Der Weg zum Chaos


Die Front
Die Hauptstreitmacht des Chaos wurde entfesselt, um die Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Die Niederlage der Zwerge schien lange unausweichlich, doch im letzten Moment haben sich andere alte Völker dafĂŒr entschieden, ihnen zur UnterstĂŒtzung zu kommen. Also Ă€nderte das Chaos seine Taktik ...
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Re: Der Weg zum Chaos

#11

Beitragvon Aksoy » Mi 15. Feb 2017, 07:26

Aksoy schaute auf den kleinen Menschen vor ihm herab, der breit grinsend auf seinen FĂŒĂŸen hin- und her wippte. Menschen hatten manchmal wirklich ein seltsames Verhalten. Das Gewippe machte ihn ganz konfus. Aksoy schĂŒttelte seinen riesigen SchĂ€del.

Gut niemand zwang ihn Augenkontakt mit dem Menschen zu halten. Was vermutlich auch besser war, ansonsten bekam er vermutlich noch stehender Weise am Boden einen Drehwurm!

Kurzerhand hielt er den kleinen Menschen an der Schulter fest und schĂŒttelte erneut ganz langsam den Kopf.

„Lass das bitte, dass macht einen ja ganz nervös“, sagte der Tiefling.

„Gut zum Plan. Du darfst mir nicht helfen, aber mir alle Fragen beantworten, so sagte es der Boss. Dann verrate mir als erstes Crize, wo ich ĂŒberhaupt die Flieger finden kann. Und bitte nicht einfach nach oben zeigen“, grinste Aksoy.

Er musterte die Skalps von dem Menschen.

„Woher hast Du die? Die sehen ziemlich frisch aus. WĂ€rst Du bereit mir einen abzugeben? Ich hatte heute noch nicht viel zu essen. Bei nĂ€chster Gelegenheit teile ich auch mit Dir, versprochen. SpĂ€testens dann, wenn ich völlig versagt habe und in der KĂŒche arbeite.

Was nicht vorkommen wird, denn sobald ich in der KĂŒche bin, werden sie mich bestimmt wieder zu den Fliegern beordern. Es klingt zwar lustig, aber ich kann ĂŒberhaupt nicht kochen. Du etwa? Weißt Du wie wir das Zuhause machen? Wir schlagen was tot, reißen ihm den Bauch auf und werfen den Kadaver ins Feuer. Man wartet kurz – fertig. Eigentlich ganz einfach, aber manchmal auch recht fade“, erklĂ€rte der Tiefling seine Kochkunst.

„Was machst Du so außer Tarrik im Kampf zu begleiten? Hier ist ziemlich viel Trubel. Vorhin hĂ€tte ich fast einen Ghul plattgetreten. Dieser verrĂŒckte Kerl ist durchs Gras gekrochen, als ich landen wollte. Wer kriecht denn durchs Gras??? Gut dieser Ghul, aber normal war der nicht – das sage ich Dir. Lass uns zu den Fliegern gehen, je ehr wir da sind umso besser“, sagte Aksoy freundlich.
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Re: Der Weg zum Chaos

#12

Beitragvon Tarkan » Do 16. Feb 2017, 11:30

Crize erstarrte mitten in der Bewegung, so dass er nun auf den Fersen stand, wĂ€hrend der Tiefling mit ihm redete. Er glotzte den HĂŒnen unverwandt an. Als Aksoy was von seinen frischen Skalpen abhaben wollte, reichte er ihm ohne zu zögern einen.

"Die sind fĂŒr meine Frau! Zwergenhaare, wir kommen gerade von der Front. Sie will sich unbedingt eine blonde PerĂŒcke machen! Den hier kannst du haben, der ist zu dunkel. Hat auch noch ein paar feine FleischklĂŒmpchen dran. Lass es dir schmecken!"

