Drakenstein

Das gemäßigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkämpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, während die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.

Das Herzland
Das gemäßigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkämpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, während die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Mordin Schwarzbanner
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Re: Drakenstein

#11

Beitragvon Mordin Schwarzbanner » So 21. Aug 2016, 15:55

"Doch eigentlich" die darauf folgenende Reaktion war selbst f√ľr einen ein√§ugigen wie ihn deutlich zu sehen, sie hatte ein Geheimnis. "Ja ich bin der Henker in dieser Stadt, damit verdiene ich meinen Lebensunterhalt" sprach er, um von dem Thema mit den Schriften abzulenken. Er sagte es als w√§re es das normalste der Welt, jeden Tag ein dutzend Menschen zu t√∂ten doch f√ľr ihn spielten diese ganzen Menschen keine Rolle.

Einen Augenblick sp√§ter betratten ein paar k√∂nigliche Wachen die Taverne, sie schienen sehr betrunken zu sein und hatten offenkundig bereits Feierabend. Sie p√∂belten herum und setzten sich an die Bar und bestellten sogleich was zu trinken. Die Wirtin kannte offenbar die Trunkenbolde und gab ihnen auch sofort etwas, die M√§nner waren zu dritt und tranken sogleich gierig. Als der eine den Krug absetzte blieb sein Blick auf Nerinejh liegen. "Schaut euch diese Dame mal an" sein Blick verriet bereits worauf er am liebsten hinaus wollte, seine Saukumpanen sahen hin√ľber und staunten offenbar nicht schlecht. "Das ist mal eine exotische Blume" sprach der andere und die Wirtin sowie der Wirt, versuchten beschwichtigend auf die M√§nner einzureden um sie von ihrem Vorhaben abzubringen.

"Halts Maul!" sagte der dritte im Bund ein Mann von bulliger Statur "sonst, lassen wir euren Laden dicht machen! Habt ihr das verstanden?!". Die √ľbrigen G√§ste wollten keinen √Ąrger und ein paar verlie√üen sogar die Taverne, schlie√ülich waren es M√§nner von der Stadtwache wenn es darauf ank√§me w√ľrde das Wort der M√§nner immer mehr wiegen wie das eigene. Diejenigen die noch √ľbrig waren gingen den drei M√§nnern aus dem Weg und schlie√ülich standen sie vor dem Tisch des ungew√∂hnlichen Paares. Sie standen direkt hinter dem Stuhl von Mordin, einer der M√§nner bemerkte den Zwerg erst jetzt. "Na guckt euch diese Erdmade an, das ist ja der Henker! Das ich nicht lache, keine sorge wertes Fr√§ulein wir befreien euch vor dieser minderbemitelten Geselschaft". Die beiden anderen standen rechts und links von dem Anf√ľhrer der Gruppe und nickten grimmig drein.

Mordin hingegen stand auf und drehte sich herum, sein eines Auge fokussierte die drei und er hatte immer noch seine Pfeife in der Hand. "Ich gebe euch noch die Chance, euch bei der Frau zu entschuldigen und euch vom Acker zu machen, bevor ich eure Nasen breche". Die M√§nner lachten und der Anf√ľhrer wollte gerade etwas sagen als die Pfeife des Zwerges bereits in seine Richtung flog. Er bekahm sie ins Gesicht und die Glut in der Pfeife blendete die drei f√ľr einen kurzen Moment. Dieser Moment gen√ľgte als Mordin mit dem Stiel seiner Axt in das Gesicht des Mannes schlug.

