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 Betreff des Beitrags: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Fr 27. Jan 2017, 14:52 
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Der Tiefling hatte beschlossen seinen heimatlichen Sumpf zu verlassen und dem Rat der Jäger zu folgen. Er wollte sich Rakshor und seinen Truppen anschließen. Dazu musste er nach Cara´Cor reisen.

Einer Zeltstadt, so hatten es ihm die Jäger erklärt und ihm einen seltsamen Zettel ausgehändigt.

Wie immer wenn er sich draußen befand und ihm etwas unklar wurde, war sein erster Blick rückversichernd hoch in den Himmel. Für andere Leute ausweglose Situationen hatten für ihn immer noch den Notausgang nach oben. Wurde ihm eine Situation zu mulmig, dann floh er in den Himmel.

Die meisten Feinde konnten ihm dahin nicht folgen. Beschuss und fliegende Feinde konnte Aksoy in den Weiten des Himmels mit etwas Geschick abschütteln. Hier in der unteren Region des Himmels war es fast windstill, aber an den Zug der Wolken konnte er erkennen, dass es weit oben anders aussah. Dort schien ein schneller Wind zu wehen. Es war angenehm warm.

Gut, er hatte bis jetzt nicht oft Grund gehabt zu fliehen und heute wollte er auch nicht vor irgendetwas davonfliegen, sondern er wollte zu seinem neuen Leben aufbrechen. Wenn er gleich vorher den Schwanz einkniff, gab es keinen Grund die Flügel zu entfalten, dachte sich Aksoy.

Wie die meisten seiner Art zog er es vor in größerer Höhe gemütlich im Segelflug weite Strecken zurückzulegen, anstatt kräfteraubend im Ruderflug fliegen zu müssen. Er nutze lieber Aufwinde, als sich selbst abzumühen.

Es war nicht so, dass er das nicht gekonnt hätte. Im Gegenteil er war fit, ein guter Flieger und beherrschte so manches Manöver am Himmel, aber er war bequem und er wollte sich seine Kräfte für die unbekannte Umgebung aufsparen.

Generell mochte er keine Dinge die ihn unangenehm werden konnten. Weder im Flug, im Kampf noch im täglichen Leben. Solche Dinge umging er lieber. Nur gab es in seiner momentanen Situation keine Möglichkeit sich Unangenehmen zu entziehen. Sollte er solchen Situationen unterwegs begegnen, musste er sich ihnen stellen.

Der große Tiefling rief sich ins Gedächtnis was die Jäger ihm erklärt hatten. Er hatte selbst schon Jäger durch die Sümpfe geführt, nun musste er sich auf deren Wort verlassen.

Aksoy ging mit weit ausgebreiteten Flügeln in die Hocke und sprang dann mit einen gewaltigen Satz in die Luft. Der Tiefling schlug hart mit den Flügeln um schnell an Höhe zu gewinnen.

Als er genug Höhe gewonnen hatte, nutzte er die Aufwinde des Himmels um in großen Kreisen weiter aufzusteigen. Während er gemächlich seine Bahnen zog, tastete er nach seinem Amulett. Dabei schaute er nach unten und beobachtete den Boden unter ihm.

Noch kannte er die Landschaft.

Der Tiefling folg weiter, so wie man ihm den Weg beschrieben hatte. Zu weit aufsteigen durfte er auch nicht. Er musste wenigstens etwas von der Landschaft unter ihm noch erkennen können. Nach einiger Zeit des Fluges veränderte sich die Landschaft unter ihm. Aksoy segelte gemütlich im Gleitflug und schlug nur mit den Flügeln wenn es nötig war um seine Kraft zu schonen, falls er auch noch in der Nacht fliegen musste.

Langsam flog er wieder tiefer und auf die flache Landschaft hinaus, dabei hielt er Ausschau nach einem Artgenossen, nach Personen, Nahrung und auch eine geeigneten felsige Steilwand, wo er zur Not die Nacht verbringen konnte, falls er zu müde zum Fliegen wurde.

Statt einer Felswand entdeckte Aksoy einen schwarzen Zaun. Zuerst konnte sich der junge Tiefling keinen Reim auf dieses Gebilde machen. Er flog noch tiefer und langsamer.

Vor dem Zaun befand sich ein Lager in dem Düsterlinge lebten. Ihre Zelte waren mit Schlamm verdreckt, die Erde war zertrampelt dass sie fast seinem heimatlichem Sumpf glich und überall waren Schnüre gespannt auf denen Lumpen hingen. Wozu die gut sein sollten, wusste Aksoy nicht. Einige Kochstellen waren ebenfalls zu sehen und dem Tiefling knurrte der Magen.

