nicht möglich sein. Du weißt wie stur und bockig er reagiert", antwortete Fin.
"Je lÀnger Du wartest, je sturer wird er. Zudem wird er Dir jede Minute ankreiden, wo Du Dich nicht entschuldigst! Du machst es nur schlimmer Ma. Vertraue mir bitte, geh ihm nach und bitte ihn um eine Aussprache. Er schlÀgt Dir nie was ab, er wird es diesmal auch nicht tun. ErklÀr Dich ihm und versöhnt Euch bitte wieder. Falls Du Hilfe benötigst vermittele ich, ich kann Paps ja manchmal beruhigen. Aber bitte geh sofort und versöhnt Euch", flehte Wolfi.

"Du hast Recht Kurzer, ich hatte nur solche Angst Lin zu verlieren", erklĂ€rte Fin betrĂŒbt.
"Ja klar, verstĂ€ndlich! DafĂŒr hast Du nun Paps verloren und er Dich, Dave und Lin, falls Du Dich nicht versöhnst. Mama geh bitte! Ich flehe Dich an", antwortete Anwolf.

Fingard nickte knapp und folgte Ansgar, dabei drĂŒckte sie Terry fest an ihre Brust.
Anwolf sah seiner Mutter hinterher, schĂŒttelte verzweifelt den Kopf und ergriff die Hand von Marcella fester.

"Entschuldige, dass alles hier. Komm wir gehen Deinen Hund holen", seufzte Wolfi und zog Marcella mit sich.

Gemeinsam ging er mit ihr nach unten zu den Stallungen und den dortigen Zwingern. Der Kriegshund lag in einem der penibel sauber gehaltenen Zwinger auf Stroh und schien zu dösen. Als sie an seinen Verschlag heran traten erhob sich das Tier und Marcella konnte sehen um was fĂŒr einen mĂ€chtigen Hund es sich dabei handelte.

"Er ist perfekt, er wird Dich beschĂŒtzten SĂŒĂŸe", grinste Wolfi ĂŒber beide Ohren.
Wenigstens das mit dem Hund fĂŒr seine Freundin hatte funktioniert.


***

Kriegshund
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Marcella
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Re: Macht und Machtwechsel

#5

Beitragvon Marcella » Sa 28. Okt 2017, 08:52

Marcella
 
Konnte Wolfi nur zustimmen. Was seine Mutter sagte, war nur eine Ausrede. Sie wollte bestimmt nicht von Linhard umgebracht und aufgeschlitzt werden. Dass sie ihren grossen Sohn liebte, glaubte Marcella ihr. Aber dann hĂ€tte sie vorher mit Ansgar sprechen mĂŒssen. Und nicht erst, wo ihr Sohn schon weggelaufen war. HĂ€tte sie vorher mit Linhard geschwatzt, dann wĂ€re das gar nicht passiert. Das war doch ihre Aufgabe als Mutter die Kinder zu beschĂŒtzen und ihren Mann das zu erklĂ€ren. Sie hĂ€tte die beiden zusammenfĂŒhren mĂŒssen. Und sie hĂ€tte Ansgar erklĂ€ren mĂŒssen, was passieren kann. Aber sie war faul und feige und hatte gar nichts gesagt. Sie wollte sich nicht mit ihren Mann streiten und wollte nur Spass haben. Da war ihr Linhard ganz egal gewesen. Jetzt erinnerte sie sich, wo ihr eigener Arsch in Gefahr war durch ihren Sohn. Marcella glaubte nicht, dass Linhard sie verschonen wĂŒrde, nur weil seine Mama ihn gewarnt hatte. Vermutlich wĂŒrde er sie als erstes töten. Das machten VerrĂ€ter so. Er hatte seine Mutter schon verraten.
Das Wolfi seine Mutter ĂŒberredete sich mit Ansgar zu versöhnen war vernĂŒnftig. Ansgar liebte seine Frau sehr. Er sollte seine Frau nicht verlieren. Er hatte schon genug verloren auf der Hochzeit. Ansgar musste aber mit seiner Frau ein ernstes Wort reden. Sie beide mussten miteinander reden. Marcella sagte aber nichts dazu, da ihr das nicht zustand. Wolfi durfte das sagen. Er wollte nur seine Familie schĂŒtzen. Marcella wollte das genauso. Wolfi war ihr sehr wichtig, sie mochte ihn sehr gerne. Und Ansgar mochte sie genauso.
Also Wolfis Mutter Ansgar nachging, war Marcella sehr erleichtert. Sie war doch noch vernĂŒnftig geworden. Marci hoffte das alles zwischen Ansgar und Fingard wieder gut werden wĂŒrde. Dass sich die zwei versöhnen wĂŒrden.
Als sich Wolfi fĂŒr alles bei ihr entschuldigte, drĂŒckte Marci ihn feste. Er konnte doch gar nichts dafĂŒr, dass der verrĂŒckte alte Knacker sie angegriffen hatte.
 
