Mac's GaststÀtte

Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.

Das Herzland
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Mac's GaststÀtte

#1

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Mo 23. Jan 2017, 12:25

~Diese Ereignisse spielen 10 Jahre zuvor, also im Jahr 190 n.d.A., in der exterritorialen Stadt Tazlogg, als Tobi 15 Jahre alt war. ~


"Tooooooooooobi", hallte es durch den Flur.
Oh verdammt!, war der einzige Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss. So schnell wie möglich versuchte er die Sachen zu verstecken. Die Flamme zu löschen und den Rauchgeruch aus dem Raum rauszubekommen, indem er hektisch mit seinen HÀnden wedelte. Doch seine Mutter war schon da, bevor er fertig wurde. Auf dem Bett lag eine Apparatur, die zum Erhitzen von Speisen diente. Ein kleines ThermalgerÀt, das seltsame GerÀusche machte, als man einen kleinen Brennstab hinein gab.

"Was bei Noldils Namen treibst du hier? ", seine Mutter schien ganz verzweifelt. Sie schmiss die Apparatur aus ihrem Blickwinkel in irgendeine Ecke des Raumes und war ganz aufgebracht.
"Wir brauchen deine Hilfe! Jede freie Hand dort unten wird gebaraucht. Eine Horde von Rakshanern und Orks treten uns den Laden ein, und du faulenzt hier. Machst sinnlosen Kram mit irgendwelchen unnĂŒtzen Apparaturen!"

"Ich hab zu tun!", schrie er genervt zu seiner Mutter.
NIE LÄSST MIR MEINEN FREIRAUM. SIE IST ALLES SCHULD!
"Lass mich!", schrie er und versuchte seine Mutter aus dem Raum zu schubsen. Doch diese wehrte sich und wich einfach zur Seite aus.

Stur antwortete sie mit den belehrenden Worten einer Mutter: "Wir arbeiten und machen soviel fĂŒr dich. Und zeigst dich kein bisschen dankbar!", sie unterstrich ihren Redefluss mit ihren HĂ€nden.
"Du bist so ein Egoist! Du denkst immer nur an dich!"
Tobi ĂŒberlegte darauf etwas zu erwidern. Ja er hĂ€tte ihr viel zu sagen, doch traute er sich nicht, weil ihm nur Sachen Sachen einfielen, die seine Mutter verletzen wĂŒrden. Das wollte er nicht.
"Jetzt komm endlich!", sagte sie nur, als Tobi sich aus Protest auf den Boden hinsetzte und es sich bequem machte.
Doch der aufmĂŒpfige Teenager verzog nur genervt das Gesicht.

"Ich komme gleich!", entgegnete er, als er am Boden krabbelte und die Sachen einsammelte, die seine Mutter in die Ecke geworfen hatte. FĂŒr ihn hatten diese kleine "Forschungsprojekte" viel mehr Bedeutung, als seine Eltern verstehen konnten. Es waren nicht nur "FreizeitbeschĂ€ftigungen", sondern fĂŒr Tobi das Wichtigste derzeit im Leben, da er dort seine Neugier und seinen Ehrgeiz ausleben konnte, was er sonst nirgendwo schaffte.
FĂŒr seine Eltern galten aber andere Dinge wichtig. Es war also ein typischer Eltern-Kind Interessenkonflikt.

"Nein, jetzt!", rief die Mutter aufgebracht, sodass sich die Stimme ĂŒberschlug. Sie wusste nicht weiter mit ihrem Sohn immer gab er nur Widerworte. Er war faul und drĂŒckte sich vor den hĂ€uslichen Plichten in der GaststĂ€tte.
Da sie nicht weiter wusste, verließ die Mutter darauf den Raum, und schlug die TĂŒr hinter sich wĂŒtend mit solch einer Wucht zu, sodass sie dabei einen großen LĂ€rm verursachte. Als sie runterging, hörte man, wie sie aufgebracht fluchte. Unten angekommen stand Tobis Bruder, der wegen des LĂ€rms aus der KĂŒche herausgeeilt war. Als er feststellte, dass es aber wieder um seinen nichtsnĂŒtzigen Bruder ging, schĂŒttelte er nur den Kopf und meckerte aufgebracht: "Wie er mit dir umgeht, ist nicht mehr normal. Aber man kann ihm sagen, was er will. Er ist zu faul."

Als Tobi hörte, wie sein Bruder ĂŒber ihn lĂ€sterte, motivierte ihn das dann doch, sein kleines Forschungsprojekt liegen zu lassen und in die GaststĂ€tte zur Arbeit zu erscheinen. Er zog sich seine SchĂŒrze ĂŒber sein Hemd, kleidete sich mit Schuhen an und nutze seine HandflĂ€che, als eine Art Kamm, wĂ€hrend er sich die Haare zurecht sortierte, sodass er halbwegs vorzeigbar war.
Mit jugendlicher Leichtsinnigkeit sprang er ein paar Treppenstufen hinunter und ging dann geradeaus zur KĂŒche hinein.

