Seid gegrĂŒĂŸt, Reisender!

Auf der Suche nach einem Abenteuer, was? Dann seid Ihr hier genau richtig, in einer Welt von edlen Rittern und dreckigen Halunken, mĂ€chtigen Magiern und fantastischen Wesen. Auch fĂŒr Euch wird ein PlĂ€tzchen zu finden sein. Traut Euch und tretet ein in eines der aktivsten deutschsprachigen Forenrollenspiele der freien Fantasy! FĂŒr Neulinge gibt es den Novizenbereich, wo Ihr alles Wissenswerte ĂŒber das Spiel erfahrt. In der Weltenbibliothek findet Ihr alle wichtigen Informationen zu unserer Welt. Und wenn ich Euch einen Rat geben darf - gesellt Euch doch einfach mal beim Stammtisch dazu, wo auch Neulinge ohne Ortskenntnis rasch Bekanntschaften schließen.

Kapitel 1 Der Abschied

Ehveros war das wohlhabendste Großherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzulösen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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BartholomÀus von BÀrenstein
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Chronist in Bronze Rote Laterne

Kapitel 1 Der Abschied

#1

Beitrag von Leviathan » Fr 17. Nov 2017, 09:38

Der Raum wurde nur von Fackeln beleuchtet, welche jeweils neben der massiv wirkenden, mit Eisenriegel versehenden HolztĂŒr befestigt waren. In einer Ecke tropfte Wasser von der Decke auf den gepflasterten Steinboden. Im Raum befanden sich außerdem ein Stuhl an dessen Armlehnen sich eiserne Ringe zur Fixierung der Handgelenke befanden. Weiterhin befanden sich im Raum ein weiterer Stuhl ohne Fixierung und ein einfacher Tisch der auf einer seiner Seiten eine Angel hatte wo man eine Kette durchziehen konnte. Die Luft in dem Raum war feucht und roch modrig. BartholomĂ€us von BĂ€renstein kannte diesen Raum zu gut. Schon als Kind hatte er diesen Raum kennengelernt natĂŒrlich nicht hier in Wolfenfels sondern in Drakenstein. Damals saß er auf dem Stuhl mit dem Fesseln und beantwortet dem ihm gegenĂŒber sitzenden Hauptmann die Fragen, welcher dieser stellte. Zu mindesten so lange bis Isack kam und ihn abholte. Nun jedoch war er es der jemanden von einem Verhör abholte. Karvin war der Name des Jungen welcher als Bediensteter fĂŒr einen reichen BĂŒrger arbeitet. Er solle etwas gestohlen haben. Etwas sehr wertvolles. Doch BartholomĂ€us wusste das Karvin nie etwas stehlen wĂŒrde, denn der Junge war kein Dieb. Er war ein Spion und einer seiner besten. Er versorgte ihn mit Informationen ĂŒber den reichen BĂŒrger welcher zufĂ€lliger Weise fĂŒr das Amt des Richters kandidierte. Also musste einer von Ivana's Dieben, fĂŒr die er auch Informationen sammelte, etwas verfrĂŒht zu geschlagen haben. Bei dem Diebesgut handelte es sich um ein wertvolles Schwert welches von Zwergen geschmiedet wurden war. Es wĂŒrde bei dem richtigen Hehler einen netten zweistelligen Goldbetrag erzielen und doch wollten sie dieses wertvolle StĂŒck erst stehlen wenn der Besitzer Richter geworden wĂ€re. Wenn er diese Person in die Finger bekam dem er es verdankte erneut hier zu sein, ja dieser Person wĂŒrde er erst mal eine mehrstĂŒndige Standpauke halten. Vielleicht ihr etwas Angst machen und den Rest Ivana regeln lassen.