Er fĂŒhrte Aksoy durch das Lager, um ihn zu den Fliegern zu bringen. Nebenbei plauderten sie weiter. "Ich bin HyĂ€nenreiter, Leibgarde vom ollen Tarkan. Manchmal als BogenschĂŒtze, damit mir nicht langweilig wird, aber eigentlich bin ich Nekromant. Ich erzeuge Untote und dann lasse ich sie wieder frei. Ich bin also einer von denen, die Schuld an den ganzen Ghulen hier haben. Sind sie nicht allerliebst?" Fast verliebt betrachtete er die Kreaturen. "Sie kriechen auf allen Vieren, wenn sie hungrig sind. Ihre Gehirne fangen dann an zu vermodern, sie werden dumm und tierisch, verlernen irgendwann auch das Sprechen. Die armen Kleinen." Er tĂ€tschelte im Vorbeigehen einem Ghul den Kopf, der ihn dafĂŒr nur verstĂ€ndnislos anglotzte.

"Soooo, mein Lieber, da wĂ€ren wir!" Crize zeigte auf eine Ansammlung von Tieflingen, die in mehreren GrĂŒppchen herumlungerten und ausgesprochen unfreundliche Blicke tauschten. Sie trugen leichte rakshanische RĂŒstungen aus Leder und Knochen. Einige von ihnen waren verwundet und mit schmutzigen VerbĂ€nden aus zerrissenen Feindeskleidern versehen. Rakshaner waren nicht dafĂŒr bekannt, eine besonders gute medizinische Versorgung zu haben. Wer starb, wurde eben zum Ghul oder zu Ghulfutter.
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Re: Der Weg zum Chaos

#13

Beitragvon Aksoy » Mo 20. Feb 2017, 19:31

Aksoy schritt neben Cirze her und hörte dem Mann aufmerksam zu. Er machte einen sehr freundlichen und angenehmen Eindruck. Ganz anders, als er es sonst von Menschen gewöhnt war. Und geizig war Cirze ebenfalls nicht, als Aksoy ihn um ein BeutestĂŒck bat, hĂ€ndige er ihm ohne weiteres eines aus. Der Tiefling grinste den Rakshaner gut gelaunt an und lies sich sein Geschenk schmecken.

"Warum will Deine Frau denn wie ein Zwerg aussehen? Was ist denn an blonden Haaren so schön?", fragte der Tiefling schmatzend.

Aksoy hörte dem Mann aufmerksam zu, der zig Berufe auf einmal auszuĂŒben schien. Der Tiefling kam sich dabei ziemlich klein trotz seiner GrĂ¶ĂŸe vor, denn er beherrschte keinen einzigen Beruf. Aber er hoffte, dass wĂŒrde sich bald Ă€ndern.

"HyĂ€nenreiter? Alles was ich reite ist der Wind, dass reicht aus um gut voran zu kommen. Aber das Bogenschießen, dass stelle ich mir interessant vor. Damit kannst Du jede Beute erlegen. Könntest Du fliegen Cirze wĂ€rst Du sogar noch besser darin, weil sich dann niemand vor Dir verstecken könnte. Wobei bei der Landschaft hier, wird es eh schwer, sich zu verstecken. Das dĂŒrfte dann wohl unser Vorteil sein.

"Du erzeugst Untote?", fragte Aksoy unglĂ€ubig und zuckte mit den FlĂŒgeln. Eine Art Schulterzucken unter Tieflingen.

"Wie erzeugt man denn Untote? Gut ich vermute zuerst macht man aus einem Lebenden einen Toten. Bis dato könnte ich sogar noch mitmachen. Aber wie macht man aus dem Toten einen Untoten? Dann sind die Ghule hier ĂŒberall Deine Schöpfung? Tja wenn sie dumm werden, wenn sie hungern solltest Du sie vielleicht fĂŒttern - wie wĂ€re es mit Zwergen?", scherzte Aksoy.

"Ich wĂ€re vorhin fast auf einen Deiner kleinen Lieblinge getreten, es war keine Absicht", entschuldigte sich der große Tiefling.

Die Zeit verging wie im Flug durch ihren netten Plausch und schon standen sie vor den anderen Tieflingen. Die einen lungerten herum, andere waren verletzt und die meisten schienen einen Groll auf ihre Artgenossen zu haben.

