Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Lyras' leben in Tune

Das gemäßigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkämpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, während die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
Das Herzland
Das gemäßigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkämpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, während die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Lyras' leben in Tune

#1

Beitrag von Lyras » Di 13. Okt 2015, 10:18

Lyras spazierte gedankenverloren vor sich hin und als er sich seiner Umgebung besann, waren am Horizont die T√ľrme einer Stadt zu sehen. Der alte Silmyr hatte kein festes Ziel gehabt und war indes √ľberrascht, dass er das Ende des Waldes erreicht und in der n√§he einer Gro√üstadt gelandet war.

Das Wetter hatte es die letzten Tage gut mit ihm gemeint und au√üer gelegentlich auftretenden frischen Winden konstant mild gewesen, was ihm seine Gelenke dankten indem sie nur selten anschwollen und weh taten. Ganz war das nat√ľrlich nicht zu vermeiden in seinem Alter, wenn er mal wieder √ľberm√§√üig viel gelaufen war, aber es war dann doch ganz ertr√§glich und so genoss Lyras das Wetter in Begleitung seines getreuen Hirsches. Morgens hatte sich der alte Magier immer gewaschen, w√§hrend sein Hirsch munter aus dem Bach, oder gelegentlich auch See/T√ľmpel trank. Das erfrischte sei und lie√ü sie mit guter Laune in den Tag starten. Zu essen fand das Tier selbst und Lyras beschwor sich etwas, wenn er am letzten Tag nichts auf dem Weg gefunden hatte. So gingen sie jeden gut gen√§hrt und frohen Mutes umher. Es gab kein Ziel, oder besser gesagt hatte alte Silmyr keines im Sinn gehabt. Wie es schien, hatte es ihn jedoch in die Richtung seiner alten Heimat gezogen und er konnte sich ein leichtes l√§cheln, im Angesicht seiner unbewussten Entscheidung, hier her zur√ľck zu kehren, nicht verkneifen. Es war nicht lange her seit er hier gewesen war, nur ein paar Jahre, doch die Stadt hatte sich ver√§ndert, wie alles was die Menschen taten und erschufen, war auch die Stadt im st√§ndigen Wandel. Mal ver√§nderte sich etwas zum besseren und mal zum schlechteren, doch auch das liegt ja meist im Auge des Betrachters. Lyras hatte beide Extreme kennen gelernt. Der st√§ndige Wandel der Menschenreiche und die traditionsbewusste Ruhe der Zwerge. Beides hatte aus seiner Sicht gute und schlechte Seiten, denn das perfekte System gab es nicht und w√ľrde es aller Wahrscheinlichkeit auch nie geben.

All diese Gedanken beiseite schiebend saß der alte Silmyr auf seinen majestätischen Hirsch auf und ritt er Obenza entgegen. Er wollte noch vor Sonnenuntergang ankommen und sich ein Zimmer nehmen.
Lyras suchte sich einen der kleineren Vororte aus und steuerte den gr√∂√üten Hof an der dort zu finden war und hatte Gl√ľck, da das G√§stezimmer nicht belegt war. Es kostete ihn nicht viel und er w√ľrde am n√§chsten Morgen frisch gemelkte, warme Milch und ein wenig Brot mit selbst gemachter Butter bekommen. In dieser Aussicht schlief Lyras mit einem L√§cheln auf dem Gesicht ein.