Plötzlich ging die TĂŒr auf und BartholomĂ€us der mit dem RĂŒcken zu dieser gestanden hatte drehte sich um. Im TĂŒrrahmen stand ein Ă€lterer Herr mit gepflegten Vollbart, Glatze und einem verĂ€rgerten Gesichtsausdruck. Sir Nicolas WĂ€chter war der Name des Mannes, der gleichzeitig außer dem edlen Namen auch eine edle RĂŒstung trug. Der Harnisch war aus edlem Leder welches auf der einen Brustseite Grau und auf der anderen Schwarz gegerbt wurde. Der Waffenrock welcher ebenfalls die Farben trug schmĂŒckte noch ein edles Schwert. Dem Hauptmann der Stadtwache ging es anscheinend richtig gut. WĂ€chter trat in den Raum und hinter ihm wurde die TĂŒr geschlossen. Er setzte sich auf dem Stuhl ohne Fesseln und gebot mit einer Handbewegung das BartholomĂ€us sich auf dem gegenĂŒberliegenden Stuhl setzen sollte. Doch BartholomĂ€us schritt nur auf die andere Seite und lehnte sich an die Wand. „Nun Sir WĂ€chter...“ begann er mit seiner tiefen Bassstimme das GesprĂ€ch „Wie sieht es aus bekomme ich Karvin?“. Der Hauptmann der Stadtwache verzog keine Miene und machte mit seiner gerĂŒmpften Nase und den zusammengezogen Augenbrauen, deutlich das er sich nicht wohlfĂŒhlte und eine immense Wut hatte. Er beugte sich zu BartholomĂ€us vor und sagte mit unterdrĂŒckter Wut in der Stimme „Nein, das lĂ€uft dieses Mal nicht so. Ihre kleine Pranke hat dieses eine Mal den falschen Mann beklaut und so wie es sonst immer lĂ€uft wird es dieses Mal nicht laufen können.“. Die Verachtung schwang mit jedem Wort des Hauptmannes nach. Er billigte das was BartholomĂ€us machte zwar, gefiel ihm aber nicht. Obwohl der werte Hauptmann keinen Deut besser war als der angebliche Wirt. Und das wĂŒrde er ihn auch noch unter die Nase reiben aber zuvor wollte er wissen was sich an dem Vertrag, welchen er mit dem Hauptmann geschlossen hatte, geĂ€ndert habe und so fragte BartholomĂ€us mit etwas Desinteresse in der Stimme „Warum nicht so wie immer? Es wandert etwas Kupfer und Silber in eure Tasche und ihr lasst mich meinen Jungen mit nach Hause nehmen. Wenn es natĂŒrlich nicht reicht wĂŒrde ich es sogar ein GoldstĂŒck noch obendrauf legen.“. Nun lehnte der Sir WĂ€chter sich zurĂŒck und verschrĂ€nkte die Arme vor seiner Brust. „ Es geht nicht um die Bezahlung, ich kann es einfach nicht machen!“ sagte er. Diese Worte stimmten BartholomĂ€us nicht gerade milde und er merkte wie Wut in ihm aufstieg. Doch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen und fuhr statt dessen mit Desinteresse fort „Warum könnt ihr es nicht machen?“ er beobachtete seinen GegenĂŒber der sich ebenfalls nichts anmerken lies und fuhr ruhig fort „Ich vermute mal das ihr Angst habt, da es sich bei der betroffenen Person um einen potenziellen Chef geht, der euch des Amtes entheben könnte in dem er dem Grafen von Wolfenfels erzĂ€hlen könnte das ihr den Dieb habt laufen lassen der ihm so ein kostbaren gestohlen hat.“. BartholomĂ€us Blick hefte sich nun auf den Hauptmann welcher schwer schluckte. Treffer dachte er sich und holte nun sein Ass aus dem Ärmel. Er ging auf den Sitzenden zu und stellte sich vor ihm. Nur der Tisch war noch zwischen ihnen, auf den BartholomĂ€us sich nun lehnte und nach vorne sich beugte. Langsam und mit etwas bedrohlicher Stimme die an ein FlĂŒstern erinnerte sprach er nun „Ihr habt zwei Möglichkeiten. Die erste ihr ĂŒbergebt mir meinen Jungen und ihr werdet heute noch euren RĂŒcktritt erklĂ€ren. Als Nachfolger wĂ€hlt ihr Samael Natas aus und danach verlasst ihr die Stadt.“ bei diesen Worten kam Kampfgeist in den Hauptmann und er legte die HĂ€nde auf die Lehne des Stuhls und lehnte sich nach vorne. Hass, Verachtung und Abscheu lagen in seinen Blick und er wollte gerade etwas erwidern als BartholomĂ€us fortfuhr „Oder ihr lasst es zu das mein Junge gehĂ€ngt wird fĂŒr eine Verbrechen was er nicht begangen hat und ihr stimmt den Richter zufrieden. Jedoch verspreche ich euch das dann ein Brief den Grafen erreicht, in dem Beweise liegen das ihr euch von jedem Verbrecher der Stadt habt schmieren lassen, das dadurch eine junge Frau zur Hure gemacht wurde, welche dann noch vergewaltigt wurde von euren MĂ€nner und ihr dagegen nichts gemacht habt. Da es sich bei besagter Frau um eine entfernte Verwandte des Grafen handelt wird dies zu eurer Entlassung fĂŒhren und zu eurer Festnahme. In dem GefĂ€ngnis wird man euch dann zusammen schlagen, DemĂŒtigen und wer weiß noch was sie mit euch anstellen werden. Doch zum Schluss bevor ihr gehĂ€ngt werdet werde ich euch einen Besuch abstatten bei dem ihr Qualen erleiden werde wie nie zuvor. Ich werde euch Beine und Arme raus reißen, eure Gesicht zerkratzen eure Augen ausstechen und ich werde Sorge dafĂŒr tragen das eure Wunden versorgt werden so das am nĂ€chsten Tag nur eurer von Wunden ĂŒbersĂ€ter Körper und mit eurem zerkratzen Gesicht gehĂ€ngt wird!“ Angst trat in die Augen des Hauptmannes und ein leichter Film von Schweiß war auf seiner faltigen Stirn zu sehen. BartholomĂ€us fuhr nun noch leiser fort „Ihr wisst das ich das tun werde, ihr habt eure MĂ€nner gesehen welche die Frau vergewaltigt haben?“. Die Augen des Hauptmanns weiteten sich und im fahlen Schein der Fackeln war der Angstschweiß nun deutlich zu sehen. Er hatte damals dem Tier in sich freien Lauf gelassen. Die Leichen wurden in einem Zustand gefunden das selbst der Bestatter sich ĂŒbergeben musste. BartholomĂ€us richtete sich wieder zur voller GrĂ¶ĂŸe auf schaute den Hauptmann an und sagte dann „Ihr habt eine Stunde Zeit! Schickt Karvin zu meinem Wirtshaus und es wird euch nichts geschehen. Sollte er nicht dort erscheinen so werden die Dinge in Kraft treten!“ Ohne eine Antwort ab zu warten durchschritt er den Raum und ging durch die TĂŒr. Eine andere Sache musste noch erledigt werden.

