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 Betreff des Beitrags: Drakenstein
BeitragVerfasst: Sa 25. Jun 2016, 19:49 
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Die Abenddämmerung setzte ein, die Schatten waren schon sehr lang geworden, doch auf dem großen Marktplatz der Stadt waren zahlreiche Menschen versammelt, die alle wie gebannt auf eine Tribühne sahen: den Henkersplatz.
Es wurde ein Mann hinauf geführt. Nach seiner äußerlichen Verfassung nach zu urteilen, hatte er schon bessere Tage gesehen.

Es war ein Mann, der wegen einem Mord zum Tode verurteilt wurde. Das Urteil wurde von Mordin Schwarzbanner gefällt. Dieser stand schon oben und wartete geduldig. Wie eine Statur stand er dort oben, das eine Auge blickte ins Leere und die Rune auf seiner Augenklappe wirkte durch den silbernen Schein irgendwie unwirklich und bösartig. Der Mann wurde von zwei Gardisten der Stadtwache mit den Händen am Boden der hölzernen Tribühne festgemacht, sodass er den Kopf auf dem Holzstamm ablegen musste, er war praktisch fixiert worden. Die Menschen verfolgten dieses Spektakel äußerst genau, doch das alles war Mordin egal. Er nahm sie nicht wahr, er sah nur den Mann an. Keine Reue lag in seinem Blick, nichts. Er schaute hinauf zu dem Zwerg.

Er lächelte diesen nur an und sagte etwas, etwas was Mordin nicht hörte, da die Menge tobte, während sein Name und seine Verbrechen vorgelesen wurden.
Der Zwerg war versunken in Gedanken und hörte das Urteil, welches dem Volke noch einmal vorgetragen wurde, so, als wäre es weit weg von ihm, als sei es eine Art Echo. Als der Redner, der das Gericht repäsentierte, mit seinem Vortrag fertig war, nickte er Mordin nur kurz zu und ging einen großen Schritt zurück.

Mordin erwachte aus einer Art Trance. Er schaute erst den Redner an, danach blickte er in die Menge. Es waren Menschen aus allen Schichten, es waren Bauern, Ritter, Kaufleute, Mägde und sogar Kinder dabei. Zum Schluß schaute er hinunter zu dem Mann, der seinen Blick wohl zu spüren vermochte. Dieser grinste ihn an, es war ein Grinsen, das herausfordernd war. Eines, dass versuchte ihn zu verspotten. Doch Mordin Schwarzbanner ließ so etwas kalt. Er hob die Axt hoch und ließ sie niederfahren. Es knallte und der Mann dachte, es wäre vorbei, doch Mordin hatte knapp vor seinem Kopf die Axt ins Holz geschlagen.
Der Mann blickte auf und sah nun das Gesicht des Zwerges dicht vor seinem. Er kniete quasi direkt neben dem Mann. "Du musst dir das so vorstellen, diese Axt ging in dieses Holz, wie das Messer in die Butter". Dieses mal grinste Mordin und es war ein Grinsen, dass diesem Mann nun höllische Angst machte. "Ob ich wohl dieses mal stark genug zuschlage, damit dein Kopf rollt?". Die Augen des Mannes weiteten sich und er wurde kreidebleich.

"Lassen wir es darauf ankommen", fügte Mordin hinzu und erhob sich erneut. Der Redner, sowie die Gardisten wechselten Blicke untereinander, die aussagten, dass selbst sie Mordin in einer gewissen Art füchteten.

Mordin erhob die Axt ein weiteres Mal und ließ sie erneut niederfahren. Dieses Mal traf er und der Kopf rollte auf die hölzernde Tribühne und wäre fast von ihr herunter gefallen, doch Mordin hielt den Kopf am Haar fest und hob ihn hoch. Die Menge war sichtlich zufrieden und begann sich aufzulösen. Mordin steckte den Kopf des Mannes auf einen Pfahl, der an der Tribühne befestigt war. Dort waren auch noch andere Pfähle mit Köpfen von anderen Verurteilten. Er kassierte die übliche Summe und machte sich davon.
Mordin kehrte in die Taverne "zum wütenem Eber" ein und setzte sich in die letzte Ecke des Raumes. Er bestellte einen doppelten Brantwein und etwas zu essen. Während er sein Essen genüßlich verspeiste trank er den Branntwein und bestellte gleich einen Humpen Schwarzbier direkt hinterher.

Es war ein Anblick, der alle anderen Besucher der Taverne abschreckte. Das passte Mordin gut in den Kram. Er machte seine Pfeife einsatzbereit, saß dort und schaute in das prasselnde Feuer, dass im Kamin loderte. Er blickte starr hinein und brabbelte leise vor sich hin. Die Rune auf seiner Augenklappe glänzte matt in dem Feuerschein und so wirkte er noch bösartiger als er ohnehin schon war.
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2016, 17:30 
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Volk: Farisin
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Natürlich wollte sie mehr über sich herausfinden, natürlich wollte sie ihren tatsächlichen Wurzeln auf den Grund gehen, aber musste Utarr das so beschleunigen ? Konnte er sie diese Entscheidung nicht selbst treffen lassen? Wahrscheinlich nicht, so wie ihr Ziehvater das Flammenherz kannte, würde sie eine solche Reise ewig vor sich herschieben und immer neue Gründe finden in Farsina zu bleiben. Nerinejh brummte sacht und strich eine alzu neugierige Haarsträhne zurück unter die weite der Kapuze, während sie weiter die Straße entlang ging. Mit einem mulmigen Gefühl erinnerte sich die Farisin an die schaukelnde Reise und ein erneuter Schauer überlief die schlanke, verborgende Gestalt.