Aksoy ging zu der Gruppe hin und musterte sie einzeln. Nun er musste es versuchen und am besten gelang so etwas mit der Wahrheit. Wenn nicht hatte er wenigstens sein Bestes gegeben in seinem ersten, echten Job.

Der HĂŒne rĂ€usperte sich und schaute die Gruppe der Flieger an.

"Tarrik Tarkan schickt mich Leute. Er sagt Ihr seid zerstritten, aber ohne die Flieger ist seine Streitmacht nicht die gleiche. Aus dem Grund bat er mich Euch wieder zu vereinigen. Was ich hiermit versuche, von Tiefling zu Tiefling. Wir haben nichts davon, wenn wir uns gegenseitig bekÀmpfen oder? Gemeinsam als Gruppe sind wir schlagkrÀftiger und werden wesentlich mehr Beute erlegen.

Ihr fragt Euch vielleicht wer ich bin, dass ich Euch das erzÀhle und mit welchem Recht ich vor Euch spreche. Dass ist ganz einfach - ich bin Eurer schlimmster Alptraum. Und das meine ich tatsÀchlich und wortwörtlich.

Denn wenn Ihr nicht auf meine Worte hört und Euch unter meinem Namen wieder vereint als Truppe, dann werde ich der KĂŒche zugeteilt. Das heißt, ihr - jeder einzelne von Euch - wird das fressen mĂŒssen was ICH koche. Und glaubt mir, dass ist ein Alptraum. Es ist Eure Wahl, Fleisch erbeuten auf einer guten Jagd oder den Fraß runter wĂŒrgen den ich zusammenkoche", erklĂ€rte Aksoy freundlich und wartete die Entscheidung der Tieflinge ab.
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Re: Der Weg zum Chaos

#14

Beitragvon Tarkan » Sa 25. Feb 2017, 20:26

"Warum meine Frau eine blonde PerĂŒcke haben will?", fragte Crize. "Keine Ahnung! Versteh einer die Weiber! Von mir hat sie den Floh jedenfalls nicht ins Ohr gesetzt bekommen!"

Als Aksoy sich nach den Ghulen erkundigte, traf er bei Crize genau ins Schwarze und stieg auf seiner Beliebtheitsskala auf einen der vordersten PlĂ€tze. Crize blieb sofort stehen, um in aller AusfĂŒhrlichkeit von seinen Lieblingen erzĂ€hlen zu können. "Untote erschafft man ĂŒber ein Beschwörungsritual. Im Prinzip ist Nekromantie eine besondere Spielart der Geistmagie, bei welcher der Geist ĂŒber die Grenzen des Todes hinaus kontrolliert wird. Man zwingt ihn in den Körper zurĂŒck und nagelt ihn gewaltsam daran fest! Will man keinen Sklaven, sondern einen Ghul, löst man anschließend das Band zwischen Ghul und Magier und schon ist der Untote frei. Wenn ihr auf einen Ghul tretet, macht das nichts, die heilen wieder. Dann essen sie eben einen Happen mehr."

Seine Augen glitzerten, als er so lange am StĂŒck ĂŒber seine SchĂ€tzchen sprechen konnte, ohne dass der Zuhörer ihm irgendwann genervt ins Wort fiel oder so tat, als hĂ€tte er es plötzlich eilig. Allerdings wĂ€re es auch unklug gewesen von Aksoy, es sich mit Crize zu verscherzen. Und Crize nutzte diesen Umstand schamlos aus.

"Seht nur, wie sĂŒĂŸ sie tippeln", schmachtete er, als zwei abgemagerte Ghule, deren graue, gerade vollgefressene BĂ€uche, an denen die Adern hervortraten, sie wirken ließ, als seien sie hochschwanger, auf allen vieren an ihnen vorbeikrochen. Bei einem stĂŒlpte sich der Bauchnabel nach außen, derart viel hatte er verschlungen. Crize verlor schlagartig das Interesse an Aksoy und fĂŒhrte die beiden Ghule zu einem Wagen, unter den sie sich fĂŒr ein VerdauungsschlĂ€fchen legen konnten, damit ihre Bauchdecke nicht riss und so wurde seine Litanei glĂŒcklicher Weise unterbrochen. "Wo waren wir?" Er kratzte sich den grauen Turban. "Ach ja. Die Tieflinge." Endlich brachte er Aksoy den restlichen Weg zu ihnen.