Es war Abend geworden und die NachtwĂ€chter zĂŒndeten die Laternen an. Es hatte geregnet und das Kopfersteinpflaster war an einigen Stellen noch rutschig. Langsam und gemĂŒtlich schlenderte er die Straße entlang und schaute neugierig in manches Haus. Ivana hatte ihren Boten zwar gedrĂ€ngt das er sich sofort zu ihr zu begeben habe und der Knabe hatte sich auch recht bemĂŒht, doch Karvin war wichtiger und nach diesem hitzigen GesprĂ€ch brauchte er etwas zur Beruhigung. Und so bog er in BĂ€ckerstraße ein wo die Zunft der BĂ€cker war. Sein Ziel lag am Ende der Straße. Das GeschĂ€ft von BĂ€cker Gerhard, ein aufrechter BĂŒrger und einer jener BĂ€cker die ihr GeschĂ€fte auch noch etwas spĂ€ter geöffnet hatten. In der gesamten Straße roch es nach Brot, SĂŒĂŸwaren und anderen leckeren Sachen. BartholomĂ€us hob die Nase und sog die Aromen ein. Er erreichte die TĂŒr des GeschĂ€ft und trat ein. Ein Glöckchen bimmelte und aus dem hinteren Teil des GeschĂ€fts drang eine Stimme „Ich bin gleich bei ihnen“. BartholomĂ€us grinste als er die Stimme des Chefs erkannte. Er entschied sich die Warte zeit mit dem Beschauen der Auslagen zu versĂŒĂŸen. In einer lagen Brote, in einer anderen kleine Brötchen, wieder in einer anderen KuchenstĂŒcke. Aber sein Kuchen war nicht dabei. Er hatte damals den Meister extra damit beauftragt. „Ah Herr von BĂ€renstein!“ erklang eine freundliche Stimme hinter ihm und als BartholomĂ€us sich umdrehte sah er den kleinen Mann dazu. Er war rundlich, hatte zwei schwarze Knopfaugen, einen fĂŒr sein Gesicht zu großen Schnauzer unter einer recht Schnabel Ă€hnlichen Nase. Gerhard hob die Hand und sagte dann „Ich weiß warum sie hier sind. Ich werde es gleich holen!“. Kaum hatte er das letzte Wort gesprochen drehte er sich um und verschwand in seiner Backstube. BartholomĂ€us schmunzelte und dachte bei sich das es dem kleinen Mann auch gut tun wĂŒrde mal etwas langsamer zu arbeiten. Plötzlich riss eine scharfe Stimme ihn aus seinen Gedanken „Ach hier treibt sich der ehrenwerte Herr herum!“. BartholomĂ€us kniff die Augen zusammen und dachte nur, verdammt. Langsam und vorsichtig und darauf wartend irgendetwas an den Kopf geworfen zu bekommen drehte er sich um. Das Wurfgeschoss blieb aus, doch der böse Blick aus den beiden strahlenden blauen Augen reichten völlig um ihn klein zu machen. Am liebsten hĂ€tte er sich in einen BĂ€ren verwandelt und seine Bettelausdruck aufgelegt, der zog in den meisten FĂ€llen. Doch was sollte er Gerhard erklĂ€ren warum ein BĂ€r in seinem Laden stand. Noch wie sollte er ihm erklĂ€ren das eine recht zornig wirkende Frau in seinem TĂŒrrahmen. Ivanas Gesicht war fast so rot wie ihr langes Haar was sie zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte. Auf ihrer Stirn pulsierte eine Ader und das wusste BartholomĂ€us aus der Vergangenheit hatte nichts gutes zu bedeuten. Ihre schmalen Lippen bebten und das blĂ€hen der sonst so schmalen und kleinen Nase lies BartholomĂ€us das Herz in die Hose rutschen. Mit leiser Stimme sagte er „Ich wĂ€re gleich danach zu dir gekommen!“. Das war der Punkt den er hĂ€tte lieber nicht ansprechen sollen denn nun griff Ivana sich ein Brot aus der ihr am nĂ€chsten stehenden Auslagen und pfefferte es in seine Richtung. BartholomĂ€us wich aus doch das brachte seine Freundin noch mehr in Rage. Sie griff sich ein weiteres Brot und schmiss nach ihm. So auf gebracht hatte er sie seit dem Tag nicht mehr gesehen als die Sache mit Patrick war. Er spĂŒrte nur ein dumpfen Schlag an seiner SchlĂ€fe. Sie hatte getroffen. Ein Schwarzbrot hatte ihn getroffen. Doch der Regen aus GebĂ€cken lies nicht nach. Sie war einige Schritte in den Laden gekommen und nun bei der Auslage mit den Brötchen angekommen. Kleine fiese Wurfgeschosse denen BartholomĂ€us versuchte aus zu weichen. Ein Brötchen nach dem anderen traf ihn und nun hob er die Arme zu Schutz vor seinen Körper. Massig zu sein hat nicht nur Vorteile dachte er wĂ€hrend er bereits ausrechnete wie viel er Gerhard schulden wĂŒrde und wunderte sich so gleich das der Mann nicht kam. Er wĂŒrde der einzige Zeuge sein sollte Ivana ihn umbringen was in ihren jetzigen Zustand eine Option war.

