Der Krieg, der alles Àndern wird


Die Front
Die Hauptstreitmacht des Chaos wurde entfesselt, um die Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Die Niederlage der Zwerge schien lange unausweichlich, doch im letzten Moment haben sich andere alte Völker dafĂŒr entschieden, ihnen zur UnterstĂŒtzung zu kommen. Also Ă€nderte das Chaos seine Taktik ...
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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#41

Beitragvon Skalfaxa » So 31. Jul 2016, 19:01

Skalfaxa hatte gute Arbeit geleistet und sich mit ihrer freundlich schon fast herzerwĂ€rmenden Art durchaus Freunde gemacht. Sie spĂŒrte zwar das sie noch immer eine Fremde war, aber gerade fĂŒr Verwundete war eine freundliche sanfte Art wohltuend. Außerdem war es ihre Art. Sie war eben einfach nett
Am nĂ€chsten Tag kam Barlok herein und brachte den DĂŒsterling mit welchen sie bereits am Vortag kurz gesehen hatte.
Sie blinzelte und wirkte kurz entsetzt als sie den Zustand von Mard sah.

"So geht ihr mit Gefangenen um?"

Die Goblinfrau schĂŒttelte den Kopf und trat zu Mard um seine Wunden zu betrachten.

"Hey könnt ihr auch etwas weiter weg Wache stehen? Ihr raubt einem ja die Luft zum atmen."

Sprach sie zu den Wachen welche dann wirklich etwas weiter weg gingen sie aber aus der Entfernung immer noch weitgehenst im Auge behielten.
Sie beugte sich ĂŒber den DĂŒsterling und machte sich vorsichtig daran dessen Wunden zu sĂ€ubern wĂ€hrend sie leise zu ihm sprach.

"Mard von den Nebelkatzen"

Vorsichtig strich sie ĂŒber eine Wunde um den Schmutz hinaus zu wischen.

"Was machst du nur fĂŒr Sachen."

Ihr Stimme war sanft, frreundlich, sie wirkte als wĂ€re sie doch besorgt ĂŒber den Zustand des DĂŒsterlings. Vorsichtig sĂ€uberte sie weiter die Wunden.
Kurz warf sie einen Blick zu den Wachen. "Könnt ihr euch nĂŒtzlich machen? Er braucht zu Essen und zu trinken um wieder zu KrĂ€ften zu kommen."

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#42

Beitragvon Mard » So 14. Aug 2016, 21:13

Man hatte ihn aus dem angenehm dunklen und muffigen Kerkerloch geholt und in ein luftiges, lichtdurchflutetes Riesenzelt gesteckt. Dort lag er nun auf einer Pritsche, durch herabhĂ€ngende TĂŒcher von den anderen Insaßen abgeschirmt. Die Sonne blendete durch den hellen Stoff. Er legte den Unterarm schĂŒtzend ĂŒber seine Augen. Nach so langer Dunkelheit hatte er besonders starke Probleme mit dem Tageslicht. Jeder einzelne Knochen schmerzte ihn und er hatte einen ungesund schnellen Puls. Zwischendurch zuckte immer mal wieder irgendeines seiner Gliedmaßen unkontrolliert oder sein ganzer Körper, als wĂŒrde er erschrecken. Den Schweif hatte er wie ein Hund zwischen den Beinen hindurch nach vorn auf den Bauch gepresst.

Er war der festen Überzeugung, dass man ihn heute umbringen wĂŒrde. Die Lichtfolter wĂŒrde die Vorstufe davon sein. Er hielt die Ohren ganz still, wenn sie nicht gerade unwillkĂŒrlich zuckten, um zu verbergen, dass er sehr genau lauschte und so innerhalb kurzer Zeit ein dreidimensionales Bild seiner Umgebung vor dem inneren Auge erzeugte. Er hörte die Abmessungen und Aufteilung des Zeltes anhand der Schritte, auch wusste er bald, wie viele Personen sich hier befanden und welche davon bewaffnet waren. Sobald sich eine Gelegenheit ergab, wĂŒrde er fliehen. Er brauchte dazu kein Augenlicht.

Gerade nĂ€herte sich eine Person, die eindeutig weiblich roch. Ihre Schritte waren kurz und leicht, sie war sehr kleinwĂŒchsig und filigran, vermutlich ein Goblin. Sie schaffte es durch ein GesprĂ€ch, die Wachen dazu zu bewegen, Abstand einzunehmen. Das war gut.

Sie begann, an seinen Wunden zu hantieren. Mards Finger ballten sich zu FĂ€usten, sein Atem ging stoßweise. Alles in ihm brĂŒllte, sich gegen die unerlaubte BerĂŒhrung zu wehren, allein das Wissen, wie wichtig die Wundversorgung war, sorgte dafĂŒr, dass er sich beherrschen konnte. Sein ganzer Körper versteifte und verkrampfte sich. Durch sein Gehirn zischten wie weiße Blitze Erinnerungen an die schrecklichsten Situationen, in denen man ihn unerlaubt berĂŒhrt hatte. Erinnerungen, die ihm quĂ€lende Übelkeit bescherten, brutale, aber auch sanfte BerĂŒhrungen, völlig egal, sie alle waren schrecklich gewesen, denn nichts davon hatte er gewollt.

"Mard von den Nebelkatzen", sagte sie seinen Namen. Dabei strich sie ihm sanft ĂŒber eine Wunde.

Seine Hand schnellte nach vorn und umschloss ihr Handgelenk, fest wie eine Schraubzwinge. Er öffnete die Augen, die vom Licht blutunterlaufen und mit einem dichten Adernetz ĂŒberzogen waren.

"Ich bringe dich um", sagte er mit einer KĂ€lte in der Stimme, die manch Zeltinsaßen entsetzt zurĂŒckweichen ließ, wĂ€hrend er ihr Handgelenk umklammert hielt. Sein Gesicht war wie aus Stein gemeißelt. Wer auch nur ein wenig Ahnung vom Leben hatte, erkannte, dass diese Ansage sehr ernstzunehmen war.

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#43

Beitragvon Skalfaxa » Mo 15. Aug 2016, 19:27

Die Goblinfrau zuckte zusammen als plötzlich die Hand des DĂŒsterling hervor schnellte und ihr Handgelenk umgriff. Im ersten Moment wirkte sie erschrocken doch dann erwiederte sie seinen Blick starr. SchwĂ€che zeigen war jetzt nicht der richtige Moment.