„Nein, du musst dich nicht entschuldigen Wolfi. Es ist nicht deine schuld, dass der alte Sack uns angegriffen hat. Er wollte deine Familie zerstören. Er war sicher neidisch, dass ihr es anders versucht. Drum hat er gedacht er schlĂ€gt alles zu Scherben. Er hat deinen Bruder um den Finger gewickelt, aber das ist nicht deine schuld. Linhard wollte dem VerrĂ€ter folgen. Seine Entscheidung ist nicht deine oder Ansgar seine. Fingard sollte das verstehen. Sie hĂ€tte entweder deinen Bruder und deinen Vater frĂŒher zusammenfĂŒhren mĂŒssen, oder sie hĂ€tte mit Ansgar reden mĂŒssen. Jetzt zu tun, als wĂ€re alles seine schuld gewesen ist ganz schön unfair. Sie sind beide Linhards Eltern, nicht nur Ansgar. Und was Ansgar sagt, glaube ich. Jeder hat seine Meinung. Wenn er dich mehr liebt ist das so. Was ist denn mit ihr? Sie scheint dich auch mehr zu lieben. Sie hĂ€tte das ausgleichen können. Fingard hĂ€tte sich um Lin kĂŒmmern können, wenn Ansgar sich um dich kĂŒmmert. Das hat sie nicht getan. Warum fragt sie sich dass nicht? Das hĂ€tte Ansgar mal sagen sollen. Deine Mutter ist mit dir geflohen, sie hĂ€tte Linhard mitnehmen können. Hat sie aber nicht.
Aber du kannst fĂŒr gar nichts Wolfi.  Was hier noch passiert, ich halte immer zu dir und werde dir so gut helfen wie ich kann. Und ich werde immer zu Dave meinen Meister halten und zu Ansgar. Er hat mich beschĂŒtzt und das vergesse ich ihn nie. Und ich vergesse dir und Dave nie, wie nett ihr mich aufgenommen habt und wie grosszĂŒgig ihr zu mir seid. Das zahle ich gerne zurĂŒck. Ich hab nicht vergessen was du unten beim Heiler zu mir gesagt hast Wolfi, ich mag dich auch ganz dolle.“
 
Wolfi fĂŒhrte sie zu den Stall wo ihr Hund sein sollte. Und da war er. Ein riesiger Hund mit Muskel wie ein kleiner Berg. Seine Farbe war genial und er war schön bemalt. Marcella liess ihn an ihre Hand schnĂŒffeln und streichelte dann seine weiche Ohren. Sie öffnete die StalltĂŒr und streichelte seinen grossen Kopf.
 
„Vielen Dank fĂŒr das geniale Geschenk Wolfi. Er wird uns gut beschĂŒtzen. Wie nennen wir ihn? Gib ihn einen Namen.“
 

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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Macht und Machtwechsel

#6

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Sa 28. Okt 2017, 17:52

Einige Zeit spÀter erschien Ansgar im Stall und nahm Wolfi beiseite.

"Das hier ist fĂŒr Dich Wolfi, mit meinen besten WĂŒnschen", erklĂ€rte Ansgar freundlich und reichte Anwolf eine Schriftrolle und ein Buch.

"Wir verzichten auf das Fest, denn Familienfeste beinhalten wie der Name schon sagt, die Anwesenheit der Familie. Und dass die unsereins noch nie GlĂŒck gebracht hat, muss ich Dir nicht erlĂ€utern.