Am n√§chsten morgen wurde Lyras von einigen Sonnenstrahlen geweckt die durchs Dachfenster seines Zimmers fiel. Ein kleiner Vogel sa√ü auf dem Fensterbrett und tr√§llerte fr√∂hlich vor sich hin, als wolle er den Tag begr√ľ√üen und kurz nachdem sich ein Zweiter seiner Art hinzu gesellte flogen die beiden auch schon fort. Der alte Silmyr streckte sich und sp√ľrte sein rechtes knie etwas das vom langen liegen ein wenig steif geworden war. Es war immer das gleiche mit diesem alten, schw√§chlichen K√∂rper er zwickte und zwackte an allen Enden. Das jedoch sollte ihm den Tag nicht vermiesen, also ignorierte er sein etwas schwerg√§ngiges Bein und machte sich auf den Weg in die K√ľche in der auch der Esstisch stand. Hier herrschte schon reges treiben. Die Frau des Hauses kochte Laken ab w√§hrend ein aufgescheuchtes Huhn, verfolgt von einem Hund, wild durch den Raum flatterte, kurz bevor es den rettenden Weg nach drau√üen fand und der Hund vom Herren des Hauses zum sitzen aufgefordert wurde. Von drau√üen h√∂rte man das Gel√§chter von Kindern. Lyras hatte sie schon von seinem Zimmer aus geh√∂rt wie sie in der Scheune im Heu tollten. Als ihr Gast die Treppe herunter kam rief der Bauer seine Kinder jedoch herein. Sie protestierten kurz, doch als sie h√∂rten, dass es essen gab und ein merkw√ľrdiger Alter am letzten Abend in ihr G√§stezimmer eingezogen war, brauchte es nicht lang, bis die Kinder am Tisch sa√üen.
Wie schon am Vortag angek√ľndigt stand ein Krug frische Milch auf dem Tisch und ein gro√üer, schon etwas angetrockneter Laib Brot wurde in dicke Scheiben geschnitten. Die Butter war in Wasser gek√ľhlt, lies sich jedoch trotzdem gut streichen und Lyras genoss jeden Bissen.

Nach dem Fr√ľhst√ľck bedankte sich der alte Magier herzlich und reparierte den in die Jahre gekommenen Brunnen, nachdem die Bauern keine Bezahlung annehmen wollten. Die Kinder waren aus dem H√§uschen als sie sahen wie Lyras seine Magie beschwor um die Steine des Brunnens wieder neu anzuordnen und auch die Eheleute waren nicht minder √ľberrascht als sie herausfanden das ihr Gast ein Magier gewesen war. Als der bucklige Silmyr seiner Wege ging dankten sie ihm noch einmal f√ľr seine Hilfe und er nickte dies l√§chelnd ab w√§hrend er auf seinen Stock gest√ľtzt loszog um heute eines der D√∂rfer zu erreichen, die Obenza n√§her waren. Lyras wollte nicht in die Stadt selbst ziehen, wollte aber auch die Vorz√ľge der Stadt nicht vermissen, weshalb er sich ein Dorf aussuchte, das ungef√§hr eine Stunde von Obenza entfernt war. Der Name des Dorfes war Tune.

Zuerst war der Ortsvorsteher etwas skeptisch, als er h√∂rte, dass dieser alte Silmyr ein kleines Haus kaufen wollte das er auch als Gesch√§ft nutzen konnte. Zumal hatte er bis heute noch nie einen Vertreter des Volks der Silmyr getroffen und dieses alte Wesen, das fast zwei k√∂pfe kleiner war als er und so gebrechlich aussah, wie er so auf seinen Stab abgest√ľtzt, da stand. Doch als er sah, dass dieser bezahlen konnte und ihm glaubhaft erkl√§ren konnte, dass er ein Gesch√§ft f√ľr magische Lampen er√∂ffnen wollte, die er auch in seinem hohen alter noch fertigen konnte, war er bereit ihm ein altes, leer stehendes Haus g√ľnstig zu verkaufen, das einiges an F√ľrsorge brauchen w√ľrde bis es wieder bewohnbar war.