Er hatte sie auf ein Schiff verfrachtet...jedenfalls für eine kleinere Überfahrt doch schon die kleinste Reise zu Wasser, war für die bodenliebende junge Frau ein Graus. Mit einem weiteren brummen, ballten sich die feingliedrigen Finger und sie konnte nicht fassen wie leichtgläubig sie gewesen war. Diese "Aufgabe" war doch nur eine schäbige Lüge gewesen, um sie von Zu Hause fort zu bekommen. Nerinejh musste einen Moment stehen bleiben und durchatmen, denn noch immer, auch noch 3 Tage nach Ankunft, war ihr manchesmal übel vom Wasser. Überhaupt war die ganze Reise ein Graus gewesen und noch immer zornig über sich selbst, knurrte sie lauter als gewollt, so dass Nihlar sie warnend stupste. Die Kleindrachin war nicht immer zu sehen, eigentlich höchst selten hier in der Stadt. Nerinejh wollte nicht wirklich auffallen und dennoch beschlich sie ein Gefühl das sich dies irgendwann sicher ändern würde.

Das Flammenherz blieb dann abruppt stehen und blickte nach vorne...sie war lange gelaufen ohne darauf zu achten wohin und wie lange. Nur die Menge an Menschen und das gelegentliche anrempeln ließ sie wieder ins Hier und Jetzt zurückkehren. Menschenmengen...etwas das sie nicht wirklich mochte, sich nie wohlfühlen würde in jenen und doch befand sie sich in einer. Erstaunt ließ sie die versteckten Augen umherwandern um den Grund zu finden, warum zu solcher Stunde so viele Bewohner hier waren. Selbst Kinder tummelten sich auf dem Marktplatz herum und Nerinejh blinzelte überrascht. Die sonderbaren Augen streiften weiter umher und der Henkersplatz legte sich in die glutroten Augen. Nerinejh seufzte leise und starrte nahezu wie gebannt auf jenen unheimlich wirkenden Ort.
Auf der einen Seite traf man sich hier, es gab Tavernen und Geschäfte hier, man plauderte und verhandelte und gleichsam traf man hier den Tot.

Es tobte das Leben, junges und altes , freudbares und leidsames....und gleichsam wurde hier Leben auf Befehl hin beendet. Nerinejh hatte davon gelesen, in Büchern und Schriften...es gab die Unterschiedlichsten Arten wie "hingerichtet" wurde und eine grausamer als die andere. Die Flammenseele sah sich um, sah die makabere Freude in den Augen der Schaulustigen und schauderte. Würden sie auch so gespannt hinsehen, wenn es einen der Ihren treffen würde? Sie schob sich vorsichtig durch die Menge und erntete hier und da ein missmutiges brummen, hob entschuldigend die Finger. Sicher wollte sie niemandem die "gute Sicht" nehmen. Die Farisin schnaubte leicht und blickte erneut hinauf zum Hinrichtungsblock. Noch bevor sie den " Verurteilten" zu Gesicht bekam, blieben die ungewöhnlichen Augen auf dem Henker haften, denn seine Gestalt war dunkel, drohend und sicher nicht ...Nerinejh fiel kein passendes Wort ein, doch konnte sie auch nicht fortschauen. Die Stirn legte sich in leichte Falten und sie trat einige Schritte um weiter nach vorne zu kommen. Sie hörte, während sie noch immer den Henker anstarrte, den aufbrausenden Tumult ob dem Verurteilten, sie hörte auch das man vorlas wessen er sich schuldig gemacht hatte, doch kam der tiefere Sinn nicht in der Flammenseele an. Festgezurrt und seinem, auf Pergament gebannten, Schicksal ausgeliefert
lag er, den Kopf auf dem Richtblock. Erst jetzt kam der Henker gedanklich zurück, jedenfalls empfand die Seele so. Er war zuvor abwesend und starr gewesen. Der Blick ins Nirgendwo mit dem einen Auge....die Augenklappe mit der Rune drohend nahezu.

Eigentlich hatte sie nun genug gesehen, es war nicht ihre Art ...sie wollte nicht und dennoch blieb sie wie angewurzelt stehen. Nicht nur das sie darüber nachdachte, ob man es wirklich verdient hatte so zu sterben...und was einen dazu bewog jenes beruflich zu tun. Sie fragte sich was in jenem Zwerg vor ging, der dort oben stand und das Beil schwang. Ging überhaupt etwas in einem vor, wenn man dies tagtäglich tat ?
Nerinejh hörte das sirrende zischen der Klinge und das dumpfe aufschlagen auf Holz und sie weitete die Augen. Sicher nicht mit Absicht nicht nicht getroffen....es erhöhte die Furcht beim Verurteilten und als der Zwerg seine Axt ein weites mal hob, schob sich die Flammenseele durch die Menge.