So stellte sie ihm ganz simpel einfach nur eine Frage.

"Warum?"

Skalfaxa ließ die Frage einen Moment wirken bevor sie weiter sprach.

"Weil ich die Wunden versorgte welche dir die Zwerge zugefĂŒgt haben?"

Die beiden Wachen welche sie beide bewachen sollten zogen ihre Waffen. Immerhin hatte man ihnen eindeutig befohlen auf sie aufzupassen. Die Frage welche sich beide wohl stellten war, wie weit dĂŒrften sie zuschlagen ohne das es ihnen genauso erging wie den Beiden, welche sich an Mard ausgetobt hatten.

Doch Skalfaxas Blick blieb auf Mard fixiert. Sein Griff um ihr Handgelenk schmerzte bereits aber trotz des Ernst in seiner Stimme und Blick machte sie einen verdammt ruhigen Eindruck.
Leider war dies lediglich nach außenhin der Fall. In ihrem Köpfchen ratterte es, wie ein dutzend ZahnrĂ€der. Sie brauchte eine Idee und zwar sofort.

Langsam glitt ihre Hand zu dem Stab, welcher ihr scheinbar nur als Gehhilfe oder Schmuck diente. So genau hatte man das nicht heraus gefunden. Aber da draußen gab es ja seltsame Leute und diese Goblin hatte bisher ja nicht den Eindruck geweckt eine Gefahr zu sein.

Die Wachen hatten inzwischen fast das Bett erreicht als Skalfaxa ihren Stab umklammerte und fest auf den Boden stieß. Aus der Kugel welche Kunstvoll zwischen GeĂ€st an der Spitze angebracht wurde , brach ein gleißend helles Licht hervor.
Ein paar der Verletzen vergruben instinktiv ihr Gesicht im Laken und den Wachen fielen ihre Waffen aus den HĂ€nden mit welchen sie ihre Augen reibend hilflos herum stand.
Da es ihr Stab ihr Artefakt war vermochte dieses blennende grelle Licht sie nicht zu stören.
Aber sie spĂŒrte wie sich die Hand um ihr Handgelenk lockerte und dann gĂ€nzlich verschwand. Selbst Mard...irgendwie tat er ihr gerade leid, waren DĂŒsterlinge doch so lichtempfindlich...hielt sich die Augen zu.

Nun mußte sie schnell handeln. DĂŒsterlinge vermochte im stockdunkel sich gut zurecht zu finden. Den Stab los lassend, dank seiner Magie stand er freihand direkt neben ihr. griff sie sich das Laken von dem Bett, auf welchem Mard lag und wickelte es flink um Selbigen, gefolgt von einem Seil. Wie ein PĂ€ckchen verschnĂŒrte sie ihn, lediglich seine HĂ€nde und FĂŒĂŸen waren etwas frei das er sich zumindestens noch bewegen konnte, aber in der engen Konstellation und weil ein Teil des Seiles um sein Hals gewickelt war, wĂŒrde die Goblin seiner Kraft und möglichen Abwehrversuchen widerstehen können.

Doch nun war Eile geboten. Den Rucksack warf sie sich ĂŒber und dann marschierte sie los. in einer Hand das Seil mit welchem sie Mard wie ein Hund und ein verschnĂŒrtes PĂ€ckchen gleichermaßen hinter sich herzog, in der anderen Hand ihren Stab mit welchem jeder der sie aufzuhalten versuchte geblendet wurde.

Irgendwo hörte sie noch Geschrei das Mard noch Informationen schuldete und man ihn gefĂ€lligst zurĂŒck holen sollte, aber sie blieb keineswegs stehen.

Nie hatte sie damit gerechnet soweit zu kommen, doch tatsĂ€chlich schaffte sie es so bis hinaus auf die PlĂ€tze der BogenschĂŒtze, welche sie ebenso blendete.

Zum GlĂŒck zog ihr der Stab keine Kraft, den im nĂ€chsten Moment schĂŒttete sie einen ihrer Beutel aus und ein Haufen Knochen purzelten auf den Boden. Große, kleine, dicke, dĂŒnne, spitze stumpfe.
Und dann fing sie an zu murmeln, worauf die Knochen erst anfingen zu zappel und dann sich zu bewegen. Sie schmiegten sich wie eine RĂŒstung um den Leib der Goblin. Wobei die dicken Knochen an den empfindlichen Stellen fĂŒr Schutz sorgten. und die kleinsten spitzen wie Stacheln von ihr abstanden, vor allem um ihren Hals.

Doch sie hörte bereits Schritte welche sich nÀherten und so zog sie ihre letzte "Geheimwaffe" aus dem Rucksack.
Ein großes Tuch welches sie weitgehenst entfaltete und dann ĂŒber die BrĂŒstung warf, nur den MetallĂ€hnlichen Stock in der Mitte hielt sie fest.

"Auf gehts."

Skalfaxa warf sich Umhang um, band sich den Stab an den Leib und drĂŒckte auf einen Knopf der sich an diesem Stock befand und sofort wurde sie und Mard ĂŒber die BrĂŒstung hinaus direkt in die Luft gezogen. Unter Skalfaxas FĂŒĂŸen breitete sich eine Stange mit zwei kleineren Stangen auf welchen sie ihre FĂŒĂŸe abstellen konnte aus und etwas ĂŒber ihr zwei Griffe.
An den Griffen festhalten saß sie hinab zu Mard, welcher unglĂŒcklich in der Luft baumelte nur gehalten von dem Seil, welches an diesem seltsamen Ding hing. Das könnte sein letzter Weg sein.
Mard von den Nebelkatzen erhangen inmitten der Luft...klang nicht sehr reizvoll.

"Wenn du dicht nicht erhÀngen willst solltest du dich am Seil festhalten und bitte sagen."

Sprach sie hinunter wĂ€hrend sie den Gleitschirm, welcher die einzige goblinische Erfindung war, welche sie besaß, weg von der Festung leitete. Mit den Hebeln regulierte sie die Richtung.
Plötzlich schoß ein Pfeil vorbei und Skalfaxa grinste. NatĂŒrlich standen sie jetzt da und versuchten sie vom Himmel zu schießen. Ob das eine kluge Idee war. Aber damit hatte sie gerechnet, als kurz nach ihrem Abflug die TĂŒr aufgestoßen wurden war.

