Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Das Land Ehveros

Ehveros war das wohlhabendste Großherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzulösen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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Dominique Dubois
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Re: Das Land Ehveros

#81

Beitrag von Dominique Dubois » Mo 5. M√§r 2018, 08:35

Ferrau rannte, als sei der Henker hinter ihm her - was daran lag, dass er es tats√§chlich war. W√§hrend der Tross sich abreisefertig machte, jagte Dominique den faulen Ferrau durch das Schloss. Der Leibdiener nahm die Beine in die Hand, w√§hrend der Henker ihm wie ein w√ľtender Stier auf den Fersen war. Ferrau jedoch war schneller. Schlank und wendig wie er nun einmal war und darin geschult, sich vor jeder anfallenden Pflicht gekonnt zu dr√ľcken, schlug er Haken, bog in schmale Seiteng√§nge ein, versteckte sich in einem ziemlich verstaubten Alkoven und lie√ü den Henker an sich vorbeirennen.

"Auch du entkommst deiner Strafe nicht, Ferrau", heulte Dominiques Stimme durch den steinernen Gang wie das Heulen eines entfesselten Burggeists aus dem schaurigsten Verlies. Die Stimme wurde lauter, Dominique trampelte an ihm vorbei und dann wurde sie wieder leiser. Zufrieden mit seiner Finte streckte Ferrau den Kopf aus dem Alkoven und sah dem entschwindenden Henker nach, w√§hrend er selber in die andere Richtung davoneilen wollte. Da prallte er gegen eine R√ľstung.

"Monsieur Du Trieux?", fragte der Gardist und blickte auf ihn herab.

Wie vom Korgox gebissen wendete der Henker, der schon ziemlich weit entfernt war, als er Ferraus Namen h√∂rte und eilte zur√ľck. Ferrau war nun zwischen zwei M√§nnern mit der Statur von Kleiderschr√§nken eingekesselt. Es gab kein Entkommen. Er ergab sich seinem unausweichlichen Schicksal und lie√ü betr√ľbt die Schultern h√§ngen.

"Danke, Monsieur Gardist", brummte Dominique h√∂chst zufrieden, packte den besiegten Ferrau am Schlafittchen und schliff ihn zur√ľck zum Thronsaal. Ferrau durfte nicht laufen, er musste in aller Schande der L√§nge nach von Dominiques Faust herunterh√§ngen, w√§hrend die Beine hinter ihm herschliffen, so dass er von oben bis unten mit Dreck gepudert war.

"Bedaure", erkl√§rte einer der Ehveroser, der die T√ľr zum Thronsaal bewachte. "Souvagne macht sich gerade zum Aufbruch bereit. Das gesamte Gefolge befindet sich bereits in der untersten Etage oder den Au√üenanlagen."

"Aber ich bin des Ducs pers√∂nlicher Henker!", br√ľllte Dominique, bis ihm auffiel, dass er Ferrau ja gar nicht zu diesem, sondern zum Prince schaffen musste und ihn gar nicht vor den Augen seines Herrn hinrichten durfte. Er murrte. "Na sch√∂n. Hast noch mal Gl√ľck gehabt." Er sch√ľttelte Ferrau etwas.

Er schliff ihn weiter durch das Schloss wie ein zu gro√ü geratenes K√§tzchen, dass man im Genick herumtrug, bis er Ciel fand. Zwar trug das Princelein wie immer eine nahezu gleichm√ľtige Miene zur Schau, doch Dominique war ein Meister darin, K√∂rpersprache zu lesen und zu deuten. Ciels K√∂rper war gespannt wie eine Bogensehne. Als er Ferrau entdeckte, der von Dominiques Faust herabbaumelte, erhellte sich sein Gesicht. Dominique warf ihm den Faulpelz vor die F√ľ√üe.

"Erwischt beim unt√§tigen Nichtstun und dem Aus√ľben unsouvagnischer Tr√§gheit, Durchlaucht", berichtete er Ferraus Missetaten. "Betrachtete vor Faulheit nur Strotzend die Wandgem√§lde, zwang mich zu einem Dauerlauf, versteckte sich in einem Alkoven und rempelte einen unschuldigen Gardisten an!"

Dominique √ľberlie√ü den in Staub gepuderten Faulpelz dem Gericht seines Herrn und eilte zur√ľck zum Thronsaal.

"Bedaure", erklärte der Wachmann das zweite Mal. "Souvagne macht ... waren Sie nicht gerade eben schon mal hier?"