Sie hatte genug gesehen.....
Sie lief noch einige Umwege ehe sie zur Taverne abbog um in ihr Zimmer zu gelangen. Überhörte die auffordernden Worte der Hinaustorkelnden und freute sich innerlich auf etwas warmes zu Essen und was zu trinken. Es war nicht der beste Ort für eine alleinstehende junge Frau und doch hatte sie die Wirtin in ihr Herz geschlossen. Genauso wie den brummigen Wirt ihren Ehemann. Beide hatten ein Augen auf die junge Frau und das schmälerte das nagende Heimweh ein wenig.
Ließ aber die noch schwelende Wut über Utarrs Unterfangen nicht weniger werden. Nerinejh drückte die Tür auf und tauchte ein in eine Wolke aus Essens und Tabakduft, gemischt mit einer Nuance Schweiß und Dreck, sowie weiterer Körperausdünstungen. Obwohl ihr der Geruch nicht behagte und auch die meisten der Gäste nicht wirklich geheuer waren, freute sich die junge Farisin ob dem winken der Wirtin und deren lautstarken Begrüßung, " Kleines, ich hatte schon Sorge...alles gut ja ? Komm setzt dich und leg ab...ich bring dir gleich etwas Essen und zu trinken" , damit walzte die Wirtin mit wehendem Rockschößen durch die Taverne um die Rufe nach Bier, Met und anderen Köstlichkeiten zu stillen.
Nerinejh drehte sich langsam, an Geruch und wages Licht langsam gewöhnt, doch der sonst so gemochte Tisch im hinteren Eck war belegt und dies von keinem Unbekannten. Ein leises schnauben perlte über die Lippen der Farisin und sie steuerte auf den Tisch nahe dem Kamin zu. Während sie darauf zu lief, tauchte die kleine Drachin Nihlar neben ihr auf, tapste zum Kamin um sich leise schnarchend dort zusammenzurollen.

Nerinejh löste den rötlichen Umhang von den Schultern und befreite das feuerrote Haar unter dessen Kapuze. In weichen Wellen, als ob es flackern würde, fiel es bis zur Hüfte und legte einen feurigen Schimmer um die junge Frau. Dem Kamin und der Bank immer näherkommend, knisterte der Kamin lauter....das Feuer bog sich seltsam und man bekam eine wohlige Wärme zu spüren, ging die Flammenseele an einem vorbei. Sie bekam das schon fast nicht mehr mit, lagen die feuerlebenden Augen doch auf jenem Zwerg den sie zuvor auf dem Richtplatz gesehen hatte.

Er hatte eine Pfeife in der Hand und starrte das Feuer an...welches irgendwie heißer brannte. Redete er da gerade mit sich ? Nerinejh setzte sich, legte die Briefe vor sich auf den Tisch und lehnte sich zunächst zurück....durchatmen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: Sa 2. Jul 2016, 15:00 
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Schreie unerträgliche Schreie das war es was er vernahm er sah seine Mutter immer noch vor sich. Wie sie versuchte seinen Vater zu wecken danach sah er den Meuchelmörder vor sich. Das Grauen was diese Erinnerung in ihm auslöste war grausam und raubte ihm fast den Verstand. Er schloß das eine Auge und murmelte weiter vor sich hin. Dann sah er seinen Bruder vor sich, das höhnische Lächeln und der Sturz in den vermeindlichen Tot.

Doch das war nicht eingetreten, er erinnerte sich das er lange unter Wasser gedrückt würde und mit der Ströumung mitgerissen wurde. Er hielt jedoch eisern seine Axt fest und verlor unter Wasser das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kahm lag er an einem Ufer. Der Fluss verlief vom Zwergenkönigreich in das Land der Menschen, ebenso diese fanden ihn auch in den Bärenbergen. Es waren Bauern die ihn fanden und die ihn aufnahmen. Er erinnerte sich das sie freundlich zu ihm waren ihn verarzteten und nach ungefähr 2 Monaten konnte er, weiter ziehen. Er hatte mit dem Gedanken gespielt zurück zu kehren und seinen Bruder zur Rede zu stellen. Doch niemand würde ihm glauben, er würde eher in einer Zelle landen anstatt Gerechtigkeit für sich und seine unschuldige Familie zu bekommen.