Aber sie war gerĂŒstet und der Gleitschirm hielt einiges aus. Selbst Pfeile.
Und so glitten sie dahin. Es zeigten sich schon bald die ersten Zelte des Lagers von Tarkan unter ihnen, aber noch flogen sie hoch genug das man entscheiden konnte ob man weiter fliegen sollte, weg vom Lager oder nicht.
WIe Mard wohl darĂŒber dachte?

Seine Lage hatte sich irgendwie nicht zum besseren gewendet. Das geschnĂŒre aus Laken und Seil erlaubte ihm kaum Bewegungsfreiraum und letzendlich...wer wußte schon welche Tricks diese Frau noch auf Lager hatte.

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#44

Beitragvon Barlok Eisenhand » Mo 15. Aug 2016, 20:52

Ein greller Blitz erfĂŒllte das Arbeitszimmer und das mitten am Tag! Das konnte kein natĂŒrlichen Ursprung haben. Eisenhand rannte hinunter und betrat den Hof, dort sah er Wachen die sich die Augen rieben und wild umher liefen, manche ArmbrustschĂŒtze schoßen hinter etwas her, doch was war das? Barlok rannte die Mauer hinauf und sah dort ebenso Soldaten die sich die Augen rieben, doch andere schoßen weiter und weiter bis sie es schließlich fluchend aufgaben.

Ihm wurde berichtet das die Goblinfrau eine Magierin sein musste, sie hatte sich Mard geschnapt und war fort. Die HĂ€nde des Generals ballten sich zu FĂ€usten und er fluchte so laut er nur konnte, er tobte regelrecht doch als er sich wieder fing gab es nur einen Ausdruck in seinem Gesicht, dieser nannte sich Rache!

Eine Stunde spĂ€ter fand eine Befehlsausgabe statt, an dem Tisch saßen viele Baumeister die ihm berichteten das der Kanal, in wenigen Tagen wieder Wasser fĂŒhren wĂŒrde. Doch das war Barlok nicht genug, an dem Tisch saßen noch weitere Offiziere, er befahl ihnen nach Niwar zu reisen um dem König die Lage zu schildern. In diesem Bericht befand sich ebenso, sein eigener Bericht in dem er nichts beschönigte oder sonstiges. Dort drin stand ebenfalls, das Zwerge gestorben waren fĂŒr Informationen die anscheinend niemals, seine Ohren erreichen wĂŒrden. Daher war jegliche Art der Diplomatie vom Tisch! Die Offiziere sollten dazu, weitere Reserven erbitten und zur Festung fĂŒhren. "Des weiteren wird es keine Zeltstadt mehr geben, wir werden den Platz brauchen!" alle anwesenden sahen ihn fragend an.

"Wir werden dort Fallgruben ausheben, zudem kommen dort allerhand von Fallen hin" sein Gesicht war kalt und hart. Man sagt sich wer das Vertrauen eines Zwergs verliert, der wird es niemals wieder erlangen. "Wenn diese elendigen Ratten, nur daran denken in die NĂ€he dieser Mauern zu gehen, will ich das sie erst durch die Hölle gehen mĂŒssen, ehe sie sich durch den Kanal mĂŒssen!". Dieser Satz erntete Zustimmung, der General stand auf und schritt um den Tisch herum. "Ich will mehr Petrolium, ich will das ganze GrĂ€ben damit auf Befehl geflutet werden können wenn es sein muss, schafft mir mehr davon heran!". Die Alchemisten wĂŒrden sich in den kommen Tagen und Wochen tot schuften, doch das war Barlok gleich.

"Herr meint ihr der Kanal wird nicht reichen?" die anderen Anwesenden zogen die Luft scharf ein, sie schauten jedoch direkt zum General der sich umdrehte und dĂŒster drein schaute. "Eine Goblindame hat unseren Gefangenen, einfach so mir nichts dir nichts mitgenommen!" er schlug mit der Faust auf den Tisch "der Kanal reicht nicht!".

In den folgenen Tagen ließ Barlok einen Erlass verabschieden, der die Zeltstadt auflöste. Die ZwergenhĂ€ndler durften nicht mehr das Gebirge verlassen, der Krieg war nun doch angekommen. Der Kanal fĂŒhrte wieder Wasser Barlok hatte veranlasst das die Baumeister die jeweiligen Fallgruben aufhebten, es bliebt ein kleiner Pfad fĂŒr die Zwerge der begehbar war, doch diesen kannten nur sie selbst. Zudem kahmen die Reserven nach und nach an, sie blieben jedoch im Gebirge um in jeder Zeit einsatzbereit dazu zu stoßen. Barlok beobachtete das Treiben vor der Festung, viele Zwerge arbeiteten an GrĂ€bensystemen, an Fallgruben mit spitzen Pflöcken darin. Sie verwandelten die freie FlĂ€che, vor dem Kanal in ein wahres Labyrinth des Todes.

Er stand dort auf der Mauer und starrte in die Ferne, er sah die TĂŒrme die dort wie ein Mahnmal standen. Den Jenseits dieser TĂŒrme lauerte der Feind und dort waren Zwerge gefallen, fĂŒr Informationen die er niemals bekommen sollte, fĂŒr einen Moment des Vertrauens, sein Moment der SchwĂ€che!

Sowas wĂŒrde niemals wieder geschehen, sollte er jemals Mard oder die Goblinfrau sehen, wĂŒrde dies nicht gut fĂŒr die beiden enden. Die Festung wĂŒrde, stand halten bis zum letzten Zwerg! Sollten sie scheitern gab es immer noch, den Befehl an die Alchemisten, doch hoffentlich mĂŒssten sie niemals diesen Plan in die Tat umsetzen.....

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#45

Beitragvon Skalfaxa » Do 1. Sep 2016, 19:41

Als sie so dahin schwebte, unter sich das Zeltlager und ĂŒber sich den Himmel, bemerkte sie das Mard langsam dunkler im Gesicht wurde. Dieser DĂŒsterling war sich wirklich zu fein sie um Hilfe zu bitten.
Aber tod wollte sie ihn auch nicht dem Tarrik ĂŒbergeben.

Seufzend drĂŒckte sie auf einen weiteren Knopf, ein Plopp ertönte und ein Netz spannte sich unter ihnen, mit einem kleinen Hebel zog sie es höher so das Mard nicht mehr gurgelnd in der Luft hing sondern im Netz lag.