"Ich bin jetzt fertig, wo kann ich helfen?," sagte Tobi, als er seine Mutter herumwuseln sah.
Sie wies ihren Sohn darauf kurz ein und erklĂ€rte ihm, was er fĂŒr heute zu tun hatte. Tobi hörte ihr aufmerksam zu und machte sich dann an die Arbeit, den Fußboden zu wischen, wo irgendwelche GĂ€ste Bier ausgeschĂŒttet hatten. Nachdem er fertig war, nahm er einzelne Bestellungen bei den GĂ€sten auf. ZunĂ€chst mussten ein paar ungeduldige Orks bedient werden, die keine Sekunde auf ihr Bier und ihr "Gagsh'mal" (eine orkische SpezialitĂ€t des Hauses - ein Eintopf mit Magen-Innereien eines Pferdes) sofort haben wollten.
"Meine Herren, wartet. Mac's GaststÀtte arbeitet so schnell wie möglich,", erklÀrte Tobi freundlich.
"ICH WILL MEIN GASH'MAL UND DAS SOFORT!", schrie der OrkhÀuptling Krashnok. Ein wahrlich unangenehmer Zeitgenosse, der sehr laut war und mit seiner gesamten Rotte hier versammelt war.

Erst nachdem diese ungeduldigen Orks bedient waren, konnte sich Tobi um die ĂŒbrigen GĂ€ste kĂŒmmern. Eine Fee saß auf dem Bartisch, doch wurde sie von allen Leuten ĂŒbersehen. Wegen des LĂ€rms der Orks konnte man ihre Stimme auch nicht wirklich hören. Eher zufĂ€llig hatte ein Rakshaner neben ihr einen Kaffee bestellt, als Tobi die kleine Fee das erste Mal sah.
Er war völlig aus dem HĂ€uschen, da er Feen bisher nur fĂŒr ein MĂ€rchen gehalten hatte. Dass es sie wirklich gab, erstaunte ihn doch sehr.
"Holy! Wie cool ist die denn?", sagte er im tazloggkanischen Dialekt, als er sie sah.
"Du bist ja fresh. Kann ich dir was bringen?", sagte er zu ihr.

Die Fee schien etwas verwirrt von der Wortwahl zur sein. Erwartungsvoll guckte Tobi sie an.
"Oh sry, kannst du ĂŒberhaupt reden?"
Oder sprach sie bereits, nur konnte man sie aufgrund des LÀrms nicht hören?
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Re: Mac's GaststÀtte

#2

Beitragvon Sanara » Di 24. Jan 2017, 16:38

Die Sommersonne schien glĂŒhend heiß vom Himmel als Sanara gegen Mittag Tazlogg erreichte. Erschöpft sah sich die Fee in den Straßen der Stadt nach einem Gasthaus um. Ein Glas Limonade oder Eistee, das wĂ€re jetzt das richtige fĂŒr sie.

Plötzlich fiel der Fee ein Haus ins Auge. Mac`s GaststĂ€tte stand auf dem Schild ĂŒber der TĂŒr. "Na endlich". Ohne zu zögern betrat Sanara die Schenke, deren TĂŒr einen Spalt breit geöffnet war. Der LĂ€rm im Gasthaus war ohrenbetĂ€ubend. Fast hĂ€tte Sanara wieder kehrt gemacht, aber Hunger und Durst bewogen sie zu bleiben.

Sanara ließ sich an der Bar nieder und sah sich um. Neben ihr saß ein Rakshaner, am Nebentisch brĂŒllten einige Orks rum. Sanara warf ihnen einen bösen Blick zu. Die Kerle hatten einfach kein Benehmen!

Die Fee rief nach dem Wirt: "Ein Glas Limonade bitte!" Keine Reaktion." He, Wirt "rief Sanara etwas lauter, doch niemand schien sie wahrzunehmen. Frustiert saß Sanara an der Bar und hoffte, dass jemand sie bemerken wĂŒrde, möglichst, bevor sie verhungert war.

Du bist ja fresh. Kann ich dir was bringen?", "Oh sry, kannst du ĂŒberhaupt reden?" ertönte auf einmal eine Stimme neben ihr.

Sanara sah sich nach dem Sprecher um. Vor ihr stand ein Goblin, dessen Anblick Sanara erstmal die Sprache verschlug, unterschied er sich doch deutlich von den anderen Vertretern seiner Rasse, die Sanara meist etwas steif und bieder vorkamen.Nicht so dieser Goblin. Seine Haare waren in einen Rotton gehalten, der unmöglich echt sein konnte. Die Ohren zierten mehrere Piercings, und die Arme waren mit Leder- und NietenarmbĂ€ndern geschmĂŒckt. Sein Gesicht zierte ein modischer Unterbackenbart. Über einer Knollennase sahen sie zwei Augen freundlich und mit einem Hauch Neugier an.