Das Lager wirkte eindeutig zu groß für die Anzahl an Düsterlingen. Er wollte gerade ansetzen sich einen Landeplatz unter den Düsterlingen zu suchen, als er ein Stück weiter Holz- und Schilfhütten von Tieflingen entdeckte. Er startete über den kleinen Kerlen durch und flog ein Stück weiter.

Zwischen den Hütten und seinen Artgenossen suchte sich Aksoy einen geeigneten Platz zum Landen. Aksoy landete und faltete seine Flügel eng auf dem Rücken zusammen. Auch dieses Lager war kaum besetzt.

Der Hüne schaute sich kurz im Lager um und schritt dann auf einen der Tieflinge zu.

"Du da. Ich brauche Deine Hilfe. Wo schreibt man sich ein? Ich komme direkt aus der Heimat und die Jäger gaben mir dies hier. Aber die Lager scheinen fast verwaist zu sein", erklärte Aksoy mit seiner tiefen, rauen Stimme. Er zeigte sich wie immer friedlich.

Der fremde Tiefling nahm den Zettel entgegen, musterte ihn und nickte knapp.
"Aha und wer bist Du? Ich bin Kishori", stellte sich der fremde Tiefling vor.
"Hallo Kishori, ich bin Aksoy", antwortete der Hüne.

"Die Truppe ist schon losgezogen. Sie sind nach Dunkelbruch aufgebrochen um den Zwergen das Fell über die Ohren zu ziehen", grinste der Tiefling mit gebleckten Zähnen und reichte Aksoy den Zettel zurück.
"Wo liegt Dunkelbruch?", hakte Aksoy nach.

Der Kishori beschrieb Aksoy so gut er konnte den Weg nach Dunkelbruch.

"Aber Du wirst vorher schon aus der Luft die Truppe erkennen. Dort meldest Du Dich bei Tarrik Tarkan, so steht es auf dem Zettel geschrieben. Bei ihm schreibst Du Dich ein", erklärte Kishori.
"Danke", sagte Aksoy und nickte dem anderen Tiefling knapp zu.

Er trat einige Schritte beiseite, faltete seine Schwingen auseinander und brach erneut auf.

Ein Stück der Strecke kam ihm nun vertraut vor. Dies hätte er sich gut sparen können. Nun hinterher wusste man immer mehr, pflegte seine Mutter zu sagen.

Aber Kishori sollte Recht behalten. Aksoy hatte zwar erneut einen seiner Meinung nach weiten Weg zu fliegen, aber die Truppe des Rakshor sah man schon von weitem.

Aasgeier kreisten über dem Trupp und versprachen sich leichte Beute. Nun warum auch nicht? Wild floh kopflos vor der gewaltigen Armee und schien sich zu Tode zu stürzen und über die eigenen Beine zu fallen.

Eine kurze Rast konnte nicht schaden. Aksoy pflückte eines der verletzten Tiere vom Boden. Er packte es um den Hals und flog ruckartig auf, um sein Opfer so zu strangulieren. Er wartete in der Luft bis seine Beute aufgehört hatte zu zappeln. Er gab ihr noch einen Moment, da er sicher sein wollte das sie tot war und landete.

Der Tiefling packte mit eine Hand die Hinterbeine der Tiers, hielt es hoch und riss ihm mit seinen messerscharfe Krallen der anderen Hand die Bauchdecke auf. Vorsichtig räumte er die Innereien seiner Beute aus, damit ihr Fleisch nicht verdarb. Herz, Lunge, Leber und Milz fraß er direkt auf, den Rest schmiss er achtlos auf den Boden.

Als sein Essen auf die Art für sich gesäubert hatte, riss er ihr das Fell von ihrem Körper, so dass es wie ein Lappen um den Kopf seiner Beute herab hing. Gut gelaunt begann Aksoy das Fleisch von dem Tier abzufressen.

Nach seiner Mahlzeit machte sich der Tiefling sofort erneut auf den Weg. Aksoy flog tiefer und konnte schon bald Lachen hören. Allerdings schien es von den seltsamen Reittieren zu kommen. Der große Tiefling landete und wäre dabei fast auf einen Ghul getreten der durch das Steppengras schlich. Mit einem kurzen Flügelschlag konnte Aksoy gerade noch verhindern auf die Kreatur zu treten.