"Faszinierend"

Entfuhr es Skalfaxa. Obwohl sie sich nicht wirklich mit goblinischen Erfindungen beschÀftigt hatte , wÀre sie kein Goblin gewesen wenn ihr das hier nicht gefallen hÀtte.

Unter ihnen tauchte Tarkans Zelt auf und Skalfaxa zog erneut an etwas worauf sie fast schon abstĂŒrzten, aber nur fast Die Landung war zwar nicht sanft aber auch nicht so das man sich dabei verletze, direkt vor die FĂŒĂŸe der verdutztend Wache.
Die Goblin zog Mard aus dem Netz, noch immer gefesselt wie ein Paket und hielt der Wache ihr Zebrafell unter die Nase, was sie von Tarkan bekommen hatte.

Die Wache ließ sie, nach kurzer AnkĂŒndigung auch ins Zelt zu Tarkan hinein. Dort schubste sie Mard vor dessen FĂŒĂŸen und rieb sich kurz das Handgelenk.


"Da habt ihr euren SpĂ€her wieder...oder besser den VerrĂ€ter. Hab ihn und die ZWerge in den SĂŒmpfen aufgegriffen, wo sie augenscheinlich Tieflinge abschlachteten. Offenbar ein WUnsch des Kleinen hier. Und wenn ich es richtig gehört habe, hat er dem General der Zwerge dafĂŒr Infos ĂŒber euch und die Anderen hier versprochen."

"Kurz er wollte euch verraten...und mich nebenbei umbringen"


Das sie noch immer aussah wie ein halbes Skelett, wegen der KnochenrĂŒstung an ihrem Leib störte sie nicht.Zumal ihr Kopf frei sichtbar war Ihre Hand legte sich wieder um den Stab den Blick kurz skeptisch zu dem DĂŒsterling.

"Nun ja unglĂŒcklicher Weise mußte ich mir Gewaltsam einen Weg aus der Festung beschaffen. Ich schĂ€tze die Zwerge werden darĂŒber nicht erfreut sein. Aber bevor der Kleine hier mich tötet oder Dinge ausplaudert...es war nicht so geplant und alles recht chaotisch. Aber ich habe ihn gefunden und hergebracht so wie ihr wolltet."


Skalfaxa zuckte mit den Schultern und sah zu Tarkan. Sie hatte getan was er verlangt hatte so gut sie es konnte. Alles Andere lag nun in der Hand des Tarrik.
Außerdem wieviel andere Wahl hatte sie gehabt. UnauffĂ€llig hinaus bringen? Das war unter der BEwachung und der Aggression des DĂŒsterling unmöglich gewurden. Und wer weiß schon ob er bis dahin nicht geplaudert hĂ€tte. Zumindestens laut dem was die Wachen getuschelt hatten, hatte der General diesbezĂŒglich keine Geduld mehr gehabt.

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#46

Beitragvon Mard » Sa 5. Nov 2016, 13:45

Mard hatte keine Ahnung, wie es hatte geschehen können, dass er plötzlich wie ein Paket von einem Laken umschnĂŒrt wurde. Er war verletzt, aber nicht so sehr, dass er sich nicht hĂ€tte wehren können. Normaler Weise wĂ€re es niemals möglich gewesen, dass dieses Weib ihn so einpackte. Vielleicht hatte sie Hilfe von einem dieser Pfuscher, die sich Götter nannten und die ihn allesamt hassten, anders war es nicht zu erklĂ€ren, dass er sich plötzlich an einem Flugdrachen hĂ€ngend wiederfand, ein Seil um den Hals, das ihn langsam strangulierte.

"Wenn du dicht nicht erhĂ€ngen willst solltest du dich am Seil festhalten und bitte sagen." Sie hatte den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, da verleierte Mard seinen Kopf und bespuckte sie. Eher wĂŒrde er sterben, als um Gnade zu winseln oder kriecherische Worte wie 'Bitte' in den Mund zu nehmen! Die Schlinge zog sich langsam fester und er spĂŒrte, wie sein Bewusstsein entglitt. Er ließ die Augen offen. Wenn es schon sein musste, dann wĂŒrde er gefĂ€lligst sehend sterben! Das Land, das unter ihm hinwegraste, verschwamm, seine Augen wurden glasig. Den Wald hatten sie schon ĂŒberquert und nun die Steppe. Wie ein einfacher, nicht motorisierter Flugdrachen so lange in der Luft bleiben und in der Zeit eine derart lange Strecke ĂŒberwinden konnte, war ihm ein RĂ€tsel. Auch das wĂ€re untr normalen UmstĂ€nden niemals möglich gewesen, immerhin war das kein dampfgetriebener Helikopter! Göttliche Macht? Halluzinationen? Es gab keine andere ErklĂ€rung. Nichts von all dem machte irgendeinen Sinn.Mards letzten Gedanken waren wĂŒste FlĂŒche, ehe er in die Ohnmacht glitt. Als er erwachte, lag er im Staub vor Tarkans FĂŒĂŸen. Er schob mit der Zunge verklumpten Dreck aus seinem Mund. Der Ă€ltere Mann blickte auf ihn herab.

"Da habt ihr euren SpĂ€her wieder...oder besser den VerrĂ€ter." Das verfluchte Goblinweib erzĂ€hlte dem Tarrik die ganze Geschichte, dann zuckte sie die Schultern, als hĂ€tte sie so eben einen kleinen Spaziergang unternommen. Wahrscheinlich fĂŒhlte sie sich gerade unwahrscheinlich ĂŒberlegen und mĂ€chtig! Keine Kunst, wenn ein Gott einem geholfen hatte!

"Sie lĂŒgt", keuchte Mard. "Glaubt ihr kein Wort! Die Zwerge haben mich gefangen gehalten und gefoltert! Und sie haben Skalfaxa den Auftrag erteilt, mich zu Euch zu bringen und diese LĂŒgen zu verbreiten! Sie hat ein hĂŒbsches SĂŒmmchen dafĂŒr erhalten! Sie ist die VerrĂ€terin hier! Ich bin nur ein einfacher SpĂ€her, dem ein dummes Missgeschick passiert ist!" MĂŒhsam befreite Mard sich aus dem Laken und löste den Strick um seinen Hals. Er musste husten.

