Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Das Land Ehveros

Ehveros war das wohlhabendste Gro├čherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzul├Âsen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Das Land Ehveros

#61

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 25. Feb 2018, 16:09

Maximilien h├Ârte Tarkan ebenfalls aufmerksam zu.

"Tarrik Euer Einwand war berechtigt. Bevor hier jemand etwas einfordert, sollte man bereit sein selbst etwas zu geben. Ferner ist keine der hier versammelten Personen ein Bittsteller. Der Ehrlichkeit geschuldet ben├Âtigen wir einander letztendlich alle nicht. Weder wir Euch noch Ihr uns.
Selbstredend bleibt es dann nat├╝rlich auch bei den bestehenden Verh├Ąltnissen, kurzum bei einem Krieg. Und dabei haben stets alle beteiligten Seiten verloren, auch wenn uns einige Personen etwas anderes wei├č machen wollen.

Schaut, es steht hier nicht zur Debatte ob wir einander ben├Âtigen, sondern ob wir einander w├╝nschen. Das ist ein kleiner aber gravierender Unterschied. W├╝nschen wir einander in einem freundschaftlichen Friedensb├╝ndnis?
Wir denken ja und dies schlie├čt Eure Person ein, sonst w├Ąren wir alle nicht hier und h├Ątten uns die Zeit wie auch die M├╝he der Anreise sparen k├Ânnen.

Ferner ein pers├Ânlicher Einwurf Tarrik, jene die sich offen f├╝r Neuerungen oder gegen kriegerische Auseinandersetzungen aussprechen, werden selten mit dem Status eines Helden belegt. Allerdings liegen die meisten Helden auf dem Friedhof. Um weiteres unn├Âtiges Sterben auf allen Seiten unter allen V├Âlkern zu verhindern sind wir hier.

Ihr seid hier, ebenso wie wir. Dass sagt f├╝r meine Person mehr ├╝ber Euch aus, als Ihr vermutet.
├ťber jeden, der dieser Verhandlung beiwohnt Tarrik.

Der Vernunft wird leider immer als letztes Geh├Âr geschenkt. Meinst leider nicht einmal nach solchen Katastrophen, wie dem Krieg selbst und jene Katastrophen die er nach sich zieht.

Diese Verhandlung h├Ątte vor dem Krieg stattfinden m├╝ssen, um diesen eventuell abwenden zu k├Ânnen. Bestand daran Interesse? Wurde ein Rat einberufen? Nein. ├äu├čerst bedauerlich, dass die meisten das Schwert vor dem Wort w├Ąhlen.

Aber wir hoffen, dass diese Versammlung als Gelegenheit von allen Anwesenden genutzt wird, diesen Umstand abzustellen und das Wort vor dem Schwert zu ergreifen.

Nun zu Eurem Einwand, vor einer Forderung ein Angebot zu unterbreiten. ├ťber Euer Volk haben wir uns bereits vor geraumer Zeit unsere Gedanken gemacht. Erlaubt uns hierzu vollkommen offen zu sprechen Tarrik.

Ihr beziehungsweise Euer Volk seid nicht der Krieg, sondern verzweifelt und in einer ausweglosen Situation. Eines seid Ihr noch werter Tarrik, ├Ąu├čerst pragmatisch veranlagt. Ihr versucht aus dieser f├╝r Euch sehr schlechten Situation das Beste zu machen. Nennen wir es doch einmal beim Namen. Dies sagen wir nicht um Euch blo├čzustellen.

Unser Angebot ist und bleibt folgendes.

Ihr sollt einen friedlichen rakshanischen Weg beschreiten. Einen den Ihr mit unserer Hilfe selbst findet. Hilfe zur Selbsthilfe Tarkan, dies sind unsere pers├Ânlichen Gedanken. Einen Weg der es Eurem Volk erm├Âglicht, ohne Krieg in Eurer lebensfeindlichen Umgebung nicht nur zu ├╝berleben, sondern gut zu leben.

Ihr raubt, da Ihr in Rakshanistan nichts zum ├ťberleben habt. Aber Eure Not gibt Euch nicht das Recht anderen zu schaden, diese auszurauben oder in Kriege zu st├╝rzen. Auch Ihr k├Ânnt das Wort nutzen. Die einfachste M├Âglichkeit etwas zu erhalten, ist danach zu fragen oder etwas zu erbitten.

Wir w├Ąren bereit Euch genau jene Hilfe zur Selbsthilfe zur Verf├╝gung zu stellen. Findet damit Euren Weg, findet einen rakshanischen Weg. Unsere einzige Bedingung f├╝r unsere Hilfe ist, die Zusage wie die Einhaltung eines dauerhaften Friedens.

Ob Ihr nun Ackerbau, Viehzucht oder die Jagd auf Halbwild erlernen m├Âchtet, wir stehen Euch mit unserem Wissen bei, ebenso mit den dazugeh├Ârigen Ausstattungen. Wir denken, dass die Jagd ein guter Ausstieg aus dem Raub sein k├Ânnte, bietet sie doch fast die gleiche oder eine ├Ąhnliche T├Ątigkeit.

Zum Punkt, dass die wenigsten Eures Volkes Interesse am Frieden haben und nur Kriege und Raubz├╝ge gew├Âhnt sind. Sicher hatten die Zwerge vor K├Ânig Dunkelerz ebenfalls einen anderen K├Ânig als die Souvagner vor unsere Person.