Der Tiefling ging auf einige am Rand marschierende Orks zu und fragte nach Tarkan und zeigte ihm den Zettel.

Der Mann erklärte ihm, dass Tarkan weiter vorne zu finden war. Da die Marschformation eher locker gehalten war, konnte sich der große Tiefling den anderen anschließen. Er machte sich daran sich nach vorne zu arbeiten und sich nach Tarkan durchzufragen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Sa 4. Feb 2017, 16:21 
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Das Chaos (1)
Aksoy musste sehr lange warten. Als Organisator der Offensive hatte Tarkan alle Hände voll zu tun. Um den Tiefling herum wimmelte das Lagerleben und -sterben, was in einem Krieg nun einmal unvermeidlich war. Die Kämpfer wurden mehrmals am Tag ausgewechselt, sie kämpften in Schichten, so dass zwar nicht übermäßig viele, dafür aber stets hundertprozentig ausgerute Krieger mit perfekt gewarteter Ausrüstung an vorderster Front standen.

Ein Ghul schnupperte am Genick des Neulings, ließ jedoch enttäuscht von ihm ab, als er feststellte, dass es sich bei ihm nicht um einen Vampir handelte, sondern um einen gewöhnlichen Sterblichen. Ansonsten kümmerte man sich wenig um ihn, da kaum jemand zu irgendetwas Zeit hatte und andere Dinge wichtiger waren. Achtlos trampelte man an ihm vorbei, raunzte ihn höchstens einmal an, weil er im Weg rumstand und nichts Nützliches tat.

Endlich kam ein Trupp von Rakshanern, die in Zebrafelle gewandet waren und darüber die seltenen Eisenrüstungen trugen und hielt vor ihm. Tarkan selbst erkannte man an dem Leopardenschädel auf dem Haupt, dessen geflecktes Fell wie ein Umhang hinter seinem Rücken flatterte und den zahlreichen langen Geierfedern im Haar. Sein Gesicht war wie bei allen Rakshanern verhüllt, in seinem Falle mit einem grauen Tuch. Seine ganze Erscheinung war staubig, voller Blutspritzer und er stank wie der Rest seiner Truppe heute zum Himmel. Man sah ihm an, dass er wenig davon hielt, die Schlacht nur aus sicherer Entfernung zu dirigieren.

"Neuer Rekrut?", fragte er knapp.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Sa 4. Feb 2017, 22:37 
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Dem großen Tiefling machte warten nichts aus. Manchmal hatte er tagelang nichts anderes getan als zu warten. Gut andere würden vermutlich dazu faulenzen sagen, aber hier war es schließlich nicht anders. Neugierig beobachtete er die Leute die ihn umgaben.

Krieger kamen und gingen, ein Ghul kam ihm nahe und schnupperte an ihm. Scheinbar war er nicht dass, was immer der Ghul sich erhofft hatte, denn das Wesen zog wieder seiner Wege.

Wenn ihn einer anranzte, weil er im Weg stand, schaltete Aksoy wie immer auf stur. Er stand schon vorher da, und so groß war der Umweg um ihn herum nun auch nicht.

Falls doch oder jemand frech werden sollte, konnte er immer noch die Flügel öffnen, wenn die Person "ungünstig" stand. Aber so etwas hob er sich nur für den Notfall auf. Einen Notfall sah Aksoy hier weit und breit nicht, nur Chaos - aber das musste man auch beim Chaos vorfinden. Wohl geordnete Reihen wären verstörender gewesen.

Als dann eine Gruppe von Rakshanern in Zebrafellen erschien, musterte Aksoy die kleinen Menschen genauer. Sie trugen Rüstungen aus Eisen, was bedeutete dass sie wichtige Personen waren. Die Menschen die er kannte, trugen solche Rüstungen nicht.

Der Anführer von ihnen, vermutlich genau jene Person die er gesucht hatte, war mit Federn und einem Schädel geschmückt. Passend dazu trug er das Blut seiner Feinde.

Der große Tiefling beugte sich ein Stück herunter und faltete die Flügel eng auf dem Rücken zusammen.

"Ich habe Euch gesucht, ich wollte mich Euch anschließen", sagte er freundlich.