Gerade als ihm das Bild seiner Frau und seiner Tochter in den Sinn kahm hätte er am liebsten laut, los geschrien. Doch passierte irgendwas anderes was ihn ins hier und jetzt zurück holte. Als er das Auge öffnete und das Feuer vor sich sah, kniff er das eine ihm verbliebene Auge misstrauisch zu. War das Feuer irgendwie wärmer geworden? Die Flammen verhielten sich eigenartig und irgendwas stimmte hier nicht. Die Wirtin tauchte vor ihm auf "darf es noch, etwas sein Herr Zwerg?" Mordin schaute hinauf zu ihr "Met, einen Krug Met" die Wirtin kannte ihn eine weile schon jedoch nur vom sehen und war mit seiner rauen Art bereits vertraut genug und nickte, die Bestellung nur ab.

Sie trug ebenfalls etwas zu Essen und zu trinken mit sich, schritt an ihm vorbei und brachte es jemanden. Sein Blick folgte ihr und blieb bei, der Person hängen der diese Bestellung versprochen war. Es war eine Frau doch mit dieser Frau stimmte irgendwas nicht. Sie hatte Feuerrotes Haar es war länger als das der meisten Frauen. Ebenso ging von ihr eine Wärme aus die unnatürlich wirkte, doch der absolute Gipfel waren die Augen die für Menschen ungewöhnlich wirkten. Er musste an die Schmiede denken den ihre Augen erinnerten an die Glut, in der Esse. Er zog an seiner Pfeife und schaute wieder nach vorn, die Flammen waren größer geworden garkein Zweifel doch, war kein Holz nachgelegt worden. Es war sicher eine Art Zauber doch was war das vor dem Kamin? Lag dort eine Katze? Er schaute genauer hin doch zuordnen konnte er es schließlich doch nicht.

Als der Met dann kahm bezahlte er seine Rechnung und nahm ihn dankend an. Er legte seine Pfeife ab in eine Halterung die auf dem Tisch stand und drehte sich, zu der Frau um. "Auf die Gerechtigkeit!" er erhob den Krug und prostete ihr zu, ohne auf ihre Antwort zu warten trank er einen sehr großen Schluck. Während er trank drehte er sich wieder zum Feuer und trank immer weiter. Der Met lief ihm neben den Mundwinkel in kleine Rinsale in seinen Bart.

Als er ihn absetzte rülpste er genussvoll und lauter als eigentlich gewollt. Ein paar Männer schauten herüber und grinsten, auch sie hoben kurz zur Annerkenung ihre Krüge. Mordin wischte sich mit dem Bart den Mund ab und grinste, er spürte den Alkohol und nun auch sein Temperament in sich kochen. Er rechnete nicht mit einer Antwort der Frau zumindestens nicht sofort. Doch egal was sie war, sie war sicherlich eine Magierin oder so etwas. Davon hatte Mordin zwar gehört das es so etwas geben würde, in der großen weiten Welt doch hielt er davon nicht viel.

Er stellte seinen Krug ab und nahm seine Pfeife dafür auf. Die Axt die neben seinem Stuhl stand war voller zwergischer Runen die in dem Feuerschein glänzten, er hielt seine eine Hand auf dem Ende des Axtstiels und schaute wieder in die Flammen und war dankbar das, die Wirkung des Alkohols sein Dasein in diesem Moment erträglicher machte. Was würde wohl als nächstes passieren?
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: Sa 9. Jul 2016, 15:36 
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Zunächst war der lodernde Blick ihrer Augen noch auf das Papier gerichtet, welches herausfordernd auf dem Tisch vor ihr lag und darauf wartete übersetzt zu werden. Nerinejh war sich nicht immer im klaren darüber, das sie eine besondere Beziehung zu Feuer hatte und achtete nicht immer darauf ihr Innerstes zu zügeln. Dieser Umstand wiederum brachte sie schon sehr oft in Erklärungsnot und in Zankereien. Es gab unter den vielen Menschen einige die mit ihr und dem was sie war nichts anfangen konnten und das ließen sie sie auch spüren. Doch das Flammenherz ? Mit den Jahren hatte sie sich daran gewöhnt komisch angesehen zu werden, gerade wenn sie in Begleitung ihrer kleinen Drachendame war. Eine ihrer wohl tiefsten und noch immer vorherrschenden Eigenschaft war es, in wohl Jedem etwas gutes zu sehen, möge es noch so tief verborgen sein.

Dieser Gedanke war es, der ihren Blick wieder anhob und zum Zwerg lenkte und so kreuzten sich die Blicke für einen Moment, bis die Wirtin sich dazwischen schob. Nerinejh stieg der Duft von kräftigem Eintopf in die Nase und würzigem Wein. Mit einem hungrigen Lächeln sah das Feuerkind auf und rieb sich die Hände…" mhhhh… das duftet und genau das, was ich nun brauche", damit schob sie sich den Teller zurecht und griff nach dem Löffel. " Lass es dir schmecken, Herzchen", und ohne weitere zu sagen, wogte die Wirtin durch die Reihen um die durstigen zu versorgen.

