Varieté Kuriosita

Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.

Das Herzland
Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Yeriel Iolanthe
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Varieté Kuriosita

#1

Beitragvon Yeriel Iolanthe » Mi 12. Okt 2016, 15:57

«Mylady, ein Brief ist fĂŒr Euch angekommen!», aufgeregt wuselte Dorothea durch die ebenerdige Wohnung, jedoch nicht ohne sich zuerst davon zu ĂŒberzeugen, dass die untote Katze der Nekromantin ausser Reichweite war. Obwohl das Tier nicht bösartig auftrat, es befolgte nur die Befehle seiner Herrin und verlor dabei bĂŒschelweise Fell, gruselte der Ă€lteren Goblin vor dem Vieh. Und das, obwohl dieser Zombie noch einer der schöneren war, da er erst vor Kurzem den Tod gefunden und wiederbelebt wurde.

Dorothea selbst hatte den Auftrag erhalten, den toter Körper bei einer Nachbarin abzuholen, nachdem diese sich bei FrÀulein Iolanthe gemeldet hatte.
Manchmal wurde der Ă€lteren Dienstmagd jedoch auch aufgetragen, einen Leichnam in einer dunklen Gasse einzusammeln, den zuvor eine der untoten Ratten ausfindig gemacht hatte. Dorothea Ă€rgerte sich darĂŒber, dass nicht der centaurische Diener fĂŒr diese Aufgabe eingeteilt wurde, doch gleichzeitig war ihr auch bewusst, dass er weit mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken wĂŒrde in der Stadt, als eine alte Goblin. Sie mochte den Centauren nicht.
Wie konnte FrĂ€ulein Iolanthe bloss so einen Halbmenschen in ihrer Gesellschaft wĂŒnschen?
Doch die Wege der Lady waren unergrĂŒndlich.

Yeriel sass indessen in ihrem Rollstuhl, der nach Goblinart gefertigt war. Sie hasste dieses Ding, es erinnerte an einen klapprigen Stuhl mit RĂ€dern. Er war steinhart und nur dank Dorotheas HĂ€kel- und Strickkunst federten zwei weiche blumenbestickte Kissen das Ruckeln des Untergrundes ab.
Eine albische Konstruktion wĂ€re um einiges bequemer und vor Allem Ă€sthetischer ausgefallen – doch auch unglaublich unhandlich. Ungern erinnerte sich Yeriel an zentnerschwere GefĂ€hrte, die, wenn sie denn einmal in Fahrt kamen, kaum zu bremsen waren. Dahingegen waren die goblinischen RollstĂŒhle unheimlich leicht und gut hĂ€ndelbar fĂŒr die feingliedrige Lichtalbin.

SorgfÀltig öffnete sie das Couvert und zwei Eintrittskarten fielen ihr in den Schoss. Mit den Fingern tastete sie nach einem Brief, doch kein Schreiben war beigelegt.
Neugierig betrachtete sie die Einladungen, auf denen in verschlungenen Buchstaben der Name Variete Kuriosita auszumachen war. Ein durchschnittlicher Zeichner hatte einen Feuerschlucker und einen Drix darauf abgebildet. Es war keine Orts- und Zeitangabe zu erkennen, und Yeriel vermutete bereits den Grund dafĂŒr. Dies waren Karten fĂŒr eine Zirkusvorstellung und diese verweilten bekanntlich nie lange in derselben Stadt.
VerÀchtlich zog sie die Augenbrauen hoch.
Da hatte sich wohl wieder einmal jemand einen bösen Scherz mit ihr erlaubt. Es war an der Zeit, sich einen neuen Wohnort zu suchen, die Leute hier waren zu engstirnig fĂŒr ihre NekromantiekĂŒnste und auch ihre Bilder verkauften sich in diesem verschlafenen Kaff nur schlecht. Sie brĂ€uchte fantasievolle KĂ€ufer, keine dumpfen KleinbĂŒrger.

„Oooh, ihr habt Karten fĂŒr das VarietĂ© erhalten“, Dorothea starrte mit leuchtenden Augen auf die Tickets. Yeriel bemerkte vergnĂŒgt das erwartungsvolle Glitzern in den Augen der Goblindame. Ihre eigene Miene blieb unbeteiligt, als sie wie nebenbei bemerkte: „Vermutlich nur wieder von einem der Bauerntölpel, die mich demĂŒtigen wollen. Eine Behinderte passt doch ganz passabel in ein VarietĂ© Kuriosita. Ich werde diesem Anlass fernbleiben.“
Sogleich ersetzte EnttÀuschung die freudige Erwartung von Dorothea, die sich bereits als mögliche Begleiterin sah.
„Stattdessen gönnen Du und Elliot euch einen unterhaltsamen Abend“, setzte sie ihre Worte mit Bedacht und einem leichten LĂ€cheln fort. Als Dorothea endlich ihre Dankesbekundungen beendet und aus dem Haus getĂŒrmt war, um den Centauren aufzusuchen, liess sich Yeriel nachdenklich ins Kissen zurĂŒcksinken, allein mit ihren Gedanken.
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Leviathan
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Re: Varieté Kuriosita

