Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Das Land Ehveros

Ehveros war das wohlhabendste Gro├čherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzul├Âsen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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Minette de Thibodeau
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Re: Das Land Ehveros

#31

Beitrag von Minette de Thibodeau » Mi 21. Feb 2018, 09:25

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Ricarda von Ehveros
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Re: Das Land Ehveros

#32

Beitrag von Ricarda von Ehveros » Mi 21. Feb 2018, 18:23

Der Tag ging zur Neige und die Schatten wurden l├Ąnger, in der Festung wurden die ersten Fackeln angez├╝ndet es war noch Winter und dieser machte sich bei der untergehenden Sonne deutlich bemerkbar. Man konnte die Anspannung f├Ârmlich riechen sie sogar schmecken, es war jedem auch anzumerken jeder hatte hier Grund zur Sorge den diese Verhandlungen w├╝rden alles ver├Ąndern. Der F├╝rst betrat als erster den Kartenraum, dieser war mit weiteren Bildern sowie Karten an der Wand ausgestattet hier und dort hingen auch Gem├Ąlde von, seinen Vorfahren. Er blieb vor einem Bild stehen, es war das Bild auf dem sein Vater festgehalten war. Dieser hatte Ehveros gegen die Barbaren aus dem Meer mehrere male vertrieben, hatte sich im Kampf gegen die Handelsallianz einen Namen gemacht. Ein wahrer Krieger war er gewesen, doch das Schicksal teilte sein Sohn Filipe nicht.

Der j├╝ngerer Bruder starb in der Schlacht ebenso sein Vater, doch Filipe war nie ein gro├čer Krieger gewesen. Er hatte andere f├╝r sich k├Ąmpfen lassen und damit war er bis zu diesem Krieg immer gut gefahren, doch dieses mal ging die Rechnung auf die Kosten anderer nicht auf jeder wusste das und er musste es unter besonders schmerzlichen Umst├Ąnden feststellen. Ricarda hatte viel mehr von ihrem Gro├čvater, sie war entschlossen und dickk├Âpfig doch auch dadurch sehr leicht reizbar und verlor des ├Âfteren die Beherrschung, ebenso hatte sie ein Talent gegen Regeln zu versto├čen doch das war es, was ihr Vater an ihr liebte Sie war alles was ihm noch geblieben war und nun? Nun rettete er seine Familie in dem er die Macht an sie weitergab. Was w├╝rde sein Vater wohl dazu sagen? Er h├Ątte ihn sicher dazu gedr├Ąngt noch eine Frau zu ehelichen und S├Âhne zu zeugen, viele Almanen gaben ihren S├Âhnen die Macht weiter und nicht ihren T├Âchtern, doch war Ricarda sein einziges Kind und von daher hatte er keine Wahl.

Das Bild hatte eine hypnotische Wirkung auf ihn doch dann zwang er sich dazu, den Blick abzuwenden den sein Vater war vieles doch kein guter oder g├╝tiger Vater. Sein Blick richtete sich nun auf einen gro├čen Tisch der die Mitte des Raumes ausf├╝llte, er war gro├č und auf ihr war die bekannte Welt mit allen bekannten Reichen drauf geschnitzt worden. Ihre Grenzen ihre Berge alles war dort, jeder Fluss jede Burg sogar jede Zwergenpforte man konnte sagen es war eine gro├če taktische Lagekarte.