Die Schriftrolle ist meine Abdikation und Deine Ernennung. Du bist ab heute Familienoberhaupt der von Hohenfelde Anwolf mit allen Rechten, Pflichten, Privilegien und dem dazugehörigen Familienvermögen. Es gehört Dir, verwalte es nach besten Wissen und Gewissen und nach Deinem persönlichen GutdĂŒnken.

Mein persönliches Vermögen habe ich behalten, ich muss selbstredend auch von etwas leben. Ebenso meinen persönlichen Besitz.

Das Buch beinhaltet alle meine gedanklichen Notizen zu dieser Aufgabe. Ich wurde sozusagen ins kalte Wasser geworfen und das Letzte was ich je getan hĂ€tte, wĂ€ren meinen Vater um Rat zu fragen. Also habe ich mir meine Informationen selbst zusammengetragen. Vielleicht nĂŒtzen sie Dir etwas.
Dave wird Dir ebenso zur Seite stehen und Deine Mutter ebenfalls.

Eine Anmerkung, gleichgĂŒltig wie gut Du Dich mit Veyd verstehst, lass Dich weder Veyd von Eibenberg noch von Wolfgang von Wigberg zu irgendeiner Handlung, Investition oder dergleichen ĂŒberreden. Letztendlich sind sich alle selbst die nĂ€chsten und es leichter anderer Leute Geld zu verlieren als das eigene. Hinterfrage gedanklich also jeden noch so gut gemeinten Rat und Tipp - frage Dich was es ihnen einbringt oder Dir. Und bist Du Dir unsicher, dann lehne ab.
Ich weiß sehr wohl, dass ich Dir das nicht sagen muss, trotzdem sage ich es Dir Wolfi.

Eine weitere Warnung, diese betrifft Linhard.
Linhard ist seit dem 15.09.202 nicht mehr Dein Bruder. GleichgĂŒltig unter welchen Gegebenheiten Du ihm begegnest und völlig irrelevant was er zu Dir sagt, er ist Dein Todfeind. Nichts anderes! Er wurde enterbt und aus der Familie geworfen von mir. Das heißt, er wird versuchen sich zu rĂ€chen. Vermutlich an mir, aber das ist mir mittlerweile gleichgĂŒltig. An Dir soll sich das MiststĂŒck nicht vergreifen. WĂ€hle fĂŒr den schlimmsten Fall einen Nachfolger Wolfi... oder zeuge einen.

Damit wÀre fast alles gesagt, pass gut auf Dich auf. Ich hab Dich lieb Kurzer",
sagte Ansgar, drĂŒckte seinen Sohn kurz und drĂŒckte ihm einen Kuss auf den Kopf.

Anwolf drĂŒckte seinen Vater ebenfalls und presste dann die Urkunde wie auch das Buch an seine Brust. Sein Vater war selten so zutraulich.

"Danke Paps, aber wieso sollte ich Dave oder Mama fragen, ich kann doch Dich fragen... oder?", hakte Wolfi nach.
"In nĂ€chster Zeit nicht Wolfi, ich brauche etwas Abstand um ĂŒber einige Dinge in Ruhe nachdenken zu können. Dies betrifft aber nicht uns beide, genau genommen bist Du sogar die einzige familiĂ€re Ausnahme. Du bist der Einzige der mich niemals enttĂ€uscht oder je verraten hat", antwortete Ansgar ehrlich.

"Papa bitte, Mama hatte eigentlich vor mit Dir zu reden. Höre sie doch wenigstens an", bat Wolfi.
"Vielleicht spĂ€ter, im Moment nicht. Ich möchte nicht, ich hab die Faxen dicke, was Fin, Dave oder Linhard betrifft. Ganz ehrlich. Schau, ich habe Dave immer beigestanden. GleichgĂŒltig was dies fĂŒr mich bedeutet hat, von unserer Kindheit an. Das er niemanden richtig vertraut, nach dem was geschehen ist, kann ich verstehen. Das er mir nicht vertraut, obwohl ich ihm mehrfach den Arsch und sogar das Leben gerettet habe, tut irgendwann weh. Das er Fins Bitte erfĂŒllt hat, kann ich ebenfalls verstehen, der Verrat war vorher nicht mich um Erlaubnis zu fragen - ob diese Warnung in Ordnung geht. Ging sie nicht.