Wir vermuten, da K├Ânig Dunkelerz so freundlich war etwas ├╝ber sich preiszugeben, dass wir ganz ├Ąhnlich denken. Und wie er richtig auff├╝hrt, es wird immer neue Dinge geben denen man sich zuwenden muss. Das Gute sollte man ├╝bernehmen, das Schlechte verwerfen.

Eure Leute halten nichts vom Frieden, das mag sein.
Wie bereits einmal erl├Ąutert Tarrik.

Dann fragt Eure Kritiker was so erstrebenswert an einem nutzlosen Tod ist. Und weshalb diese bereit sind, junge leistungsf├Ąhige M├Ąnner und eventuell auch Frauen in einen sinnlosen Tod zu schicken, w├Ąhrend sie vermutlich selbst Zuhause im Zelt hocken bleiben. Ursache und Wirkung spielt hier eine immense Rolle.

Wer den Krieg glorifiziert, hat noch nie das ganze schreckliche Ausma├č eines Krieges erlebt.
Nicht nur dass Personen grundlos sterben, was schon verwerflich genug ist, nein auf Generationen schaden solche kriegstreibenden Gel├╝ste dem ganzen Volk.

Die fehlenden Personen fehlen nicht nur den Familie. Sie fehlen zum Lebensunterhalt. Und ganz profan sind Berge von Leichen erst einmal Krankheitsherde. Es werden Seuchen ausbrechen, die weiter Euren Leuten schaden. Es werden Kinder nicht geboren, da M├Ąnner fehlen.

Falls es der Wille dieser Personen ist, Euer Volk in den Abgrund zu f├╝hren, sind sie auf bestem Wege dahin.

Wie Ihr uns einst erkl├Ąrtet, habt Ihr kein Wort f├╝r Frieden.
Wir Souvagner haben aber eines f├╝r sinnlosen Tod - wir nennen es Krieg.

Niemand ist von uns so illusorisch anzunehmen, dass Ihr zusagt und morgen leben wir alle heiterer Gelassenheit zusammen. Auch die Wunden des Krieges m├╝ssen heilen. Und genauso wenig wie Euer Volk, wird das Volk der Zwerge oder einige V├Âlker der Almanen schnell vergessen was geschehen ist.

Ein B├╝ndnis muss genauso wachsen, wie die Umstrukturierung eines Volkes oder dessen Lebenswandel. Darin stimmen wir absolut mit Euch ├╝berein.

Die beste ├ťberzeugung f├╝r eine Ver├Ąnderung ist letztendlich doch, wenn alle Beteiligten bemerken, dass es ihnen unter den neuen Bedingungen besser geht als unter den alten Zust├Ąnden. Diese werden dann f├╝r sich und gegen ihre Kritiker sprechen Tarrik.

Kurzum wer m├Âchte noch in den Krieg ziehen, wenn er durch Ihre Neuerungen satt wird und gut lebt? Nat├╝rlich steht davor Arbeit, wie vor allen Dingen.

Dies w├Ąre unser Angebot, die Souvagne hilft dem Rakshanischen Volk bei dem Aufbau einer Infrastruktur. Als Gegenleistung erwarten wir die Zusicherung und die Einhaltung des Friedens",
erl├Ąuterte der Duc und gab Fabien ein kurzes, minimales Fingerzeichen. Der treue Leibdiener reichte seinem Herrn ein passendes Getr├Ąnk, so dass sich dieser weiterhin ganz auf die Verhandlungen konzentrieren konnte.
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Re: Das Land Ehveros

#62

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Fr 2. M├Ąr 2018, 13:04

Als er h├Ârte was Filipe sagte musste der Zwerg in sich hinein grinsen denn die Motive des F├╝rsten schienen zuerst offensichtlich, er wollte mehr Land und nutzte die Gelegenheit gut aus um klar auszusprechen was er wollte, das war direkt und man wusste wo der andere seinen Standpunkt hatte. Doch bei der Delegation aus Ledwick kam das nicht gut an das war nicht verwunderlich, doch wurde es gepr├╝ft ob es tats├Ąchlich einen Nachkommen gab, konnte das ein Zeichen daf├╝r sein das sie auf Zeit spielten? Im Endeffekt waren die Punkte Handel und Milit├Ąr f├╝r Skaldor wichtig ebenso die Zusammenarbeit in der Hinsicht Forschung w├╝rde beiden Seiten von Nutzen sein, er schaute zu Golir und nickte ihm kurz zu. Doch als Tarkan anfing los zu wettern und davon sprach das er an sich kein Interesse an, einem Frieden hatte und er als Ghulfutter enden w├╝rde war es f├╝r den Zwergenk├Ânig zu viel.

Die H├Ąnde zu F├Ąusten geballt schlug er auf die Tischplatte "da haben wir es doch!" sprach er laut aus "wir sind hier um den Frieden zu verhandeln, f├╝r einen Krieg den es schon immer gegeben hat! Ihr habt Dunkelbruch angegriffen und das mit allem was ihr hattet! Wir sitzen nur hier um daf├╝r zu sorgen das es nicht wieder passiert und ihr erz├Ąhlt hier vor allen! Das es noch andere wie euch gibt?!". Der Blick richtetet sich auf den Duc "wer sagt uns denn nicht, das sich sowas wiederholen k├Ânnte?! Es brauch nur einen wie ihn der die Truppen im Norden wieder eint und dann? Wir haben keine Festung mehr n├Ârdlich des Gebirges wir w├Ąren blind, sie k├Ânnten direkt vor eurem Reich oder meinen Pforten stehen!" der K├Ânig rang um Fassung. "Sollte ein neues Heer der Chaos aufgestellt werden, w├╝rden wir es zu sp├Ąt erkennen und k├Ânnten nicht handeln das hat er gerade zugegeben wenn wir uns hier nicht einig werden, sind wir in Gefahr da es nicht gesagt ist, das der n├Ąchste Anf├╝hrer des Chaos so offen ist mit uns zu sprechen!".

