Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Das Land Ehveros

Ehveros war das wohlhabendste Gro├čherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzul├Âsen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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Skaldor Dunkelerz
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Das Land Ehveros

#1

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Fr 5. Jan 2018, 14:42

Filipe der vierte sa├č auf seinem Thron es waren schwere Zeiten und der Herzog war m├╝de geworden, dieser Krieg hatte alles genommen was er zu geben hatte. Rodrig hatte die M├Ąnner gerufen ebenso seine, er hatte sie bereitgestellt um in den Krieg zu ziehen doch er selbst war bereits zu alt. Seine Lebensalter z├Ąhlten 60 er war ein alter Mann und nicht mehr in der Lage ein Schwert zu f├╝hren geschweige den sich auf einem Pferd zu halten in voller R├╝stung. Irgendwas muss schief gegangen sein den fliegende Einheiten, des Chaos hatten die L├Ąnder der Menschen heimgesucht,das Nachbarland Ledwick war ├╝berflutet worden der gro├če Fluss wurde umgeleitet ebenso wurden Felder und Kornkammern zerst├Ârt zwar nicht alle, dennoch war es verheerend gewesen und der Winter stand vor der T├╝r. Die Hauptstadt seines Reiches Drakenstadt war ├╝berf├╝llt mit Fl├╝chtlingen, die Heiler taten was sie konnten doch es w├╝rde nicht mehr viel fehlen bis die Seuchen ausbrechen w├╝rden.

Das einst so stolze Land lag am Boden und das einzig und allein wegen seiner Entscheidung, ebenso war seine Gier nach der Macht im hohen Alter nicht verflogen ebenso seine Gier nach Ruhm den er erlangen wollte. Sein Vater ebenso sein Vater vor ihm hatten Schlachten geschlagen und Kriege gef├╝hrt und sie hatten gesiegt! Er jedoch hatte nie einen Krieg geschlagen und der jetzige ├Ąnderte alles und er stand mit dem R├╝cken zur Wand. W├Ąre seine Frau Magret doch noch am Leben sie w├╝sste was zu tun was doch war diese bei der Geburt ihrer einzigen gemeinsamen Tochter verstorben, es war schon viel zu lange her selbst wenn er sich anstrengte konnte er sich nicht, mehr an ihr Gesicht erinnern doch ihre Stimme w├╝rde der Mann niemals wieder vergessen.

Der Thronsaal war geschm├╝ckt mit Waffen es standen sechs S├Ąulen wie eine Art Allee vor dem Podest auf dem der Thron ruhte, vor diesen S├Ąulen standen wachen die zu Kriegern der K├Ânigsgarde geh├Ârten. Hier fand sich der P├Âbel zusammen bzw der Adel um wichtige Entscheidungen zu treffen oder um dem K├Ânig bei Streitigkeiten aufzusuchen und sein Urteil zu erwarten. Einen Berater gab es nicht der K├Ânig war in dieser Hinsicht eigen was ihm viele Feinde brachte im Volk, er musste bei dem Gedanken grinsen da es nun die Stunde der Feinde war die ihn nun st├╝rzen w├╝rden um ihm die Schuld zu zuweisen und einen Schuldigen zu haben. Die T├╝r zum Saal ├Âffnete sich und ein Mann trat ein dieser war gut gekleidet er geh├Ârte zu einem haus der dem K├Ânig als Vasalen diente, er verneigte sich vor dem Herzog "mein Herr" begann er "wir haben durch die Fl├╝chtlinge erfahren das, es in der Hohe Mark einen neuen Verwalter gibt er hat Anspruch auf sie gestellt und h├Ąlt sich in der B├Ąrenburg auf um von dort aus zu regieren".

Dem Herzog verschlug es die Sprache nun war die Hohe Mark nicht nur gefallen nein, sie war sogar besetzt und niemand war mehr ├╝brig um ihn daran zu hindern. Die H├Ąnde zu F├Ąusten beballt sa├č er da "was tut der Duc von Souvange?! Oder die Zwerge?!" presste er zwischen den Z├Ąhnen hervor wie ein w├╝tender Hund. "Der Duc hat seine Grenzen geschlossen und l├Ąsst niemanden hinein oder hinaus, viele sagen sie sind immer noch gekr├Ąnkt da unsere Streitmacht ihre Schiffe nutzte um mit den Truppen ├╝berzusetzen" er hielt kurz inne und fuhr fort "die Zwerge haben viele Fl├╝chtlinge an ihren Pforten Einlass gew├Ąhrt sie werden in den Gebirgen versorgt und der K├Ânig scheint sich gerade in diesem Moment mit dem Duc zu einer Verhandlung zusammengefunden zu haben".

Filipe war zwar alt aber nicht dumm "sie wollen ├╝ber den Scherbenhaufen verhandeln, der von Almanien ├╝brig geblieben ist" sagt er ver├Ąchtlich und grinste h├Ąmisch "das sieht dem Duc ├Ąhnlich". Kurz nach diesen S├Ątzen hustete er etwas und er wusste selbst das ihn sein eigenes Volk nicht mehr als Herscher sehen wollte, doch er musste irgendwas tun um das ├╝berleben seines Hauses zu sichern. "Schafft mir meine Tochter her und bringt mir einen Boten den schnellsten wir haben nicht mehr viel Zeit, ebenso will ich den gesamten Adel hier sehen binnen einer Stunde!" der Bote wirkte verwirrt und wollte zu einer Frage die Stimme erheben "hinaus!!!" br├╝llte der Herzog und der Bote rannte regelrecht hinaus, der Herzog wurde von einem weiteren Hustenanfall gesch├╝ttelt fing sich aber wieder und starrte ins Leere.