Das jedoch st√∂rte Lyras kein bisschen. Es war ein zwar altes, aber massiv gebautes Steinhaus, was hier auf dem Land mehr als un√ľblich war und Lyras begann, nachdem er sich etwas Verpflegung f√ľr die Laufende Woche besorgt hatte, die Steine des Hauses systematisch miteinander verschmelzen zu lassen um die Stabilit√§t der W√§nde zu verbessern. Er nahm dort, wo der Stein uneben war und f√ľllte dort auf, wo der M√∂rtel br√∂ckelte. Das Ergebnis am Ende des Tages war eine perfekte Wand die weder Risse noch Fugen hatte, die im Lot stand und aussah als w√§re sie aus einem St√ľck gefertigt. Der alte Silmyr wer ersch√∂pft und sah nun noch einen Kopf kleiner aus als zuvor, doch er war zufrieden mit den Fr√ľchten seiner Arbeit und lies es sich nicht nehmen sich bequem auf die morsche Bank vor dem Haus zu setzen und seine wohl verdiente Mahlzeit zu sich zu nehmen. die Manipulation von Stein war nicht so einfach, wie die von Erde oder Sand. Selbst mit dem Segen des Hepharos brauchte es Stunden um einen Quadratmeter der Wand zu bearbeiten. Es w√ľrde wohl einige Wochen dauern, bis er ganz fertig war, doch das war es ihm wert. Das Haus w√ľrde Stabil sein. Auch dem Verfall w√ľrde es nicht so schnell anheim fallen wie gew√∂hnliche H√§user. Die K√§lte w√ľrde nicht so leicht eindringen k√∂nnen, erst recht nicht wenn er den B√∂den erst einmal die F√§higkeit verliehen h√§tte w√§rme auszustrahlen. Es sollte ein behagliches Heim werden. Lyras war schon alt und es war vielleicht einfach an der Zeit einen Ort zu errichten an dem er auch seinen Lebensabend verbringen wollte. Am meisten Kopfweh machten ihm die Zwischenb√∂den. Sie waren aus Holz. Er w√ľrde sie alle herausrei√üen und viele Steine anliefern lassen m√ľssen um Steinerne zu erzeugen. Auch hatte er geplant dem Geb√§ude ein flaches Dach aus Stein zu verpassen und das alte, Heu bedeckte herunter zu reisen. Er wollte es durchsichtig machen, so das er genug Licht in seinen privaten R√§umen hatte und den Wundern des Wetters zusehen konnte. Ebenfalls w√ľrde er die Treppe zu seinen Gem√§chern zumauern. Er konnte ja sowieso einfach durch den Stein hindurchwandern und so war seine Privatsph√§re gewahrt. Bei all den tollen Pl√§nen die in seinem Kopf umherspukten wurde ihm ganz warm ums Herz bis ihm auffiel, dass er f√ľr heute Nacht noch gar kein Bett hatte in dem er schlafen konnte. Er seufzte ern√ľchtert und machte sich auf den Weg zur Taverne. Ein Bett konnte er selbst Fertigen, doch war es daf√ľr heute zu sp√§t, besonders wenn man in Betracht zog, dass er vorhatte das Haus komplett zu entkernen. So nahm er sich ein kleines Zimmer in der Taverne und legte sich auch sogleich zu Bett.

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Re: Lyras' leben in Tune

#2

Beitrag von Lyras » Di 13. Okt 2015, 16:09

Es war fr√ľh am Morgen, doch Lyras war schon wach. Das Bett war unbequem gewesen und so war es nicht verwunderlich, dass ihm alles weh tat. Er hievte sich, unter lautem st√∂hnen, aus dem Bett und st√ľtzte sich auf seinen Stab. So schlecht hatte er nicht mal im Wald geschlafen. Mit diesem Gedanken machte sich der alte Sylmir missmutig auf dem Weg zu seinem Haus. Es stand noch genauso da wie am Vortag. Die renovierte Wand gl√§nzte im Licht der ersten Sonnenstrahlen, w√§hrend die anderen W√§nde nur matt waren. Heute hatte er zum ersten mal einen Blick f√ľr den kleinen Vorgarten und das weite Areal hinter dem Haus das er nun sein eigen nennen konnte. Doch es Lag heute noch viel Arbeit vor ihm, weshalb der alte Sylmir keine Zeit verschwenden wollte und sich an die n√§chste Wand machte. Er hatte geplant heute zwei w√§nde zu schaffen und strengte sich aufgrund seines straffen Zeitplans auch sofort an. Essen w√ľrde Lyras erst zu Mittag und etwas trinken konnte er aus dem Brunnen hinter dem Haus. Das Wetter war gut und der kleine Mann war motiviert. Das waren beste Voraussetzungen f√ľr einen produktiven Arbeitstag.