"Ich muss zu Maxl!", polterte Domi und √∂ffnete die T√ľr. Die W√§chter sahen sich an und zuckten die Schultern. Sie hatten keinen Befehl erhalten, irgendwem den Zutritt zu verwehren, also lie√üen sie den Mann eintreten. Dominique erblickte einen im Vergleich zu vorher nahezu leergefegten Thronsaal.

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Re: Das Land Ehveros

#82

Beitrag von Edoardo Lombardi » Mo 5. M√§r 2018, 21:14

Edoardo erschrak als ihn Khawa unsanft anpackte. Er hatte es wohl verdient bei dem was er sich zuletzt geleistet hatte bei Nathan. Der Gardist nickt zustimmend Khawa zu. Als dieser ihn los lies begab sich Edoardo mit dem Rest nach draußen.
Dort suchte er ihm Gew√ľhl nach Nathan. Es dauerte etwas bis er ihn erblicken konnte. Aber mit der Farbwahl die Nathan auszeichnete war dem Gardist eine lange suche erspart geblieben. Edoardo n√§herte sich langsam und tippt Nathan sanft auf die Schulter.
‚ÄěKhawa meinte ich solle ein Auge auf dich werfen, da er verhindert ist,‚Äú ein leichtes l√§cheln deutete sich im Gesicht von Edoardo ab.
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Re: Das Land Ehveros

#83

Beitrag von Monique de la Cantillion » Fr 9. M√§r 2018, 09:23

Monique musterte ihren Mann. Sie kannte Massimo noch nicht lange, aber sie kannte mittlerweile seinen Gesichtsausdruck, wenn er kurz davor stand zu explodieren. In diesem Moment machte gab es kein Federlesen, ihr Mann machte kurzen Prozess mit dem Übeltäter.

Sie sah wie schnell seine Hand auf dem Schwertknauf gelegen hatte. Der Heerf√ľhrer des Chaos hatte es wohl nur der Selbstbeherrschung ihres Ehemannes zu verdanken, dass sein Kopf auf seinen Schultern verblieben war. Der Blick mit dem Massimo den Tarrik bedachte h√§tte t√∂dlicher nicht sein k√∂nnen. Monique sah wie Massimo seine Finger in Zeitlupe vom Schwertknauf l√∂ste. Es schien ihn alles an Selbstbeherrschung abzuverlangen.

Monique ergriff genau jene Hand, die Schwertf√ľhrende Hand ihres Mannes und verschr√§nkte liebevoll ihre Finger in seinen. Er sollte sich etwas beruhigen.

Was Massimos Erl√§uterung bez√ľglich seiner T√§tigkeit anbelangte, bekam f√ľr sie auf einmal eine ganz andere Dimension. Was der Henker Dominique so gelobt hatte, war eine Selbstverst√§ndlichkeit f√ľr Massimo, er tat im Grunde nichts anderes als Henker Dubois, Massimo schlug seit √ľber 30 Jahren K√∂pfe ab. Von beiden M√§nnern war die Zielsicherheit ein Ergebnis ihres Jahrzehnte lang ausge√ľbten Berufs.

Auch wenn ihr Mann behauptet hatte, dass er seinen Beruf an den Nagel hängen wollte, die unbewusste Geste hatte Monique gezeigt, dass niemand alte Gewohnheiten so schnell ablegen konnte. Auch Massimo konnte dies nicht, denn die Geste war eine unbewusste, reflexartige Handlung gewesen. Bewusst hingegen hatte er das Schwert losgelassen.

Monique hörte wie Massimo den Duc bat, dass sie an seiner Seite bleiben durfte. Es wurden alle nach Hause geschickt, bis auf einige Ausnahmen und dazu gehörten der Leibdiener des Duc, Khawa der Rakshaner, Jules das persönliche Himmelsauge des Duc und ihr Mann Massimo. Nun mit zwei kampffähigen Magiern an seiner Seite standen ihre Chancen nicht all zu schlecht. Zudem wusste Monique, dass auch Maximilien selbst des Kämpfens durchaus mächtig war. Sie waren entfernt verwandt, seine Großmutter war eine Neufville gewesen. Blutsbande verband sie somit mit dem Duc.