Skalfaxa öffnete den Mund, um irgendetwas zu erwidern, da fuhr ihr ein Batzen Sand ins Gesicht. Noch einer und noch einer. Es hörte gar nicht mehr auf, ihr ganzes Gesicht war voll davon, ihr Haar, ihr Oberkörper und dann auch die Arme und Beine. Vergeblich versuchte sie den Sand mit den HĂ€nden abzuwehren, immer mehr traf sie und geriet um sie herum kriechend in Rotation. Auch Skalfaxa begann sich zu drehen. Eine Windhose bildete sich genau dort, wo sie stand, eine SĂ€ule aus Sand, die sie nach und nach wirbelnd umschloss, ummer schneller drehte sie sich erhob die Goblinfrau in die Luft, wĂ€hrend sie immer weiteren Sand der Umgebung aufsaugte und wuchs. Von Skalfaxa war bald nichts mehr zu sehen, sie war vollstĂ€ndig von den wirbelnden Massen eingschlossen. Die Windhose trug sie unter lautem Pfeifen und Tosen hinaus aus dem Lager. Daran, dass sie um die Zelte und Rakshaner einen ordentlichen Bogen machte und sorgfĂ€ltig um die Ecken bog, konnte man erkennen, dass es sich hier um kein natĂŒrliches PhĂ€nomen handelte. Vielleicht einer der Magier hier? Noch ein Gott? Mard wusste es nicht. Atemlos beobachteten er das Geschehen. Die Windhose trug Skalfaxa hinaus in die Steppe und verschwand mit ihr am Horizont.

Mard rappelte sich auf. Er hatte starke Schmerzen am Hals und ihm war schlecht. Aber er hatte nun einen Drachen! Er nahm das von Skalfaxa zurĂŒckgelassene FluggerĂ€t und probierte den Mechanismus aus, der die TragflĂ€chen Ă€hnlich wie FledermausflĂŒgel auf und zu klappen ließ, so dass der Drachen zu einem schmalen BĂŒndel StĂ€be zusammengefaltet werden konnte. Da bemerkte er den ungnĂ€digen Blick von Tarrik Tarkan, der auf ihn hinabsah.

"Ihr glaubt dem Weib doch nicht etwa, oder?" fragte Mard Ă€ngstlich. "Der Alten hat die Verlogenheit doch schon aus dem hĂ€sslichen grĂŒnen Gesicht gegrinst! Sie hat sogar versucht, mich zu befummeln!" Er wies mit dem Finger anklagend in die Richtung, in welcher die Windhose verschwunden war. Der Blick des Tarrik blieb ungerĂŒhrt. "Was ich glaube, ist unerheblich. Von Bedeutung wĂ€re vielmehr ein handfester Beweis fĂŒr deine Worte."
"Wie soll ich so was beweisen!" kreischte Mard. "Wie soll ich ihre LĂŒgen wiederlegen! Ich bin Euer SpĂ€her! Ich habe den Wassergraben der Zwerge verstopft mit einem wunderschönen Staudamm! Vertraut Ihr mir etwa nicht?"
"Du bist nicht unser einziger SpÀher, Mard. Ich habe Hinweise erhalten, dass zumindest ein Teil der Aussagen von Skalfaxa durchaus der Wahrheit entspricht - zum Beispiel die Vernichtung von Katamaris im Herzen Alkenas. Und wir haben einen zwergischen Gefangenen, dessen Aussagen einige andere Dinge bestÀtigen."
Mard wurde blass. "Aber ich kann alles erklÀren!"
"Ich danke dir fĂŒr die Dienste, die du Rakshanistan erwiesen hast, Mard von den Nebelkatzen. Doch fĂŒr VerrĂ€ter ist in unseren Reihen kein Platz. FĂŒr deine Leistungen schenke ich dir dieses eine Mal das Leben. Nutze die Chance, möglichst viel Raum zwischen uns zu bringen. Wenn wir uns das nĂ€chste Mal begegnen, sind wir Feinde. Du bist hiermit verbannt und wenn morgen die Sonne aufgeht, bist du in gesamt Rakshanistan vogelfrei. Jetzt lauf, bevor ich es mir anders ĂŒberlege! Kehre nie mehr zurĂŒck!"

Mard packte den zusammengefalteten Drachen und rannte hinaus aus dem Zeltlager, weit in die trostlose Steppe hinein. Er rannte, stolpernd vor Erschöpfung und Schmerzen, gepeinigt von der unbarmherzigen Sonne, bis er nicht mehr konnte und dann ging er schnellen Schrittes, schlussendlich lief er auf allen Vieren, das BĂŒndel mit dem Arm an seine Flanke gepresst. Fort, er musste weiter fort! Die Sonne ging unter und von da an fiel es ihm etwas leichter, seine KrĂ€fte beisammenzuhalten. Er bewegte sich in Richtung SĂŒden, als die KĂ€lte der Nacht sich erhob und die Sterne am schwarzen Himmel funkelten, bis der Horizont wieder grau wurde und die Sterne verblassten. Die ganze Nacht war er abweschselnd gegangen, gelaufen und gekrochen. Es war eisig und der Wind fauchte ungebremst ĂŒber die Steppe, weder Baum noch Strauch bremsten ihn. Noch immer befand Mard sich in der öden Wildnis, nirgends gab es Deckung oder eine Möglichkeit, seine Spuren zu verbergen. Wenn die HyĂ€nenreiter ihn einholten, war das sein Ende.

Mit vor Erschöpfung zitternden Armen öffnete Mard den Drachen. Er hatte noch nie solch ein FluggerĂ€t bedient. Der Wind griff sofort unter die TragflĂ€chen und riss ihn hinauf, Mard konnte gerade noch die FĂŒĂŸe auf die Trittstangen stellen und sich oben festhalten, da segelte er schon ĂŒber die Steppe. Er schlang den Schweif fest um die zentrale Stange, so dass er nicht hinunterfallen konnte. Er fĂŒhlte sich gekreuzigt und hĂ€tte lieber in klammernder Position auf dem Drachen gesessen! Er blickte Ă€ngstlich nach unten. Wie ein versteinertes Meer glitten die HĂŒgel der Steppe unter ihm dahin. Er kam sehr schnell vorwĂ€rts, doch hatte MĂŒhe, das FluggerĂ€t zu lenken und zu kontrollieren. Als der Horizont sich rot fĂ€rbte, geriet Mard in einen Scherwind, der Drachen wurde herumgewirbelt und stĂŒrzte trudelnd zu Boden. Er gab sein Bestes, den Sturz irgendwie zu kontrollieren, doch er konnte ihn nicht mehr aufhalten. Dumpf schlug er auf einem HĂŒgel ein, der Sand stob, Mard rutschte mit seinem Drachen den Hang hinab. Er blieb liegen, wie er war und schlief erschöpft ein.