"Dieser Krieg hat alles ver├Ąndert wahrlich..." murmelte er in sich hinein.

( Zu dieser Zeit in den Gem├Ąchern von Ricarda)
"Me Lady euer Vater bittet euch in den Thronsaal" sprach die Zofe ruhig und leise, die Tochter des Herzogs Ricarda war jung sie war knapp 23 Jahre alt und war ausgesprochen h├╝bsch. Sie hatte langes blondes Haar und war nicht gro├č vielleicht 1.70 sie sa├č vor ihrem Spiegel und nickte es ab "vielen Dank Anna ich werde mich sofort aufmachen". Sie schaute in den Spiegel und b├╝rstete sich das Haar, ihre Gedanken kreisten ├╝ber die schweren Zeiten die sie alle erwarteten. Sie erhob sich von ihrem Stuhl und schaute hinaus. Die B├Ąume hatten bereits ihre Bl├Ątter verloren und der Winter k├╝ndigte sich mit einem scharfen Nordwind an der eisig durch die Welt zog.

Sie schwang sich ihr Kleid und zog es am R├╝cken enger, sie mochte es zwar nicht sonderlich dennoch war es bei Hofe Sitte sie konnte schlecht mit einer Lederr├╝stung in den Thronsaal marschieren die sie beim Reiten oder bei der Jagt gern trug. Sie verlie├č ihre Gem├Ącher und sah viele Adelige die als Vasallen ihres Hauses seid Genrationen in der Pflicht standen, sie begr├╝├čte viele mit einem Nicken doch die meisten der Adeligen waren nicht bei bester Laune wer konnte es ihnen verdenken, das Land steckte in einer Kriese und alle gaben ihrem Vater und auch ihrem Hause schuld daran.

Als sie in den Thronsaal hinein schritten war das gro├če Banner ihres Hauses ein goldener L├Âwe mit blauen Augen hinter dem K├Ânig zu sehen, es war prunkvoll und dieser Saal hatte fr├╝her viel W├Ąrme ausgestrahlt hier waren Feste gefeiert worden und Lieder gesungen doch nicht heute, heute war es kalt und dieser Abend war eine abwesende Aura zu getan. Als endlich alle Adeligen eingetroffen waren und es dem Herzog gemeldet worden war, hob er die Hand und bat somit um Ruhe. Ricarda stand direkt neben dem Thron und half ihrem Vater dabei sich aufzurichten, er schaute sie an und l├Ąchelte ihr m├╝de zu. Als er stand hielt er das Zepter in den H├Ąnden das den goldenen L├Âwen zeigte, er st├╝tzte sich dabei ab dabei sah er immer noch ehrw├╝rdig aus das Alter war f├╝r einen Moment lang vergessen. Er atmete tief durch und begann laut und deutlich zu sprechen "meine Freunde, verehrte G├Ąste unser Land befindet sich in einer Krise doch diese werden wir zu ├╝berwinden wissen" viele seiner Untertanen schauten verwirrt drein "wir werden das Land wieder aufbauen und unsere Waffen, niederlegen ich werde heute noch einen Boten aussenden um den Duc von Souvange sowie den K├Ânig der Zwerge zu einer Verhandlung einzuladen". Gemurmel wurde laut dann f├╝gte er hinzu "der Herzog Rodrik nahm die M├Ąnner und zog von dannen, sie werden wiederkehren und wir werden sie empfangen, ebenso werden wir mit der Hohe Mark neu verhandeln m├╝ssen um gest├Ąrkt aus diesem Krieg hinaus zu gehen und einen weiteren im Keim zu ersticken!".

"Was habt ihr vor zu verhandeln?!" rief einer aus der Menge "ja genau! Eure Entscheidung brachte uns hier hin!" ein weiterer rief "warum sollten unsere Nachbarn hier hin kommen! Damit ihr euch wieder den Willen eines anderen beugt?!" das Gemurmel wurde wieder lauter und der Herzog hob die Hand nach einer Weile kehrte wieder ruhe im Saal ein. "Sofern sie hier eintreffen und meiner Einladung folge leisten, werden sie nicht nur bei den Verhandlungen zugegen sein sondern sie werden der Kr├Ânung von K├Ânigin Ricarda sein die erste!".

Es traf Ricarda wie einen schlag sie Herzogin? Der Adel jedoch war verdutzter doch einer rief aus der Menge "ja Ricarda die erste aus dem Hause Ehvelos!" dann fingen ein paar Menschen an zu klatschen und manche jubelten sogar. Ricarda war bei dem Volke beliebt wegen ihrer Art wie sie Probleme l├Âste ebenso, war sie eine Frau f├╝r das Volk. Als der Adel den Raum verlie├č war sie allein mit ihrem Vater zur├╝ck geblieben "wieso hast du mir nichts gesagt?" fragte sie ihn ruhig, sie wollte ihn nicht aufregen. "Mein Kind ich sch├Ąme mich dir das Land in diesem Zustand zu ├╝bergeben, dennoch war es eine Frage der Zeit meine Zeit ist vor├╝ber das Volk will mich nicht mehr ebenso der Adel, es ist das richtige so". Ricarda selbst verstand nicht recht was ihr Vater vor hatte da ihre Kr├Ânung nach den Verhandlungen angesetzt war die ihr Vater noch f├╝hren w├╝rde, ihr Vater war vieles aber kein Narr ebenso behielt er Pl├Ąne stets f├╝r sich sogar vor ihr gab er diese nicht Preis.