Sie h√∂rte die Warnung, die ihr Ehemann dem Duc zufl√ľsterte. Monique hatte Angst, sie wusste nicht, was sie von diesem Ghulproblem halten sollte. Sie w√ľrde an der Seite ihres Mannes bleiben. Sie wusste, dass er sie mit allen Mitteln verteidigen w√ľrde. Aber was sollte ihr Mann gegen Ghule tun? Sie hatte noch nie einen Ghul gesehen und allein die Vorstellung von einer herumspringenden Leiche die irgendwie alle anderen Menschen infizierte, dass sie auch Ghule wurden ersch√ľtterte sie zutiefst. Ihre Hand die jene von Massimo hielt, zitterte bei der Vorstellung, dass solche Wesenheiten unerkannt einen Weg in ihre geliebte Heimat finden konnten.

"Massimo Liebling, wie kann man solche Wesen wie Ghule aufhalten? Entschuldige meine unwissende Frage, aber die Leute reden √ľber diese Wesen als Untote. Wie kann man eine Leiche t√∂ten? Sie ist schon tot. Und wie infizieren sie die unschuldigen Leute? Kratzen oder bei√üen sie einen und man wird dann auch zum Ghul?

Du musst mental Zuhause √ľber die Lage berichten Massimo. Unsere Familie wei√ü nichts von der drohenden Gefahr. Vielleicht hat Dein Bruder schon Zuhause Bescheid gesagt, aber falls nicht, informiere die Familie. Cantillion liegt doch direkt an der Grenze. Dort wo die Zwerge stationiert sind. Falls die Ghule kommen, kommen sie doch aus dieser Richtung oder nicht?

Und woran erkennt man einen Ghul? Man kann doch nicht jedem fremden Menschen am Herzen horchen, ob es noch schl√§gt! Ich bin froh wenn Melville und Maurice wieder Zuhause sind. Oh ich habe eine Idee wie wir diese Ghule loswerden k√∂nnen Schatz! Melville muss sich drum k√ľmmern. Du hast mir doch erz√§hlt, dass er ein Pyro ist, also ein Magier der Feuer beherrscht. Man kann Untote vielleicht nicht t√∂ten, aber Tote kann man verbrennen. Und ein Haufen Asche kann niemanden mehr angreifen. √úbermittele ihm das Massimo. Falls meine Idee Unfug ist, ignoriere sie einfach Schatz.

Es war Wahnsinn von den Rakshanern diese Wesen zu erschaffen. Ich frage mich ob sie unbedacht oder dermaßen verzweifelt waren. Du hast gut daran getan, nicht das Schwert zu ziehen. Ich glaube dem Tarrik, ihre Waffe hat sich gegen sie gewandt. So sagt man doch nicht wahr? Es wird dort auch viele unschuldige Menschen geben, die bestimmt auch diesen Ghulen zum Opfer gefallen sind.

Es ist sehr traurig, dass die Zwerge so √ľber diesen Mann herziehen. Sie erwarten doch selbst auch Hilfe und Mitleid f√ľr ihre Situation. Warum sehen sie dann die Verzweiflung des Tarriks nicht? Verstehst Du das?

Vermutlich w√ľrden die Anwesenden meine Gedanken als l√§cherlich abtun, die Gedanken einer Frau die keine Ahnung von Kriegsf√ľhrung hat. Das habe ich auch nicht, aber Ahnung von Mitleid, N√§chstenliebe, Gro√ümut und Hilfsbereitschaft habe ich schon. Sie verstehen leider die G√ľte und die Barmherzigkeit nicht, die der Duc den Rakshanern entgegenbringt. Sie sind Verlorene, die sich selbst auf dem Weg in diesem Krieg verloren haben und zwar an ihre Waffen. So sehe ich das.

Wir alle sollten doch gerade jetzt zusammenhalten. Die Ghule m√ľssen gar niemanden mehr infizieren, wenn sich alle wegen diesen Wesen verstreiten. Dann wird der Krieg weitergehen Massimo und die Ghule haben weiterhin etwas zu essen. Sie haben gewonnen, ohne dass sie anwesend waren. Wie nennst Du diese Wesen immer? Abscheulichkeiten.

Daf√ľr glaube ich habe ich eine gute Neuigkeit f√ľr Dich, aber das sage ich Dir nachher privat",
fl√ľsterte Monique ihrem Mann zu.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Das Land Ehveros

#84

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Fr 9. M√§r 2018, 13:35

Massimo

fragte sich was seine Frau da schwatzte. Moni meinte das gut. Aber sie hatte keine Ahnung. Er musste sie aufklären.

