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BeitragVerfasst: Do 7. Jan 2016, 16:23 
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Volk: Handelsallianz
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Die Handelsallianz (1)
"Barbaren!", reusperte sich der Herzog und strich seine Kleidung glatt. Einmal athmete er tief durch und setzte sich sorgsam zurück an seinen Platz.

"Verfluchtä! Is dat' strässich heytä wiedä!"

"Wohl war, wohl war, kleiner Mann! So viel Stress bin ich nicht gewohnt. Mein herz, hach es springet in meiner Brust ganz aufgeregt daher! Aber nun gut, verzeiht mein ach so unfreundliches auftreten, der Schreck saß mir tief nach dem Stich in meinen allerwertesten.", sprach der Herzog schmunzelnd und Griff nach seinem Bier.

"Ein kühles Gebräu aus gutem Haus ist in solchen Augenblicken wohl das beste, zum Wohl kleiner Mann!"

Hurtig hob Wilhelm das Glas und zog es sich schnell zum Munde. Doch erschrak er sehr, saß nicht auf seinem Glasrand eine kleine Person?

"Seid gegrüßt Herzog, es freut mich eure Bekanntschaft zu machen."

Verdutzt sah der Herzog einen Moment lang die kleine Person an. Winzig klein war sie, mit noch kleineren Flügeln, langem roten Haar und einem grünen Kleid.

"Also, also...", versuchte der Herzog seine Fassung wieder zu bekommen.

"Ich muss wohl bitten, dies ist nicht die feine Almanische Art, verraten sie mir kleines Fräulein, was machen sie in meinem Glas?", sprach der doch etwas brüskierte Edelmann.

"Eynä winzgä Mänschä!", brüllte derweil der Berggypfler aufgeregt herum.

"Ist dies die Art sich vor zu stellen? In dem Mann einfach in anderer Läute Biergläser klettert? Und du mein Freund.", schaute er den kleinen Mann an, "dies ist kein kleiner Mensch unwissener, es ist eine Fee. Bekannt für ihren Übermut, ihre Späße, zudem ihrer schnell wechselnden Laune. Boten der Natur und nun ja, des Schabernacks."

Doch in mitten der Ansprache des Herzogs schnappte sich der Berggypfler die Fee.
"Is nu meynä!"

Unter den verdutzten Augen des Herzogs hielt der kleine Kerl die Fee in den Händen, griff in seine Brusttasche und versuchte sie mit Käsestücken zu füttern.

"Mein unbeholfener kleiner Freund, dies ist kein Tier. Die kleine Dame gehört zum Volk der Feen. Lass sie gehen, vielleicht möchte sie uns ja Gesellschaft leisten und eventuell hat sie ja auch hunger. Ich habe schon lange keine gute Gesellschaft mehr gehabt, setzt euch beide an meinen Tisch und lasst uns Tafeln und reden. Los Luipold, kümmere er sich, bring er uns essen und zwar reichlich. Zwerg und Fee, sagt an, was kann euch mein Diener bringen, ich lade euch ein. Als dann, erzählt mir von euch Fee, was führt euch in mein Bierglas?"

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BeitragVerfasst: Do 7. Jan 2016, 17:11 
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Volk: Fee
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Die Freien Völker (1)
Solch eine Frechheit. Da wollte sie gerade dem Manne antworten da gab es wieder einen Knall so das sie fast in den Bierkrug des Herzoges hineingefallen wäre und im nächsten Moment schrie dieser Tolpatsch das es in den Ohren weh tat.

Sie hätte doch auf den Wiesen bleiben sollen. Dort war es ruhiger, schöner und die Leute waren nett. Aber das wäre auch langweiliger oder nicht.

Zum Glück breitete sie rasch ihre Flügel aus und konnte so ein unfreiwilliges Bad im Bier vermeiden.

Nach dem Ursprung suchend sah sie direkt in die Augen des Zwerges, welcher es sich noch erdreiste sie anzustupsen als wäre sie irgendein...fremdländisches Ding. Soviel Frechheit hat sie lange nicht erlebt.