Es knackte f√ľrchterlich und der Mann schritt wutenbrannt nach hinten und stolperte. "Das war Nummer eins!" rief Mordin und schritt zum n√§chsten Gegner hin√ľber. Der bullige Mann empfing ihn jedoch schon mit gezogenem Schwert und schlug direkt zu. Der Zwerg entging dem Schlag da er unter ihm untertauchte, der zweite wurde von seiner Axt weiter geleitet sodass er mit dem Schwert in dem Tressen feststeckte. "Haha!" Lachte der Zwerg irre auf und schlug mit der Faust zu, es knackte ein zweites mal. Doch dieser Mann lie√ü daraufhin sein Schwertgriff los und packte den Zwerg mit beiden H√§nden am Kragen und schleuderte ihn durch die Taverne. Er landete auf einem Tisch der sogleich umkippte und die M√∂bel dahinter polternd unter Mordins Gewicht zu bruch gingen. Doch der Zwerg stand erneut auf und hielt einen Krug in der Hand, den er wer wei√ü woher auch hatte und exte. Der bulige Mann schritt w√ľtend auf ihn zu den Krug werfend und johlend stand Mordin da. "Einer ist f√ľr dich! Mach ihm Feuer unterm Hintern!" Mordin war verr√ľckt geworden und lieferte sich einen wilden Schlagabtausch mit dem Mann.

Der letzte der Gruppe schritt mit gezogenem Dolch auf Nerinejh zu, er grinste voller Vorfreude. "Mach keine M√§tzchen, dann passiert dir auch nichts!" was w√ľrde wohl als n√§chstes passieren?
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Re: Drakenstein

#12

Beitragvon Nerinejh » So 28. Aug 2016, 14:44

Nerinejh lie√ü die Worte, die so beil√§ufig √ľber des Zwerges Lippen fielen sacken. Das Flammenherz sah Mordin weiterhin an und nickte wortlos, dachte aber weiter dar√ľber nach. Sie kannte Hinrichtungen aus B√ľchern und Schriften, schon immer und √ľberall in der Welt wurden Menschen, Wesen und Andersartige aus den unterschiedlichsten Gr√ľnden hingerichtet. Doch die Seele konnte nicht glauben, das man dies √ľber Jahre hinweg tun konnte, ohne das es mit einem etwas anstellte. Das Innerste der Menschen musste sich doch ver√§ndern?! Der Blick ihrer sonderbaren Augen glitt tiefer in jenes des Zwerges, so als ob sie die Antwort genau dort finden w√ľrde.

Zu einer Antwort kam die junge Frau aber schon gar nicht mehr, das pöbeln und grölen lenkte sie von der eigentlichen Antwort ab und den roten Schopf leicht drehend, rollte sie missmutig die sonderbaren Augen. Das war jetzt schon das wievielte Mal, das sie unterbrochen wurde ? War hier eigentlich jeder gegen ihre Unterhaltung mit dem Zwerg ? Oder war nur jeder hier darauf erpicht, die Flammenseele herauszufordern ? Das Kaminfeuer fing an zu flackern und die mandelförmigen Iriden verengten sich, als sie sah wie mit den Gästen umgegangen wurde.
Zu ihrem v√∂lligen Unverstand waren die Drei Halunken auch noch von der Stadtwache. Die Flammen im Kamin tobten und hopsten, Funken l√∂sten sich und tanzten √ľber den steinernden Boden und die Kleindrachin Nihlar fauchte, von einem Funken am Schwanz getroffen. Sie verschwand sicherheitshalber wusste sie doch das nun nichts mehr helfen w√ľrde, Nerinejh zu beruhigen. Das Innere der Augen bewegte sich, schlang sich um die dunkle Pupille wie gl√ľhende Lava und die Finger ballten sich so das das wei√ü der Knochen hervortrat.

Nerinejh sah wie die G√§ste das Weite suchten, blo√ü keinen √Ąrger wollten und schier hilflos zum Wirten Ehepaar hin√ľbersahen. Auch das gute Zureden der Wirtin, der Herzensdame, die in allem das Gute sah‚Ķ.zog sich resignierend zur√ľck. Doch zuvor sah sie die Farisin noch an und erschauderte, denn die Augen der Seele waren in der Tat nicht normal und nicht freundlich.
Die drei Wachleute hatten nur Augen f√ľr sie und allein dies lie√ü sie sacht raunen, entweder bemerkten sie Mordin wirklich nicht oder taten dies absichtlich‚Ķdoch als sie ihn endlich bemerkten, waren ihre Worte nicht von der h√∂flichsten Art. Nerinejh wusste nicht warum, doch sie musste sacht grinsen, als der Henker ihnen die Wahl lie√ü noch vor dem Nasenbruch bei ihr zu entschuldigen.
Das Lachen blieb ihnen sogleich im Hals stecken und mit dem fliegen der Pfeife, war auch Nerinjeh auf den Beinen und schwang sich zur Seite. Mordin¬īs Bewegungen waren pr√§zise und gut gesetzt‚Ķ.ein f√ľrchterliches krachen verdeutlichte Nerinejh, das der Stiel seiner Axt getroffen hatte.