'Moni was ich denke, willst du sicher nicht h√∂ren. Ich sag es dir trotzdem. Du hast echt keine Ahnung. Aber daf√ľr kannst du nichts. Deine Meinung und die vom Duc ist nicht meine. Gnade mit den Rakshanern Moni ist Wahnsinn. Pass auf ich erkl√§r dir das. Rakshaner sind Dreck. Ich mein das so wie ich das sag. Die braunen Bastarde waren Kriminelle. Diese Kriminelle wurden vor lange Zeit in die W√ľste geschickt zum Verrecken. M√∂rder, Vergewaltiger, R√§uber, Erpresser das sind sie gewesen. Dieser Dreck wurde immer mehr in der W√ľste. Dann haben die sich da vermehrt wie die Karnickel, weil keiner die Bastarde ordentlich erschlagen hat. Das was raus kam kennen alle. Einer von den Dreckspack sitzt hier am Tisch. Er bekam Hilfe angeboten. Er hat trotzdem gelogen. Barmherzigkeit f√ľr so eine Schlange, kann nicht dein Ernst sein. Meine Barmherzigkeit ist mein Schwert, dass ihn t√∂tet. Sie sind die gleiche Pest wie ihre Gule. Lasst du die Ratten im Keller am Leben werden das mehr. Wenn du die f√ľtterst und den hilfst, werden die dir nicht danken. Ob die bl√∂d waren oder verzweifelt, da scheisse ich drauf. Sie t√∂ten unsere Leute, rauben die aus, verst√ľmmeln die. Unsere Opfer bekommen mein Mitleid. Wegen denen verhungern gute Leute. Ehrliche Leute die hart arbeiten. Denen helfe ich, dass sie √ľberleben. Du f√ľtterst die Ratte im Keller Moni. Meinst du die w√ľrde dich so behandeln? Siegen sie, schlagen sie die M√§nner tot f√ľr Gule. Frauen haben sie wenig. Sie w√ľrden dich sch√§nden und du w√ľrdest ihr Kind austragen. Die tun es aus Wahnsinn mit jedem sogar Ziegen.
Von denen haben manche H√∂rner wie Ziegen und Z√§hne wie Esel. Scheint zu klappen. Die sind eine Seuche mit Gule oder ohne. So alle m√ľssen weg. Erst dann herrscht Frieden. So nie. Die labern nur, die halten uns hin und erholen sich f√ľr die n√§chste Schlacht. Wir sollten die direkt ausl√∂schen, wo sie geschw√§cht sind.'

Massimo dachte nach. Moni hatte das bestimmt nicht b√∂se gemeint, aber sie war naiv zu denken die Rakshaner w√ľrden sie nicht sch√§nden oder umbringen. Nochmal sprach er gedanklich zu seine Frau. Dabei guckte er sie ganz genau an.
Während Massimo seine Frau auf den Busen schaute, meldete sich sein Schritt. Er sah grosser aus. Er schaute weg und atmete durch. Solche Gedanken konnte er jetzt nicht gebrauchen.

'Es klang anders als es gemeint war Moni. Ich bin nicht w√ľtend auf dich. Ich hab Angst um dich. Du darfst so von denen nicht denken. Ohne Z√∂gern t√∂ten die dich. Und du willst denen die Hand reichen. Ein toter Rakshaner ist ein guter Rakshaner. Glaub mir das.
Zu deine Frage wegen den Gulen. Das sind Untote. Hier hast du Recht und gut √ľber legt Moni. Verbrennen ist am besten. Du kannst sie genauso gut zerhacken. Wichtig ist, dass du ihre K√∂rper zerst√∂rst.
Ein G√ľl ist ein Zombie ohne Herr. Der infiziert niemand. Er frisst Leichen. Wenn du noch lebst, legt der dich um. Dann bist du eine Leiche. Und dann frisst der dich auf. Gule werden von abscheulichen Nekromanten hergestellt. Die erwecken Tote wieder.
Du wirst kein Gul wenn der dich beisst. Du stirbst aber an Blutvergiftung. Wie gesagt die fressen Leichen Moni. Ihr Biss ist gefährlich.
Aber das sind keine Vampire. Abfackeln hilft. Und nochmal hast du Recht, dass ich unsere Familie warnen muss. Das mache ich direkt.
Was privates wolltest du mir sagen? Ich kanns mir denken, wenn ich dich anguck.'