Was Deine Mutter anbelangt, wir waren stets ein Paar, ein Duo, eine verschworene Gemeinschaft. Sie meint ich wĂŒrde sie dort nicht verstehen. HĂ€lt sie mich fĂŒr so dĂ€mlich? NatĂŒrlich verstehe ich, dass sie Linhard liebt. Ich habe auch nie behauptet, ich wĂŒrde ihn nicht lieben. Ich sprach lediglich die Wahrheit aus, dass ich Dich mehr liebe und auf andere Weise liebe als Lin. Du bist mir nahe, er ist es nicht. Kurzum, sie hĂ€tte mich fragen können, ob sie ihm eine Warnung zukommen lassen darf ĂŒber Dave. Damit wĂ€re die Sache ehrlich gelaufen.

Meinst Du allen Ernstes Dave hat Linhard persönlich gewarnt? Das Problem ist weder die Warnung, noch der Wunsch danach, sondern dass es hinter meinem RĂŒcken geschah. Und dass sie damit Brandur mit ins Boot holten, obwohl das eine Sache unserer Familie wahr. Brandur ist und bleibt ein Störfaktor.

Ich habe dieser widerwÀrtigen Zecke die Hand gereicht, aber er ist meinem Vater nÀher als ich es je wahr. Er ist genauso wie Dunwin und er war es schon immer. Ich war nur zu verblendet und zu gutglÀubig dass zu begreifen. Er hat es mir bewiesen und ich habe es nicht anders verdient.
Was habe ich von einem Mann erwartet, der die Augen verschließt, wenn sein Bruder seine Kinder misshandelt oder misshandeln lĂ€sst?

Was hĂ€tte Dave getan, hĂ€tte ich Dich grĂŒn und blau geschlagen? Meinst Du er hĂ€tte zugeschaut?
Oder was meinst Du wĂŒrde ich tun, wĂŒrde Dave sein Kind zusammenschlagen?
Weder er noch ich haben Euch je geschlagen und wir hÀtten es auch nicht zugelassen. Und glaube mir Anwolf, Dunwin hat mehr zugelassen, als dass man uns nur schlÀgt. Aber das ist ein anderes Thema und lÀngst vorbei. Es gehört einer Vergangenheit an, die Du nicht kennen solltest. Nur eines noch, es hat schon einen Grund warum wir sind - was und wer wir sind Wolfi.

Ich werde mir eine Auszeit gönnen, Socke satteln, meine Hunde mitnehmen und mich von Annabelle begleiten lassen. Immerhin steht mir ja Janko im Moment nicht zur VerfĂŒgung und es wird Deine Mutter auf die Palme bringen. Hoffe ich",
grinste Ansgar.

"Da hoffst Du vermutlich richtig Paps. Du kommst doch wieder zurĂŒck oder? Sag ehrlich", flĂŒsterte Wolfi.
"Ja ich komme wieder zu Dir zurĂŒck, zudem bin ich immer bei Dir hm? GleichgĂŒltig wo ich mich körperlich tatsĂ€chlich aufhalte, Du kannst jederzeit zu mir Kontakt aufnehmen", antwortete Ansgar und tippte Wolfi gegen die Stirn.

"Das ist nicht das Gleiche...", murmelte Anwolf.
"Warte Kurzer", bat Ansgar, löste seine schwere, goldene Ainuwar-Brosche von seiner Robe und drĂŒckte sie Wolfi in die Hand.
"Von mir fĂŒr Dich mein Kleiner, etwas Persönliches. Pass auf Dich auf Wolfi", erklĂ€rte Ans.

"Danke... dito Papa", gab Wolfi kleinlaut zurĂŒck.
Ansgar nickte knapp, drĂŒckte seinen Sohn noch einmal und ließ ihn dann mit Marcella wieder allein.

Wolfi schaute seinem Vater noch eine lange Zeit nach und schien Marcella und den Hund neben sich völlig vergessen zu haben. Er steckte sich die Brosche in die Hosentasche und rollte die Urkunde aus.

DafĂŒr hatten Brandur und Linhard seine Familie zerstört.
Und genau dafĂŒr wĂŒrden sie bezahlen.