Plötzlich endete der Regen aus GebĂ€cken und als BartholomĂ€us an sich runter sah stand er förmlich in Broten und Brötchen. Das wird teuer dachte er sich und mit einer leichten Note der Wut fragte er „Fertig oder willst du jetzt auch noch Torten nach mir schmeißen?“. Er lies die Arme sinken. Ivana stand direkt vor ihm. TrĂ€nen lagen in ihren Augen und mit heißerer Stimme sagte sie „Du kommst wenn du deinen blöden Kuchen bekommen hast sofort und ohne Umwege zu mir verstanden? Und zwar nicht in deinen sonst so gemĂŒtlichen Schritt sondern gerannt!“. Ohne eine Antwort abzuwarten drehte sie sich um und ließ BartholomĂ€us einfach in den Broten stehen. Dieser drehte sich nun wieder zur Theke um und war erstaunt. Auf der Theke stand ein StĂŒckchen seines extra fĂŒr ihn angefertigten Honigkuchens. Es war eigentlich nur ein etwas trockener Kuchen mit Honig ĂŒberzogen. Anbei lag ein Zettel welchen BartholomĂ€us entfaltete und las:
Sehr geehrter Herr von BĂ€renstein

ich konnte nicht um hin mit anzusehen wie ihre Freundin sie mit meinen Broten und Brötchen beschmeißen hat, jedoch verzeiht mir das ich vor dieser Frau Angst hatte und mich deshalb nicht gezeigt habe. Daher nehmen sie ihren Kuchen und soviel Brot und Brötchen wie sie tragen können und legen den Betrag fĂŒr den Kuchen auf den Tresen. Ich werde ihnen eine Rechnung mit dem gesamten Betrag fĂŒr Brot und Brötchen zukommen lassen.

Beehren sie mich bald wieder

Ihr Gerhardt BĂ€cker
Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wĂ€re hĂ€tte BartholomĂ€us gelacht, doch stattdessen zerknĂŒllte er den Brief und legte einen Silberling auf den Tresen, klemmte sich ein paar Laibe Brot unter den Arm und nahm dann seinen Kuchen. Der sĂŒĂŸliche Geruch lies das Wasser in seinem Mund zusammen laufen und am Liebsten hĂ€tte er ihn gleich verspeist, doch wusste er was Ivana mit ihm anstellen wĂŒrde, wĂŒrde er jetzt sich nicht sputen. Und er hatte keine Lust als Bettvorleger zu enden. Daher nahm er die Beine in die Hand und rannte. Zu mindesten dachte er das. FĂŒr die anderen Passanten die noch zu dieser spĂ€ten Stunde draußen waren sah es so aus als ob er zĂŒgig gehen wĂŒrde.
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Re: Kapitel 1 Der Abschied

#2

Beitrag von Leviathan » Sa 18. Nov 2017, 18:36

Schwer atmen erreichte er die TĂŒr des Doppelstöckigen Hauses. Auf einen Schild ĂŒber der TĂŒr stand „Zum roten Fuchsbau“. Keine Ahnung warum Ivana sich fĂŒr diesen Namen entschieden hatte. Er beugte sich vor und keuchte. Seine Ausdauer war schlechter geworden das merkte er jetzt. Seine Seiten stachen. Langsam richtete er sich wieder auf und Ă€rgerte sich das er den Kuchen nicht ein mal gegessen hatte. Noch immer klemmten die Brote unter seinen Arm. Aber er wusste das wenn er jetzt nicht in das Haus ging, wĂŒrde Ivana ihn als Bettvorleger verwenden. Er ging zu der HolztĂŒre und da war der nĂ€chste Ärger. Beide HĂ€nde voll und die TĂŒr war mit einer Klinke versehen. Kurz ĂŒberlegte er mit dem Fuß an die TĂŒr zu treten doch das Klopfen wĂŒrde drinnen niemand hören. Er könnte als Rache ein Brot an die Fenster werfen. Doch bei seinen GlĂŒck wĂŒrde es das Glas beschĂ€digen und mit essen warf man nur wenn es nicht schmeckte. Also entschied er sich fĂŒr die schwere Variante. Langsam nĂ€herte er sich der TĂŒr, hob seinen Arm unter dem er die Brote trug. Doch die rutschten mit jedem Zentimeter den er den Arm hob. Gut dachte er sich und Ă€nderte seinen Schlachtplan. Nun nahm er den Ellenbogen des anderen Arms, legte ihn auf die Klinke und drĂŒckte. Leider war die Klinke rutschig und der Stoff seines Hemdes glitt ab. Erneut versuchte er es und das Resultat blieb das selbe. „Verdammte Bienenscheiße!“ schrie er und trat nun doch gegen die TĂŒr. Er sah schon diverse Vasen fliegen wenn er in das Haus kam. Neuer Plan dachte er sich und probierte es nun mit dem HandrĂŒcken der Hand mit dem Kuchen. Die Klinke bewegte sich nach unten und auch hörte er wie der Zylinder sich bewegte. Nur noch ein Kleines StĂŒckchen und er konnte die TĂŒr öffnen, da glitt er von der Klinke welche wieder nach oben schnipste und gegen seinen HandrĂŒcken ab. Reflexartig schrie er „Aua“ und dann „NEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIN“ als er das StĂŒck Kuchen fallen ließ und es auf den Boden landete. „Verdammte Bienenscheiße, geht denn heute alles schief?“ rief er und fluchte. Da ging die TĂŒr auf und eine etwa leicht bekleidete Dame stand vor ihm. Das Korsett betonte ihren doch sehr schönen Busen und machte der Frau eine gute Taille. Sie hatte die eine Hand am TĂŒrrahmen, die andere in ihre HĂŒfte gestĂŒtzt und betrachtet ihn mit einem Grinsen. Er schaute sie schmollend und etwas verĂ€rgert an. Sein Blick wanderte auf den Boden wo das StĂŒckchen lag. Die Frau folgte seinen Blick und schaute ihn dann mitleidig an bevor sie mit koketter Stimme sagte „Oh ich wusste doch das dieses zarte Stimmchen nur unseren lang erwarten Gast gehören konnte.“. Sie lies den TĂŒrrahmen los und strich sich eine StrĂ€hne ihres dunkelblonden Haares hinter ihr Ohr. Er schaute sie traurig und etwas wĂŒten an und erwiderte etwas brummig „Guten Abend Marta!“ und schob sich an ihr vorbei.