Massimo schickte gedanklich eine Botschaft an Maurice und warnte ihn vor den Gulen. Er packte die Hand von Moni fester als er f√ľhlte das sie zitterte.

"Du musst keine Angst haben Moni. Ich pass auf dich auf."

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Re: Das Land Ehveros

#85

Beitrag von Khawa » Fr 9. M√§r 2018, 15:13

Khawa war nerv√∂s und gereizt. Dass auch noch die junge Frau hier bleiben sollte, gefiel ihm gar nicht. Nicht nur, dass sie als ein wandelndes Hindernis st√∂rte, sie blockierte obendrein Massimos Effektivit√§t als Soldat, da er im Ernstfall eher auf sie aufpassen w√ľrde, anstatt sich auf den Duc zu konzentrieren. Nicht gut, ein gro√üer taktischer Fehler, ganz abgesehen von der Gefahr, die f√ľr die Frau unn√∂tig ausging. Obendrein war sie im besten Alter, um ein Kind unter dem Herzen zu tragen, ohne dass irgendwer es merkte. Khawa selbst w√ľrde nicht den edlen Ritter spielen, ganz abgesehen davon, dass er keiner war. Am liebsten h√§tte er Massimo, den er aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit sowieso nicht leiden konnte, daf√ľr zusammengebr√ľllt, dass er seine Frau hierbehalten wollte. Dieser Wunsch war in seinen Augen der Gipfel der Unvernunft und gef√§hrdete nicht nur Monique, sondern sie alle! Aber leider war er nicht Massimos Befehlshaber

Khawa beobachtete, wie Massimo seine Frau anstarrte, nachdem diese ihm etwas zugefl√ľstert hatte. Er vermutete, dass er ihr auf mentalem Wege etwas sagte, so wie er selbst das von Jules schon mehrfach erlebt hatte. Jules konnte alles mith√∂ren, was ein anderer der anwesenden Geistmagier hier von sich gab, doch Khawa war leider kein Geistmagier. Er verstand nur das, was man gezielt an ihn adressierte. Massimo schien gerade ziemlich w√ľtend zu sein. Khawa versuchte, aus Jules` Mimik herauszulesen, was Massimo mental von sich gab, um sich zu besch√§ftigen, w√§hrend die Ehveroser noch √ľberlegten, was sie dem Duc antworten sollten. Das Schweigen w√§hrte ziemlich lange und wurde langsam unheimlich.
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Re: Das Land Ehveros

#86

Beitrag von Jules de Mireault » Fr 9. M√§r 2018, 21:06

Jules musterte Massimo und sch√ľttelte kaum merklich in Zeitlupe den Kopf.

`Beruhig Dich Kollege, ich hoffe mit Deiner Ausf√ľhrung war nur Tarkan gemeint. Du solltest √ľberlegen, wer uns hier begleitet und vor allem wer mich begleitet. Khawa wurde nicht umsonst die Freiheit geschenkt. Ich beleidige Deine Frau nicht, also beleidige Du nicht Khawa, denn er ist mein Partner! Ich denke darauf k√∂nnen wir uns einigen Massimo.

Nicht jeder Rakshaner ist ein Krimineller. Sonst Massimo w√ľrde Sippenhaft gelten. Das hie√üe, die Familie eines Verbrechers w√§re mit dem Schuldigen zu l√§utern. Wir l√§utern aber nur den Schuldigen, nicht die gesamte Familie, nicht die Sippe, nicht das ganze Volk. Sonst w√§ren wir vermutlich auch l√§ngst an der Reihe gel√§utert zu werden, denn es gibt auch kriminelle Souvagner. Also rei√ü Dich zusammen!

Was die Vernichtung der Ghule angeht, da kann ich zustimmen. Wir sollten umgehend handeln, solange die Ghule noch handlungsunf√§hig sind. Jedenfalls der Gro√üteil von ihnen, jeden Ghul werden wir nicht erledigen oder vernichten k√∂nnen. Daf√ľr ist das Land viel zu gro√ü und ehrlich gesagt, ist dies auch nicht unsere Aufgabe. Hilfe zur Selbsthilfe sollten wir den Rakshanern leisten. Quasi Begleitung auf bei den ersten Schritten¬ī,
√ľbermittelte Jules Massimo mental.