"Ich bin f├╝r neue B├╝ndnisse ich bin aber daf├╝r, das wir sie alle zusammen besiegeln und wir uns nichts vormachen, die Gefahr durch den Norden betrifft uns alle auch euch" er schaute auf Tsaagan und war nicht sicher ob dieser ihn sah oder nicht. "Sobald einer im Norden erf├Ąhrt das ihr hier, das Land zugesprochen bekommt wisst ihr wie ihr gesehen werdet? Selbst wenn diese Personen euch nicht feindlich gegen├╝ber stehen was werdet ihr tun? Euch mit ihnen verb├╝nden? Wir m├╝ssen handeln und uns einigen!". Zwerge waren bekannt f├╝r ihr Temperament und auch hier war er das beste Beispiel, jeder musste wissen das die Gefahr abgewandt war, ja der Krieg war vorbei doch f├╝r wie lange? Sie mussten anfangen f├╝reinander einzustehen den wenn sich das Chaos erneut erhob, waren die Zwerge nicht m├Ąchtig genug sie aufzuhalten, diese Tatsache zeigte der Welt das jedes Volk geschlagen werden konnte wenn es allein stand doch gemeinsam w├╝rden sie ein Zeichen setzen das musste jeder begreifen.

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Das Land Ehveros

#63

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 2. M├Ąr 2018, 13:41

Der Duc musterte den Zwergenk├Ânig besonnen.

"Niemand sagt uns dies werter K├Ânig Dunkelerz. Ebenso wenig hat uns jemand gesagt, dass sich drei almanische Gro├čherzogt├╝mer samt dem Goblin-K├Ânigreich ohne jede Absprache an einem Krieg beteiligen w├╝rde. Ferner wurde uns nicht gesagt, dass dabei ungefragt fremdes Land betreten und dort Eigentum entwenden werden w├╝rde. Gleichg├╝ltig dessen, was aus den Besitzern wird, oder welche Konsequenzen dies f├╝r die dortigen Bewohner haben k├Ânnte.

Man k├Ânnte daraus den R├╝ckschluss ziehen, dass den drei Gro├čherzogt├╝mern, samt den Goblins Euer Volk wichtiger und n├Ąher war als das unsere - die Souvagne. Ein Affront? Eine bewusste Missetat? Oder schlichtweg fehlende Voraussicht und Planung? Wie dem auch sei, diese Handlung hinterlie├č einen ├Ąu├čerst... faden Beigeschmack was uns anbelangt.

Kriegerische Akte sind von jeder Seite jederzeit m├Âglich. Ein passender Grund zur Rechtfertigung wurde bis jetzt immer noch aus dem Hut gezaubert. Dies ist wohl nicht nur uns bewusst.

Ferner sitzen wir hier nicht nur um zu verhindern, dass nie wieder das Reich der Zwerge angegriffen wird oder im Besonderen Dunkelbruch.

Wir haben uns hier eingefunden, damit wir ALLE im Konsens einen Frieden beschlie├čen, der uns ALLEN Vorteile verschafft.

Kurzum wir versuchen hier fast das Unm├Âgliche zu erreichen - n├Ąmlich einen Kompromiss der alle Seiten als Gewinner hervorgehen l├Ąsst, damit ein Krieg nie mehr von N├Âten sein wird.

F├╝r das Krieg f├╝hren wollen, daf├╝r kann niemand seine Hand ins Feuer legen. F├╝r das was ein kriegstreibender Nachfolger eines der hier Anwesenden plant, kann keine Person sprechen. Weder Ihr f├╝r Euren Nachfolger K├Ânig Dunkelerz, noch wir f├╝r den unseren, noch sonst eine Person.

Bringen wir es doch mal auf den Punkt, was von Tarrik Tarkan im Moment verlangt wird.

Stellt Euch vor, Eurer Konzession folgend, w├╝rde Tarrik Tarkan ohne jede Bedingung dem angedachten Friedensabkommen zustimmen. Was bedeutet dies f├╝r diesen Mann und sein Volk? Wir gehen davon aus, sie halten sich an den Frieden.

Dies hie├če, sie haben weder Nahrung durch Raubz├╝ge, noch durch Erwirtschaftung auf ihrer eigenen Scholle. Tarkan k├Ânnte uns ebenso gut gleich mitteilen, in welche Ecke er sich samt seinem Volke zum Sterben niederlegt.

Ihr habt Recht, dass etwas wie Dunkelbruch nie wieder geschehen darf.

Aber ebenso hat es nie wieder vorzukommen, dass man B├╝ndnispartner ├╝bergeht und diese fast mit in einen Krieg zieht, der nicht der ihre ist. So etwas wie die vermeintliche zur Hilfeeilung, ohne R├╝cksicht auf Verlust, ohne dass man die B├╝ndnispartner ├╝ber seine Vorhaben informiert, hat nie wieder stattzufinden.

Ein B├╝ndnis ist keine Einbahnstra├če.

Und hier schlie├čt sich der Kreis. Wir w├╝nschen Frieden von Tarrik Tarkan. Sein Volk w├╝nscht Nahrung und ein Auskommen. Wir gehen davon aus, dass beides in Einklang zu bringen im Bereich des M├Âglichen liegt. Best├╝nde kein Interesse w├Ąre der Mann nicht hier.