Doch die Krönung kam noch, als er sie versuchte zu fangen. Aber sie machte es ihm nicht einfach. Immer wieder wisch sie ihm flink aus, bis er sie letzendlich doch ergriff.
Empört darüber das er sie auch noch als Besitz betrachtete und sie mit Käse füttern wollte sah sie ihn an.

"Hey du grober Unhold, du tust mir weh. Außerdem bin ich kein Menschling sondern wie der Herzog spricht, eine Fee. Du bist dumm und gemein. Dabei habe ich dir gar nichts getan. Willst du mich umbringen oder was?!"

Erhob sie protestierend die Stimme und deutet mit dem Finger auf ihn bevor sie im Befehlston kommandierte.

"Lass mich sofort herunter!"


Ob es ihre energische Art war oder überhaupt die Tatsache das sie sprechen konnte, die Worte des Herzoges oder alles zusammen wußte sie nicht. Aber der Zwerg ließ sie wieder los und sie flatterte rasch ein Stück von ihm weg.
Erbost strich sie ihr Kleid glatt und ihre Flügel welche dabei kurz etwas von ihrem glitzernden Staub offenbarten.

Wieder etwas milde gestimmt vom Angebot des Adligen sah sie zu dem Diener und ließ ihn wissen das sie Obst, Gemüse und Saft wünscht.
Dann flatterte sie erneut hinauf auf den Rand des Bierkruges von Wilhelm um mit ihm auf einer besseren Sichthöhe zu sein.

"Nun mein werter Herzog ich wollte euch kennen lernen doch bei meiner Größe mußte ich sicher gehen das ihr mich nicht überseht."

"Wenn ich mich vorstellen darf. Nyneve"


Ein zierlicher Knicks folgte, dann setze sie sich wieder auf den Rand. So würde der Herzog wohl nicht zum trinken kommen, wenn nicht bald eine andere Möglichkeit sich bot wo die Fee in angenehmer Höhe sitzen konnte.
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BeitragVerfasst: Do 28. Jan 2016, 21:02 
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Volk: Bergwychtl
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Das kleynä Mänschleyn, wie Bjorgä sie nannte, war weniger erfreut dadrüber, wie Bjorgä sie behandelte. Scheinbar mochte sie auch keinen Käse, was den dicken Bergwychtl etwas missmutig werden ließ.
Je stinkiger der Käse war, desto besser schmeckte er, hatte er einst festgestellt. Und dieser leckere Hartkäse, den er ihr angeboten hatte, stank bestialisch und war nach Bjorgäs Gechmacksempfinden einfach nur genial!

Wiä kann mo keynä Käs' mögä?", fragte er sich nachdenklich. Er schien richtig drüber nachzugrübeln, so als ob er eine schwierige Rechenaufgabe lösen musste. Denn für einen Bergwychtl war es nicht sonderlich leicht, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Bjorgä runzelte vor lauter Anstrengung nur die Stirn.

Der Gedanke keinen Käse zu mögen, war für ihn sehr befremdlich, war Sjovätt doch vor dem Tod seiner geliebten Frau ein Käsmacher gewesen. Vermutlich wäre ein normaler Mensch aufgebracht oder etwas verärgert in solch einer Situation geworden. Doch einen echten Bergwychtl, wie Bjorgä einer war, konnte nichts aus der Ruhe bringen.

Er hörte der Fee zu, die sich als Nyneve vorstellte und lächelte ihr als Reaktion zu.
"I heyßä Bjorgä," stellte sich der Bergwychtl vor. Er rülpste laut, wodurch Käsegestank aus seinem Mund herausgepustet wurde.
"Bin do Koch hyär,"
"Schweynshaxä, Ommentaler Braten, gorgorischer Eintopf, Korgox-Eier. I' hob schon alles gegässä!". Er haute sich dabei auf den Bauch und grinste breit.
"Und du? Wär bistä?", fragte er recht anstandslos den Herzog.

Er nahm einen kräftigen Schluck Bier aus seinem Krug und schlug dann dem Herzog voller Freude und Euphorie brüderlich auf die Schulter.
"I' glob, wyr wärdä gutä Freundä!"

