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Krokus

Das gem├Ą├čigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umk├Ąmpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urv├Âlker Asamuras, w├Ąhrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
Das Herzland
Das gem├Ą├čigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umk├Ąmpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urv├Âlker Asamuras, w├Ąhrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Arafis
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Chronist in Bronze Die flei├čige Feder in Bronze Herausragender RPG Beitrag Schl├╝sselloch

Krokus

#1

Beitrag von Arafis » Di 22. Dez 2015, 21:23

Krokus
D├╝sterling

Gr├╝ne Augen, weisser Fleck um das eine Auge rum, kleine und gr├Âssere Flecken ├╝ber K├Ârper verteilt.
├ťberall am K├Ârper sind Narben zu sehen. Von einem seiner Ohre wurde ein St├╝ck abgerissen in einem Kampf und seine Nase scheint krumm zu sein. ├ťber seine Brust verl├Ąuft eine lange, nicht sehr sch├Ân verheilte Narbe, welche wohl von einer Schwertklinge stammte. Auf dem einen Auge sieht er nicht mehr ganz deutlich.

Muss in der Arena zur Belustigung der Zuschauer gegen Tiere, aber auch gegen andere Sklaven k├Ąmpfen.
Gilt als einer der Ber├╝chtigsten unter ihnen. Ist gewieft und wild wie ein Tier. Unberechenbar, auf eigenen Vorteil aus. Gewohnt ums ├ťberleben zu k├Ąmpfen. Egoistisch.

Kommt nicht in der Gruppe zu Gange, sucht jedoch (sp├Ąter ausserhalb der Arena) auf Grund seiner Art/Volkswesen trotzdem die Gesellschaft von anderen. Schafft es nicht, sich zu integrieren. Wirkt dadurch teilweise unbeholfen, ├╝berspielt dies jedoch sofort mit Grobheit in Worten und Taten. Versucht auch in K├Ąmpfen und Wettstreiten (oft mit t├Âdlichem Ende) seine Kraft und Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen, um zu imponieren.


In der Arena
Die Menge tobte, als der gescheckte D├╝sterling nur mit einem Lendenschurz bekleidet in die Arena eingelassen wurde. Doch obwohl die Zuschauer an den Gitterst├Ąben r├╝ttelten, welche die Kampfmanege umgaben und mit ihrem Gebr├╝ll die Erde zum Beben brachten, herrschte im Innern des D├╝sterlings die Ruhe vor dem grossen Sturm.
Sein Blick war starr auf die gegen├╝berliegende Wand gerichtet, wo soeben ein Mann von den Wachen hereingedr├Ąngt wurde, bevor das Falltor mit einem Scheppern den Durchgang wieder verriegelte.

Der Kerl blickte sich panisch um und Krokus meinte, die Angst durch die ganze Arena hindurch riechen zu k├Ânnen. ÔÇ×Das wird ein leichtes SpielÔÇť, dachte sich der D├╝sterling und unterdr├╝ckte ein Grinsen.
Sein Feind w├╝rde ihm nicht seinen Ruhm streitig machen. Er w├╝rde hier als Sieger hervorgehen und die Menge w├╝rde ihm zujubeln. Sein Meister w├╝rde ihn loben, anstatt ihn mit Schl├Ągen und anderen Methoden zu bestrafen. Doch daf├╝r d├╝rfte es nicht zu schnell gehenÔÇŽ das blutr├╝nstige Publikum wollte ein Spektakel sehen.

Scheinbar ohne den Mann zu bemerken, schritt Krokus in die offene Fl├Ąche hinaus, und w├Ąhrend seine Augen vermeintlich dem Tun auf den Trib├╝nen folgten, konnte man bloss an seinen aufmerksamen Ohren und der gespannten Haltung erkennen, worauf er sich eigentlich konzentrierte.
Endlich hatte auch der Mann ihn bemerkt. Misstrauisch be├Ąugte er den um einiges kleineren gescheckten D├╝sterling, der sich unauff├Ąllig verhielt.

Der Kerl schien pl├Âtzlich denselben Gedanken zu haben wie zuvor Krokus ÔÇô n├Ąmlich, dass er mit dem gescheckten Kleinen schnell fertig werden w├╝rde. Seine Unsicherheit schien mit jedem Schritt zu verfliegen, den er nun zielstrebig auf den D├╝sterling zumachte. In seinen groben H├Ąnden wiegte er eine Keule. Offensichtlich wollte er Krokus damit eins ├╝berziehen.

Dieser gab sich ahnungslos, wich dem Riesen jedoch geschickt immer wieder hinter Felsbrocken aus und begann so ein Katz- und Mausspiel zu f├╝hren. Die Zuschauer johlten und lachten ├╝ber den Mann, der sich in die Irre leiten liess. Die meisten von ihnen kannten die Kampfk├╝nste des D├╝sterlings und liessen sich nicht von seinem Auftritt t├Ąuschen.
Und so kam es dann auch, dass der Kerl langsam schwerf├Ąlliger wurde. Manchmal liess Krokus ihn beinahe an sich herankommen, um sich im letzten Moment weg zu ducken und hinter einem Felsen zu verschwinden. Doch nun ÔÇô war er pl├Âtzlich ganz weg!