"Ob ich reden kann?" erwiderte Sanara wĂŒtend, als sie ihre Sprache wiedergefunden hatte. "Bei Ardemia, ich schreie mir hier schon seit Ewigkeiten die Seele aus dem Leib, aber hier scheinen alle blind und taub zu sein!" Sanara bereute ihren wĂŒtenden Ausbruch schnell. Sie war normalerweise eigentlich nicht so aufbrausend.

Die Fee strich sich eine StrĂ€hne ihres langen, blonden Haares aus dem Gesicht, faltete ihre zitronengelben SchmetterlingsflĂŒgel zusammen und sprach freundlich: "Ich hĂ€tte gerne ein Glas Limonade, eisgekĂŒhlt. Sagt, was könnt Ihr mir zum Essen empfehlen? Habt Ihr ein leichtes Sommergericht im Angebot, das nicht so schwer im Magen liegt?" Erwartungsvoll sah sie den Goblin an. In ihren Unterbewußtsein glaubte sie, leichten Brandgeruch wahrzunehmen, verdrĂ€ngte dieses GefĂŒhl jedoch, schließlich war sie ja in einen Gasthaus, in dem gekocht und gebraten wurde, da konnte es schon mal angebrannt riechen. Doch die Fee hĂ€tte lieber auf ihr GefĂŒhl hören sollen....
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Re: Mac's GaststÀtte

#3

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Mo 6. Feb 2017, 11:04

"Bleib mal cool, kleine Fee. Alles easy...," sagte er zu ihr, als sie sich schreiend beschwerte. Ihren kleinen Wutausbruch herunterspielend, strich sie sich ihr wunderschönes blondes Haar ladylike aus dem Gesicht. Solch eine Haarfarbe hatte Tobi noch nie gesehen und diese kleine Kreatur sah wahrhaft göttlich fĂŒr ihn aus! Der Goblin schien recht begeistert und lĂ€chelte etwas verlegen.
Seine schmierige Visage war dagegen ein Witz. WÀhrend er sie beobachtete, bemerkte er die feine und schöne Stoffkleidung der Fee. Bestimmt war sie vom edlen Blute, oder trugen alle Feen solch schöne Kleider?
Erneut schaute er auf sich selbst herab und schien im optimischen Vergleich deutlich schlechter darzustehen. Aber das tat hier nichts zur Sache. Es ging ums GeschÀft.

"EisgekĂŒlt? Sowas gibts hier nicht," meinte Tobi.
"Aber ich bringe dir ein kleines Likörglas, von wo aus, du besser trinken kannst. NatĂŒrlich zu einem Zehntel des ĂŒblichen Preises. Wir sind hier keine GeizhĂ€lse. Was die Speisen angeht empfehle ich...hmm", er ĂŒberlegte.
"Ähm...ich weiß gar nicht, was heute gekocht wird. Bis auf das Gash'mal habe ich heute noch nichts Anderes serviert. Aber fĂŒr ein Teller Gash'mal kann ich dich nicht begeistern?"

Tobi war immer noch ganz hinweg, sobald die Fee sprach. Diese liebliche Stimme und die zierliche Gestalt. Sie verbreitete direkt eine gute Laune! Er wartete also noch auf ihre Antwort bezĂŒglich des Gash'mals und ging dann in die KĂŒche, um sich zu erkundigen, was denn heute auf dem Speiseplan stand. Eine Speisekarte gab es im Mac's nĂ€mlich nicht. Meistens gab es zwei Tagesgerichte fĂŒr Goblins, ein Tagesgericht fĂŒr Orks und Rakshaner, sowie eine Tagesgericht fĂŒr andere Völker.

Unterwegs zur KĂŒche wurde Tobi von einem Rakshaner blöd angemacht.
"Heh, ich warte schon ne halbe Stunde. Rakshor wĂ€re stolz wegen Eurer chaotischen Arbeitsweise, aber so langsam werde ich hungrig. Und ihr verspracht auch draußen meine HyĂ€ne zu versorgen. "
Tobi erschrak und antwortete demĂŒtig: "Ich habe dich total vergessen. Entschuldigt mich, ich werde mich umgehend darum kĂŒmmern."

Der unorganisierte Goblin vergaß daraufhin aber, dass er eigentlich zuerst die Fee bedienen wollte. Sofort ging er daher in die KĂŒche, um die inzwischen kalt gewordene Speise des Rakshaners abzuholen.
Zum GlĂŒck bemerkte Tobi noch, dass diese kalt war. Er schob sie nochmals in den Ofen, wo sie sich etwas aufheizen konnte. Schnell ging Tobi dann hinaus, um das HyĂ€nentier zu versorgen.
"Ich warte...", murmelte der Rakshaner bedrohlich, als Tobi die Taverne verließ.