"Auf die Gerechtigkeit", drang es über die Tische zu ihr hinüber und Nerinjeh ließ den Löffel sinken um zu sehen wer jenes gesagt hatte, als ein von Herzen kommendes rülpsen sie grinsen ließ.
Anerkennendes Gemurmel und gehobene Krüge waren die Folge und ein Schalk funkelnder Blick des Mannes. Nerinjeh nickte als sich die Blick erneut trafen und grinste erneut, " Wohl bekomms", erwiederte sie ihm und hob ihren eigenen Krug prostend in die Höhe. Gleichsam glitt der zu glühende Blick über ihn und sie überlegte für einen Lidschlag….es war Nihlar die zwischen ihnen, hin und her linsend die Glieder streckte und herzhaft gähnte um dann schnuppernd in Richtung Zwerg zu tapsen.
Ob das so eine gute Idee war? Nerinejh ließ den Löffel wieder gen Tisch gleiten und schnaufte leise um sich vorsichtshalber eingreifen zu können….wenn den etwas geschehen sollte. "Nihlar…", zischte das Feuerherz leise doch hörbar zur ihrer Kleindrachin, doch diese ließ das unbeeindruckt und Neri rollte mit den Augen, " …wie war das mit Erziehung?"
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: Sa 23. Jul 2016, 13:04 
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Wieder in Gedanken versunken blickte Mordin in die Flammen er redete wieder leise auf sich selbst ein. Es war leise genug das es kaum jemand hörte doch er selbst hörte es umso lauter, es waren Flüche Vorwürfe und sogar Entschuldigungen, vor allem aber war es die Rache die er sich selbst immer und immer wieder vorhielt. Die Rune auf seiner Augenklappe leuchtete in dem Feuerschein auf und verlieh diesem Zwerg etwas fremdes und unnatürliches.

Das Treiben in der Taverne hatte deutlich zugenommen mehr Menschen waren dort eingekehrt doch das alles nahm Mordin garnicht wahr. Die Frau die rechts von ihm saß zischte irgendwas doch auch das kümmerte ihn nicht, er wurde wieder in das hier und jetzt geholt als er bemerkte das etwas auf ihn zukahm. Er blickte hinunter und sah einen kleinen Drachen?! Er glaubte seinem einen Auge kaum, es war ein kleiner Drache zumindestens sah es danach aus. Es hätte auch eine Echse sein können in diesem Gebiet war er kein Fachmann gewesen. Dennoch kannte sein Volk Drachen aus alten Legenden und Mythen. In diesen Geschichten jedoch waren sie riesig und nicht so klein wie eine Katze oder dergleichen. Dieses Wesen hatte keine Furcht vor ihm, es zögerte nicht an dem Tisch der vor ihm stand hinauf zu klettern und ihn dann, auf dem Tisch stehend zu begutachten.

Da die Frau einen Namen nannte oder ihn besser zischte als alles andere, konnte man annehmen das diese Echse zu ihr gehörte. Er drehte den Kopf herum und schaute sie an, er blickte sie direkt an "das ist ein ungewöhnliches Haustier". Zudem fügte er düster hinzu "und ihr seid eine ungewöhnliche Frau" aus seinem Ton ließ sich heraus hören das es nicht unbedingt ein Kompliment war. Zwerge hatten die Eigenschaft Dinge die sie nicht kannten, geschweige den nicht auf anhieb verstanden als unnatürlich abzutun und dem im ersten Moment misstrauisch gegenüber zu stehen.

Das machte sie auf der Welt nicht gerade beliebt, doch so waren sie nunmal in diesem Fall bildete Mordin da keine Ausnahme. Er blickte wieder zur Echse bzw zum kleinen Drachen und legte den Kopf schief. Er hielt die Hand hin und der Drache schnüffelte daran, es schien so als würde er Mordin in keinster Weise sonderbar finden. Er öffnete die Hand und der Drache kletterte darauf er führte seine Hand vorsichtig zu der Frau und hielt ihr die Hand hin. Der Drache sprang auf ihren Tisch ab. "Ihr solltet vorsichtig sein, so ein Drache könnte euch gestohlen werden, sie sind selten daher vielleicht sogar etwas wert".

Eine Gruppe von Männern die in der anderen Ecke der Taverne saßen schauten bereits verstohlen herüber, jedoch weniger wegen dem Drachen oder dem Zwerg es war mehr wegen der Frau. Ihre Erscheinung schien diese Männer zu faszinieren ebenso auch begehrenswert zu sein. Mordin schenkte den Männern einen Blick der genügte um diese verstummen zu lassen, vorerst. "Wie macht ihr das, mit den Flammen?" er wollte wissen ob sein Verdacht sich als wahr herausstellte.
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: So 24. Jul 2016, 16:52 
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Volk: Farisin
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Im ersten Moment bemerkte der Zwerg nicht, wie die Kleindrachin weiter näher kam, das Tischbein erklomm und sich einen Lidschlag lang, glubschend , setzte. Neugierig und betrachtend schnüffelte Nihlar in des Manne´s Richtung und zeigte das sie keine Vorurteile besaß.
Sie schon gar nicht, war sie eher nach sympathisch oder unsympathisch gestrickt. Im wahrsten Sinne des Wortes lief das bei ihr über das riechen und Nerinejh musste innerlich schmunzeln. Der Zwerg schien in Nihlar´s Augen gut zu riechen und war ihr nicht unsympathisch. Obwohl das Flammenherz zum wiederholten Male an der Augenklappe und deren Rune hängen blieb.