Die T├╝r ├Âffnete sich und Rowald kam hinein, er verbeugte sich und kam auf Filipe zu "mein Herr, es ist soweit soll ich nach euren G├Ąsten schicken lassen?" der F├╝rst nickte knapp und setzte sich an einen Stuhl der so positioniert war das er an dem s├╝dlichsten Ende von Ehveros sa├č, dem Meer. Als Rowald hinaus schritt kam ihm eine Person entgegen die man garnicht wieder erkannte, es war seine Tochter Ricarda. Die Augen des F├╝rsten blickten gl├╝cklich auf seine Tochter, sie hatte ein helles Kleid an das mit einem leichten Gr├╝nstich versehen war. Ihr Haar war zu einer lockigen Frisur zurecht gemacht worden, ihre Wangen sowie ihre Lippen waren betonnt worden und sie schaute wahrlich aus wie eine K├Ânigin. "Nun schau nicht so!" stichelte ihr Vater sie "du siehst bezaubernd aus, wie eine K├Ânigin los setz dich mein Kind" sprach er, er war sichtlich ger├╝hrt. "Eine der Zofen hat ein blaues Auge glaube ich" sprach Ricarda k├╝hl l├Ąchelte dennoch etwas und schritt sehr zur Belustigung ihres Vaters auf den hohen Schuhen in seine Richtung, sie war offenbar anderes Schuhwerk gewohnt. Ihr R├╝cken war durch ein Korsett fixiert worden und auch das war, ihr offenbar unangenehm. Nichts desto trotz setzte sie sich neben ihren Vater und l├Ąchelte ihm zu "ich verstehe nicht, wieso ich nichts sagen darf Vater ebenso wieso ich nicht alle deine Entscheidungen kenne". Doch Filipe strich ihr eine Str├Ąhne aus dem Gesicht und sagte "diese Verhandlungen sind eine Chance f├╝r dich, mit diesem Reich von Null anzufangen ich m├Âchte nicht das du dich einmischt weil du dann, dadurch befangen w├Ąrst du sollst sofern alles klappt, neutral in deine Regentschaft gehen".

Beide warteten gespannt auf ihre G├Ąste und waren gespannt wie die Verhandlungen wohl ablaufen w├╝rden.

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Skaldor Dunkelerz
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Re: Das Land Ehveros

#33

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Mi 21. Feb 2018, 18:30

Das Lachen des K├Ânigs durchbrach die Stille "mein alter Freund Golir, das Lachen eines alten Mannes ist mir vertrauter als jedes andere Gesicht hier im S├╝den" sprach er und sah seinen alten Freund an. "Diese Welt wird sich ver├Ąndern, wir werden das tun was f├╝r uns am wichtigsten ist n├Ąmlich unser Volk sch├╝tzen!" der K├Ânig ├╝berlegte kurz und f├╝gte entschlossen hinzu "du wirst, mein Berater sein bei den Verhandlungen sofern ich irgendwas ├╝bersehe, wirst du mich darauf hinweisen anders herum ebenso". Er vertraute seinem Freund uneingeschr├Ąnkt und jetzt und hier war es von sehr gro├čer Wichtigkeit das, jedem der Zwerge klar war das sie umringt waren von eigentlich vollkommen Fremden.

Auf einmal klopfte es und eine Zofe kam herein "der F├╝rst Filipe der vierte, ruft euch und euren Berater zu den Verhandlungen K├Ânig Dunkelerz" sprach sie dem├╝tig und wartete auf seine bzw ihre Reaktion. "Golir alter Freund komm es geht los schreiben wir Geschichte" da Golir sa├č reichte er ihm die Hand um ihm aufstehen zu helfen.

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Das Land Ehveros

#34

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mi 21. Feb 2018, 19:38

Die letzten Sonnenstrahlen versanken blutrot hinter dem Horizont und die Nacht zog auf. Drau├čen auf den G├Ąngen der Burg, ihres Gastgebers Felipe dem Vierten, machte sich Betriebsamkeit breit.

Der Duc der Souvagne wurde von seinem Leibdiener auf die Verhandlungen vorbereitet.

Gekleidet war Maximilien in ein hochgeschlossenes, schwarzes Wams, welches mit dunkelroten Mustern verziert war. Darunter trug er ein schlichtes, schwarzes Hemd und dar├╝ber einen eben solchen ├ťberrock, der das dezente Muster des Wamses aufgriff. ├ťber all dem trug der Duc einen schweren schwarzen Nerzumhang mit den Gro├čherzoglichen Insignien Souvagnes.

Die Haare trug der Duc offen, so dass sein helles Haar von der Farbe seiner Kleidung unterstrichen wurde. Eine schwarze Hose, sowie schwarze Lederstiefel rundeten das Gesamtbild ab.