Als er die HyÀne versorgt hatte, verschusselte er aber, dass die Speise schon zu lange im Ofen gewesen war. Angebrannt musste Tobi sie aus dem Ofen herausnehmen. "Oh oh, gar nicht gut," sprach er hektisch. Hastig versuchte er zu retten, was noch zu retten war, kratzte das Abgebrannte von der Speise ab und bot dem Rakshaner darauf die Speise an.
Dieser bemerkte den angekokelten Geschmack noch nicht mal. Sein Hunger war zu groß, und in Rakshanistan kochte man definitiv noch schlimmer.

Die kleine Fee saß derweil immer noch auf dem Trockenen. Was wĂŒrde sie also machen?
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Re: Mac's GaststÀtte

#4

Beitragvon Sanara » Mo 13. Feb 2017, 13:19

Gash'mal? Dachte dieser Goblin wirklich eine Fee wĂŒrde Geschmack an PferdemĂ€gen mit Innereien finden? Igitt, was fĂŒr ein Gedanke! Schon die Vorstellung daran ließ Sanara einen Schauer ĂŒber dem RĂŒcken laufen.

WĂ€hrend Sanara noch ĂŒberlegte, was sie antworten sollte, bediente der Goblin den Rakshaner. Was immer das Gericht darstellen sollte, es war total angebrannt. Jetzt wusste die Fee, was vorhin so brenzlig gerochen hatte. Erstaunlicherweise ließ sich der Gast nicht von dem angebrannten stören, sondern verputzte alles restlos. Er musste wirklich sehr ausgehungert sein. Dummerweise schienen alle mal wieder die kleine Fee vergessen zu haben.

Sanara beschloss einen Abstecher in die KĂŒche zu machen. Neugierig musterte sie die Töpfe und Pfannen auf dem Herd. Das meiste,was sie entdeckte, ließ Sanara nur angewidert das Gesicht verziehen. Diese KĂŒche war eindeutig verbesserungswĂŒrdig. Dabei ließe sich schon mit ein paar Kleinigkeiten mehr erreichen. Etwas mehr Mut bei der WĂŒrze beispielsweise, einfach mal neue KrĂ€uter und GewĂŒrze ausprobieren. Oder der Braten dort, der darauf wartete, in den Ofen geschoben zu werden, mit der richtigen Glasur wĂŒrde er eine schöne Kruste und einen aparten Geschmack bekommen.

Sanara sah sich nach den Wirtsleuten um. Niemand schien sie zu bemerken. Schnell inspizierte die Fee die GerwĂŒrzregale. Sie entdeckte tatsĂ€chlich einen Topf mit Honig und in einer Schublade einen Pinsel. Sie nahm einen Löffel aus ihrem Beutel, fĂŒllte damit etwas Honig in einer Tasse, die praktischerweise auf dem Regal stand, mischte noch einige andere Zutaten hinzu, schmeckte das Ganze mit ein paar KrĂ€utern aus ihren eigenen Bestand ab und bepinselte letztendlich den Braten damit. Weil sie so klein und flink war, bemerkte niemand ihr tun. Kurz darauf schob der Wirt den Braten in den Ofen und ein himmlischer Duft begann sich im ganzen Haus auszubreiten.

Die Fee begab sich wieder an den Tresen. Sie hatte beschlossen, sich ein Omelett zu bestellen. Notfalls wĂŒrde sie diesen jungen Goblin bei der Zubereitung helfen. Vielleicht hĂ€tte er ja Lust etwas Neues auszuprobieren. Leider schien er sie vergessen zu haben. Er stand immer noch bei dem Rakshaner und unterhielt sich mit ihm.

Sanara flog auf dem Tisch des Rakshaners."Ich will ja nicht stören, aber es gibt noch andere GĂ€ste hier "sprach sie mit einem höflichen Nicken dem Rakshaner gegenĂŒber und dann direkt an den Goblin gewandt:"Ihr hattet mir etwas zu essen versprochen und ein Glas Likör. WĂŒrdet ihr also so freundlich sein, mir das Genannte zu bringen??Ein schönes Omelett wĂ€re recht und vergesst nicht den Ofen im Auge zu behalten. Ich warte am Tresen auf euch."

Die Fee war ein höfliches und freundliches Wesen, aber so ganz allein mit dem grimmig dreinschauenden Rakshaner wollte sie dann doch nicht sitzen und so nahm Sanara wieder am Tresen Platz und harrte der Dinge, die da kommen sollten. "Ob den GĂ€sten der Braten wohl schmecken wird?" dachte sie bei sich. "Hoffentlich muß ich nicht wieder ewig warten ".
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Re: Mac's GaststÀtte

#5

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Mi 22. Feb 2017, 19:21

"Oh jeh!", da hatte er glatt die kleine Fee vergessen.
DemĂŒtig verschrĂ€nkte er die Arme als Zeichen der Entschuldigung. "Ist ja alles easy. Verstehe ich, dass du aufgebracht bist. Aber der Rakshaner ist wichtig. Ich bringe dir sofort ein Glas Limonade im Likörglas!"