"Ja Vater wie ihr meint" sie verbeugte sich und schritt hinaus mit dem Gedanken das sie nicht wusste was sie erwarten w├╝rde, was w├╝rden die anderen Verhandlungspartner sagen? W├╝rden sie ├╝berhaupt kommen?

Der K├Ânig sandte einen Boten aus der noch heute Nacht reiten sollte so schnell er konnte, um die Narchicht an den Duc h├Âchstpers├Ânlich zu ├╝bergeben, in dem Schreiben stand.

Verheerter Duc von Souvagne
Das Land wurde vom letzten Krieg bis in seine Grundfesten ersch├╝ttert
unsere L├Ąnder lagen immer in Frieden miteinander. Diesen Frieden will
ich bewahren, wir beide wissen wir waren uns in fr├╝heren Jahren nicht
immer einig doch ich sch├Ątzte euren Vater und ebenso sch├Ątze ich euch
als Herscher.

Wir wissen das der Zwergenk├Ânig bei euch ist und ihr verhandelt ├╝ber
die Zukunft unseres Landes daher will ich euch, ebenso den K├Ânig der
Zwerge und den neuen Verwalter der Hohe Mark einladen zu
Verhandlungen ├╝ber Ehveros und ├╝ber Ledwick.

Dar├╝ber hinaus nutze ich diese Gelegenheit um meiner Regenschaft ein
Ende zu setzen, meine Tochter Ricarda wird nach mir herrschen. Seid
unsere G├Ąste und handeln wir zusammen unsere Zukunft aus, die frei
von Kriegen sein k├Ânnte.

Mit Hochachtung:
Filipe der vierte

Der Bote ritt hinaus und der K├Ânig schaute ihm nach, der Mond ging auf und schien hell ├╝ber die Burg. Was wohl der Duc antworten w├╝rde? Ebenso fragte er sich ob wohl alle mit seinen Vorschl├Ągen und Forderungen einverstanden w├Ąren.

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Ricarda von Ehveros
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Re: Das Land Ehveros

#2

Beitrag von Ricarda von Ehveros » Fr 2. Feb 2018, 20:34

"Sie haben zugesagt" sprach Filipe aus, er sa├č wie immer auf seinem Thron und schaute zu seinem Boten ebenso zu seinen Vasallen. "Was ist mit den Vertretern aus Ledwick?" fragte er, einer der M├Ąnner trat vor "ihre M├Ąnner sind, aus dem Krieg wiedergekehrt doch keine Spur ihres F├╝rsten, sie haben ebenso zugesagt diejenigen die es zur├╝ck geschafft haben mein F├╝rst". Filipe nickte es ab und er trat zur├╝ck "richtet die Festung her, ich will das es unseren G├Ąsten an nichts mangelt!" befahl er feierlich und schickte sie dann alle hinaus.

"Es l├Ąuft alles nach Plan" dachte er still und heimlich in sich hinein und sein Gesicht wurde zu einem breiten Grinsen. Die T├╝r ├Âffnete sich und seine Tochter schritt hinein und hielt auf den Thron zu, sie schien etwas erz├╝rnt und sein. Sie trug eine lederne R├╝stung und hatte den Bogen fest in den H├Ąnden, ihr Blick war grimmig doch war sie dennoch sch├Ân anzusehen. "Was hast du vor Vater? Seid wann k├╝mmert es dich was die anderen F├╝rsten um unser Reich herum treiben? Dazu kommt noch das du die Zwerge einl├Ądst?" es war nicht die Tatsache das er sie zur F├╝rstin kr├Ânen lassen wollte oder das er fremde eingeladen hatte dem bei zu wohnen, es war eher die Tatsache das er sie im Dunkeln stehen lassen wollte. "Schweig!" brachte ihr Vater hervor schroff und direkt heraus Ricarda blieb stehen und hielt inne, ihr Vater stemmte sich schweren Herzens auf "meine Pl├Ąne werden unserer Familie die Zukunft und das ├╝berleben sichern, sobald du auf diesem Thron sitzt wirst du es verstehen, davor geht dich das nichts an!" sprach er laut und deutlich.

"Aber...." bohrte sie nach doch er brachte sie mit einer Geste zum schweigen, das war zu viel sie machte kehrt und schritt hinaus sichtlich w├╝tend. Sie schloss die T├╝r mit einem lauten krachen, das war das Temperament ihrer Mutter dachte sich Filipe und l├Ąchelte. Er schritt zum Fenster und schaute hinaus, es kamen Fuhrwerke aus Drakenstein heran geeilt die bereits Zelte f├╝r die Feier aufbauten. Die Kr├Ânung w├╝rde im Thronsaal statt finden, die Staatsg├Ąste w├╝rden in den Festungen Zimmer zugeteilt bekommen und ihre Soldaten, w├╝rden drau├čen in gro├čen Zelten mit Feldbetten n├Ąchtigen. Die Feier w├╝rde dann im gro├čen Innenhof statt finden mit einer wahrlich gro├čen Tafel die wie ein U geformt war, sobald sie sich alle an dem Essen und Trinken berauscht h├Ątten w├╝rden sie feiern und tanzen und versuchen den Krieg zu vergessen. Diese Welt hatte gelitten nun w├╝rden sie, alle versuchen sie wieder aufzubauen, doch zuerst musste er seinen Plan durchbringen und er hoffte das er aufgehen w├╝rde, wenn ja k├Ânnte er es schaffen ein gro├čes Reich zu erschaffen das zwar seine Tochter regieren w├╝rde, doch er w├Ąre ja nicht aus der Welt. Grinsend stand er da und schaute hinab auf den Innenhof wo Ricarda mit dem Bogen auf eine Zielscheibe schoss immer und immer wieder, ob er sie wohl untersch├Ątzte?