Er beobachtete Aksoy bei seinem nun folgenden Versuch, die Tieflinge zu motivieren. Er tat dies auf eine gar nicht dumme Weise durch eine kleine Rede mit einer Pointe, die den schmalen Grad zwischen Humor und Ernsthaftigkeit meisterte.

Die Tieflinge lachten und klatschten Beifall.
"Schlimmer als jetzt kann es wohl kaum werden", meinte einer. "Also warum nicht?"
"Hast du KrÀtze?", fragte ein anderer und schnupperte in der Luft.
Nicht alle wirkten begeistert, aber es Ă€ußerte auch niemand ein offensichtliches Nein.

"Nun, das ist wohl ein Ja", schlussfolgerte Crize. "Jetzt musst du sie nur noch dazu bringen, bei Tarkan vorzumarschieren! Wenn ich einen Tipp geben darf: Am besten in irgendeiner eindrucksvollen Formation. Immer abwechselnd mit heller Haut und dunkler Haut, wie ein Schachbrett! Oder gestreift mit kurzen und langen Haaren, also die Reihen immer abwechselnd damit. Wie eine Ringelsocke. Oder mit und ohne Hörner schrĂ€g versetzt. Äh ..." Er blickte sich suchend um. Irgendwo greinte ein hungriger Ghul und lenkte ihn ab.
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Re: Der Weg zum Chaos

#15

Beitragvon Aksoy » Di 28. Feb 2017, 09:37

Aksoy hörte Crize aufmerksam zu.

„Vielleicht hinterfragt man es besser gar nicht. Eine Frau ist natĂŒrlich etwas ganz anderes als eine Mutter, aber auch MĂŒtter haben WĂŒnsche wo man sich fragt, wozu die gut sein sollen. Verstehen muss man sie nicht, nur erfĂŒllen“, lachte der Tiefling.

„Kann denn jeder Nekromantie erlernen? Einen Geist zurĂŒck in den toten Körper zwingen und ihn daran festnageln, klingt nach sehr mĂ€chtiger Magie. Was ist wenn der Geist sich versehentlich wieder löst, wie eine schlecht genĂ€hte Naht? Kann das auch passieren?

Wenn Du dieses Band nicht lösen wĂŒrdest, dann wĂ€re der Ghul kein Ghul, sondern Dein Sklave? Was macht er dann? Oder was macht er nicht, was Deine Ghule können?

Das beruhigt mich, dass ich den Ghul nicht verletzt habe. Ich meine wir stehen immerhin auf derselben Seite, da sollte man schon besser hinschauen. Ich hatte nur nicht mit dem Kerlchen da gerechnet. Aber das ist wohl der Trick an der Sache oder? Niemand rechnet im Gras mit ihnen. Wenn ein Zwerg durchs Gras schleicht, war es wohl das fĂŒr ihn“, grinste der Tiefling.

„Die Ghule mĂŒssen besser teilen. Die einen sind zu vollgefressen und die anderen hungern. Kannst Du ihnen nicht sagen, dass sie ihr Futter etwas vernĂŒnftiger teilen sollen?

Ich meine es nĂŒtzt doch keinem was, wenn die Ghule platzen wie reife Melonen, wĂ€hrend die anderen vom Fleisch fallen. Essen sie auch Tierfleisch? Auf dem Weg hierher habe ich genug verendete Tiere gesehen. Ich selbst hab ein verletztes gerissen und mir schmecken lassen. Ich weiß ja nicht, was Ghule als Nahrung bevorzugen“, warf Aksoy ein.