Die Feuerseele sah fasziniert zu wie er auch den zweiten Soldaten f√ľr einen Moment au√üer Gefecht setze doch nicht f√ľr lange. Wer konnte auch schon damit rechnen, das er den Zwerg werfen w√ľrde ? Mordin krachte auf einen Tisch, zertr√ľmmerte diesen und besa√ü noch die makabrere Frechheit einen Krug Bier zu leeren. Noch dar√ľber unsinniger weise nachdenkend, woher er diesen Krug hatte, schrie er irgendetwas und schon sah sich Nerinejh gegen√ľber von dem dritten Wachsoldaten. Schlechte Z√§hne bleckte er mit einem geh√§ssigen Grinsen‚Ķ.drohend spielte er mit einem Dolch in der Hand und genauso verhielt es sich mit den Worten die er sprach. Mordin war besch√§ftigt mit dem anderen Soldaten und Nerinejh auf sich alleine gestellt‚Ķ.sie schloss die Augen.
Sie wusste es w√ľrde eine Katastrophe geben, dr√§ngte er sie weiter in die Enge‚Ķ.

Es wurde w√§rmer um die Flammenseele und sie raunte‚Ķ.das Feuer im Kamin √ľberschlug sich und loderte‚Ķ.sie hob die H√§nde und hob die Lider wieder an " Nicht‚Ķkommt nicht n√§her‚Ķ.ich warne Euch", sie fl√ľsterte und etwas in ihrer Stimme lie√ü klar werden, auch f√ľr Hohlk√∂pfe, das es nicht wirklich scherzhaft gemeint war. Doch der Kerl brummte nur und warf den Dolch in die andere Hand. Nerinejh seufzte und nahezu starr stand sie vor ihm‚Ķein leichtes w√ľrde sich jeder denken doch sah man ihre H√§nde an, w√ľrde man eines besseren belehrt werden.

Es schien als suchen sich die Flammen einen weg zu ihr, krochen jene an ihr hinauf ? Oder rief sie die Flammen ? Es war alles recht undurchsichtig und schwer zu erkl√§ren‚Ķdoch das leben in ihren so sonderbaren Augen‚Ķes war lodernd. Die Stadtwache schloss zuerst den offenen Mund und blinzelte, sp√ľrte er die doch lodernde W√§rme je n√§her an sie heran ging und er schien tats√§chlich nachzudenken.
Doch was w√ľrden die anderen denken ? Er von einem weibsbild in die Flucht geschlagen ? So ging er weiter auf Nerinejh zu und diese ? Sie raunte und sp√ľrte wie das Drachenbild auf ihrem R√ľcken zu glimmen begann. Es tat nicht wirklich weh‚Ķ.aber sie sp√ľrte es deutlich.

Das alles war schon seltsam genug und sie konnte nicht anders, sie wurde von ihrem Inneren geleitet und sie wusste es w√ľrde nicht gut werden. Das h√ľftlange Haar bewegte sich in der Hitze und schien Teil der Flammen zu sein‚Ķ.eine von diesen Flammen hatte die Seele in der rechten Hand und hob eben diese, genauso wie den Blick‚Ķ." es tut mir leid" floh es noch √ľber die Lippen und gef√§hrlich nahe der Wache, schleuderte sie den Feuerball zur Verteidigung auf ihn.