Aksoy ließ bewusst jede Anrede weg, weil er davon keine Ahnung hatte. Was immer er sagte und vielleicht höflich meinte, könnte der Mensch als Beleidigung auffassen. Er war nicht gerade gut darin die passenden Worte zu wählen. Seine Stärken lagen woanders.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Mo 6. Feb 2017, 10:02 
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Volk: Rakshaner
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Das Chaos (1)
Tarkan blickte ihn streng an und musterte ihn innerhalb eines Augenblickes von Kopf bis Fuß. Tieflinge meinten es fast immer ehrlich mit ihren Rekrutierungsgesuchen, da sie woanders kaum unterkamen. Es war sehr selten, dass sie jemand auf der Seite des Feindes dafür bezahlte, die Rakshaner auszuspionieren und wenn, dann gab es ohnehin abgesehen vom Wissen über die geplanten Taktiken, das sicher in den Köpfen der Anführer verwahrt war, nichts, dass irgendeiner Geheimhaltung bedurfte, das nicht ohnehin auch von außen ersichtlich war. Die Rakshaner verfügten über keine Wunderwaffen oder dergleichen. Die Position der Hauptstreitmacht war ohnehin bekannt, von einzelnen Abteilungen, die andere Aufgaben wahrzunehmen hatten, abgesehen. Der Bursche vor ihm sah kräftig und gesund aus und Tarkan konnte jeden Mann gebrauchen.

"Was ist das Chaos?", fragte er, um sich auch über dessen Geist ein Bild zu machen. Einen Ghul, der stehenblieb und neugierig Witterung aufnahm, verjagte er mit einem stechenden Blick. In ihren modernden Gehirnen verstanden sie es nicht einmal, dass nur Alben und Menschen zu Vampiren werden konnten und sie hier vergebens auf einen Leckerbissen hofften. Wenn sie sich erst einige Tage an der Front den Wanst vollgeschlagen und ihre Hirne regeneriert hatten, würden sie weniger aufdringlich und vor allem weniger dumm sein. Vielleicht würden sie dann auch aufhören, auf allen vieren zu gehen. Mit dem Gedanken, dass einer von denen für Südrakshanistans Streitmacht verantwortlich war, konnte Tarkan sich immer noch nicht so richtig anfreunden.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Mo 6. Feb 2017, 15:10 
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Der Tiefling hörte seinem hoffentlich zukünftigen Herrn aufmerksam zu, auch wenn dieser nicht viel sagte, sprach sein Blick Bände.

Der Anführer fragte ihn schlicht und ergreifend was Chaos ist.

Aksoy wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als ein Ghul stehenblieb und erneut nach im schnupperte. Das war schon der zweite heute! So langsam wurde ihm die Sache unheimlich, der Tiefling krallte seine Fußkrallen fester in den Boden und hob unbewusst abwehrend seinen Schweif um den Ghul zur Not wegzuschubsen.

Konnten sich die Kerle irgendwie lautlos verständigen?

Er war schließlich nicht absichtlich fast auf den verwesenden Kollegen von ihnen gelatscht bei der Landung. Der Bursche war auf allen vieren durchs Gras gekrochen!

Wie sollte er ihn da sehen? Gut, wenn man bei der Landung hinguckte, wo man landete – aber das hatte er nun mal für einige Sekunden vor Aufregung vergessen und er hatte den Burschen ja nicht getroffen. Warum sie sonst schnupperten, entzog sich seinem Verständnis. Weder roch er faulig wie sie selbst, noch roch er irgendwie anziehend und wie leichte Beute sah er nicht aus. Das hoffte Aksoy jedenfalls inständig.

Der Tiefling konzentrierte sich wieder auf das hier und jetzt. Er wusste nicht, welche Antwort der Rakshaner vor ihm erwartete.

Eine religiöse?
Eine erklärende?

„Chaos ist das Fehlen von Ordnung. Ordnung bedeuten Regeln und Regeln sind Ketten. Chaos bedeutet Freiheit, denn es zählt nur der Augenblick und das eine Leben von dem wir wissen.

Oder wollt Ihr eine religiöse Antwort hören? Da weiß ich glaube ich keine“, gestand Aksoy Tarkan ein und zuckte mit seinen gewaltigen Schultern.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Mo 6. Feb 2017, 20:03 
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Das Chaos (1)
"Nein, das reicht. Was kannst du? Was für Aufgaben stellst du dir vor? Hast du Kampferfahrung?"

Als er die abwehrende Körperhaltung des Neulings bemerkte, als der Ghul an ihm schnupperte, fühlte Tarkan sich zu einer kurzen Erklärung genötigt. Ihm war bekannt, dass diese Daseinsform an so ziemlich allen anderen Orten Asamuras keineswegs alltäglich war.