#2

Beitragvon Leviathan » Mi 12. Okt 2016, 17:10

Alles war wie immer verlaufen. Sie hatten etwas außerhalb Stadt ihr Lager aufgeschlagen, welches aus vielen Zelten bestand. Die Kutschen hatten sie wie einen Ring um die Zelte und den Platz drapiert zum Schutz vor wilden Tieren und als Grenze zum VarietĂ© selbst. Die Vorbereitungen waren auch alle glatt gelaufen. Die Tische und StĂŒhle wurden von dem Wagen geladen und so wie immer platziert, dann hatte man die BĂŒhne von den Wagen gewuchtet und zentral vor die Tisch- und Stuhlreihen gestellt wie bei einem Theater. Dahinter hatte man das kleine gerĂ€umige Zelt aufgestellt in dem sie nun standen und auf sein Zeichen warteten. Der Eingang diente als Vorhang. Die NervositĂ€t stieg. Diese Vorstellung war gut besucht und es hing vieles von ihr ab. Wenn sie gelĂ€nge wurden die zwei weiteren auch gut besucht werden und genĂŒgend Geld einspielen. Sollte die Vorstellung den Leuten nicht gefallen wĂŒrden sie mit fast leeren Taschen wieder weiter ziehen. Er wandte sich von dem Vorhang ab und ging zu der kleinen Gruppe von Leuten die ihn erwartungsvoll anschauten. „Nun meine Lieben es ist mal wieder so weit“ begann er zu sprechen, dabei versuchte er die Stimme nicht gar zu erheben. „Jedem ist der Ablauf fĂŒr heute bekannt? Wir fangen mit dem Schlangenmenschen an...“ sein Blick wanderte zu den Lichtalben welcher dĂŒrr war und nickte „
 dann geht es mit dem Clown weiter, deine erste Nummer...“ dies mal traf sein Blick einen Zwerg der nur brummte. Er atmetet tief durch und fuhr fort „Dann der Werwolf danach noch mal der Clown, dann die Fliegenden Albinnen, dann der Messerwerfer...“. „Schon gut wir haben den Ablauf im Kopf jetzt gehe und eröffne die Vorstellung damit die Spacken was zu glotzen haben“ unterbrach mit tiefer, brummiger stimme der Zwerg ihn. Wortgewandt wie immer dachte er sich und ein LĂ€cheln breitet sich auf seinem Gesicht aus. „Gut!“ sagte er und drehte sich zum Ausgang zurĂŒck „Dann wollen wir mal beginnen!“

Er konzentriere sich auf sich und dachte dann an Wolken. Langsam merkte er wie sein Körper sich auflöste und zu einer Wolke aus Nebel wurde. Musik ertönte erst ein kleiner Trommelwirbel der schließlich lauter wurde und dann wieder verstummte. Erneut setzte der Trommelwirbel ein und nun flog er vor, durch den Stoff auf die nun fast dunkle BĂŒhne. Wieder wurde es lauter und die Trommeln verstummten. Zeit sich wieder in Form zu bringen und so richtete er sich auf. Lange hatte er ĂŒben mĂŒssen um in der Nebelgestalt auch seine Sachen mit zu nehmen um nicht Nackt vor dem Publikum zu stehen. Noch lĂ€nger hatte es gedauert sich in dieser Form anzuziehen, doch inzwischen gelang es ihm. Wieder verstummten die Trommeln und gingen nun in die dritte Phase. Der klang stieg und wurde lauter und lauter und bei letzten Schlag, loderten die Fackeln mit einer riesigen Stichflamme auf und in diesem Moment verfestigte er sich. Dann so schnell die Stichflamme gekommen war, fielen sie auch wieder in sich zusammen um dann wie von Geisterhand wieder normal zu werden. Der Farsin den sie auf ihrer Reise auf gegabelt hatten war Gold wert. Doch die Show muss weiter gehen dachte er sich und streckte die Arme weit von seinen Körper aus wie als ob er jeden im Publikum begrĂŒĂŸen wollte. Ein breites LĂ€cheln schlich sich auf sein Gesicht als er die fĂŒr ihre VerhĂ€ltnisse gut besuchten PlĂ€tze sah. „Willkommen meine Damen und Herren im VarietĂ© Kuriosita!“ sagte er mit fester, lauter Stimme welche aber den Zuschauern schmeicheln sollte. Er deutete eine Verbeugung an und fuhr dann fort „Mein Name ist Graf Viktor von Blutaar und dies...“ er machte eine ausladende Bewegung „ ist meine Grafschaft in die ich sie heute eingeladen habe um mit mir einen Abend der Magie, der VerblĂŒffung und des Wahnsinns zu verbringen. Trauen sie ihren Augen kaum. Jedem von ihnen muss bewusst sein das sie hier ihren Verstand verlieren können..“ ein verfĂŒhrerischen Grinsen schlich sich auf seine Lippen und er richtete sich aus seiner angedeuteten Verbeugung auf „doch das ist bis her nur einmal passiert! Daher lassen sie uns den Abend mit einer unvorstellbaren VorfĂŒhrung beginnen.“. Sein Blick wanderte durch das Publikum. Es bestand aus vielen Alben und Menschen. Da und hier waren auch andere Völker vertreten. Doch was war das am Rande. Ein Pferd? Ein Mensch? Der Schatten verbarg die etwas riesige Figur. Egal weiter mit der Ansprache. „Jeder von Ihnen weiß was Schmerzen sind! Doch dies wird sich Ă€ndern wen sie meinen Freund Casemir kennen lernen. Bitte begrĂŒĂŸen sie mit mir den einzig Artigen, biegsamen, unglaublichen Casemir!“. Mit langsamen Schritten ging er zurĂŒck, applaudierte mit dem Publikum und drehte sich vor dem Vorhang um und schritt hindurch. Im VorĂŒbergehen wĂŒnschte er dem Lichtalb viel GlĂŒck.