Chaotisch raufte er sich durch die Haare, blieb mitten im Gang stehen und schien nachzudenken. Man hörte nur ein kurzes "Ja, genau", als er plötzlich wieder weiterging und ein Likörglas aus dem Thekenschrank herausnnahm. Schnell, aber mit wenig Liebe presste er eine Zitrone aus, wÀhrend die Fee ihm zuschaute.

Tobi schien kurz innezuhalten, als die anfÀngliche Hektik wieder verflog und er wieder ganz der lockere, entspannte Typ wurde.
Mit einer viel zu coolen Geste schob er das Glas rĂŒber zur Fee, so als ob er ihr den edelsten Cocktail aller Zeiten zubereitet hĂ€tte. Etwas zeitversetzt, um ungewollt Aufmerksamkeit zu erhaschen, sagte er ihr locker:
"Geht aufs Haus".

Wie ein Möchtegern Profi warf er sich das Handtuch ĂŒber die Schulter und schritt stolz zur KĂŒche, um das Omelette zuzubereiten. Gerade als er eintreten wollte, schoss ihm aber noch eine Frage durch den Kopf.
"Klassisches Omelett oder auf Tobi-Art?", fragte der Goblin neugierig.
Er konnte die Fee gut leiden. Sie hinterließ einen postiven, ersten Eindruck auf Tobi.
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Re: Mac's GaststÀtte

#6

Beitragvon Sanara » So 26. Feb 2017, 14:30

"Macht es auf Tobi-Art". Die Fee war neugierig, was wohl dahinterstecken wĂŒrde."Zeigt mir eure KochkĂŒnste ".

Sanara nippte an dem Likörglas und verzog das Gesicht. Etwas Wasser und Zucker hÀtten der Zitrone sicher gutgetan.

Trotzdem gefiel ihr der Goblin.Er war so erfrischend anders, als die Goblins, die sie kannte. Bestimmt langweilte er sich in der Schenke.

Sanara lĂ€chelte dem Goblin zu."Darf ich euch vielleicht bei der Zubereitung in der KĂŒche zusehen? "fragte sie freundlich und mit ehrlichen Interesse. Sie freute sich darauf, mit dem netten Goblin ins GesprĂ€ch zu kommen.
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Re: Mac's GaststÀtte

#7

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Di 7. MĂ€r 2017, 12:42

Tobi grinste breit, als Sanara Interesse an seinen KochkĂŒnsten zeigte. Normalerweise teilte niemand Tobis Begeisterung an Chemie und Technik. Innerlich machte er einen Luftsprung. Äußerlich schien er aber der ganz normale, lockere Goblin zu sein.
"Geht klar. Ich zeig dir, wo ich immer abhÀnge," sagte er.
Kurz musste er noch ein paar Bier zu einigen GĂ€sten tragen, als er wieder zurĂŒckkam.
"Kann losgehen."
"Ich bin ĂŒbrigens Tobi," meinte er und reichte ihr die Hand. Erst nachdem er das gemacht hatte, fiel ihm auf, dass sie gar nicht seine Hand schĂŒtteln konnte, und wie albern das wohl aussah.
"Entschuldige...die Gewohnheit."

Sie verließen den Schankraum ĂŒber eine SchwingtĂŒr, und kamen dann in ein Treppenhaus aus, ohne dass sie die KĂŒche hĂ€tten betreten mĂŒssen. Zum GlĂŒck lief keiner seiner ehrgeizigen Geschwister Tobi ĂŒber den Weg, sonst wĂ€re Tobis Vorhaben gescheitert. Denn seine Eltern mochten es nicht, wenn er in seiner Arbeitszeit seinen Experimenten nachging. Schlimm genug, dass er das schon in seiner Freizeit tat. Die Treppe knarzte laut bei einigen Stufen, als die beiden hochgingen. Sanara schien irgendetwas sagen zu wollen, doch Tobi unterbrach sie im Satz und ermahnte sie mit einem "Pssst" still zu sein.
"Es ist wichtig, dass uns niemand hört," flĂŒsterte er.

Oben angekommen, schloss er die TĂŒr hinter sich und verriegelte sie mit einem Bolzen. Unter anderen UmstĂ€nden hĂ€tte man denken können, dass jemand etwas Böses im Schilde hatte, wenn er sich so geheimnisvoll verhielt. Bestimmt wĂŒrde sich Sanara Ă€ngstigen, vorallem da Tobi auch noch die TĂŒr hinter sich verriegelt hatte, könnte der Eindruck enstehen, er wĂŒrde ihr etwas antun wollen.
Tobis Körpersprache drĂŒckte aber nichts Böses aus. Man konnte ihm ansehen, dass er einfach nur was aufgeregt war und sich deswegen so seltsam verhielt.