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Re: Das Land Ehveros

#3

Beitrag von Jules de Mireault » Sa 17. Feb 2018, 14:59

Eines der Himmelsaugen starrte bei dem Kommentar Khawa derma├čen best├╝rzt an, dass der Mann beinahe vom Pferd gest├╝rzt w├Ąre. Dass der Wilde den Chevalier ├Âfter ├Ąrgerte, hatte der Mann schon geh├Ârt, aber dass schlug dem Fass ja den Boden aus! Der Mann bestrafte Khawa mit einem stechenden Blick, der von seiner Eule untermalt wurde. Beide starrten gleich finster um Khawa zu ermahnen.

Jules l├Ąchelte den Kollegen entwaffnend an und warf dann einen Blick ├╝ber die Schulter zu Khawa.

"Danke f├╝r das Kompliment. Nein, das hat mir bis jetzt noch keiner gesagt. Bis jetzt hat sich auch noch keiner gro├č daf├╝r interessiert ob mein Hintern knackig w├Ąre. Sch├Ân dass er Dir gef├Ąllt, ich kann das Kompliment nur zur├╝ckgeben", schmunzelte Jules gut gelaunt.

Der Chevalier deutete auf die S├╝mpfe.

"Comte Massimo de la Cantillions Blick spricht gerade B├Ąnde. So nah an den S├╝mpfen behagt mir selbst nicht. Ich werde Gufo das ganze ├╝berfliegen lassen. Hier k├Ânnte die Landschaft selbst unser Feind werden B├Âhnchen. Die meisten Pferde sind samt Reiter sehr schwer, von den Kutschen m├╝ssen wir erst gar nicht sprechen. Wir m├╝ssen ab hier unseren Weg sehr weise und mit Vorsicht w├Ąhlen", erkl├Ąrte Jules.

`Ferner hat uns Massimo gerade mental gewarnt. Er teilte uns mit, dass einige der Ritter nicht das Visier hoben. Soweit so gut, das haben wir mitbekommen. Aber er wies auf den Umstand hin, dass die Banner eventuell tats├Ąchlich aus dem Hause Ehveros stammen. Dies muss aber noch lange nicht hei├čen, dass dies f├╝r die Bannertr├Ąger gilt. Er bef├╝rchtet, dass jene die ihr Gesicht verbargen generell etwas zu verbergen haben. Kurzum er ermahnte uns zur Vorsicht, dass es sich nicht um eine Falle handelt. Sprich die Gruppe ist eventuell kein Begleitschutz. Halt die Augen offen B├Âhnchen┬┤, teilte Jules seinem Mann mental mit.

De Mireault rief mental nach Gufo und streckte den Arm aus. Wenige Augenblicke sp├Ąter sp├╝rte Khawa den Windzug des gewaltigen Uhus, ohne dass man das Tier hatte heran nahen h├Âren. Sein Flug war lautlos und ebenso lie├č er sich auf dem Handschuh seines Herrchens nieder.

Jules und Gufo schauten sich einen Moment lang an, sie schienen nonverbal miteinander zu reden. Dann warf der Chevalier das gewaltige Tier wieder in die Luft und Gufo war mit einigen Fl├╝gelschl├Ągen aus ihrem Sichtfeld verschwunden.

"Er h├Ąlt f├╝r uns die Augen offen", erkl├Ąrte Jules und klopfte Khawa kurz auf den Oberschenkel.

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Golir Greifenfeder
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Re: Das Land Ehveros

#4

Beitrag von Golir Greifenfeder » Sa 17. Feb 2018, 15:06

Golir Greifenfeder:

ÔÇ×Danke, mein K├Ânig. Es freut auch mich euch zu sehen,ÔÇť Golir verneigte sich leicht mit einem l├Ącheln. Auch das Gesicht des Afteraktmagiers wurde ernst als Skaldor nach Dunkelbruch fragte.

ÔÇ×Er und einige seiner M├Ąnner sind wohlauf. Ein Bote berichtete uns auch von einem erfolgreichen einstellen der K├Ąmpfe. Sie fingen auch an....unsere Gefallenen zu bergen. Das ist der letzte Kenntnisstand den ich habe. Verzeiht.ÔÇť
Golir nickte leicht entschuldigend.
ÔÇ×Wie ist es euch derweil ergangen, wenn Ihr mir die Frage erlaubt?ÔÇť

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Re: Das Land Ehveros

#5

Beitrag von Ricarda von Ehveros » Sa 17. Feb 2018, 15:22

Der Tross erreichte den Landsitz von Filipe am n├Ąchsten Morgen, gleich in der fr├╝h. Doch es war eher eine riesige Burg als ein kleiner Landsitz man sah gro├če Mauern und ebenso Wehrt├╝rme man musste diese Burg in fr├╝heren Zeiten strategisch genutzt haben doch diese Zeiten waren offensichtlich vorbei, die Burg lag an einem gro├čen Fluss und wenn man gen Westen blickte erkannte man die Ausl├Ąufer der Stadt Drakenstein deutlich. Die Eskorte die von Filipe selbst geschickt war f├╝hrte den Tross ├╝ber eine gigantische Zugbr├╝cke hinein in den gro├čen Innenhof der Festung. ├ťberall waren Menschen es waren H├Ąndler die nur vor der Burg versuchten ihre Ware an den Mann zu bringen in der Burg jedoch h├Ârte man, den Klang von Trompeten die, die Ankunft der G├Ąste willkommen hie├čen. Man sah Kammerdiener die von a nach b liefen ebenso sah man viele Reiter und auch Gardisten die die Mauern bewachten und Wache an s├Ąmtlichen Eing├Ąngen der Festung hielten.