Durch den Spalt im Vorhang sah er wie sich Casemir verbog. Noch immer entfuhr ihm mit dem Publikum ein Oh und ein Autsch wenn sich der Lichtalb die FĂŒĂŸe hinter den Kopf steckte oder andere surreale Bewegungen mit seinem Körper machte. Das Ende der Nummer war das sich der Lichtalb in eine Kiste zwĂ€ngte die recht klein war. Gerade eben schloss er, wie auch immer den Deckel da gingen die Fackeln aus und Viktor schnellte vor zu der Kiste. Er setzte ein LĂ€cheln auf und da gingen die Fackeln wieder an. „Beeindruckend wie sich dieser Körper biegen lĂ€sst und nun meine Damen und Herren. Es bereitet einen ja schon Schmerzen wenn man dabei zuschaut.“ Er hob die Kiste an welche ziemlich schwer war. „Und nun mein Liebes Publikum begrĂŒĂŸen sie mit mir, einen KĂŒnstler wie es keinen zweiten gibt. Bei seiner Nummer fielen schon so manche in Ohnmacht oder von den StĂŒhlen. Doch keine Angst es war des Lachen wegen und nun applaudieren sie fĂŒr Grimmfritz der 2. kleinste Harlekin der Welt!“. Er wandte sich um und ging wieder mit Kiste unterm Arm hinter die BĂŒhne. Er stellte sie auf den Boden und öffnete sie. Galant entfaltete sich Casemir. WĂ€hrend dessen ertönte Lachen von der anderen Seite des Vorhangs. Der Zwerg mochte zwar keinen aber er wusste wie man die Masse zum Lachen brachte. Dabei spielte er seine GrĂ¶ĂŸe gezielt aus und machte sich ĂŒber sein eigenes Volk lustig. Aber nimmt er auch kein Blatt vor dem Mund wenn es um andere Völker geht. Casemir stand nun wieder vor Viktor und strahlte ihn an. Es war seine Idee gewesen mit der Kiste und zwar war Viktor skeptisch gewesen doch das Publikum war erstaunt und begeistert.

Nun hörte er den letzten Witz des Zwerges dumpf durch den Vorhang und ein Schmunzeln schlich sich auf sein Gesicht. „Also werden ein Mensch, ein Alb und ein Zwerg von drei Trollen gefangen. An einem Abend beratschlagen die drei was sie mit dem Menschen und Alb und dem Zwerg machen können. Sie entschließen sich sie zu Kochen. Am nĂ€chsten Abend nehmen sie den Menschen und sagen zu ihm er hĂ€tte einen Wunsch frei. Der Mensch wĂŒnscht sich vor seinem Ende einen Brief zu schreiben um all seine Fehler zu bereuen und seinen Liebsten zu sagen wie sehr er sie liebt. Die Trolle geben ihn etwas Papier und einen Stift und der Mensch schreibt die Seiten voll. Dann nehmen sie den Menschen erschlagen ihn ziehen ihn die Haut ab und kochen ihn mit Kartoffeln. Aus seiner Haut bespannen sie eine kleine Trommel. Am nĂ€chsten Tag nehmen sie sich den Alb vor. Auch diesen erweisen sie einen letzten Wunsch. Der Alb wĂŒnscht sich ein letztes Lied zu singen um so seinem Volk zu erzĂ€hlen was er erlebt hat. Die Trolle geben ihn eine verstimmte Harfe und der Alb fĂ€ngt an zu singen und zu spielen. Als er fertig ist erschlagen die Trolle ihn und ziehen ihn die Haut und kochen ihn in einer Zwiebelsuppe. Aus der haut bespannen sie eine kleine Trommel. Am nĂ€chsten Abend ist der Zwerg an der Reihe. Auch ihm erfĂŒllen sie seinen letzten Wunsch. Dieser wĂŒnscht sich ein Messer. Erstaunt blicken die Trolle sich an und reichen ihn ein Messer. Plötzlich fĂ€ngt der Zwerg an sich das Messer in den Bauch zu rammen und schreit dabei „Aus mir macht ihr keine Trommel!“. Verhaltenes Lachen und Kichern dann trat Viktor wieder auf die BĂŒhne und verneigte sich erneut vor dem Publikum wĂ€hrend Grimmwitz nach hinten ging und auf seiner Höhe „Die Spacken!“ flĂŒsterte. Viktor ĂŒberhörte dies und fing an die nĂ€chste Nummer vorzustellen.