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Re: Macht und Machtwechsel

#7

Beitragvon Anwolf » Sa 4. Nov 2017, 13:30

Wolfi hatte lange gedankenverloren nachgedacht. Sein Vater hatte es besser machen wollen, als sein VorgÀnger und war dabei gescheiert. Er hatte mit Dave den alten Wegen entsagen wollen, was auch immer die alten Wege tatsÀchlich bedeuteten. Neben dem Umstand, dass der Cleverste und gleichzeitig Brutalste Sohn alles erbte, schien an dem Weg noch wesentlich mehr dran zu hÀngen, als ihm sein Vater je offenbart hatte.

Da Ansgar die alten Wege verlassen wollte, war er maßlos abgestraft worden. Vielleicht waren die alten Wege schon so ausgetreten, dass ein Richtungswechsel nicht mehr möglich war.

Zudem schienen Brandur und Linhard genau dafĂŒr zu kĂ€mpfen, den Erhalt des Gegenseitigen Abschlachtens. Wolfi beschloss ihnen ihren Wunsch zu erfĂŒllen. Das Erbe dass sein Vater ihn ĂŒberreicht hatte, lastete schwer auf seinen Schultern. Nicht nur Ansgar wurde einst ins kalte Wasser geworfen. Ansgar hatte es mit ihm ebenso gehalten, denn tatsĂ€chlich aufgeklĂ€rt ĂŒber die alten Wege hatte er ihn nicht.

Dabei handelte es sich um Dinge die er nicht wissen sollte...
Wunderbar, aber genau dies waren jene Dinge, die er nun wissen musste!

Wolfi war sich mittlerweile durchaus im klaren darĂŒber, dass seine Familie auf Daves Hochzeit zerbrochen war. Er hoffte von ganzem Herzen, dass wenigstens Dave den Absprung schaffte und eine neue, eigene und bessere Familie grĂŒndete, die nach ganz anderen Regeln, leben, lieben und agieren wĂŒrde.

Anwolf selbst beschloss ebenfalls sein Leben zu Ă€ndern. Er wĂŒrde eine 180 Grad Wendung vollziehen. Um Brandur und Linhard in ihre Schranken zu verweisen und fĂŒr den Frevel bezahlen zu lassen, musste er die alten Wege zu seinen eigenen Wegen machen.

Er musste die alten Wege der Finsternis finden und sie beschreiten.
Es wĂ€re das erste Mal, dass er einen Fuß auf sie setzte. Es wĂ€re fĂŒr ihn völlig unbekanntes Gebiet und Brandur kannte sich dort wie in seiner Westentasche aus.

Aber es gab auch jemanden, der die Wege noch lÀnger kannte als Brandur...
Wesentlich lĂ€nger. Sie war alt, schlau, brutal, mordlĂŒstern und sie hatte schon so manchen Hohenfelde kommen und gehen sehen - Maghilia von Hohenfelde.

Mit allem was ihm die alte Nekromantin gesagt und geraten hatte, hatte sie Recht gehabt! Jedes einzelne Wort dieser uralten Frau, die wahrscheinlich lÀnger gelebt hatte, als je ein Mensch gelebt hatte, war aus purer Wahrheit gemeisselt.

Sein Vater war Schuld an der ganzen Misere. Wolfi machte Ansgar keinen Vowurf. Sein Paps hatte sich nur das gewĂŒnscht, was sich wohl die meisten VĂ€ter fĂŒr ihre Kinder wĂŒnschten - ein besseres Leben, als es das eigene war.

Es war ein schöner Traum gewesen, aber es war nur ein Traum.
Nicht mehr. Und er endete auf Daves Hochzeit in einem Albtraum.

Wolfi beschloss sich die Worte von Maghilia zu Herzen zu nehmen. Mehr noch, er wĂŒrde ihr Angebot annehmen und den nichtmagischen Bastard, diese widerwĂ€rtige Kreatur die einst sein Bruder gewesen war, vom Anlitz dieser Welt wischen. Und zwar so brutal und nachhaltig, dass man seinen Namen noch Generationen nach seinem Ableben mit Abscheu und Respekt aussprach.