Ihr werter K├Ânig Dunkelerz verteidigt ebenso vehement die Interessen des Zwergenvolkes, wie Tarrik Tarkan des Chaosvolkes.

Ferner erinnern wir gerne daran, dass sich F├╝rst Tsagaan bis jetzt den Verhandlungen v├Âllig zugewandt gezeigt hat K├Ânig Dunkelerz. Ebenso erinnern wir gerne an die bereits erreichten Absprachen.

Gewiss ist im Moment bezogen auf die Hohe Mark und F├╝rst Tsagaan nur eines, im Gegensatz zu dem vorherigen Herrscher der Hohen Mark Roderich, hat F├╝rst Tsagaan keinen grundlosen Almanischen Krieg losgetreten, sondern er hat sogar seinen neuen Untertanen Schutz und Schirm zugesichert.

Schutz und Schirm wurden von Roderich mit F├╝├čen getreten, als dieser Herrscher ohne jede Absprache in einen Krieg zog und sein Volk grundlos opferte. Denn bis dato war sein Volk nicht von den Kriegswirren bedroht, was so eine Ma├čnahme gerechtfertigt h├Ątte.

Folglich wollen wir F├╝rst Tsagaan nicht vorab verurteilen, denn bis jetzt hat sich dieser Mann nichts zu Schulden kommen lassen, es sei denn Ihr wertet einen Sieg als Schuld.

Ihr wie auch das Chaos wart aktive Kriegsparteien K├Ânig Dunkelerz.
Die restlichen Kriegsparteien wurde hinzugezogen - beziehungsweise haben sich hinzu ziehen lassen.

Allerdings stimmen wir mit Euch absolut ├╝berein, dass wir jetzt handeln m├╝ssen.
Selbst redend w├╝nschen wir ebenso Frieden, unser Weg war stets der friedliche Weg.

Hier und heute sollten wir zu einer ├ťbereinkunft kommen, aber dennoch nicht ├╝berst├╝rzt.
In der Gemeinsamkeit soll die St├Ąrke dieses B├╝ndnisses liegen.

Dies bedeutet auch, auf die Belange und Bed├╝rfnisse seiner B├╝ndnispartner R├╝cksicht zu nehmen",
erkl├Ąrte der Duc h├Âflich.
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Re: Das Land Ehveros

#64

Beitrag von Ricarda von Ehveros » Fr 2. M├Ąr 2018, 14:23

Ricarda sa├č neben ihrem Vater und musste so gut es gehen ihre Verbl├╝ffung ├╝berspielen, ihr Vater hatte die Karten auf den Tisch gelegt und offen ausgesprochen was er wollte. Die Reaktion von der Delegation aus Ledwick war verst├Ąndlich und sie h├Ątte am liebsten etwas dazu gesagt, doch schwieg sie wie ihr Vater ihr es mehr oder minder befohlen hatte. Der Duc stand auf und sprach ebenso frei heraus, er schien ein wirklich guter Mann zu sein er sprach gerade heraus und war wirklich ein guter Politiker. Doch auch der Mann dessen Name Tarkan war sprach vor und das schien dem Zwergenk├Ânig gar nicht zu gefallen. Sie erschrak als sie sah wie er das laut aussprach was alle wussten, er war offenbar sehr zornig ├╝ber den Ausgang des Krieges doch auch das war verst├Ąndlich, doch mussten sie sich alle an diesem Tisch einigen.

Filipe sah ebenso die Delegation aus Ledwick an und sp├╝rte ihre verachtenden Blicke, er ignorierte es und h├Ârte dem Duc danach Tarkan und zum Schluss sogar dem Zwergenl├Ânig zu. Nachdem der K├Ânig ausgesprochen hatte sprach Filipe ruhig und besonnen, zu der Delegation aus Ledwick. "Es tut mir leid, ich habe hoffentlich nicht den Anschein gemacht ich w├Ąre egoistisch was k├Ânnte Ehveros seinem Nachbar bieten damit ihr und ich in dieser Hinsicht weiter kommen?" es war ihm ernst. Er wollte keinen Zwist zwischen den Nachbarn haben, doch er hatte das Angebot bereits unterbreitet das die Counts einen Rat bilden konnten der seiner K├Ânigin zur Seite stehen konnte w├Ąhrend sie regierte. Ebenso schaute er Tarkan an und f├╝gte hinzu "ich kann euch nicht viel bieten, ihr selbst sagt es gibt jemand der bereits etwas neues aushecken k├Ânnte? Einen neuen Krieg vielleicht?" der F├╝rst ruderte in die Richtung des Zwergenk├Ânigs. "Wenn ihr offen sagt was ihr haben wollt, dann k├Ânnten wir vielleicht dar├╝ber reden Tarkan doch ihr sagt nichts womit ihr einverstanden w├Ąrt bitte sprecht ganz offen".

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Re: Das Land Ehveros

#65

Beitrag von Erz├Ąhler » Fr 2. M├Ąr 2018, 22:10

Ricarda, Fabien und Nathan legten eine Kurze Pause von den Verhandlungen ein.

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Das Chaos

Re: Das Land Ehveros

#66

Beitrag von Tarkan » Sa 3. M├Ąr 2018, 14:16

Der Duc stellte es geschickt an. Bevor er zur Sache kam, sprach er ein paar wohlmeinend klingende Worte ├╝ber Tarkan und sein Volk. Die Taktik war nicht schlecht. Ein paar verst├Ąndnisvolle Worte zu Beginn eine schwierigen Gespr├Ąchs konnten viel bewirken, das wusste Tarkan zu gut aus seinen Erfahrungen als F├╝hrer von bewaffneten Streitkr├Ąften. Tarkan erkannte die Gespr├Ąchstaktik als das, was sie war - eine Taktik - und dennoch verfehlte sie ihre Wirkung nicht.