Als er vor den Tieflingen stand, sie sich sogar seine Rede anhörten und ihm mehr oder weniger zustimmten indem sie nicht offen widersprachen viel Aksoy erstmal ein Stein vom Herzen. Die erste Aufgabe die man ihm gestellt hatte, hatte er geschafft.

„Sehe ich so aus als hĂ€tte ich KrĂ€tze?“, fragte er Retour an den Fragesteller und zuckte mit den FlĂŒgeln.

`Falls er jetzt ja sagt, sollte ich mal einen Heiler aufsuchenÂŽ, ĂŒberlegte Aksoy.

„Eine Formation klingt gut, wĂ€hlen wir die mit den Hörnern, immerhin hab ich vier davon“, grinste der Tiefling gut gelaunt.

„Also wie Crize schon sagte, eine Formation in Form von Hörnern bitte. Einmal links mit und einmal rechts ohne. NĂ€chste Reihe seitenverkehrt. Dass mĂŒsste gut aussehen, ich hoffe auch fĂŒr Menschenaugen“, sagte Aksoy und wartete ab.
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Re: Der Weg zum Chaos

#16

Beitragvon Tarkan » Mo 6. MĂ€r 2017, 18:38

Die Tieflinge guckten sich gegenseitig an. Irgendwer zuckte mit den Schultern. Jemand kratzte sich mit dem FlĂŒgel hinter dem Ohr. Schließlich erhob sich der Erste und sah sich um. Ein anderer stand auf und dann noch einer. Das Sortieren ging mit einigem Gemurre und Geschubse vonstatten.
"Also unter Flurk mussten wir nie eine Formation bilden", nörgelte einer.
"Vielleicht ist er ja darum im Kochtopf gelandet", konterte ein anderer.
"Der ist im Kochtopf gelandet, weil er KrÀtze hatte", grollte ein Dritter genervt.
"Hier hat keiner mehr KrÀtze."
"Lexi sieht noch ziemlich rau aus. Wir hÀtten ihn doch mit kochen sollen, zur Prophylaxe."
"Nein, nein, mir geht es ganz vorzĂŒglich! Ich vertrage nur die trockene Steppenluft nicht so gut!", erwiderte ein Tiefling, der in der Tat ausgesprochen ungesund aussehende Haut hatte, was er mit einer Kapuze zu verbergen versuchte.

Nach einigen weiteren Diskussionen dieser Art hatten sich die Tieflinge sortiert. Es dauerte etwas, weil niemand neben Lexi stehen wollte und ein anderer Tiefling nur ein Horn besaß, weil das andere abgebrochen war und somit unklar war, wie man ihn einsortieren sollte. Schließlich einigte man sich darauf, ihm das verbliebene auch noch abzubrechen, es gab einen kurzen Tumult und die Sache war erledigt.

Endlich standen die Tieflinge wie gewĂŒnscht in Reih und Glied und betrachteten Aksoy mit einer Mischung aus Skepsis, Langeweile und Neugier. Insgesamt machte die Truppe einen verwahrlosten und wenig militĂ€rischen Eindruck. Immerhin hatte das auch den Vorteil, dass es keine Rolle spielte, ob Aksoy Erfahrung im FĂŒhren von Kriegstrupps hatte oder nicht und er sich nicht mit einem Haufen bĂ€rbeißiger Veteranen mit jahrzehntelanger Kampferfahrung auseinandersetzen musste.

"HĂŒbsch!", quiekte Crize entzĂŒckt.
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Re: Der Weg zum Chaos

#17

Beitragvon Aksoy » Do 9. MĂ€r 2017, 07:12

Aksoy musterte das Treiben „seiner Truppe“ und bei Lexis Anblick unterdrĂŒckte der den Drang sich selber wie ein rĂ€udiger Hund zu kratzen. Das kranke Mitstreiter gekocht wurden, war entweder nur ein lustiger Scherz, oder die schrecklichste Abschreckung sich krank zu melden, von der Aksoy je gehört hatte.