„Nun Meine Damen nach dieser Lachnummer bitte ich sie sich ganz dolle zu konzentrieren. Denn das was nun kommt ist nichts fĂŒr schwache Nerven!“ er holte tief Luft und hoffte das die nĂ€chsten Worte keine Panik auslösten wie bei der letzten Vorstellung „Doch bevor es los gehen kann mĂŒssen wir die BĂŒhne verĂ€ndern, dafĂŒr benötigen meine Mitarbeiter etwas Zeit. Bitte bleiben sie Ruhig. Sie sind friedlich und werden ihnen nichts tun!“ er klatschte in die HĂ€nde und hinter dem Vorhang kamen vier mit Oberkörper entblĂ¶ĂŸte Orks zum Vorschein. Wie erwartet gin ein Raunen und Angst um in den Reihen. Einige sprangen auf. „Bleiben sie bitte Ruhig meine Damen und Herren ich garantiere ihnen das sie ihnen Nichts tun werden.“ versuchte er mit beruhigender Stimme auf sie einzureden. Die ersten verließen bereits ihre PlĂ€tze andere blieben skeptisch sitzen. Nun trugen die Orks die Requisiten herein. Vier lange Balken und ein Netz. Er sah das sich die grĂŒnen Riesen beeilten doch es half nichts. Die meisten Zuschauer verließen die Vorstellung. Es war vollbracht. Die Stangen und Seile und Netze waren so befestigt und angebracht wie es sein Sollte die Orks verschwanden und nun war er wieder gefragt. „Sehen sie meine Damen und Herren diese Orks tuen ihnen nichts. Nach der folgenden Nummer werden diese netten Orks das auch wieder abbauen. Aber kommen wir nun zu den Zwillingen mit ihren fantastischen Vorstellung. Viele glauben das Alben nicht fliegen können. Das ist aber nicht so und das beweisen ihnen nun Jerali und ihre Schwester Samaral. Bitte begrĂŒĂŸen sie mit mir die zwei fliegenden Albinnen." er schritt rĂŒckwĂ€rts auf den Vorhang des Zeltes zu, als links und rechts von ihn zwei Gestalten kurz auftauchten und dann in dem geringen Beifall begannen ihre Nummer vorzufĂŒhren. Hinter der BĂŒhne hörte er Grimmwitz fluchen und wilde Beleidigungen ausspucken. Er lag auf den Boden und einer der Orks saß auf ihn. „Diese verfluchten, ignoranten, engstirnigen Kleingeister!“ schrie er und strampelte mit seinen Armen und Beinen. Viktor fauchte ihn an „Dein EhrgefĂŒhl in Ehren, aber wenn du unsere letzten GĂ€ste auch noch vertreibst dann haben wir diesen Monat nichts zu essen!“ mit einem Wink seiner Hand befahl er den Ork der auf dem Zwerg saß, ihn loszulassen. Grimmwitz stand auf klopfte sich den Staub ab und wollte gerade heraus StĂŒrmen als er sich einen finsteren Blick von Viktor einfing. Dieser ĂŒberlegte wie die Show weitergehen sollte. Als nĂ€chstes wĂŒrde der Goblin mit seinen Messern kommen. Die Nummer danach waren alle ohne Orks und so ohne Aufregung „Gut wir lassen heute sĂ€mtliche Nummern mit den Orks ausfallen. Auch die HyĂ€nen bleiben in den KĂ€figen. Die letzte Nummer ĂŒbernehme ich selbst, dazu brauche ich noch eine Freiwillige von euch! Es wird die SĂ€ge Nummer werden, ich brauche dazu auch Blut dafĂŒr was in der Attrappe eingefĂŒhrt wird.". Die Musik verklang und Applaus war zu hören. Viktor machte sich zum Vorhang auf. Gerade lichtete er sich und die beiden Albinnen kamen. „Aril meine Liebe bei der letzten Nummer brauche ich dich und deine Schwester, es soll die SĂ€ge Nummer werden!“ Ohne eine Antwort abzuwarten schritt er heraus setzte sein LĂ€cheln auf und moderierte die nĂ€chste Nummer an.