Der Duc verzichtete fast komplett auf Schmuck, bis auf seine Amtskette. Die m├Ąchtige, schwere goldene Kette lag weit ausladend um die Schultern des souvagnischen Gro├čherzogs. Das Wappentier Souvagnes, der Schreiadler schien sich regelrecht in das weiche Nerzfell des Umhangs zu schmiegen, so als w├Ąre selbst der Staatsinsigne die Tragweite der Verhandlungen bekannt.

Maximilien st├╝tzte sich auf seinen Gehstock und schmunzelte Fabien an. Der Gehstock war mehr als Dekor oder St├╝tzte, er war wie viele Gehst├Âcke verborgener Tr├Ąger einer Klinge um sich in einer Zwangslage noch verteidigen zu k├Ânnen. Ebenso trug Fabien einen versteckten Dolch um notfalls das Leben seines Herrn verteidigen zu k├Ânnen.

Fabien hatte sich in ├Ąhnlichen Farben gekleidet, wie es bei Amtsgesch├Ąften ├╝blich war. Er trug ebenfalls ein schlichtes Hemd, dar├╝ber allerdings einen gut gepolsterten Gambeson, sowie eine schwarze Hose und schwarze Stiefel. Lacomb hatte einen schwarzen, gesteppten Gambeson gew├Ąhlt, da dieser sogar vor Schwerthieben guten Schutz bieten konnte, aber leider nicht vor Stichen. Dennoch war er so das letzte Schild seines Herrn, wenn auch nicht dass aller sicherste.

Fabien lie├č Maximilien los, ging einen Schritt zur├╝ck und musterte ein letztes Mal pr├╝fend den Duc, bevor er zufrieden nickte.

"Und? K├Ânnen wir so unseres Amtes walten Fabs?", hakte Maximilien freundlich nach.
"Zweifelsohne Eure Hoheit. Eure Majest├Ąt Ihr seht beeindruckend aus", grinste Fabien.

Als ein Diener klopfte und Fabien ├Âffnete, teilte dieser den beiden mit, dass es Zeit sei, der Verhandlung beizuwohnen. Fabien bedankte sich f├╝r die Information und wandte sich Maximilien zu.

"Wenn Ihr bereit seid, folgt mir bitte", bat der Dienstbote des Hauses von Ehveros.
"Einen Augenblick bitte", bat Fabien und schloss wieder die T├╝r.

Der Leibdiener des Duc klopfte kurz an die Badezimmert├╝r. Dorthin hatten sich Minette de Thibodeau mit ihrer Zofe zur├╝ckgezogen, um sich ebenfalls auf die Verhandlungen vorzubereiten.
Fabien ├Âffnete nicht die T├╝r, da sich dies nicht geziemte. Er sprach statt dessen laut genug, damit Thekla ihn auch durch geschlossener T├╝r vernehmen konnte.

"Gro├čherzog Felipe der Vierte l├Ąsst zur Verhandlung bitten. Madame seid Ihr zum Aufbruch bereit?", fragte Fabien respektvoll.

Minette verlie├č gemeinsam mit Thekla das Bad. Maximilien neigte zum Gru├č leicht das Haupt und nickte Richtung T├╝r, w├Ąhrend er seiner Frau den Arm hinhielt. Minette legte ihm die Hand auf den Arm und gemeinsam mit Thekla, Fabien und Bellamy folgten sie dem Diener des Hauses. Vor dem Verhandlungsraum ├╝berholte Bellamy die Gruppe und trat als Erster ein. Er verneigte sich vor Felipe dem Vierten.

"Es erscheinen Duc Maximilien Rivenet de Souvagne in Begleitung seiner Frau, der ehrenwerten Madame Minette de Thibodeau", verk├╝ndete Palaisin.

Maximilien betrat nach der Ank├╝ndigung gemeinsam mit Minette an seiner Seite den Verhandlungsraum. Maximilien gr├╝├čte Felipe indem er die rechte Hand auf das Herz legte und sie dann zur Faust schloss, der in der Souvagne ├╝bliche Gru├č unter Gleichgestellten, w├Ąhrend sich Thekla und Fabien zum Gru├č verneigten.