"Wir Rakshaner jagen bereits, Maximilien. Das Problem sind nicht die mangelnden Ressourcen, denn warum mangelt es denn ├╝berhaupt an irgendwas? Die Steppe war einst voll von Wildpferden, die W├╝ste reich an Dromedaren, Gnus und Antilopen. Wo sind die Herden hin? Das Problem ist unsere Symbiose mit Hy├Ąnen und Ghulen", sprach Tarkan nun erstmals wirklich offen.

Vielleicht wurde er alt. Er war mit seinen 56 Jahren ├Ąlter, als ein Rakshaner werden sollte, die meisten starben sp├Ątestens zwischen dem drei├čigsten und vierzigsten Lebensjahr. Er hatte lange mit den wahren Gr├╝nden der ganzen Problematik zur├╝ckgehalten, doch nun br├Âckelte seine Fassade.

"Unsere Hy├Ąnen verlangen pro Tier einen Eimer Fleisch am Tag. Bei starker Beanspruchung sind es zwei. Was da an Futter zusammenkommt f├╝r eine berittene Streitmacht, kann man sich denken. Noch problematischer jedoch sind die Ghule. Ghule l├Ąsst man sterben oder von den Hy├Ąnen fressen, wenn man ihrer nicht mehr bedarf, doch Ghule sind im Gegensatz zu Hy├Ąnen nicht dumm, wenn sie von anfang an gut gen├Ąhrt sind. Sie wissen, was nach der Schlacht mit ihnen geschieht und werden selbst zur Gefahr.

Es ist nicht hilfreich, dass sich Ghule in unserer F├╝hrungsriege verbergen, getarnt als Menschen. Sie sind vom Laien nicht von Lebenden zu unterscheiden. Und diese M├Ąnner sind kriegstreibend aus keinem anderen Grund heraus, als ihren Hunger zu stillen! Sp├Ątestens dann, wenn auff├Ąllig wird, dass in ihrem Umfeld immer wieder Leute verschwinden, m├╝ssen sie sich etwas einfallen lassen. Ein kleines Gefecht hier, ein ├ťberfall da. Der Gegner reagiert. Und schon schaukelt es sich hoch zu einem Krieg. Sie schlemmen darin, wie der leibhaftige Noldil in einem Bad aus Wein.

Wir haben Nekromanten in unseren Reihen, welche gro├če Freude daran haben, Ghule in die Welt zu setzen, allen voran ein gewisser Crize bin Crize, doch er ist nicht der Einzige. Man kann Nekromanten nicht einfach stoppen, indem man sie beseitigt, denn wir brauchen sie f├╝r den Krieg, den wir selbst beginnen. Sie sch├╝tzen uns und sind zugleich unser Fluch. Das Chaos verschlingt sich selbst. Und hier schlie├čt sich der Kreis: Wir sind der Krieg. Wir leben f├╝r ihn, mit ihm und von ihm und sind es selbst, die ihn anstiften. Es ist nicht nur die Kargheit der Steppe, die uns zu schaffen macht und die damit einhergehende Nahrungsknappheit, die uns dazu zwingt ... es ist unsere gesamte innere Struktur!"


Tarkan st├╝tzte den Kopf auf die H├Ąnde, wohl wissend, dass er ihn gleich verlieren w├╝rde. Es gab einen Grund, warum er allein gekommen war, ohne Geleitschutz, ohne Gehilfen.

"Kein Ackerbau, keine Viehherden wird das beenden, Maximilien. Kein B├╝ndnis und kein Vertrag. Es geht nicht nur um Beutegut, sondern vor allem um Fleisch. K├Ânig Skaldor spricht Recht, wenn er sagt, es gibt keine Garantie. Es gibt ja nicht einmal Hoffnung! Er hat vollkommen Recht, so wie Felipe mit seinen Worten. Es wird sich nichts ├Ąndern, es KANN sich nichts ├Ąndern! Ich bin wegen nichts anderem hier, um Zeit f├╝r uns zu gewinnen, damit meine M├Ąnner Dunkelbruch sichern k├Ânnen! Das ist alles."

Er legte beide H├Ąnde vor sich auf der Tischplatte ab. Er blickte den Duc an, einen Vision├Ąr, der tats├Ąchlich helfen wollte und die Rakshaner nicht blind verurteilte. Das erste Staatsoberhaupt, das sein Volk mit offenen, wohlwollenden Augen sah. Es schmerzte Tarkan, ausgerechnet diesen Mann belogen und verraten zu haben. Doch so war das Leben nun einmal.

"Ich habe nichts weiter zu sagen."

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Re: Das Land Ehveros

#67

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 3. M├Ąr 2018, 16:11

Der Duc musterte Tarkan genauso besonnen wie er den Zwergenk├Ânig gemustert hatte.

"Habt Dank f├╝r die offenen Worte. Nun ein alter und weiser Spruch besagt, repariere nichts, was nicht kaputt ist. Allerdings ist bei Euch das gesamte System kaputt. Folglich muss das gesamte System nicht nur repariert, sondern von Grund auf ├╝berholt werden.