Der Abend neigte sich dem Ende. Die Anspannung stieg in ihm, denn nun war er der KĂŒnstler. Gerade beendete Grimmwitz seinen letzten Witz und fing dann an ihn an zu sagen „Nun ihr lieben Leute“ Sarkasmus schwang deutlich in seiner Stimme „ nach dem ihr gelacht, gestaunt und euren Augen nicht getraut habt, will unser Direktor den Abend mit Magie zu Ende bringen, und so begrĂŒĂŸt mit mir den Grafen Viktor van Blutaar!“ nun dimmte der Farsin ein letztes Mal die Fackeln, und Viktor konzentriere sich. Sein Körper nahm die Nebelform an und seine Kleider glitten mit ihn auf die BĂŒhne. Langsam verwandelte er sich zurĂŒck und die Fackeln loderten wieder auf. Er breitete seine Arme aus und lachte. „Nun meine Damen und Herren. Das Ende ist nahe und wir hoffen es hat ihnen gefallen. Die letzte Nummer ist nichts fĂŒr schwache nerven.“ er klatschte in die HĂ€nde und Aril fuhr mit einem SargĂ€hnlichen Gegenstand herein auf den eine große SĂ€ge lag. Ein Staunen ging durch das Publikum. Alle Blicke waren nun auf das komische GefĂ€hrt gelenkt. „Meine bezaubernde Assistentin Aril kennen sie ja schon. Doch in wenigen Minuten wird sie sich nicht mehr bewegen können.“ er drehte den SargĂ€hnlichen Wagen zu sich und öffnete den Deckel, welcher an Scharnieren befestigt war. Nun reichte er seine Hand der Albin die sich in den Sarg begab. Eine Öffnung vorne fĂŒr den Kopf und eine Öffnung hinten FĂŒĂŸe wurden nun belegt und er schloss den Deckel wieder. Die SĂ€ge war auf den Boden gefallen wo er sie nun aufhob. Und sie hoch hielt damit sie jeder Zuschauer noch mal sehen konnte. Dann sprach er wĂ€hrend er zu dem Requisit ging „Nun meine lieben Damen und Herren, werde ich etwas ihnen vorfĂŒhren was sie sich nicht zu trĂ€umen wagen. Mit dieser SĂ€ge...“, er hielt sie nochmals hoch „werde ich nun diese Albin in zwei Teile schneide, sie wird dann nicht mehr gehen können!“ er setzte die SĂ€ge genau in der Mitte des Sarges an und fing mit ruckartigen Bewegungen an zu sĂ€gen. Nach den ersten Zentimeter fing Aril an wie am Spieß zu schreien. Mittlerweile hatte er auch den Becher mit Blut erreicht das es fĂŒr die Zuschauer wirklich so aussehen musste als ob er die Albin auseinander sĂ€gte. Inzwischen tĂ€uschte diese eine Ohnmacht vor. Endlich war er durch. Der Blutgeruch forderte einiges von ihm ab. Zwar wechselten sich die Alben immer ab wenn es darum ging ihn zu fĂŒttern, was bedeutete das sie nach der Show ein mal in der Woche ihm eine kleine Menge ihres Blutes ĂŒberließen damit er seinem Hunger nachgehen konnte. Heute war so ein Tag und er hatte noch nichts gegessen. Er spĂŒrte wie seine FangzĂ€hne wuchsen und es ihm nach dieser FlĂŒssigkeit gelĂŒstete. Im Kopf versuchte er bei der Sache zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen. „Nun verehrtes Publikum ist es vollbracht, die Albin kann sich nicht mehr bewegen!“ Zum Beweis ging er zu deren FĂŒĂŸen zog diesen die Schuhe aus und strich mit den Finger drĂŒber. „Sehen sie keine Reaktion!“ Er richtete sich wieder auf griff in seinen Mantel und holte eine Phiole mit einer grĂŒnen FlĂŒssigkeit hervor und zeigte diese den Publikum. Dann ging er wieder zu der Mitte des Sarges und sagte dann „Dies ist eine Zaubermittel was zum einen zusammen wachsen lĂ€sst was zusammen gehört und zum anderen ihr die FĂ€higkeit des Gehen wieder gibt.“. Er ließ die FlĂŒssigkeit auf seine SĂ€gespur fließen. Kaum hatte der erste Tropfen das Holz erreicht fing es an zu dampfen. Rasch nebelte es den Sarg und Viktor ein. So schnell der Dampf gekommen war so schnell verschwand er auch wieder. Die SĂ€gespur war verschwunden. Aril erwachte aus ihrer Ohnmacht und Viktor öffnete den Sargdeckel. Unbeschadet schwang sie die Beine heraus und tĂ€nzelte vor dem Publikum um her. Inzwischen war Grimmwitz bei ihnen und holte den Sarg ab. „Nun meine Damen und Herren, ich hoffe es hat ihnen gefallen und sie beehren uns bald wieder! Die NĂ€chste Vorstellung ist ĂŒbermorgen und die Letzte ĂŒberĂŒbermorgen.". Nun kamen noch mal alle Artisten heraus und verbeugten sich vor dem Publikum. Alle bis auf Viktor der so schnell wie möglich hinter die BĂŒhne gegangen war...
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Yeriel Iolanthe
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Re: Varieté Kuriosita

#3

Beitragvon Yeriel Iolanthe » Mi 19. Okt 2016, 12:26

Obwohl Yeriel sich anfangs dagegen gestrÀubt hatte, die Zirkusvorstellung zu besuchen, sass sie nun in ihrem goblinischen Rollstuhl neben Dorothea, die ihren Sitzplatz mit einem Kissenstapel erhöht hatte. Hinten hörte man unfreundliches Murren, denn die langen Goblinlauscher und der runde Kopf verdeckten den anderen Zuschauern merklich die Sicht.
Die HaushĂ€lterin war jedoch so erfreut, dass sie das FrĂ€ulein Iolanthe ĂŒberreden konnte, doch noch an der letzten Vorstellung teilzunehmen, dass sie die bösen Blicke erst gar nicht bemerkte.

TatsĂ€chlich war die Lichtalbin nur wegen der alten Goblin hergekommen. Auch wenn Yeriel es sich niemals anmerken liess, mochte sie das Weibchen und es erfĂŒllte sie mit Zuneigung, sie so besorgt und aufgeregt zugleich zu sehen.
„Jetzt kommt dann gleich die Stelle, FrĂ€ulein Iolanthe“, flĂŒsterte ihr die Kleinere zu, ohne dabei die Augen von den Orks zu wenden, welche behĂ€big das Netz und die Stangen abbauten, wo kurz zuvor noch zwei Albinnen durch die Luft geschwebt waren.
Yeriel nickte beilĂ€ufig. Die AuffĂŒhrung der beiden Schwestern hatte ihr wieder einmal vor Augen gefĂŒhrt, wie eingeschrĂ€nkt sie doch mit ihrer Gehbehinderung war. Die beiden flogen durch das Zelt als hĂ€tten sie FlĂŒgel, und sie selbst konnte noch nicht einmal ĂŒber den Boden laufen.
Ihre Aufmerksamkeit wurde auf den Herrn Direktor gelenkt, der jetzt die Manege betrat.

„Nun meine lieben Damen und Herren, werde ich etwas ihnen vorfĂŒhren was sie sich nicht zu trĂ€umen wagen. Mit dieser SĂ€ge...“, er hielt das scharfkantige GerĂ€t nochmals hoch „werde ich nun diese Albin in zwei Teile schneiden, sie wird dann nicht mehr gehen können!“
Das ist ja Mal was Neues.
Yeriel schielte zu Dorothea hinĂŒber, deren Blick Ă€ngstlich an den Sarg geheftet war. Die Lichtalbin schĂŒttelte verwundert den Kopf. Obwohl die Goblin wusste, was nun passieren wĂŒrde, war sie nervös wie ein kleines Kind.