√úberrascht √∂ffnete sich der Mund des Mannes und ein holpernder Laut perlte ihm √ľber die Lippen, ehe er von der Feuerkugel getroffen den Dolch verlor und Teile seiner Kleidung anfingen zu glimmen‚Ķ.Nerinejh hatte schon eine weitere Kugel in der Hand und schleuderte sie ihm entgegen, was ihn zum einen r√ľckw√§rts stolpern lie√ü und zum anderen taumeln‚Ķ.sie hatte einen seltsamen Gesichtsausdruck‚Ķ.und feuerte weiter flammende B√§lle nach ihm‚Ķ.immer st√§rker wurden diese . Mobiliar ging zu Bruch‚Ķ.Wirt und Wirtin lagen wimmernd auf dem Boden und auch die verbliebenen G√§ste schrien nach den G√∂ttern. Sie warf sich in Rage‚Ķ.ging nicht bald jemand dazwischen‚Ķ.dann‚Ķ.
Nerinejh wollte es nicht…sie wollte die Kontrolle nicht verlieren und so suchte sie einen Weg in die innere Ruhe….waren die Wachen fort ? Hatte sie jenen in die Flucht geschlagen ?

Die Feuerseele kämpfte mit den Flammen , dem inneren Drachen und der Bewusstlosigkeit.
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Re: Drakenstein

#13

Beitragvon Mordin Schwarzbanner » Di 30. Aug 2016, 21:23

"Mehr hast du nicht drauf?! HAHAH!!!!!" der Zwerg zog dem Mann gerade einen Teller √ľber den Sch√§del der polternd zu bruch ging. Dieser sch√ľttelte benommen den Kopf und taumelte, kein Wunder der Zwerg hatte jegliches M√∂biliar auf seinem Kopf verspringen lassen und dazu geh√∂rten zwei St√ľhle, ein Tablett, drei Kr√ľge leer wohl gemerkt und eine Gitarre die an der Wand hing. Gut der Mann hatte ihm einen Zahn ausgeschlagen, doch der Zwerg f√ľhrte ganz klar nach Punkten!

"Dir werdsch isch zeign!" murmelte der Mann dessen Gesicht langsam aber sicher anschwellte. "Ach was! Der Spaß geht doch gerade erst los!" doch es war schneller vorbei als Mordin lieb war. Ein heller Blitz eilte heran und traf den Mann am Hinterkopf. Es war ein Feuerball! Er kahm aus der Ecke wo er Nerinejh zuletzt gesehen hatte.

Der Mann brach zusammen und r√ľhrte sich nicht mehr, der Zwerg schaute zu ihr her√ľber und sah das herrliche Werk der Zerst√∂rung doch irgendwas stimmte hier nicht. Die junge Frau schien etwas in Rage gekommen zu sein, ihre Gegner hatten genug sie waren beide au√üer Gefecht gesetzt doch machte sie einfach weiter, konnte sie es kontorlieren? Oder kontrolierte es Sie?

"He ich glaube das reicht!" doch aus seinen Satz flog gleich ein Feuerball in seine Richtung, er verfehlte ihn nur knapp. Wenn er jemals etwas √ľber Magie geh√∂rt hatte dann, das man sich auf sie konzentrieren musste das hie√ü also wenn man diese Konzentration unterbrach war es m√∂glich das es dann aufh√∂rte. Von drau√üen h√∂rte man Schreie und Rufe, es w√ľrde nicht lange dauern und die Stadtwache w√§re hier, der Zwerg hatte keine gro√üe Lust im Kerker die Nacht zu verbringen, ebenso wenig auf das was dann kommen, k√∂nnte.

Er rannte in ihre Richtung und schwang seine Axt, es kahmen weitere Feuerb√§lle heran gebraust und Mordin versuchte mit seiner Waffe diese abzuleiten. Doch das ging mehr schlecht als recht, jeder Feuerball der seine Axt traf lie√ü ihn einen oder zwei Schritte zur√ľck taumeln. "Beim Barte meiner Vorfahren!" fluchte er laut und hob einen Tisch an um diesen als Schild zu nutzen. Doch das verlangte ihm alles ab, die Platte des Tisches war ein gr√∂√üeres Ziel und daraufhin von ihr oder, irgendwas in ihr als Bedrohung einzustufen.