Kurz lauschte er an der TĂŒr, um festzustellen, ob ihnen nicht jemand gefolgt war. Dabei erhob er den Finger, um Sanara zu ermahnen, nichts zu sagen. Nach etwa einer Minute des Wartens schien sich Tobi sicher zu sein, und er sprach wieder in normaler LautstĂ€rke und die Worte sprudelten aus, wie aus einem Wasserfall:
"Ich zeige dir jetzt eine neue Erfindung. Sie ist noch nicht ganz ausgereift. Ich nenne sie "den Verdampfer", Tobi kramte in den SchrÀnken, warf mit Sachen durch die Gegend, wÀhrend er weiter redete:
"Das Prinzip basiert auf der Reaktion zweier FlĂŒssigkeiten, die beim Zusammenmischen einen Dampf erzeugen. Unter thermischer Fluktuation kann ein stabiler Dampfzufluss erzeugt werden. Oberhalb des AuffangbehĂ€lters befindet sich ein Metallstreifen, welcher aufgrund seiner geringeren Dicke nahezu sofort erhitzt wird. Ein Omelett kann damit sehr fix zu bereitet werden, ohne dass man das Feuer zunĂ€chst schĂŒren muss."
"Faszinierend ist der Wechsel des Aggregatzustands, indem man zwei FlĂŒssigkeiten zusammenkippt. Wie funkioniert das? Warum ist das so?", Tobi schien wie ausgewechselt. Der sonst lockere, und coole Typ redete fasziniert und leidenschaftlich von seiner neuesten Errungenschaft.

Mittlerweile hatte er einige Bauteile zusammengesucht, aber es fehlten noch ein paar Sachen, bis die Apparatur funktionsfÀhig war. Sein Zimmer und Arbeitsplatz waren unaufgerÀumt und vollkommen chaotisch. Weder Tobi noch andere Leute fanden etwas in diesem Chaos, daher war es nicht verwunderlich, dass Tobi stÀndig nicht die Sachen fand, die er suchte.
"Irgendwo hier muss es sein. Oder...ich nehme alternativ was Anderes," meinte Tobi nachdenklich. Schon kam ihm eine Idee. Aber dafĂŒr musste er wieder runter.
"Ich brauche ein paar Sachen! Kommst du mit? Oder?", fragte er die Fee.

Sie musste inzwischen bestimmt schon vollkommen verwirrt sein. Tobi wartete noch die Antwort der Fee ab, und wollte dann die TĂŒr öffnen. Erst nachdem er dreimal vergeblich an der TĂŒr gerĂŒttelt hatte, fiel ihm wieder ein, dass er diese doch abgeschlossen hatte.
"Achja, stimmt ja. Der Bolzen!", grinste er.

Nachdem die TĂŒr wieder offen war, hastete er mit schnellen Schritten die Treppe runter. Dabei nahm er immer gleiche mehrere Stufen mit und machte weite SprĂŒnge bis er unten angekommen war.
Vollkommen vergessen und irrelevant war es nun, dass er eigentlich leise sein sollte. Tobi dachte nur noch an das Experiment.
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Re: Mac's GaststÀtte

#8

Beitragvon Sanara » So 12. MĂ€r 2017, 10:36

Sanara folgte Tobi leicht verÀrgert, aber durchaus neugierig geworden aus seinem Zimmer.

Erst sollte sie still sein und nun rannte Tobi wie ein wildgewordener Hengst die Treppe hinunter. Sein Poltern war nun wirklich nicht zu ĂŒberhören.

"Was ist das fĂŒr ein LĂ€rm? Beweg deinen faulen Hintern sofort hierher Tobi!" Sanara erschrak, als sie die wĂŒtende Stimme des Wirts vernahm und auch Tobi erstarrte fĂŒr einen Moment. Der Fee schwante, dass es mit dem Experiment vorbei sein wĂŒrde, wenn der Wirt sie erwischte und die neugierige Sanara wollte sich dies auf keinen Fall entgehen lassen.

"Wartet hier, ich kĂŒmmere mich um ihn." zischte Sanara dem Goblin zu und machte sich auf dem Weg zur KĂŒche. "Ich bin ĂŒbrigens Sanara" fĂŒgte sie noch hinzu, bevor sie um die Ecke verschwand.

Die Fee hatte die KĂŒche noch nicht erreicht, als ihr schon der Wirt auf der Suche nach Tobi entgegen kam. Sanara erwog fĂŒr einen Moment den Mann mit ihren Feenstaub ins Reich der TrĂ€ume zu schicken, verwarf diesen Gedanken jedoch schnell wieder. Den Wirt auf die Bretter zu schicken erschien ihr unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig. Der Mann hatte ein Gasthaus zu fĂŒhren und wer weiß, wann er wieder aufwachen wĂŒrde. Die kluge Fee wollte seinem GeschĂ€ft nicht schaden und beschloss daher einen anderen Weg zu gehen.