"Wir gr├╝├čen Euch Felipe von Ehveros", sagte der Duc freundlich.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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Re: Das Land Ehveros

#35

Beitrag von Golir Greifenfeder » Mi 21. Feb 2018, 22:08

ÔÇ×Sehr gern, Skaldor,ÔÇť sagte Golir. Der alte Zwerg war aus diesem Grund her gekommen um seinem Freund nicht allein die B├╝rde tragen zu lassen. Aber auch um dem Zwergenk├Ânig unter all den Menschen ein Vertrauter sein zu k├Ânnen.
Der Blick von Golir fiel auf die T├╝r als es klopfte. Er nickte kurz als die Zofe ihre Botschaft ├╝berbracht hatte.

ÔÇ×Ja, mein K├Ânig. F├╝r unser Volk und alle anderen,ÔÇť antwortete der Artefaktmagier als er die helfende Hand des K├Ânigs ergriff und sich aufrichtete.
ÔÇ×Danke. Nach euch.ÔÇť
Golir machte eine Handbewegung zur T├╝r hin.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Das Land Ehveros

#36

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Do 22. Feb 2018, 10:06

Massimo

hatte seine Frau gebadet uns sich selber nat├╝rlich genauso. Am Abend kam die bestellte Fremdl├Ąnder Zofe. W├Ąhrend Moni sch├Ân gemacht wurde, zog sich Massimo passend f├╝r den Anlass an. Er trug keine R├╝stung, sondern eine Robe.
Gemeinsam ging er mit Moni und seinen Br├╝dern zum Verhandlungsraum, als sie abgeholt wurden.
Massimo gr├╝sste Felipe von Ehveros. Danach gr├╝sste er seinen Herrn. Mit Moni und seine Br├╝der stellte er sich zur Seite. Vorne die Pl├Ątze waren f├╝r die Herrn die verhandeln w├╝rden. Gespannt wartete er ab.

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Tsaagan von Alkena
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Re: Das Land Ehveros

#37

Beitrag von Tsaagan von Alkena » Do 22. Feb 2018, 13:05

F├╝rst Tsaagan wurde von seinem Leidiener ebenso in den Ratsaal gef├╝hrt. Caligo erkl├Ąrte seinem fast blinden Herrn mental alles, was es zu sehen gab.

`Gro├čherzog Felipe und seine Tochter Ricarda warten momentan darauf, dass die letzten G├Ąste eintreffen. Der Duc de Souvagne samt Gemahlin sind bereits anwesend, samt einiger Vertreter des Hochadels, die mir nicht namentlich bekannt sind. Ebenso ist K├Ânig Skaldor Dunkelerz und einer seiner Ratsherren bereits zugegen. Mehrere Diener aus verschiedenen Gro├čherzogt├╝mern k├╝mmern sich um ihre Herren und die G├Ąste. Es macht alles einen zivilen, gepflegten und ordentlichen Eindruck. Vertreter aus Ledwick scheinen noch zu fehlen.`

Tsaagan machte sich nicht die M├╝he, die Augen zusammenzukneifen, um irgendwas in dem bunten Mansch zu erkennen. Es w├╝rde nur seine Mimik entstellen und so gut wie nichts zur Kl├Ąrung seines Sichtfeldes beitragen. Stattdessen bewegten sich seine Ohren und seine Nasenl├Âcher. H├Âr- und Geruchssinn waren ├╝ber die Ma├čen gut entwickelt und einige Ger├╝che konnte er bereits Personen zuordnen. Schwierig wurde es, wenn sie pl├Âtzlich das Parfum oder die Seifensorte wechselten. Aus diesem Grunde war es Caligo streng verboten, etwas anderes als Sandelholzduft zu verwenden. Der Duft war selten und wurde in allen Kulturen kaum benutzt.