"Die Ghule sind ausgehungert, da wir lange nicht im Kampf waren und die Nahrung im Feldlager für sie knapp ist. Viele Rakshaner ziehen zwar eine Bestattung im Magen eines Ghuls dem langsamen Verwesen vor, aber nicht alle und die anderen Rassen noch weniger. Du riechst fremd, hast noch nicht den typischen Geruch unserer Streitmacht angenommen. Darum hoffen sie, dass sie ein wenig an dir knabbern können, ohne dass dein Verschwinden jemanden stört. Wenn sie augehungert sind, erschaffen sie sich notfalls die Leichen, die sie brauchen, selbst. Ich lasse dir nach unserem Gespräch Kleidung, gegebenenfalls auch Waffen und Rüstung aus unseren Beständen geben, damit sollte sich das Problem erledigen. Bis dahin ignoriere die Ghule einfach oder verpasse ihnen notfalls ein paar Tritte. Ein gebrochener Kiefer schadet ihnen nicht, sie können sich regenerieren."
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: Mo 6. Feb 2017, 21:24 
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Aksoy war froh, dass er nicht einen religiösen Monolog halten musste. Er war besser darin Chaos zu verbreiten, als es groß und breit zu erläutern. Aber das konnte der Mann vor ihm nicht wissen, und Tollpatschigkeit als besondere Fähigkeit wollte der große Tiefling lieber auch nicht angeben.

Dann musste er vermutlich direkt wieder den Abflug machen und die Schande wollte er nicht über sich ergehen lassen, oder über seine Mutter.

Kampferfahrung hatte er keine, es sei denn man sah von der einen oder anderen Rauferei ab. Dafür war er bereit jede Aufgabe zu leisten. Er dachte gerade nach, wie er das höflich formulieren konnte, als ihm der Mann vor ihm erklärte warum die Ghule so aufdringlich waren.

Aksoy starrte Tarkan total perplex an und nickte dann langsam.

"Ehm, ja Danke. Mit dieser Antwort habe ich nicht gerechnet.
Ich meine was die Ghule angeht.

Was ich kann? Eigentlich nichts besonders, wisst Ihr? Ich habe mein Leben in den Sümpfen verbracht und für mein Futter gejagt. Kampferfahrung habe ich keine. Es sei denn Ihr zählt eine Rauferei dazu. Aber ich kann es lernen, garantiert. Haben die anderen Tiefling hier doch auch, nicht wahr?

Ich bin bereit jede Aufgabe zu erledigen, die Ihr mir übertragt. Und wenn etwas im Flug erledigt werden muss, kann ich das gerne für Euch tun. Das ist kein Problem, ich bin ein guter Flieger, das kann ich Euch versichern.

Eine Frage zurück an Euch. Wie soll ich Euch ansprechen? Habt Ihr einen Titel oder einen Wunsch? Es klingt komisch, immer drum herum zu reden", antwortete Aksoy ehrlich wie freundlich.

"Wegen Eurer Ghule, fressen sie nur Personen? Ich sah totes und verendendes Wild. Vielleicht sollten sich die Ghule daran zu schaffen machen", schlug der große Tiefling vor.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2017, 13:34 
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Das Chaos (1)
"Tarrik Tarkan", antwortete er. "Lass dich nicht davon verunsichern, wenn manche mit als Rakshamanen bezeichnen, das bin ich nicht. Zentralrakshanistan hat keinen. Bis es so weit ist, kümmere ich mich um alles. Ach ja, und weil es mir auffiel: Der Majestätsplural ist nicht erforderlich. Das ist eine ätzende Angewohnheit, die von den Westlern abgeschaut und hierher geschleppt wurde. In Rakshanistan ist jeder nur einer, auch ich. Ein Du samt Titel reicht vollkommen aus."