Wie die HaushĂ€lterin es ihr bereits erzĂ€hlt und Elliot es bestĂ€tigt hatte, wurde nun der Sarg in der Mitte durchsĂ€gt. Blut quoll hervor und die Dame begann zu schreien, um dann abrupt zu verstummen, als sie in eine Ohnmacht fiel. Yeriel war beeindruckt von den schauspielerischen KĂŒnsten, denn im Gegensatz zu Dorothea glaubte sie nicht daran, dass die Frau tatsĂ€chlich gerade ihre Beine verloren hatte.
Trotzdem beobachtete sie mit einem LĂ€cheln, wie der Zirkusdirektor nun eine Phiole mit einer FlĂŒssigkeit aus seiner Tasche hervorzauberte und ihre Funktion erklĂ€rte.
„Seht ihr FrĂ€ulein Iolanthe! Gleich kann sie wieder gehen!“, die aberglĂ€ubische Goblin quiekte beinahe vor Staunen, als kurz darauf die junge Dame vor dem Publikum herumtĂ€nzelte, gĂ€nzlich unbeschadet.
Yeriel seufzte. Wenn es doch bloss so einfach wÀre.

Nachdem die Vorstellung beendet war und die Lichtalbin bereits auf den Ausgang zusteuerte, stellten sich ihr ein dicker Goblin mit Schnurrbart und Dorothea in den Weg. Fragend und streng zugleich zog Yeriel die Augenbraue in die Höhe. Obwohl die alte Goblin sich lieber geduckt hÀtte, stotterte sie tapfer ihr Anliegen hervor.
„FrĂ€ulein Yeriel, das ist Tuk der Eisenbeisser. Er hat sich bereit erklĂ€rt, Sie zum Direktor zu fĂŒhren, damit wir ihn um ein GesprĂ€ch bitten können.“
Die Albin wusste nicht, was sie sagen sollte, so plapperte Dorothea schnell weiter, bevor EinwÀnde kommen konnten.
„Ich dachte, nun also, die Frau in dem Sarg
 sie konnte danach auch wieder gehen und vielleicht wĂ€re es ja möglich
 nun ja, Sie können es sich bereits denken
 von dem Herrn Direktor eine solche Phiole voll von der FlĂŒssigkeit zu erkaufen.“
Dorothea war ganz dunkelgrĂŒn im Gesicht geworden, blickte mit ihren treuen Augen jedoch mutig zu der Herrin hoch.

Da wurde Yeriel doch wĂŒtend. Nicht auf Dorothea, welche alles tun wollte, um dem FrĂ€ulein Iolanthe zu helfen, sondern auf Menschen, die solche gutglĂ€ubigen Leute zum Narren hielten. Sie meinte bereits das gierige LĂ€cheln auf dem Gesicht Tuks zu erkennen, der bestimmt nicht abgeneigt war, gutes Geld damit zu erlangen.
Da die Lichtalbin ihre alte HaushĂ€lterin jedoch gut genug kannte, stimmte sie dem Vorschlag zu. Dorothea musste selbst erkennen, dass alles bloss Humbug war, ansonsten wĂŒrde sich noch ewig hinter dem Zirkus hertrauern.
„Nun gut, Herr Tuk. FĂŒhre uns bitte zum Herrn Direktor. Ich bin gespannt darauf, ihn kennenzulernen!“, wandte sie sich in einem herrischen Tonfall an den dicken Goblin, der sich sofort mit einer spöttischen Verbeugung vor der Alten und der Frau im Rollstuhl verbeugte, und dann den Weg zu den Wagen einschlug.
Yeriel nahm sich vor, dem Direktor die Leviten zu lesen und gleichzeitig Dorothea davon zu ĂŒberzeugen, dass es leider keine so einfachen Hausmittelchen gab, um ihre Behinderung in Luft aufzulösen.
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Viktor van Blutar
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Re: Varieté Kuriosita