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"Wänn du keynä Buttä vorwändä möchtä, nymm Sahnä!"
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BeitragVerfasst: Sa 30. Jan 2016, 22:05 
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Volk: Handelsallianz
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Die Handelsallianz (1)
"Nun mein werter Herzog ich wollte euch kennen lernen doch bei meiner Größe mußte ich sicher gehen das ihr mich nicht überseht. Wenn ich mich vorstellen darf, Nyneve"

Ein zierlicher Knicks folgte, dann setze sie sich wieder auf den Rand von des Herzogs Trinkgefäß. Eine höfliche Elfe? Innerlich musste der Herzog etwas schmunzeln. Hatte er zwar noch keine echte Elfe gesehen, doch schon einiges von ihnen gehört. Schabernack war ihr höchstes gut, ob es bei dieser Elfe anders seih?

"Wirt! Hol er sofort Zei Schnapsgläser, eile er sich!", befahl der Herzog eiligst mit einer Handbewegung. Nur Augenblicke später kam der Wirt zurück, wie ihm aufgetragen wurde.

"Hier Herr, was kann ich ihnen als Schnaps anbieten. Wir hätten Almaner Dreifachkorn im Angabot, Rakshanisch Weiß und ..."

"Keine Sorge, es hat alles seine Richtigkeit guter Mann, die Gläser sind nicht für mich, sondern für unseren dritten Gast am Tisch.", sprach der Herzog und drehte die Gläser um und stellte sie unter den verwunderten Augen auf den Tisch.

"Damit hätte unser kleinster Gast auch einen Tisch und einen Stuhl. Es zeugt nicht von Luxus kleine Fee, dennoch hoffe ich, es ist zu ihrer Zufridenheit."

Kaum hatte sich der Herzog um einen Gast gekümmert, sprach auch schon der Bergwychtl.

"Und du? Wär bistä?"

Diese Frage war schwerer zu beantworten, als es sich der Herzog selbst einzugestehen vermochte. Wer war er schon? Ein Herzog oder doch nicht? Der Herzog verschnaufte kurz und nahm noch einmal einen kräftigen Schluck des Gerstensaftes.

"Nun, werter Herr Bjorgä, die Frage ist schwerer zu beantworten, als man gemeinhin denkt. Zu meinem Namen, ich bin Herzog Wilhelm von Hovenhain. Die flegelhafte Person da hinten ist mein Kutscher Luipold und ...", sichtlich viel es dem Herzog schwer weiter zu reden. Die Schmach und Schande, die er die letzte Zeit zu überstehen hatte, war schon schwer genug und nun sollte er dies auch noch fast fremden Leuten erzählen?

Abermals strich er sich durch den Bart, als er leise weiter sprach. "Mit Luipold habe ich mich vor wenigen Tagen oder Wochen? Ich bin schockiert, so genau weiß ich dies schon gar nicht mehr! Ärgerlich, nun egal. Auf der Reise bin ich mit ihm um meinen letzten Besitz zu begutachten ... weil ... nun ja, sagen wir es so. Nicht nur einem Bauern oder einem Händler können Banditen überfallen, auch einem Herzog kann es so ergehen. Dabei, wie es im Leben so ist, erkennt du die wahren Diebe nicht. Die wahren Diebe erkennst du erst, wenn du alles verloren hast!"

"Kennt ihr zufälligerweise den Herzog Leopold von Ghena? Ich sage euch, mit diesem Mann stimmt etwas nicht!, sprach er hinter vorgehaltener Hand und beugte sich dabei etwas nach vorn, damit möglichst nur seine Tischpartner alles hören.

"Er hat in wenigen Jahren mehr Reichtümer angehäuft als ein halbes Dutzend Adliger Familien zusammen in derselben Zeit. Viele Adlige überschreiben seit Jahren allen Grund und Boden in der Handelsallianz an den sogenannten Herzog von Ghena! Habt ihr eine Ahnung wie viele Adlige im letzten Jahrzehnt verarmt sind? Sicherlich nicht, denn Informationen darüber gibt es nur in Adligen Kreisen und was interessiert es schon einen Bauern, an welche Person er seinen Steuern geben muss? Da fällt der ein oder andere Besitzwechsel gar nicht auf. Aber ich sage euch, da stimmt etwas nicht und dem bin ich nachgegangen. Keine Woche konnte ich dabei Nachforschungen anstellen. Dann wurde ich mitten in der Nacht all meiner Ämter beraubt, meine Ländereien beschlagnahmt und bin des Landesverrats angeklagt!"