Auf der anderen Seite, war KrÀtze soweit er wusste eine Hautkrankheit. Folglich konnte man den Rest der Person durchaus noch essen. Aber wer bekam schon einen Kameraden herunter, mit dem er vorher auf Jagd war und vielleicht das eine oder andere erlebt hatte?

Der große Tiefling dachte darĂŒber nach, in wie weit seine Befugnisse reichten. Wenn er wirklich das Kommando ĂŒber diese Truppe bekam, dann wollte er niemanden mehr im Kochtopf enden lassen, egal wie verwahrlost sein Haufen auch aussah.

Immerhin hatte er jetzt sowas wie Verantwortung, auch wenn er noch nie welche im Leben tragen musste, wollte er nicht gleich damit auffallen völlig zu versagen. Er wollte seinen ersten, richtigen Job auch richtig gut machen.

Seine Truppe, die eigentlich ehr aussah wie ein Haufen gelangweilter KneipenschlĂ€ger, wie Aksoy gut gelaunt feststellte, hatte sich in Reih und Glied aufgestellt. Es hatte eine ganze Zeit gedauert, aber das war Aksoy gleichgĂŒltig, sie waren hier auf der Arbeit und nicht auf der Flucht.

Und immerhin bestand die Aufgabe darin sich irgendwie zu ordnen, dass dauerte nun mal seine Zeit, so einfach war das nicht. Zudem war Aksoy kein Mann der andere hetzte, er selbst ließ sich schließlich auch gerne Zeit. Geduldig wartete er ab, bis all seine Leute fertig waren.

`Formation – so sieht das also aus, wenn man damit loslegt. Könnte in der Luft auch gut aussehen, nur guckt da ja eh keiner. Oder sollte nicht gucken, sonst ist die Jagd vorbei bevor sie begann. Dass muss ich mir merken. Formation heißt nach dem Aussehen sortierenÂŽ, machte sich der HĂŒne gedanklich eine Notiz.

„HĂŒbsch“, quiekte Crize neben ihm entzĂŒckt, was den großen Tiefling sehr freute.

„Nicht wahr? Das finde ich auch. Wir haben eine gute Wahl getroffen. Das haben sie gut gemacht und es sieht gut aus. Dann wollen wir uns mal dem Boss in der neuen Form zeigen“, grinste Aksoy und machte sich mit den Tieflingen und natĂŒrlich Crize auf den Weg zu Tarkan.
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Re: Der Weg zum Chaos

#18

Beitragvon Tarkan » Fr 10. MĂ€r 2017, 12:26

Tarkan gönnte sich eine seiner wenigen Pausen. Mit einer aus Feindesknochen geschnitzten Pfeife fĂŒhrte er sich getrocknete BlĂ€tter des Kaffeebaums zu GemĂŒte. Er rauchte selten, aber wenn, dann widmete er dem seine ganze Aufmerksamkeit. Der Rauch biss scharf in seinem Rachen, zwackte dann in der Lunge. Im gleichen Moment setzte die Wohltuende Wirkung ein und Tarkan entspannte sich, wĂ€hrend er langsam durch den Mund wieder ausatmete. Eine weiße Wolke breitete sich vor seinem Gesicht aus und verflĂŒchtigte sich wieder. Vor seinem Zelt hörte er GerĂ€usche, doch diese paar Minuten gehörten ihm. Erst, als er die Pfeife fertig geraucht und noch einen Schluck Kaffee zum NachspĂŒlen genommen hatte, zog er in aller Ruhe wieder seinen Gesichtsschleier zurecht und trat nach draußen. Der Krieg musste auch mal warten können.

Er staunte nicht schlecht darĂŒber, dass die Tieflinge tatsĂ€chlich schon fein sĂ€uberlich eingereiht vor ihm standen, mit Aksoy an der Spitze. Das war schnell gegangen. Tarkan fiel auch sofort das Schema auf, nach dem sie sortiert waren. "Wie ich sehe, hat Crize dich beraten", stellte er nĂŒchtern fest und blickte sich suchend nach seinem Nekromanten um, der sich allerdings nicht zeigte, wahrscheinlich, damit es aussah, als hĂ€tte Aksoy das allein bewerkstelligt. Inwieweit er dabei Hilfe erhalten hatte, war nicht mehr festzustellen, aber das war auch unwichtig. Wichtig war, dass nun alle flugfĂ€higen Tieflinge hier standen. "Gut, da ihr offensichtlich bereit seid, habe ich einen ersten Auftrag fĂŒr euch. Shenaba, bring ihnen ihre AusrĂŒstung."