Er überlegte kurz, welche Aufgabe er dem neuen Tiefling erteilen sollte. Er war unerfahren, doch Erfahrung erlangte man nicht, indem man in Watte gepackt wurde. Er sah robust aus, ein Schubs ins kalte Wasser wäre in seine Fall einen Versuch wert. Also sprach Tarkan:

"Wir hatten große Verluste bei den Flugeinheiten. Nicht durch den Feind, sondern wegen einer Seuche. Die Seuche ist im Griff, aber die Lufttruppen sind ziemlich löchrig. Wir haben unsere wichtigsten Anführer verloren und die fliegenden Krieger sind untereinander verstritten, weil sie sich gegenseitig die Schuld für die Ansteckung in die Schuhe schieben. Dich kennen sie nicht und du warst bei der Seuche nicht dabei. Wenn du es dir zutraust, beauftrage ich dich damit, die überlebenden Tieflinge zu einer schlagkräftigen Truppe zu vereinen. Geh zu ihnen und mach dir ein Bild von der Lage, rede mit ihnen, motiviere sie. Wenn es dir gelingt, sie alle in geschlossener Formation vor mein Zelt zu bringen, habe ich einen wichtigen Auftrag für dich. Gelingt es dir nicht, kommst du vielleicht als Küchengehilfe unter bei den Versorgungstruppen."
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2017, 17:44 
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Aksoy konzentrierte sich so gut er konnte auf das was sein Boss von sich gab.

`Er ist kein Schamane, noch nicht, alles klar. Aber was bedeutet das?
Dass er kein Heiler ist und niemanden mit Medizin helfen kann?
Oder noch nicht?

Ist er noch in Ausbildung und macht das nur bis ein Schamane vor Ort ist?
Ganz Zentralrakshanistan hat keinen Schamanen?
Gefährliche Sache. Wer kümmert sich denn um die Kranken?

Er... das hat er ja gerade gesagt. Besser aufpassen.
Solange es noch nicht soweit ist, kümmert er sich darum. Sehr gut. Ein weiser Boss, wenn er keine Heiler hat, macht er den Job selbst. Er muss ganz schön klug sein, wenn er das mal so eben aus dem Ärmel schüttelt´, dachte der große Tiefling beeindruckt und nickte freundlich als Tarkan fortfuhr.

`Hier ist jeder nur einer, ein Du reicht völlig aus? Hatte ihm sein Boss damit das Du angeboten? Was eine große Ehre!´, freute sich Aksoy.

"Dankeschön Tarrik", antwortete der riesige Tiefling freundlich darauf.

Was das mit dem Majestäts-Ding auf sich hatte und warum der Westen es hergebracht haben sollte, kapierte Aksoy nicht. Es reichte, wenn er wusste, sowas gehörte nicht hierher.

Er beschloss, falls er so ein Majestäts-Dings sehen sollte, würde er es niederschlagen und seinem Boss vor die Füße legen. Dass würde ihn sicher freuen. Denn er sprach sehr angewidert von dem Plural-Ding.

Vermutlich war es gefährlich und vielleicht sogar die Seuche schuld, schlussfolgerte Aksoy.

"Tarrik, Boss - ich werde mein Bestes geben um die Flieger wieder zu vereinen. Darf ich erwähnen, dass ich wenn ich die Flieger nicht vereinen kann in die Küche muss? Ich könnte etwas zur Probe zusammenkochen. Glaub mir, wenn sie meinen Fraß fressen mussten, vertragen die sich ganz flux", grinste der Tiefling.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg zum Chaos
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2017, 21:28 
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Das Chaos (1)
Der Tiefling glotzte ihn freundlich an, sah aber indess nicht so aus, als ob er etwas verstanden hätte. Er kam vermutlich aus dem hintersten Kaff von Weitfortistan und wusste so ziemlich gar nichts von Politik, fühlte sich aber, wie die meisten Tieflinge, instinktiv vom Chaos angezogen.

Kurzerhand packte Tarkan einen seiner Zebras am Kragen und schob ihn nach vorn zum Tiefling. Auch wenn das Gesicht des Mannes verdeckt war, sah man an seinen Augen, dass er breit grinste.

"Crize, du wirst unseren Neuling begleiten. Helfen darfst du ihm nicht, aber jedwede Frage breit und ausführlich beantworten." Dann wandte Tarkan sich wieder Aksoy zu.

"Ob du ihnen mit almanischem Eintopf drohst oder sonstwomit ist mir gleich. Wir sehen uns später. Bei Unklarheiten wende dich vertrauensvoll an Crize." Damit eilten Tarkan und seine Zebras davon, mit Ausnahme des Mannes, der zwischen Zehen und Fersen hin- und herwippte. Auf dem Rücken trug er einen nicht gespannten Reiterbogen, der sich wie ein C in die falsche Richtung krümmte und dazu einen Köcher voller schwarz-weiß-gefiederter Pfeile. Am Gürtel hatte er einige frische, noch blutige Skalps.
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