Es erschlug ihn als er den Raum betrat. Verschiedene GerĂŒche lagen in der Luft. Da war Schweißgeruch, aus einer anderen Ecke kam der Gestank von Moschus. Eine dĂŒrre fast nackte Frau kam auf ihn zu und er roch Lavendel. Marta war inzwischen an seiner Seite und nahm die Brote ihn ab. „Nun Bartho“ sprach sie und bahnte sich einen weg gerade hin zur Bar „wie du sicherlich bemerkt hast, hat Madame Ivana keine gute Laune, ihr Zimmer sieht aus als ob Rakshor eine Nacht mit ihr verbracht hĂ€tte und sein Heer gleich mit gebracht hĂ€tte.“ Bartho folgte Marta und hörte ihr zu. Immer wieder kamen ihm leicht bekleidete Frauen entgegen, streichelten ihn an seiner Brust oder griffen gar an andere Teile seines Körpers, Wisperten ihn was zu, machten ihn schöne Augen doch wies er sie alle ab. Marta fuhr der weile fort „Um ihre Dolchsammlung brauchst du dir keine Sorgen machen, die stecken alle im Bettpfosten fest. Ihre Armbrustbolzen hat sie in die Wand geschossen. Das einzige soweit ich weiß das sie noch benutzen könnte um dich zu töten wĂ€re ihr SĂ€bel.“. Sie erreichten die Bar und Bartho setzte sich auf einen Hocker. Das Holz Ă€chzte unter seinen Gewicht und Marta sah ihn nun etwas fordern an. Sofort stand er wieder auf. „Nicht das ich dich abhalten wĂŒrde Bartho, ich weiß es steht mir nicht zu, aber du weißt was mit dem Hocker davor passiert ist?“. NatĂŒrlich wusste er es noch. Wie wĂŒrde er es vergessen. Das Holz hatte geĂ€chzt und dann war ein Knacksen zu hören gewesen, gefolgt von dumpfen Aufschlag seines Leibes auf den Dielen. UnauffĂ€llig war was anderes. Er blickte hinter die Bar wo Marta gerade die Brote in einen Sack stopfte, da er blickte er was sein Herz höher schlagen lies und er sagte „Ihr habt Honigbier da? Mache mir einen Becher!“ Marta sah ihn nun etwas streng an und schĂŒttelte den Kopf. „Bartho du weißt das ich dir nichts ausschenken kann. Da oben warte eine sehr aufgewĂŒhlte Frau auf dich, welche du bĂ€ndigen musst. DafĂŒr brauchst du all deinen Verstand.“ sagte sie mit scharfen Ton. Er seufzte. Sie hatte recht Alkohol wĂ€re jetzt nicht gut. Damals als die Sache mit Patrick war hatte Ivana sich ihr Schwert gepackt und ihre Dolche. Alles war ihr im Weg gestanden hatten wurde weggeschoben und dies auch gerne mit dem Schwert. Schließlich war es Isack gewesen der sie aufgehalten hatte. Dabei hatte er mehre Schnittwunden einstecken mĂŒssen, sein einer Arm war fast abgetrennt gewesen und er hatte sich mehre BrĂŒche dabei zu gezogen. Bei dieser Vorstellung wurde BartholomĂ€us ĂŒbel denn er hatte nicht solche HeilungskrĂ€fte wie sein Ziehvater. Sollte er einen Brief an ihn schreiben und ihn bitten her zu kommen? Doch das Risiko das Ivana bis dahin im Knast landen wird war zu groß er musste jetzt handeln. Ein Schnippen holte ihn aus den Gedanken. „Hey TraumtĂ€nzer hier spielt die Musik!“ sagte Marta und schaute ihn scharf an. „Entschuldige.“erwiderte er und fragte dann „Was hat diese Raserei eigentlich ausgelöst?“ Marta zuckte mit den Schultern und sagte dann „Es war wahrscheinlich der Brief von heute frĂŒh. Er kam aus Drakenstein.“. BartholomĂ€us wendete sich ab und schaute in den Raum herein. An den Tischen saßen MĂ€nner und ließen sich von jungen Damen bespaßen, sie tatschten nach ihnen, streichelten sie an stellen und tranken dabei teuren Alkohol. BartholomĂ€us straffte die Schultern und schritt zur Treppe welche sich etwas abseits von dem Anheitzraum, wie die Damen des Hauses ihn nannten befand.