Es mag am Anfang vielleicht dem Schutz und auch der Effektivit├Ąt der Kriegsf├╝hrung geschuldet gewesen sein, sich der Nekromanten, der Ghule und der Hy├Ąnen zu bedienen. Aber Ihr seht selbst welchen Preis dies verlangt.

Tarrik Ihr habt offene Worte gew├Ąhlt, folglich gehen wir davon aus, dass Euch das Schicksal Eures Volkes nicht so gleichg├╝ltig ist, wie Ihr uns hier Glauben machen wollt. Ein System, eine Infrastruktur, wie auch Gesetze sollen den Menschen dienen. Tun sie dies nicht mehr, m├╝ssen nicht die Menschen weichen - sondern das System!

Nun wir hatten nicht viel Zeit uns mit dieser neuen Lage Rakshanistans betreffend auseinander zu setzen, aber auf Anhieb w├╝rden wir folgendes vorschlagen. Entfernung s├Ąmtlicher Ghule aus den F├╝hrungsriegen. Dies erreicht Ihr durch Unterst├╝tzung fremdl├Ąndischer Nekromanten. Eure Ghul-F├╝hrer werden sich aus Selbstschutz nur mit Nekromanten des Vertrauens umgeben. Selbstredend ist f├╝r diese Untoten der Krieg ein gefundenes Fressen.

Euer Volk Tarrik hat Geister heraufbeschworen, um einen Krieg zu gewinnen. Dass diese Geister vom Krieg leben und permanent weitere Kriege bewusst anzetteln werden um am Leben gehalten zu werden, dies hat keiner aus Eurem Volk gesehen. Eure Kriegsmaschinerie ist zu einem Selbstl├Ąufer verkommen. Einem Selbstl├Ąufer der Euer Volk unterwandert hat. Einem Selbstl├Ąufer, der sich selbst zur Daseinsberechtigung ├╝ber Euer eigenes Volk aufgeschwungen hat. Ihr Rakshaner seid nicht der Krieg Tarrik, verrennt Euch dort nicht. Ihr seid die Sklaven des Krieges, den Ihr einst ins Leben gerufen habt. Eure Diener, Eure Sklaven haben Euch ├╝berfl├╝gelt und Euch zu dem degradiert, was sie einst f├╝r Euch waren - Werkzeuge.

Wie lange wollt Ihr noch tatenlos dabei zuschauen wie Euer Volk f├╝r den Hunger von Untoten stirbt?

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Nun so einfach wie einer Person dieses Sprichwort ├╝ber die Lippen geht ist es leider nicht. Aber falls Ihr bereit seid zu handeln, werden wir Euch auch hierbei beistehen.

Folgende Vorgehensweise w├Ąre von N├Âten:

Eliminierung s├Ąmtlicher Ghule in F├╝hrungspositionen durch fremdl├Ąndische Nekromanten.

Dezimierung der vorhandenen Fu├čvolk-Ghule auf ein Mindestma├č von 10 Ghule auf 100 Lebende.

Rakshanischen Nekromanten haben ab dato die Erschaffung eines Ghuls zu beantragen. Nichtbeachtung wird strengstens sanktioniert.

Abschaffung der Reithy├Ąnen zu Gunsten effektiverer Reittiere, Pflanzenfresser.

Wiederauswilderung der von Euch benannten Wildtiere.

Schutzbest├Ąnde von einer Mindest-Ist-Zahl der benannten Wildtiere schaffen und halten. Wilderei muss aus Sch├Ąrfste sanktioniert werden.

Dies w├Ąren die ersten Notfallma├čnahmen die meine Person in einem gleichgelagerten Fall mit sofortiger Wirkung einleiten w├╝rde. Und lasst Euch eines gesagt sein Tarrik Tarkan, begeht nicht den Fehler des Mitleids mit Ghulen. Die Lebenden haben immer Vorrang vor den Toten! Ghule sind lebende Leichen. Leichen Tarkan, diese zur├╝ck unter die Erde zu schicken, damit die Lebenden leben k├Ânnen, sollte Euer erstes Anliegen sein.

Ansonsten schafft Ihr eine Welt lebender Leichen. Jedenfalls wird Euer Volk eines Tages nur noch aus lebenden Leichen bestehen, wenn Ihr diese innere Bedrohung nicht eind├Ąmmt.

Solltet Ihr Euch gegen diese Schutzma├čnahmen aussprechen und Euch der Lethargie hingeben, dann wird den anderen V├Âlkern nichts anderes ├╝brig bleiben als sich vor Euch zu sch├╝tzen. In diesem Fall besser heute als Morgen. Ihr seid durch Eure Unaufmerksamkeit und Kurzsichtigkeit eine Gefahr f├╝r Euch selbst und die gesamte Welt geworden. Macht Euch dies bitte bewusst und ├╝berlegt, was Ihr den folgenden Generationen hinterlassen wollt.

Eine Welt in der es sich zu leben lohnt, oder eine Welt voller lebender Leichen.

Ihr k├Ânnt w├Ąhlen, ob Ihr mit Euren Verb├╝ndeten gegen die benannte Bedrohung k├Ąmpft, oder ob man Euer Volk als Bedrohung ausruft. In diesem Fall werden die Friedensverhandlungen unseres Erachtens nach nur noch zwischen den restlichen Parteien stattfinden.

Das entstehende B├╝ndnis w├╝rde sich dann folglicherweise mit geballter und geeinter Kraft gegen das Chaos wenden. Sogar wenden m├╝ssen Tarkan, allein um dem Schutz der eigenen Bev├Âlkerung gerecht zu werden.