Es ging schon gegen Mittag als Lyras vor einem Problem stand. Dem ehemaligen Bauherren waren wohl irgendwann die Steine ausgegangen und er hatte einfach mit anderen weiter gemacht. Nat√ľrlich hatte er es so gemacht, dass dieser Pfusch nicht zu sehen war, doch f√ľr Lyras der das Haus erneuerte, h√§tte es offensichtlicher nicht sein k√∂nnen. Ver√§rgert dar√ľber auf dieses Problem zu sto√üen und in seinem Arbeitsfluss gest√∂rt zu werden schnaubte er einmal bevor er sich dazu entschied zu Mittag zu essen und w√§hrenddessen √ľber das aufgekommene Problem zu sinnen. Er holte Wasser aus dem Brunnen und sch√∂pfte es zum trinken mit den H√§nden aus dem Eimer. Sein essen beschwor er um seinen Geldbeutel zu schonen und ersch√∂pfte sich damit zus√§tzlich. Wieder setzte er sich auf die alte, schon etwas morsche Bank vor seinem Haus und genoss es die leichte Briese im Haar und die warmen Sonnenstrahlen auf seiner Haut zu sp√ľren. Er a√ü gedankenverloren immer wieder kleine st√ľcke des von ihm beschworenen Brotes und trank von Zeit zu Zeit einen schluck wenn er merkte das sein Mund zu trocken wurde. Es war ein beruhigender und entspannender Anblick der sich ihm bot. Er konnte √ľber das Dorf hinweg √ľber die Felder des Umlandes bis hin zum Wald sehen. Er konnte die V√∂gel bei ihren Balzt√§nzen betrachten. Ja er erhaschte sogar den Blick auf den ein oder anderen Feldhasen. Die Stadt erhob sich zu seiner Rechten genauso wie das Meer das mit einem strahlenden Blauton bestach. Es war zu weit weg um es rauschen zu h√∂ren aber nicht weit genug um nicht von Zeit zu Zeit eine Briese salzige Meeresluft abzubekommen. Und so verlor sich Lyras, der schon so viel gesehen hatte in seinen Gedanken.

Die Abendd√§mmerung setzte ein als der alte Lyras sich aus seinen Gedanken befreien konnte. Etwas entsetzt dar√ľber wie schnell die Zeit vorr√ľber gezogen war sprang er auf, was er noch im selben Moment bedauerte, denn sein R√ľcken meldete sich unmissverst√§ndlich zu Wort. Mit verzogenem Mund legte er eine Hand an seinen R√ľcken und st√ľtzte sich mit der anderen auf seinen Stab der neben ihm lehnte. F√ľr den Lauf der Zeit konnte niemand etwas, dachte er sich und l√§chelte resignierend der untergehenden Sonne entgegen. Dann w√ľrde er eben am n√§chsten Tag weiter arbeiten. In seinem Alter machte ein Tag mehr oder weniger jetzt wirklich nichts mehr aus. So beschloss er auf dem Weg in die Taverne noch eine Bestellung bei einem der L√§den aufzugeben und suchte den Stand auf der ihm am geeignetsten vorkam. Er bat den H√§ndler ihm Steine mit einem Gewicht von zwei Tonnen zu besorgen. Es sollte, wenn m√∂glich, der gleiche Stein sein aus dem auch sein Haus gebaut wurde und so verabredete sich der H√§ndler mit dem alten Mann f√ľr den n√§chsten Morgen um die vermutliche Herkunft der urspr√ľnglichen Steine feststellen zu k√∂nnen. Danach ging Lyras seiner Wege und bestellte, in der Taverne angekommen, das gleiche Zimmer wie am Vortag, wenn er auch darum bat etwas Stroh aufs Zimmer gebracht zu bekommen, um die durchgelegene Matratze auszugleichen. Danach war Lyras auch heute schnell ins Reich der Tr√§ume √ľbergegangen.