Das Holz der Treppe knarrte und Ă€chzte und BartholomĂ€us hoffte das es ihn hielt. Mit eingezogen Kopf schritt er weiter die Treppe hinauf. Das wĂŒrde ein gelungener Abschluss sein wenn er jetzt durchbrach und stecken bleiben wĂŒrde. Doch die Treppe hielt und er erreichte den Gang mit den vielen TĂŒren. Einige standen offen andere waren geschlossen. Kerzen an den WĂ€nden leuchteten den schmalen langen Gang aus. Auf den Boden befand sich aus Schafswolle bestehender roter Teppich. Die WĂ€nde hatte man getĂ€felt mit Holz, welches einen leichten Rotton hatte. Sein Ziel befand sich am Ende des Ganges. Langsam und gemĂŒtlich schritt er den Gang entlang. Vernahm aus einem Zimmer dessen TĂŒr geschlossen war ein leisen Schmerzensschrei und unterdrĂŒcke seinen Reflex die TĂŒr aufzubrechen. Am Anfang als er zum ersten Mal hier war, hatte eines der MĂ€dchen geschrien. Ohne zögern hatte er damals sich zu dem Zimmer begeben, hatte die TĂŒr eingetreten welche auch sogleich aus den Angel gehoben wurde und war ins Zimmer gestĂŒrmt. Er sah wie ein Alter Mann ein junge Frau sich ĂŒbers Knie gelegt hatte. Ihr Rock war hoch geschoben wurden und ihre BlĂ¶ĂŸe war zu sehen. Ohne zu zögern war er auf den Kerl zu gegangen welcher die Frau gleich zur Seite geschoben hatte. Er hatte ihn am kragen gepackt und hochgehoben.Die Frau hatte versucht ihn zu beruhigen doch ohne Erfolg. Der Mann flehte ihn an und sprach von einen MissverstĂ€ndnis. Erst als ein Dolch, neben ihm in die Wand einfuhr und Ivana hinter ihm androhte das der NĂ€chste Treffen wĂŒrde lies er den Mann los, welcher so gleich aus dem Zimmer entschwand. SpĂ€ter erklĂ€rte Ivana ihm das manche MĂ€nner auf solche Spielchen standen und die Frauen mitspielten. Sie zeigte ihm auch das wenn es zu doll werden wĂŒrde unter jedem Nachtisch ein Dolch versteckt war. Er war fast an der TĂŒr am Ende des Ganges angelangt da hörte er ein verzĂŒcktes Stöhnen aus einen der Zimmer. Er atmete tief durch, drehte seinen Kopf nach rechts bis es Knackte, dann nach links, SchĂŒttelte sich und dachte so bei sich, wenigsten einer der Spaß hat. Langsam legte er eine Hand auf die TĂŒrklinke, klinkte und öffnet vorsichtig die TĂŒr. Das Holz zwischen sich und dem was er in dem Raum vorfinden wĂŒrde ging er langsam und Schritt fĂŒr Schritt weiter. Sein erster Blick fiel auf die Wand neben der TĂŒr. Marta war nicht auf den neusten Stand, denn die Dolche steckten nun in der Wand und in der TĂŒre. Einige der Klingen fielen scheppernd zu Boden als er die TĂŒr weiter öffnete. Wie als ob er es gewusst hĂ€tte zerschellte gleich darauf neben der Wand an der TĂŒr eine Vase. „Ich bin es Bartho!“ sagte er und warte auf eine Reaktion. Als nichts kam öffnete er die TĂŒr ganz. Ein Fehler wie sich her raus stellte, denn kaum betrat er den Raum ganz,flog die eine Weitere Vase auf ihn zu und traf ihn am Kopf. Klirrend zersprang das GefĂ€ĂŸ auf den Boden, doch zuvor landete es noch auf seinen Fuß. Der Schmerz schoss durch seinen Körper und er schrie „Autsch!“ und zog das Bein um sich den Fuß zu halten. Doch die Erdanziehungskraft meinte es nicht gut mit ihm und so kam es das er beim Vorbeugen das Gewicht verlor und hinfiel. Was zwar schmerzhaft war doch auch seine Rettung denn eine weitere Vase zersprang an der Wand. Der Schmerz trieb ihn die Wut in ihm Hoch und so schrie er auf den Boden sich ducken „STOP! ICH BIN JA SO SCHNELL GEKOMMEN WIE ICH KONNTE!“. Stille. Erst jetzt traute er sich den Raum genauer zu betrachten und Marta hatte nicht ĂŒbertrieben. Abgesehen von den Dolchen in der Wand und den Scherben auf den Boden glich das Zimmer einem Schlachtfeld. Einer der langen Bettpfosten hatte das Schwert zu spĂŒren bekommen, die Kissen auf den Bett waren auf geschlitz genau wie die Matratze. Federn lagen ĂŒberall herum. Der Schreibtisch war umgekippt wurden und so lagen außer Federn auch Papiere herum, TintenfĂ€sser waren zu Bruch gegangen und Tinte floss auf den Boden. Manche der PfĂŒtzen hatten sich bereits in den Holzboden eingearbeitet. Die WĂ€nde hatten es auch nicht besser getroffen. An ihnen war zu erkennen das sie ebenfalls das Schwert abbekommen hatten . Ivana stand an dem Fenster und schaute nach draußen. Vorsichtig schaute er sich die GegenstĂ€nde an welche noch in ihrer Reichweite standen und stellte erfreut fest das keine da waren. Und so erhob er sich und strich seine Kleidung glatt und fuhr sich dann durch das Haar. Was war das? Es war Feucht das Haar. Er zog seine Hand zurĂŒck und erblickte an seinen Finger eine Rote FlĂŒssigkeit. Eines seiner MĂ€dchen wurde die Wunde dann nĂ€hen mĂŒssen. Langsam und vorsichtig ging er weiter. Versuchte ĂŒber alles was am Boden lag drĂŒber zu steigen. Nun vernahm er ein Schluchzen was von Ivana kam und welches lauter wurde je nĂ€her er ihr kam. Nun stand er hinter ihr berĂŒhrte sie leicht an der Schulter. Ivana drehte sich zu ihm um und fiel an seine Brust und weinte.
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Re: Kapitel 1 Der Abschied