Doch der Zwerg machte Schritt f√ľr Schritt und stemmte sich gegen diesen wahrlichen Ansturm von Mage. Er schwitzte und fluchte doch er kahm voran, als er nah genug dran war riss er den Tisch beiseite und f√ľr einen Augenblick, konnte er in ihre Augen schauen. Dort drin sah er nicht den Ausdruck der jungen Dame, nein es war ein Ausdruck einer Bestie! Einer Bestie die alles daran tat, jeden zu t√∂ten der ihr zu nahe kommen wollte.

Es ging ganz schnell, er schlug hart zu jedoch nicht um ihr etwas zu brechen sondern damit sie das Bewustsein verlor und damit auch, ihre Konzentration. Sie kippte hinten her√ľber und Mordin fing sie auf, f√ľr einen kurzen Moment war die Sezenerie wie in einer Liebesschnulze so wie er sie im Arm hielt. Als dem Zwerg das bewusst w√ľrde ekelte er sich regelrecht vor sich selbst und lie√ü sie fallen. "Son Mist!" sprach er und hob sie vom Boden auf, der kleine Drache erschien wieder und fauchte ihn bedrohlich an. er schulterte Nerinejh und sah den Drachen an "willst, du den Wachen erkl√§ren was hier passiert ist?!" der Laden brannte bereits und die Wirtin und der Wirt hatten alle H√§nde damit zu tun gegen das Feuer zu k√§mpfen. Es w√ľrde nicht mehr lange dauern und es w√ľrde hier nur so wimmeln von Menschen.

Diese w√ľrden dann nat√ľrlich wissen wollen was hier los war! Doch wer w√ľrde ihm schon glauben? Wenige bis garkeiner, als rannte er Richtung T√ľr stie√ü diese auf und rannte los. Zuvor hatte er die Schriften eingesteckt die Nerinejh √ľbersetzen wollte. Der Drache krallte sich in seine Schultern der Zwerg schaute nur nach links direkt in das Gesicht des Schuppentiers. "Nat√ľrlich trage ich dich auch!" sprach er ironisch aus und bog sofort in eine Gasse ab.

Sie suchten einen sicheren Unterschlupf in einem alten Lagerhaus, hoch oben auf dem Heuboden hatten sie sich niedergelassen. Nerinejh auf dem Heu gebetet und ihre Schriften neben ihr abgelegt hatte er sich nicht weit von ihr hingesetzt. Das war eine Nacht! Eine Schlägerei und am Ende noch sowas, das hatte viel Spaß gemacht!

Er schaute hinaus und es began bereits heller zu werden, der Zwerg schaute den Drachen an und sprach "he! Du bist dran mit Wache halten!" er schritt weg von der Klappe die den einzigen Zugang zum Heiboden darstellte und der kleine Drache nahm seinen Platz ein. Heu mochte Mordin nicht dennoch war es besser als nichts, er legte sich hin und schlief direkt ein.

Was wohl als n√§chstes passieren w√ľrde?
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Re: Drakenstein

#14

Beitragvon Nerinejh » So 4. Sep 2016, 14:32

Erste Sonnenstrahlen brachen durch die zarte Wolkendecke und tanzten munter hinab zum Boden. Stahlen sich durch offene Fensterl√§den und Vorh√§nge, lugten am Bl√§tterdach vorbei und weckten allm√§hlig die Gesellschaft. Alle ?? Mitnichten, denn jene paar die versucht hatten, das Wirtshaus zu retten, lie√üen sich verru√üt und m√ľde in die noch vorhandenen St√ľhle sinken und wischten sich Dreck und Asche aus dem Gesicht. Der ungest√ľme und nicht wirklich zu glaubene Ausbruch der jungen Frau, hatte viel Schaden angerichtet, aber durch die rasche Hilfe von diversen G√§sten und den Nachbarn, wurde eine v√∂llige Zerst√∂rung verhindert.