Seine Stimme und sein Blick trafen den Ihren und das Flammenherz senkte die ungewöhnlichen Augen nicht, sie nickte nur ganz sacht. Sie erkannte den gewissen Unterton in seiner Feststellung und Nihalejh lenkte die nun sanft blickenden Augen zu ihrer Drachin.
" Wir bilden ein ungewöhnliches Paar…verzeiht den allzu neugierigen Vorstoß meiner Kleinen", und mit jenen Worten ließ er den Arm auf dem Nihlar balancierte zu ihr wandern und das kleine Schuppentier sprang zu Nerinjeh zurück. Sie strich ihr über den Kopf und lenkte die Augen zurück zu dem Zwerg, " ich höre jenen Unterton nicht zum ersten Mal und werde ihn sicher nicht zum letzten Mal gehört und gespürt haben. Ich brauch mich nicht umzublicken um zu merken, das alle Blicke verstohlen zu mir gerichtet werden. Mal hier, mal da…es ist gleich. Ich bin ungewöhnlich…nun vielleicht für Euch und wahrscheinlich für den Großteil der Menschen….Man sieht selten solche wie mich". Nerinjeh ließ den schmiedeähnlichen Blick nicht von jenem des Zwerges.

Leise Stimmen in ihrem Kopf würden sie jetzt schon wieder verteufeln, denn die Feuerseele schien eine besondere Art einer Farisin zu sein, denn Andere aus ihrem Volk, würden sich in einem gänzlich anderen Ton mit dem Zwerg unterhalten. Doch Nerinjeh fiel auch hier ein wenig aus dem Rahmen des Herkömmlichen. Vielleicht war es aber auch die schon vom ersten Blick herrschende Neugierde auf jenen Zwerg. Ein Lächeln umspielte die Lippen der jungen Frau und ihr Blick huschte zu der kleinen Drachin die es sich auf Nerinejh´s Schoß bequem gemacht hatte. " Nihlar ? Oh die wird nicht gestohlen, sie hat gewisse Fähigkeiten" und der glühende Blick glitt wieder zurück zu dem Zwerg.

Im Begriff gerade auf seine Frage hin zu antworten, kam ein womöglich unbeabsichtigter Streit und ein strauchelnder Mann der Unterhaltung dazwischen. Nihlar entschwand mit einem leisen verpuffen und Nerinjeh wurde samt ihrem Stuhl nach vorne gestoßen. Im Grunde nicht weiter schlimm, nichts ging zu Bruch und niemand kam wirklich zu schaden, doch die Feuerseele erschrak und das zeigte sich zum einem im Kamin und zum anderen an ihr wieder. Die Flammen schlugen deutlich höher aus dem Kamin heraus und die Nähe der Farisin wurde schlagartig wärmer. Die Augen loderten wahrhaftig. Der arme Tölpel stolperte rückwärts, die Hände entschuldigend erhoben, denn auch des Zwerges Blick richtete sich auf ihn. Nerinejh spürte urplötzlich alle Blick auf sich und ihr innerstes fing an zu lodern. Immer mehr erkannte die Feuerseele, das wenn sie es nicht endlich in den Griff bekam, sie eine Gefahr für jegliche Wesen in ihrer Nähe war. Eine Glocke ertönte nähe der Theke und der laute, einladende Ruf der Wirtin " Eine Runde geht aufs Haus"

Die Aussicht auf kostenlose Getränke und wenn nur auf eines, ließ die meisten von Nerinjeh ab. Sie johlten und gröhlten und das Flammenherz war froh um die Ablenkung und gen Zwerg gewandt sagte sie " ich bin eine Farisin….eine Feuerseele….Feuermagie ist mein Eigen." Doch vielleicht fiel es dem Zwerg auf? Ihr Ton und ihr Blick….sie verbarg etwas vor ihm…sie verbarg den Drachen….das Drachenmal und das sie selbst in ihrem Volk eine "Andere" war.
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: So 24. Jul 2016, 19:58 
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Die junge Frau sprach gerade heraus nun das wirkte schonmal positiv. Der Drache machte es sich gerade auf dem Schoß der jungen Frau gemütlich. "Schon gut, ich bin auch kein "gewöhnlicher" Anblick" erwiederte er mit einem leichtem Lächeln. Doch gerade als er das ausgeprochen hatte, remmpelte ein betrunkener Mann sie an. Daraufhin passierten mehrere Dinge, eine Druckwelle der Hitze ging von der Dame aus und fegte den Zwerg sprichwörtlich vom Stuhl. Die Flammen wurden so groß und machten den Anschein nach ihr zu greifen sie tobten regelrecht.