"Wo ist Tarrik Tarkan?", fragte der F├╝rst laut.
Caligo blickte sich um. "Ich kann ihn nirgends sehen. Das letzte Mal sah ich ihn zur Begr├╝├čung durch Felipe, dann ging er nach drau├čen und seither habe ich ihn nicht mehr erblickt."
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Re: Das Land Ehveros

#38

Beitrag von Khawa » Do 22. Feb 2018, 13:25

Einige Stunden waren vergangen, seit Khawa Dreaux aus der Kutsche gerettet hatte. "Junge Herren, es ist an der Zeit. Die Versammlung hat sich bereits eingefunden", sagte Khawa besorgt. Die zwei Prinzen lagen nebeneinander r├╝cklings auf dem Doppelbett, starrten auf die Ornamente an der Zimmerdecke, kicherten und redeten Bl├Âdsinn. Ab und zu bewarfen sie sich gegenseitig im Liegen mit Kissen. Nebenbei a├čen sie ununterbrochen Orangen. Nathan sa├č am Bett, sch├Ąlte und bekam hin und wieder ein Kissen ins Gesicht, dass er gehorsam zur├╝ck ins Bett brachte, w├Ąhrend Ferrau noch immer in der Kammer herumw├╝hlte und sich dort vermutlich vor Dreaux versteckte, der ihn zuvor getreten hatte.

"Nathan, du nimmst Ciel, ich nehme Dreaux." Sie stellten die Prinzen auf die F├╝├če. Beide waren bereits fix und fertig angekleidet und die Diener machten ihnen nun noch mal die Haare ordentlich. "Wird es gehen? Oder soll ich Euch wegen Krankheit entschuldigen?"

"Nein", bestimmte Ciel energisch. "Wir werden dort erscheinen, wir sind schon fast wieder n├╝chtern. So hoch war die Dosis nun auch wieder nicht. Wie sehen meine Augen aus?"
Khawa starrte hinein. "Schwarz. Genau wie die von Dreaux."
"Und wenn schon, bei der Beleuchtung im Versammlungssaal wird das nicht weiter auffallen. Bist du so weit, Dreaux? Und wo ist dieser uns├Ągliche Ferrau? FERRAU! Beweg deinen Lahmarsch hier her!"
Khawa rieb sich die Schl├Ąfe. Man merkte durchaus noch deutlich, dass Ciel sich anders benahm als sonst. Solch eine Lautst├Ąrke und grobe Wortwahl w├Ąre sonst nie seine Art gewesen. "Ich werde Euch entschuldigen gehen."
"Bist du taub?", br├╝llte Ciel. "Ich sagte, dass wir bei der Versammlung erscheinen! Und zwar jetzt sofort! Wir gehen. Nathan, vergiss die Orangen nicht."

Khawa blieb nichts anderes ├╝brig, als sich zu f├╝gen. Ciel marschierte energisch voran. Seine Schritte waren sicher, er taumelte nicht und bewegte sich weitestgehend normal. Wenn man ihn nicht kannte, w├╝rde es nicht weiter auffallen. Er platzte allerdings in den Saal hinein, als h├Ątten alle nur auf sein Erscheinen gewartet. Er begr├╝├čte Gro├čherzog Felipe und die anderen Staatsoberh├Ąupter absolut korrekt und gesellte sich dann zu seinen Eltern. Hinter ihm ging Nathan mit einer Schale, in der sich die Orangenst├╝ckchen zu einem Berg t├╝rmten und w├Ąre am liebsten im Boden versunken. Um ihn aufzumuntern steckte Khawa dem Barden ein St├╝ck in den Mund, der es widerwillig verzehrte. Beil├Ąufig blickte Khawa sich um, ob auch sein Lieblingschevalier zugegen war.
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

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Re: Das Land Ehveros

#39

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Do 22. Feb 2018, 16:45

Dreux sch├Ąlte sich in qu├Ąlender Langsamkeit aus dem Bett, w├Ąhrend Khawa so f├╝rsorglich war, seine Haare zu richten. Sein neuer Leibdiener erkundigte sich bei seinem Bruder, ob er sie beide krankheitsbedingt entschuldigen sollte. Ciel verneinte dies und Dreux war sich sicher, dass man seinen Bruder in der ganzen Burg vernommen hatte.

Bevor er selbst etwas zu der ganzen Angelegenheit sagen konnte, st├╝rmte sein Bruder auch schon los wie ein w├╝tender Stier. Dreux blieb folglich nichts anderes ├╝brig, als seinem Bruder zu folgen, so wie es Khawa und Ferrau taten.