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Re: Lyras' leben in Tune

#3

Beitrag von Lyras » Do 15. Okt 2015, 08:08

Lyras hatte noch nicht die Augen ge√∂ffnet, da war er schon sicher, dass dies kein guter Tag zum arbeiten werden w√ľrde. Das jedoch war keine komische Vorahnung, sondern schlicht und einfach dem Umstand geschuldet, dass er ein lautes trommeln auf dem Dach vernahm das ihm verriet, dass es drau√üen Regnen musste. Er hatte heute besser geschlafen und trotzdem fiel ihm das aufstehen schwerer als am Vortag. Es war √ľber Nacht abgek√ľhlt und der Regen w√ľrde die nur wenig befestigten Stra√üen im laufe des Tages aufweichen, was zur folge haben w√ľrde, dass Lyras durch den Matsch wandern durfte und das Dach seines Hauses wohl eher nicht heute abrei√üen sollte. Als Lyras in den Aufenthaltsraum der Taverne investierte er einige Kupferm√ľnzen f√ľr eine reichhaltigere Mahlzeit und lies sich etwas mehr zeit als n√∂tig ohne jedoch da treffen mit dem H√§ndler zu vergessen. Der alte Magier hatte zwar wenig Lust, doch schlussendlich verlies er die Taverne doch gesch√ľtzt vom Effekt seiner inneren W√§rme und einem mit Schwerelosigkeit verzauberten, √ľber ihm schwebenden St√ľck Erde als Regenschutz. Der wartende H√§ndler wirkte von dem Anblick im ersten Moment zwar etwas befremdet nahm aber das Angebot sich mit unterstellen zu d√ľrfen mit Freuden an, da auch er nur so wenig wie m√∂glich nass werden wollte.

Am Haus angekommen brauchte der H√§ndler nicht lange um die Herkunft der Steine zu bestimmen. Sie kamen aus dem gr√∂√üten Steinbruch der Umgebung, weshalb sie nicht schwer zu beschaffen sein d√ľrften weshalb wir uns auf einen akzeptablen Preis einigen konnten.
Der H√§ndler wartete noch kurz bis der Regen noch etwas nachlie√ü, bevor er sich auf den R√ľckweg machte und Lyras entschied heute damit zu beginnen Holzw√§nde und -b√∂den herauszurei√üen. Da er keine Lust hatte das alles aufwendig st√ľck f√ľr st√ľck zu machen, nahm er eine Hand voll Erde mit. Er stieg ins zweite Stockwerk hinauf und verdichtete die Erde magisch zu einem Stein. Der Stein war nicht gr√∂√üer als ein Kiesel, doch er es w√ľrde dem Zweck dienen. Den Stein in der Hand haltend setzte sich der alte Magier auf die Fensterbank und wirkte Schwerelosigkeit auf den Stein um ihn nicht halten zu m√ľssen w√§hrend er ihn verzauberte. Erst erh√∂hte er das Gewicht des Steines und lies ihn dann noch stark erhitzen. Lyras hatte vor die einzelnen Zwischenb√∂den des Hauses durch Rohe Gewalt einzurei√üen. Er l√∂ste den Zauber Schwerelosigkeit und augenblicklich sauste der Stein gen Boden. Mit einem krachenden Laut schlug der Stein in den Boden und hinterlie√ü auch einige Risse, auch wenn er den Boden noch nicht zerst√∂rt hatte. Nichts anderes hatte der bucklige kleine Silmyr erwartet und mit einiger Geduld wiederholte er das Prozedere mehrmals an verschiedenen Stellen, wobei sich die Risse immer mehr ausbreiteten. Schlie√ülich brach der Boden ein und wie vermutet nahm der oberste Boden die n√§chsten beiden mit. Lyras blickte in die Tiefe. An einigen Stellen hatte die Wand Risse bekommen, die er nachher wieder schlie√üen m√ľssen w√ľrde du davor musste er das Holz in seinem Keller loswerden. Auf einer d√ľnnen Steinplatte hinabschwebend begab sich Lyras zum Ausgang. Er hatte vor das Holz zu verbrennen und da er kein Feuer heraufbeschw√∂ren konnte erhitzte er die Steinscheibe auf der er heruntergesegelt war bis zu dem Punkt an dem sie begann zu gl√ľhen und lie√ü sie hinabsinken. Einige Zeit passierte Garnichts, bis das Holz schlie√ülich anfing zu qualmen und dann doch endlich begann in Flammen aufzugehen. Das Feuer immer wieder mit Erde eind√§mmend kontrollierte Lyras den Abbrand, dass der Rest des Hauses nichts abbekam und es dauerte einige Stunden bis alles weg war, doch daf√ľr blieb nicht viel mehr als etwas Glut davon √ľbrig die eine wohlige W√§rme verstrahlte. Lyras beschloss sich ein Erdpodest inmitten der Glut zu schaffen auf dem er schlafen konnte. Die Glut w√ľrde ihn genug w√§rmen, sodass er keine Decke brauchen w√ľrde und bis morgen d√ľrfte sie allm√§hlich vergl√ľht sein. So Beschwor er ein letztes mal f√ľr diesen Tag seine magischen Kr√§fte und lie√ü Erde in der Mitte des Kellers aufsteigen bis der Podest auf der h√∂he des Erdgeschosses war. Der alte Magier besann sich darauf die Erde etwas weicher werden zu lassen und lie√ü sich danach darauf nieder. Der Tag war nicht sehr anstrengend, doch trotzdem freute sich Lyras zur Ruhe kommen zu k√∂nnen und hoffte beim einschlafen, dass der Regen bis zum n√§chsten Tag nachlassen w√ľrde.