Vielleicht w├╝rde es sogar in Anbetracht dessen eine zeitweise Gro├č-Allianz geben m├╝ssen. Das neu entstehende B├╝ndnis k├Ânnte sich zwecks Eind├Ąmmung der globalen Bedrohung mit der Ordnung, der Handelsallianz sowie dem Goblink├Ânigreich und eventuell den freien V├Âlker dahingehend zusammenschlie├čen um eine Pandemie der Ghule Einhalt zu gebieten. Denn bei dieser Bedrohung handelt es sich um eine l├Ąnder- eventuell sogar kontinent├╝bergreifende, seuchenartigen Ausbreitung von Ghulen.

Was gedenkt Ihr zu tun Tarrik?
Was gedenken die anderen Verhandlungsteilnehmer in Anbetracht dieser nun neu zu er├Ârternden Lage zu tun?",
fragte der Duc in die Runde.
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Re: Das Land Ehveros

#68

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Sa 3. M├Ąr 2018, 17:01

Die Worte des Duc ebenso die des F├╝rsten Filipe waren nicht gerade ein D├Ąmpfer f├╝r den Groll der in Skaldor geweckt wurde. Doch als Tarkan davon sprach Zeit geschunden zu haben damit sie Dunkelbruch sichern konnten, eine Festung die Hunderte von Jahren in der Hand ihrer Erbauer gewesen war in der Hand der Zwerge kochte das Blut erneut in ihm hoch. Der Zwergenk├Ânig l├Ąchelte h├Ąmisch "das was ihr genutzt habt um uns zu bezwingen hat euch, im Endeffekt bezwungen Tarkan die Ghule? Die Nekromanten? Alles ein Mittel zum Zweck die sich jetzt selbstst├Ąndig gemacht haben?!" er verspottete Tarkan mit diesen offenbar ironisch gestellten Fragen gerade zu. Ebenso schaute er den Duc an und fuhr fort "ihr habt es selbst geh├Ârt, diese Gefahr k├Ânnte stets wiederkehren und noch schlimmer mit ihnen k├Ânnten wir nicht verhandeln". Er schaute Golir an und sprach weiter "wir haben Krieger hier entsende einen nach Niwar, jede noch verbleibende Zwergenpforte soll umgehend verst├Ąrkt und ausgebaut werden, auf der Stelle!" er blickte in die Runde und fuhr fort.

"Wenn uns eine weitere Armee aus dem Norden angreifen sollte, diese ebenfalls nur aus Ghulen besteht sollten wir uns langsam einig werden, ansonsten ist jeder von uns auf sich gestellt!" danach fixierte er Tarkan und f├╝gte hinzu "ihr habt Zeit geschindet, aber was wenn die Ghule oder dieser Dschan oder wie er hei├čt euch ebenso aufs Korn nimmt wie m├Âglicherweise uns?!" er hasste diesen Mann und h├Ątte ihm am liebsten den Kopf von den Schultern getrennt, doch das war nicht die Zeit f├╝r voreilige Handlungen m├Âglicherweise k├Ânnten sie ihn noch gut gebrauchen um heraus zu finden ob die Gefahr gebannt war oder nicht.

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Das Chaos

Re: Das Land Ehveros

#69

Beitrag von Tarkan » Sa 3. M├Ąr 2018, 18:49

Tarkan hatte vieles erwartet: Dass man ihn von den Wachen herausschleifen lassen w├╝rde, um ihn sofort hinzurichten. Dass ihn eine verborgene Armbrust mit einem Bolzen durchbohrte. Dass die zweifelsohne anwesenden Geistmagier sein Gehirn p├╝rieren und als sabbernden Idioten zur├╝cklassen w├╝rden oder dass einer der Anwesenden selbst handgreiflich wurde. Aber er hatte nicht damit gerechnet, dass sich irgendwer auch noch bei ihm bedanken und das Angebot f├╝r Hilfe nach wie vor f├╝r g├╝ltig erkl├Ąren w├╝rde. Tarkan blinzelte m├╝de. Er hatte erwartet, l├Ąngst tot zu sein, aber vielleicht schob man seine Hinrichtung auch nur auf.

Der Duc verlangte eine Entscheidung.
Und Dunkelerz lachte ihn aus, was auch sonst.

"Zum Lachen finde ich das nicht, Skaldor", sprach Tarkan. "Ganz und gar nicht. In einem stimme ich dir jedoch zu." Aufgrund des enormen Stresses, unter dem er stand, war er wieder auf die rakshanische Art zu sprechen zur├╝ckgefallen und redete die Anwesenden mit Du und ihrem Vornamen an. Er bemerkte es nicht einmal. "Mit Ghulen kann man nicht verhandeln. Entweder, sie bekommen Fleisch oder sie sterben. Dar├╝ber gibt es keine Diskussion, keinen Spielraum, keinen Trick, um dieses Schicksal zu umgehen. Sie brauchen Leichen. Vampire kann man wenigstens mit Spenderblut ern├Ąhren, aber Ghule? Es sei denn, jemand hat vor, ganze Gliedma├čen zu spenden."

Er wandte sich wieder Maximilien zu.

"Den Gott, den wir verehren, nennt man auch den Verschlinger. Es dauerte, bis ich die wahre Bedeutung dieses Namens erfasste. Das Chaos verschlingt nicht nur seine Feinde, sondern auch seine eigenen S├Âhne und T├Âchter. Es frisst uns alle und danach sich selbst, es macht keinen Unterschied! Wir haben unser eigenes Grab geschaufelt! Und ich selbst war derjenige, der das Chaoticum schrieb ... ihr habt keine Vorstellung davon, wie ich das bereue. Verbrennen sollte man dieses Machwerk! Ausl├Âschen Rakshors Namen! Verbieten, ihn je wieder auszusprechen und meinen gleich dazu!