Eine Rakshanerin in Kampfmontur nickte und eilte davon. Abgesehen davon, dass sie keinen Turban mit Gesichtsschleier trug, sondern nur ein im Nacken zusammengebundenes Tuch, was all ihre Haare verdeckte, unterschied sie sich in der Kleidung und AusrĂŒstung nicht von ihren mĂ€nnlichen Kameraden. Sie kam bald mit einigen Gehilfen zurĂŒck, die FellsĂ€cke trugen, in denen etwas Schweres zu sein schien. Jedem Tiefling wurde eine Tonflasche ausgehĂ€ndigt, die fest mit einem Lappen verstopft war, der nun angezĂŒndet wurde.

"Brandbomben", erklĂ€rte Tarkan. "In den Flaschen befindet sich brennbares Öl aus den BeutegutbestĂ€nden des alten, nun von unseren Leuten besetzten Almaniens. Die Almanen nutzten es als Delikatesse, doch ich finde, man kann damit auch etwas Sinnvolleres anfangen. Wenn sie aufbrechen, ergießt sich das Öl und geht sofort in Flammen auf. Barlok Eisenhand hat meine MĂ€nner verbrannt - nun erhĂ€lt er die Rechnung. FĂŒhre deine MĂ€nner hinauf in die LĂŒfte, in den Luftraum ĂŒber Dunkelbruch. ZunĂ€chst will ich, dass seine Triböcke und die anderen großen GeschĂŒtze in Brand gesteckt werden. Alle KriegsgerĂ€te mit FlĂ€chenschaden mĂŒssen weg. DafĂŒr dĂŒrfte die erste Ladung der Brandbomben vollstĂ€ndig verbraucht werden. Mehr als zwei Brandbomben gleichzeitig werdet ihr nicht tragen können, sie sind doch recht schwer. Habt ihr das erledigt, kommt zurĂŒck und holt euch die nĂ€chste Fuhre ab. Ich verlasse mich auf dich, Aksoy." Tarkan blickte ausgesprochen Ernst. "Wegtreten und Abflug."
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Re: Der Weg zum Chaos

#19

Beitragvon Aksoy » Fr 17. MĂ€r 2017, 07:08

Aksoy wartete mit seinen MĂ€nnern draußen vor dem Zelt. Es störte ihn nicht. Vielmehr empfand er die ganze Vorgehensweise als entspannend.

Dass der Krieg so locker genommen wurde und dass es dabei so entkrampft zuging hĂ€tte er nicht vermutet. Weder musste er sich beeilen was die Übernahme der Flugtruppe anging, noch hatte er seinen MĂ€nnern zur Einnahme der Formation Stress gemacht und jetzt wo sie auf Tarkan warteten, schien auch der große Boss die Ruhe weg zu haben. Besser konnte es nicht laufen.

Zudem hatte er von Anfang an einen Berater zur Seite gestellt bekommen, Crize. So viel konnte er also ĂŒberhaupt nicht falsch machen, dass alles schief lief. Es sei denn Crize machte alles falsch, so dass alles schief lief. Wobei der Mann war Magier, sogar Nekromant, wenn sich einer auskannte dann Crize.

Mit der Formation hatte er ihn auch erstklassig beraten. Ihre Truppe sah gut aus. Das stand fĂŒr den großen Tiefling fest.

Es dauerte noch eine Weile, dann kam Tarkan aus sein Zelt und musterte sie. Die Formation schien ihm zu gefallen, und er merkte an, dass wohl Crize ihn beraten hĂ€tte. Aksoy schwieg darĂŒber und lĂ€chelte freundlich. Immerhin hatte sich der Nekromant verdrĂŒckt, um ihm die Ehre zu ĂŒberlassen.