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BeitragVerfasst: Mo 1. Feb 2016, 12:49 
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Volk: Fee
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Die Freien Völker (1)
Überrascht sah sie auf die Schnapsgläser welche ihr der Herzog bringen ließ und sie so einen Stuhl sogar einen Tisch hatte. Kichernd setzte sie sich auf eines der Schnapsgläser. Hatte der Herzog vieleicht doch Humor, na dann würde er wenigstens lachen können, wenn die Räder seiner Kutsche während der Fahr abfielen.

Vergnügt gluckste sie bei dem Gedanken.

Nur mit dem Kurzbeinigen wußte Nyneve noch nicht viel anzufangen. Er hatte offenbar nicht viele Manieren und er stank fürchterlich nach Käse. Wann er wohl das letzte Mal seinen Mund gepflegt hatte?

Dann fingen die Langbeine an über irgendwas zu sprechen was sie nicht recht verstand. War wohl so ein Große-Leute Ding.
Aber wenigsten kam nun das Essen und sie konnte sich vergnügt über die Speisen hermachen.
Während dessen lauschte sie mit halben Ohren dem Gerede zwischen dem Herzog und dem Zwerg.

Man hatte viel zu viel aufgetragen, aber so hatte sie wenigstens die Wahl.
Erneut flog sie zum Obstteller um sich eine Traube auszusuchen als Plötzlich ein Glas über sie gestülpt wurde.
Was war den jetzt los, zu Hilf sie war gefangen.

Der dreiste Feenfänger war ein Gast welcher vorher gar nicht groß aufgefallen war, aber dann die Fee entdeckt hatte und wohl der Meinung war das er mit ihr tun könne was er wolle.

"Hah , hab ich dich. Du kommst daheim in den Vogelkäfig und wirst im Laden meine Kunden verzaubern. Bringt mir bestimmt mehr Münzen ein."

Dreckig lachend schob er seine dreckige Hand unter das Glas um Nyneve daran zu hindern zu entkommen.
Erschrocken, erbost aber auch ängstlich klopfte sie wild gegen das Glas.
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BeitragVerfasst: Fr 19. Feb 2016, 11:34 
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Volk: Handelsallianz
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Die Handelsallianz (1)
"Zumindest das Bier ist schon einmal sehr gut, sagt kleiner Mann, was führt euch, einen Bergwychtl in dies entlegene Gegend, noch dazu so fern der Heimat?"

Belustigt sah der Herzog wie die Fee sich abermals am Obstteller bedienen wurde. Ein Schmunzeln entwich seinen gerade noch schmerzenden und traurigen Gesichtszügen. Wie so ein kleines Wesen nur existieren konnte. So klein und winzig, welch Mühe es sich abverlangte um eine winzige Traube zu tragen.
"Faszinierend nicht wahr, kleiner Freund? Da gibt es nun so viele Völker auf Asamura, aber keines gleicht dem anderen. Groß, klein, stark, schwach, technologisch hoch Wissend und daneben dumme Bauern. Die Götter haben etwas erschaffen, was man als sterblicher Kaum glauben mag!

Gerade schwelgte Wilhelm noch in seinen Worten der Völker und wollte soeben eine Anekdote aus dem Tieflingslanden erzählen, als vor unweit von seinen Augen entfernt die Fee in einem Glas landete.

"Hah , hab ich dich. Du kommst daheim in den Vogelkäfig und wirst im Laden meine Kunden verzaubern. Bringt mir bestimmt mehr Münzen ein."

Sofort erhob sich der Herzog von seinem Stuhl. "Guter Mann, ich bin schokiert, welch Worte vernehme ich da aus eurem Mund? Lasset ihr die junge Fee sofort frei!"

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BeitragVerfasst: Mo 29. Feb 2016, 12:35 
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Volk: Bergwychtl
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Bjorgä hörte dem Herzog aufmerksam zu und nickte ihm gelegentlich als Antwort zu. "Härr Zog Läopold?", schnappte Bjorgä die Frage von Wilhelm auf. Er konnte mit dem Namen nichts anfangen zuckte unwissend mit den Schultern.
"Näääää," brummte der Bergwychtl.