Er hatte keine Lust sich mit dem anderen Kampfmagier zu streiten, aber er wollte es auch nicht wortlos stehen lassen, was dieser √ľber Rakshaner verallgemeinerte. Man konnte immer an einer Person etwas aussetzen, wenn man nur lange genug suchte. Ebenso h√§tte Jules √ľber Monique einfach schlecht sprechen k√∂nnen, da sie eine Frau war. Was hatte sie bei einer Verhandlung zu suchen? Aber diese Bemerkung w√§re genauso unfair gewesen, wie die von Massimo. Monique hatte ihm nichts getan und hatte einfach nur ihren Mann begleitet. Auch wenn es Jules nicht passte und er darin eine Gefahr f√ľr die Frau sah, Massimo w√ľrde seine Aufgabe dann doppelt sorgf√§ltig erledigen m√ľssen.

Jules wandte sich mental an Khawa.

`Massimo war etwas ungehalten √ľber Dein ehemaliges Volk, die Rakshaner. Ich habe ihn gebeten die F√ľ√üe still zu halten, da ich Dich nicht beleidigt haben m√∂chte. Ich beleidige seine Frau nicht, ergo er nicht meinen Mann. Was die Verhandlungen angeht Khawa, da bin ich momentan so nerv√∂s wie Du. Meiner Meinung nach wurde bewiesen, dass man gerade in der heutigen Zeit ein B√ľndnis ben√∂tigt. Aber leider schweigt sich Ehveros dazu aus. Darf, kann oder m√∂chte Ricarda dazu nichts sagen?¬ī, fragte Jules und musterte seinen Partner.

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Re: Das Land Ehveros

#87

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Sa 10. M√§r 2018, 08:32

Massimo

antwortete Jules gedanklich.

'Das gebe ich zur√ľck. H√§ng dich nicht in Gespr√§che mit meine Frau. Mich interessiert dein dressierter Schossrakshaner nicht. Der hatte nie was zu melden und daran wird sich nie was andern. Mein Kommentar bezog sich auf Tarkan die verlogene Schlange. Und die Herkunft der Rakshaner ist bekannt. Das ist kein grosses Geheimnis. Nur weil du dir einen an lachen musstest, werden das keine Souvagner. Wenn dir dein holder Khawa ein Messer in den R√ľcken rammt, sag nicht keiner h√§tte dich gewarnt. Als Himmelsauge so blind. Der kann uns viel vorspielen. Der Ausgestossene Khawa. Der arme Verfolgte. Wie w√§re es mit dem Spitzel oder Schl√§fer? Der ist f√ľr mein Geschmack was zu nah am Duc durch Ciel. Aber er wollte den Wilden behalten. Du warst mal ganz andere Meinung Jules. Bis was eigentlich? Denk mal scharf dar√ľber nach. Khawa bekam die Freiheit. Die h√§tte er von mir genauso bekommen. Ich h√§tte ihn sogar von seinen K√∂rper befreit. Aber Ciel wollte den Wilden behalten. Dir hat das nicht gepasst und mir auch nicht. Und jetzt darf ich nicht mehr die Wahrheit sagen?
Geschenkt mach was du willst. Aber ich warne dich, lass meine Frau da raus, sonst haben wir ein Problem. Meine Frau ist wo ich bin. Fertig.'

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Re: Das Land Ehveros

#88

Beitrag von Khawa » Sa 10. M√§r 2018, 14:11

Jules hatte Khawas Blick richtig gedeutet. Der Chevalier erkl√§rte ihm in Kurzform, worum es bei der Diskussion im Nexus gerade ging. Khawa nickte leicht. Massimo zog ein derart grimmiges Gesicht, dass es nur den Schluss zulie√ü, dass er noch immer mental weiter wetterte. Der Mann w√ľrde nicht alt werden, irgendwann w√ľrde er w√§hrend eines Wutanfalls einfach tot umfallen, wenn er so weiter machte. Khawa w√§re der Letzte, der das bedauern w√ľrde.

'Macht Euch keine Gedanken wegen dem muffligen Comte. Massimo soll mich ruhig beleidigen, so lange und so oft er will. An unserem Verhältnis zueinander ist ohnehin nichts mehr zu versauen. Und zu verbessern auch nicht. Ich ignoriere ihn, so als ob er schon lange tot wäre. Möge der Tag nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.'

Dann fiel ihm auf, was Jules gerade gesagt hatte, als was er Khawa bezeichnet hatte. Der sauert√∂pfische Massimo war vergessen. Khawa gab sich gr√∂√üte M√ľhe, seine momentanen Gedanken nicht ungefiltert in den Nexus hinauszupl√§rren. Seine Wut auf den Comte wich bester Fr√ľhlingslaune.