Khawa hatte wohlwei├člich einige gesch├Ąlte Orangen mitgenommen, von denen sich Dreux unterwegs bediente. Als sie an der T├╝r des Versammlungsraumes ankamen, marschierte Ciel einfach weiter. Dreux h├Ątte am liebsten laut geflucht, aber das geziemte sich nicht f├╝r einen Kronprinzen. Er strich sich sein Gewand glatt, atmete einmal tief durch und folgte dann Khawa.

Dreux verneigte sich h├Âflich vor Gro├čherzog Felipe dem Vierten von Ehveros. Danach gesellte er sich ebenso an die Seite seines Vaters und seiner Tante Minette de Thibodeau, so wie es Ciel vorab getan hatte. Seinen Vater gr├╝├čte Dreux ebenfalls mit dem geb├╝hrenden Respekt.

"Meine ehrerbietigsten Gr├╝├če Vater", sagte Dreux leise und schenkte seinem Vater ein etwas unsicheres Schmunzeln. Fabien zog aufgrund Dreux Anwesenheit kurz eine Augenbraue hoch.
"Dreux", antwortete Maximilien freundlich und schmunzelte zur├╝ck.

Der Kronprinz de Souvagne verkniff sich ein Grinsen, er freute sich ├╝ber die Reaktion seines Vaters. Dreux lie├č den Blick ├╝ber den Raum schweifen. Felipe sa├č am Ende des Verhandlungstisches und machte einen ├Ąu├čerst nachdenklichen Eindruck. Aber wegen Felipe oder den Verhandlungen war Dreux nicht hier. Jedenfalls nicht nur.

Vorrangig hatte ihn die Neugier getrieben. Und dort sa├č sie. Kerzengerade und von atemberaubender Sch├Ânheit. Seinen Bruder Ciel musste er erst gar nicht fragen, was dieser von Ricarda hielt. Aus diesem Grund warf Dreux seinem Vater einen Seitenblick zu, welchen Maximilien mit einem kurzen Blinzeln beantwortete. Dreux entspannte sich und nahm sich einige Orangenscheiben aus Khawas Schale.

"Vater wisst Ihr wo sich der Tarrik? Er ist nicht zugegen", fl├╝sterte Dreux, so dass es nur der Duc und jene h├Âren konnten, die nahe genug bei ihnen standen. Dennoch blieb er aufgrund der Umgebung und des Anlasses bei der formellen Rede.
"Nein, leider nicht. Uns deucht die Begr├╝├čung wurde seinerseits als Fauxpas oder gar als Affront aufgefasst. Wir lassen nach ihm schicken", fl├╝sterte Maximilien und wandte sich an seinen Leibdiener, "Fabien..."
"Sofort, schon unterwegs Eure Hoheit", antwortete Lacomb umgehend und zog sich lautlos und diskret aus dem Verhandlungsraum zur├╝ck.

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Jules de Mireault
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Re: Das Land Ehveros

#40

Beitrag von Jules de Mireault » Do 22. Feb 2018, 17:08

Gerade als Fabien den Verhandlungsraum verlie├č, betrat ihn Chevalier Jules Seymour de Mireault. Er verneigte sich vor dem Gro├čherzog von Ehveros und ebenso vor seinem eigenen Duc.

Auch Jules trug nicht seine ├╝bliche R├╝stung, samt Kapuze die sein Haupt und den Gro├čteil seines Gesichts verbarg. Heute hatte er sich ebenfalls dem Anlass entsprechend ebenfalls in entsprechender Robe gekleidet. Seine Gewandung war grau schwarz und er trug seine langen Haare ebenfalls offen.

Der Chevalier suchte kurz den Raum ab, dann hatte er gefunden, wen er suchte - Khawa.

Jules gesellte sich zum Duc de Souvagne, als dessen pers├Ânliches Himmelsauge und Berater stand ihm dies durchaus zu. Er stellte sich direkt neben Khawa, l├Ąchelte ihm gr├╝├čend zu und g├Ânnte sich w├Ąhrend der Wartezeit ebenfalls eine Orangenscheibe.

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