Kurz fiel Bjorgä Wilhelm darauf ins Wort und wollte das Gespräch auf ein Thema lenken, wo Bjorgä mitreden konnte: "Kännstä dä Wyrtä Lirndd?"
"Ei feynä Bengäl! Mein Schwiegäsohn! Und dö Byär is dö bestä in ganzä Heymstätt!"

Für Bjorgä war der Wirt Lirndd inzwischen schon sowas, wie eine Persönlichkeit geworden und er war immer wieder erstaunt, dass niemand diesen bedeutenden Berggipfler kannte. Im Donnerbrettfahren gewann er schon das 10. Mal in Folge. Den Preis für die größte Rübe und den schönsten Kohl ging auch zum x-ten Mal an ihn. Bjorgä bewunderte seinen Schwiegerson. Für die Bergwychtl war Lirndd inzwischen schon sowas, wie ein Held geworden. Lirndd lebte aber wie fast alle Berggipfler weit von Oberhain entfernt, im Wychtlgebirge, im Schutze der Waldalben. Und so war es also nicht verwunderlich, dass Wilhelm ihn nicht kennen konnte.

Doch Herzog Wilhelm von Hovenhain war viel zu sehr vertieft in seiner Schilderung über die omniösen Machenschaften von Leopold von Ghena. Als die Speisen aufgetischt wurden, wurde der Koch jedoch kurz missmutig. Hatte Iosif ihn doch glatt nicht gefragt, ob er den Braten verwenden durfte, den Bjorgä für den morgigen Tag vorbereitet hatte. Dieser Braten war noch nicht fertig!

"Schmörrn!", brummte er kurz mürrisch in sein Bierglas. Doch es war fast nicht möglich, Bjorgä in eine schlechte Stimmung zu versetzen oder ihn aus der Ruhe zu bringen. So fing er kurz darauf wieder an zu lächeln, und bediente sich an der Käseplatte.

"Zumindest das Bier ist schon einmal sehr gut, sagt kleiner Mann, was führt euch, einen Bergwychtl in dies entlegene Gegend, noch dazu so fern der Heimat?", fragte ihn der Herzog.

"Sjo, dö is eynä langä Geschichtä. Im vordrittä Jahrä nun starbä meynä Weyb Fjändina. Ward a eynä schönä Sommertagä, als i' na Hausä kam...," erzählte er die Geschichte. Doch er konnte sie nicht beenden, da wieder Tumult am Tisch entstand.

Irgendein Gast schnappte sich die kleine Fee und beanspruchte sie für sich.
Bjorgä beobachtete dies zunächst nur. Als der Herzog sich beschwerte, zuckte Bjorgä nur mit den Schultern. Vielleicht war das so ein Brauch, dass man den "kleynä Mänschä" einfangen musste, wie eine Ratte in der Käsefabrik?

Sjovätt hat noch nie viel von Konfliktbewältigung verstanden. Er erhob sich stattdessen von seinem Platz und holte nochmal Bier für die Runde. Denn Bjorgäs Krug war schon leer und der Herzog hatte noch viel zu wenig getrunken! "Do Byär musstä trinkä!", sagte er im leicht vorwurfsvollen, kumpelhaften Tonfall zum Herzog und klatschte mit der Geste den Krug auf den Tisch. Etwas Bier schwappte dabei über und tropfte auf den Boden.

Lustigerweise hatte Bjorgä auch an die Fee gedacht und ihr einen riesigen Krug voll mit Bier mitgebracht.

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BeitragVerfasst: Di 1. Mär 2016, 12:11 
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Volk: Fee
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Die Freien Völker (1)
Ist die eure? Ich kauf sie ab.

Wande sich der unbehobelte Gast nun an den Herzog als dieser Einspruch gegen die Gefangen-nahme der Fee erhob.

Jene hockte noch immer wenig glücklich hinter dem Glas und beobachtete was draußen vor sich ging. Als der Zwerg sich auch erhob, sah Nyneve gespannt zu ihm. Er war zwar klein und dick, aber sie hatte gehört Zwerge waren gute Krieger und machte ihre Größe rasch durch ihr Auftreten wett.