'Ich freue mich schon auf den Heimritt', dachte er so neutral wie m√∂glich. Er musste sich konzentrieren. Noch war nicht eindeutig, ob die Situation gef√§hrlich werden w√ľrde oder nicht. Er beobachtete die Gesichter der Ehveroser, des Zwerges und der Counts von Ledwick. Aber er vermied es, Tarkan anzusehen. Ein paar Sandschlieren kamen von drau√üen unter den T√ľrspalten hineingekrochen. Ganz flach und d√ľnn, wie feinste Schleier, nicht zu sehen, wenn man nicht darauf achtete. Sie sammelten sich um Khawas und Jules` F√ľ√üe und blieben dann still liegen.

'Hier m√ľsste mal wieder sauber gemacht werden. Vielleicht denkt Ricarda noch nach und z√∂gert darum. Die Verhandlungen sind an einem Punkt, wo ein falsches Wort zur Eskalation f√ľhren k√∂nnte. Die Counts scheinen abzuwarten, genau zu beobachten. Und Gro√üherzog Felipe ... ja, Felipe lauert, glaube ich. Doch worauf?'
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Re: Das Land Ehveros

#89

Beitrag von Golir Greifenfeder » Sa 10. M√§r 2018, 15:45

Golir kam wieder an seinen Platz zur√ľck. Es herrschte eine tr√ľgerische Stille. Der alte Zwerg fragte sich was geschehen war w√§hrend er drau√üen die Nachricht auf den Weg brachte. Er nutzte aber die Chance um mit dem Zwergenk√∂nig zu reden. Zwar hatte auch er nun einen Groll gegen den Chaosvertreter. Allerdings musste er auch seinem Freund etwas sagen welches der K√∂nig in seinem Wutausspruch kaum wahrgenommen h√§tte. Der Artefaktmagier beugte sich hin√ľber und fl√ľsterte:

‚ÄěMein K√∂nig wir d√ľrfen die Almanen nicht dr√§ngen. Es ist wichtig das sie die Dinge zwischen Ihren Reichen kl√§ren. Ein √ľberst√ľrztes B√ľndnis unter Druck entstanden f√ľhrt nur zur Reibereien in der Zukunft. Und diese wird auch nicht an unserem Volk vorbei gehen. Im schlimmsten Fall haben wir sogar einen Zweifrontenkrieg. Einem mit dem Chaos und einen mit den Almanen. Ich bitte euch deswegen inst√§ndig eure Worte noch einmal zu √ľberdenken. Und etwas wei√üer zu formulieren ohne die Wut die ihr ohne Zweifle in dem Moment wie ich auch versp√ľrt habt.‚Äú

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Re: Das Land Ehveros

#90

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 11. M√§r 2018, 07:53

Massimo

drehte sich von dem widerw√§rtigen Rakshaner weg. Die hatten die ganze Scheisse verzapft. Sie wollten die Welt √ľberrennen und zwei sassen sogar in der Verhandlung. Stinksauer schnappte sich Massimo ein Getr√§nk. Er kippte es auf ex runter um sich zu beruhigen. Er nahm sich direkt noch eins und sp√ľlte sein Frust runter. Massimo trank noch einige Getr√§nke. Als er sein gesch√§tztes siebstes Getr√§nk nahm trank er das Ges√∂ff langsamer. Sein Sch√§del schmerzte und er war immer noch stinkig. Keiner sagte was und alle warteten auf Felipies Tochter. Aber die bekam den Schnabel nicht auf oder hatte keinen Bock was zu sagen. Oder war schon eingeschlafen. Toll Kinder. Sein Kind w√ľrde er anst√§ndig erziehen. Erziehung konnte Khawa genauso gebrauchen. Wieso sollte er sich von dem W√ľstenw√ľrstchen verarschen lassen. Dem w√ľrde er eine verbraten.
Massimo tat als w√ľrde er trinken. In Wahrheit sammelte er seine Macht und seine Konzentration um Khawa anzugreifen. Massimo fragte sich was er da machte. Er schnaufte durch. Damit w√ľrde er den Duc blossstellen. Er gab seine Macht¬†auf und nahm sich was zu essen. Moni gab er auch was.

"Es kann sich nur noch um Stunden handeln."

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