Das Wirts Paar war hin und hergerissen zwischen Wut und Sorge um die junge Frau. Sie allein sollte dies alles zu verantworten haben ? Die Wirtin hatte sie noch gesucht, sie hatte gesehen wie der Zwerg, mit dem sie gesprochen hatte, sie niedergeschlagen hatte doch nun fehlte von beiden jede Spur. Sie betete inst√§ndig das ihr nichts schlimmeres Widerfahren war und √ľberlegte was sie genau zum Hergang sagen sollte, w√ľrden die Wachen sie fragen.

Das in einem leerstehenden Haus mit Scheune unweit der halb zerstörten Schenke, ein Zwerg im Heu lag und schnarchte, eine Kleindrachen Wache hielt und eine Farisin langsam wieder zu Bewusstsein kam, war niemandem klar. Nerinejh am allerwenigsten.
Abrupt schlugen die Lider der ungew√∂hnlichen Augen auf und jene glichen nun eher stiller und ruhender Lava. Heller und weniger zerst√∂rend und die rechte Hand zum Kopf hebend, versuchte sie sich aufzurichten. Stechend war der Kopfschmerz der sie durchfuhr und ein leises brummen perlte √ľber die Lippen. Etwas verwirrt sah sie sich um, √ľberlegte was geschehen war, als Nihlar zu ihr auf das Heubett kam, auf dem Nerinejh nun sa√ü. " mhh‚Ķ.wenn ich dich so ansehe, brauch ich wohl nicht wirklich zu fragen was geschehen ist", murmelte die junge Farisin und zupfte aus dem offenen und h√ľftlangen, feuerroten Haar vereinzelte Strohalme heraus.

Nerinejh achtete nicht wirklich auf das Schnarchen des Henkers und somit konnte man nicht sagen ob er nur so tat oder tats√§chlich noch schlief. Bei letzterem w√ľrde er nicht sehen was unm√∂glich war zu √ľbersehen, wenn gewisse Umst√§nde es m√∂glich machten. Doch die Drachenzeichnung auf Nerinjeh¬īs R√ľcken‚Ķ.sie leuchtete. Die Feuerseele sah sich wieder um und sah den Zwerg.
Der R√ľcken war ihr zugewandt und langsam aufstehend umrundete sie den kleinen Mann. Er hatte die Augen geschlossen‚Ķ.schlief wie es schien und Nerinejh? Sie raunte sacht, raffte den Rock und schlich an das einzige Fenster, welches auch noch zerbrochen war. Niemand w√ľrde sie hier oben sehen oder vermuten und so hielt sie sich seitlich verborgen, sp√§hte nur vorsichtig hinaus.

Hatte sie viel Schaden angerichtet ? Was w√ľrde der Zwerg mit ihr nun tun ?
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Re: Drakenstein

#15

Beitragvon Mordin Schwarzbanner » Mo 19. Sep 2016, 20:17

Schneller und immer schneller rannte er, sein Atem ging schwer der Korridor endete und endete einfach nicht, fast so als w√ľrde er niemals enden. Er kahm zum stehen und blickte zur Wand er erschrack als er hinter dem Spiegel seinen Vater sah, dieser sah ihn mit leerem Blick an. "Vater!" schrie Mordin und er wollte den Spiegel anfassen doch er glitt durch ihn hindurch und was sich hinter dem Spiegel befand konnte er nicht sagen, doch er fiehl und fiehl. Er schrie aus Leibeskr√§ften doch irgendwie kahm kein Laut √ľber seine Lippen.

Der Boden kahm immer schneller und gerade als er kurz davor war, auf diesem Boden zu verschellen, wachte er auf. Sein Blick ging auf und erfasste die Frau er sah nur kurz ihren nackten R√ľcken doch da leuchtete, ein Muster das er kannte aus B√ľchern und Schriften, es schien eine Art Schlange zu sein oder ein Drache?