Aber dieser hier war überhaupt nicht so wie man sich erzählte. Er stapfte einfach davon um neues Bier zu holen. Erbost sah Nyneve ihm hinterher und beschloß still für sich das der da gewiss kein Zwerg war. Bestimmt nur ein kleiner dicker Mensch. Und er hatte eindeutig ein paar Streiche verdient. Wie mußte sie sich noch überlegen.

Doch da dieser Gast keine Anstalten machte sie herzugeben, gar anfing um sie mit dem Herzog verhandeln zu wollen, wie eine Ware, mußte sie sich selbst helfen.

Und so nutzte sie ihre Magie, welche sie für Außenstehende verblassen ließ. Aber wenn man ganz genau hinsah konnte man eine schemenhafte Gestalt erkennen die nur schwer vom Glas zu unterscheiden war.
Sicher war Glas nicht die beste Möglichkeit sich zu tarnen, aber ein Versuch war es wert.


"HE wo ist sie hin?"

Triumphierend lachte sich die Fee still ins Fäustchen, als der dreiste Gaste verdutzt auf das Glas sah. Er nahm seine Hand weg, was die beste Gelegenheit war für Nyneve zu entwischen. Bevor der Fremde selbst seine Hand in das Glas quetschte und es dann wütend abstellte.
Die Fee war eindeutig weg.

Das war sie in der Tat , Nyneve hatte sich hinter einen Krug versteckt und nun tarnend dessen Farbe angenommen. Für das bloße AUge schien sie nicht da, doch heimlich beobachete sie die Männer.

Der Gast deutete mit seinem schmutzigen Finger nun direkt auf den Herzog.

"Ihr habt mich bestohlen!"

Erhob er lautstark die Stimme. Er schien wirklich der Überzeugung das der Herzog ihm die Fee gestohlen hätte, auch wenn mehr als fraglich war, wie er das hätte tun können.
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BeitragVerfasst: Mo 14. Mär 2016, 14:15 
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Volk: Handelsallianz
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Die Handelsallianz (1)
"Ihr habt mich bestohlen!"

"Mit Verlaub, ich bin empört! Ich bestohlen? Ein Mann von Meinen Ansehen und Format sollte sich zu niederen Taten herab lassen. Mein bester, obwohl ich in einer einfacheren Behausung diniere, muss ich sie wohl darauf hinweisen, das ich vom Stand her hoch dekoriert bin. Des Weiteren, Feen können sich unsichtbar machen, sie wird ihnen wohl entwischt sein, als sie ihr Glas erhoben. Sie sagte zwar nichts davon, aber falls die Fee euch gehörte, so will ich, trotz eures verbalen Ausrutschers und flegelhaften Verhaltens euch suchen helfen! Herr Zwerg, wären sie so freundlich mit uns die Fee zu suchen, danach können wir gern zu Ende speisen. Vielleicht könnten sie mir danach die Stadt zeigen?"

"Ihr seit von Stand, interessant, interessant ..."

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BeitragVerfasst: Mi 30. Mär 2016, 11:23 
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Volk: Fee
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Die Freien Völker (1)
Empört nahm Nyneve die Worte des Herzogs auf. Wie konnte er sowas sagen? Waren diese Langbeine alle so herzlos. Nun war sie erst recht zufrieden das sie die Räder der Kutsche von Wilhelm gelockerte hatte, so das sie ihm bei seiner nächsten Fahrt abfallen würden.

Das geschah ihm dann recht. Die Fee erhob sich und flog ein Stück hinauf. Inzwischen war der Zauber abgeklungen so das man sie wieder sehen kann.
Flink flog sie direkt zu den Ohren von Wilhelm und zog mit aller Kraft daran ehe sie sich rasch wieder in sichere Entfernung zu den Menschen, Zwergen und anderen Gästen der Taverne brachte.

"Ich gehöre niemanden!"

Äußerte sie lautstark.

"Habt ihr Großen keinen Anstand und den Funken von Intelligenz? Eine Fee ist doch kein Haustier was man besitzen kann."

Empört verschränkte sie ihre Arme vor dem Körper.
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