`Schwer anstÀndiger Zug von Dir CrizeŽ, dachte Aksoy gut gelaunt.

Nach einem Augenblick gab auch Tarkan die Suche nach seinem Nekromanten auf und schickte eine KĂ€mpferin los um ihnen ihre AusrĂŒstung fĂŒr den ersten Einsatz zu holen. Brandbomben. Gefertigt aus Öl in Tonflaschen. Angeblich wurde das sonst von Almanen gegessen. Bei der Beschreibung konnte sich Aksoy ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Was Menschen so alles fraßen, war immer wieder erstaunlich. Öl! Wer aß schon freiwillig Öl? Und dann noch als Delikatesse? Zudem wenn, wĂŒrde man diese widerwĂ€rtige BrĂŒhe nicht trinken? Aber die Frage stellte er Tarkan lieber nicht, zudem hatte es nichts mit ihren Einsatz zu tun. Und die Eßgewohnheiten der Almaner interessierten seinen Boss vermutlich genauso wenig wie ihn.

Wichtig war, dass man deren Futter in Waffen umwandeln konnte. Und Brandbomben klangen wirklich nach guten und vor allem eindrucksvollen Waffen.

Aksoy hörte Tarkan aufmerksam zu. Der Befehl lautete zuerst alles zu zerstören, was selbst FlĂ€chenschaden anrichten konnte. Also Katapulte und Ă€hnliches. Triböcke fĂŒhrte Tarkan auf und Aksoy nickte als Zeichen, dass er verstanden hatte, wĂ€hrend sein Boss ihm weiter den Einsatz erklĂ€rte.

`Willst Du Dich von etwas trennen, dann musst Du es verbrennen
®, sinnierte der große Tiefling grinsend. Die Vorstellung die Zwerge abzufackeln gefiel ihm.

„Verstanden Boss. Wir werden alle GroßgerĂ€te abfackeln. Wir legen los“, sagte Aksoy respektvoll und wandte sich dann an seine MĂ€nner.

„Ihr habt den Boss gehört. Jeder schnappt sich von Euch noch ein zweites dieser Dinger mit Öl. Danach folgt mir. Wir brechen umgehend nach Dunkelbruch auf“, sagte Aksoy. WĂ€hrend er sich selbst direkt eine zweite Flasche schnappte, machte er sich auf die Suche nach Crize.

Als er den Nekromant endlich gefunden hatte, packte er den Mann kurzerhand.

„Wir haben Befehl nach Dunkelbruch zu fliegen und die Zwerge einzuĂ€schern. Vorrangig sind die GerĂ€te mit FlĂ€chenschaden. Was wichtig ist fĂŒr die Zwerge und was nicht, wirst Du wissen Crize. Du begleitest mich.

Wir beide ĂŒbernehmen gemeinsam die FĂŒhrung“, erklĂ€rte Aksoy dem Rakshaner und lud ihn sich kurzerhand huckepack auf den RĂŒcken, ohne die Antwort seines Beraters abzuwarten. Aksoy wartete bis sich alle seine MĂ€nner bei ihm eingefunden hatten.
„Festhalten“, sagte der große Tiefling zu Crize.

Aksoy machte einen gewaltigen Satz in die Luft, breitete zeitgleich seine FlĂŒgel aus und hob ab. Er schlug hart mit den FlĂŒgeln um schnell an Höhe zu gewinnen und flog dann fĂŒhrend Richtung Dunkelbruch davon.

„Wegen vorhin wo Du Dich verdrĂŒckt hast Crize - Danke. Schwer anstĂ€ndig von Dir gewesen. Halt die Augen auf. Wenn Du was siehst, was weggebombt werden muss, sagÂŽs mir“, brummte der große Tiefling gut gelaunt und flog etwas schneller.
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Re: Der Weg zum Chaos

#20

Beitragvon Crize » Fr 24. MĂ€r 2017, 08:55

Aksoys und Crizes Abstecher nach Dunkelbruch:

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