Er erwachte in der Mittagshitze. Das erste, was er sah, wahren nervös scharrende Hufe. Langsam blickte er an ihnen hinauf. Sie gehörten zu einem Zentauren, der unsicher herumtĂ€nzelte und offenbar nicht wusste, was er mit dem DĂŒsterling anfangen sollte. Sein Fell war grau, die Kopfhaare bildeten einen schwarzen, borstigen Hahnenkamm, der seine WirbelsĂ€ule entlang wuchs bis zur HĂ€lfte seines RĂŒckens. Er wirkte struppig und heruntergekommen, nicht unbedingt ein prachtvolles Exemplar, mit vielen halbkreisförmigen Narben, die vermutlich von Huftritten herrĂŒhrten.

"Du da! Du darfst mir helfen!", krĂ€hte Mard. "Ich muss nach Dunkelbruch und zwar schnell!" TatsĂ€chlich kam der Zentaure vorsichtig nĂ€her und legte sich hin, damit der verletzte DĂŒsterling aufsteigen konnte. Mard hasste Pferde und er hasste Menschen, eine Kombination aus beidem war sicher noch schlechter. Aber er brauchte ihn als Transportmittel, sonst fraßen ihn die rakshanischen HyĂ€nen. Der Zentaure erhob sich und ging in leichten Trab ĂŒber. Mard krallte sich mit einer Hand an seiner MĂ€hne fest und hielt mit der anderen seinen Drachen. Der Kerl stank extrem nach Pferd und verlor manchmal ein paar Äpfel, ohne dafĂŒr extra anzuhalten. Was fĂŒr ein Widerling! Am Nachmittag erreichten das ungleiche Paar schließlich die Zwergenfestung.
"Barklok Eisenhand", rief Mard die Mauern hinauf. "Ich bin wieder da, um mein Wort einzulösen!"

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#47

Beitragvon Barlok Eisenhand » Di 8. Nov 2016, 16:33

Der Tag neigte sich dem Abend und somit seinem Ende zu, der General war in seinem Arbeitszimmer und schaute auf die Karten hinab um sich noch einmal, ein paar Szenarios durch den Kopf gehen zu lassen. Die Reserven waren angekommen der König hatte erneut Zweihundert Krieger anrĂŒcken lassen, sie waren jedoch im Gebirge untergebracht, der König hatte außerdem in einem Schreiben klar gemacht das keine weiteren VerbĂ€nde mehr zu entbehren waren.

Es war wirklich nicht das was er erhofft hatte, doch hatten offenbar die Zwerge ĂŒberall ihre Konflikte und die Pforten mussten weiterhin geschĂŒtzt werden und daher waren die KrĂ€fte der Zwerge nicht gesammelt vertreten sondern mussten sich aufteilen.

Das Klopfen an seiner TĂŒr riss ihn aus seinen Gedanken, eine Wache trat ein und verbeugte sich rasch. Er holte Luft und sprach "ein Reiter ist gerade eingetroffen, es ist der Gefangene der geflohen war!". Die Miene von Barlok Eisenhand wurde ernst und seine HĂ€nde ballten sich zu FĂ€usten, wie konnte er es nur wagen jemals wieder ein Fuß in die Richtung von der Feste zu machen!

Mit einer Handbewegung ließ er den Soldaten hinaustreten, dieser schaute ihn verwirrt an doch tat wie ihm befohlen wurde.

Auf der Mauer hatten ein gutes Dutzend Zwergenkrieger die ArmbrĂŒste auf Mard gerichtet, er wurde von dem anwesendem Offizier angewiesen sich nicht von der Stelle zu rĂŒhren. Die Szene musste fĂŒr Mard beklement gewesen sein, vor ihm war der Graben wieder geflutet ĂŒber das freie Feld zogen sich versteckte Fallgruben und die ZugbrĂŒcke war hinauf gezogen.

Der letzte Punkt wurde jedoch geĂ€ndert hinter der Mauer wurde das Klirren von Ketten laut und ein mechanischer Mechanismus wurde in Gang gesetzt. Die ZugbrĂŒcke wurde hinunter gelassen, als sie unten war sah man einen Zwerg in kompletter RĂŒstung auf ihr Richtung Mard stapfen, allein und voller Tatendrang.

Die doppelschneidige Axt fest mit beiden HĂ€nden umklammert, der Helm verdeckte ab der Nase hinauf das Gesicht und Mard erkannte nicht wer er war, zumindestens nicht sofort. "Absetzen!" wurde von der Mauer aus befohlen und die Soldaten senkten ihre AmrbrĂŒste, der General war es höchst selbst in voller RÜstung. Er blieb ungefĂ€hr Zehn Meter vor Mard zum stehen, seine Augen waren kalt und nicht gerade von guten Absichten erfĂŒllt "nenn mir einen guten Grund warum, ich dich nicht hier und jetzt töten soll!" grollte Barlok voller Zorn.

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Das Chaos

Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#48

Beitragvon Tarkan » Sa 3. Dez 2016, 14:00

Zuerst sah es nur aus wie eine Nebelbank, die vom Horizont aufstieg. Fliehende Steppentiere rannten davor her und preschten dicht an den Zwergen vorbei, als sei da im Norden eine noch grĂ¶ĂŸere Gefahr, vor der sie flohen. In ihrer Panik stĂŒrzten einige von ihnen in den leeren Graben oder gelangten in das Innere von Dunkelbruch, wo sie sich in der Enge vor lauter Panik die Knochen brachen. Dann war ein Donnern zu hören, nur leise zunĂ€chst, obwohl der Himmel an diesem Morgen nicht nach Gewitter aussah. Bald zeigte sich unter dem vermeintlichen Nebel ein dunkler Streifen. Als sich die Erscheinung nĂ€herte, mischte sich das Kreischen und Lachen von HyĂ€nen darunter. Die gesamte Streitmacht Zentralraksahnistans war auf dem Weg nach Dunkelbruch, HyĂ€nenreiter in RĂŒstungen aus Leder und Knochen, etwas weiter hinten die schwer gepanzerten Orks, Tieflingsmagier begleiteten den Tross auf gescheckten Raktauren. Über ihnen kreisten SchwĂ€rme von Geiern, die auf Aas hofften und etwas außerhalb krochen die hungrigen Ghule durch das Steppengras, in großem Abstand zueinander und schwer zu sehen.