#4

Beitragvon Viktor van Blutar » Di 8. Nov 2016, 16:39

Die Nacht war kĂŒhl geworden und die Monde standen hell am Sternenhimmel und leuchteten den Platz mit den Wagen aus. In wenigen Stunden wĂŒrde die Sonne aufgehen und ihn wieder in die Dunkelheit seines Wagens verbannen. Er atmete tief die Luft ein und betrachtet den Wald in dem dem eine Eule schrie. Leichte Wind strich durch sein schwarzes Haar doch bewegte sich dies nicht. Der Durst war im Anmarsch, das spĂŒrte er und die nĂ€chsten Tage wĂŒrden hart werden, denn die Einnahmen waren gerade so das sie fĂŒr seine Artisten reichten. Ein leben in Luxus hatten alle nicht gewĂ€hlt, doch wenn die nĂ€chste Stadt nicht ein wenig mehr abwerfen wĂŒrde, wĂŒrden sie wieder an dem Bettelstab gehen. Er wollte nicht den Hunger stillen, denn die Alben brauchten ihre Kraft fĂŒr die Reise. Er schloss die Augen und lauschte dem Rascheln des Grases. Ein beruhigendes GefĂŒhl breitete sich aus. Wieder sog er die Luft ein. Plötzlich riss er die Augen auf, denn da war noch eine andere Nuance in der Luft. Nicht der Geruch von Gras, Erde, oder dem Wald lag in der Luft sondern ein leichter Duft nach Lavendel. Plötzlich strich eine Hand seinen RĂŒcken hinauf, strich zĂ€rtlich ĂŒber jeden Wirbel, umschloss leicht seinen Hals und massierte diesen, bevor sie in seine Haare fuhr und sie streichelte. Er gab sich den BerĂŒhrungen hin und sog den Geruch des Lavendel ein. Nun trat eine kleine, schlanke Frau vor ihn. Ihre braunen Haare waren lockig und trotz das sie unbĂ€ndig waren, hatte sie sie zu einem Kranz um ihren Kopf geflochten. Er schaute in ihre großen Blaugrauen Augen wo er noch ein wenig GrĂŒn erkannte und verlor sich in ihn. Die Ohren der Frau waren klein und spitz, ihre Haut wies im Gesicht kleine Sommersprossen auf. Er machte einige Schritte zurĂŒck. Ihre kleine zierliche Nase blĂ€hte sich auf beim atmen, leicht so das es fĂŒr normale Wesen kaum sichtbar war, doch er bemerkte es. Die schmalen und Lippen verzogen sich zu einem LĂ€cheln und die weißen ZĂ€hne blitzten kurz auf. Merklich verzog sich auch sein Mund zu einem LĂ€cheln bevor er sich verbeugte und ihre Hand nahm, ihr einen kurzen Kuss auf hauchte und sie dann wieder frei gab und sich wieder aufrichtete. Jetzt wanderte sein Blick ĂŒber iheren Körper. Sie trug eine weiße Bluse welche ihre Schultern nicht bedeckten. Dazu einen Bodenlangen braunen Rock. „Mein Graf was bedrĂŒckt euch?“ fragte die Frau mit heller klarer Stimme welche ihm immer noch einen schaudern durch den Körper jagte und seine Gier erweckte sie Singen zu hören. Er wandte sich ab und schaute wieder auf den Wald. „Nichts Filyina, die ĂŒblichen Sorgen nur.“. Wieder berĂŒhrte ihre Hand ihn, dieses mal an der Schulter. Sie kannte ihn am lĂ€ngsten wenn man Grimmwitz nicht mitzĂ€hlte und das taten die meisten. „Lass uns in den Wald gehen ich brauche noch Zutaten fĂŒr das Elixier der ZusammenfĂŒhrung.“. sein Blick wanderte in ihr Gesicht und versuchte es zu lesen. Doch war es wie immer sehr schwer, gar unmöglich ihre BeweggrĂŒnde darin zu erkennen. „Warum gehst du nicht alleine wie sonst auch?“ Fragte er und musterte sie weiter. Ein LĂ€cheln stahl sich auf ihr Gesicht bevor sie antwortete „Du brauchst Ablenkung und ich die Zutaten. Zu anderen sah ich das einige unfreundliche Herren um das Lager stehen und Hassparolen sagen.“ . Nun kam ihm die Frage auf wie sie es aus dem Lager geschafft hatte. Aber sie wĂŒrde einen ihrer Zauber gewirkt haben kam ihm in den Sinn und bot ihr seinen Arm an.

Der Wald bei Nacht war wundervoll. Die Wesen der Nacht kommunizierten und er lauschte ihnen. Die Eulen die schrien, die Wölfe welche heulten, der Wind in den BĂ€umen. Sein Blick ruhte nun auf Filyina welche gerade hockte und eine Pflanze abschnitt. Sie war schön das musste er gestehen doch im Mondenlicht war sie bezaubernd. „Stellst du dir gerade wieder vor was du alles mit mir machen könntest?“ fragte sie ohne ihn eines Blickes zu wĂŒrdigen. Ertappt fĂŒhlte er wie die Röte ihm in das Gesicht schoss. Selten das ein Vampir rot wurde. Mit ruhiger Stimme sagte er „Ja aber das wird nichts. Ich muss jetzt schon aufpassen das ich dich nicht beiße. Ein Liebesspiel ist da eher hinderlich.“. Nun erhob sie sich und wandte sich ihm zu. Ihre Augen schauten in seine und erforschten ihn. Dann strich sie ihm sanft ĂŒber die Wange mit ihrer zierlichen Hand. Die BerĂŒhrung ließ ihn die Augen schließen. Dann vernahm er ein warmes GefĂŒhl auf den Lippen und etwas zwang sich zwischen seine Lippen, er lies sie gewĂ€hren und erwiderte den Kuss. Doch plötzlich stieß er sie weg. Die Gier war gekommen. Seine ZĂ€hne waren ausgefahren und es viel ihm schwer sich zu konzentrieren. „Nein!“ schrie er fast und keuchte. Das wenige verbliebene Blut schoss durch seine Adern und der Durst wurde stetig schlimmer. Nur mit MĂŒhe zwang er seine Bestie zurĂŒck. Er sah zu der Albin die ihn besorgt musterte. „Wie willst du ohne Blut zur nĂ€chsten Stadt kommen?“ fragte sie. Eine berechtigte Frage. Mit rauer und lauter Stimme antwortete er „ Das wird schon! Notfalls wird es wie Obenza!“. Ein Schauer lief ihm ĂŒber den RĂŒcken. Die Reise nach Obenza war fĂŒr die Crew und fĂŒr ihn die Hölle gewesen. Die Orks mussten ihn in seinen Wagen schleppen und Grimmwitz verschloss die TĂŒr. Was aber einen wĂŒtenden und im Blutrausch gefallenen Vampir nicht hindert. Die Ganze Reise ĂŒber hatte man ihn irgendwie fesseln mĂŒssen. Einen ganzen Alb hatte dann fast leer gesoffen. Nach dieser Reise schwor er sich es nie wieder so weit kommen zu lassen. „Lass uns gehen ich habe alle KrĂ€uter!“ langsam schritt sie auf ihn zu, nahm seinen Arm und sie gingen zum Lager.