Die Rakshaner sind kein Volk, dass es wert ist, derart j├Ąmmerlich zugrunde zu gehen. Vielleicht hat der Verr├Ąter, der deinem Sohn dient, in Zeiten der Reue ein wenig von seiner Heimat erz├Ąhlt. Der Gedanke einer S├Ąuberungsaktion, bei der hunderte, vielleicht tausende meines Volkes get├Âtet werden, ist unertr├Ąglich! Zumal diese sich nicht kampflos aufgeben w├╝rden. Rakshaner sind Krieger und sie sind wild. Es ist schwer, sie zu beherrschen und zu f├╝hren. Sie sind wie der Wind. Man kann nicht einfach eine Vorschrift erlassen und die Einhaltung l├╝ckenlos pr├╝fen. Daf├╝r sind wir zu zerstreut. Wenn Rakshaner hier bedroht werden durch eine S├Ąuberungseinheit, werden sie fliehen und von woanders angreifen oder sich gleich sofort gegen denjenigen wenden. Frei und schnell, ein wunderbares Volk - das wir sein k├Ânnten. Der Einzige, der es je vermocht hat, alle Rakshaner zu einen und als eine gewaltige Streitmacht anzuf├╝hren, war Rakshor selbst. Keinem Sterblichen ist dies bis dato je wieder gelungen. Es muss einen anderen Weg geben. Eine S├Ąuberung kann nur eine erste Ma├čnahme f├╝r eine kleine Einheit sein, um sie zu reinigen und einen Kern zuverl├Ąssiger, lebender M├Ąnner zu schaffen.

Bitte helft uns!"
, flehte er. "Macht aus uns das Volk, das wir verdienen, zu sein!"

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Re: Das Land Ehveros

#70

Beitrag von Tsaagan von Alkena » Sa 3. M├Ąr 2018, 19:07

"Wir m├Âchten einen Vorschlag unterbreiten", sprach nun F├╝rst Tsaagan. "Tarrik Tarkan erz├Ąhlt uns nichts Neues, wir haben bereits miteinander dar├╝ber gesprochen. Wir schlagen einen Handel vor, einen Tausch.

Wir sind bereit, die eroberte Hohe Mark zur├╝ckzugeben in almanische Hand. Das ist unser Beitrag.

Im Gegenzug erbitten wir unbegrenzte Gastfreundschaft durch jene Chaoss├Âhne und Chaost├Âchter, welche sich dort aufzuhalten gedenken. Wenn die Rakshaner kommen und ihre Zelte aufstellen, soll man sie nicht vertreiben, sondern sie wie G├Ąste behandeln, so lange sie selbst sich auch wie G├Ąste verhalten. Wenn sie wieder gehen wollen, soll man sie ziehen lassen. Sicher birgt das auch die M├Âglichkeit, eine Armee dort zu stationieren. Dies w├╝rde aber auch geschehen k├Ânnen, wenn die Hohe Mark in unserer Hand bliebe.

Warum unterbreiten wir solch einen Vorschlag?

Der Gedanke ist jener: Wir verstehen nichts von der almanischen Art, einen Menschenstaat zu f├╝hren. Die Hohe Mark w├╝rde ein weiteres Land des Chaos werden, ob nun unter meiner Herrschaft oder der rakshanischen. Das ist in Anbetracht der gegenw├Ąrtigen Entwicklung nicht erstrebenswert. Besser w├Ąre ein gest├Ąrktes Almanien, welches uns hilft, der Bedrohung Herr zu werden. Ein Zufluchtsort, in dem jene Rakshaner, welche nicht l├Ąnger dem Chaos dienen wollen und neue Wege anstreben, Unterkunft erhalten k├Ânnten. Wir, F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe-Mark, w├╝rden jedoch Tributzahlungen erwarten daf├╝r, dass wir das uns versprochene Land abtreten, welches fruchtbar und wertvoll ist. Denn wir selbst geh├Âren weder dem Chaos noch dem Kaisho-Abkommen an. Wir waren seit jeher frei und der Verlust w├Ąre teuer f├╝r uns ohne eine entsprechende Gegenleistung. Des Weiteren w├╝nschen wir, dass Rakshaner in beratender Funktion bei dem neu eingesetzten almanischen Gro├čherzog eingesetzt werden, um zu gew├Ąhrleisten, dass der einvernehmliche Kontakt zu diesem Volk erhalten bleibt. ├ťber diese drei Forderungen hinaus - Asyl f├╝r Rakshaner, Tribute f├╝r Alkena, rakshanische Berater - geh├Ârt die Hohe Mark fortan wieder vollumf├Ąnglich zu Almanien, wenn Ihr mit dem Handel einverstanden seid.

Die Diskussion um die Zugeh├Ârigkeit w├Ąre beendet.
Tarrik Tarkan und seine Getreuen h├Ątten einen Ort zum Asyl.
Die Hohe Mark bliebe als starker Wirtschaftsstandort erhalten.
Man k├Ânnte sich der neuen alten Bedrohung widmen.

Und nicht zuletzt: F├╝r die almanische Zivilbev├Âlkerung der Hohen Mark w├╝rde das alte, vertraute Leben wieder aufgenommen werden k├Ânnen.

Was sagt Ihr zu diesem Vorschlag?"
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