Der Zwerg sah vom Boden hinauf und sein eines Auge weitete sich, er erhob sich und wollte in dem Tummult zu seiner Axt greifen, wilde Flüche entgingen seiner Zunge als sein Zorn durch den Klang der Lokalglocke unterbrochen wurde. Eine Runde aufs Haus? Die Wirtin hatte den Ernst der Lage begriffen und somit, etweilige Zusammenstöße verhindert. Der Zwerg blickte den Mann böse an der sich dann verzog, murrend hob er den Stuhl wieder auf und rückte ihn an seinen Tisch zurecht. Danach nahm er murmelnd wieder Platz, sie war eine was? Feuermagie war ihr Eigen? Das ergibt Sinn dennoch war es nicht alles, irgendwas an dieser Frau war trotz alledem komisch.

Die Neugier war in ihm geweckt, er räusperte sich "aha also das habe ich gerade gesehen, tu mir einen Gefallen und fackel den Laden hier nicht ab" die Wirtin brachte ein volles Bier an seinen Tisch. Er fügte hinzu "ich mag den nämlich" er wusste nicht genau wieso dennoch war diese Frau interesannt. "Was genau wollt ihr beiden, in dieser Stadt?" das letzte Wort spuckte er eher aus. Wenn er erhlich war mochte er, den Großteil der Menschen nicht doch es gab Ausnahmen, vielleicht saß eine dieser Ausnahmen ja vor ihm?

Er trank einen großen Schluck aus seinem Krug und setzte ihn ab, der alte Raubein gab sich einen Ruck. Vielleicht lag es auch am Alkohol oder an seiner Neugier, dennoch neigte er leicht den Kopf und sprach "ich bin Mordin" gleich darauf trank er noch einen großen Schluck aus seinem Krug. Es war ihm irgendwie unangenehm sich vorzustellen, er nahm seine Pfeife und steckte sie erneut an. Er wartete verlegen auf die Antwort der Frau, der Tummult in der Taverne war vergessen und die Ruhe kehrte zurück.
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: Mo 1. Aug 2016, 17:28 
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So schnell der heiße Sturm auch um sie gefegt war…so schnell war er auch wieder verschwunden. Zum Glück, musste sie erneut feststellen und ein sachtes raunen perlte über die Lippen, während sie sich hastig vom Stuhl erhoben hatte, um nach dem Zwerg zu sehen. Gleich mehrere Dinge auf einmal geschahen in den wenigen Lidschlägen und innerlich mich sich hadernd, war Nerinejh froh, das sie nicht gänzlich außer Kontrolle geraten war.
Der Zwerg vom Stuhl gefegt und gleichsam drohend und fluchend auf die Beine gesprungen, die Hand schon an der Axt, war die Seele nahezu hörbar erleichtert, als die Glocke zur Hausrunde erklang.

Vor sich hin murmelnd und den Stuhl wieder ordentlich hinstellend, nahm Mordin wieder Platz und Nerinejh ließ sich ebenfalls auf ihren Stuhl fallen. Der Blick der glutähnlichen Augen war auf ihren Eintopf gerichtet, in dem sie verzagt herumrührte. Es ähnelte so gar nicht ihrem so stolzen Volk, die von sich selbst so überzeugt waren. Sie war definitiv anders gestrickt und erst als Mordin das Wort an sie richtete, hob sie die sonderbaren Augen.

Auch wenn es nicht zum Ernst der Lage passte, Nerinjeh kam nicht umhin, ein sachtes Lächeln über die Lippen zu schicken, war das Bild eines kokelnden Zwergenbartes , für den Moment ganz lustig. Doch Nerinejh hatte genügend Bücher gelesen um zu wissen, wie Zwerge über ihren Bart dachten und so hütete sie sich jenes vor dem Zwerg zu äußern. Auf seine Frage hin schob sie die Papiere vor, die auf dem Tisch lagen. " Ich bin hier um jene Schriften zu übersetzen….", doch das klang weniger freudsam als gedacht. Schon längst waren die Schriften übersetzt und sie somit fertig…wäre da nicht der Umstand mehr über sich…und ihr seltsames Bild und ihre Eltern zu erfahren.
" Verzeiht den …Zwischenfall..ich gebe mir Mühe nichts und niemanden abzufackeln", sie wiegte den Kopf hin und her…" Sehr erfreut …Mordin…ich bin Nerinejh…oder auch Flammenherz ", sie sah Mordin offen an, nichts verschleierte den Blick der Farisin und sie lächelte.

" Ich hab euch schon zuvor gesehen…", sprach sie weiter leise und sah ihn an. Nerinejh überlegte ob sie da zurückhaltendes Verhalten spürte auf seiner Seite und wundern würde sie es nicht. Sie hatte gerade eben eine Kostprobe von sich und ihren Fähigkeiten gezeigt, was würde geschehen wenn sie gänzlich die Kontrolle verlieren würde ?
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: Do 4. Aug 2016, 19:07 
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Der Bart war am brennen! Mordin nahm den Krug und schüttete sich das Bier direkt auf die betroffene Stelle. "Das ist gerade nochmal gut gegangen" sprach er sichtlich erleichtert, er schaute das Mädchen an. Erkannte er dort ein Lächeln? Na ja bei den Menschen konnte man das nie so genau sagen. Sie hatte ihn schon zuvor gesehen?