Brandur und Linhard wollten die alten Wege zurĂŒckgewinnen?
Er wĂŒrden sie ihnen servieren und zwar kalt - so kalt wie ein Grab.

Wolfi drehte sich zu Marcella um und lÀchelte sie an.

"Lust auf eine Reise nach Alessa? Ich möchte meine Tante besuchen. Sie wird uns helfen. Eine Ă€ußerst liebe und charmante alte Dame", grinste Wolfi.
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Re: Macht und Machtwechsel

#8

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mo 6. Nov 2017, 08:09

Ansgar saß hinter seinem kleinen Haus in GrĂŒnbachtal. Der Ort war klein und beschaulich. Der kleine Ort lag weit östlich von Kalthorst, in der NĂ€he des Flusses und fast am AuslĂ€ufer des Gebirges. Selten verirrten sich Reisende hierher.

Ansgar hockte auf dem hölzernen Steg, ließ die Beine ins Wasser des kleinen Fisch- und Badeteichs baumeln, der hinter dem Haus lag und hing dabei seinen Gedanken nach.

Er vermisste seine Frau Fingard. Sie war nicht nur seine Frau, sondern auch seine beste Freundin und Vertraute gewesen.

Was er fĂŒr sie gewesen war, darĂŒber spekulierte er seit Tagen. Ansgar war durchaus bewusst, dass er einen großen Teil dazu beigetragen hatte, dass alles dermaßen aus dem Ruder lief.

Allen voran hatten sie es seiner Kurzsichtigkeit und seiner HandlungsfĂ€higkeit zu verdanken, dass sie nun vor dem Scherbenhaufen ihrer Familie standen. Er hatte sich Frieden gewĂŒnscht. Aber den gab es weder fĂŒr ihn noch fĂŒr einen anderen von Hohenfelde.

Und falls es ihn doch gab, dann hatte er die Möglichkeit den Frieden zu verteidigen verpasst. Er hĂ€tte Brandur sofort töten mĂŒssen. Umgehend und ohne das geringste Zögern. Dunwin hĂ€tte dies vermutlich zu Lebzeiten getan. Aber Ansgar war nicht Dunwin und er legte auch keinen Wert darauf, mit seinem Vater verglichen zu werden.

Er hatte versagt, dass stand fest.
Versagt Dave und sich als Kinder zu beschĂŒtzen.
Versagt seine Familie zusammenzuhalten.
Versagt seine Frau zu halten und ebenso seine Kinder.

Und das obwohl er sich tatsĂ€chlich nach besten Wissen und Gewissen bemĂŒht hatte. Vielleicht war ihm Erhalt einfach nicht vergönnt. Er war ein Hohenfelde, sie zerstörten. Es war utopisch etwas anderes anzunehmen.

Ebenso blauÀugig war es zu glauben, dass man nicht betrogen wurde, nur weil man selbst treu und loyal war.

Ansgar konnte beschwören niemals seine Frau betrogen zu haben. Er mochte und liebte Fin gleichermaßen. Sie bedeutete ihm einst alles. Umso schwerer wog ihr Verrat.

Ihm war bewusst, warum sie es getan hatte. Möglicherweise hĂ€tte er in umgekehrter Situation Wolfi ebenfalls gewarnt. Aber er hĂ€tte mit Fin darĂŒber gesprochen und keinen Alleingang gewagt. Tja Fin war nicht er. Er konnte nicht von sich auf andere schließen.

Linhard war Fin wichtiger als ihr Mann, ihr jĂŒngster Sohn, ihr Leben oder ihre Ehe. Das hatte sie ihm eindeutig klar gemacht.

Ansgar beschloss seinen persönlichen Besitz auf das Notwendigste zu reduzieren und den Rest in Taler zu verwandeln. Er hatte vor nur das Haus in GrĂŒnbachtal zu behalten. Die restlichen HĂ€user wollte er verkaufen. Ebenso wollte er nur seine drei Hunde und sein Pferd Socke behalten und vielleicht den einen oder anderen Ghul.

Im Fall des Falles floh man leichter mit wenig Besitz und viel Geld, als anders herum.

Das Haus in GrĂŒnbachtal kannte seine Familie nicht. Er hatte es eigentlich gewinnbringend weiterverkaufen wollen. Nun war Ansgar froh, dass er dies nicht getan hatte.