Tarrik Tarkan saß auf einem prĂ€chtigen Exemplar einer gestreiften RiesenhyĂ€ne und war selbst von Kopf bis Fuß in Zebrafell gekleidet. DarĂŒber trug er als einer der wenigen Harnisch und SchulterstĂŒcke eines erbeuteten almanischen Eisenpanzers. Sein Haupt zierte der Kopf eines toten Leoparden samt geschecktem Fell, dass hinter ihm im Wind wie ein Umhang wehte.

"Barlok Eisenhand", brĂŒllte seine Stimme durch den Sturm. "Dunkelbruch wird am heutigen Tage fallen und du mit ihm!"

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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#49

Beitragvon JEELEN » Mi 14. Dez 2016, 10:58

Jeelen hatte die Botschaft von Lydia erhalten. Die Zwergin bat ihn um ein Treffen in ihrer Heimatstadt – Shohiro. Der Goblin musste nicht lange ĂŒberlegen, ob er der Bitte nachkam. Lydia bat nie leichtfertig um einen Gefallen, wenn sie seine Hilfe brauchte, dann gab es dafĂŒr einen triftigen Grund. Und selbst wenn sie keinen Grund gehabt hĂ€tte, sie waren Freunde – manchmal auch mehr, aus diesem Grund folgte er ihrem Ruf.

Nun saß er seiner langjĂ€hrigen Berufskollegin und Freundin in ihrem Heim gegenĂŒber bei einem Krug Bier. Sie hatten sich lange nicht gesehen, aber das tat ihrer Freundschaft keinen Abbruch. Die Zwergin wie auch der Goblin wusste, dass sie sich jederzeit aufeinander verlassen konnten.

„Nun hier bin ich. So gerne ich mit Dir Zeit verbringe, Du wirst mich nicht grundlos gerufen haben Lydia. Gibt es „Platz-Problem“ in der Stadt? Soll ich irgendwem beim Umzug helfen?“, fragte Jeelen leise und nahm einen Schluck Bier. Dabei musterte er sein GegenĂŒber freundlich ĂŒber den Rand des Kruges hinweg.

„Ich bin froh dass Du hier bist. Es sind GerĂŒchte im Umlauf, Du wirst genauso davon gehört haben wie ich Jeel. Das Problem liegt nicht in Shohiro, das Problem ist weitaus grĂ¶ĂŸer als die meisten vermuten. Es geht nicht mehr um Ordnung und Chaos, zwei KrĂ€fte die sich gegenĂŒberstehen. Ich befĂŒrchte mein Freund, es heißt schon lange das Chaos gegen den Rest unserer Welt. Krieg von unbekanntem Ausmaß“, erklĂ€rte Lydia und nahm ebenfalls einen krĂ€ftigen Schluck von ihrem Bier.

„Von den GerĂŒchten habe ich auch gehört. Aber worum geht es Dir? Eigentlich ist das nicht unser Kampf. Was gehen uns die Probleme anderer an, solange wir nicht fĂŒr die Lösung bezahlt werden? Willst Du Gewinn aus der Situation schlagen? Da mĂŒsste einiges zu holen sein. Wenn Du an einen Job zu zweit denkst – meine Klinge gehört Dir, ich bin auf alle FĂ€lle dabei.

FĂŒrchtest Du um Deine Sicherheit? Dann verlasse Shohiro und zieh Dich ins Reich der Zwerge zurĂŒck. Sollte es hart auf hart kommen, könnt ihr dort alles aussitzen. Im Grunde muss Euch die OberflĂ€che nicht scheren. Wenn Du vor hast die OberflĂ€che zu verlassen und jemanden als Begleitung suchst, ich bin dabei, solange ich nicht in einem Stollen ĂŒbernachten muss. Tonnen von Geröll und Gestein ĂŒber meinem Kopf machen mir in einer Stadt nichts aus. Dient schließlich in dem Fall unserer Sicherheit“, gab Jeelen zurĂŒck.

„Es geht weder ums GeschĂ€ft, noch um einen RĂŒckzug von der Oberwelt Jeel. Wenn das eintritt was ich befĂŒrchte, dann wird es kein Reich der Zwerge mehr geben mein Freund, dann wird es ĂŒberhaupt keine Reiche mehr geben. Weder das der Goblins, noch der Menschen, noch der Zwerge. Die Zwerge sind wie so oft die letzte Bastion zwischen den SchutzbedĂŒrftigen und den Horden des Chaos! Aber diesmal sind es keine ScharmĂŒtzel, diesmal stehen die Horden vor den Toren von Dunkelbruch. Und sollte Dunkelbruch fallen, dann fĂ€llt die ganze Welt. Verstehst Du das Ausmaß der Katastrophe?“, fragte Lydia besorgt.

„Klar, ich verstehe. Den Völkern droht die total Vernichtung oder die Annektion durch die Chaos-Fraktion“, antwortete der Goblin.

„So ist es. Und da kommen wir ins Spiel. Wo Heere versagen, wo Armeen scheitern, da hat schon oft ein einziges Messer in der Dunkelheit die ausweglose Situation herumgerissen. Ich bitte Dich, gehe nach Dunkelbruch Jeel. Das ist mir sehr wichtig. Die Sache ist groß, grĂ¶ĂŸer vielleicht als wir beide. Sprich dort mit den Zwergen und hilf meinen Leuten. Egal in welcher Form, selbst wenn Du sie nur beraten kannst. Zwerge denken anders als Goblins. Wir beide wissen, wie effektiv eine Zusammenarbeit sein kann. Ich werde Dir folgen, sobald ich kann. Es wird nicht Dein Schaden sein. Nimm diesen Brief mit fĂŒr den dortigen Kommandanten“, flĂŒsterte Lydia eindringlich und reichte Jeelen einen Brief.

Der Goblin nahm den Brief entgegen, drehte ihn kurz in der Hand und steckte ihn dann mit knappen Nicken ein.

„Freundschaft hat noch nie eine Bezahlung verlangt. Weder Du fĂŒr meine geflickte Fresse, noch ich fĂŒr Deine geretteten Sommersprossen. Von den anderen Dingen mal ganz zu Schweigen. In Ordnung, ich gehe zu den Zwergen und werde sehen was ich tun kann. Mehr als Hilfe anbieten können wir nicht Lydia. Ich hoffe sie sind nicht beratungsresistent“, antwortete er freundlich und trank sein Bier aus.
„Danke GrĂŒner, ich weiß. Ich sehe es genauso. Sturheit hat seine Grenzen Jeel. Sturheit kann man sich nicht leisten, wenn das Leben aller davon abhĂ€ngt samt dem uns bekannten WeltgefĂŒge“, sinnierte die Zwergin.