Doch waren dort auch viele Menschen die wie gebannt ihre Ankunft erwarteten, es waren viele Adlige aus Ledwick und auch ebenso viele aus Ehveros dort die sich versammelt hatten um zu sehen, wer denn nun der Einladung des F├╝rsten gefolgt war. Die Stimmung war heiter und auch euphorisch es war wichtig das die G├Ąste hier waren somit konnten, die Menschen die Schrecken des Krieges hoffentlich bald hinter sich lassen und nach vorne schauen. Der Gardist stieg ab und seine restlichen M├Ąnner sowie Frauen taten es ihm gleich, sie gingen schweigend zu den Stallungen, im selben Augenblick ├Âffneten sich die schweren T├╝ren und hinaus schritt ein einzelner Mann, er war in einer Robe geh├╝llt die das Wappen des Hauses Ehveros trug es war ein goldener L├Âwe auf blauem Hintergrund. Er kam auf den Tross zu und blieb vor ihm stehen "mein Name ist Rowald" er verneigte sich tief und fuhr fort "ich bin der Verwalter seiner Majest├Ąt Filipe dem vierten". "Ich danke euch im Namen meines Herren das ihr der Einladung gefolgt seid, bitte ihr m├╝sst ersch├Âpft sein nach so einer langen Reise, bitte folgt mir ich werde euch zu meinem Herrn f├╝hren, eure Pferde sowie euer Gep├Ąck wird in der Zeit von unserer Dienerschaft entgegen genommen und versorgt euer Gep├Ąck wird nat├╝rlich auf eure Quartiere gebracht, wir haben den Ostfl├╝gel f├╝r euch hergerichtet wenn ihr mir, bitte folgen w├╝rdet". Der Verwalter wartete bis alle aus ihren Kutschen ausgestiegen waren, danach schritt er los er bem├╝hte sich die H├Âheren Herrschaften nicht direkt anzublicken und sprach untert├Ąnigst weiter. "Mein Herr befindet sich im Thronsaal dort m├Âchte er euch in Empfang nehmen sofern ihr, nicht all zu ersch├Âpft seid von eurer Reise" s├Ąuselte er nach Engelszungen weiter, sie schritten ihm hinterher und sahen in den G├Ąngen, eingerahmte Landkarten oder auch Staturen von verschiedenen L├Âwen oder Herrschern deren Regenschaft lange zur├╝ck liegt.

Sie kamen letzten endlich an einer gro├čen Eichent├╝r an ebenfalls standen vor ihr zwei Wachposten, als sie sahen mit wem der Verwalter auf die T├╝r zu kam verbeugten sie sich ebenso. Rowald schaute zu dem Duc und sprach "euer Ruf eilt euch voraus" danach nickte er den Wachen zu die, beide die schweren T├╝ren aufstemmten. Rowald schritt voran die G├Ąste folgten ihm, der Saal war wie eine Kathedrale erbaut worden diese wurde von sechs S├Ąulen gest├╝tzt und endete auf einem h├Âher gelegenem Podest auf dem der Thron stand, zu diesem kam man nur in dem man die Treppe nutzte die auf dem Boden anfing. Auf dem Thron sa├č Filipe der vierte, er war ein alter Mann mit grauem Haar und einem grauen Kinnbart. Seine K├Ârpergr├Â├če hatte bereits abgenommen das war wohl dem Alter zu verdanken der Zahn der Zeit nagte besonders an den Menschen das sah man an ihm deutlich. Doch er hatte immer noch eine erbietende Erscheinung soviel stand fest. In dem Saal waren ansonsten keine G├Ąste er empfing sie sozusagen allein, der Verwalter schritt vor und k├╝ndigte seine G├Ąste an mit Titel und Namen, zu mindestens war das beim Duc und dem Zwergenk├Ânig der Fall. Filipe nickte und grinste m├╝de der Verwalter verbeugte sich abermals und schritt weiter nach vorn, zu der Treppe und blieb dort stehen wo sie begann. Die G├Ąste standen ebenfalls ein gutes St├╝ck vor der Treppe, der F├╝rst erhob sich und schritt sie herunter es waren ungef├Ąhr vier Stufen. Als er unten angekommen war, nickte er den fremden G├Ąsten zu die er noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hatte. Doch eine Person kannte er ebenso seinen Vater vor ihm. "Ich bedanke mich f├╝r euer kommen Duc von Souvagne ihr habt die Erscheinung eures Vaters" er blickte in die Runde und fuhr fort "das habt ihr offensichtlich an eure Kinder weiter gegeben". "Es freut mich ebenso das die Zwerge unter ihrem K├Ânig die Reise angetreten haben, wir haben alle wohl das gleiche Ziel" sprach er. Als sein Blick bei Tarkan h├Ąngen blieb z├Âgerte er einen Moment und f├╝gte hinzu "wir alle, haben das gleiche Ziel" danach schaute er wieder zum Duc.

"Ihr m├╝sst ersch├Âpft sein nach so einer Reise wir haben f├╝r jeden von euch Zimmer herrichten lassen, ebenso ist f├╝r genug Speis und Trank gesorgt worden". Er schritt wieder hinauf auf seinen Thron und als er sich wieder setzte, f├╝gte er hinzu "ich w├╝rde euch bitten euch auszuruhen, es ist fr├╝h am Tag wir sollten uns heute Abend wieder zusammen finden und dann mit den Verhandlungen beginnen wir haben vieles zu bereden, ebenso vieles zu beschlie├čen". "Ich hoffe ihr seid damit einverstanden?". Rowald trat vor und schaute die G├Ąste fragend an, niemand wollte ihnen auf die F├╝├če treten oder unh├Âflich sein. Soweit sie einverstanden waren w├╝rde er sie nun alle zu ihren Quartieren f├╝hren, damit sie sich ausruhen konnten und etwas zu essen zu sich nehmen konnten, jedes der Quartiere war f├╝r zwei G├Ąste konzipiert und hergerichtet worden, ebenso war ein Bad an jedem Zimmer angeschlossen und die Kammerdiener waren wohl darauf getrimmt worden, jeden Wunsch der G├Ąste zu erf├╝llen wirklich jeden! Die Festung an sich ebenso der F├╝rst waren ein Anblick f├╝r sich, doch nirgends sah man die Tochter des F├╝rsten.