Die einzige Person, die ihn nie hintergangen oder etwas nachgetragen hatte war Wolfi. Der Kurze liebte ihn aufrichtig. Ansgar erging es nicht anders, er vermisste seinen JĂŒngsten schlagartig.

Ans dachte darĂŒber nach, was fĂŒr Wolfi und ihn besser wĂ€re. Fingard per Assassine beseitigen zu lassen, oder eine Lossagung aufgrund ihres Verrates.

WĂ€hrend er ĂŒberlegte, zogen dunkle Wolken auf. Passend zu seiner Stimmung fand Ansgar. Er zog sich ins Haus zurĂŒck und machte es sich vor dem Kamin mit seinen Hunden gemĂŒtlich, wĂ€hrend draußen ein Unwetter losbrach.

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Volk: Gestaltwandler

Re: Macht und Machtwechsel

#9

Beitragvon Tsacko » Mo 6. Nov 2017, 09:41

Ein Winseln kam von Ansgars TĂŒr.

Vor Angst schlotternd und mit eingekniffenem Schwanz hoffte Tsacko darauf, dass Ansgar ihn einlassen wĂŒrde. NatĂŒrlich war er dem Mann gefolgt, der sich so selbstlos um ihn gekĂŒmmert hatte, als dieser alles, was ihm etwas bedeutete, hinter sich gelassen hatte.

Tsacko hatte nicht nur entsetzliche Angst vor Gewitter, ihm war schwer ums Herz. Niemand sollte dermaßen einsam sein, wie Ansgar es heute war. Terry war Fingard gefolgt, um ihr beizustehen und er wĂŒrde Ansgar Gesellschaft leisten.
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„He who makes a beast of himself gets rid of the pain of being a man.“
Samuel Johnson

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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Macht und Machtwechsel

#10

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mo 6. Nov 2017, 11:34

Annabelle kam aus der KĂŒche und legte Ansgar kurz eine Hand auf die Schulter.

"Irgendwer kratzt an der TĂŒr", sagte sie mit Unbehagen in der Stimme.
"Ja oder irgendwas", stimmte Ansgar zu.

"WĂŒrdest Du bitte nachschauen?", bat Annabelle.
"Mach Dir keine Sorgen", antwortete Ansgar und ging gemeinsam mit einem seiner Hunde zur TĂŒr.

Er öffnete sie einen Spaltbreit und als er Tsacko erkannte, packte er den SchÀferhund im Nacken und zerrte ihn schnell ins Haus.

"Na schau mal einer an, wen wir hier haben. Eine zweite treue Seele. Wo drei satt werden, wird auch ein vierter Hund satt. Na komm, ab ans Feuer", sagte Ansgar freundlich und machte es sich wieder vor dem Kamin gemĂŒtlich.
Annabelle musterte den Neuankömmling, kraulte ihn hinter den Ohren und setzte sich ebenfalls vor den Kamin.

"Und wirst Du mit Deiner Frau reden?", hakte sie nach einer Weile nach und nippte von ihrem Tee.
"Nicht, wenn es sich vermeiden lĂ€sst. Ich wĂŒsste auch nicht, was ich noch mit Fin bereden soll. Es gibt tausend Dinge die ich ihr gerne sagen möchte. Ebenso zig Dinge die ich sie gerne fragen wĂŒrde. Auf der anderen Seite weiß ich genau, dass sie das alles nicht interessiert. Sonst hĂ€tte sie schließlich anderes gehandelt. Von daher, nein Danke", gab Ansgar zurĂŒck.

"WĂŒrdest Du Dich gerne mit ihr versöhnen?", fragte Annabelle.
"Schwierige Frage, ja und nein. Ich vermisse sie. Allerdings vermisse ich die Fin, die ich als GefÀhrtin kannte. Ansonsten bin ich froh, dass ich hier erstmal meine Ruhe vor der Verwandtschaft habe", grinste Ansgar.

"Wer weiß fĂŒr wie lange", schmunzelte Annabelle zurĂŒck.
"So lange ich möchte, niemand von der buckligen Verwandtschaft kennt dieses Haus Anna", gab Ansgar gut gelaunt zurĂŒck.