Der dunkelh├Ąutige Mann, welcher noch nie einem D├╝sterling begegnet war, drehte sich um seine Achse, umrundete die Felsen, doch er konnte den Kleineren nicht sehen, der sich geschickt dem Fels entlang hangelte und ausser Sichtweite des Riesen verblieb.
Als dieser sich stirnrunzelnd umwandte, um die Arena zu ├╝berblicken, kletterte Krokus blitzschnell ├╝ber den Fels und mit einem Kampfschrei sprang er auf seinen m├Ąchtigeren Gegner hinab.

Dieser war zwar ├╝berrascht, reagierte jedoch instinktiv und wirbelte herum. Die Wucht des D├╝sterlings riss die beiden K├Ąmpfer zu Boden, wobei Krokus jedoch bereits seine scharfen Klauen wie eine Katze in die Haut des Mannes hineinbohrte.
Der schmerzgepeinigte Schrei ging in dem erwartungsvollen und stimmungsgeladenen Toben des Publikums unter. Einen Moment genoss Krokus das Get├Âse um ihn herum. Doch dieser kurze Augenblick des Eigenruhms reichte dem Mann aus, um ihm einen kr├Ąftigen Schlag mit der Faust zu verpassen.
Krokus wurde zur├╝ckgestossen und taumelte. Sofort war der Kerl auf den Beinen und st├╝rmte die Keule schwingend wutentbrannt los. Gerade noch rollte sich Krokus zur Seite, als die schwere Waffe auch schon dort durch die Luft schwang, wo er gerade noch gestanden hatte.
Gleich ging der D├╝sterling zum Gegenangriff ├╝ber und umkreiste den Kerl immer wieder blitzschnell um seine Deckung zu durchdringen und ihn mit den scharfen Krallen oder den spitzen Z├Ąhnen zu verletzen und aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Als Krokus gerade wieder dazu ansetzte, den Mann von hinten anzuspringen und ihm die Beisser in den Hals zu bohren, um ihm die Schlagader aufzureissen, wirbelte der Mann herum. Ein St├Âhnen ging durch die Arena, als die Waffe den D├╝sterling an der Schulter traf und er zu Boden geworfen wurde. Krokus st├Âhnte und er sah nur Sterne vor seinen Augen tanzen. Dann erahnte er eine verschwommene Gestalt auf sich zukommen. Er wollte ausweichen, doch sein Gegner st├╝rzte sich auf ihn. ÔÇ×Das wirst du mir b├╝ssen!ÔÇť, knurrte er und sein ganzes Gewicht dr├╝ckte auf den kleineren D├╝sterling, als sich seine H├Ąnde um Krokus┬┤ Hals legten. Der Schmerz pochte von seiner Schulter ├╝ber seine ganze Seite und er f├╝hlte sich wie gel├Ąhmt an.

Er bemerkte, wie ihm langsam die Luft abgedr├╝ckt wurde. Verzweifelt versuchte Krokus, mit seinen eigenen H├Ąnden, den Kerl loszuwerden, doch dieser lag so auf ihm drauf, dass er seine H├Ąnde nicht gebrauchen konnte.
Das Publikum klatschte im regelm├Ąssigen Takt. Sie wollten den Kampf beendet sehen. Jemand m├╝sste heute ins Reich der Toten ├╝ber gehen. Krokus begannen die Sinne zu schwindenÔÇŽ ÔÇ×Ich werde es nicht sein!ÔÇť

Wie ein letzter Impuls manifestierte sich dieser Gedanke in seinem Kopf und pl├Âtzlich peitschte sein Schweif vor, legte sich wie eine Schlinge um den Hals des Mannes und begann sich zusammenzuziehen.
Damit hatte dieser nicht gerechnet. Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen und ├ťberraschung. Doch dann setzte sich in ihm die Erkenntnis durch, dass es ein Kampf um Leben und Tod sein w├╝rde und seine Finger dr├╝ckten wie Schraubst├Âcke, um den D├╝sterling ins Jenseits zu bef├Ârdern.

Er wusste jedoch nicht um die Kraft, welche der Schweif dieses Volkes innehatte. Da Krokus ihn zum Klettern mitbenutzte oder auch problemlos daran kopf├╝ber baumeln konnte, war es f├╝r ihn ein leichtes, den Spiess umzudrehen.
Das Knacken der Wirbels├Ąule ging im L├Ąrm der Menge unter. Als jedoch der K├Ârper des Mannes ├╝ber seinem Gegner erschlaffte und ├╝ber ihm zusammensackte, wussten auch die Zuschauer, wer den Kampf gewonnen hatte.

Krokus schnappte nach Luft, er r├Âchelte und sein Hals f├╝hlte sich schmerzhaft an. Er w├╝rde einige Zeit nicht gut sprechen k├Ânnen, doch in seiner Position gab es auch nicht viel zu reden. Als der K├Ârper des Toten rausgeschleppt und den W├Âlfen zum Frass vorgeworfen wurde, bejubelten ihn die Zuschauer und mit einem zufriedenen Grinsen liess sich der D├╝sterling wegf├╝hrenÔÇŽ zur├╝ck in seine Zelle, sein zu HauseÔÇŽ bis zum n├Ąchsten Besuch in der Arena.
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