Dort angekommen wartet eine weitere Überraschung auf ihn. Eine Albin und eine Goblin Dame standen vor seinen Wagen. Irgendetwas schien mit der Albin nicht zu stimmen denn sie saß in einem GefĂ€hrt was komisch aussah. Die Goblin Dame zeigte mit ihren grĂŒnen knöcherigen Finger auf ihn und schrie „Da ist er Herrin!“. Langsam und bedĂ€chtig schritt er auf die Albin zu. Ohne sie zu fragen nahm er ihre Hand, verbeugte sich und drĂŒckte ihr einen sanften Kuss auf den HandrĂŒcken. „Madame, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Viktor von Blutaar, wie kann ich euch zu Diensten sein?“ er ließ die Hand wieder los und nahm nun die Hand der Goblin Dame und vollfĂŒhrte die gleiche Geste.
Die Weisheit hat ihr Haus gebaut,
Die Torheit reißt es nieder,
Wer gerade aus geht fĂŒrchtet den Herrn,
Wer krumme Wege geht verachtet ihn,
Leben heißt Entscheidung
Der Tod ist entschieden

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Yeriel Iolanthe
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Re: Varieté Kuriosita

#5

Beitragvon Yeriel Iolanthe » So 20. Nov 2016, 10:33

Aufmerksam betrachtete die Albin den Mann, der sich beinahe lautlos mit seiner Begleitung angenÀhert hatte. Nur das Rascheln ihres Kleides hatte die beiden verraten. Tuk war schon lange verschwunden, nachdem er die beiden Frauen vor dem Wagen des Direktors abgestellt und wortlos von Dannen geschritten war. Yeriel hatte ihm einen herablassenden Blick geschenkt und dann hatte das Warten begonnen.
WÀhrend die Goblin immer unruhiger wurde und nervös Ausschau hielt nach sich nÀhernden Personen, wurde die junge Albin ruhiger. Fasziniert studierte sie den Sternenhimmel, der in dieser Nacht besonders klar war.
Was die Sterne ihr heute wohl mitteilen wollten?

Doch sie kam nicht mehr dazu, sich Gedanken ĂŒber die Sternbilder zu machen, denn da nĂ€herte sich auch schon Herr van Blutar in Begleitung.
Er trug noch immer dieselbe Kleidung wie in der Vorstellung und Yeriel konnte eine Anspannung in seiner Haltung erahnen, die sich jedoch sofort zu verflĂŒchtigen schien, sobald er die beiden Besucherinnen erblickte. Entweder hatte sie es sich also bloss eingebildet, oder er war gut darin, seiner Umgebung etwas vorzumachen.
Sie erkannte trotz der Dunkelheit die Umrisse eines kantigen Gesichts und lange schwarze Haare. Sein Gang war aufrecht und selbstbewusst.
Yeriel hatte gelernt mit den Blicken der Leute umzugehen, und auch bei ihm bemerkte sie einen Augenblick der Irritation in seinen Augen, als er ihren goblinischen Rollstuhl musterte.
Seine Begleitung war schön, das konnte Yeriel sogleich erkennen, auch wenn die Laterne vor dem Wagen sie nur dĂŒrftig beleuchtete. Sie unterdrĂŒckte ein LĂ€cheln, hatte sie die beiden womöglich gerade bei einer Liaison unterbrochen? ErklĂ€rte das seine Anspannung?

Als er sowohl ihr als auch ihrer Dienerin die Hand kĂŒsste, wusse Yeriel nicht, ob sie empört oder belustigt reagieren sollte. Sie wahrte jedoch ihr Gesicht, indem sie sich vorstellte.
„Mein Name ist Yeriel Iolanthe. Meine Dienerin und ich haben der Vorstellung beigewohnt. Beeindruckende KĂŒnstler, das muss ich zugeben. Und auch ihre Darbietung war nicht unbetrĂ€chtlich. Doch dies ist nicht der Grund, weshalb ich hier bin, es gibt bestimmt genĂŒgend Besucher, die Ihnen die Ohren mit Honig vollschmieren“, sie schenkte ihm ein kĂŒhles LĂ€cheln.
„Meine Dienerin hier ist sehr aberglĂ€ubisch. Wie Sie sehen können, benutze ich einen Rollstuhl, da ich nicht des Gehens mĂ€chtig bin. Sie hat jedoch ihre Show gesehen und ist nun der Überzeugung, dass Sie tatsĂ€chlich ein Mittel besitzen, Beine zusammenzufĂŒgen und Menschen wieder gehen zu lassen.
Obwohl sie eine treue Dienerin ist und es nur gut meinte, möchte ich sie nicht in dem Irrglauben belassen, der sie von ihrer Arbeit abhalten wĂŒrde. WĂ€ret Ihr so freundlich und wĂŒrdet ihr erklĂ€ren, dass nur ein einfacher Trick hinter alledem steckt?“
, eine Warnung schwang in der Stimme mit, auch wenn Yeriel gegen Aussen hin freundlich wirkte.

Sie wusste nur allzu gut, dass Illusionsmagier ungern ihre Tricks preisgaben, doch er sollte es bloss nicht wagen, ihr eine LĂŒge aufzutischen. Sie war sich bereits bewusst, dass sie eine Behinderung hatte, da musste man ihr dies nicht auch noch weiter vor Augen fĂŒhren.
Erwartungsvoll starrte Dorothea van Blutar an und die Hoffnung war deutlich zu sehen. Yeriel tat es beinahe Leid, dass sie die Goblin enttÀuschen musste.
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