#3

Beitrag von Leviathan » Di 19. Dez 2017, 17:00

Er schloss seine Arme um Ivana und hielt sie fest wĂ€ren sie schluchzte und weinte. Ihre TrĂ€nen saugten sich in sein Hemd und schon bald spĂŒrte er die NĂ€sse auf seiner Haut. So standen sie eine weile da, doch sie beruhigte sich nicht wirklich. So beschloss BartholomĂ€us das einzige zu machen was seiner Meinung nach half und in der Vergangenheit auch sich bewĂ€hrt hatte. Vorsichtig leitete er Ivana von sich weg. Nur ein kleines StĂŒckchen, doch dies reichte das sie auf den Boden sank, und sich zusammen rollte und weiter weinte. Es tat ihm weh sie so zu sehen und nicht zu wissen was er machen sollte. Doch dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem Schmerz den er gleich spĂŒren wĂŒrde, und so schloss er die Augen konzentrierte sich. Seine Atmung wurde langsamer und tiefer. BartholomĂ€us suchte in sich etwas. Ein Wald kam vor seinen Augen auf. Der Duft strömte in seine Nase und er glaubte fast wirklich das er in diesen Wald war. Und da war es was er suchte. Es stand auf einer Lichtung welche von der Sonne erleuchtet wurde und auf der Schmetterlinge tanzten . Er sah in die dunklen, schon fast schwarzen Augen des Geschöpfs und sprach in Gedanken zu ihm „Ich brauche dich.“. Da verschwamm das Bild und stechende Schmerzen schossen in seinen Körper. Er hörte wie die Knochen brachen, sah die groteske Erscheinung seines Körpers vor sich. Jeder Knochen brach und wuchs zusammen um dann Sekunden schnell wieder zu brechen und neu zusammen zu wachsen. Dies wĂŒrde soweit gehen bis die neue Form erreicht war. Er sackte auf die Knie denn auch seine Beine brachen und formten sich um, sowie sein ganzer Körper. Die Schmerzen schossen so schnell in sein Kopf das er nicht vermochte zu schreien. Das Schlimmste was noch kam war die Umwandlung des Kopfes diese erfolgte meist zum Schluss. Er war nun zu einer grotesken Gestalt geformt. Seine Kleider Schuhe lagen zerrissen auf der Erde. Nun spĂŒrte BartholomĂ€us wie seine Muskeln sich vergrĂ¶ĂŸerten und wuchsen, wie seine Sehnen sich dem neuen Körper anpassten. Harmlos im Vergleich zu dem Schmerzen vorher. Doch das Schlimmste kam noch und da trat es ein. Seine Haut löste sich vom Fleisch. Das ziehen war unertrĂ€glich und er hĂ€tte geschrien hĂ€tte er es gekonnt. Unter seiner alten Haut wuchs am Körper nun neue. Sie war weiser als seine vorhergehende und auch dicker. Langsam sah er wie schwarze Haare aus den Poren sprossen und immer lĂ€nger wurden. Aus seinen umgeformten HĂ€nden und FĂŒĂŸen schossen Klauen heraus. Seine Alte Menschenhaut lag auf dem Boden mit sehr viel Blut. Und nun kam das aller Schlimmste. Seine Haare vielen aus, sein SchĂ€del brach und ihm wurde die Haut und die Muskeln herunter gerissen. Seine Augen fielen aus den Höhlen und sofort wuchsen neue. Sein SchĂ€del formte sich neu und Muskeln, Sehnen, Nerven und Haut wuchsen auf magischer Weise neu. Nun hatte er eine Schnauze und und zwei runde Ohren, einen Stummelschwanz. Aus dem Menschen BartholomĂ€us war der BĂ€r geworden. Er fraß das was von seiner menschlichen HĂŒlle noch ĂŒbrig geblieben war auf. Das gehörte zum Ritual damit der Mensch in ihm weiter leben konnte. Zu mindesten behauptete dies Isack und es war hygienischer. Er ging ein StĂŒck auf Ivana zu und brummte. Sie kam nĂ€her und schmiegte sich in Fötushaltung an ihn. Sanft leckte er ihr ĂŒber die Haare und freute sich. Sie hatte zum fixieren ihrer langen MĂ€hne Honigwasser benutzt. Es ersetzte zwar nicht den Kuchen doch es war ein Trost.