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Re: Das Land Ehveros

#6

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Sa 17. Feb 2018, 15:30

Der Zwergenk├Ânig blickte ernst drein seine H├Ąnde ballten sich zu F├Ąusten, doch er lie├č letztlich etwas locker und schnaufte. "Dieser Krieg ist so gut wie vorbei, ich denke die Festung Dunkelbruch sind wir vorerst los" sprach er sichtlich traurig und ersch├Âpft zugleich. "Wichtig ist erst einmal das wir den Frieden besiegeln damit, wir Niwar vor einer Invasion sch├╝tzen und unser Volk nun endlich in Ruhe leben kann, wie sieht das der Rest des Rates alter Freund?".

Als sie am n├Ąchsten morgen in Ehveros ankamen staunte Skaldor nicht schlecht als sie in die Festung gef├╝hrt wurden. Ebenso war Filipe selbst f├╝r einen Menschen schon sehr alt, die Zwerge wurden in so einem Alter eher Vollj├Ąhrig doch auch ihr langes Leben war nicht immer ein Geschenk besonders in Zeiten wie diesen. "Im Namen des Zwergenvolkes danken wir euch f├╝r eure Einladung ebenso, danken wir f├╝r die Gastfreundschaft die ihr uns hier anbietet" sprach der K├Ânig laut aus und nickte ihm sichtlich zu. Golir und Skaldor waren jetzt die einzige Hoffnung der Zwerge das sie, den bestm├Âglichen Frieden f├╝r ihr Volk sicherten. Von nun an war jede Verhandlung wichtig und zugleich gef├Ąhrlich er war sichtlich beruhigt das Golir bei ihm war, er war ├Ąlter und hatte auch an mehr Verhandlungen teilgenommen sein Rat und Erfahrung war f├╝r den K├Ânig nun von unsch├Ątzbaren Wert.

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Re: Das Land Ehveros

#7

Beitrag von Golir Greifenfeder » Sa 17. Feb 2018, 16:21

Golir Greifenfeder:

ÔÇ×Sorgt euch nicht zu sehr, wir h├Ątten mehr verlieren k├Ânnen,ÔÇť versuchte Golir seinen j├╝ngeren Freund und K├Ânig auf zu muntern.

ÔÇ×Der gro├čteil des Rates vertritt die gleichen Ansichten wie Ihr. Nur der Kriegsmeister murrte ein wenig da es ihm wie ein gro├če Niederlage erscheint. Und mein Sohn Galaar meinte das unter seinen Metallschmiede Kollegen erz├Ąhlt wird, das ihr oberster Meister auch nicht ganz gl├╝cklich ist. Ihr k├Ânnt ihn gerne dazu befragen er ist mit mir gekommen. Aber diese beide profitieren nun einmal am meisten von Kriegen.ÔÇť
Golir seufzte kurz.
ÔÇ×Die beiden werden sich aber kaum gegen das Wohl unseres Volkes stellen seit dem versichert. Und selbst wenn. Die Bef├╝rworter f├╝r Frieden sind im Rat in der Mehrzahl.ÔÇť

Als sie Ihr Ziel erreicht hatten begutachtete Golir mit Interesse die Baufertigkeiten dieses Menschenk├Ânigreiches. Zwar war er kein Steinmetz aber er fand es durch aus gelungen, auch wenn es nicht mit den Hallen bei ihnen zu Hause mithalten konnte. Im Thronsaal hielt sich Golir etwas hinter Skaldor auf und verneigte sich leicht vor Felipe. Nur dem K├Ânig geb├╝hrte es vorne zu stehen um alle Zwerge zu repr├Ąsentieren.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Das Land Ehveros

#8

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Sa 17. Feb 2018, 17:34

Ciel war noch v├Âllig benommen, als sie in Drakenstein ankamen. Offenbar war das Ziel ihrer Reise doch n├Ąher gewesen, als erwartet. "Warte in der Kutsche", sagte er zu Dreaux. "Wenn ich mein Quartier bezogen habe, hole ich dich ab. Bis dahin hast du hier alles, was du brauchst, Essen, Trinken, was zu Rauchen, was zu Lesen und ein Bett. Du kannst dich von allem nach Herzenslust bedienen, f├╝hle dich wie zu Hause. Ich schlie├če die Kutsche von au├čen ab, aber man kann sie auch von innen aufschlie├čen. Ich lasse dir den Zweitschl├╝ssel hier. F├╝r Notf├Ąlle hat die Kutsche einen doppelten Boden, die Klappe findest du unter dem Teppich. Wenn du dich flach machst, kannst du dich darin verstecken. Von der verborgenen Kammer aus kannst du auch nach unten aus der Kutsche heraus klettern, nicht nur nach innen. Aber ich glaube nicht, dass das n├Âtig sein wird. Also dann, gehabt Euch wohl."