Sie entsann sich des Zaubers "Wurzeln schlagen", den sie vor Jahren gelernt, aber nur selten angewandt hatte. Der Zauber bewirkte, das der Verzauberte fĂŒr eine kurze Zeit an Ort und Stelle stehen blieb und sich nicht rĂŒhren konnte. Mit etwas GlĂŒck wĂŒrde der Wirt in der Hektik des Alltags, wenn der Zauber nachließ, vergessen haben, nach Tobi zu suchen. Sanara sprach also ihren Zauberspruch und der Wirt erstarrte augenblicklich. Eiligst begab sich die Fee wieder zu Tobi.

"Jetzt seht zu, dass ihr findet, was ihr sucht. Wir haben nicht viel Zeit. Mein Zauber wird ihn nicht lange aufhalten" Der kleine Goblin zögerte nicht lange und fĂŒhrte sie in den Keller des Gasthauses. Sanara zuckte erschrocken zusammen, als die KellertĂŒr hinter ihnen mit einem lauten Krachen zuschlug.
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Re: Mac's GaststÀtte

#9

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Sa 25. MĂ€r 2017, 19:06

Tobi schloss die KellertĂŒr hinter sich, hielt darauf aber kurz inne, um nachzudenken. Der Goblin hatte vor mit irgendwelchen Sachen, die TĂŒr zu versperren, sodass sie mehr Zeit hĂ€tten nach den Materialien zu suchen, die Tobi benötigte.

Die erste Idee, die ihm kam war es nach Brettern, NĂ€geln und einem Hammer zu suchen, um die KellertĂŒr damit zu verbarrikadieren. Als er aber schon NĂ€gel und Hammer zusammengefunden hatte, fehlten ihm nur noch die Bretter. Doch diese waren gar nicht so leicht zu finden. Mit Gewalt riss er an einem Regal und brach damit ein StĂŒck des Holzes ab. Sofort nachdem er das gemacht hatte, warf er die Sachen aber zu Boden und meinte:
„Das ist crap!“

Ihm schien es plötzlich zu aufwendig, extra NÀgel in die Wand zu jagen, nur damit er kurzzeitig etwas mehr Zeit hatte, Materialen zu finden.
Stattdessen suchte er in aller Ruhe etwas Anderes, um die TĂŒr zu versperren. Er verlor immer mehr das Zeitempfinden. Tobi ging von Raum zu Raum holte immer wieder neue Sachen hervor und verwarf dann seine Idee. Zuletzt kam Tobi mit ein paar Seilen und sagte beschwichtigend zu Sanara, die sich scheinbar Sorgen machte: „Ich habs jetzt!“

Doch just nachdem er die Seile hervorgeholt hatte, war er wieder unzufrieden mit der Idee. Ihm schien es zu kompliziert, die Seile dergestalt zu verknoten, dass man die TĂŒr nicht mehr aufbekommen konnte.
„Komm schon, Tobi!“, murmelte er. Es gibt doch bestimmt ne bessere Lösung, dachte er sich.

Das Offensichtlichste fiel ihm erst als Letztes ein. Mit ein paar einfachen Handgriffen schleppte er eine Bank und einen Schrank an, um damit die TĂŒr zu blockieren. Um den Effekt zusĂ€tzlich zu verstĂ€rken, klemmte er zwischen Bank und TĂŒr einen Besen, der wie eine Querstrebe die erforderliche Kraft, die man benötigte, um die TĂŒr zu öffnen, verdoppelte.
„Easy“, meinte Tobi, als er endlich fertig war. Er grinste.

Ganze 20 Minuten hatte diese Prozedur gedauert, als man plötzlich von der anderen Seite der KellertĂŒr eine Stimme hörte. Sein Vater, der ehrenwerte Garilik, versuchte die TĂŒr zu öffnen. Dabei traf er sofort auf den Widerstand der Möbel, woraufhin er brĂŒllte und gegen die TĂŒr pochte: „Mach sofort die TĂŒr auf! Das gibt 2 Wochen Ausgangssperre und 3 Monate kein Taschengeld mehr!“

Tobi grinste nur angestachelt von seinem jugendlichen Rebellentum. Zu Sanara zugewandt sprach er: „Jetzt haben wir mehr Zeit. Diese Kellergewölbe sind sehr groß. Bleib dicht hinter mir. Ich hab mich als kleines Kind hier verlaufen.“
Vom Boden hob er einen Korb auf, den Tobi als Untersatz fĂŒr seine Seilvorrichtung angedacht hatte. Zusammen gingen die Beiden in die dunklen LagerrĂ€ume, wobei Tobi an eine Fackel mitgenommen hatte.
In manchen Ecken raschelte es, als die Beiden vorbeigingen.
„Nur die Ratten“, versuchte Tobi Sanara zu beruhigen.