Er war wach geblieben und hatte aufgepasst das niemand sie störte. Ivana hatte bei ihm geschlafen nachdem sie sich in den Schlaf geweint hatte. Er vermochte nicht zu sagen wie lange es her war. Doch nun erwachte sie. Nur zu seiner Belustigung rollte er sich von ihr weg und stellte sich ĂŒber sie und blickte sie an. Ein lĂ€cheln kam auf ihre Lippe und als sie ihre leicht verquollenen Augen öffnete sagte sie „Das hat frĂŒher geklappt Bartho. Jetzt schreie ich nicht wenn ich aufwache und ein BĂ€r ĂŒber mir steht.“. Solltest du aber dachte er bei sich. Ivana rollte sich unter ihm hervor, richtete sich auf und ordnete ihre GewĂ€nder. „Wie lange war ich weg?“ fragte sie und bekam von BartholomĂ€us nur einen kurzes Brummen als Antwort. „Wortkarg wie immer?“ hakte sie nach und fuhr dann fort „Du warst schon immer ein guter Zuhörer!“. BartholomĂ€us legte den Kopf schief. Ivana verstand und die Trauer kam in ihr Gesicht zurĂŒck. Langsam ging sie zu dem Schreibtisch und hob vom Boden ein StĂŒck Papier auf. Ohne weitere ErklĂ€rungen begann sie mit zitternder Stimme vorzulesen „
Liebste Schwester,

mir fĂ€llt es Schwer dir diese Zeilen und Worte zu schreiben, doch hast du das Recht es zu erfahren und besser von mir als von einem Fremden. Denn das was passiert ist wird bald die Runde machen. Ich finde nicht die passenden Worte um es dir schonend beizubringen, daher verzeih wenn ich es dir so schmerzvoll schreibe, aber unser Vater ist tot...“
Sie machte eine Pause schluchzte und wieder rannen TrÀnen ihre Wangen herab. Sie lies den Brief sinken und ihre Knie gaben wieder nach. Langsam und zittern hob sie den Brief wieder und las mit zittriger Stimme weiter

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 Einige meiner Leute von der Stadtwache haben ihn geholt. Zum GlĂŒck war es Nachts. Sie haben mich meines Posten enthoben daher konnte ich es nicht verhindern. Ich wĂŒrde es euch erklĂ€ren wenn ihr hier seit. Ein seltsamer man war einen Tag davor in die Stadt gekommen. Er sagte das er von einem Orden kĂ€me und in der Stadt einen Parasiten jage. Ich wusste nicht was er damit meine und dachte mir nichts dabei. Doch jener Mann muss unseren Vater gefoltert haben und ein GestĂ€ndnis aus ihn heraus erzwungen haben. Er wurde wegen Mordes angeklagt und zum Tode verurteilt. Der Fremde jedoch bestimmte die Hinrichtung. Er lies Vater an einen Pfahl binden auf dem Markt. Alle Leute waren versammelt. Es war vor Sonnenaufgang und mit dem ersten Strahlen brannte unser Vater. Die Stadtwache lĂ€sst nun die HĂ€user durchsuchen und verhaftet jeden der mit unseren Vater in Verbindung stand. Ich werde eure Hilfe brauchen, bitte kommt schnell!

In Liebe und voller Trauer

B. KrÀutermann
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BartholomĂ€us zog es die Beine Weg und er setzte sich. War es wirklich war? Isack der Vampir war tot. Eine gute Seele die Waisenkinder von der Straße geholt hatte ihnen mehr oder weniger legale Arbeit verschafft hatte sollte nicht mehr unter ihnen weilen? Warum? Wieso? Weshalb? Er hatte nie einer Seele was getan. Klar er brauchte Blut zum ĂŒberleben aber er hatte nie einen umgebracht. Mörder hatte er verabscheut. Es konnte nicht sein. Aber warum sollte ihr Bruder lĂŒgen? Ihm wurde langsam bewusst das die Antworten er nur in Drakenstein finden konnte. Plötzlich spĂŒrte er eine sanfte BerĂŒhrung auf seiner Schulter und als er nach oben sah, blickte er in Ivanas verquollenes Gesicht. „Wir mĂŒssen nach Drakenstein, Bartho, um Vaters Tod zu vergelten!“ sagte sie mit einer Bestimmtheit in der Stimme die er von ihr nicht kannte. Es war schlimmer als damals bei Patrick dachte er sich und ein Schauder lief ihn ĂŒber den RĂŒcken. Dieses Mal wĂŒrde Blut fließen. Er nickte zur Zustimmung und wendete sich um zur TĂŒr.
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