„Wie ich immer sagte, wo das Versagen des einzelnen den Tod aller bedeuten kann – kann es keine Gnade geben. Und ich glaube wir waren fĂŒr einiges „bekannt“ aber Gnade zĂ€hlte nicht dazu. Zudem Lydia, wenn nicht wir, dann wird ein anderer herausfinden welcher Kopf rollen muss, damit dieser Spuk beendet wird. Ich breche heute Nacht nach Dunkelbruch auf. Komm nach, wie versprochen“, flĂŒsterte Jeelen.

Lydia reichte ihm die Hand und der Goblin ergriff sie. Beide umschlossen kurz das Handgelenk des anderen mit der eigenen Hand und besiegelten so ihren Pakt.

Der Goblin machte es sich in der Stube von Lydia gemĂŒtlich und schlief bis zum Einbruch der Nacht. Lydia fĂŒllte den Proviant wie auch das Wasser von Jeelen auf, damit dieser direkt losziehen konnte, sobald ihm danach war. Wie versprochen machte sich der Goblin in der Dunkelheit auf den Weg nach Dunkelbruch.

Jeelen marschierte bei Nacht und blieb so lange wie möglich auf dem Gebiet der Handelsallianz. Dabei behielt er die Marschroute auf der rechten Seite des Gebirges bei. Es war ein ganzes StĂŒck Weg, das er vor sich hatte. Der Goblin lief nur in der Dunkelheit und ruhte versteckt tagsĂŒber. Sobald die Dunkelheit wieder hereinbrach war auch Jeelen mit auf Ă€ußerst geschĂ€rften Sinnen wieder unterwegs. Er hielt nur an, wenn es unbedingt nötig war. Er nahm auch das Essen wĂ€hrend seiner Wanderschaft zu sich.

Endlich auf dem Gebiet der Zwerge angekommen, bewegte er sich nicht nur weiterhin in der Dunkelheit fort, sondern er schlich auch von Schatten zu Schatten um so lange wie möglich unsichtbar zu bleiben.

Dunkelheit und Schatten machten ihm nichts aus. Es waren seine Elemente. Wo andere die miese Sicht verfluchten, verließ sich der goblinische Meuchelmörder auf seine langen, spitzen und sehr zuverlĂ€ssigen Ohren. Wenn es der Kampf verlangte, kĂ€mpfte er nach reinem Gehör. Die Augen konnten einem in der Dunkelheit einen Streich spielen, die Ohren waren da weitaus zuverlĂ€ssiger. Jedenfalls was seine Ohren anging.

Als er endlich nach langer Wanderung Dunkelbruch erreichte, staunte der Goblin nicht schlecht. Es war Abend, um die Festung war ein Todesband ausgehoben worden. Ein DĂŒsterling stand vor dem Bollwerk. Zig ArmbrĂŒste waren auf das Wesen gerichtet und die Zwerge schienen alles andere als begeistert zu sein von ihrem schwarzen Besucher.

Einen Augenblick spĂ€ter wurde die ZugbrĂŒcke heruntergelassen und ein komplett gerĂŒsteter Zwerg marschierte auf den DĂŒsterling zu. Der Mann blieb vor dem DĂŒsterling stehen und Jeelen konnte förmlich die Spannung fĂŒhlen die in der Luft lag, Ă€hnlich einem nahenden Gewitter.

Der Zwerg wollte vom DĂŒsterling einen Grund hören, warum er nicht hier und sofort erschlagen werden sollte, was Jeelen breit grinsen ließ. So unterschiedlich Zwerge auch waren, wenn es um Rache ging, da waren sie alle gleich.

Langsam trat der Goblin aus dem Schatten und blieb in einem ausreichenden Sicherheitsabstand zu dem Zwerg und dem DĂŒsterling stehen.

„GrĂŒĂŸe“, sagte er freundlich.

„Ich komme in friedlichen und hilfreichen Absichten, ich möchte mit dem Kommandanten dieser Festung sprechen. Ich habe eine Nachricht fĂŒr ihn“, erklĂ€rte Jeelen und wartete ab, dabei waren seine Nerven bis zum Zerreißen angespannt.

Einerseits um sich notfalls schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen, andererseits um sein Versprechen zu erfĂŒllen was er Lydia gegeben hatte.
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Re: Der Krieg der alles Àndern wird

#50

Beitragvon Mard » Do 29. Dez 2016, 16:05

"Weil ich die versprochene Informationen fĂŒr dich habe, du undankbarer Filzbart", kreischte Mard entrĂŒstet, ohne Anstalten zu machen, von seinem struppigen und stinkenden Ponyzentauren abzusteigen. "Aber ich kann auch auf der Stelle wieder kehrt machen und dem Windelkopf Bescheid geben, dass du vor den Toren auf ihn wartest wie auf einem silbernen Teller!" Er wies mit dem ausgetreckten Finger nach hinten, wo Tarkan und seine MĂ€nner sich in der Ferne nĂ€herten, zerrte dem Zentauren an der MĂ€hne, so dass dieser sich auf die Hinterbeine stellte und wiehernd mit den Vorderhufen in der Luft schlug. Die Zwerge mit den ArmbrĂŒsten auf den Zinnen spannten sich an, doch waren diszipliniert genug, nicht ohne Befehl auf den DĂŒsterling zu schießen, mochte er auch noch so sehr das große Maul haben. Mard grinste höhnisch und offenbarte alle vier ZahnlĂŒcken.

In diesem Moment mischte sich eine Goblinpest ein und grĂŒĂŸte den General mit einem scheißfreundlichen Grinsen. Was fĂŒr ein Kriecher! Hoffentlich wĂŒrde Eisenhand ihn sofort abschießen lassen. Mard lockerte den Griff, so dass der Zentaure wiede auf allen vier Hufen zu stehen kam.

Hinter ihen nÀherte sich unaufhaltsam die Front des Chaos. Schon wahren die lachenden Rufe der HyÀnen und ein rakshanischer Kriegsgesang zu hören, begleitet von Trommeln aus Feindeshaut.