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Re: Lyras' leben in Tune

#4

Beitrag von Erz√§hler » Fr 16. Okt 2015, 18:43

Ein Mann zu Pferde kam den Weg hinauf, der zu Lyras` neuem Heim f√ľhrte. Als er das Haus erreichte, stieg er von seinem Tiere, runzelte kurz die Stirn ob des seltsam verschmolzen wirkenden Mauerwerks und kleisterte dann die T√ľr mit Knochenleim voll, um darauf ein Papier zu kleben.

Auf dem Zettel, der aus billigem Papier geschöpft und mit unregelmäßiger Handschrift beschrieben wurde, ist folgendes zu lesen:
____________________________________________________________________________

Belohnung!

Wer den Dieb fasst, der den ehrenwerten Kaufmann Arino Bahan bestohlen hat, soll sich des Dankes Gewiss sein.
Auch Hinweise werden belohnt, so diese zur Ergreifung f√ľhren.

____________________________________________________________________________

Der Mann stieg wieder auf sein Pferd und verschwand in den Nebeln des anbrechenden Tages.

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Re: Lyras' leben in Tune

#5

Beitrag von Lyras » Di 20. Okt 2015, 12:46

Als Lyras an diesem Morgen aufwachte h√∂rte her das getrappel von Pferdehufen die erst immer lauter wurden und schlie√ülich mit einem wiehern zum erliegen kamen. Man h√∂rte wie jemand aus dem Sattel sprang, und auf das Haus zuzukommen schien. So stand der alte Silmyr auf, richtete seine Kleidung, klopfte sie ab und machte sich auf den Weg zur T√ľr st√ľtzte sich auf seinen Stab und trat ins Licht der Sonne. Die Glut im Haus war fast vergl√ľht, doch spendete sie noch genug w√§rme, dass die frische Luft au√üerhalb des Hauses ihn kurz fr√∂steln lie√ü. An der T√ľr war ein Zettel angeklebt und er sah wie vor seinem Haus ein Mann auf sein Pferd stieg. Den Zettel √ľberfliegend verstand er, dass der Mann wohl eine Art Marktschreier sei, der Informationen gegen Bezahlung verk√ľndete. "Heda, werter Reiter. Wohnt der genannte H√§ndler hier im Dorf? Oder wo finde ich ihn?", doch der Reiter war schon so gut wie weg.

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Re: Lyras' leben in Tune

#6

Beitrag von Erz√§hler » Mi 21. Okt 2015, 12:54

Der Reiter fuhr zusammen, so dass sein Pferd erschrocken den Kopf in den Nacken schmiss und wieherte. Er war gedanklich schon auf dem Heimweg gewesen und hatte nicht damit gerechnet, pl√∂tzlich von hinten angesprochen zu werden. Er wendete das Tier und lie√ü es im Schritttempo zu dem alten M√§nnlein gehen, was vor der T√ľr erschienen war.

"Herr Bahans Gut liegt an den Weinbergen im Norden Obenzas. Wenn ihr der Salzstra√üe folgt, kommt ihr dort vorbei. Es ist nicht zu √ľbersehen. Herr Bahan zieht trotz seines Wohlstandes eine ... sehr bescheidene Lebensweise vor. Man k√∂nnte sein Gut f√ľr eine Ruine halten, wenn der Garten nicht so gepflegt w√§re."

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