Sein Atem ging Sto√üweise und es fiehl ihm schwer es als einen Albtraum abzutun. "Also ich hab bereits schon das eine, oder andere gesehen doch sowas nicht" er versuchte seine noch recht gro√üe Unsicherheit zu √ľberspielen und setzte sich richtig auf. "Wir m√ľssen die Stadt verlassen, die Wachen sind sicher schon auf der Suche nach uns, die wollen Antworten und wissen was da los war".

Er lehnte sich etwas zur√ľck und holte seine Pfeife heraus um sich, diese fertig zu machen. Doch seine Axt lag in griffweite und er war jederzeit sie zu nutzen, er musterte den R√ľcken der Frau "wie kann das sein? Das so jemand wie du allein reist? Solche Weiber aus deinem Volk reisen nicht oft allein besonders nicht solche wie du". Solange er nicht wusste was sie wirklich hier wollte und nachdem sie gestern allen eine Kostprobe, von ihrer Macht gab die sie offenbar kontrolierte und nicht anders herum, musste er auf alles gefasst sein.
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Re: Drakenstein

#16

Beitragvon Nerinejh » Sa 1. Okt 2016, 16:14

" Eine wie mich ?", wiederholte das Flammenherz und verbarg die sich schlie√üenden Augen. Ein sachter Atemzug perlte √ľber die Lippen und sie nickte unmerklich. Sie ging nicht ein auf seinen Albtraum, denn gewiss hatte er getr√§umt. Seine Augen huschten hinter geschlossenen Lidern hin und her und der Atem ging rasend. Nerinejh musste nicht hellsehen k√∂nnen um dies zu wissen. Doch sie zog es vor noch nicht danach zu fragen, vielleicht war es ihm ja unangenehm. So wie ihr das nun.
Erneut raunte sie √ľber die Lippen und drehte zun√§chst den Kopf ein St√ľck √ľber die Schulter hinweg. " Wie mich ? Sagt‚Ķwas meint ihr ? Das ich eine Frau bin ? Das ich gr√∂√üer bin oder das ich etwas bin was ihr nicht versteht ? Dann sind wir schon zwei‚Ķ.ich wei√ü es und verstehe es n√§mlich auch nicht", sie hatte sich w√§hrend ihrer Worte g√§nzlich umgedreht und lehnte am Rahmen des nicht vorhandenen Fensters. Sch√ľtzend oder gar leicht gereizt hatte sie die Arme vor sich verschr√§nkt und starrte den Zwerg an. " Verzeiht wenn ich ‚Ķ.ausser Kontrolle geraten bin, genau das ist es, was ich versuche herauszufinden ich geh√∂re zu den Farisin, doch irgendetwas ist bei mir‚Ķ.anders" Sie hob unwissend die Achseln und brummte wieder. Nihlar tapste derweil durch den Heuhaufen auf Mordin zu und schickte sich an auf seinen Scho√ü zu klettern.

Die kleine Drachendame hatte den groben Zwerg allem Anschein nach in sein Herz geschlossen und Nerinejh? Sie schaute ebenso zu Mordin und er w√ľrde das sonderbare Farbenspiel erneut in ihren Iriden erkennen, er w√ľrde aber auch sehen das sie nicht b√∂se war.

" Ich hatte nicht vor ‚Ķdas soetwas passiert. Ich habe dir auch schon gesagt warum ich hier war, aber bitte ich wiederhole es gerne nocheinmal. Ich habe gewisse Papiere f√ľr jemanden √ľbersetzt und gleichzeitig bin ich auf der Suche nach jemandem der mir helfen kann ‚Ķ.was nicht mit mir stimmt"
Nerinejh hatte sich leicht in Rage gesprochen, denn es war mit jedem Wort ein wenig wärmer geworden und auch die Augen zeigten das sie zu kämpfen hatte mit ihrem Innersten. Weiterhin lag der Blick auf dem pfeifeschmauchenden Zwerg und sie nagte abwartend auf ihrer Lippe herum.
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