Ciel verschloss die Kutsche, in der inzwischen auch Ferreau sa├č. Nathan und Khawa begleiteten ihn zum Empfang im Thronsaal, wo er erstmals den ber├╝chtigten Gro├čherzog Felipe sah. Aufgrund der Nachwirkungen der Drogen waren Ciels Pupillen stark geweitet, seine sonst blauen Augen wirkten schwarz, ansonsten hatte er sich hervorragend im Griff. Er benahm sich tadellos, ein Bild von einem royalen Musterkind. Er nahm jedoch alle Sinneseindr├╝cke ├╝berdeutlich war. Die Ger├╝che waren wie unsichtbare Duftfahnen, denen er m├╝helos h├Ątte folgen k├Ânnen, die Ger├Ąusche waren so dreidimensional, dass er sie alle auf den Zentimeter genau in Richtung und Entfernung Orten konnte.

Khawa hielt sich dichter als sonst bei ihm, als sie den Thronsaal wieder verlie├čen. Er wusste sofort, was mit Ciel los war, und dr├Ąngelte Nathan zur Seite. Im Zweifelsfall traute er sich selbst eher zu, Ciel beizustehen, als dem zartf├╝hligen Barden. Ciel sah das ebenso. Khawa war im Gegensatz zu Nathan selbst mit dem Einsatz von Drogen vertraut, besonders als leistungssteigerndes Mittel im Ernstkampf. Er w├╝rde erkennen, wenn es Probleme gab und wissen, wie darauf zu reagieren war. Nathan trottete geknickt im Abseits hinterher. Ciel schmunzelte gut gelaunt.

"Ich h├Ątte gern ein Zweibettzimmer, falls ich Bedarf an weiblicher Gesellschaft versp├╝ren sollte, ausgestattet mit einer Kammer f├╝r zwei Leibdiener", informierte er einen der Bediensteten, die dem Quartiermeister unterstanden. "Ich besitze zwei und w├╝nsche sie beide bei mir zu haben." Er hatte nicht vor, Khawa Urlaub zu g├Ânnen auf dieser Reise, als Rache f├╝r seinen neuerlichen Zustand als freier B├╝rger. Der gab sich keine M├╝he, seinen Missmut zu verbergen, doch das scherte Ciel nicht. Das zweite Bett war nat├╝rlich f├╝r seinen Bruder gedacht und nicht f├╝r irgendein nerviges Weibsbild. "Ach ja, und ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz sollte vorzufinden sein."
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Re: Das Land Ehveros

#9

Beitrag von Komavan » Sa 17. Feb 2018, 17:42

Komavan boxte Massimo gegen die Schulter. "Na, du Rumtreiber. Hast du mich vergessen oder absichtlich zur├╝ckgelassen, um deine Ruhe zu haben? Wenigstens eine Notiz w├Ąre gut gewesen oder einen der Diener mich informieren zu lassen." Dann begr├╝├čte er Massimos Holde. "Hallo, Moni. Ich werde ├╝ber euch wachen. Ihr m├╝sst mir nur sagen, wo euer Quartier ist, damit ich dort Stellung beziehen kann."
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Re: Das Land Ehveros

#10

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 17. Feb 2018, 17:46

Sie erreichten den Residenz von Felipe von Ehveros in aller Fr├╝he. Der Tag erwachte soeben, dennoch herrschte bereits reges Treiben. Der Amtssitz von Felipe glich einem Bollwerk, ganz ├Ąhnliche Burgen besa├čen die meisten Adelsh├Ąuser in Souvagne. Sogar der Duc besa├č einige und eine besondere stellte den letzten m├Âglichen R├╝ckzugsort der Familie dar, sollte jemals das schlimmste aller Ereignisse eintreffen. Burg leitete sich von beherbergen ab und Maximilien hoffte, dass auch diese Burg ihrem Namen gerecht wurde.

Der Tross passierte eine gigantische Zugbr├╝cke und sie wurden als Staatsg├Ąste feierlich und mit allen W├╝rden empfangen.

Auch bei dem donnernden Trompetenhall blieb Alcanterra das Streitross des souvagnischen Gro├čherzogs die Ruhe selbst. Da die meisten davon ausgingen, dass sich der Duc in einer der Kutschen befand, legte dieser seinen Reiseumhang ab und reichte ihn an Fabien weiter. Maximilien empfand es als ungeb├╝hrlich vermummt und quasi inkognito in das Herrschaftshaus eines anderen K├Ânigs einzureiten.

Die umstehenden, neugierig wartenden Zuschauerreihen bestehend aus Adligen wie auch dem gemeinen Volk wurden somit mit einem Blick auf den souvagnischen Duc in voller Prunkr├╝stung belohnt. Auf der Brustplatte prangte gro├č in goldenen Farben der Souvagnische Adler, dass Staatstier wie auch Wappen Souvagnes. Das die R├╝stung mehr als hoheitliche Zierde sah, konnte man ihr eindeutig ansehen. Das Schwert dass er an seiner rechten Seite trug, war kein Zierrat und auch keine Reichskleinodien, sondern eine tats├Ąchliche Waffe die ihre Feuer- und Bluttaufe schon seit Jahrzehnten hinter sich hatte. Sein langes, wei├čes Haar trug Maximilien zusammengebunden, dennoch stach es unter all den anderen dunkleren Haarsch├Âpfen eindeutig hervor.

Die Stimmung aller Umstehenden, wie die der Bev├Âlkerung konnte nicht besser sein. Sie waren ausgelassen, geradezu gl├╝cklich. Die Menschen hofften genau wie ihre Herrschaften, dass der Krieg mit dieser Zusammenkunft ein Ende finden w├╝rde.

Maximilien lie├č seinen gef├Ąlligen Blick ├╝ber die Menschenmenge schweifen.