Endlich hatten sie fast alle Sachen zusammen, die Tobi gesucht hatte. Doch der Dreispitz fĂŒr den Schlauaufsatz fehlte noch. Ein kleines, metallenes StĂŒck, was Tobi brauchte. „Ohne das geht es nicht“, meinte er bloß.
WÀhrenddessen hörte man, wie sein Vater die Möbelbarrikade durchbrochen hatte und sich nun auf dem Weg zu ihnen machte.

„Da ist es!“, schrie Tobi glĂŒcklich. Er schien immer noch nicht gestresst zu sein, obwohl man hörte, dass der Vater immer nĂ€her kam. Stattdessen suchte er nach einem Ausweg, eine Möglichkeit aus dem Kellergewölbe zu kommen, ohne die TĂŒr zu benutzen. Der Kamin!

Noldil sei Dank kam der Jugendliche noch gerade rechtzeitig auf eine Idee. Mit dem Korb an seiner Brust haltend, so als er ob er mit einem SĂ€ugling auf der Flucht wĂ€re, lief er um die Ecke. Nachdem er zweimal links abbog, kamen sie in einem verdreckten, völlig leeren Raum an. Hier endete ein alter nicht mehr aktiver Kaminschacht. Ein paar Bretter davor versperrten den Weg dorthin, die die Trizzles dort angebracht hatten, damit keine Diebe durch den Kaminschacht von oben ins Lokal gelangten. Denn obwohl der Kaminschacht von oben zugeschĂŒttet worden war, waren Goblins dennoch Ă€ußerst kreativ, wenn es um Verbrechen ging.

„Da hoch!“, jaulte er zu Sanara, als er drei Bretter mit den HĂ€nden wegriss und er Spalte frei gemacht hatte, damit er sich durchzwĂ€ngen konnte. Die restlichen Bretter, schob er mit Gewalt etwas seitlich hinunter. Die NĂ€gel waren nicht komplett fest, sodass die Bretter noch etwas beweglich waren, um damit die LĂŒcke zu verdecken, wo die Beide hindurchgeschlĂŒpft waren.

Im Kaminschacht versteckten sie sich und warteten. WĂŒrde Garilik sie entdecken?
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Many thanks to PascaldeJong for the admittance to use his picture.


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Sanara
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Re: Mac's GaststÀtte

#10

Beitragvon Sanara » So 2. Apr 2017, 10:21

Sanara unterdrĂŒckte in dem staubigen Kaminschacht ein Husten. In was war sie da nur hineingeraten? Ihre Haare und Kleider waren voll mit Asche und Spinnweben. FĂŒr die kleine Fee, die sehr auf ihr Aussehen achtete, ein fast unertrĂ€glicher Zustand. "Ich hoffe, das Omelett ist es wert," dachte sie bei sich, "sonst lernt Tobi mich von einer anderen Seite kennen!"

Trotz aller widrigen UmstÀnde genoss Sanara, wie sie sich insgeheim eingestehen musste, den Nervenkitzel. Er hatte etwas belebendes an sich, etwas das sie auf ihrer Heimatwiese nicht gekannt hatte.

Sanara hoffte, dass der Wirt sich endlich verziehen wĂŒrde. Nicht weil sie Angst vor ihm hatte. die kleine Fee war viel zu schnell, als das der behĂ€bige Wirt ihr gefĂ€hrlich werden könnte. Vielmehr fing ihr Magen immer lauter zu knurren an, hatte sie doch seit dem frĂŒhen Morgen nichts mehr gegessen. Dazu nervte sie die staubige Umgebung ungeheuer. Sanara sehnte sich nach einer Gelegenheit sich frisch zu machen und danach dem hoffentlich erfolgreichen Experiment von Tobi beizuwohnen.

Plötzlich sprang ein großer schwarzer Kater aus einer Ecke des Kellergewölbes hervor, eine fette Ratte im Maul. Der Wirt schimpfte vor sich hin: "Nur der verfluchte Kater und ich dachte Tobi wĂ€re hier. Wenn ich den Bengel erwische kann er was erleben, dieser Nichtsnutz." Immer weiter vor sich hin schimpfend verließ Tobi`s Vater den Keller.

Nachdem die beiden noch eine Weile vorsichtig den sich immer weiter entfernenden Schritten des Wirtes gelauscht hatten, verließen Sanara und Tobi ihr Versteck. Eiligst schĂŒttelte sich die Fee den Staub von den Kleiden und fuhr sich mit ihrem Kamm durch ihr goldblondes Haar. " Habt ihr endlich alles zusammen Tobi? Dann lasst uns zurĂŒck in eurer Kammer gehen. Ich komme bald um vor Hunger!"

GlĂŒcklicherweise diesmal ungesehen, gelangten die beiden wieder zurĂŒck in Tobi`s Zimmer.
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