"Wo hast du mich den gesehen?" fragte er leicht misstrauisch, das war typisch für sein Volk erstmal misstrauisch nachfragen. Er leerte seinen Krug den er aufs Haus bekahm mit einem Zug, der Durst war wieder da. Kein Wunder es war auch ziemlich war, durch diesen Vorfall in dieser Taverne. "Was wollt ihr in Drakenstein?!" in irgendeiner Weise interessierte es ihn. Er lehnte sich etwas zurück und bestellte noch einen Krug, dieses Menschenbier das war nicht so stark wie Zwergenbier deshalb musste er etwas mehr trinken, als normal doch das war ihm egal. Die Wirtin brachte es ihm sogleich, er zahlte schließlich gut und von daher, war er ein guter Stammkunde geworden.

Die Pfeife angezündet sah er schmauchend da und wartete, auf eine Antwort. Er betrachtete den kleinen Drachen, der auf ihrem Schoß saß und schlief, ob er wohl noch wachsen würde? Er hatte gehört das, es welche geben würde auf denen man reiten könnte. Doch das waren sicherlich alles Legenden, sein Volk hatte mit Feuerschlangen in der Tiefe zu tun gehabt. Man sagte sich das diese Wesen ausgerottet worden sein, von den Zwergen. Mehrere Hundert Jahre hat man keine mehr davon gesehen, doch wer konnte schon sagen was sich in den Tiefen der Welt abspielte? Nur die Götter oder wohl besser gesagt, der Gott Clawis. Doch dieser Gott hatte ihn gänzlich verlassen, in ihm kahmen wieder Bilder hoch.

Er kniff kurz die Augen zusammen und bannte sie aus seinem Kopf, er hörte wieder die Schreie seiner Mutter! Der Krug stand noch nicht ganz, da nahm Mordin ihn vom Tisch und trank einen großen Schluck daraus, dann noch einen und noch einen. Bis die Bilder wieder weit weg waren, er stellte ihn wieder ab und schaute erneut zu der Frau hinüber und war, gespannt auf ihre Antwort.
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 Betreff des Beitrags: Re: Drakenstein
BeitragVerfasst: Sa 13. Aug 2016, 18:24 
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Nerinjeh´s Gesichtszüge schwenkten rasch von einem Lächeln, zu einem völlig unschuldigen Augenaufschlag und endeten in einem doch überraschten blinzeln, als Mordin sich den halben Krug Bier in den kokelnden Bart kippte. Das rauchen somit löschte und den Rest des Bieres austrank um sogleich einen neuen Krug zu bestellen.

Die Feuerseele nippte noch immer an ihrem ersten Krug und würde höchstwahrscheinlich nicht mal jenen gänzlich leeren, doch wenn sie sich recht erinnerte, war das Bier der Menschen weniger stark und so war klar, das Herr Zwerg mehr davon brauchte. Kaum hatte Mordin der Wirtin gewunken, war diese auch schon im Anmarsch auf den Tisch und beäugte sie Beide mit unschlüssigem Blick. Sie hütete sich etwas anzumerken, zahlte der Zwerg in der Tag sehr gut und so nahm sie nur das leere Geschirr von Neri mit und sah jene mit vorsichtigem Blick an. Sie würde mit Sicherheit ein wachendes Auge auf sie haben und ein beschwichtigendes Lächeln schenkend, widmete sich die das Flammenherz wieder dem Zwerg zu, der sie etwas gefragt hatte.

Für eine Moment sah sie Mordin einfach nur an, war ihr der doch misstrauische Ton sehr wohl aufgefallen und eine rote Haarsträhne aus dem Gesicht streichend, glitt ihr Blick in den Schoß zu ihrer kleinen Drachin. Sacht über die Schuppen streichend, hoben sich die glutroten Augen wieder und sie legte den Kopf leicht schräg " Auf dem Richtplatz…hinter dem Richtblock", war ihre kurze und klare Antwort ohne jedoch die sonderbar tiefblickenden Augen von ihm zu nehmen. Etwas gefiel ihr nicht in seinem Auge…es war wie ein Schatten der sich über ihn legte und durch den Rauch der Pfeife noch verstärkt wurde.
Er schien durch etwas abgelenkt, Gedanken ? Bilder? Das Bier ? Sie lehnte sich im Stuhl zurück, trank einen kräftigen Schluck Met und schob die Papiere wieder an " Ich übersetzte jene Schriften….doch eigentlich "

Sie biss sich auf die Lippen und schwieg in der Hoffnung nicht wirklich etwas wie Neugierde in ihm ausgelöst zu haben. Sie kannte ihn gerade erst ein Paar Minuten und war kurz davor etwas preiszugeben, was nur die wenigsten von ihr wußten. Sie besaß eine Drachenzeichnung auf dem Rücken, in ihr lebte ein Drache….sie seufzte und sah Mordin zu, wie er seinen Krug nahezu hastig leerte.
Sie runzelte die Stirn….oder irrte sie sich ?
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