Ein Diener trat auf den Tross zu und begr├╝├čte sie im Namen seiner Majest├Ąt Felipe dem Vierten von Ehveros. Der Duc nickte wohlwollend als Zeichen seiner Anerkennung.

"Wir danken dem Gro├čherzog Felipe dem Vierten von Ehveros f├╝r seine Einladung, wie auch f├╝r seine Gastfreundschaft. Wir werden seiner wie auch der Euren Bitte gerne entsprechen Rowald", antwortete Maximilien freundlich.

Zwei Knappen, wie auch Fabien halfen dem Duc vom Schlachtross. Als Rowald weitersprach und die F├╝hrung Richtung Thronsaal ├╝bernahm, folgten ihm in einem geb├╝hrlichen Abstand Maximilien Rivenet de Souvagne, samt seinem Leibdiener wie auch seiner Leibgarde.

Die langen G├Ąnge der stolzen Burg waren geschm├╝ckt mit Portraits vergangener Herrscher des Hauses von Ehveros, wie auch Statuen welche das Herrschafts- und Wappentier repr├Ąsentierten. Landkarten und weitere Statuen rundeten das Gesamtbild ab. Da Maximilien ein neugieriger Mann war, nahm er sich vor, beizeiten die Karten und Gem├Ąlde genauer zu studieren. Jetzt blieb daf├╝r keine Zeit.

Fabien der gemeinsam mit dem Palaisin genau einen Schritt hinter seinem Herrn lief, hatte weniger Augen f├╝r die Karten und die anderen Dekorationen. Ihm bereitete vielmehr Sorge, dass sein Herr unrasiert, unfrisiert und in R├╝stung bei Felipe vorstellig werden sollte. Bis auf ihn schien keiner daran Ansto├č zu nehmen, was Fabien sehr verwunderte. Gut, Maximilien war auch in der R├╝stung eine herrschaftliche Erscheinung, dennoch h├Ątte Fabien seinen Herrn lieber vorher zurecht gemacht. Die Reise hatte von allen ihren Tribut gefordert und auch Maximilien sah m├╝de aus.

Als sie vor einer gewaltigen Eichent├╝r ankamen, blieben sie kurz stehen. Rowald sprach den Duc pers├Ânlich an und sprach "Euer Ruf eilt Euch voraus". Der Duc quittierte das Gesagte mit einem freundlichen Nicken wie auch Schmunzeln.

Rowald lie├č die schwere T├╝r von den Wachen ├Âffnen und gab die F├╝hrung. Maximilien betrat den Thronsaal von Felipe dem Vierten samt seiner Begleitung. Die Leibgarde rund um den Palaisin blieb an der T├╝r zur├╝ck und ging auf ein Knie, w├Ąhrend der Duc ohne nach links oder rechts zu schauen auf das Podest zu schritt. Fabien folgte seinem Herrn auch hier und schritt geb├╝hrlich genau einen Schritt hinter seiner Majest├Ąt.

Maximilien blieb vor der Empore stehen, neigte kurz das Haupt und legte zeitgleich seine rechte Hand auf die linke Brust ├╝ber dem Herzen. Fabien hinter ihm ging auf ein Knie und schaute zu Boden wie es geziemend war an einem fremden Hof vor einem fremden Herrscher. Nur vor der eigenen Majest├Ąt ging man zwecks Beweis der v├Âlligen Unterwerfung auf beide Knie herunter.

Das Grinsen wie auch die pers├Ânliche Ansprache von Felipe von Ehveros beantwortete der Duc mit einem freundlichen Schmunzeln.

"Wir danken Euch Gro├čherzog Felipe von Ehveros f├╝r Eure Einladung und f├╝r Euer Kompliment. Leider ist Eure Tochter nicht zugegen, wir h├Ątten sie gerne einmal erblickt. Ihr geht Recht in der Annahme, wir alle haben das gleiche Ziel. Aus diesem Grund sind wir Eurer Einladung mit Freude gefolgt.

Die Gr├Â├če Eures Landes wird nur noch von Eurer Gastfreundschaft ├╝bertroffen Gro├čherzog, erneut geb├╝hrt Euch unser Dank. Wohlan wir werden Eure Gastlichkeit sofort in Anspruch nehmen und uns zur├╝ckziehen.

So sei es, treffen wir uns heute Abend wieder um gest├Ąrkt und ausgeruht verhandeln und zu Beschl├╝ssen finden zu k├Ânnen. Gehabt Euch Wohl, bis heute Abend Gro├čherzog Felipe von Ehveros. Wir verabschieden uns",
erkl├Ąrte Maximilien Rivenet de Souvagne.

Erneut erbot der Duc dem Gro├čherzog seinen Gru├č. Im gleichem Augenblick stand Fabien auf, so dass sie synchron den Thronsaal r├╝ckw├Ąrts verlie├čen. Der Duc aufrecht gehend, den Kopf nur gr├╝├čend geneigt, Fabien tief verbeugt wie es sich f├╝r einen Domestiken geh├Ârte. Als beide die T├╝r passiert hatten, folgte ihnen umgehend die Leibgarde.

Maximilien lie├č sich umgehend zu seinem Quartier f├╝hren. Fabien bat einen der Diener darum dem Duc ein hei├čes Bad einzulassen, sowie Wein, Kaffee und etwas zu Essen bereit zu stellen. Danach machte er sich gemeinsam mit Bellamy daran Maximilien aus der R├╝stung zu helfen.

W├Ąhrend der Palaisin in den Schlafgem├Ąchern des Duc Stellung bezog nahm dieser ein hei├čes Bad und erholte sich von der Reise.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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